Einzelbild herunterladen
 

93

6orf»rtf* 60*1» Aufschlag. —

schlag. Reklame» der MM«.

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Betanntmachnnge« für Stadt und Kreis Marburg

Ast -ie Stellung Brian-s sesähr-et?

Rechtsstehend«

13

Rechtsrevnblikaner (Marin u. Maginot) 72

»Ng,

zusammen 183

R

‘ um 50 Prozent erhöhen konnten.

»Inst

rat

fen.

str. ch

etter

itr. 11

de»

litt

von iammer

42

15

21

5

15

rammmisrr

.kter (!), 3 Notare, 2 Geistliche, 1 Tierarzt, kwlomat. 51 Abgeordnete find neugewählt. ! wiedergewählt.

um 6» Lach Berufen gezählt find von den 183 Ee- t Lil» Alten 51 Advokaten, 38 Grund-

MWr gflnWItiino

Nuksrevublikaner

Radikale Linke (Loucheur)

Radikale

Sazialrepnblikaner (Painleve)

Sozialisten

•.06 SM- amtliche an» an* »artige Anzeigen 0.10 SM Cat

durch M» Ge>ch<tft«stell» and Sufenöintfl der Angebote. 4r füllungsorl Marburg.

t voldmart ■ ^»Dollar

li­eg ip- ;en

er, r i

n n»

it alt

6 117

1t-

ik. Paris. 24. Avril. Es liegen »»«mehr wtliche Wahlergebnisse bis ans ein«, vor. Wans ergibt sich, das, 183 Sitz« end- iltig vergeb«» sind, die sich aus fei» Wh« Parteien verteile«:

lallend ele Stimmen erhalten haben, -ts wird daran die Erwartung geknüpft, 1 dadurch der scheinbare Sieg der Rech- paralysiert wird. Run kann es aber seinem Zweifel unterliegen, daß die

Hfl unterlegenen Kandidaten zu Gunsten t aussichtsreichsten sozialistischen Kandi­ten im zweiten Wahlgang zurückzu-

|» ^»«kxfpsch« Zeitung" en- sechsmal wöchentlich. De»

Esprets monatlich 2 SM. ans» Meßl. ZustellmigSgebübr, durch tzj«Post2.25 SM.FLr etwa infolge

SbrrtMsche Zeitung

Rr. 96 63. Mrg. Mardurg a. Loba

g* Sug. Koch, Markt 21/23. berasprecherr Rr. 54. x. Rr. 56, -astscheckkonte: Amt Frankfurt 9- Rr. 6015. — Sprechzeit ic Aedaktio» do» 10—11 ie» V—1 Uhr.

Immanent wird kein Ersatz ge» Verlag». Dr. §. Hitzervth,

SLl

Jen 2( 8 Uh leim

Erdbebenkatastrophe in Griechenland

Sterin» satt völlig zerftört

It, ic! I;eu3- Silto

Srtifcfhmmtn

Die .Deutsche Tageszt g " schreib!. Wenn man von den Resultaten des 22 April

Steasiag, len 24. Avril ISA

Korintb 20 Tote und 70 Verwun­de t e gemeldet. Der erste Erdstoß war um 22.15 Uhr und dauerte 5 Sekunden. Durch diesen Erdstoß wurde das Elektrizitäts- uclk Korinths zerstört, sodaß die ganze Stadt im Dunkel liegt. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine unbeschreibl che Panik. Dem ersten Erdstoß folgten unge­fähr 20 weitere. Auf den Straßen liegen überall Schutt und Trümmer. Es herrscht eine Totenstille und zwischen den Ruinen der Häuser gehen einzelne Personen wie Gespenster umher. Alle Bäckereien der Stadt find zerstört. Aus Athen wurden 20 000 Kilogramm Brot zur ersten Hilfe abgesandt. Der größte Teil der Bevölke­rung kampiert im freien. Das Ausmaß der Katastrophe läßt sich bis jetzt noch nicht Lberseben.

fk. London. 24. April. Wie aus Athen berichtet wird, find durch das schwere Erdbeben in Korinth etwa 90 0 0 Häuser zerstört worden. Die verhältnismäßig geringe Zahl der Opfer erklärt fich daraus, daß die Bevölkerung durch mehrere dem Hauptstoß vorange­gangene leichte Beben gewarnt worden war. und die Häuser bereits verlassen hatte. Neben Korinth haben besonders ß u traft und Hylocastro sowie die längs des Kanals gelegenen Dörfer schwer gelitten. Etwa 5 0 0 0 0 Personen s i n d obdachlos und ohne Nahrungsmittel. Die griechische Regierung bat mit Hilfe de? Roten Kreu­zes und zahlreicher freiwilliger Hilfsein- richtunnen ein großes Hilfswerk einge- leitct. ist aber bei dem groben Umfang des Unglücks außer Stande, ohne ausländische •öilfc auch nur die dringendste Not zu lin­dern. Das britische Kriegsschiff ..Perth- s h i r e“ ist von Malta mit Nahrungs­mitteln und Hilfsgeröt nach Griechenland ausgelaufen. Ein Zerstörer wird heute rollen. Die amerikanische

Athen hat seinen Vertreter nach dem Erd- bebenaebiet entsandt, um an Ort und Stelle Untersuchungen über die Notwen­digkeit- amerikanischer Hilfe anzustellen.

Evert Sos offizielle Organ der Kommunistischen rrtei Frankreichs, die „Humanitö", erklärt: tseie Partei bat am Sonntag im Vergleich den Wahlen im Jahre 1924 192870 'immen gewonnen, besonders in den duftriellen Departements in Elsatz-Loth- ren, wo wir unsere Stimmenzahl gegenüber

— erfolgt »tr Stimnibtwtgmig

gierung gesichert ist. Marin ist aber der ausgesprochene Gegner der Annäherungs­politik DriandS.

Besondere Erwähnungen verdienen noch Wahlresultate im Elsaß, wo die Heimat- bewegung über alles Erwarten günstig ab­geschnitten hat. Bisher hatte diese Be- loegung in der französischen Kammer nur einen einzigen Vertreter, den Kommunist Huber. Es sind aber jetzt auf die kandi­dierenden Vertteter der Heimatbewegung so zahlreiche Stimmen entfallen, daß man mit einer besseren Dertretung in der neuen Kammer unbedingt rechnen kann.

Obwohl den deutschen Zeitungen nur das von uns bereits gestern veröffentlichte erste Defamttesulatt von 179 Abgeordneten vor­gelegen hat, sind sie sich, von der „Kreuz­zeitung" bis zum „Vorwärts", darüber einig, daß es sich um einen unverkennbaren Ruck nach rechts in Frankreich handelt, dessen Ausmaß zwar am nächsten Sonntag noch in etwas korrigiert, dessen grundsätz­liche Bedeutung aber nicht mehr verkannt werden kann. Lediglich die politische Lei­tung des „Kasseler Tageblatts" hat fich zu einem Urteil über das von ihr nicht er­wartete Ergebnis noch nicht aufraffen können und nennt den einwandfreien Sieg der Rechten ein „totes Rennen".

' «sitzer, 14. Industrielle, 12 Aerzte, 11 Pro- ttanl Heren und Lehrer, 16 Journalisten, 5 Kaus­ch, 5 Landwirte, 5 Richter, 4 Ingenieure, bandelsangestellt«, 3 Offiziere, 3 A r -

Ölungen, die die Linke mit diesem 'Hlgang verknüpft hat, in keiner Weise »rfüllung gegangen sind. Die st ä r k st e "läuschung haben wohl die So- * Listen erlebt, die mit einem Zuwachs 20 bis 30 Kandidaten gerechnet haben, 6 die nach vorläufigen Schätzungen künl-

Athen, 23. April. Die Gegend von Korinth ist von einem schwere« Erdbeben heimgesucht worden. In der Stadt Korinth sind fast alle Häuser zerstört. Rur die neueren Hauser haben dem Beben ftandxehalten, aber auch diese find schwer beschädigt. Die Bevölkerung mußte die ganze Nacht unter freiem Himmel verbringen. Das Armen- haus ist vollständig zerstört. Die Stadt ist oh», Licht. @s sollen 20 Per. tonen getötet worden sein. Ein schwerer Erdstoß wurde auch in L »t r a. kion wahrgenommen. Z» Kalamaki stürzten 50 Häuser ein. Zn der Stadt Z fthn i a wurde« zahlreiche Häuser beschädigt.

Wie die Abendblätter aus Athen mel­den. ist durch das gestrige Erdbeben Korinth fast dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Zahl der Verwundeten ist nicht festzustellen. Die Stadt bildet ein Ruinenfeld, s^ast sämtliche großen Gebäude find einge­stürzt. Die Einwohner stürzten auf die Straße und durch ihr Schreien hörte man das Getöse der ein­st Lrzenden Häuser. Auch der Schaden in Cutraft und Isthnia ist sehr groß. In Kokonon sind 25 Häuser ein» gestürzt. Das Gefängnis in Korinth ist ebenfalls zerstört. Die Ge­fangenen entflohen, soweit sie nicht verwundet sind. Auch viele Sol­daten einer einstürzenden Kaserne wur­den Opfer des Bebens.

Tie Morgenpreffe berichtet folgende Einzelheiten über das Erdbeben in Ko­rinth: Die ktadt hat das Aussehen eines neuen Pompeji. Das antike Korinth ist sehr beschädigt. Eine Anzahl antiker Bauten ist zerstört worden. Zn der Stadt Korinth und in den Dörfern ßutrakian. Kalamaki und Amagdebris sind etwa 80 Prozent aller Häuser zerstört worden. lieber 10 000 Menschen find ob­dachlos geworden. Bisher wurde» aus

ich. wie schon erwähnt, noch nicht ein .briill Del der Kandidaten nominiert sind, sni« ^vbar stehen wir somit vor einem riangi twältigenden Sieg der Rechts- ieii'u steten in Frankreich. Allerdings Mfirs l nicht übersehen werden, daß dieses ck-ns ^iergebnis der Rechten in erster Linie : n>« u>en Wahlkreisen in und um Paris er« rci» fit worden ist, wo die Rechte schon kr sehr stark gewesen ist. Die fron» W Linkspresse will wissen, daß in den .iin4 Mreisen, in denen es zu einem zweiten H l chlgang kommt, die Linkskandidtten

ausgeht m der Erwartung, daß di« Slich- Wahlen entsprechend ausfallen wird man mit ttebervaschung fest stellen können, daß gine außerordentliche Stimmenverschiebung ~ * - links nach rechts die zukünftige K< charakterisieren dürfte Als besonders be»

Weg i rrtei des Departements Zfdr« und Puy e Düme beschloß, ihre im ersten Wahl-

,5nft j Zurückziehung von Kandidaten.

»SC ,fr Paris, 24. April. Die Radikale

i

6 n7( » IM ersten

, auch am C

* r - -

tig im Parlament schwächer vertre­ten sein werden als bisher. ES ist symptomatisch, daß ihr Führer Leon Blum in seinem Wahlkreis gegenüber den Kom­munisten unterlegen ist. Für die Linke hängt jetzt alles davon ab, ob sie im zwei­ten Wahlgang die bisherige Zersplitte­rung aufgibt. Aber auch dann kann es ihr nicht mehr gelingen, den früheren Ein- flnß wiederzuerlangen.

Born Standpuntt der deutsch-ftanzösi- schen Beziehungen wird es von entschei­dender Bedeutung sein, ob der bisherige Außenminister Driand wieder die Leitung der auswärtigen Geschäfte erhält. Driand hat sein Mandat zwar behauptet, doch liegen schon jetzt Meldungen vor, wonach mit seinem Rücktritt zu rechnen ist, wenn der kommende Sonntag nicht das Ergebnis ganz wesentlich modifiziert. Welches Aus- maß der Rechtsruck unter Umständen an­nehmen kann, geht daraus hervor, daß man schon jetzt mit der Möglichkeit rechnet, daß 380—400 Abgeordnete für Poincare stim­men. sodaß die neue Regierungsmehrheit unter Umständen noch weiter rechts ist als Poincare selbst steht.

Die Truppe Marin hat ja schon nach dem ersten Wahlgang einen solchen Vor­sprung erhalten, daß ihr unter allen Um­ständen der stärkste Einfluß in einer Re-

3. Ott W in rd«.

beutungsvvll bezeichnet das Wat! die großen Erfolge der Gruppe Marin, di« in der alten Kammer 96 Stimmen zahlt und bereits im ersten Wahlgang 72 Stimmen aus sich ver­einigen konnte, da diese siegreiche Gruppe als eine ausgesprochene Gegnerin der Briandschen Politik der Annäherung an Deutschland bezeichne: werden müsse.

Die „Deutsche Allgemeine Z t g.", die gleichfalls von einem ausgesprochenen Ruck nach rechts spricht, erklärt: Wir haben den Eindruck, daß die auswärtige Politik an sich in dem französischen Wahlkamps keine Rolle gespielt hat.

Die „Tägliche Rundschau" wirst zue Erklärung der gestrigen Wahlergebn sie einen Rückblick auf die polittsche Entwicklung in Frankreich nach den Wahlen von 1924. Das Linkskartell unter Führung Herriots und die nachfolgenden Kabinette, in denen Briand eine Hauptrolle spielte, hätten den Sturz des Franken nicht aufzuhalten ver­mocht. Da sei es Pomcare gewesen, der die Lage durch bte Schaffung einer neuen Grup­pierung gerettet habe, wobei er die Klug- hett besessen habe, die namhattesten Politiker aller Parteien außer den Sozialisten und den Kommunisten, von der Gruppe Marin dis zu Herriot, Painleve mid Driand in feine Regierung aufzunehmen. Di-fe Re­gierung der nationalen Union sei gestern in den Wahlkampf gegangen.

Die „Germania" beschäftigt sch mit dem Wahlergebnis im Elsaß und sagt: Die bis­herigen Wahlresultate im Elsaß stellen sich als deutlicher Erfolg der Heimat­bewegung da»

In der „D v s s i s ch e n Zeitung" heißt heißt es: Die überraschend hohe Zahl von Mandaten, die die Rechtsparteien bereits im ersten Wahlgang zu erringen vermocht haben, läßt k einen Zweifel, daß die Pornca - resche Parole der nationalen Einheit ent­gegen allen Erwartungen und im Widerspruch mit dem von dem französischen Ministerpräsi­denten selbst verfolgten Ziel in erst er Linie der Reaktion zugute ge­kommen ist.

Der „Vorwärts" bettnt: llnzwei e haft hat der Regierungsblock einen starken Erfolg erzielt. Die Parole Poincares „Schützt den Franken" und „Schaffung einer stabilen Re­gierungsmehrheit" hat gezogen.

Nach dem linksstehenden „Sott" soll Abg. Blum, der im 20. Wahlbezirk in nicht günstiger Stichwahl steht, die Absicht ha­ben, sich für den zweiten Wahlgang nicht zu stellen. Nach einem Gerücht, das aller­dings nicht bestätigt ist, will einer der in günstiger Stichwahl stehenden. Sozialisten von Marseille sich anbieten, sich an Stell« Blums im zweiten Wahlgang zu präsen­tieren. Von den Kommunisten nimmt man an, daß die amtliche Stimmenzählung einen Stimmenzuwachs ergeben werde, daß aber trotzdem die Kommunistische Partei nicht mehr als 12 bis 15 Abgeordnete in die Kammer entsenden wird.

Französisch« Stimme« aas dem Elsaß,

Aus Sttahburg liegen bereits von Havasmeldung aus Sttahburg liegen von vielen führenden elsässischen Blättern bereits Stimmen zu dem Wahlergebnis im Elsaß vor. Das „Jour­nal d'Elsaze et öe Lorraine" (in französischer Sprache erscheinend, gemäßigt radikal) schreibt, es würde zu nichts die­nen, sich die Gefahren zu verheimlichen, die die geftrige Abstimmung für die Zu­kunft der französischen Idee im Elsaß be­deutet. Die wahren Franzosen müßten sich aufraffen, um im zweiten Wahlgang oen nationalen Kandidaten den Erfolg zu sichern. Die Regierung.müsse dem Rech­nung tragen, daß künftig eine Politik fortgesetzter Assimilierung und eine energische Aktion gegen die Feinde Frankreichs notwendig sei. Das „Jour­nal de l'Est (republikanisch in franzd- sischer Sprache) schreibt, angesichts der Er­gebnisse des ersten Wahlganges seien zwei Feststellungen notwendig. Einmal, datz von den«», deren heftige Campagne durch-

lad-il. Me bis Dienstag vormittag eingetroffe­ner i Meldungen über die Ergebnisse des ßen Wahlganges zur ftanzösischen Kam- « gestatten noch nicht, endgültige Aüsse auf den Ausgang und die po- ische Bedeutung der französischen Wah- ; ziehen. Das war vorauszusehen.

1,301 ! Technik des französischen Wahlsystems Egt es mit sich, daß die Entscheidung ften Wahlgang fällt, und so hat uch am Sonntag wieder ergeben, daß Wr als zwei Drittel der sechshundert Ab- timeten, die für die neue Kammer ge­ölt werden müssen, in die Stichwahl imen. Die Entsöbeidung über den Witten t ftanzösischen Bolles wird also erst der s April bringen.

2us der vom französischen Znnenmini» «um herausgegebenen llebersicht über Wahlergebnisse des ersten Wahlsonn- r geht hervor, daß der erste Wahlging definitive Resultate erbracht hat. Die »tSrepublikanische Marin-Gruppe, die in s alten Kammer 96 Stimmen zählte, hat .bereits auf 72 Stimmen gebracht, ob-