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Zahlreiche Schisse im Kanal haben
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jin großer Teil der Bevölkerung lebt bereits von Baumrinde und Spreu.
Schwerer Sturm im Kanal
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Rr. M ßLMrg. Marburg o. Bobs
Da ArqttgmpreU beträgt ffa bat lOgespalt. Zellenmillimet« 0.08 GM, tUhw Baran,etg« 0.06 SM^ «mlNch« «md ae* »Lrttge Anzeigen 0.10 SM. V« totoiertgetn Satz sowie bet Platz- Vorschrift 601. Aufschlag. - Sammelan,eigen 100 k ««f» tetofl. Reklamen bet Milli» 0,40 SM Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Siel 6 Lage. Beleg« werde« berechnet, ebenso Auskmrfi durch bk «eschLftsstelle mti> Zusendung der Angebote. <t» Mungsort Marburg.
t Doldmark =* '/--Dollar.
Sandsn. 27. Der. L-lolee de« im Aermel- lanal herrschenden Sturmes, der aal der franzS- fischen Kaste besonders stark wütet, ist zum ersten Mal seit 12 Jahren der gesamte den englischen Eisenbahnen angeschlossene Küsten« oerkehr eingestellt worden.
fk. P a r i s, 28. Dez. Die Stürme über dem Kanal und in Nordfrankreich dauern
erden konnten.
Unruhen in Kanton.
fk. London. 28. Dez. „Time s" rldet aus Hangkong, daß General itschaisum mü seinen Kwangsitruppen amschni genommen hat und gegen anton vorrückt. In Kanton selbst hätten i einige Unruhen ereignet. 30 angeb- he Kommunisten, zum größten Teil tauen, wurden verhaftet und hinge-
Furchtbare Hunsrrsnot m Schantuns
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tanz. Wenn der Völkerbund eine ife durchmache, so liege das nicht an • Ulher. tflnbexn ra iu* 93^rf,4n,‘^o**e
g daß die Räumung von gewis- Bedingungen für die S ich er. Frankreichs abhängig ser. Bedingungen seien jedoch noch t erfüllt.
wird kein Ersatz ge» TVerlag v. Dr. §. Hitzeroth, . ttt Untd.-Buchdruckerki v. g-fl. Koch, Markt 21/23.
In' der gestrigen Abendsitzung der französischen sozialistischen Partei wandte sich das Mitglied der französischen Vol- kerburldsdelegation, Paul Boncour, gegen eine sofortige Räumung des Rheinlandes. Man sei sich, so erklärte Paul Boncour, mitdendeut-
j», Maschinendefrkk Lrf'atet Ereixmiss« ausfallaibe
um Hilfe gebeten. Der Schiffsverkehr nach England ist unterbrochen. Die Eisenbahnzüge verkehre« in Nordsrankreich mit beträchtlicher Berspätung. Mehrere Schiffe, die aus Brest ausgelaufen waren, sind in den Hasen zurückgekehrt. Auch der Wafserstand der Maas ist infolge des Regens und der Schneeschmelze sehr gestiegen. Auch die Aisne und die Marne steige« langsam.
Große Verkehrsstörungen in England.
London, 27. Dez. Im ganzen Lande sind durch den starken Schneefall erhebliche Störungen des Eisenbahnverkehrs eingetreten. Viele Züge blieben im Schnee stecken und konnten nur nach mehrstündigem Aufenthalt ihre Fahrt fortfetzen. Die Reisenden muhten zum Teil in den benachbarten Bahnhofsgebäuden die Nacht verbringen. Hunderte von Automobilen sind gleichfalls eingeschneit, so daß sie von ihrem Besitzer vorläufig zurückgelassen werden muhten. Zahlreiche Dörfer sind durch den Schnee vollkommenblockiert. Es hat während der Aacht weiter geschneit. Auf dem Flugplatz Eroydvn erreicht die Schneedecke eine Höhe von 20 Zentimeter. Der Flugdienst Croydon—Paris muhte unterbrocAm werden. Alle Flughäfen wurden benachrichtigt, daß eine Landung in Croydon nicht zu empfehlen sei.
Eintvebenver Frost auch In Holland.
fk Amsterdam, 28. Dez. Infolge des gestern plötzlich eingetretenen starkon Frostes hat der Fernsprech- und Telegra- phenverkehr in einem großen Teile Hollands starke Störungen- aufzuweiten. Eine Reihe von Telegraphen- und Telephoulinien sind unbrauchbar geworden. Verschiedene Leitungen sind gerissen. In den Proviw- zen Nordholland, Friesland und Groningen ist der Telephonverkehi: an verschie- ’ denen Stellen- unterbrochen. Auch im. Eisenbahnverkehr, besonders aus der Strecke - Rotterdam—Haag, find Störungen zu der-
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Don Dr. Kopifch-Berlin.
Ostpreußen hat sich "vor dem Kriege selten einer regeren Anteilnahme der deutschen Allgemeinheit erfreuen können. Jin äußersten Aordesten des Deiches gelegen, mit einer verhältnismäßig dünnen Bevölkerung trat seine Wirtschaft, insbesondere in der Zeit unserer industriellen Entfaltung zurück und galt räumlich fast als Sibirien, mit dem der Deutsche, zumal der Westdeutsche, wenig Berührungspunkte zu haben glaubte. Diese Anschauung hat sich seitdem wesentlich geändert. Der Weltkrieg und der Friedensvertrag haben auf den Osten warnend hiegewiesen und die Bedeutung dieses vorerst verlorenen Teils bedrohten deutschen Gebiets vor Augen geführt. Auch 9eute, da unsere Aufmerksamkeit auf den Westen gerichtet ist, darf dieses Gefühl für die unlösbare Dolkseinheit zwischen Osten und Westen nicht in den Hintergrund gedrängt werden.
Hier allein wurde der Krieg auf deutsche- Gebiet getragen, die dreimaligen 2toffenem» fälle zerstörten 24 Städte, 600 Dörfer und 300 Güter mit mehr als 34 000 Gebäuden und über 100 000 Wohnungen. Die endgültige Befreiung schuf bald wieder das aufbauende Dertraüen und die Tatkraft, so daß im Verein mit der großzügigen Hilfe des preußischen Staates 40 000 Gebäude neu errichtet und die Landwirtschaft und Viehzucht wieder betriebsfähig gemacht werden konnten. Die kaum vernarbte Wunde des Krieges ritz der Versailler Vertrag wieder auf. Der groteske polnische Korridor, der Raub von Danzig schnitt die Provinz räumlich vom Reiche ab und schuf den einzigen Fall einer europäischen Kolonie. Die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem großen russüchen Reich erschwerten die dazwischen geschobenen Staaten Polen und Litauen.
Trotzdem ist Ostpreußen in unermüdlicher Arbeit bestrebt gewesen, sich neue Grundlagen für den Kampf um seine Selbsterhaltung und Wirtschaft zu schaffen. Der Beschluß der Aeichsregierung, der in einem Sofort-Programm einen Kredit von 41 Millionen Mark für den gefährdeten Osten bewilligt hat, beweist die wachsende Erkenntnis, daß dieses deutsche Bollwerk gegen das slawische Meer nicht nur in seinem, sondern im deutschen allgemeinen, wirtschaftlichen und kulturellen Interesse gekräftigt werden muß, denn nur ein wirtschaftlich blühendes Ostpreußen ist imstande, im Kampf für das Deutschtum zu bestehen. Ostpreußen gilt allgemein und mit Recht als Agrarprovinz, in der Handel und Industrie nur insoweit Bedeutung besitzen, als sie mit der Land- und Forstwirtschaft in Beziehung stehen. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft beschäftigt, und nur 11 Prozent wohnen in den Großstädten. Unrichtig ist jedoch die Annahme, daß triefe Provinz ein Land des Großgrundbesitzes ist, fie hat vielmehr gegenüber 1700 Gütern 85 000 bäuerliche Wirtschaften. Gerade nach dem Verlust der landwirtschaftlichen Ueberschußprovinzen Posen und Westpreuhen ist Oststpreußen für unfern Ernährung und Handelsbilanz von ent» scheidender Bedeutung geworden. Die ost- preußische Industrie ist hauptsächlich in Elbing und Königsberg heimisch und umfaßt Eifen- gießereien, Schiffswerften, Landmaschinen, Waggon- und Lokomotivenbau. Daneben haben in der Hauptstadt Königsberg die zahlreichen Handelsmühlen eine große Bedeutung für das In- und Ausland erlangt. Weiterhin ist die Holzindustrie mit über 100 Dearbeitungsanst alten, Schneidemühlen und Zellstoftabriken zu erwähnen, die mtt heimischen und russischen Rohstoffen versorgt werden und einen erheblichen Teil des Weltbedarfes an Zellstoff vornehmlich in England und Ben Vereinigten Staaten decken.
Vor allem ist aber der vstpreußische Außenhandel mit seinem Hauptsitz in Königsberg hervorzuheben, der sich vorwiegend auf die Ausfuhr von land» und forstwirtschaftliche« Produften erstreckt und früher die wirtschaftliche Verbindung mit Rußland darstellle. Dieser Lebensnerv Ostpreußens ist durch seine Abschnürung von Deutschland und Rußland und die in diesem Lande völlig veränderten politischen und ökonomischen Verhältnifse am schwersten gefährdet. Die Wiederanknüpsung der alten Beziehungen bleibt eine Hauptaufgabe. von welcher der Gedeih der Provinz abhängt. Der unerbittliche Zwang, mit Rußland Handel treiben zu müssen, hat die deutsche Ostmesse und den Ausbau des Hafens at Königsberg, das dortige Lreibafen»««t
Die Lage auf der Insel Pellworm.
i yitj u m, 27. Dez. Die Lage auf der infolge der Eisverbälrnisie vom Festlanbe gänzlich abgefchlostenen Insel Pellworm drobt sich noch ru verschlimmern, da mehrere Kinder schwer an Divktberiiis erkrankt sind und bisher keine Möglichkeit besteht, Arznei auf die Insel hinüberzuschaffen. Auf dem hiesigen Postamt lagern jetzt schon feit zwei Wochen für die Insel bestimmte Pakete.
2 Meter hoher Schnee in Rußland.
fk. Berlin, 28. Dez. Wie aus Moskau gemeldet wird, wüten seit einigen Tagen in den mittleren und östlichen Gouvernements des europäischen Rußlands heftige Schneestürme. Der Schnee hegt stellenweise 2 Meter hoch. Zahlreiche Eisenbahnlinien sind vollkommen verschneit. Zwischen Orlam und Tula blieben 8 Züge im Schnee stecken. Die Eisenbahnverbindung zwischen Kazan und Penza sowie Symbirsk—Penza ist vollständig unterbrochen. Insgesamt sind 30 St aus verschiedenen Eisenbahnlinien
en geblieben. Die Reisenden sollen -sehr unter Lebensmittelmangel leiden.
Eisgang auf der Weichsel.
D a n z i g, 27. Dez. Das Tauwetter in den vergangenen Tagen hat auf der Stromweichsel starken Eisgang verursacht. Bis in das Mündungsgebiet treibt das Eis in seiner ganzen Breite zur See abwärts. Der seit gestern einsetzende Nordwind hat eine Stauung im Eisgang verursacht, sodaß nicht unerhebliche Verkehrsschwierigkeiten zwischen den beiden Weichselusern eingetreten,sind. Der Verkehr konnte allerdings bisher noch ausrechterhalten werden. x
Drei Fischer in der Ostsee ertrunken.
Klein-Kubren, 27. Dez. Am Abend des zweiten Weibnachtsfeiertages ereignete sich auf der Höbe von Brüsterort ein schweres Unglück. Vier Fischer aus Klein-Kuhren, die mit einem Motorboot ausgefabren waren, stießen bei Brüsterort auf das Wrack eines Kohlendamvfers auf, so daß das Motorboot manövrierunfähig wurde. Drei Mann der Besatzung ertranken, während auf Hilferufe des vierten dieser gerettet werde« konnte. Die Leichen von den Ertrunkenen konnten noch nicht geborgen werden.
Schissszusammenstoß im Marmara-Meer.
Galat ha, 27. Dez. Im Marmara- Meer» sind aus bisher noch unaufgeklärter • Ursache zwei Dampfer zusammengestoßen. Der Dampfer „Sewindsch" wurde fo schwer beschädigt, daß er sank. Nach den bisherigen Feststellungen sind etwa 70 Personen ertrunken. Die Schuldsrage ist irn Augenblick nord ungeklärt M*- -< •
Der Redner kam dann auf das Nationalitätenproblem zu sprechen und sagte, man müsse es den Nationalitäten selbst überlassen, entsprechend dem Volker- bundspakte die Revision der Friedensverträge zu verlangen. Die notwendige Demokratisierung des Völkerbundes hänge hauptsächlich von der Demokratisierung der Regierungen ab. Die Sache des Völkerbundes fei noch keineswegs gewonnen. Der Ausgang der Wahlen m Deutschland, Frankreich und England werde von größter Bedeutung für das Schicksal des Völkerbundes fein.
rfchärfen noch die Notlage tm Hunger- Mth und machen es dabei unmöglich. t großangelegten Hilfsmaßnahmen itet ausländischer Leitung durchzusuh- fcn, wie etwa den Bau von Straßen und Inälen. .Aehnliche Verhältnisse Herren in Taßringsu im südlichen Tschrlt, wo l itr 20 Prozent der Ernte erngebracht
(t schlimmste Punkt ist noch nicht er« icht. Früher wohlhabende Bauern ver- leudern ihre 'Viehbestände für gering« dge Beträge, um auszuwandern. Die Kalbehörden geben der Dürre und dem mschreckenfraß^ schuld an der Hungers- it. Wie die Europäer erklären, ist sie er hauptsächlich aus den Bürgerti e g zurückzuführen. Es.besteht keine jffnung, in China selbst die Geldmittel Hilbringen, um große Massen der Be- herung vor dem drohenden Tode zu ten. Hilfe vom Auslande wird drm- iid gebraucht. Truppen und Banditen
‘ Ml Boncour regen die Stimmung
1 8utzenpolitische Fragen aus dem sozia- j [ Mischen Parteitag Frankreichs.
fk. Paris, 28. Dez. In der Nach- ittagssitzung des außerordentlichen fo« lilistifchen Parteitages wurden, nachdem fteits vormittags der Abgeordnete i yromfki lebhafte Kritik am Verfaü- 1 r Vertrag und am Völkerbund geübt tite, zum Teil auch außenpolitische Fra- i h- angeschnitten, auf die des näheren 1 ton Blum und Paul Boncour ingingen. ,Blum bezeichnete als Pfeiler ft internationalen sozialistischen Aktion i »s Genfer Protokoll und die A b« ü ft u n g. Sobald die Rheinlande und Erfragen durch die Räumung liquidiert ien, müsse Frankreich nach dem Beispiel Mgiens die Dienstw't herabsetzen und ie nationale Miliz einsühren.
, beit der in ihm vertretenen Regierungen. I Erst wenn die demokratischen ober proletarischen Parteien die Regierungsgewalt übernommen hätten, würde der Völkerbund gerettet sein. In entgegengesetztem Falle gebe er nicht viel für das Fnedens- roerh des Völkerbundes. Der Verwirklichung der gewünschten Fortschritte stehe oft die heimliche und zähe Aktion der Kanzleien uni? Botschaften un Wege, die, anstatt den verantwortlichen Regierungen zu dienen, ihnen bisweilen sogar entgegen arbeiten.
ieking, 27. Dez. (WTB.) Europäer Zchantung bestätigen die Meldung , Gesellschaften zur Linderung der ! mgersnot, daß vier Millionen ^Bevölkerung nahe am verengern sind. In 35 Bezirken von den j Bezirken der Provinz Schantung sind t tilget als 10 Proz. der Ernte .»gebracht worden, wahrend in 30 deren Bezirken der Betrag sich zrvi- m 10 und 40 Proz. bewegt.
' Paul Boncour wies darauf hin, daß ie Besetzung des linken Rheinufers auf tunb eines Abkommens bestehe, bem !«utschlanb selber beigetreten sei und ks die Räumung abhängig mache Bon der Organisierung der ich er h eit in der entmilitarisierten Zone mittels der Kontrolle eines inter- ktionalen Ausschusses. Im übrigen harnte er vor der übereilten Forderung 9 uf Revision der Verträge, weil diese der
unke zu einem neuen Weltbrand wer- 1 tn könne. Man müsse die Zeit arbeiten
Pen. Der Völkerbund fei die gegebene.
« - Zeitung - V % Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesfen . Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.