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NoamMaz.

Mn 19. AM 1928

fH »ObKbefftftfr« Settung" er-

Bt fetbftn«! wöchentlich. Ce- g®w8 monatlich 2 GM. au6- Eiefel ZusteVungSg-bübr. durch ^PvstLLS TM.Für etwa infolge (fctdil*. Waschin en defekte oder ^eentatrt Ereignisse avefallend« gymnern wird kein Ersatz ge» gfltet Verlag v. Dr. 5. Ditzervth, der Univ.-Duchdruckerei v. a,h. Aug- Koch, Markt 21/23. A^nsprecher: Rr. 54. e. Rr. 55. e^stscheckkonlo: Amt Frankfurt * ®. Nr. 6015. Sprechzeit kg Aedaktion von 1011 und '1,1-1 Uhr.

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

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iis. begrüßt. Schillers Flugz> irr Landung leicht beschä)

Memorandum an seinen

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)hl mit:

Sie und

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tionalen Konferenz zur Beratung des amerikanischen Kriegrverzichtpakts- varschlags für unangebracht jM

Fitz Maurirg i« der Murray Bay.

ft Newyork, 19. April. Fitz Mau- Me, der gestern abend um 1 Uhr mit dem

.zeug ist bei ch ä d i g t wor-

DaS Aeichskabinett wird sich in den nächsten Tagen wieder mit einigen hoch- wichtigen außenpolitischen Fragen zu de-

Sie Mgn wollen mit derBremen" muh New-Bork

Ml und 6. Süneseld lind noch In Srern!» zslmd Sie Revaralmen etil in 4-6 Sagen beende!

Das Spiel mil dem Sode

ff. Quebec, 19. April. Einem Son­derberichterstatter derCanada Preß" er­zählte Fiti Maurice: Als wir 900 Meilen von Neufundland entfernt waren, ge­rieten wir in einen S ch n e e st u r m. der das Flugzeug hin und her peitschte. Die ..Bremen" wurde dann von einem Hefti, gen Gegenwind geschüttelt, so­daß es schwierig war, vorwärts zu kom­men. DieBremen" ist dann wieder von einem Rückenwind in eine drehende Bewegung gekommen und wir Flieger lernten einen der Gründe kennen, aus denen von unseren Vorgängern bei der Ueberauerung des atlantischen Ozeans niemals wieder etwas gehört wurde. Die

ficht, dah sich eine Einigung viel schneller und leichter auf dem gewöhnlichen diplo­matischen Wege durch Verhandlungen zwischen den Aaatskanzleien erreichen lassen würde.

Das «Echo de Paris" beschäftigt sich mit der Haltung der Regierungen von Berlin. London, Rom und Tokio gegen­über dem amerikanischen Vorschlag und sagt, Deutschland wolle unter allen Umständen verhindern, datz sich mehrere Rächte gegen einen etwaigen Gewalt­streich wenden könnten (?). Der Kellogg- Borschlag komme Deutschkind daher ge­legen. England, das stets bestrebt gewesen sei, die vorgesehenen wirtschaft­lichen und militärischen Maßnahmen zu beschränken, sei von dem Vorschlag Kel- loggs ebenfalls entzückt, da es den größ­ten Teil der Kosten der Maßnahmen zu tragen hätte und der amerikanische Vor­schlag die Möglichkett offen lasse, die Ar- tikel 15 und 19 des Genfer Paktes in dieser Tragweite zu beschränken. Rur die wahren Freunde von Lo­carno und G e n s, so schließt das Blatt, versetzt der Vorschlag Kelloggs in Unruhe (?). In der Theorie stimme Deutschland, England, Italien und Ja­pan überein, in der Praxis versuche je­doch jeder von diesen Staaten dir Lage für seine unmittelbaren politischen Inter­essen auszunutzen. Es bestehe deshalb die Gefahr, daß Frankreich mit seiner Ansicht ins Hintertreffen gerate.

festhält.

Der offizielle «Excelfior" wM wis- sen, daß die ftanzöfische Regierung die Einberufung einer interna-

Frankreichs Abneigung gegen den Friekensvch

6t bring! angtbliib nur ferteilt für MfAlanb und England

Sföeufl Schillers von Clarke City nach rtay Bucht gestartet war, traf dort um 137 Uhr ein. Bej seiner Ankunft wurde « von 50 Personen, darunter Frl. Iun-

Höbenftcuer«, de« Tode zu entrinnen und die Bergkuppe knapp zu überfliegen.

Aach Aewyorker Ze.tungsmeldungen handelte es sich um den .Mount Saint Gregory". Die Morgenblätter bringen Abbildungen der steilen, hohen Felsenküste von Greeniy Island und weisen auf die Gefahr hin, die der ,Bremen bei nur etwas niedrigerem Fluge drohte, nämlich in die durch Aebel ver­deckten Fel en hineinzufliegen. Während der vier Stunden, als die Beleuchtung versagte, die Frh. v. Hünefeld vergeblich auszubessern versuchte, wich die.Bremen von ihrem Kurse 400 Mellen nordwärts ab, wie sich beim plötz» ächen Aufleuchten der elektrischen Deleu<mung

»itz- Gaffron an Hauptmann Köhl.

kJ1- Washington, 19. April. Der I ^sche Botschafter von Prittwitz-Gaffron r" dem von der NewyorkerWorld" nach Henley Island entsandten Flugzeug fol= Men Brief an Hauptmann Köhl mit: O benutze die Gelegenheit, um Sie und W. Herren Begleiter nochmals auch auf Östlichem Wege zu dem von Änen voll- pLchten ersten transatlantischen Lstwest- ££ herzlich zu beglückwünschen. Ich hoffe. Sie bald Gelegenheit haben werden, zahlreichen Kundgebungen, die hier der ganzen Welt eingegangen sind, M entgegenzunehmen. Ganz besonders freue ich mich, Sie und Ihre Beglei- $ bald hier persönlich begrüßen zu dür- Inzwischen verbleibe ich mich den Wünschen für eine glückliche Fahrt

*4 hier Ihr ergebener

v. Prittwitz-Gaffron.

Wie aus Lake Saints Agnes gemeldet mrd, hat Fitz Maurice in einer Unter- gbuna mit einem Vertreter derAsso­ciates Preß" betont, daß die Besatzung der .Bremen" den Transozeanflug erst mit der Erreichung Newyork als abge- schloiien betrachte. Voraussichtlich brauche « noch 23 Tage, bis er mit den Er­satzteilen nach Ereenley Island zurückge- fcijrt sei. Weitere 23 Tage dürften dann u«h nötig sein, bis dieBremen" zum Ringe nach Newyork bereit stehe. Trotz der Mimten Beschädigungen besteht nach Fitz ffiaurices Ansicht kein Grund dafür, daß

Bremen" wurde vier Stund en lang hin und her geworfen »nd wir glaubten vor unseren letzten Minuten zu sieben

Die Canabian Preß erhielt von der Re­gierungsfunkstation in Pouit Amour in Er­gänzung früherer Schilderungen des Fluges der .Bremen weitere Mitteilungen des Freiherrn v. Hürre'eld. Danach gerieten die Flieger 500 Meilen westlich von Jteland m heftige Stürme und bewölkten H'.mmel. Erst durch Abwurf von Rauchbomben war es ihnen möglich, die genaue Windrichtung festzustellen. Den vor Aeufundland lagernden Rebel versuchten sie zunächst zu überfliegen, mußten jedoch die Feststellung machen, daß auch in 2000 Fuß Höhe die Sicht umnöglrch war. Hauptmann Köhl ging nun bis f a ft auf die Meeresoberfläche nieder. Die äußerst bewegte See gefährdete jedoch

bas Flugzeug nach der Fertigstellung der Reparatur nicht den Flug nach Newyork »aternebmen lönne. Der Abflug von der Znsel werde keinerlei Schwierig­keiten bereiten, da das Eis 10 Fuß dick kt Hertha Iunker, die an der Un­terredung teilnahm, erklärte,., es sei sehr notwendig gewesen, mit Fitz Maurice eine

das Flugzeug, so daß er sich entschloß, in 1500 Fuß Höhe blind zu fliegen, wodurch er voll ständig die Orientierung verlor.

3am Unglück kam hinzu, daß das Benzin- zufübrungsrobr brach!

Es gelang ihnen aber, den Schaden zu be» fettigen. Als sie nach zweistündiger Irr­fahrt einen Ort erblickten, den sie für Port aux Basquet hielten, folgten sie zunächst dem Laufe eines großen Flusses, als sie plötzlich im Rebel einen großen Berg vor sich austauchen sahen.

Rur im letzte, Augenblick gelang es Hauptmann Köhl, durch cherumreihe, de»

Aus tkn Starteten

Der deutschnationale Wahlaufruf.

An das deutsche Volk! Ziel unseres politischen Kampfes ist Deutschlands Be­freiung von äußerer und innerer Knecht­schaft. Noch trägt der Rhein fremdes Joch, noch bluten die offenen Wunden an unseren Grenzen in Ost, Nord und West, noch schändet die Luge von Deutschlands Schuld am Kriege unsere Ehre, noch ver- weigern die Mächte von Versailles di« Ab­rüstung, zu der sie uns zwangen, aber auch sich selbst verpflichteten, noch wehrt man uns koloniale Arbeit. Die Hoffnungen pon Loearno, Genf und Thoirh sind verflogen. Wir haben davor gewarnt, den Schein der Gleichberechtrgung statt der Gleichbe- Ä.ng selbst, vieldeutige Ve. sprechungen tsachlicher Gegenleistungen in Zah­lung zu nehmen. Wir setzten zur Wehr gegen Selbstbetrug und Beschönigung. Jede Warnung und Forderung sind ohne Erfolg geblieben. Die gegen unfern Wider­stand geschaffene völkerrechtliche Tatsache haben die außenpolitische Handlungsfrei­heit des Reiches so eingeengt, datz dadurch auch unsere Mitarbeit an der Regierung schwer belastet war. Der Vorwurf, un- fere Politik steuere neuen Kriegen zu, tft ein Versuch, jede nationale Politik un­möglich zu machen. Der Friede, den wir wollen, muß ein Friede in einer befriede­ten Welt fein mit'ehrlicher Verständigung, die das Lebensrecht und die Gleichberechtt- gung des deutschen Volkes zur Tatsache macht. Wir vermögen dies nicht ohne unser entrissenes deutscher Land. Wir wis- sen, daß wir ohne den deutschen Osten wicht WDeTt^furttg sind mw verwerten daher jede Anerkennung der heutigen unmöglichen Ost­grenze. Wir lassen nicht von der Forde­rung der Vereinigung mit den deutschen Volksgenossen in Oesterreich. Wir verlan­gen, daß die bescheidene Wehrmacht, die dar Versailler Diktat uns ließ, unversehrt und schlagfertig erhalten bleibt. Sie darf nur der Gesamtheit dienen, nicht aber in dar Parteigetriebe hineingezogen werden. Dis Reparationslasten müssen neu geregelt und begrenzt werden. Sie dürfen die deutsche Währung nicht gefährden. Die Finanz- und Wirtschaftskontrolle muß fallen. Mr verlangen die Wiederherstellung unserer wirtschaftlichen, unserer Rahrungsfreiheit vom Auslände. Ihr Mangel hat uns im Kriege die Hungerblockade gebracht. Sie wiederzugewinnen liegt in unserer tigendtt Hand und ist Voraus;etzung der politischen Befreiung. Die Landwirtschaft fteht vor dem Zusammenbruch. Mit ihr würde da? politische Schicksal des Staates besiegelt fein. Ihr würde der Zusammenbruch der gesamten deutschen Wirtschaft folgen. Die Rettung der Landwirtschaft ist deshalb die dringendste Aufgabe. Tas unter deutsch- nationaler Führung geschaffene Notpro- aramm ist nur ein erster Schritt. Der Landwirtschaft muß die ohne Schuld ver­lorene Rentabilität wiedergegeben werden, eine durchgreifende Reform unserer Han­dels- und Wirtschaftspolitik muß diesem Ziel dienen, denn ein tatkräftiger Binnen­markt ist die Grundlage des Lebens von Handwerk, Industrie und Handel, der Für­sorge für den schwerringenden Mittelstand, für die Opfer von Krieg und Inflation, für die Veteranen der Arbeit. Ohne ge­sunde Wirtschaft ist keine gesunde Sozial­politik möglich.

Aus christlicher Uebcrjeugung fordern wir die gleichberechtigte Einordnung des Arbeiters in Staat und Wirtschaft. Eine gesunde So­zialpolitik soll den Willen zur Selbsthilfe nicht schwächen, sondern stärken, 2lot tinoern und die Arbeitsfreude steigern. Chrrstentum und Deutschtum find die Wahrzeichen unserer Kraft. Der durchgreifende materielle Ge­danke droht in der Jugend die Freude an Eltern und Vaterland zu erschüttern. Im allen Reichstag ist das christliche Schulgesetz gescheitert. Wir halten daran fest, daß den chttstlichen Eltern das Recht, die Erziehung ihrer Kinder zu bestimmen, nicht geraubt werden darf. Pflichtgefühl und Ehrfurcht ge­hören zu den besten Ue6er[ieferungcn der Vergangenheit. Wrr wollen die Jugend da­zu anhalten, das Erbe des deutschen Idealis­mus zu bewahren. Wir lassen nicht von dem Stolz auf die tausendjährige deutsche Ge­schichte, die Größe des KaisergedankmS, die ruhmbedeckten schwarz-weiß-rvten Farben und die Heldentaten der alten Wehrmacht. Was hat uns die staatliche Deuordnung gebracht? Die Weimarer Verfassung wurde dem deut­schen Staate als fremdes Reis aufgepretzt. Diese wird jetzt auch schon von allen Par»

Berichterstattung des Außenministers über das Ergebnis der deutsch-polnischen Be­sprechungen, die in diesen Tagen in Dien zwischen dem deutschen Delegationsführer Reichsminister a. D. Hermes und dem pol­nischen Delegationsführer von Twardowski abgeschlossen worden sind. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß die WiitschaftS- verhandlungen zwischest Deutschland und Polen in nächster Zeit wieder ausgenom­men werden. ReicKfminister a. D. Hermes ist aus Wien in Berlin eingettoffen und beabsichtigt, in den nächsten Tagen nach Warschau abzureisen. Ferner wird das Reichskabinett den Bericht des Außen­ministers Dr. Stresemann über die letzte Aote Amerikas bezüglich des AnttkriegS- pakteS entgegennehmen. Die amerikani­schen Vorschläge sind inzwischen vom aus- wärttgen Amt eingehend geprüft worden. Die Prüfung ist jedoch noch nicht abge­schlossen, sodaß auch eine endgültige Be­schlußfassung des Kabinetts noch nicht zu erwarten ist. Der amerikanische Anti- kriegspatt bildet nach wie vor in der aus- und inländischen Presse den Gegenstand eines eifrigen Meinungsaustauschs. Das Hauptinteresse konzentriett sich dabei auf die Frage, ob die ftanzösische Regierung ihre bekannten Vorbehalte gegenüber dem Kellog'fchen Entwurf aufrecht erhäft. Wie aus Paris gemeldet wird, hat der ruS seinem Wahlbezirk zurückgekehrte fian- S Außenminister Briand das ange-

_ e Memorandum, das die französische Regierung als eine Art Gegenvorschlag in den europäischen Kabinetten mitzuteilen gedenkt, dem Kabinettsrat unterbreitet. Es ist anzunehmen, daß Frankreich in diesem

M Newyork, 19. April. Fitz Mau- lice teilte dem irischen Gesandten in New- wti mit. er warte in der Murray Bay «Idas Eintreffen von Ersatzteilen für die -Sternen", um sie nach Ereenley Island v bringen. Er werde dann gemein- lam mit den deutschen Kameraden nach »ewyork fliegen. F. 13, die nachmit- gfe mit Melchior und Erhärt Junkers in «ontreal gestartet war, landete abends t» Turtißfield.

llbseudung eines neuen Propellers für die »Breme«-.

st. Curtißfield, 19. April. Sofort M der Landung ließ Melchior den Pro­per vom Flugzeug F. 13 abmontieren, «t Propeller ist gestern abend mit der *ÖenbaI)n nach der Murray Bay abge- mrdt worden.

E« zweites Flugzeug in Ereenley Island eingetroffen.

st. Quebec. 19. April. Ein zweites Anodisches Flugzeug, das von dem Piloten ^rcnon gesteuert wurde, traf gestern mit 'taem Berichterstatter in Ereenley Zs- ^Nd ein.

Schreiben des Botschafters von Pritz-

«rsonliche Verständigung über den Um» seng der notwendigen Reparaturen her- kizusühren, da die von Ereenley Island idgesandten Telegramme zum Teil ver- liimmelt, zum Teil aber auch gar nicht in skewyork angekommen seien.