SonmrStag, tküZ-SanuarlSA
tM ^>b«rb«spsch< Sdhrngr «• Uftat sechsmal wöchentlich. Sc- ESpreiS monatlich 2 SM. an* «Kließl. ZustellungSgebühr, durch »tePost2.25 SM.Aür etwa infolge Streiks, Maschinen befette oder gjflgentatet Ereignisse ausfallende x«muern wird kein Ersatz ge- leistet. Verlag b. Dr. §. Hitzeroth, gftud der Unw.-Buchdrueleret b. Zph. Aug. Koch, Mar» 21/23. Kernsprecher: Ri. 64. «. Rr. 65. «»stscheckkonto: Amt Frankfurt *9K. Rr. 5016. — Sprechzeit gg, Redaktion von 10—11 und
«fei—1 Uhr.
Äbechessische
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Anzeiger fiir (bas frühere kurhessische) Oberhessen
to.4 63. W«. Marburg a. Lahn
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füllungsort Marburg.
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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg. ÄsrO
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Berliu, 4. Ian. Zu der lebhaften Diskussion in der Oeffentlichkeit über die Frage, ob die Wahlen zum Reichstag und zum Preu- ßifche« Landtag früher als bestimmungsgemäß durchgefübrt werden, wird dem Nachrichtenbüro des Bdr. aus parlamentarischen Kreisen erklärt, daß allein di« Sorialdemo-
der Toten in diesem der Haus- Hause im eine Gast-
zeitige Auflösung einträten, während sämtliche bürgerlichen Parteien, im Reich sowohl wie in Preußen, gewillt find, die Parlamente eines natürlichen Todes sterben ,n lassen. Das würde bedeuten, daß Ende Oktober oder Anfang November zum Reichstag und i« Dezember zum Preußischen Landtag gewählt werden muß.
3it Preußen wollen die bürgerlichen Parteien, wie das Nachrichtenbüro weiter erfährt, die im Mai, spätestens im 3uni durch,»führenden Kommanal- and Kreistags» wähle« nicht mit de« politische« Wahle« verquicken, weil bei den ersteren die Gegensätze im bürgerlichen Lager weniger scharf find »ad so durch Listenoerbiudunge« der Stimmen,er» splitterung wirksam begegnet werde« könnte.
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»eit grösser sein, da gerade Flügel sich die Schlafzimmer bewohner befinden. Die im Erdgeschoß befindlichen Läden,
ser Maßnahme liegt die erste entscheidende Schritt der Thüringer BerwaltungSverein-- fachung.
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Uebrigens wollen die preußischen Regie- cungsparteien im Einverständnis mit der Regierung noch vor den Kommunalwahlen den Landtagsbeschluß auf Aufhebung der Gutsbezirke in die Tat u m s e tz e n, damit die Einwohner der Euts- bezirke bereits bei diesen Kommunalwablen mitstimmen können.
Thüringens Steuer»»«rwaltung geht ans daS Reich über.
Dicaraguaner, die in San Salvador leben, überreichten dem dort weilenden Ozeanflieger Lindbergh eine Denkschrift, in der sie unter Protest gegen Amerika- Einmischung in Dicaragua Lindbergh auffordern, sich da^r einzusetzen, daß die amerikanischen Marinetruppen den Kampf einstellen.
angriff erwartet. Die Grenzgebiet« von Dicar agua werden von den Amerikanern besonder- scharf bewacht, um da- Entkommen de- Gegners zu verhindern. Man erwartet, daß e- vor allem den Dombenangr f e.i dec amerikanischen Flieger gelingen wird, den
Die Neuwahlen erst im Epötherbst
Alle bärgnlithcn Parteien gegen vorzeitige Anslöinng der Parlamente
Echweres Explofionsunslück m Berlin
Ser Rebenba« eine- siiniitöck grn WshadauseS völlig zerstört Bicher 4 Ate und 17 SKwrrvrrletzle grbrrgen
Sie tkümvse in Nikaragua
Newhork, 4. San. Wie au- Dicaragua berichtet wird, find die Anhänger des Generals Landino auch in einem zweiten Gefecht geschlagen worden. Die amerikanischen Verluste im Der rufe der letzten Kampfverhandlungen werden.rit einem Toten und fünf D erwanderen angegeben. Die Truppen Landinos sollen angeblich schon in der ersten Schlacht 100 Tote gehabt haben. Wie jetzt festgestellt werden konnte, befindet sich das Hauptquartier Sandinos in der Aähe von El Chipote, 18 Meilen von Quilali entfernt, am Rande einer UrwaldwildniS. in der sich die Aicaraguaner glänzend verstecken können. Die Amerikaner rechnen mit einer längeren Dauer der Feindseligkeiten. Washington will aus diesem Grunde noch weitere Truppen nach Dicaragua entsenden. Für die nächsten 48 Stunden wird in Dicaraaua ein neuer amerikanischer Grob- -
ft Berlin, 5. Jan. Gegen i/2l Uhr heute früh erfolgte in den unteren Räumen dos Hauses Landsberger Allee 116 eine heftige Gasexplosion, durch Vie der rechte Rebenbau des fünfstöckigen Wohnhauses vollkommen weggerissen und in einen Trümmerhaufen verwandelt wurde. Zn den Parterre- räumen entstand ein Brand, der von fünf Feuerlöschzügen bekämpft wurde. Bis gegen 3 Uhr morgens waren 3 Tote und 15 Schwerverletzte geborgen. Es mutz jedoch angenommen werden, dah sich unter den Trümmern noch eine weitere Anzahl lotet befindet.
fk. Berlin, 5. Ian. Das furchtbare Explosions«nglück in der Landsberger Allee im Berliner Osten scheint noch von we». gröberem Auhmatz zu sein, als die Wxplosionskataftrophe, die sich vor fast Genau zwei Jahren in Berlin-Moabit ereignete. Bei dem von dem Explofions- »nglück betroffenen Haufe handelt es sich am ein fünfstöckiges Gebäude mit Seitenflügeln und Hinterhaus, in dem sich eine Wurstfabrik befindet. Bisher find aus den Trümmer» vier Tote und siebzehn Schwerverletzte geborgen wor, den. Unter den Trümmern liegen bestimmt noch die Leichen eines Gastwirtes mit Fran und Tochter, der die Parterre- räume des zerstörten Gebäudeteiles bewohnte. Man rechnet aber damit, daß sich unter den Trümmern noch mehr Opfer der Katastrophe befinden, da in den darüber liegenden 5 Stockwerken drei Schlafzimmer waren, die mit in die Tiefe gerissen wurden.
Die Ursache der Explosion konnte bisher doch nicht festgestellt werden. Man vermutet aber, datz sie durch Entzündung von Vas im Keller hervorgerusen wurde. Die Nusräumungsarbeiten gestalten sich besonders schwierig, da durch nachstürzendes Mauer- und Balkenwerk die Feuerwehrmannschaften dauernd gefährdet sind. Zwei Feuerwehrleute erlitten Ber- letzungen. Um 8 Uhr vormittag wurde ein Kind lebend geborgen. Bis um 10 Uhr vormittags war es noch nicht getan» gen, di« übrigen Opfer zu bergen.
Bericht eines Augenzeugen:
Meldet, drei Tote und 15 Verletzte borgen, doch dürfte die Zahl
Pressestelle teilt mit: Die Verhandlungen zwischen der thüringischen Regierung und dem ReichSfinanzminlsterium über die Uebertragung der Landes st euer- verwaltung auf das Reich sind soweit gefördert worden, datz man nunmehr damit rechnen kann, daß die Reichs- steuerbehörden die Verwaltung der Thüringer Grundsteuer, Gewerbesteuer und Aufwertungssteuer vom 1. April itzeseS Jahres zu Bedingungen übernehmen, die den Interessen des Lande- in ange-
5>«e Kälte f* Amerika. — 75 Todesopfer.
London» 4. Jan. Nach den letzten Meldungen auS Newhork ist die Zahl der Todesopfer" infolge der neuen Kältewelle in Amerika auf 75 aeflieaetu
sind völlig zerstört. Bei einem Gang durch das Haus, desien Treppen merkwürdigerweise fast unversehrt geblieben sind, sieht man, welche Kraft die Explosion entwickelt hat. Bis zum 5 Stock- wer sind einige der Wände eingestürzt, andere weisen große Riffe auf und mußten von den Feuerwehrleuten abgesteift werden. Die Türen liegen teilweise am Boden, teils hängen sie tief in ihren Angeln. Schuttmaffen bedecken überall den Fußboden. Zn der Luft hängende Wände mußten von den Feuerwehrleuten, die an Seilen gehalten wurden, mit Aexten abgeschlagen werden, da die Gefahr des Einsturzes drohte. Fast sämtliche Flurfenster und Fensterscheiben der Zimmer sind in Trümmer gegangen, die bis auf den gegenüberliegenden Bürgersteig geschleudert worden sind. Die Bewohner mußten sämtlich das Haus verlaffen. Anscheinend ist die Explosion durch große Mengen von Ammoniak und Gas hervorgerufen worden, die sich in den Kellerräumen einer Fleischfabrik im Hause an» gesammelt hatten. Das gleiche Bild der
fk. Berlin, 5. Jan. Das Grundstück Landsberger Allee 116 bietet ein furcht- ’ . bares Bild der Verwüstung. Die etwa d. 45j| 6 Meter breite rechte Seite des Hauses ist vollständig abgeriffen und auf das daneben liegende unbebaute Grundstück abgestiirzt, wo eine ungeheuere Maffe von etwa 10 Meter Höhe, die aus Mauerblöcken, Balken. Brettern und Möbelstücken besteht, der Aufräumung harrte. Zahlreiche Feuerwehrmänner sind beim Schein Azetylenlampen und Fackeln damit schäftigt. den Schutt wegzuschaffen.
8m 3 Uhr nachts waren, wie eben
Verwüstung zeigt der Hof, der wie ein Krater aussteht, und die hinteren Baulichkeiten der Fleischwarenfabrik. Die Aufräumungsarbeiten werden ununterbrochen fortgesetzt, doch dürfte keine Hoff- nuna bestehen, noch Lebende zu bergen.
fk. Berlin, 5. Jan. Trotz der von allen beteiligten Feuerwehrleuten und Rettungsmannschaften unter Einsatz aller Kräfte und Nichtachtung der eigenen Lebensgefahr fortgesetzten Aufräumungsarbeiten an der Explosionsstelle in der Landsberger Allee konnten bis 8.30 Uhr früh noch keine genauen Fest- stellungen über die Zahl der bei dem Explosionsunglück verletzten bezw. getöteten Hausbewohner gemacht werden Auch von den Toten konnten bis jetzt nut eine 48jährige und eine 67jährige Frau identifiziert werden. Die ärztliche Unersuchung der 17 Verletzten ergab, daß es sich um Gesichts- und Beinverletzungen handelt. Lebensgefahr besteht für die Verletzten bis jetzt nicht.
ian. Die staatliche
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Stirn» wllnW Miasma!
ft. Pari», 8. Jan. „Rewyork Herald" will mitteilen können, datz eine neue Wen- dun« in de« französisch-amerikanischen verhandlange« insofern eingetrete« sei, al» Briand gestern dem französische« Botschafter i« Washington Instruktionen gegeben habe, i« denen er den Wunsch zu« Ausdruck bringt, die französisch- amerikanischen Schiedsgerichtsoer, Handlungen von de« Verhandlungen wegen de, Abschluffes einer allgemeinen internationale« Bet« eiubarung gegen de« Krieg vollständig zu trennen. Briand habe um Vertagung dieser verhand« langen über die Aechtung de» Kriege» ersucht.
Mtitimmtn zur Antwort Ätll686i
Die englische Presse bezweifelt die Zweckmätzigkeit.
ft. London, 5. Jan. Die englische« Morgenblätter geben die amerikanische Note an Frankreich wieder. Während über die moralische Bedeutung des amerikanischen Vorschlages Einmütigkeit besteht, ist man der prattischen Zweckmäßig, kett nicht restlos Überzeugt.
Der diplomatische Korrespondent de» „Daily L h r o n i c l e" weist daraus hin, daß das Prinzipielle der friedlichen Beilegung aller Konflikte auf dem Wege der Schiedsgerichtsbarkeit bereits in dem Artikel 12 des Völkerbundspaktes niedergelegt ist, der durch die Annahme der polnischen Resolution während der letzten Ratstagung eine noch weitergehende Interpretation erhält.
Im Leitartikel vertritt die „Daily E h r o n i c l e" die Ansicht, datz die Vereinigten Staaten innerhalb des Völkerbundes mit 20 facher Kraft und Autorität den jetzt vertretenen großen pazifistischen Gedanken fordern können.
Nach dem Korrespondenten der „Westminster Gazette" sind noch zahlreiche Puntte zu klären, wodurch ein weiterer Fortschritt auf der Linie des Washingtoner Vorschlages gemacht werden könne. Im Leitartikel sagt die „Westminster Gazette". daß der neue Pakt wenig mehr bedeutet als die Anerkennung der Resolution der letzten Völkerbundsversammlung. Aber auch das sei außerordentlich willkommen. Die bindende Kraft von Verträgen dürste aber nicht überschätzt werden und es würden immer Gefahren bestehen, solange nicht der Völkerbund seine Arbeit weitersühre. Amerikas Eintritt in den Bund wäre das am meisten gewünschte E r e i a n i s.
In der „D a i l y N e w s" wird der G» nugtuung über die Initiative der amrikanischen Regierung auf Unterzeichnung einer Serie von Schiedsgerichtsoerträgen Ausdruck gegeben und eine Förderung des allgemeinen Friedensgedankens hieraus erwartet.
Von der führenden britischen Preffe enthält sich die „Time s" einstweilen der kritischen Stellungnahme, während die parteioffiziöse „M o r n i n g - P o ft“ ziemlich pessimistisch eingestellt ist und die kriegerischen Vorgänge in Ni, caragua den pazifistischen Vorschlägen Kelloggs gegenüber, stellt. Der Völkerbund habe kürzlich eine Resolution angenommen, die den Krieg als Mittel für die Lösung von Konflikten weit stärker ausschaltet, al» das in dem amerikanischen Vorschläge z« Tage tritt.
st. D e r I i n, 5. Ian. Die Antwort des amerikanische« AuhenminifterS Kellogg