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m ^»berhesfische Sethmg" et- Luyt s-chemal wöchentlich. Be- Egerreis monatlich 2 GM. au<- L^teßl. Zustellungsgcbühr, durch »yPost2L5 GM^ür etwa infolge fitttiU, Maschinen defekte oder '^yntntattt Errigniffe ausfallend« Ayynern wird kein Ersatz ge- jftfrL Verlag b. Dr. §. Hitzeroth, Pyck de« Untb.-Duchdruckerei d.

Ang. Koch, Markt 21/23. Aynsprecher: Rr. 54. u. Nr. 55. «^scheckkonto: Amt Frankfurt £®. Rr. 5015. Sprechzeit ttt Redaktion von 1011 mrd

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesse«

Rr. 29S 62. Mrg. Marburg o.8abn

Der Anzeigenpreis beträgt fit» de» 10 gespalt. Zeilenmillimrter 0.08 GM kleine Baranzetgeu 0.06 GM- amtlich« and aus­wärtige Anzeige» 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz­dorschrist 50% Aufschlag. ' Sammelanzeigen 100 % Auf» / schlag. Reklamen der Millim.

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Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

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IjtSerwrnbuns tet Sinbtnbutg- Svendr

Berlin. 20. Dez. Unter dem Borfitz «6 Reichspräsidenten v. Hindenburg hielt beute das Kuratorium der StiftungHindenburg-Spende- seine erste Sitzung ab. Nach den hierbei zesahten Beschlüssen sollen die fiit Kriegs­beschädigte, Kriegshinterbliebene und di« ihnen Gleichgestellte« bestimmten Mittel tzergeftalt verteilt werden, daß jährlich iae 1. April und zum 2. Oktober Aus­schüttungen erfolge«. Die zum 1. April erfolgende soll vorzugsweise besonders b e- rürftige« kinderreichen Krie- zerwitwen zugute kommen. Es wer­den jährlich insgesamt eine Million Mark mr Verteilung i« Einzelbeträgen »»« durchweg 200 Mark gelangen. Ein bestimmter, vom Kuratorium alljähr­lich z« bestimmender Betrag, wird dem Herrn Reichspräsidenten zur unmittel­baren Verteilung in besondere« Notfällen «r freien Verfügung gestellt; ebenso hat die Geschäftsstelle derHindenburg- Epende- zur Befriedigung besonders drin- stnder auherterminlicher Fälle einen Ahrlich festgesetzten Betrag zur Ver­legung.

Bo« de« aus den Wohlfahrts- Marke« aufgekommenen Erlös wurden kt Deutschen Rothilfe 800000 Mark i«t Unterstützung von Sozial- >«d Kleinrentnern freigegeben. Britere Entschliegung über die aus dem Aarktvertrieb aufgekommenen Mittel bleibt Vorbehalten, bis das Eesamtergeb» «» fest steht. Bi, Ende dieses Wahres find somit einschließlich der aus bklas, des 80. Geburtstages des Herrn bieichspräfidenten a« Kriegsbeschädigte, Kriegerhinterbliebene «sw. ausgeschütte- h» 300 000 Mark insgesamt 1,1 Millionen Mark zur Aus- i'hlung gelangt. Ausdrücklich *»rde als Beschluß festgestellt, daß die Mittel derHindenburg-Spende- unter beiilra Umständen dazu in Anspruch ge- iMmen werde« dürfen, um Reich, Län- kr, Gemeinden usw. von den ihnen gesetz- M obliegenden Verpflichtungen gegen die Vuaunten Personenkreise zu entlasten.

^Das Kuratorium wählte einen aus Herren von Staust, von Mendelssohn, «rnhold und Dr. Karstedt bestehenden Fi- ^lzausschutz. Zum ehrenamtlichen Ce- ^astsführer derHindenburg-Spende" ^Lrde endgültig Ministerialrat Dr. Kar- k)t (Reichsarbeitsministerium) bestellt.

Ar etiffnung des neuen SruWlandfentrrS

Berlin, 20. Dez. Del der Feier anläßlich Inbetriebnahme des neuen Deutschland- bei Königswusterhausen begrüßte '«arssekretär Dr. Fcyerabend die Gäste;

wies er auf die Ausbreitung des Elchen Rundfunks hin, dessen Teilnehmer- die zweite Million überschritten habe, pries dann den neuen von der Tele- Zlengesellschaft erbauten Deutschlandsender S ein Meisterwerk der Technik. Zum ZMi sprach der Staatssekretär den Wunsch jT®. dah der neue Sender im In- und Alls­te t>on Deutschlands Kulturttäftcn zeugen t^^ichsrundfunkkornmissar Dr. Bredow gab ^ch einen ins Einzelne gehenden Rückblick die Entwickluna des Rundfunk- '

Dle Entscheidung in der Eisenindustrie

Srr SchirtMuch verbindlich »eint KmnpsmnßnnhMN »rr SrwrrkschMrn

Berlin, 20. De,. 3« Reichsarbeitsmini­sterium fanden heute im Lohn- und Tarif- streit der Großeisenindustrie Rheinland-West­falens erneut Verhandlungen statt. Eine Annäherung zwischen den Parteien konnte nicht erzielt werden. Der Reichsarbeits­minister hat darauf die beiden Schiedssprüche vom 15. Dezember 1927 von Amts wegen für verbindlich erklärt.

Die Gewerkschaften zur Berbindlichkeits- erklärung.

ff. Berlin, 21. Dez. Nachdem der Reichsarbeitsminister den Schiedsspruch in der Eisenindustrie für verbindlich erklärt hat, werden die drei Metallarbeiterver- bände in diesen Tagen Mitgliederver­sammlungen einberusen, um nochmals zu der durch den Schiedsspruch geschaffenen Lage Stellung zu nehmen. Wie dieBoss. Ztg." aus Essen meldet, sind die Gewerk­schaften gewillt, der durch die Verbindlich­keitserklärung geschaffenen Rechtslage

Rechnung zu tragen und von jeglichen Kampfmahnahmen abzusehen, obgleich nach wie vor der Meinung Ausdruck gegeben wird, daß die Interessen der Arbeiter­schaft nicht in befriedigendem Maße be­rücksichtigt worden sind.

Von kommunisttscher Seite wird ver­sucht, die gegenwärtige Situation in der Eisenindustrie für ihre Katastrophenpolitik auszunutzen, indem Propaganda für einen Generalstteik gemacht wird. Die Beleg­schaften sind aber nicht geneigt, dieser Parole Folge zu leisten.

Ablehnung einer Unterstützung an die Eisenbahner.

ff. Berlin, 21. Dez. Ein Gesuch der Eisenbahner um Gewährung einer ein­maligen Beihilfe wurde von dem Haupt­verwaltungsrat der Reichsbahngesellschaft abschlägig beschieden.

At KKtwÄe

Aus allen Teilen des Reiches und des Auslandes wird ungeheure Kälte ge­meldet. Die Kältewelle hat in der ver­gangenen Rächt auch Berlin erreicht, wo in der inneren Stadt 12 Grad, in den Außenbezirken 18 Grad und darunter ge­messen wurde. Der Landwehrkanal ist zugefrvren, ein« groß« Seltenheit. Auch Die Seen der Umgegend sind mit einer tragfähigen Eisschicht bedeckt. Umfangreiche Ber kehrsstörungen unt> Zugverspätun­gen waren die Folgen des Frostes, da z. T. die Weichen eingefroren sind. Der Pariser Luruszug kam erst mit 72 Minuten, ein Wiener D-Zug mit 2*/2 Stunden Verspätung an. Auf der mittleren Elbe ist die Schiffahrt stillgelegt.

Schlesien hatte heute den kältesten Tag seit 125 Jahren. In Breslau zeigte des Thermometer heute früh eine Temperatur von minus 24 Grad Celsius. In der vergangenen Rächt wurden sogar 25 Grab verzeichnet. Eine noch niedrigere Temperatur von minus 26,9 Grad wurde nur noch im Jahre 1799 gemessen. Rach den Wetter­meldungen besteht jedoch Aussicht auf Nach­lassen der Kält«. In Görlitz wurde heute früh ein« Kälte von 22,5 Grad, außerhalb der Stadt sogar 2526 Grad gemessen. Aus dem Riesen- und Jsergebirge wird gleichfalls starke Kälte mit wiederholten Schnee­fällen gemeldet. Störungen im Fernsprech­netz sind eingetreten.

Auch München hatte heute mit einer Temperatur von 20.1 Grad den kältesten Tag dieses Winters. Noch tiefere Temperaturen werden aus den bayrischen Gebirgsorten ge­meldet. In den Bergen herrscht meist wolkenloses Wetter ber Rauh-tz frost. Nach Mitteilungen der bayrischen Landcswetterwarte wird der starke Frost noch einige Tage fort dauern.

Die kleine Insel Rudern im Greifs­walder Boden ist vollkommen von der Außen­welt abgeschnttten. Seit 14 Tagen sind die Bewohner ohneMilch und jetzt auch ohne Lebensrnittel.

Aus Koblenz wird gemeldet: Das schwer« M o s e l e i s hat sich bei der Lager- Fähre festgesetzt, infolgedessen hat sich das bis heute früh nachrückende Treibeis bis Wtn- ningen hinauf aufgestapelt, so daß der Fluß auf eine Strecke von 34 Kilometer voll­ständig zugefroren ist. Ebenso sind die Nebenflüsse der Mosel zugefroren. Auch der Main führt schweres Eis. Seit den Vormittagsstunden führt auch der Rhein so starkes Treibeis, daß die Schiffbrücke bei Koblenz ausgefahren werden mußte. Die Lahn ist vollständig vereist.

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ff. Provincetown, 21. Dez. Die letzte Botschaft von den an Bord des Unterseebootes S. 4 Eingeschlossenen bestand aus ganz deutlichen Klopfzeichen um 11 Ubr, durch die eine ermutigende Botschaft von Frau und Kind des Leutnants Fitch beantwortet wurde. Bis 16 Uhr Greenwicher Zeit wurden noch unverständliche Klopfzeichen gehört. Man glaubt, daß die Eingeschlossenen flach auf dem Rücken liegen, um recht wenig von der verfüg­baren Luft einzuatmen. Die Rettungsarbei­ten sind durch den starken Sturm fast völlig zum Stillstand gekommen.

ff. Washington, 21. Dez. Das Marine­amt erhielt gestern abend die Nachricht, daß das neben dem UnterseebootS. 4 getauchte Unterseeboot Lebenszeichen in dem gesunfenen Schiff gehört habe. Man glaubt daher immer noch, wenigstens einige der Un­glücklichen lebend zu retten.

fk. Provincetown, 21. Dez. Die gestern nachmittag unterbrochene Arbeiten der Taucher zur Rettung der im ver­sunkenen Unterseeboot eingeschlossenen 6 Matrosen sind wegen des starken See­ganges noch nicht wieder ausgenommen worden.

Sauwetter?

ff. London, 21. Dez. Nach der strenge« Kälte der letzten Tage ist hier ein Witterungs- Umschlag eingetreten. Es herrscht heute mor­gen Tanwetter und Regen.

ff. Paris, 21. Dez. Seit 3 Uhr bat in der Gegend von Paris Regen eingesetzt. Infolge der noch anhaltenden Kälte herrscht auf den Straßen Glatteis, was zu einer beträchtlichen Störung des Verkehrs geführt bat.

Notlandung amerikanischer Rekordflieger.

ff. San Franzisko, 21. Dez. Die beiden amerikanischen Flieger, die am Sonntag gestartet waren, um den Welt­dauerfliegerrekord zu brechen, mußten nach einem Flug von 49 Stunden 27 Mi­nuten notlanden.

Schiffsexplofion.

ff. S a n Diago, 21. Dez. Auf dem amerikanischen Flugzeug - Mutterschiff Langley" ereignete sich eine Explosion, durch die 2 Mann der Besatzung getötet und 5 verletzt wurden.

Di« Demokratische Presse wartet ihren Lesern gern mit politischen Sensationen auf, wobei Reichsheer und Reichsmarrns bevorzugte Objekte sind. Sie irrt sich aber, wenn sie glaubt, damit ihren Lesern immer einen Gefallen zu tun. Auch eine Sensation mutz eine Polnkte haben. Sen­sationsschnüffler müssen etwas Wirkliche» entdecken. DerFall Kolbe" hat sehr wenig Entdeckungen gebracht. Ein Kapitän ist von der Auslandsreise zurückbefohlen worden, das Ausland hat aufgehorcht, dem deutschen Ansehen ist grotzer Schaden zu- gefügt worden und die Leser der demo­kratischen Presse sind um die Polnkte be­trogen das ist alle».

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Eine amtliche Erklärung.

Berlin, 20. Dez. Zu den in einem Teil der deutschen Presse erhobenen An­griffen gegen den Kommandanten des Kreuzers Berlin wird amtlich folgendes mitgeteilt:

Der KreuzerBerlin" lag Ende No­vember einige Tage vor Eckernförde zur Ergänzung feiner Ausrüstung für die Ausreise. Beim Kommandanten des Kreu­zersBerlin" war von dritter Seite angeregt worden, dem Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen Gelegenheit zu geben, die neuen Einrichtungen des KreuzersBerlin" ansehen zu dürfen. Der Kommandant fragte bei der vorgesetz­ten Dienststelle an, ob dagegen Be­denken beständen. Da von dort Ein­wendungen gegen den Besuch nicht erhoben wurden, wurde der Anregung Folge gegeben und der Besuch fand am 24. November um die Mittagsstunde statt. Nachdem der Gast einige Einrichtungen des Schiffes in Augenschein genommen hatte, folgte er der Einladung des Kommandanten zur Teilnahme an seinem Mittagessen in der Kommandantenkajüte, bei dem außer den beiden Herren nur noch zwei Offiziere zugegen waren. Kurz nach zwei Ahr verließ der Großadmiral den Kreuzer und richtete, als er an einem Teil der dienstlich auf dem Deck beschäftig» ten Mannschaft vorbeiging, einige Worte an diese, in denen er unter be­zug auf seinen eigenen Besuch in Ostasien den Ausreisenden glückliche Heimkehr wünschte. Bei dieser Sachlage ist das Verhalten des Kommandanten des Kreu­zersBerlin" nicht zu beanstanden, da er gegen die Bestimmungen nicht verstoßen hat. Gegen den für die politische Zweckmäßigkeit des Besuches verantwort­lichen Inspekteur des Dildungswesens der Marine ist das Erforderliche ver­anlaßt.

Den Blättern zufolge dürfte es sich bei demErforderlichen", das gegen den In­spekteur des Bildungswesens der Reichs­marine. Kapitän zur See von Ditten, we­gen des Prinzenbesuches auf dem Kreuzer Berlin" veranlaßt worden ist, um eine dienstliche Rüge handeln.

Blättermeldungen zufolge ist Kapitän Kalbe gestern abend nach Genua abgereist, wo der KreuzerBerlin", der am 15 De­zember Eadiz verlassen hat, morgen ein­treffen wird.

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Mosen im Reichswehr-

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In dem Beleidigungsprozeß der Reichs- wehr hielt das Gericht den Wahrheitsbe­weis der Angeklagten vollkommen für miß­lungen und erklärte, daß die 'Beleidigungen der drei Reichswehroffiziere so schwer seien, daß eine Geldstrafe nicht ausreichend er­scheine. Es erkannte daher gegen den Schriftsteller Salomon, genannt Jakob, auf zwei Monate und gegen den Re- dakteur v. Ossietzky auf einen Moat Gefängnis. Dem Reichswehr­minister wird die Publikation des Urteils in derWeltbühne", derVoss. Ztg.", demVorwärts", derGermania" und

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