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w ^»«rhessisch« Sei hm a" et- s«hsmal wöchentlich. Be- monatlich 2 GM. au«- Sk ZustellungSgebühr, durch ^PostL25 GM.Für etwa infolge yrtäi, Maschinen defekte oder Jgpt tatet Lreignisse ausfallende ggsnein wird kein Ersatz ge- ugtft. Verlag b. Dr. §. Kitzeroth, bet Unib.-Buchdtucketei 6.

L Aug. Koch, Markt 21/23. 1 ^sprechet: Nr. 54. u. Nr. 55.

«Lischeckkonto: Amt Frankfurt ^N. Rr. 5015. Sprechzeit w Redaktion von 1011 und

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öbechessische

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhefsen

Rt. 299 62. Mkg. Marburg o. Lahn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 10 gefpalt. Zellenmillimeter 0.08 GM kleine Baranzelge« 0.06 ®9R- amtliche und aus­wärtige Anzeige« 0.10 GM. Lei schwierigem Satz sowie bei Platz- dorschrist 50/. Aufschlag. Sammelanzeigeu 100 */« Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Gv füllungsort Marburg.

t Goldmark = '/«.»Dollar

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Mussolini ftabilisieel öie Lira

MtdminMrnns Nr Srlbhww auf Nr NM een 19 Lire für einen Dollar

^uben an die Gefahren eines finan- leU e n Zusammenbruchs in bet 4nzen Welt. Aber es ist noch möglich. ! Lage zu retten. Wir haben alle die glei-

London, 22. Dez. In einer Rede in ^uchester sagte gestern Ser bekannte SBiik ^itssachoerständige Sir George Paish: *e bedeutendsten Sachoerständigen der Welt

ft Kem, 22. Der. Der gestern abend ein- lassene Ministerrat nahm ei» Gesetzes-Dekret o, das durch die Unterschrift des Königs s o - t in Kraft treten wird. Durch dieses Jdret wird die Santa d'Jtalia vervflichtet, n heute ab ihre Banknote« gegen ent« lachende Metallwcrte umzutau- stzeu. Diese Verpflichtung war im Jahre SU aufgehoben worden. Rach der neuen HÄdvaritSt entspräche« 19 Lire einem fellar, 92,46 Lire einem Pfund Sterling ad 3,60 Lire einer Goldlira.

Zn seiner Erläuterung des Gesetzes-Dekretes ihei die Geldreform erinnerte Mussolini a Setlauf des Ministexrates an die weseitt- üen Stellen seiner Rede in Pesaro vom 18. iigust 1926, in der er freilich seinen un- Mtterlichen Willen verkündet habe, die ita bis zum letzten Blutstropfen zu vertei- teen. Seit jenen Tagen habe sich das Schick- I der Lira entschieden, insofern, als sich der Ks ständig besserte. Man könne feststellen, 18 die Verteidigung der Lira vollständig sieg- ch gewesen sei, denn sie habe jeden Versuch »er Entwertungs-Spekulation zunichte se­icht und den Wert der Lira um 1558 mite im Vergleich zu ihrem Werte von 1922 1926 erhöht. Erne weitere Erhöhung war glich, aber im Augenblick nicht wünschens- nt. Muffolini erinnerte ferner daran, daß niemals zu dem Programm der faschistischen igierung gehört habe, die Goldparität der hrkriegszeit wieder herzustellen.

Der Ministerrat bestätigte darauf, daß die »wendigen Vorbedingungen zur Rückkehr m Goldregime vorhanden seien und gab zum Auß seiner Ueberzeugung Ausdruck, dah das isetzes-Dekret günstige Wirkungen auf alle »eise der Volkswirtschaft habe und auch zur irdlichen und endgültigen Wiederherstellung u Weltwirtschaft betragen werde.

Hovolo d'Jtalia" veröffentlicht eine Unter- Ang mit dem Finazminister V o l p i über !< Vorbereitungen für die gestern erfolgte Labilisierung der Lira. Danach hätten die mbereitungen gerade 8 Tage in Anspruch Krnnmen. Die Verhandlungen seien in Lon- geführt worden zwischen dem General- 9rktor der Santa d'Jtalia und Sir Samuel Man-Montague, dem Leiter der Bank von »bland. Benjamin Strong, der Gouverneur r Federal-Reserve-Bank und guter Freund Wiens, sei eigens nach London gereist, um »ien Verhandlungen beizuwohnen und sei Pern wieder nach Amerika zurückgekehrt. Aschen den Vertretern der Banken sei ein Zedit von 75 Millionen Dollar artert worden, man habe ferner mit säntt- ffttr tzauptbanken der ganzen Welt, sogar >t der javanischen Bank, in Verbindung ge­laden. Zugleich habe man einen anderen '«dit bei Privaten und anderen Banken tzer dem Schutz der Bank von England und 8 Federal« Reserve-Bank eröffnet, so daß die ttditeröftnung 125 Millionen Dollar trage.

Üe ReparMnsoMtk geWet Nt KeWnanzm

® Maßnahmen zu unternehmen und in tbereinstimmung und auf Grund von Der- ?b,arungen zu handeln. Wenn in den Obsten 18 Monaten nichts geschieht, dann A es unmöglich sein, die Lage zu retten. Ar durch überstürzte Handlungen in einer "!: der Krisis.

Sur Rettung der Lage wird die ganze ^e't die Tarifschrauken abbauen müssen. ,Der Redner fuhr dann fort; Die Repara- -volitik fügt uns allen einen ungeheuren den zu. Rußland ist für Europas Ge­rn unentbehrlich. Deutschland kann Ruß- nicht in der Weise Waren verkaufen wie dem Kriege und muß nun auf den kten der Welt konkurrieren, wodurch die se heruntergedrückt werden.

Das Miaabegesetz angenommen

Washington, 21. Dez. Die gestern nach kurzer Aussprache mit 223 gegen 26 Stimmen im Repräsentantenhaus an­genommene Gesetzesvorlage über die Rück­gabe des beschlagnahmten deutschen Pri­vateigentums sieht eine sofortige Zahlung der Ansprüche amerrkanischer Bürger gegen Deutschland bis zu 100 000 Dollar vor. Der Rest soll in Raten bezahlt werden, außer bei Ent­schädigungen für Tod oder Körperver­letzung, die sofort voll zahlbar sind. Die Vorlage enthält ferner die sofortig« Zahlung von achtzig Prozent des deutschen Privateigentums, des­

sen Rest später zahlbar sein soll, sowie die sofortige Zahlung von 50 Prozent der Entschädigung für deutsche Schiffe, Patente und Radiostationen. Die Rest­zahlung dieser Entschädigung, die 100 Millionen Dollar nicht übersteigen darf, soll ratenweise erfolgen. Der Gesetzent­wurf geht nunmehr an den Senat, der sich voraussichtlich im Februar mit ihm be­schäftigen dürfte.

Zu dem Freigabegesetz wurde ein Zu­satzantrag angenommen, durch den irgend­welche Zahlungen an den aus dem ameri­kanischen Heer in Deutschland desertier- ten Deutschamerikaner Berg­doll verhütet werden sollen.

Der neue KMler Sbeevefehlshnder

6enerallcuhiant zrritzerr Kreß von Äteffenflefn

Berlin, 21. Dez. General der Infanterie Reinhardt, Oberbefehlshaber der Gruppe 2. scheidet mit dem 31. Dezember ds. Js. aus dem Heere aus. Mit Wirkung vom'l. Ja. nuar 1928 werden ernannt: Die Generalleut­nants Freiherr Kreß von Kresienstein, Kom­mandeur der 7. Division und Befehlshaber im Wehrkreis 7, zum Oberbefehlshaber der Gruppe 2 unter gleichzeitiger Enthebung von der Stellung des Landeskommandanten in Bayern; Ritter von Ruith, Jnfanterieführer 7, zum Kommandeur der 7. Division, Befehls­haber int Wehrkreis 7 und zum Landes­kommandanten in Bayern; Generalmajor Freiherr Geulter von Sötten, Chef des Stabes des Eruppenkommandos 1, beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte des Jnfanterie- führers 7, zum Jnfanterieführer 7.

Versuchsweise Einführung einer neuen Uniform im Reichsheer.

Berlin, 21. Dez. (TA.) Am Erfah­rungen zu sammeln, wie die am jetzigen Schnitt des Reichswehrrockes geltend ge­machten Aachteile, insbesondere der ge- schlosseneen Kragen, durch Einführung sol­

cher mit offenem Halsausschnitt behoben werden können, läßt das Reichs­wehrministerium zunächst durch einzelne Truppenteile ein neues Rockmuster für den Dienst und als AuSgehanzug erproben. Der Rock wird im D i e n st gewöhnlich mit unverdecktem Halsausschnitt getragen, wo­bei das Hemd zurückgeschlagen wird. Bei kalter und schlechter Witterung kann er geschlossen werden. Zum Ausgehan­zug ist weißes oder feldgxaues Hemd m i t gleichfarbigem Sportkragen und feldgrauem Schlips gestattet. Gleichzeitig mit diesem Rock wird ein neuer einreihiger, 'aip Halse offener Mantel er­probt.

Die Dersuchsttuppen sind: l./Znf.-Reg. 1 (Königsberg), 3./Inf.°Regt. 5 (Stettin). 3./Inf.-Regt. 9 (Potsdam), H./Znf.-Regt. 12 (Magdeburg), 5./Art.-Regt. 6 (Minden). 2./Pionier-Batl. 7 (München), 4,/Reiter- Regt 8 (Ramslau), S./Inf.-Regt. 13 (Stuttgart).

Der Falk Kvkbr

Eine Korrespondenz gibt den Wortlaut derAnsprache" wieder, die Prinz Heinrich vor einigen Mannschaften des KreuzersBerlin" gehalten hat:

Kameraden, Ihr tragt an Eurem Mützenband den Namen eines Schiffes, der einen besonders guten Klang im Aus­lande hat, wovon ich im vorigen Jahre in Mexiko mich zu überzeugen Gelegenheit hatte. Ihr habt dafür zu sorgen, daß der gute Name dieses Schiffes weiterhin auf­rechterhalten wird. Nun seht Euch die Welt mit offenen Augen an, genießt, was Euch geboten wird und kommt gesund und munter wieder in die Heimat zurück."

Hierüber hat sich bekanntlich die demo­kratische Presse so ungeheuerlich aufgeregt, daß sie ihren Lesern Tag für Tag davon erzählen mußte. Es ist ja auch schrecklich, wenn ein Prinz Heinrich, der mit der Marine so eng verwachsen ist, sagt: Jungs, macht die Augen auf!" sie könnten da draußen nämlich wirklich etwas sehen und daraus lernen.

Das Signalbuch derMagdeburg".

Das StockholmerA f t o n o l a d e t veröffentlicht ein Interview mit einem bekannten russischen Seeoffizier

über den Antergang derMagdeburg" und den Derlust des Signalbuches zum Chiffrierschlüssel der Radio-Drle- gramme. Der betreffende Offizier war an Bord eines russischen Kreuzers Zeuge der Sprengung.

Bei der Sprengung lag, wie er erzählt, dichter Rebel über dem Finnischen Busen, so dah wir anfangs keine Unter« suchung des Wracks vornehmen konnten. Wir hatten die Aeberlebenden, darunter den Kommandanten, Fregattenkapitän H a b e n i ch t, gerettet und markierten den Strandungsplatz mit Bojen. Als die See wieder ruhig geworden war und der Rebel sich lichtete, begannen wir das Wrack zu untersuchen. Das Wasser war klar, und man konnte an manchen Stellen bis auf den Meeresgrund sehen. Dort sahen wir 'ein schauerliches Bild. Auf dem Meeresboden stand in aufrechter Stellung ein deutscher Matrose der infolge der Strömung des Wassers hin» und herschaukelte, so daß man glauben konnte, er lebte. In den Händen hatte er fest an den Körper gedrückt ein großes, schweres Buch, das war das geheime Signalbuch der deutschen Flotte, das der deutsche Seemann pflichtgetreu bis zum Tode hatte ver­senken wollen."

SMmaßmchmen für Sflpnußm

Berlin, 21. Dez. Unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten habe« das Reichs­ministerium und das preußische Staats» Ministerium unter Hinzuziehung des Reichsbankpräsidenten und des General, direktors der Reichsbahngefelljchaft heute eine gemeinsame Sitzung über Hilfsmaßnahme« für Ostpreußen abge. halten. Mit Rücksicht aus die durch die Friedensverträge geschaffene einzigartige viri^ckraftliche Notlage dieser vom übrigen Deutschland getrennte« Provinz, die nach Ursache und Ausmaß mit der Lage keines anderen deutschen Landesteiles vergleich, bar ist, wurde trotz der ernsten Finanzlage des Reiches und Preußens beschloßen, im Anschluß an das bisher Geschehene, sofort weitere wirtschaftliche Hilfe« einzuleite«. Es sind Erleichtern«, gen für die Landwirtschafts, k r e d i t e sowohl durch Ermöglichung des Absatzes von Pfandbriefen zu angrmesseueu Bedingungen als auch durch die Schaffung zweitstelliger Realkredite vorgesehen. Für den landwirtschaftlichen K l e i n b e s i tz sollen dabei gleichzeitig andere nicht - hypothekarisch gesicherte Darlehnsforme« ermöglicht werden. Reben dieser Um. bilduna der Schuld in langfristige Kredite zu tragbaren Bedingungen ist eine Er, leichterung öffentlicher Lasten, eine Senkung der Erundschuld, zinsen und der Schullasten beab, fichtigt. Endlich soll auf dem Gebiete de» Güterverkehrs der abgeschnürte» Lage Ostpreußens in weitestem Maße Rechnung getragen werden. Die zur Durchführung dieser Maßnahmen erfor, derlichen Mittel werden von den Re* gierungeu des Reiches und Preußen« u«, verzüglich angefordert werden. Die Aus, führung der Maßnahmen wird im Be« nehme» mit der oftpreußische« Wirtschaft erfolgen.

.....

Auflösung der Hamburger Bürgerschaft

Hamburg, 21. Dez. Auf Grund eine» Schreibens des Präsidenten des Senats, wo­rin dieser dem Präsidenten der Bürger­schaft Mitteilung von dem Urteil deS Staats» gerichtshvfes in Leipzig macht, verlas Prä­sident Roh zu Beginn der heutigen Bürger- schaftssitzung eine

Erklärung.

in der eS heißt:

.Der Llaaksgerichtshof in Leipzig Hal am 17. Dezember auf Grund des Artikels 19 R.-B., entschieden, dah das Bürgerschafts- Wahlgesetz vom 27. Ium 1927 in mehreren Punkten gegen ine Aeichsverfass ung der stößt. Der Staatsgerichtshos hat sich mit der Fest­stellung der Tatsache, dah die von ihm ge­nannten Bestimmungen des Wahlgesetzes versassungswibrig sind, begnügt. Di« notwendigen Folgerungen daraus zu ziehen, bleibt der Bürgerschaft überlassen. Die Frage, ob sie fofort zu ziehen sind, oder ob die Zustellung des mit Gründen versehenen Be­schlusses abzuwarten ist, beantwortet der Dürgerausschuh in einhelliger Auffassung da­hin, dah der Entscheid durch die Verkündung gültig geworden ist. Kein Zweifel kann darüber bestehen, dah d.e Bürgerschaft, nach­dem ihr di« versassungsmähige Grundlage ent­zogen ist, von diesem Augenblick an leine rechts verbindlichen Akte mehr vornehmen kann, weder sie, noch der Bürgerausschuh als ' ihr Organ. Die einzige Folgerung, die somit gezogen werden kann und in diesem Augen­blick gezogen werden muh, ist die, dah die Bürgerschaft sich für aufgelöst er­klärt. indem fie atetd»ettta den Senat auf-