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t» -JWwWflW« Stthmg* er- f^dat sechsmal wöchentlich. Be- ^gSpreiS monatlich 2 SM. au«- schließ!. ZuflellungSgebübr, durch zftPost2^5 SM.Für etwa lnsvlge Streiks, Maschinendefekt« oder (kewntatet Steignisse auStavend« Kummern wird kein Ersatz pe» yfltt Verlag d. Dr. §. -itzereth, Druck der Univ.-Buck drucke«, d. geb. Aua- -och, Markt 21/23. gernsprecher: Rr. 54. u. Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt 4. M. Sir. 5615. Sprech,eit m$ Aedaktio» von 1011 und

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Marvmm rageSanzeker

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füilunqsort Marburg.

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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Ms wisösr Krieg" - mit Bsrbehatt

Mogrs Anlworl in toi« Set Antrag sinkt keine Amvendnag nns eine .Mitte Macht.

fh. Paris. 8. Jan. Der von Staats­sekretär Kellogg dem französischen Botschafter in Washington übermittelte Entwurf zu einem neuen Schiedsge­richtsvertrag zwischen Amerika und Frankreich ist im Laufe des gestrigen Ta­ges an den Quai d'Orsay gekabelt wor­den. Der Text des Vertragsentwurfes, besonders die von Kellogg vorgeschlagene Formel über dieAechtungdesKrie- ges wird augenblicklich von den einzel­nen Abteilungen des französischen Autzen- ministeriums geprüft.

Beitritt Englands?

London, 2. Ian. Der neue ameri­kanische Vorschlag an die französische Re­gierung zu dem Abschluß eines ewigen Friedens zwischen Amerika und Frank­reich hat in London großes Inter­esse gefunden. In matzgebenden eng­lischen Kreisen ist man sich darüber klar, baß Amerika von der britischen Regie­rung den Beitritt zu dem französisch- «nerikanischen Vertrag erwarte. Die bri- tische Regierung verfolgt den Berlakf der Verhandlungen mit grotzem Interesse ttnb mit Sympathie, ist aber der Auffas­sung, datz ihre eigene Haltung bzw. Frage des Beitritts von der Kenntnis der Ein­zelheiten des vorgeschlagenen Vertrages abhängt. Eine Einladung an England, dem französisch-amerikanischen Vertrag beizutreten, würde aber in London zwei­fellos wohlwollende Erwägung Enden.

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Unter der UeberschriftWas müssen wir von dem amerikanischen Paktprojekt denken?" nimmt dasI o u r n a I" heute zu den durch das Paktangebot Briands aufgeworfenen Fragen Stellung. Das Blatt unterstreicht besonders die Vor­behalte Amerikas, deren wichtig­ster die Wahrung der A k t i o n s - freiheit für jeden Konflikt fei, der eine dritte Macht interessiere. Da­mit stehe Frankreich frei, die Wlker- bundspflicht zu erfüllen, in dem es feine Hilfe einem angegriffenen Völkerbunds­mitglied leihe. Andererseits bedeute dies aber auch, daß derPakt nurplato­nischer Natur sei. Zwischen Frank­reich und den Vereinigten Staaten gebe te Keine direkten Konfliktsmöglichkeiten, die zum Krieg führen könnten. Derartige Komplikationen könnten ausschließlich durch internationale Gegensäße herbeige­führt werden. Die von Kellogg vorge- fchlagene Formel enthalte keine scharf umtiffene Verpflichtung, was sie den Angelsachsen verführerisch, für die Franzosen aber sehr umstritten mache.

Cnoliitfe Slimnrn

Zu den Meldungen, daß die ameri­kanische Regierung beabsichtige, mit ande­ren Nationen einen Vertrag von der Art abzuschließen, wie er jetzt zwischen den Bereinigten Staaten und Frankreich er­örtert wird, verlautet in Londoner amt­lichen Kreisen, daß die vorgeschlagenen B> .ngungen eines solchen Vertrages noch unbekannt seien, daß aber jeder Vor­schlag, der gemacht werden sollte, zweifel­los eine günstige Erwägung von Seiten der britischen Regierung erhalten würde. Den Blättern zufolge haben die britischen amtlichen Stellen heute sehr lebhaftes Interesse an der Meldung gezeigt, daß der Entwurf eines Vertrages zur Versehmung. des Krieges zwischen den Vereinigten

Staaten und Frankreich, der, wie man hoffe, auch auf andere Mächte ausgedehnt werde, von der amerikanischen Negierung am Quai d'Orsay überreicht wurde. Wenn Großbritannien eingeladen würde, das Abkommen zu unterzeichnen, so würde allen Seiten des Vertrages vollste Auf­merksamkeit zu Teil werden. Es fei wahrscheinlich, daß auch andere Mächte, ohne deren Unterstützung ein allgemeines Abkommen solcher Art nickt erzielt wer­den könnte, ebenfalls eingeladen werden würden, sich entsprechend anzuschließen.

Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph" erinnert im Zu­sammenhang mit den französisch-ameri­kanischen Vertragsverhandlungen daran, daß auch zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten ein Schieds­gerichtsvertrag bestehe, ferner eine Konvention, die die Einsetzung von Kommissionen für die Untersuchung und Beilegung von möglichen Streitigkeiten zwischen beiden Landern vorsähe. Da-

An Wiener maßgebender Stell« wird erklärt, datz es sich bei der aus dem Durch- transport einiger Waggons mit Maschinen- gewehrteilcn entstandenen Meinungsver­schiedenheiten an der steierisch-ungarischan Grenze lediglich um eine zolltechniiche Dis­kussion zwischen den österreichischen und den ungarischen Zollbeamten gehandelt habe. Die österreichischen Beamten woll­ten den Inhalt der Waggons beschlagnah­men, da die für derartige Waffen­sendungen erfo rderlichen 6er» tifitote nicht vorhanden waren. Dagegen vertraten die ungarischen Zoll- beam:en die Auffassung, daß nur die un- farischen Vorschrifien maßgebend seien, da ich die Ware bereits auf ungarischem Bo­den befinde. Diese Diskussion verlief je­doch ohne Zwischenfall. An amtlicher Stelle wird ausdrücklich darauf htngewte- sen, datz es sich bei dieser zolllechnischen Erörterung keineswegs um eine Poli­tische Frage handele. Was den Trans­port der italienischen Maschinengewehrbe- standteile anbelangt, so ist festgestellt wor­den, datz er sich um die Sendung einer Privatfirma in Verona handelt.

Ungarischerseits wird nunmehr erklärt, datz der Transport für die Tschecho­slowakei bestimmt gewesen sei und datz Ungarn nur als Transit-Land benutzt wer­den sollte. Von tschechoslowakischer Seit« wird andererseits versichert, daß diese Dar-

WikötrausnÄm ter varlaomuari chrn Attesten

Berlin, 2. Ian. Der Reichstag und der Preußische Landtag neh­men nach der Weihnachtspause in der nächsten Woche ihre Arbeiten wieder auf. Zunächst treten die großen Ausschüsse dieser Parlamente zusammen. Am 11. Januar versammelt sich der HauShaltS- ausschuß des Reichstages, um die Bera­tung des Reichshaushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1928 in Angriff zu nehmen. Auf der Tagesordnung dieser Ausschuhsitzung stehen zunächst die Haus­halte d:r Reichsschuld, für Versorgung und Ruhegehälter und des ReichSjustizminl- steriums. Dann folgen die Haushalte des Reichsarbeitsminlsteriums und des Aus­wärtigen Amtes. Der Reichstagsausschuß für das Dildungswejen, der das Reichs- schulgesetzzu behandeln hat, ist zum 12. Januar einberufen worden, der Ausschuß für das Re i chs straf gesetz buch zum

neben fei ein weitergehender englisch- amerikanischer Vertrag fertiggestellt wor­den, dem jedoch der amerikanische Senat seine Zustimmung versagt habe. Diese Tatsache müsse zu einer zurückhal­tenden Beurteilung hinsichtlich der Modifizierung des amerikanisch-fran­zösischen Schiedsgerichtsvertrages führen. Von amerikanischer wie von französischer Seite seien Vorbehalte über die Anrufung des internationalen Gerichtshofes ge­macht worden, da Amerika gegen die automatische Anrufung des Schiedsge­richtshofes fei, während Frankreich ge­wisse konstitutionelle Vorbehalte mache. Der Korrespondent des englischen Blattes weist ferner daraufhin, daß auch Groß­britannien den Abschluß eines Antikriegs­vertrags mit den Vereinigten Staaten be­grüßen würde. Der amerikanische Bot­schafter in London habe einen solchen englisch-amerikanischen Pakt bereits vor etwa einem Jahre vorgeschlagen.

stellung unrichtig sei, da Ungarn schon mehrmals solche WaffentranSport« nach der Tschechoslowakei habe auf den Weg brin­gen lassen, um sie später für sich zu behalten.

Zu dem Zollzwischenfall in Szent Gott­hard teilt das ungarische Korre­spondenz-Büro mit:

Der ungarisch« Stationsvorstand in Szent Gotthard nahm gegenüber der öster­reichischen Auffassung den Standpunkt ein, daß, nachdem die Sendung die Zollgrenze bereits passiert und sich auf ungarischem Gebiet befunden habe, in dieser Ange­legenheit die Entscheidung der vorgesetzten ungarischen Behörden eingeholt werden müsse, worauf die österreichische Zollexpost- tur ohne weitere Begründung die Station Saent Gotthard verließ. Später ist das Personal mit einem der nächsten Züge wieder zurückgekehrt und hat seinen Platz wieder eingenommen. Die ungarischen Zollorgane stellten fest, daß die in Frage stehende Sendung, deren Absenderin eine ausländische Firma ist, Kriegsmaterial enthielt, zu dessen Durchfuhr die vorherige Erlaubnis der ungarischen Regierung nicht eingeholt ist, und demzufolge ist ver­fügt worden, daß die Sendung angehatten wird.

gleichen Tage. Der DolkSwirtschaftllche Ausschuß des Reichstages wird am 24. Januar zusammentreten und die Einzel­beratung des Schank st üttengeset- 86 6 in Angriff nehmen. Das Reichs­tagsplenum nimmt seine Arbeiten am 19. Januar wieder auf. Auf der Tages­ordnung dieser ersten Sitzung nach den Ferien steht die erste Lesung des neuen ReichShauÄhaltSplaneS.

Der HauptauSschuß des Preu­ßischen Landtages versammelt sich bereits am 9. Januar, um ebenffallS in die Haushaltsberatung einzutreten. Er wird sich zunächst mit dem Landwirt» schaftshaushalt und den Haushalten oer Forst-, Gestüts» und Domänenverwaltung beschäftigen. Auch der SlädtebauauSschuh wird in - bieten' Tagen die Vorbereitung des neuen Städtebaugesetzes fortfetzen. Die erste Vollsitzung des Preußischen Land­tages findet am 17. Januar statt.

Aallenlsche Waffen für üngorn

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London, 2. Ian. (WTB.) DieLon­don Gazette" veröffentlichte gestern eine Mitteilung, daß Fliegcroffiziere, die sich mit ihren Flugzeugen an Bord von Unter* seebooten befinden, eine ExtrabczaMng erhalten sollen. DemSunday Expreß" zufolge beruht diese Mitteilung auf einem Versehen. DaS Blatt sagt, die Tatsache, daß in der englischen Flotte Unterseeboote vorhanden sind, die Flugzeuge an Bord führen, fei von der Admiralität aufs sorg* fältigfte geheimgehalten worden und nicht für die Veröffentlichung bestimmt ge­wesen.

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Berlin, 2. San. Zu der angeblichen Enthüllung eines Berliner Montag-BlatteS über eine Korrespondenz des Deichswehr­minister Dr. Gehler erfährt die ,B. Z. von unterrichteter Leite: Der süddeutsche Zei­tungsdienst ist tatsächlich mit Unterstützung Dr. Gotzlers, der damals noch Deichslags- abgeordneter war und ein bayrisches Mandat vertrat, gegründet worden. Die Gründung dieser Korrespondenz fällt in d'.e Zeit schwerer innerpolitischer Krisen. Es sei daran erinnert, datz damals starke Strömungen für eine Ab­trennung Bayerns vom Ae.che sich geltend ge­macht haben. Ausgabe dieser Korrespondenz war es, diesen Strömungen in der bayrischen Oeffentlichkeit entgegenzutreten und für einen Ausgleich der damaligen Gegensätze zwischen dem Deich und Bayern zu wirken. Auf Bermittlung Dehlers s.nd wiederholt Unter* stützungsgelder aus De.chsfonds gegeben worden. Man legt aber Wert auf die Fest­stellung. daß diese Gelder nicht auS irgend welchem Fond oder Etatmitteln des Reichs­wehrministeriums stammen. Soweit die Der- mittlung Dr. Getzlers in Frage kommt, hat er dabei nicht in seiner Eigenschaft als Wehr­minister gehandelt. Weiter wird daraus hin- gewiesen, datz alle mahgebenden und zu­ständigen Stellen im Deich von diesem Dor­gehen unterrichtet gewesen sind. Die Unter­stützungen sind mit Zustimmung dieser zu­ständigen Kreise erfolgt.

Die Vereidigung der Reichswehr.

Zum neuen Jahre hat Reichswehrmini­ster Dr. Gehler über die Vereidigung von Personen, die in die Reichswehr ein­treten, eine neueVerordnung herauS- gebracht. Danach hat für den ganzen Standort bei der Einstellung und Ver­eidigung der Mannschaften eine gemein­same Vereidigungsparade stattzufinden. Die Musik spielt den Präsentiermarsch. Darauf weist der leitende Offizier auf Die Bedeutung des Eides, sowie auf die Be­rufspf lichten des deutschen Soldaten hin, und hat dann den Mannschaften die fol­gende Eidesformel vorzusprechen:

Ich schwöre Treue der Reichsverfassung und gelobe, daß ich als tapferer Soldat das Deutsche Reich und seine gesetzmäßigen Einrichtungen jederzeit schützen, dem Reichspräsidenten und meinen Vorgesetzten Gehorsam leisten will."

Die Freiwilligen haben darauf die Hand zu erheben und den Cid laut nachzu­sprechen. Als Abschluß soll der komman­dierende Offizier ein Hoch auf das Deutsche Reich ausbringen und die Musik spielt das Deutschlandlied.

Keine Umwandlung der deutschen Gesandt» schäft in Warschnu in ein« Botschaft.

3n der Presse war gemeldet worden, daß Polen die Absicht habe, seine Gesandtschaft in Berlin in eine Botschaft umzuwandeln, und daß die deutsch« Regierung dann auch ihre Gesandtschaft in Warschau in eine Bot­schaft umwandeln würde. Wie wir von zu­ständiger Seite erfahren, trifft dies« Dachricht nicht zu. Jedenfalls ist an den Berliner zu­ständigen Stellen nichts davon bekannt, daß Polen sich mit Derartigen Absichten trage.