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Senmttlag.

ttn 26. Avrii ISA

w, ^vberbessisch» Settmtg- et- j^inf sechsmal wöchentlich. ®e- E<kkri< monatlich 2 TM. a«S- «Utl- ZustoilungSgebühr. durch HSßoit225 GM.Für ettoa infolge «tteÄ#, Waschin en defekt« »dre jpgflt tatet Ereignisse ausfallende b^E-rn wird kein Lisa» pe» Verlagv. Dr. §. Hitzetvth» der Unw.-Buchdruckerei b. ajj, Äug. Koch, Markt 21/23. OErnsfirechet: 911. 54. u. 9tr. 55. «estscheckkont»: Amt Ftankfutt t <$. Nr. 5015. Sprech,«tr

Redaktion von 1011 und 1,1-1 Uhr.

öberliMsche

Zeitung

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

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St. 98 63. Mkg. Matdurg a.Kobn

Set Anzeigenpreis beträgt für den Ivgefpalt. Zellenmillimeter 0.08 GM. kleine Baranzeige» 0.06 GM. amtlich« anb aus» todrtta« Anzeigen 0.10 DM Sei schwierigem Satz sowie bei Platz» dorichrift SO8!, Aufschlag. Sa inmelan zeige» 100(, Auf- sch tag. Reklamen bet Willi» 0.40 GM ?eöet «Rabatt gilt al* ©artabatt Zie« 6 Sagt Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft Vor» bis Geschäftsstelle and Zusendung bet Angebote. 4t füllungSort Marburg.

t Soldmark '/^Dollar

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Bor einem zweiten reulfchen Szeanilvg

'grundlegender Bedeutung für unsere Zu-

$ sein. Je leidenschaftsloser und sachlicher

6 Erörterungen gcvilogen werden, um so

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Sozialisten,

Republikanische Sozialisten, Rad.kal-Soz allsten.

Linksrepubiikaner, Demokratische Republikaner.

lebensfähig erhalten hat und was gut im alten Deutschland war, mit jener Stärkung des Verantwortungsbewußtseins des deutschen Volkes, die ihm die neue Verfassung gegeben hat, und arbeiten wir gemeinsam an der Lö­sung der groben Zeitfragen, die wir, namentlich in den nächsten Jahren, zu bewältigen haben werden.

Dann kam Dr. Stresemann auf die Außen- volitik und die innervolitische Entwicklung seit 1923 zu sprechen.

Bei diesen Ausführungen kam es zu lebhafte« Tumulte«.

3n, dem bereits zwei Stunden vor Beginn überfüllten Saale hatten sich zahlreiche N a» tionalsozialisten eingefunden. Diese stimmten jetzt, nachdem Dr Stresemann be­reits VA Stunden gesvrochen batte, das Deutschlandlied, das Sitlerlied und die W a ch t a m R h e i n an und brachten auch Hochrufe auf Hitler aus, die von

Ar WErii m Frankreich

Das amtliche Wahlergebnis.

fk. Paris, 26. April. Die Wahlprü­fungskommission hat am gestrigen Tage bas Ergebnis der am 22. April stattgesunbenen Wahl ermittelt. Rach dieser Prüfung find 187 Deputierte als gewählt zu betrachten, die sich wie folgt verteilen:

Dr. Stresemann in München nieöerseschrien

Sir tritt Stbt to SkichrMnmimiittrs durch Sationaliojia'iiten geiler!

den Anhängern Stresemann? mit Hochrufen auf den Außenminister erwidert mürben. Da es sich als unmöglich erwies, die Ruhe der Versammlung wieder herzu- st e l l e n. schloß der Vorsitzende gegen 10 Uhr die Versammlung mit der ausdrücklichen Fest­stellung. daß es nicht möglich gewesen sei, dem deutschen Autzenminister in München Gehör zu verschaffen.

Dr. Stresemann batte am Schlutz seiner Rede dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß den Gegnern auch das Deutschlandlied nicht heilig genug sei, um nicht von ihnen als St örun gsmitt el ge­braucht zu werden. Beim Verlasien des Saales wurden dem Minister von seinen An­hängern erneute Ovationen dorgebracht, wäh­rend die Hitleranhänger das Hitlerlied weiter­sangen. Landesoolizei und blaue Polizei räumten schlietzlich den Saal. Der Minister reiste programmäßig um 22.55 Uhr nach Ber­lin zurück.

Der Start -er Bremen"

Berlin, 25. April. Wie dre .03. Z." w'sfen will, find soeben die Berhandlungen über einen zweiten deutschen Ozmnllug abge­schlossen wordetr. Danach beabsichtigt der Junkers-Flieger Risticz m:t Frau Dil­lenz mit derselben Flugzeugtype, die Köhl benutzte, einer Jrmkersmnfchine .W 33. vn Leipzig über Daldonell nach Rordarne.ika zu fliegen.

Hierzu wird von der Leitung der Junkers­werke mitgeteilt, dah tatsächlich Ver­handlungen über einen zweiten Ozean­flug eingeleitel sind. Es fet jedoch nicht richtig, dah s:e bereits zum Abschluh ge­kommen seien. Die Wienerin Frau Dillenz, die im vorigen Jahre an dem Projekt des Fluges über die Azoren beteiligt war, ist an Prof. Junkers wegen dieses neuen Unter­nehmens herangetreten: Prof. Junkers ve'h"ll sich keineswegs grurd'ätz'ich ab'e"'-end. Es s nd aber noch eine Reihe von Schwierig­keiten zuüberwinden, ehe das Unter­nehmen wiicklich per'ekt ist. In der Leitung der Junkerswerke rechnet man damit, dah bis zur Klärung noch einige Tage vergehen werden.

Das .A^tuhrabendb^att me'det dazu ferner, daß Frau Dillenz auch diesmal, wie bei dem letztjährigen Azo^enflug, von einer österreichischen Gruppe finan­ziell unter st ützt werde. Als Start­platz soll nicht wie bei dem vorjährigen Flug Dessau, sondern Leipzig-Schkeuditz ausersehen sein.

Von derBremen"-Besatzung.

New York, 25. April. (WTB.) Nach einer Meldung der Canadian Preß sollen die deutschen Ozeanflieger die Hoff­nung aufgegeben haben, mit der Bremen in Dreenlh Island zu starten.

st ist es für die Beteiligten. Im übrigen 1 ich gegenüber den Behauptungen von l Gedanken einer Vernichtung der bayeri- Selbständigkeit durch meine volitische Mllung darauf Hinweisen, hab bereits bi» bayerische Staatsregierung in einer Schrift zur Revision der Weimarer Ver­eng sich wiederholt auf Ausführungen be- bat, die ich damals als Reichskanzler W bade. Ein Wort über die Reichs- Fassung: Die Möglichkeit ihrer Fort- Wicklung ist durch ibren eigenen Wortlaut tien. Im übrigen ist sie das Dach, unter ! wir leben. Deshalb arbeiten wir in un- f Partei am republikanischen Deutschland 1 >m republikanischen Deutschland. Dor ! .liegen die größten außen- und inner­lichen Aufgaben.

*eenüber der Lebeusnot und dem Exi- *<ifampf des deutschen Volkes gibt es kleine Staatsformfragen.

innere Einstellung des Ein- t«en über die theoretisch beste h« der Verfassung bleibt davon berührt- Verbinden wir das, was uns

nach Nttvzrkk anotetbtn

da durch Erweichung des Eises die Schwie­rigkeiten zu groß geworden seien. Die Flieger beabsichtigen nach der gleichen Quelle, Dreenlh Island mit dem Ford- flugzeug zu verlassen.

fk. Murray Baq, 26. April. Nach einer aus Greenley Island eingetroffenen Nachricht, die von der Besatzung derBre­men" selbst herrühren soll, scheint cs sich zu bestätigen, daß die Besatzung der ..Bremen" bei dem Flug nach der Murray Bay sich des f?ord-Dreimotorenfluazeuges bedienen werde, das die Ersatzteile ge­bracht hatte. Wann dieBremen-Be­satzung die Insel verlassen wird, steht im­mer noch nicht fest.

Der Flieger Bennett gestorben.

Quebec, 25. April. (WTB.) Flieger Bennett, der mit Laichen Ersatzteile nach Dreenlh Island bringen wollte, aber durch Erkrankung an Lungenent­zündung daran verhindert wurde, i st gestorben.

Trauer um Bennett.

Neuhork,25. April. (WTB.) In der 5. Avenue und in anderen Straßen, die schon ihren aus amerikanischen, deutschen und irischen Flaggen, dem Neuhorker Stadtwappen und den Namen der Bremen-Flieger zusammengesetzten Fest- schmuck tragen, wurden heute anläßlich des plötzlichen Todes des Fliegers Bennett die amerikanischen Flaggen auf a 16 nt a ft g e fe tz t. Das von den städti­schen 'Behörden auf Sonnabend angesetzte Festessen zu Ehren derBremen-Be­satzung ist auf Montag verschoben worden.

General Wrangcl f.

Brüssel, 25. April. Deneral Peter W r a n g e l, der die Bewegungen gegen die Svwjetherrschaft geleitet und seit 1925 in Brüssel seinen Wohnsitz hatte, ist nach längerer Krankheit im Alter von ^Jah­ren gestorben.

Autorennfahrer Lockhart verunglückt.

Dahtona Beach, 25. April. (WTB.) Der amerikanische Automobil­rennfahrer Lockhart ist bei dem Versuch, den WeltgesHwindigkeitsrekord zu schlagen, tödlich verunglückt. Lockhart hatte bereits drei Runden zurückgelegt und näherte sich zum vierten Male der Tribüne, als sein Wagen anscheinend auf eine weiche Masse im Sande stieß, sich mehr­mals um sich selbst drehte und hochgeschleu­dert wurde. Lockhart fiel aus dem Wagen mit dem Dejicht auf die Erde und war so­fort tot.

tterinto vMg Mittet

Athen, 25. April. Zn Korinth haben sich in der vergangenen Nacht neue Erdbeben ereignet, die die Set« nichtnng der Stadt vollendeten. Ein stärkerer Erdstotz wurde heute nacht um 2 Uhr 30 Min. auch in Athen wahr, genommen. Die in dem gesamten ariechi, scheu Erdbebengebiet betroffene Bevölke, rung zählt etwa 15 000 Menschen, die Zahl der Toten soll jedoch nach neueren Mel­dungen glücklicher Weise gering nicht mehr als 10 sein. Das'erkliirt sich daraus, datz die Bevölkerung durch die voraus, gehenden Erderschütterungen gewarnt war und vor dem Hauptbeben bereits die Hau, jer verlassen hatte.

Heute trafen mehrere englische Kriegs­schiffe vor Korinth ein, die Lebensmittel, Decken und Sanitätsmaterial zur Set, fügung stellten. Auch das amerikanisch« Rote Kreuz hat seine Hilfe angeboten.

Ztalienische Hilfe für Korinth.

fk. Rom, 26. April. Die italienisch« Regierung hat den italienischen Kreuzer S e n e z i a" und zwei Torpedosäger nach Korinth ges ndt, die Hilfsmaterial des italienischen Roten Kreuzes mit sich führen.

Das Erdbeben in Bulgarien.

ff. Sofia, 26. April. Nach offiziellen Angaben wurden bei der Erdbeben-Kata­strophe 103 Personen getötet und 7 00 verletzt. Die Gesamtzahl der ein­gestürzten Häuser übersteigt 10 0000 und die der unbewohnbar gewordenen Häuser 10 500. 200000 Personen sind

obdachlos. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 214 Milliarden Mark.

Neue Erdstöße auf dem Balkan.

fk. L o n d o n, 26. April. Die Erdbeben­warte in Athen verzeichnete gestern 11,27 Uhr ein neues Erdbeben, dessen Herd in Adrianovel und im östlichen Thrazien lie­gen soll. Auch in Konstantinopel wurden Erschütterungen verspürt, die etwa 15 Se­kunden dauerten und sich in ssidöstli^er Richtung fortbewegten. Meldungen über Schäden in diesen Gebieten liegen bis jetzt noch nicht vor.

Münchener Pressestimmen zur Storung der Stresemann-Sersammlung.

Die Störung der gestrigen Stresemann- Bersammlung wird in den Münchener Morgenblättern lebhaft besprochen. Die Münchener Neuesten Nachrich­ten sprechen dabei von einemSieg der Dummheit und erklären, durch den gestri­gen Borfall sei die Wahlrede Stresemanns zu einem Erlebnis gemacht worden, von dem die ganze Welt sprechen werde. Man müsse staunen über das Maß von Torheit und Zuchtlosigkeit, das hier mit Farben und Liedern sich schmücke.Bayerische Kurier schreibt, der Borfall eröffne er­freuliche Aussichten auf den Wahlkampf. Es müsse doch möglich sein, unsere Staats­bürger vor dem Terrorismus einer gewalt­tätigen Gruppe zu schützen. Zur Hebung des Ansehens von München und Bayern könnten solche Dorfälle gewiß nicht bei­tragen.

9 Rechtsstehende.

Weitere Kompromisse für die französische Stichwahl.

fk.P a r i s, 26. April. Die Radikalen de- Seine-Departements haben gestern beschlossen, ihre Kandidaten, die an weniger aussichts­reicher Stelle stehen, zugunsten der Sozial« Republikaner (Pa.n.eve) und Sozialisten zu­rückzuziehen.

Im Elsaß ist, wie derWatin becrchter, im Wahlkreise Strastburg-Stadt 1 der Kandi­dat der nationalistischen ^Bereinigung " zu­gunsten des Sozialistischen Bürgermeisters P ei rot es gutüdgetreten, der am Sonntag dem von den Autonomsten unterstützten kom­munistischen Kandidaten gegenüoe.steten wrrd. Dasselbe geschieht im Wahlkre.s Straßburg- Stadt II, wo am Sonntag auch der Sozialist Weil einem kommunistischen Kandidaten gegenüberstehen wird. Sie Sozialisten werden in Z a b e r n und in Hagenau die Kandidaten der nationalistischen B er e i n i g u n g gegen die Kommunisten und Auwnouusten unterstützen.

München, 25. Avril. In seiner ersten Miede, die Reichsaußenminister Dr. Strese- gjtn heute in München hielt, führte er zu- M zur FrageReich und Länder" fol- Mdes aus: Das Verhältnis Bayerns zum eiche ist nicht immer frei von Spannungen ®tien. Ich habe die stärksten Spannungen , »er Zeit meiner Reichskanzlerschaft emofun- h. Auch heute ist die Frage der Ausein - Überfettung zwischen Reich und ändern eine der wichtigsten Fragen, die 'er Staatsleben angeht. Wir werden sie ti lösen können, wenn wir von vorn- erein von jedem Mißtrauen ab- iten und nicht gegeneinander, sondern mit- nenber arbeiten. Wenn man mir den kusch nachsagt, die Eigenstaatlichkeit Bay- ns zu zerschlagen, so würde ich mir. wenn es mein Ziel wäre, nicht gerade eine Kan- ibatur in Bayern ausgesucht haben. Das Ireblem der Erneuerung des Reiches ist nicht Cd) Schlagworte zu lösen.

Cteee muß dabei von vornherein ansge- Wossen fein: Daß irgendwo tn Deutsch- lmd ein Zweifel am Reichsgedanken be­stände.

it Beweis für Bismarcks Werk ist sein Be­den über die Niederlage im Weltkriege bin- s. Gar zu gern hätte man damals in feind- fen Ländern das Wiederaufleben von dinbund-Ideen oder süddeutschem Separa- eros gesehen Das bayerische Volk bat jede I6e Idee in selbstbewußter Weise zurückge- irfen. Nicht der Reichsgedanke steht deshalb ! Frage, sondern die Erörterung, wie man u Reiche am besten bient. Drei Fragen iingen sich dabei auf: Das Verhältnis von eich und Preußen, die Verhältnisse der leinstaaten im Reiche und das Ver- tnis des Reiches zu lebensfähigen indem.

Mr müssen versuchen, Reich und Preußen in engere Verbindung zu bringen.

A Gegeneinander lähmt die Reichsgeschäfte außerordentlichem Maße. Als ich Reichs- Mer wurde, habe ich versucht, den c r e u » Aschen Ministerpräsidenten zu be­tten, in das Reichskabinett ein- itreten und gleichzeitig dem Reichs- iit$Ier die Möglichkeit zu geben, im ttußischen Staatsministerium ih it mitzuwirken, um durch versön- c gegenseitige Fühlungnahme die Schwie- feiten auszuräumen. Darüber hinaus len in dem Verhältnis des Reiches und des ßten deutschen Bundesstaates große Mög- Heifcn in Bezug auf di« Verwaltung s- steinfachung, die in Erlvarnismaß- bmen und in der Beseitigung überflüssiger likit avsmünden können. >

$tm Aufgehen nicht lebensfähiger Länder

* größere Länder sollte kein Hindernis entgegengestellt werden.

^Einheitsstaat kann nur auf voller irrillißfeit zustande kommen. Jeder «e Wog ist ungangbar, weil er nur neue «ierigkeiten schaffen und von dem Ziele kter Einheit wegführen würde. Heber all * Fragen soll die Länderkonseren» beraten. * Fortenwickelnng auf diesem Gebiete kann