Senmttlag.
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w, ^vberbessisch» Settmtg- et- j^inf sechsmal wöchentlich. ®e- E<kkri< monatlich 2 TM. a«S- «Utl- ZustoilungSgebühr. durch HSßoit225 GM.Für ettoa infolge «tteÄ#, Waschin en defekt« »dre jpgflt tatet Ereignisse ausfallende b^E-rn wird kein Lisa» pe» Verlagv. Dr. §. Hitzetvth» der Unw.-Buchdruckerei b. ajj, Äug. Koch, Markt 21/23. OErnsfirechet: 911. 54. u. 9tr. 55. «estscheckkont»: Amt Ftankfutt t <$. Nr. 5015. — Sprech,«tr
Redaktion von 10—11 und ‘1,1-1 Uhr.
öberliMsche
Zeitung
Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen
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t Soldmark '/^Dollar
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
Bor einem zweiten reulfchen Szeanilvg
'grundlegender Bedeutung für unsere Zu-
$ sein. Je leidenschaftsloser und sachlicher
6 Erörterungen gcvilogen werden, um so
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Sozialisten,
Republikanische Sozialisten, Rad.kal-Soz allsten.
Linksrepubiikaner, Demokratische Republikaner.
lebensfähig erhalten hat und was gut im alten Deutschland war, mit jener Stärkung des Verantwortungsbewußtseins des deutschen Volkes, die ihm die neue Verfassung gegeben hat, und arbeiten wir gemeinsam an der Lösung der groben Zeitfragen, die wir, namentlich in den nächsten Jahren, zu bewältigen haben werden.
Dann kam Dr. Stresemann auf die Außen- volitik und die innervolitische Entwicklung seit 1923 zu sprechen.
Bei diesen Ausführungen kam es zu lebhafte« Tumulte«.
3n, dem bereits zwei Stunden vor Beginn überfüllten Saale hatten sich zahlreiche N a» tionalsozialisten eingefunden. Diese stimmten jetzt, nachdem Dr Stresemann bereits VA Stunden gesvrochen batte, das Deutschlandlied, das Sitlerlied und die W a ch t a m R h e i n an und brachten auch Hochrufe auf Hitler aus, die von
Ar WErii m Frankreich
Das amtliche Wahlergebnis.
fk. Paris, 26. April. Die Wahlprüfungskommission hat am gestrigen Tage bas Ergebnis der am 22. April stattgesunbenen Wahl ermittelt. Rach dieser Prüfung find 187 Deputierte als gewählt zu betrachten, die sich wie folgt verteilen:
Dr. Stresemann in München nieöerseschrien
Sir tritt Stbt to SkichrMnmimiittrs durch Sationaliojia'iiten geiler!
den Anhängern Stresemann? mit Hochrufen auf den Außenminister erwidert mürben. Da es sich als unmöglich erwies, die Ruhe der Versammlung wieder herzu- st e l l e n. schloß der Vorsitzende gegen 10 Uhr die Versammlung mit der ausdrücklichen Feststellung. daß es nicht möglich gewesen sei, dem deutschen Autzenminister in München Gehör zu verschaffen.
Dr. Stresemann batte am Schlutz seiner Rede dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß den Gegnern auch das Deutschlandlied nicht heilig genug sei, um nicht von ihnen als St örun gsmitt el gebraucht zu werden. Beim Verlasien des Saales wurden dem Minister von seinen Anhängern erneute Ovationen dorgebracht, während die Hitleranhänger das Hitlerlied weitersangen. Landesoolizei und blaue Polizei räumten schlietzlich den Saal. Der Minister reiste programmäßig um 22.55 Uhr nach Berlin zurück.
Der Start -er Bremen"
Berlin, 25. April. Wie dre .03. Z." w'sfen will, find soeben die Berhandlungen über einen zweiten deutschen Ozmnllug abgeschlossen wordetr. Danach beabsichtigt der Junkers-Flieger Risticz m:t Frau Dillenz mit derselben Flugzeugtype, die Köhl benutzte, einer Jrmkersmnfchine .W 33“. vn Leipzig über Daldonell nach Rordarne.ika zu fliegen.
Hierzu wird von der Leitung der Junkerswerke mitgeteilt, dah tatsächlich Verhandlungen über einen zweiten Ozeanflug eingeleitel sind. Es fet jedoch nicht richtig, dah s:e bereits zum Abschluh gekommen seien. Die Wienerin Frau Dillenz, die im vorigen Jahre an dem Projekt des Fluges über die Azoren beteiligt war, ist an Prof. Junkers wegen dieses neuen Unternehmens herangetreten: Prof. Junkers ve'h"ll sich keineswegs grurd'ätz'ich ab'e"'-end. Es s nd aber noch eine Reihe von Schwierigkeiten zuüberwinden, ehe das Unternehmen wiicklich per'ekt ist. In der Leitung der Junkerswerke rechnet man damit, dah bis zur Klärung noch einige Tage vergehen werden.
Das .A^tuhrabendb^att“ me'det dazu ferner, daß Frau Dillenz auch diesmal, wie bei dem letztjährigen Azo^enflug, von einer österreichischen Gruppe finanziell unter st ützt werde. Als Startplatz soll nicht wie bei dem vorjährigen Flug Dessau, sondern Leipzig-Schkeuditz ausersehen sein.
Von der „Bremen"-Besatzung.
New York, 25. April. (WTB.) Nach einer Meldung der Canadian Preß sollen die deutschen Ozeanflieger die Hoffnung aufgegeben haben, mit der „Bremen“ in Dreenlh Island zu starten.
st ist es für die Beteiligten. Im übrigen 1 ich gegenüber den Behauptungen von l Gedanken einer Vernichtung der bayeri- Selbständigkeit durch meine volitische Mllung darauf Hinweisen, hab bereits ► bi» bayerische Staatsregierung in einer Schrift zur Revision der Weimarer Vereng sich wiederholt auf Ausführungen be- bat, die ich damals als Reichskanzler W bade. Ein Wort über die Reichs- Fassung: Die Möglichkeit ihrer Fort- Wicklung ist durch ibren eigenen Wortlaut tien. Im übrigen ist sie das Dach, unter ! wir leben. Deshalb arbeiten wir in un- f Partei am republikanischen Deutschland 1 >m republikanischen Deutschland. Dor ! .liegen die größten außen- und innerlichen Aufgaben.
*eenüber der Lebeusnot und dem Exi- *<ifampf des deutschen Volkes gibt es kleine Staatsformfragen.
innere Einstellung des Ein- t«en über die theoretisch beste h« der Verfassung bleibt davon berührt- Verbinden wir das, was uns
nach Nttvzrkk an’otetbtn
da durch Erweichung des Eises die Schwierigkeiten zu groß geworden seien. Die Flieger beabsichtigen nach der gleichen Quelle, Dreenlh Island mit dem Ford- flugzeug zu verlassen.
fk. Murray Baq, 26. April. Nach einer aus Greenley Island eingetroffenen Nachricht, die von der Besatzung der „Bremen" selbst herrühren soll, scheint cs sich zu bestätigen, daß die Besatzung der ..Bremen" bei dem Flug nach der Murray Bay sich des f?ord-Dreimotorenfluazeuges bedienen werde, das die Ersatzteile gebracht hatte. Wann die „Bremen-Besatzung die Insel verlassen wird, steht immer noch nicht fest.
Der Flieger Bennett gestorben.
Quebec, 25. April. (WTB.) Flieger Bennett, der mit Laichen Ersatzteile nach Dreenlh Island bringen wollte, aber durch Erkrankung an Lungenentzündung daran verhindert wurde, i st ’ gestorben.
Trauer um Bennett.
Neuhork,25. April. (WTB.) In der 5. Avenue und in anderen Straßen, die schon ihren aus amerikanischen, deutschen und irischen Flaggen, dem Neuhorker Stadtwappen und den Namen der „Bremen“-Flieger zusammengesetzten Fest- schmuck tragen, wurden heute anläßlich des plötzlichen Todes des Fliegers Bennett die amerikanischen Flaggen auf a 16 nt a ft g e fe tz t. Das von den städtischen 'Behörden auf Sonnabend angesetzte Festessen zu Ehren der „Bremen“-Besatzung ist auf Montag verschoben worden.
General Wrangcl f.
Brüssel, 25. April. Deneral Peter W r a n g e l, der die Bewegungen gegen die Svwjetherrschaft geleitet und seit 1925 in Brüssel seinen Wohnsitz hatte, ist nach längerer Krankheit im Alter von ^Jahren gestorben.
Autorennfahrer Lockhart verunglückt.
Dahtona Beach, 25. April. (WTB.) Der amerikanische Automobilrennfahrer Lockhart ist bei dem Versuch, den WeltgesHwindigkeitsrekord zu schlagen, tödlich verunglückt. Lockhart hatte bereits drei Runden zurückgelegt und näherte sich zum vierten Male der Tribüne, als sein Wagen anscheinend auf eine weiche Masse im Sande stieß, sich mehrmals um sich selbst drehte und hochgeschleudert wurde. Lockhart fiel aus dem Wagen mit dem Dejicht auf die Erde und war sofort tot.
tterinto vMg Mittet
Athen, 25. April. Zn Korinth haben sich in der vergangenen Nacht neue Erdbeben ereignet, die die Set« nichtnng der Stadt vollendeten. Ein stärkerer Erdstotz wurde heute nacht um 2 Uhr 30 Min. auch in Athen wahr, genommen. Die in dem gesamten ariechi, scheu Erdbebengebiet betroffene Bevölke, rung zählt etwa 15 000 Menschen, die Zahl der Toten soll jedoch nach neueren Meldungen glücklicher Weise gering — nicht mehr als 10 — sein. Das'erkliirt sich daraus, datz die Bevölkerung durch die voraus, gehenden Erderschütterungen gewarnt war und vor dem Hauptbeben bereits die Hau, jer verlassen hatte.
Heute trafen mehrere englische Kriegsschiffe vor Korinth ein, die Lebensmittel, Decken und Sanitätsmaterial zur Set, fügung stellten. Auch das amerikanisch« Rote Kreuz hat seine Hilfe angeboten.
Ztalienische Hilfe für Korinth.
fk. Rom, 26. April. Die italienisch« Regierung hat den italienischen Kreuzer „S e n e z i a" und zwei Torpedosäger nach Korinth ges ndt, die Hilfsmaterial des italienischen Roten Kreuzes mit sich führen.
Das Erdbeben in Bulgarien.
ff. Sofia, 26. April. Nach offiziellen Angaben wurden bei der Erdbeben-Katastrophe 103 Personen getötet und 7 00 verletzt. Die Gesamtzahl der eingestürzten Häuser übersteigt 10 0000 und die der unbewohnbar gewordenen Häuser 10 500. 200000 Personen sind
obdachlos. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 214 Milliarden Mark.
Neue Erdstöße auf dem Balkan.
fk. L o n d o n, 26. April. Die Erdbebenwarte in Athen verzeichnete gestern 11,27 Uhr ein neues Erdbeben, dessen Herd in Adrianovel und im östlichen Thrazien liegen soll. Auch in Konstantinopel wurden Erschütterungen verspürt, die etwa 15 Sekunden dauerten und sich in ssidöstli^er Richtung fortbewegten. Meldungen über Schäden in diesen Gebieten liegen bis jetzt noch nicht vor.
Münchener Pressestimmen zur Storung der Stresemann-Sersammlung.
Die Störung der gestrigen Stresemann- Bersammlung wird in den Münchener Morgenblättern lebhaft besprochen. Die „Münchener Neuesten Nachrichten“ sprechen dabei von einem „Sieg der Dummheit“ und erklären, durch den gestrigen Borfall sei die Wahlrede Stresemanns zu einem Erlebnis gemacht worden, von dem die ganze Welt sprechen werde. Man müsse staunen über das Maß von Torheit und Zuchtlosigkeit, das hier mit Farben und Liedern sich schmücke. „Bayerische Kurier“ schreibt, der Borfall eröffne erfreuliche Aussichten auf den Wahlkampf. Es müsse doch möglich sein, unsere Staatsbürger vor dem Terrorismus einer gewalttätigen Gruppe zu schützen. Zur Hebung des Ansehens von München und Bayern könnten solche Dorfälle gewiß nicht beitragen.
9 Rechtsstehende.
Weitere Kompromisse für die französische Stichwahl.
fk.P a r i s, 26. April. Die Radikalen de- Seine-Departements haben gestern beschlossen, ihre Kandidaten, die an weniger aussichtsreicher Stelle stehen, zugunsten der Sozial« Republikaner (Pa.n.eve) und Sozialisten zurückzuziehen.
Im Elsaß ist, wie der „Watin“ becrchter, im Wahlkreise Strastburg-Stadt 1 der Kandidat der nationalistischen ^Bereinigung " zugunsten des Sozialistischen Bürgermeisters P ei rot es gutüdgetreten, der am Sonntag dem von den Autonomsten unterstützten kommunistischen Kandidaten gegenüoe.steten wrrd. Dasselbe geschieht im Wahlkre.s Straßburg- Stadt II, wo am Sonntag auch der Sozialist Weil einem kommunistischen Kandidaten gegenüberstehen wird. Sie Sozialisten werden in Z a b e r n und in Hagenau die Kandidaten der nationalistischen B er e i n i g u n g gegen die Kommunisten und Auwnouusten unterstützen.
München, 25. Avril. In seiner ersten Miede, die Reichsaußenminister Dr. Strese- gjtn heute in München hielt, führte er zu- M zur Frage „Reich und Länder" fol- Mdes aus: Das Verhältnis Bayerns zum eiche ist nicht immer frei von Spannungen ®tien. Ich habe die stärksten Spannungen , »er Zeit meiner Reichskanzlerschaft emofun- h. Auch heute ist die Frage der Ausein - Überfettung zwischen Reich und ändern eine der wichtigsten Fragen, die „'er Staatsleben angeht. Wir werden sie ti lösen können, wenn wir von vorn- erein von jedem Mißtrauen ab- iten und nicht gegeneinander, sondern mit- nenber arbeiten. Wenn man mir den kusch nachsagt, die Eigenstaatlichkeit Bay- ns zu zerschlagen, so würde ich mir. wenn es mein Ziel wäre, nicht gerade eine Kan- ibatur in Bayern ausgesucht haben. Das Ireblem der Erneuerung des Reiches ist nicht Cd) Schlagworte zu lösen.
Cteee muß dabei von vornherein ansge- Wossen fein: Daß irgendwo tn Deutsch- lmd ein Zweifel am Reichsgedanken bestände.
it Beweis für Bismarcks Werk ist sein Beden über die Niederlage im Weltkriege bin- s. Gar zu gern hätte man damals in feind- fen Ländern das Wiederaufleben von dinbund-Ideen oder süddeutschem Separa- eros gesehen Das bayerische Volk bat jede I6e Idee in selbstbewußter Weise zurückge- irfen. Nicht der Reichsgedanke steht deshalb ! Frage, sondern die Erörterung, wie man u Reiche am besten bient. Drei Fragen iingen sich dabei auf: Das Verhältnis von eich und Preußen, die Verhältnisse der leinstaaten im Reiche und das Ver- tnis des Reiches zu lebensfähigen indem.
Mr müssen versuchen, Reich und Preußen in engere Verbindung zu bringen.
A Gegeneinander lähmt die Reichsgeschäfte außerordentlichem Maße. Als ich Reichs- Mer wurde, habe ich versucht, den c r e u » Aschen Ministerpräsidenten zu betten, in das Reichskabinett ein- itreten und gleichzeitig dem Reichs- iit$Ier die Möglichkeit zu geben, im ttußischen Staatsministerium ih it mitzuwirken, um durch versön- c gegenseitige Fühlungnahme die Schwie- feiten auszuräumen. Darüber hinaus len in dem Verhältnis des Reiches und des ßten deutschen Bundesstaates große Mög- Heifcn in Bezug auf di« Verwaltung s- steinfachung, die in Erlvarnismaß- bmen und in der Beseitigung überflüssiger likit avsmünden können. >
$tm Aufgehen nicht lebensfähiger Länder
* größere Länder sollte kein Hindernis entgegengestellt werden.
^Einheitsstaat kann nur auf voller irrillißfeit zustande kommen. Jeder «e Wog ist ungangbar, weil er nur neue «ierigkeiten schaffen und von dem Ziele kter Einheit wegführen würde. Heber all * Fragen soll die Länderkonseren» beraten. * Fortenwickelnng auf diesem Gebiete kann