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uLf*i fttfcintol wöchentlich. Br- monatlich 2 EM. eu<- u^tfcL Zustevungogebübr. durch GM.FSr etwa infolge Qftrf* Malchin en defekt» oder Ereignifie aurfallend« wich kein Ersatz go- j^t, Verlag d. Dr. §. Hltzrroth, der Untd.-Buchdruekerei d. e* Lug- Koch, Markt 21/23. -Sprecher: Rr. 54. u. Vir. 55. M^pfth«kkonto: Amt Frankfurt Wk. Skr. 5015. — Sprechzeit m Kchaktlon von 10—11 und 1,1-1 Uhr.
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Anzeiger für sdas frühere kurhessische) Oberhessen
SlkSi 63.Mtg. Marburg a. Mn
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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
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Das Ergebnis -er Senatswahlen in Polen
Wit der Mtgitrungdoorltl — 1 »tuMtS Mandat in SKItiitn vtrlmn, 1 in SommertUtn gttnonntn
ft. Warscha «, 12. März. Um 4.20 Uhr sagens lag aus de« Wah.kreis Warschau das folgende vorläufige 6t» laLltergebnis vor: Wahlberechtigte <55 862, abgegebene Stimme 265 221. Da- gtK entfalle« auf die Regirrungsliste H405, auf die polnische Sozialisten-Partei 15084. Kommunisten 27 334, Minderheits- Mod 36 435. National-katholischer Block 15159, jüdische regierungsfreundliche Liste 14298. Danach erhalte« im Warschauer Wahlkreis der Regi«ru«gsbloS 2, ' |«t Rational-katholische Block : Hb der Minderheitsblock einen Leiatssitz.
I Oberschlesien
Vorläufiges Gesamtergebnis im Wahlfrei, Oberschlesien: Regierungsblock 'M 338 Stimme«, Minderheitsblock 115 571, | Korfantq-Partei 66 774. Danach erhalten * Oberschlefien der Regierungsblock 2, der Minderheit«block 1 (Dr. Dmrthk und die Korfantqgrnppe chmlfall, eine« Senatssitz (Korsiurtq),
KSnigshütte
Absolute Mehrheit der Deutschen hr Königshütte.
ft. K3«igshütte, 12. März. Dom Gesamtergebnis im Stadtkreis Königs-
Wtte erhielten:
| Leutsche Wahlgemeinschaft 14002 l Aegierungspartei 7 092
J Korfantqpartei 2 228
Volnische und deutsche Sozialisten 1415 skmumuniften 359
Gtimmen. Die Deutsche Wahlgemeinschaft i ch«e die deutsche« Sozialisten erhielt da« eti 56 vom Hundert aller im Stadt- kreis Königshütte abgegenbenen Stimmen.
Pose«
fk. D a - z i g, 12. März. Rach dem bis- Ar vorliegenden Ergebnis verteile» sich die 7 von der Woqwodschaft Posen für den Senat zu wählenden Mandate wie Witt
Rational-Demokratrn 2 (4)
Rationaler Arbeiterblock 1 (0)
(Regierungslifte)
Ehriftlich-Demokraten und Piaften 2 (0)
Minderheit sblock 1 (1)
Ans dem Ergebnis geht hervor, daß sich Ne deutsche Liste in Posen gut gehalten kt
Pommerellen
ft. Danzig, 12. März. Rach dem bisher vorliegenden Wahlergebnis aus der Ingen Woqwodschaft Po rnrnerellen A es bereits sicher, daß es den Deutschen Üesmal gelungen ist, 1 M a n d a t zum Aenat zu erobern, während die Rational» Eemokrate» 1 Mandat abgeben muhten, kl, bisherige Ergebnis lautet:
Rational-Demokrate« 76 000 Stimme«, 1 Mandat (2),
Rationale Arbeiterpartei 58 500 Stimme«. 1 Mandat (0),
Rinderheitsblock 45 600 Stimme«. 1 Mandat (0),
Rationaler Arbeiterblock 31500 Stimme«. 0 Mandat (0),
Sozialisten 29 000 Stimme«, 0 Man. bat (0).
Bisheriges Gesamtergebnis
ff. Warschau, 12. März. Das 6t» samtwahlergebnis au, 11 von 17 Wahlkreisen ist folgendes:
Regierungsliste 22
Bauernpartei Domski 2
Minderheitsblock 12
Christliche Demokraten 2
Soziademokraten 9
Nationale Arbeiterpartei 2
Kommunisten 1
Rational-Demokraten 7
Regierungspartei in Posen 1
Die Deutschen habe« nach dem bis
her vorliegenden Wahlresultat im ganzen 4 Mandate erhalten und zwar je eines in Pommerellen. Posen, Schle, sien und Lodz. Zn Schlesien verloren sie 1 Mandat. Ob das 5.
Mandat auf der Staatsliste ebenfalls durchkommen wird, ist noch nicht sicher. I« der Woqwodschaft Sch.esien erhielten die Regierungspartei 2, der Minderheitsblock 1 und der Korfantq-Block 1 Sitz.
Gegenüber den Wahlen zum polnischen Sejm beanspruchen die verfassungsmäßig am Sonntag darauf folgenden Senatswahlen insofern ein geringeres Interesse, als der soeben gewählte 3. Sejm nach der polnischen Verfassung das Sonderrecht hat, ohne Zustimmung des Senats Verfassungsänderungen mit drei Fünftel Mehrheit vorzunehmen. Die Bedeutung und Machtstellung dieser zweiten Kammer wird dadurch zwar gelindert, aber keineswegs aufgehoben.
Während bei den Sejmwahlen schon die 21jährigen wahlberechtigt sind, haben bei den Senatswahlen erst die polnischen Bürger über 30 Jahre das aktive Wahl-
BerglturzkatMephe ln Brasilien
150 Leichen geborgen — Zahlreiche roter ben Srörvrrffen
Rio »e Janeiro, 11. MSrr. Ueber einen grobe« Bergrutsch mird au« Santo, gemeldet: Der Abhang de, Mont-Serrate- Berges setzte sich gestern, ohne daß vorher rin Anzeichen zu bemerken gewesen wäre, plötzlich in Bewegung. Ungeheure Erdmaste« und her- abrollende Steine drangen bi» in die Strahn von Santos und nötigte« die Bewohner zur Flucht. Rach den bisherigen Schätzungen w«r- den über 200 Menschen getötet und 16 Hauser zerstört.
Nach einer weitere« Meldung au» Santos bat sich der Bergrutsch gestern früh gegen Uhr ereignet. Obgleich die Bevölkerung auf die Möglichkeit eines Bergrutsches hingewiesen worden war, waren doch keine Anzeichen dafür vorhanden gewesen, dah eine solche Gefahr unmittelbar droh«. Viele Bewohner der von dem Unglück betroffenen Gegend find zweifellos im Schlaf in ihren Betten von der Kata- strovhe überrascht worden. Unter den fast gänzlich zerstörte« Gebäude« soll sich auch das Krankenhaus in Santa Rosa befinden, ‘ und man vermutet, dah viele Kranke getötet worden sind. In Rio de Janeiro bat die Nachricht von dem Unglück ungeheure Bestürzung her- vorgerufen.
fk. Santos (Brasilien), 12. März. Bisher wurden 150 Leichen geborgen. Der Bergrutsch ist durch niedergegangene Wolkenbrüche verursacht worden. Das Rettungswerk wird von mebreren tausend Personen fortgesetzt, obwohl di« nachrutschenden Erbmassen die Arbeiten äuberst erschweren. Die einzige Warnung für die Bevölkerung
war das Herabrolle« eines riesig«« Felsblocks, der über den Bergabbang in das Hospital L-anta Rosa stürzte. Im nächsten Augenblick folgte die Bergmasse von etwa 10 Millionen Kubikmeter und begrub das svital und eine Anzahl anderer Gebäude in einer Ausdehnung von 100 Metern und in erner Tiefe von 12 Metern unter sich. Das Gebäude des Hospital» ist von drei Serien von einem Berg von Geröll umgeben.
Ci« zweiter Bergrutsch in Santo».
Di« Behörden haben gestern mitgeteilt, dah es noch immer unmöglich ist, die genaue Zahl der bei dem großen Erdrutsch am Sonnabend getöteten Personen festzu» stellen. Biel« Personen weiden noch al» oermiht gemeldet und es wird befürchtet, dah einige Deichen Lberhauvt nicht gesunde« werde« können, da die auf dem berroffenen Stadtteil lagernden Erdmasien zu groh sind. Die Polizei bat angeordnet, dah alle nahe dem Berge , um den sich die Stadt an drei Seiten herumlagert, lebenden Personen ihre Häuser zu verlassen haben. Die» erwies sich als glückliche Vorsichtsmahregel, da heute früh ei« zweiter Bergrutsch an der entgegengesetzten Seite des Berges erfolgte. Diesmal kam niemand zu Schaden. An den Ausgra- bungsarbeite« beteiligen sich mehr als 1500 Polizisten, Soldaten und Freiwillige. Das Hospital von Santa Rosa, da» eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt war, ist schwer beschädigt worden, aber die meisten Patienten konnte« unverletzt nach anderen Stadtteile« gebracht werden. Die Opfer de» Unglückes sollen auf öffentliche Kosten bestattet werden.
recht. Bei den Senatswahlen geht der Kampf um 111 Sitze, während für den eejm 444 Abgeordnete zu wählen waren. Auch im Senat waren bisher die polnischen Rechts- und Mittelgruppen, wenn auch nur schwach, in der Mehrheit. Doch unterschied sich die Zusammensetzung des Senats im einzelnen recht erheblich von der des Sejm, da bei den bedeutend größeren Wahlkreisen die Reststimmen einzelner Bezirke im Gegensatz zur Sejmwahl nicht verloren gingen. Die Nationaldemokraten hatten bisher 30, die christlichen Demokraten (Korfanty) 7, die Christlich-Rationalen 10, die Bauernpartei Piast gleichfalls 10 und die Nationale Arbeiterpartei 7 Sitze. Der Rest der Senatssitze verteilte sich wie folgt: Wyczwo- lenie 8, Sozialdemokraten 7, Minderheiten 24. In Oberschlesien kandidierten fut die Deutschen der Führer der deutsche» Katholiken Panth aus Königshütte uni)
der Dizebürgermeister und Schornstein- fegermeistsr Gabrich aus Teschen. In der Wojewodschaft Posen kandidierte an erster Stelle der bisherige Senator, Rittergutsbesitzer Dr. Buffe. In der Wojewodschaft Pommerellen hatten die Deutschen bisher keinen Vertreter im Senat. Hier kandidierte auf der deutschen Liste Rittergutsbesitzer Hasbach, der gleichzeitig an erster Stelle auf der Staatsliste des Minderheitenblocks kandidierte. In der Wojewodschaft Lodz hatten die Deut- scheu bisher ein Mandat.
Sdpeem Eisenbahnunfall.
Paris, 10. März. Auf der Brücke über die Siagne bei Nizza fuhr ein Schnellzug in eine Kolonne von 24 Eifenbahnarbeitern, von denen sechs buchstäblich zermalmt wurden.
Zdn 6m» und dlt RMungtn in Arabien
Rach Meldungen der »Ti m e s“ au» Basra glaubt man, dah Ibn Saud die Bewegungen in Arabien dulden und unter dem Druck der Stämme auch u«» ter stützen wird. Jedoch wird Ib« Saud die Unterstützung nicht selbst in die Hand nehmen, sondern seinem Führer überlasten. Berichte au» Syrien besage» dagegen, dah 18 000 Wahabiten drei Tage« Märsche von Maan sich zusammengezoge« hätten, um auf Grund von Befehlen Ibn Sauds bereit zu stehen. Der Eli« Agbul» lah von Travsjordanie« soll eine« Brief an den britische« Oberkommissar von Pa, lästina gesandt habe«, um die Mittel für ausreichende Berteidigung zu erhalte«.
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Molinie cklavm in Südtirol
London. 11. März. Die „Sunday Expreß" veröffentlicht heute in großer Aufmachung einen Bericht ih«s Sonderkorrespondenten aus Bozen, dem e§ unter großen Schwierigkeiten gelangFnach Südtirol hineinzukommen, um die wahren Verhältnisse an Ort und Stelle 1« studieren. Der Berichterstatter leitet seine Ausführungen, denen et die lleberschrift „Mussolinis Sklaven in Süo, tirol" gibt, damit ein, daß er bittet, diese Nachrichten aus Südtirol erst jenseits der Grenze weiterzugeben, da hier in Südtirol nicht erlaubt sei. die Wahrheit zu sprechen oder zu schreiben, es sei den« im Flüsterton. Südtirols ein Garten Eden in den Bergen, sei durch da» faschistische Regime in eine Gefangenen- anstalt verwandelt worden. Um sich ein Bild über die dortigen Verhältniffe zu ver- schaffen. So erklärt der Korrespondent, habe er sich Maske eines Geheimagenten anlegen müsten, um überhaupt irgendwelche Informationen zu bekommen. Die Bevölkerung sei durch die schweren Strafandrohungen so eingefchüchtert worden, dah nicht eine Silbe aus ihnen herauszubekommen sei, denn die Strafe für Weitergabe von Informationen, die de« guten Namen Italiens schädigen könnten, betrage entweder 15 Jahre Gefängnis oder Verbannung nach den furchtbaren Liparischen Inseln. Bei seiner Ankunft in Bozen hlche er einen Autochauffeur gefragt: „Also man hat euch in zehn Jahren nicht italienifieren können?" Der Chauffeur habe sich darauf nach allen Seite« umge« sehen, bevor er antwortete: „Ich bin Tiroler und werde als solcher sterben, was auch immer Bernhard Mayer dazu sagen wird." Bernhard Mayer sei ein Deckname für Mussolini, besten Name fein Tiroler auszusprechen wage. Von einem jahrelangen Freunde, besten Persönlichkeit über Verschwörungen ohne Zweifel erhaben sei. und den er habe besuchen wollen, sei ihm die Antwort zuteil geworden: „Ich bitte und siehe Sie an, nicht in meine Nähe zu kommen. Ich werde Tag und Nacht beobachtet, und sollte ich mit einem Journalisten gesehen werden, so werde ich vom Fleck weg nach den Inseln verbannt werden."
BeteUigung der Türkei an den Arbeiten der Abrustungsvorkonserenz.
ff. Angora, 12. März. Im Minister- rat gab gestern der Minister des Aeußeren Tewfik Duschdi Bei Erklärungen über Sie Einladung »er Türkei zur Teilnahme 'in den Arbeiten der Abrüstungsvorkonferenz ab. Dach I ingen Beratungen beschloß der Ministerrat, die Einladung an zu» nehmen.