Einzelbild herunterladen
 

Semiwrtag, hn 8, Mürz ISA

Mt ^c»-b«sstsch« 3eiW * IIjui stchsmLl wöchrvtldb. ®e» mottatiitfc 2 SM. ««►

Zusi-llrmg-gkbübr. durch 2®efl2J5 EW.Für etto« tafcigt ®af*ta<n6efeft< oder ^ygyitartt Lreignisi« au^faCatbe gengnrni wird teüt Ersatz ge». jjtpw. Vrrlagd. Dr. §. -itzrroth^ o~fi Btt Unid.-Dvchdruckerri d. g,B. Tug- «och, Markt 21/28. gtrosvrccher: Nr. 54. u. Nr. 65. Postscheckkonto: «tat Franksurt 0, <K Skr. 5015. — Sprechzeit «et Sirdaktion Bon 10—11 mt»

»sil-1 Uhr.

Äbechessifche tzggetzMtittt Zeitung lüÄktZklÜM

Anzeiger für (das frühere knrheMche) Oberhesse»

to.58 63. Mkg. Marburg a. Laho

9a emdfla^teU beträgt ffa dem 10 gespalt. Zeüeruntlltmreta 0.08 «M, Bet* Baramzetgo, 0.06 SM. «mrliche mm» «t* WärNq» Anzeige» 0.10 «M. tM schwierige» Satz sowie bei Platz- tzorschrtst 50»k Aufschlag. - Sauunei-n^igem 100'!. Auf. schlag. Vie Namen der MM» 0,4^«. Jeder Rabatt gUl all »anahatt Kei 6 Sage. Belege toerdem berechnet, ebenso Auskunft durch die Seschäfisstelle and Zusendung da Angebote, <e ftzllnngsort Marburg.

t Svidlmart ■ VgeVdL»

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg. 4hwO

Arbeiten des Völkerbundes not»

ort

Doch Besprechung der amerikanischen Paktvorfchläge in Genf?

fk. London, 8. Mörz. In einem Genfer Bericht an den „Daily leie«

Sir MccMimg to WMMmmM «a» üngain

Krumbs MeitigaNonssian aSsrlchat — Ser engWt Sottolag eines Sreier-KsmiieeS angenommen

Schweres Grubenunglück.

G! atz. 7. Mär». Am Mittwoch erfolgte in der Wenzeslaus-Grube in Ludwigsdorf bet Neurod« ein Kohtensäureausbruch. Das Un­glück forderte sechs Todesopfer. .Zehn Berg­leute find noch eingeschlofien.

25 Tote bei der Lrvlofion einer Feuerwerks, fabrik auf Java.

ft Amsterdam. 8. Mär». Die Zahl der bei der Ervlosivn der Feuerwerksfabrik in Koedoes umgekommenen Personen hat sich auf 25 erhöht. Die Zahl der Verletzten beträgt 100. Man fürchtet, daß noch viele Lei» chen unter den Trümmern liegen.

Der MMsmK in -er MtaM-rrstrie Sie AMInebmersKiift gegen Me Wime?

graph" behauptet Pertinax. daß trotz aller offiziellen Dementis bei der gestrigen Zusammenkunft der Vertreter der Hauptmächte tat Hotelzimmer Briands die letzte Note Kelloggs an Frankreich erörtert worden fei. Briand habe zwar einige Unterstützung gefunden, man glaube jedoch, daß Dr. Sltefernenn sich vorbehaltlos zu der amerikanischen Einstellung bekenne, und datz das Staatsdepartement bereits hierüber unterrichtet worden fei. Bon Völkerbundskreisen würde ein ge­wisser Druck auf Briand aus ge­übt werden, zu einem Abkommen mit Staatssekretär Kellogg zu kommen, da dieser in seiner letzten Note klar betont hätte, datz der Abschlutz des geplanten Antikriegspaktes mit Frankreich den Bei­tritt aller Mächte ohne Ausnahme ermöglichen würde. In feiner Ant­wort an Kellogg werde Briand versuchen, eine weitere Definierung des amerikani­schen Standpunktes zu erhalten.

Das „E ch o d e P a r i s" ist der Ansicht, datzBriandglattaefchlagen wor­den fei und sich durch eigenes Lob nur einen traurigen Erfolg verschafft habe.

Der Völkerbundsrat hat inbezug auf die Jnoestigationsklage der Kleinen Entente gegen Ungarn nach einstündiger Diskus­sion, an der sich auch die Bertreter der Kleinen Entente und Ungarns, sowie Chamberlain, Briand und Scialoja wieder­holt beteiligten, auf englischen An­trag beschlossen, ein Ratskomitee aus drei Mitgliedern zu ernennen, das den Auftrag haben soll, über die tatsächliche Seite der Angelegenheit und die daraus zu ziehenden juristischen Folgerungen Be­richt zu erstatten. Auf Borfchlag des Rats­präsidenten Urrutia wurden der hollän­dische Außenminister Beelaerts atm Llokland, der chilenische Gesandte in Rom, Sillegos, unb der finnische Außen­minister Proeope zu Mitgliedern die­ses Komitees ernannt.

Bei der teilweise sehr lebhaften Aus­sprache über die Erklärungen Ungarns und der Kleinen Entente ergriff auch Briand das Wort, um zu erklären, daß Frankreich die Angelegenheit mit der gan­zen Objektivität und Abgeklärtheit be­wachte, die für alle, und bei anders für der­

bes Metallarbeiterverb andes für ganz un­möglich, datz der gestern für die Werkzeug­macher gefällte Schiedsspruch angenommen werden kann. Die „Rote Fahne will sogar wissen, datz die heute nachmittag 2 Ahr stattfindenbe Funktionärkonferenz der streikenden Werkzeugmacher deS Deutschen Metallarbeiterverbandes die Ableh­nung des Schiedsspruches empfehlen werde.

Der Stahlhelm für Unterstützung bet Metallarbeiter.

Der Stahlhelm, Landesverband Groß- Berlin, erläßt einen Aufruf, in dem er darauf hinweist, datz durch die umfang­reichen Stillegungen in der tallindustrie, zu denen der Streik der Werk­zeugmacher die 'Betriebe gezwungen hat, auch viele Taufende Nichtorganisierte, den nationalen Verbänden angehörende Ar­beiter in Rot geraten sind. Deshalb wird zu raschen Sammlungen für einen Rot- fonds aufgerufen.

Srr englM-ümMe Mitt

Wie aus Kairo gemeldet wird, be­schäftigte sich das ägyptische Parlament gestern mit der letzten britischen Note. Ob, wohl Sawal Pascha den britischen Oberkommissar verständigt hat, datz dar Kabinett nach Annahme des Rücktritts, gesuches durch den König nicht mehr in bei Lage sei, sich mit der Angelegenheit au be­schäftigen, wurde die Note eingehend erörtert, sodaß das nachfolgende Ka, binett sie als Tatsache hinnehme» muß.

Der sozialistische „Oeuvre" erklärt, Hatz die Art wie der italienische Delegierte sie öffentliche Auseinandersetzung abge- chlossen habe, jedermann die Augen öff­nen mutzte. Wenn die Diskussion gefälscht worden sei, so sei dies dank der italieni- chen Regierung geschehen, die unter Ver- etzuna des Rapallo-Vertrages Waffen nach Ungarn geschmuggelt habe; denn es ei unverständlich, wie in einem Land, wo eine besondere Ordnung herrschen soll, 5 Waggons Maschinengewehre ohne Be­willigung der Regierung versandt werden konnten.

Die „Volant i" betont, daß Briand auf dreifachen Widerstand ge­stoßen sei, vor allem auf den des i t a l i c • Nischen Delegierten, der mit Händen und Füßen zu Gunsten Ungarns und natürlich auch im Interesse seines eige­nen Landes gearbeitet habe; denn Cha m- b e r I a i n, ber die Vertagung der Ange­legenheit wünschte und schließlich Strese- m a n n, der Briand diesmal sehr schwach unterstützt habe.

wendig seien. An den ungarischen Ver- treter richtete Brianö zwei Fragen, näm­lich nach den Originaldokumenten der Waffensendung und nach dem Grund, wes-

Rach zwölfstünbiger Verhanbllmg würbe gestern abend gegen 10 Uhr von der zur Beilegung des Metallkonflikts eingesetzten Schlichtungskammer mit Mehrheitsbeschluß folgender Schiedsspruch gefällt:

„Zwischen dem Verband "Berliner Me­tallindustrieller und dem Deutschen Me- tallarbesterverband wird folgendes Ab­kommen geschlossen:

Die Stundenlöhne und Akkordverdienste der Werkzeugmacher sind einer Rachprü­fung zu unterziehen. Die Rachprüfung hat sich nicht nur auf einzelne Akkorde zu erstrecken, vielmehr ist die Angemessenheit der Löhne und Akkorde ganz allgemem zu prüfen. Auch Erhöhungen der Ver­dienste ganzer Gruppen im Werkzeugbau sind gegebenenfalls vorzunehmen. Sollte eine Einigung im Betriebe nicht zustande- kommen, wird unter Mitwirkung der Ver­bände eine endgültige Entscheidung getrof­fen, wobei erforderlichenfalls die Akkoro- berechnungsgrundlagen (Geldfaktoren) für die einzelnen Werkzeugmachergruppen fest­zulegen sind."

Der Schiedsspruch sieht weiter die "Be­stimmungen des Dergleichsvorschlazes vor, den der Vorsitzende des Schlichtungsaus­schusses, Gewerberat Körner, den Patte ien bei den Verhandlungen unterbreitet hat, unb der im wesentlichen das Mitbestim­mungsrecht der Arbeitnehmer bei strittigen Akkorden durch Einsetzung einer paritäti­schen Kommission sichert. Die Erklärungs- ftist für die Parteien läuft heute nachmit­tag 4 Ahr ab. Die Vertrauenskommission des Verbandes Berliner Metallindustriel- ler ebenso wie die Instanzen des Deutschen Metallarbeiterverbandes werden heute vor­mittag zu dem Schiedsspruch Stellung neh­men. Von diesen "Beschlüssen wird eS ab- hängen, ob der Konflikt in der Metall- industtie beigelegt wird, oder ob die Der- bindlichkeitserklärung des Schlichters er­folgen mutz.

Der Metallarbelterverbanb gegen An­nahme des Schiedsspruchs?

' fk. Berlin. 8. März. Dem „X t> t • wärt S" zufolge halten es die Vertreter

Untersuchung sich gesträubt habe, und warum man das Material verschrottet und versteigert habe.

General Tanezos beantwortete die erste Frage durch Vorlegung der fünf Ori- gnalfrachtbriefe und verwies bezüglich

r zweiten Frage auf die seit dem 3. Ja­nuar durch die gesamte Weltpresie gegan­gene Ankündigung der Absicht der ungari­schen Regierung, das Material zu zer­stören und zu versteigern.

Briand erklärte sich mit dieser zweiten Antwort nicht zufrieden und stellte die weitere Frage, warum Ungarn auf dieser Absicht beharrte, als es erfahren hatte, daß die Nachbarn Ungarns den Völkerbund mit dieser Angelegenheit befassen würden.

Tanezos wies demgegenüber auf die Er­klärung des ungarischen Ministers des Aeutzeren hin, daß Ungarn bis §ur Ent­scheidung des Völkerbundsrates m dieser Angelegenheit seine volle Handlungsfrei­heit behalte.

Scialoja stellte hierauf den Antrag, diese Aussprache im Plenum nicht fortzu- setzen, sondern entsprechend dem Vorschlag Chamberlains diese Frage im Zusammen­hang von dem kleinen Komitee prüfen zu lassen.

♦

Der gestrige Verlauf der Dölkerbunds- ratssitzung in Genf wird von einem großen 1 Teil der Pariser Presse als ein Erfolg Briands beurteilt. Dabei fehlt es aber auch nicht an Angriffen gegen Italien. So schreibt „Petit Parisie n", Briand habe den ungarischen Delegierten so in die Enge getrieben, daß dieser nur verlegen die Entschuldigungen seiner Regierung vorgebracht habe.

Im „Matin" bezeichnet Sauer­wein die von Briand vorgeschlagene neue Prozedur als den wertvollsten Erfolg der ganzen Affäre. In der Szent-Gotthard- Affare hätte Briand die offene Beratung

AbMdWuK Amm WM

T er König von Afghanistan stattete Mittwoch nachmittag in Begleitung seines Gefolges dem R e ich s p r ä f i d e n * teit einen Mschied-besuch ab. Der Reichs­präsiden: erwiderte den Besuch im PalalS Prinz Albrecht. Zn seiner Begleitung be­fanden sich Ltaatssekretär Dr. Meißner Und der Chef des Protokolls, Gesandter Koester.

Am Nachmittag empfing der afghanische König im Palais Prinz Albrecht die Ber­treter der in - und ausländischen Press«. „Für di« freundschaftlichen Ge- fühle", so erklärte der König, „die während meines Aufenthaltes in Deutschland mtt fettens des deutschen Volkes und der deut­schen Regierung entgeKengebracht find, möchte ich Ihnen gegenüber meinen besten Dank aussprechen unb bitte sie, diesen meinen Tank auch dem deutschen Volke gegenüber zum Ausdruck zu brüt« aen. Der tiefe Eindruck, den uh von Deutschland empfangen habe, wird mir eine ewige Erinnerung bleiben. Bet bkl*r Ge­legenheit möchte ich auch allen Pressever­tretern für die in diesen Tagen erich^na- neu freundlichen Aussätze über Afghanistan meinen Dank aussprechen."

König Aman llllah hat Mittwoch uw 15 Uhr Berlin verlassen.

König Aman Ullab in Billa Sügel.

Villa Sügel, 7. Mär». Zum Emokmtg des afghanischen Königsvaares mar bet Bahn- Hof Billa Hügel mit herrlichen Btamen ge- lchmücki. Scheinwerfer beleuchteten schon Ml ter Ankunft der (Säfte die Villa Sügel, die 8U« lammen mit dem festlich erleuchteten Batt einen wundervollen Anblick bot. Herr und Frau Kruvv von Bohlen und Salbach begrün­ten auf dem Bahnhof herzlichst die ausländi­schen Gäste und geleiteten sie im Wagen iur Villa Sügel. Morgen erfolgt die Besichtigung der Friedrich-Albert-Sütte in Rheinbausen.

Die jüngste Tochter bee japanischen Kaiser­paares ein Opfer der Grippe.

ft. Baris, 8. März. Die jüngste Tochtol des japanischen KaisecpaareS. d:« 6 Monate alte Prinzessin Lisa, ist einem Eriooeanfall »um Cofer gefallen. Der Kaiser, obwohl et selbst krank, und die Kaiserin waren am Toten­bett der Prinresfin anwesend, . • -

Die englischen Morgenblätter bringen ausführliche Auszüge aus dem Weiß­buch über die englisch-ägyptischen Verhandlungen. Daraus ergibt sich, daß die letzte britische Note erst ausge- arbeitet wurde, als das Scheitern der feit dem vorigen Jahre im Gange , befindlichen Verhandlungen feststand. In ihrem Kom­mentar stellt die „Time s" fest, das Weiß­buch verstärke nur den Eindruck, daß bte Wafdpartei sehr gute britische Vorschläge abgelehnt habe. Die Korrespondenten heben die Erklärung Chamberlains her- vor, daß Großbritannien einen aufrichtigen und großzügigen Versuch gemacht habe, die nationale Administration Aegyptens mit den Lebcnsnottvendigkeiten des britischen Weltreichs in Einklang zu bringen. Während das Weißbuch aber einen klaren Ueberblick über die Verhandlungen der letzten sieben Monate gebe, sage esnichts über d i e Gründe für die Ab­lehnung des britischen Angebots durch die Wafdpartei. NaOwm nun die Ver­handlungen ohne britische Schuld gescheitert seien, mußte die britische Negierung not- -.'.nbigetmetie zu dem durch die Dekla­ration vom Jahre 1922 festgelegten Wege zurückrehren.

13 Tot- auf Zeche Ewald.

Recklinghausen, 7. März. 3« Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen ist fetzt ein weiterer »erheirate- ter Bergwan» seine» Verletz »«- q e » e r l e g e n, die er bei der Seilfahrt»- kataftrophe ‘ auf Zeche Ewald-Fortsetzung erlitten. Damit ist die Zahl der t o d l t ch verunglückte« Bergleute auf 13