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Anzeiger für (das frühere ^knrhessifche) Oberhesfen

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Der «iqeigeapreK bettdgl fit de» 10 gespult. SeflenoHdtaettt 0.08 GM. kleine varanzige« 0.06 «SOU «etliche «n» «t* »detlge Anzeige» 0.10 GM. ®ef schwierige» Sa, sowie bei Platz- Vorschrift 50*1, Aufschlag. Samwetan^ige» 100 *1» Auf­schlag. Reklame» der MM«. 0.40 GM. Zeder Rabatt qill «U Darr abalt. Ziel 1 Sage. Beleg, »erben berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. 4» fdllungsott Marburg.

I voldmark '/«^Dollar.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Schweres Grubenunmück zwei Mrderkorbe ab'Mrzt 13 rote

sk. Recklinghausen. 1. März. ruf der Zeche ^Ewald Fortsetzung" in Erkenschwick bei Recklinghausen ereignete sich heute morgen gegen 6 Uhr ein schw e- resUnglück. Zwei Förderkörbe stürzten infolge Seilbruchs in d i e T i e s e. Die Gröhe des Unglücks ist noch nicht zu übersehen. Eine Anzahl Toter wird bereits gemeldet.

Tis jetzt 13 Tote.

sk. Recklinghausen. 1. März. Bei dem furchtbaren Grubenunglück, das sich heute morgen gegen 6 Uhr auf der Grube ..Ewald Fortsetzung" ereignete, sind 13 Bergleute getötet worden. Da die Förderkörbe mit 48 Mann besetzt waren, wird damit gerechnet, datz noch weitere Menschenleben zu be- Klagen sind. _ .

sk. ReMlinghausen, L März. Aus der ZecheEwald Fortsetzung" ist man mit den Bergungsarbeiten eifrig beschäf­tigt. Bis jetzt hat man 13 Tote sestgestellt und geborgen. Die übrigen 3 5 Berg­leute sind teils schwer, teils leicht verletzt.

3>i dem Unglück liegt bis jetzt folgen» der* amtlicher Bericht vor:

.Heute morgen 6 Uhr ging zu Beginn der Seilfahrt im Schacht 1 der Zeche Ewald Fortsetzung", wahrscheinlich in­folge Versagens des Teufanzeigers, der westlich ausgehende Förderkorb unter die Seilscheibe; der östlich nieder- rebenbe Förderkorb wurde in der Ver­senkung der Schachtsperrlatten im Schachtrumpf gestaut. Nach vor­läufigen Feststellungen waren die beiden Förderkörbe mit insgesamt 48 Mann be­setzt. Hiervon sind 13 Mann tot. Diese sind geborgen. Die übrigen sind, soweit sie schwer oder leicht verletzt sind, dem Krankenhaus zugesührt wor­den. Die bergbehördliche Untersuchung ist eingeleitet."

Weiter wird berichtet: Nach Bekannt­werden des Unglücks eilten die Angehöri­gen der Bergleute nach der Grube, wo sich furchtbare Szenen abspelten. Die Bergwerdsleitung ist der Ansicht, daß die Schwerverletzten mit dem Leben davon­kommen werden und hat den Angehörigen der verunglückten Bergleute jede Hilfe zugesagt.

rungSmitteln, die im lehren Jahre den Betrag von vier Milliarden überstieg. EL können hiervon rund drei Milliarden durch eigene Erzeugung ersetzt werden, wobei VorauSfetzung ist, datz der Landwirtschaft durch eine planmäßige Sande.'Spolirik die unbedingt erforderliche icherheit und der nötige Rückhalt ge­geben wird. Di« Erhaltung der Landwirt- Mast mutz nach wie vor ein wesentliches Ziel unserer deutschen Handelspolitik bil­den. Der Mangel an Rentabilität in der Landwirtschaft wirkt sich naturgemäß in Löhnen und Lebenshaltung aus und ist di« letzte Ursache für die zunehmende Land­flucht. Während auf dem Land« die Arbei'.ernot wächst, stehen wir im Bereiche der industriellen Erzeugung der Erweibs- losigkeir als Dauerproblem gegenüber. An die Stelle der bisherigen Notstandsmaß­nahmen auf dem Gebiete der Erwerbs­losigkeit mutz eine produktive Lösung treten dadurch, daß wir durch eine planmätzige Hebung un'erer Landwirtschaft neue Ar­beitsstellen dauernder Art schaffen. ES ist klar, datz sich ein wirklicher GesundungS- prozetz in der Landwirtschaft nicht voll­ziehen kann, ohne energische S e l b st h i l fe. Natürlich erhebt sich auch hier wi«d«c bie Forderung der Rentabilität.

Wenn die Selbsthilfe wirksam einsetzen soll, so müssen ihr von Reich und Län­dern gerosst ^ lfsstellungen gegeben werden.

Auf zwei besonders wichtigen GeLketen gelang es im letzten Jahre auf dem Weg« oer Zinsverbilligung solche Hilfsstellungen zu schaffen: Auf dem Gebiet« der Boden­meliorationen uwd auf dem des Molkerei­wesens. Hinzu kommt als dritte Maß­nahme «in Betrag von einer Million Mark zur Förderung der Geflügelhaltung und Organisation des EterabfatzeS. Endlich ge­hören hierher alle Maßnahmen, die dem landwirtschaftlichen Un errichtS-, Ausbil- dungs- und BeratungSwe en dienen. Meine besondere Sorge wird di« Schaffung einer geeigneten Form der Wirtschaftsbe- rarung für neuangesetzt« Sied­ler sein, die dringender Unterstützung be­dürfen. TaS Bauerntum ist stets der treueste Hort bodenständiger Art und va- '«rländifcker Gesinnung, der stärkst« Rück­halt und das sicherste Bollwerk des Staa­tes gewesen. Hier liegt die Grundlage unserer Vergangenheit. Nur in der Be­sinnung auf diese Grundlage Icnroen wir

(Soitkluna siede Seit« 23

S« sMsrommm für Ne LnnrwiktfMt

Sauernte Hilfe imt möglich km» Maßnahmen zur Steigerung ter SientaMM

Derlin, 29. Febr. Auf der Tagesiprd» jnmg der heutigen Aeichstagssitzung steht die zweite Beratung des Haushalts des Deichs- Ministeriums für Ernährung und Landwirt­schaft.

Reichsernährungsminister Schiele

: nimmt das Wort und wird sogleich von den i Kommunisten mit dem Auf empfangen: .Mi­nister zur Aushungerung der A.beite.schaftl" l Der Minister betont, die deutsche Landwirt­schaft stehe an einem Wendepunkt und bedürfe der Hisse, wenn nicht ein schweres Verhängnis für die ganze deutsche Wirtschaft herauf­beschworen werden soll.

Die im Notprogramm der Regierung vorgesehene Umschuldungsaktion könne den Landwirten nur hinweghelfen über die Zeit bis zur nächsten Ernte.

Eine dauernde Hilfe könne sie mcht bringen, die könne nur bewirkt werden da­durch, dast durch wirtschaftspolitische Maßnahmen die Landwirtschaft wieder rentabel gemacht wird. Die schwierige Detriebsiage der Landwirtschaft wird wesentlich verschärft durch d e Verhäli- r nifse aus dem D i e h m a r k t. Die Schwe.ne- ; Preise der letzten Monate liegen 20 Prozent erntet den Erzeugungskosten. Dadurch we den veröde die Kleinbauern und die Landarbeiier «m schwersten getroffen. Unter d.esen Um» ; wänden bedeutet es geradezu eine Großtat der x Landwirtschaft, wenn sie dennoch den Vieh­bestand aus das Maß der Vorkriegszeit ge­bracht hat.

Das Ziel der Eigsnversorgung mit frischem Fleisch in Deutschland ist im wesentlichen erreicht.

Der Fleischverbrauch auf den Kopf der Be­völkerung Hal im legten Jahre mit 52 42 Kilo den Verbrauch der Vorkr «zszeit übe chnttrn. Di« sozialwirtschastiiche Rot hinsichtlich der Fleifchversorgung ist also vorüber. Wollen Vit die Existenz unseres Aährstandes nicht noch weiter gefährden, so müssen Wit

hatten, mutzten den normalen Betrieb zum Verlustbetrieb machen.

Diese Entwicklung erstreckt sich auf Be­triebe aller Größenklassen. Wo bei Kleinbetrieben das Fortfchreiten bei Verschuldung nicht so stark nach außen her­vortritt, ist dies durch eine

schwere Beeinträchtigung der allge­meinen Lebenshaltung der Kleinbauern und ii)-'t Familien.

erkauft worden. Die nächste und drin­gendste Aufgabe ist die Umwandlung der drückenden hochverzinslichen und kurzfristi­gen landwirtschaftlichen Schulden in lang­fristige Realkredite. Zur Beschaffung von langfristigem Leihkapital sollen die terri­torialen öffentlichen Kreditinstitut«, die Umschu.'dungskredi.e gewähren, durch «ine besondere Organisation unterstützt werden, an der sich auch Reich und Länder be­teiligen. Zur Durchführung wird die Reichsregierung an die territorialen Kre­

dit Institute Kassenvorschüss« in Höhe von zunächst 10 0 Millio­nen Mark gewähren und nach Möglich­keit darüber hinaus weitere Vorschüsse flüssig machen. Derartige Umschuldungs­kredite sollen an bedrängte landwirtschaft­liche Betriebe abgegeben werden, deren rationelle Fortführung 6c: Gewährung des Kredites zu erwarten steht. Dar vorge­schlagene Hilfsprogramm der Regierung wird die Kri e nicht besiitb-en, sondern nur mildern können. Es bedarf daher not­wendig einer

Ergänzung durch weitere grundlegende Matznahmen,

die das Mißverhältnis zwischen den Etzn- nahmen des Landwirtes und seinen Be­triebsausgaben, Schuldenzinfen und öffewt- liche Lasten beseitigen und die Rentabilität wieder Herstellen teilen. Entscheidend be­einflußt wird die Preisbildung für land­wirtschaftliche Erzeugnisse durch die ge­waltige Einfuhr von ausländischen Nah-

die Einfuhr an Fleisch und Lebend­schlachtvieh möglichst eindämmen.

Die Regierung beabsichtigt, in ihrem 2lot- prvgramm eine ratenweise Herabsetzung des zollfreien Gesrierfleischkontingentes und die Ausdehnung des Einfuhrscheinsxstems aus die Ausfuhr von Schweinen und Schweinefleisch. Der Einführung von Viehseuchen aus dem Ausland« soll durch eine gleichn ästige Hand­habung der veter.närpo iz.i Hen G enzcherren und durch eine Aufhebung der bisherigen Einfuhrerleichterungen vorgebeugt werden. fHört, hört! links). Für eine besse-e Organi­sation der- Marktverhöltnisse für Vieh und Fleisch isp ein Betrag von 22 Millionen als Aeichsbürgschaft vorgesehen und weiter ein Betrag von acht M.llionen. der im Ernäh­rungsetat für 1928 angefordert werden soll. Erreicht werden soll

eine Stabilisierung der Dirhprekse und eine Verminderung der Preisspanne zwischen Erzeuger und Verbraucher.

Der Rentenbank-Kreditanstalt soll die Finan­zierung der landwirtschaftlichen Produktion erleichtert werden. Zu dem gleichen Zweck sollen 25 M.llionen den Genossenschaften zur Verfügung gestellt werd-en. Als Rotfonds für die schleunige Durchführung der vorge­sehenen Hilfsmaßnahmen sind 30 Mill onen vorgesehen. Bei der Verwendung der Mittel soll ein Deirat aus Mit­gliedern des Reichstages und des Reichsrates herannezogen werden. Der deutlichste und sichtbarste Ausdruck für die verlustreiche Entwicklung der vergangenen Jahre ist

die riesige Höhe der Nci '-rieasoerschuldunq. die seit dem Jahre 192324 bis zum Herbst 1927 allein die erschreckende Höhe von sieben Milliarden Reichsmark erreicht hat. D i e Zinslast der Landwirt chaft ist damit ein­schließlich Verzinsung ter Auswertungifchuld und der Dentenbank-Grund chuld aus rund eine Milliarde Reichsmark jähr« l i ch angewachsen. S.e überste gt also die Dorkriegszinslasten um rund 300 Millionen Mark. Die Verschuldung trägt durchweg den Eharakter der Rot. D.e Marktverhältnisse, wi« si« sich in der Landwirtschaft gestaltet

Mast!

Genf, 29. Febr. Das Sicherheit«, komitee hat in einer fast zweistündigen Sitzung beschlossen, die Weiterbera- u n a der deutschen Anregungen auf die nächste Tagung zu verschiebe«. Die Regierungen, die e iten dahingehen­den Wunsch haben, sollen in der Zwischen, zeit ihre Bemerkungen zu den deutsche» Anregungen in ihrar jetzigen Form e:n« reichen. Der Borsitzende llndön erklärte zum Schluß, datz, falls bei der Weiterbe, ratung der deutschen Anregungen das Sicherheitskomitee einen Konventionsent» wurf beschließen sollte, den Regierungen vor der endgültigen Aufstellung eines W* ch«n Konventionsentwurfes erneut Ge, legenheit zur Stellungnahme gegeben werden soll.

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MMnmg des LavtlWmS vor Aeistverteetem

fk. London, 1. März. Der Eavell» Film wurde gestern privatim den Film­kritikern der englischen Presse vorgeführt. Aus allen Berichten geht hervor, daß die angeblichen Vorgänge bei der Erschießung ferst die Erschießung eines Soldaten, der sich weigerte, zu feuern, und dann die Er» sch-eßung der ohnmächtigen Miß Eavell durch den kommandierenden Offizier) zwar nicht direkt dargestellt werden, aber durch die Gebärden und den Gesichtsaus­druck der darstellenden Personen un. zweideutig zum Ausdruck kom­men, also der von Chamberlain im Unter­haus gegebenen Darstellung entsprechend. Im übrigen sind sich die Kritiker darin einig, daß der ganze Film die Deutschen in sympathischen Lichte zeige, lieber die Frage der Zweckmäßigkeit sei- ner öffentlichen Vorführung sind tue A n- sichten geteilt. Der Korrespondent der liberalenDaily News" meint, der Film könnte gezeigt werden, gleich, viel, ob die Erschießungs-Szene der h t sto. rischen Wahrheit entspreche o d e r n i ch t (?). Der Korrespondent des Arbeiterblattes ,^D a i I y H e r a l d da« gegen meint, bei allen ehrlichen Bemuhui^ gen nach Gerechtigkeit müsse der Film doch diebitterenGefühlederKriegs- zeit wiede.r beleben.

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8«tmenä Antwort an Voten

Kowno, 29. Febr. In der litauische« Antwort auf die polnische Not« vom 9. Februar wird darauf hlngewtesen, daß die vier grundlegenden Punkte der litauischen Note vom 16. Zanuar von Po­len ohne Antwort gelassen worden sind. Es handelt sich um die Rückkehr oer von Polen im Oktober 1927 Ausgewiesenen und um die litauischen Beschwerden über Zusammenziehung sogenannter Utauische'k Militärbanden in Lyda durch Polen, Ferner habe die polnische Regierung ent gegen dem litauischen Wunsch kerne A« gaben darüber gemacht, welche Vertrat nach ihrer Ansicht zwischen Polen und L, tauen abzuschließen seien. Schließlich habt Polen vermieden, zu dem Angebot bet Völkerbundes, die litauisch-polnischen Ver­handlungen zu unterstützen, Stellung zu nehmen. Die litauische Note verwahrt sich dann gegen die polnischen Vorwürfe. Die Note erklärt dann, daß der Notenaus­tausch anstatt die Verhandlungen oorzube« reiten, sie anscheinend nut noch mehr kompliziere. Unter solchen Umständen habe seine Fortsetzung kernen Zweck. Die litauische Regierung macht deshalb den Vorschlag, entweder die vom Völker­bund in Aussicht gestellte Unterstützung in Anspruch zu nehmen und gemeinsam mit