,Jch bitte Sie, dem
oliti-
len*
größten Hoffnung für
Wohlfahrt aller Nati-
Marburm ragMWjger
Friedens, die zur die Zukunft und onen berechtigt."
Toolidge schloß:
Herrn Reichspräsidenten meinen Dank für die Gefühle, die er in seiner Botschaft ausgedrückt hat, und meine besten Wünsche für die weiteren freundlichen Beziehungen zu übermitteln, die zwischen unseren Re* gierungen bestehen."
asitiwo», ten t. Februar ISA
Ilyon «reott tm Zn- und AuSlan.de zu bringen. (Große Bewegung, stürmische Zustimmung links und in der Mitte.) ES bedeutet eine glatte Desavouierung der Politik deS Außenmini st er S. (Lebhafte Zustimmung im Zentrum. Hört, Hört-Rufe links.) Wie steht angesichts einer solchen Aeußerung eines Koalitionsmitgliedes unser Minister da vor den Staaten, vor denen er die Regierungspoli- tik vertritt? Vor allem aber mutz ich den deutschnationalen Redner fragen:
von den Deutschnationalen eine Erklärung zu dieser Rede verlangen.
Um eine französische Gesandtschaft in Kanada.
ff. Paris, 1. Febr. Wie bekannt haben Frankreich und Kanada beschlosien, beiderseits Gesandtschaften einzurichten. Auf Grund dieses Abkommens fordert die französische Regierung von der Kammer einen Kredit von 1 Million 72 000 Fran- ken zur Schaffung dieser neuen Gesandtschaft.
rrum wunfche freundschaftliche Beziehungen zu dem polnischen Nachbarstaat, müsse aber eine Respektierung der deutschen Minderheitsrechte verlangen. Wir wünschen den baldigen Abschluß des deutsch-polnischen Handelsvertrages. Dabei müssen die Sonderinteressen einzelner Wirtschaftsgruppen zurücktreten.
Ur. 27 63. Mrg. Marburg a. Lahn
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füllunqeort Marburg.
I Doldmark * «/«Dollar
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's,1—1 Uhr.
Sauslvianb — Sstlouriw
In einem Leitartikel über „Deutschland und die Rheinlandräumung" sagt „Daily leie» grap h":
»Es ist leicht, die Stärke der Empfindungen zu begreifen, die in der sehr offenen Erklärung Dr. Stresemanns zum Ausdruck kommen, und zu erkennen, daß diese Empfindungen sich auf die ganze Nation erstrecken. In England ist seit Abschluß des Locarnovertrages vor drei Jahren die Stärke der Argumente, die für eine sofortige Rämung sprechen, niemals abgeleugnet worden. Nach unserer Auf. fassung ist die Frage der französischen Sicherheit durch den Locarnovertrag geregelt worden, aber wenn die französische öffentliche Meinung in ihrer gegenwärtigen Verfassung diese Ansicht nicht teilt,
dann ist es für uns und ganz bestimmt für Herrn Stresemann nicht möglich, die Gefühle, die dieser französischen Haltung zugrunde liegen, zu verändern.-
„Daily Telegraph" schließt: „Es würde mehr im Interesse Deutschlands liegen, wenn seine Staatsmänner zulassen würden, daß in Frankreich im Laufe der Zeit Vertrauen in die friedliche Politik Deutschlands entstehe, was nurdurchHandlungen und nicht durch Worte geschehen kann."
v. SriltwiMaffren bei Ssolidge
ff. Washington, 1. Febr. Die Ansprache Coolidges auf die Uebergabe des Beglaubigungsschreibens des Botschafter^ von Prittwitz-Eaffron lautet wörtlich:
,,E» bereitet mir großes Vergnügen, von Ihnen das Schreiben zu erhalten, das Si« als Botschafter der deutschen Republif beglaubigt. Indem Sie die vornehme Auf. gäbe fortsetzen, der sich ihr Vorgänger, desien vorzeitiges Ende ein tiefer Verlust für beide Nationen war, so ernst h'ingab, fönnen Sie versichert sein, Herr Botschaft ter, daß die Mitarbeit sowohl der Regierung wie der Bevölferung der Vereinigten Staaten in jeder Beziehung Ihnen gehört. Die freundlichen Be^ Ziehungen, die jetzt so glücklich zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten bestehen, sind mir eine besondere Genugtuung. Ihnen fommt eine große Bedeutung zu sowohl im Lichte der Vergangenheit, als für die Zukunft, und sie zeigen den Weg zu jener immer mehr zunehmenden Zusammenarbeit in der Sache des
Einen recht interesianten Beitrag zu dem deutsch-französischen Meinungsaustausch über die Rheinlandfrage enthält heute ein Artikel von Pertinax im „Echo de Paris", in dem die Vertagung der für gestern angekündigten Rede im Senat auf die Verlegenheit zurückgeführt wird, in die der französische Außenminister durch die Reichstagsrede Dr. Stresemanns gekommen sei.
Briand und Paul Boncour hätten sich im Dezember 1926 für einen Austausch der Rheinlandbesetzung gegen eine ständige Völkerbundskontrolle eingesetzt.
Nachdem Dr. Stresemann sich geweigert habe, zu einem solchen Sonderabkommen, das auch nach 1935 in Kraft bleiben sollte, die Hand zu reichen, habe sich seine Kombination verflüchtigt. Frankreich, so schreibt Pertinax weiter, habe mit eigenen Kosten seine schon stark geschmählerte Besatzung noch weiter abgeschwächt. Im Jahre 1926 habe Stresemann die stabile und ständige Kontrolle des Rheinlandes gegen die Rheinlandbesatzung ausgespielt..
Wenn Frankreich heute wieder auf die . Besatzung zurückgreifen wolle, könne es nur daraus verweisen, daß Deutschland seine Reparationsverpflichtungen solange nicht erfüllt habe, als es eine einfache Annuität zahle und noch nicht mit der Amortisation des Schuldenabkommens begonnen habe, das juristisch auf 132 Milliarden Mark festgesetzt bleibt.
Deutschland könne deswegen nicht den Artikel 431 des Versailler Vertrages über die Rheinlandräumung in Anspruch nehmen.
Was die Sicherheit Frankreichs anbelangt, erklärt das Blatt, werde Briand versuchen, sich durch eine ziemlich zweideutige Lösung aus der Klemme zu ziehen. Informationen zufolge, die nicht außer Acht gelassen werden dürften, solle rr ins Auge fassen,
Deutschland eine neue Verringerung der Rheinlandbesatzung u m 10 000 Mann vorzuschlagen.
Es wäre nicht verwunderlich, meint das „Echo de Paris" zum Schluß, wenn Stresemann sich zu dieser Lösung bequeme.
Der „Temps" schreibt, das Argument Stresemanns, daß die Sicherheit Frankreichs durch Locarno und die Entwaffnung Deutsch- lands garantiert sei, könne vielleicht in Deutschland Eindruck machen, nicht aber in Frankreich, wo man triftige Gründe habe, ihm jeden Wert abzusprechen und nur auf die Sicherheiten zu vertrauen die man sich selbst schaffe. Die vorzeitige Räumung des Rheinlandes hänge davon ab, daß Deutschland seine Reparationsverpflichtungen erfülle.
Jedenfalls fei Frankreich nicht geneigt, Rechte ohne Gegenleistung aufzugeben.
Das „Journal des Debets“ meint, der deutsche Außenminister müßte seinen Landsleuten begreiflich machen, daß die in gehässigster Weise angegriffenen Nationen sich gegen eine Wiederholung solcher Ereignisse in anderer Weise schützen wollen, als durch offizielle Zusicherungen.
„Echo de Paris" schreibt: Nach der furchtbaren Lehre, die wir erhalten haben, llihlen wir uns ermächtigt.
Der neue französisch-amerikanische Schiedsgerichtsvertrag.
ff. Paris, 1. Febr. Nach dem „Petit Parisien" wird der neue französisch-ameri- fanische Schiedsgerichtsvertrag wahrscheinlich in den nächsten Tagen unterzeichnet werden. Nach dem gleichen Blatt wird die Antwort auf die letzte Note Briands in der Frage des Antikriegspaftes nicht, wie bereits angekündigt, int Laufe dieser Woche erwartet werden innen.
uon Deutschland ohne Haß, aber auch ohne Schwäche zu fordern, daß es noch bis 1935 den Beweis für feine innere Erneuerung fortsetzt.
„Gaulois" schreibt: Stresemann läßt die zeitlich begrenzte Kontrolle zu. Das ist aber auch das Höchstmaß seiner Konzessionen. Ueber 1^5 hinaus will er auf keine Kontrolle eingehen. Wird Frankreich, für das die Rhein- landbefetzung die einzige Garantie der Reparationen ist, den Sperling in der Hand für die Taube auf dem Dache fahren lassen?
Das „I o u r n a I" schreibt, Stresemanns Begründung sei unwiderlegbar, wenn man sie lediglich vom Standpunkt des Rheinlandes aus ansieht.
Der wahre Faktor der europäischen Stabilität aber liege in seiner Sicherste!- lung der O st g r e n z e. Erft wenn Deutschland Garantien auch in dieser Hinsicht gegeben habe, werde man die Rhein- landräumung ins Auge fassen können.
Ohne das wäre sie eine Torheit.
Aba. von Rheinbaben (Dt. Vpt.) bezeichnet die Kritik in der gestrigen Rebe des Abg. Dr. Breit scheid in einzelnen Punkten als zu weitgehend. Die Rede des Abg. von Frehtagh-Loringhoven sei problematisch gewesen. Ich kann mir nicht denken, so erklärt der Redner, daß die Deutschnationale Volkspartei als gan- zes die Thesen dieses Redners so hin nehmen kann. Meine politischen Freunde werden abwarten, ob sich dazu noch eia anderer deutschnationaler Redner äußert. Die Zusammensetzung der jetzigen Regierung hat keineswegs zu einer Verschlechterung der deutsch-französischen Beziehungen geführt. Es ist also eine
parteipolitische Kopffechterei, wenn behauptet wird, nur eine Regierung ohne deutschnationale Beteiligung könne eine deutsch-französische Verständigung erreichen.
(W Dr. Breit scheid (Soz.): Sie vertreten hier wohl die Deutschnationalen?) Die fran»
(Sortierung siehe Sette 2J
Drt ' AusspraA
WlmmNrletimotn MlMrn Senirum und Skulschmlionalen
Keine Räumung ohne Gegenleistung
Ammer wieder die 112 Milliarden — Sas Rtzeinland als
Welchen Eindruck muß solche Kritik auf die Staaten machen, mit denen wir Verträge abgeschlossen haben und mit denein wir zusammen im Völkerbund sitzen? (Hört, hört, links und in der Mitte.) Ihr Verhalten, Herr von Freytagh-Loring- hoven, ist geeignet, uns um jeden p> scheu Kredit im In- und Ausland,
100 Diviftons- und 200 Brigade-Generale in Frankreich.
ff. Paris, 1. Febr. Die Heereskom« [ Mission der Kammer beschäftigte sich gestern mit dem Gesetzentwurf für die Cadres und die Effektivbestände. Sie beschloß, in das Gesetz eine Bestimmung aufzunehmen, wonach die Zahl der Luftgeschwader auf drei Divisionen festgesetzt wird. Ferner nahm die Kommission einen Artifel an, wonach eine Wetterdienstabteilung und eine Ar beiterkompagnie der Mechanikerschule geschaffen wird. Die TZahl der Generale wurde für Divisions-Generale auf 100, für die Brigade-Generale auf 200 festgesetzt.
Das sind wir uns selbst, dem Volke und den Staaten schuldig, mit denen wir durch Verträge verbunden sind. (Lebhafter Beifall tm Zentrum und links.) Der Redner entwickelte dann die Auffassung des Zentrums zur Außenpolitik. Er wendet sich dabet scharf gegen die polnische Poltttk. Das Vorgehen des polnische» Staates gegen die deutschen Minderheiten in der Schulfrage sei unvereinbar mit den in Genf getroffenen Vereinbarungen. Die deutsche Regierung sei mit dem Kom>- promttz im oberschleiischen Schulkonflikt Polen schon weit entgegengekommen, aber Polen habe nicht einmal dieses Kompromiß ehrlich durchgeführt. Der Völker- bundsrat habe in dieser Frage versagt, aber Deutschland habe das Vertrauen zum Haager Schiedsgericht, daß sein Spruch dem anerkannten Recht der Minderheiten entsprechen werde. Das hi trum wünsche freundschaftliche Bezieht
Wie bringen Sie Ihre Aeußerungen in Einklang mit den Richtlinien, auf die sich bei der Bildung des jetzigen Kabinetts Ihre Fraktion ausdrücklich verpflichtet hat? (Sehr gut links unfo int Zentrum. Unter lauten Hört, Hört-Rufen verliest der Redner aus den Richtlinien die Siellen, in denen sich alle Regierungsparteien zum Fe st halten an der Lo - carnopolitik verpflichten.) Er fährt dann fort: Da Abg. von Frehtagh-Lorrng- hoven als offizieller Vertreter seiner Fraktion gesprochen hat, ergibt sich für die deutschnationale Fraktion die Notwendigkeit einer Erklärung, ob ihre Auffassung mit den Aeußerungen dieses Redners übereinstimmt. Ich kann das Befremdew darüber nicht unterdrücken, daß die deutsch- nationale Fraktion, die Herrn von Frehtagh-Loringhoven doch besser kennen muß als wir, (Heiterkeit) ihn als Redner vorgeschickt hat. Er hat auch bei seinen Frak- rlonSfreunden mit seiner Rede keinen Beifall gefunden. Aber das genügt nicht. (Heiterkeit.) Wir müssen als Regierungspartei
Berlin, 31. Jan. Im Reichstag wurde heute die Aussprache über den Etat des Auswärtigen Amtes fortgesetzt.
Abg. Ulitzka (Ztr.) beschäftigt sich zunächst mit der gestrigen Rede des Abg. v. Frehtagh-Loringhoven Seine Kritik der Außenpolitik ist im Ausmaß und in der Form
nicht vereinbar mit der Zugehörigkeit zur
Regierungskoalition.
SberheMche
Anzeiger für (das frühere kur-hessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlich«» Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.