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er Jahresbericht -es Reparatwnsasenten
toter Mett fertett Ne enbeülfice geltieSung »et 8et»erimetn — Sa» Echo »et Berliner Messe
z. volitischen Kreisen wirb mit Genugtuung pjteflt, daß der Sauvtbericht des General« den ruhig und entgegenkommend gehalten Er anerkennt bie groben Fortschritte und jtungen Deutschlands auf dem Gebiete der ^-Entwicklung, wenn er auch nicht ver.ee ,t. nach Ansicht des Generalagenten auf bie« Wege der Finanzreform noch weiter fort« Hutten werden mu6.
km den Berliner Blättern nimmt bisher e ein Teil zu dem Jahresbericht des Reva- jonsagenten Parker Gilbert Stellung. Die Üe Beachtung wird dem Schlußwort i Berichtes geschenkt.
Sie „Börsen»eitung" schreibt von um Wendepunkt in der Revarationsvolitik i sagt: „Die Problematik des Dawes- jtms wird von einer Stelle offen zugege« ; die nach überwiegender Ansicht in itschland und in den Eläubigerländern als it berufene Instanz für das Jngang- fetgen einer Revision des Dawesvlanes Igelten hat."
und nicht um Fragen persönlichen Charakters oder persönlicher Verhältnisse gehandelt. Die Beziehungen zwischen der Regierung und der DaweSorganisatlon sind tatsächlich nach wie vor durch den Geist freundschaftlicher Verständigung gekennzeichnet.
Kapitel 1 handelt von der Derwal- tung de S Planes. Es wird einleitend die loyale Lieferung der Reparationen betont und konstatiert, daß drei neue Faktoren im dritten Reparationsjahre eingetreten seien, nämlich: das Hinzukommen der amerikanischen Deset- zungSk osten von jährlich 55 Millionen, sowie die Herabsetzung des belgischen Anteils von 8 auf 4,5 Prozent und die Herabsetzung der italienischen und serbischen Quote auf je 10 Proz.
Kapitel 2 handelt von der Tätigkeit des Transferkomitees. Der Generalagent betont, daß eine scharfe Trennung zwischen innerer und äußerer Heber« tragung bestehe. Diese Hnterscheidung darf aber nicht überschätzt werden. Beide Probleme seien tatsächlich eng verwandt.
Das Transfer habe immer größeren Einfluß auf die innere Wirtschafte»
Politik.
Die Transfer-Summen belaufen sich im dritten Reparationsjahr auf 1,38 Milliarden Reichsmark, gegen 1,17 Milliarden RM. im zweiten Reparationsjahre. Der Anteil der Heberttagung in fremder Währung bettug 49,45 Prozent, der Rest entfällt auf Sachlieferungen usw.
Im Kapitel 3 wird eine kurze Hebersicht über die Berichte der Kommissare und
tt „Börsen - Kurier" siebt bas (Er« menswertefte an dem Bericht barin, bah t jRcparationsagent biesntaf schon auf bas lieber wirtschaftlichen Unfrei« it Deutschlands hinweift.
kie „Kreuzzeitung" sagt: Die uns Hbürbeten Lasten müssen zur Lähmung i (Energie führen, weil noch kein Ende ab« r ist.
«Deutsche Tageszeitung" er«
(Eine endgiltige Festsetzung rSdjuIb müssen wir auch weiterhin vet- W», aber einzig und allein unter bet Vor- kbung, bah bie Verantwortung für bie Ilichkeit ber Zahlung bei denen verbleibt, tos System ausgesonnen haben.
st „T ä g l i ch e Rundschau" nennt das A Ereignis dieses Jahresberichtes, bah ber öationsagent das Ende ber Revarations- Ht und die Festsetzung der End- ii in Aussicht stellt.
„D. A. Z." bebt als besonders hervor, das Vertrauen zu Deutschland, entgegen 1 Bericht vom Oktober des Revarations- Uen wieder bergestellt fei.
„B erl. Lokalanzeiger" vermißt 'deutliche Mahnung an die fremden öder zur Deffnung ihrer Grenzen und besseren Befolgung der Beschlüße der Wirtschaftskonferenz.
^.„E ttnania“ unterstreicht die »er« UniSDoffe Art des Berichts Gilberts im «eich zu dem kritischen Oktober-Memo- Eum.
^"lich äußert sich das „Berl. Tage« *tt_, das mit Genugtuung aus dem >esoericht herausliest, bah ber Meinungs- Wü) zwischen Reparationsagenten und verung tatsächlich eine Klärung der Lage ^geführt bat.
?"lin, 16. Dez. (WTB.) Der Be-
* Reparationsagenten wurde heute Mittag überreicht. Der eigentliche Be- -> der in achtKapitel zerfällt, um« '172 Seiten. Es kommt dann hinzu Anhang mit statistischem Material so- ' ber bekannte Briefwechsel zwischen Gilbert und Reichsregierung, sodaß Gesamtbericht im englischen Text ins- 230 Seiten umfaßt.
«ber Einleitung wird festgestellt, dder Plan und die Hebertra- ; "9 normal funktionieren. Es 5 ” öann eine Schilderung der Entwick- i der öffentlichen Finanz- und Kredit- ^rung in Deutschland, wie es feiner» j. aus dem Memorandum bekannt ^den ist. Diese Entwicklung, erklärt , '^eparationagent, brachte es mit sich, W. Oktober ein Memorandum der 5?en Regierung zu übermitteln, dessen 'Ostentlichung in beiderseitigem Einver« zusammen mit der Antwort der "Wegierung beschlossen wurde. Gil- ^arkennt an, daß
Regierung inzwischen genügende # ^'tte zur Besserung der Lage un, , tcrnommen
hat sich hierbei nur um Fragen Mnanzpolittk, der Finansverwaltuno
Reue Zuspitzung im Sisenkonftitt
Auch »It Ardeilgtbrr drohen mit Ablehnung des LchiedsmuchS
Bochum, 16. Dez. (WTB.) Die Lage im Industrierevier bleibt infolge der un« günsttgen Aufnahme, die der Düsseldorfer Schiedsspruch bei den Metallarbeitern findet, vollkommen ungeklärt. Die den freien Gewerkschaften nahestehende Presse lehnt den Schiedsspruch mit aller Entschiedenheit ab Und bezeichnet die Arbeitszeittegelung als vollkommen unzulänglich und die in dem Schiedsspruch festgesetzten Löhne als geradezu lächerlich. Ebenso wird die Gültigkeitsdauer des Spruches als zu lang bemängelt. Der Beschluß der Industtiellen, von der Kündigung der Arbeiter der zur Stilllegung angemeldeten Werke am 15. Dez. abzusehen, hat keine wesentliche Entspannung der Situation gebracht. Der Wortführer des Deutschen Metallarbeiterverbandes bei den Tarifverhand- lungen, Wolf, erklärte, die Lage habe durch den vollkommen unzulänglichen Schiedsspruch eine weitere Komplizierung erfahren.
Sollte der Schiedsspruch in der Schwerindustrie von beiden Seiten a b g e - lehnt werden, so wird der ReichSar- beitSm inifter beide Parteien zu einer Besprechung im Ministerium einladen. Diese Besprechung würde dann wohl am Dienstag stattfinden mit dem Zweck einer Klärung der Frage, ob der
Schiedsspruch für verbindlich erklätt werden kann oder muh.
Die schwere finattüieRt^ÄuewirfMnfl de» Schiedsspruches für die Eisenindustrie.
ff. Düsseldorf, 17. Dez. Bon Ar, beitgeberseite wird mitgeteilt: Die großen finanziellen Auswirkungen des gestern gefällten Lohnschiedsspruches für die eisenverarbeitende Industrie lassen fich zur Zeit noch nicht übersehen.
Die gesamte Belastung läßt sich nach den bisherigen überschlägigen Berechnungen allein für den Rhein-Nuhr-Bezirk schon heute auf einen Mindestbetrag von 25 Millionen Mark abschätzen, also einen Betrag, der angesichts der ganzen wirtschaftlichen Lage der Eisenindustrie für sie von schwerwiegenden Folgen sein muß. Heber die Stellungnahme der Arbeitgeber zu dem Schiedsspruch dürfte insolgedesien ein Zweifel kaum bestehen: hinzu kommt noch die schwere Sorge der Werke, die großen finanziellen Mittel zu beschaffen, welche zu den technischen Hmstellungen auf die neue Arbeitsweise in drei Schichten nunmehr erforderlich sind.
Die Sammer Metallarbeiter gegen den Schiedsspruch.
fk. Samm, 17. Dez. In den gestrigen Verhandlungen des Eeweikvereins deutscher Metallarbeiter wurde ber Schiedsspruch einstimmig abgelehnt.
Treuhänder gegeben. Insbesondere wirb der
Bericht des Eifeubahnkommisiar» behandelt. Es wird auf die Steigerung der Ausgaben der Vermögensverwaltung hingewiesen, die für die Reichsbahn 1927 annähernd 500 Millionen betrugen. Solange ein sorgfältig erwogenes Programm für diese Ausgaben nicht durch Betriebs- • einnahmen finanziert werden kann, könne sich die Reichsbahn durch kurzfttstige Bank« ttedite bei der Verkehrskreditbank, bei der Reichsbank oder bei großen Privatbanken helfen. Rach Schilderung der Bemühungen, die Vorzugsaktten 1927 am Markt unterzubringen, empfiehlt Gilbett folgendes Vorgehen:
1. Zusammengehen von Reichs» bahn und Reichshank bei der Inanspruchnahme des inländischen Kapktal- marttes.
2. Zurückdrängung der bisherigen Tendenzen bezüglich der öffentlichen Kredit- und Eeld- ausgabengebahrung.
3. Reorganisation der Fi«an,ie- rnngsmethoden der Reichsbahn selber. Wenn dies nicht zum Erfolg führt und die Frage einer «nslandsemiMou entttehe»
sollte, hält der Rrparationsagent besondere Erörterungen mit der Rrparationskommisfion wegen der Prioritäteufrage für notwendig.
Das vierte Kapitel handelt vom Haushalt. Die moderne Wirtschaft brauche flüssiges Kapital, das von bet Inflation vernichtet sei. Die allsemeine Herstelluxg der stabilen Währung setze aber auch wohlgeordnete Finanzen voraus. Der Generalagent nimmt zu der Frage des Ausgleichs ber. Haushalte von Reich, Ländern und Gemeinden in der üblichen Weife Stellung und meint, die Haushalte im gegenwärtigen und im verflosienen Jahre seien nicht ausgeglichen gewesen. Das gelte auch für die Länderhaushalte.
Der grohe Anleihebedarf für die Gemeindefinanzen laste wenig Zweifel, daß viel« Gemeinden über ihre Mittel «riebt haben.
Der Haushalt des Reiches für bas nächste 3a.hr weise dagegen an« erkennenswerte Fortschritte auf, namentlich im Bruch mit' der bisherigen Tradition ber außerordentlichen Ausgaben, die Anstrengungen seien also unternommen worden.
Seine Bemerkungen über den Haushalt faßt der Generalagent dahin zusammen, daß die tifortitSUM Reh« Seite 23
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t Goldmark -- '/«.»Dollar.
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öberheMche Zeitung
Anzeiger für (das frühere knrhefsische) Oberhessen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg. 4mnrO
AtMrkimgrn »N ametltoniithtu MMtMvwgtMMS
®asi schon vor längerer Zett fettiggestellte, nunmehr auch von dem Präsidenten der Der« einigten Staaten gebilligte neue amerikanische Marin eprvgrarnrn ist jetzt dem Kongreß in Washington zur Begutachtung und zur Entscheidung übermittelt worden. 25 neue Kreuzer. 32 neue Unterseeboote, 9 neue Zerstörer und 5 neue Flugzeugmutterschiffe sollen nach dem Wunsch der amerikanischen Regierung mit einem Kostenaufwand von rund 3 Milliarden Goldmark neu erbaut werden. Eine grandiose Aufrüstung, die größte, die in der Rachkriegszeit eine Ration sich zu leisten gedachte. Dieses neue Marineprogramm Washingtons ist keine interne Angelegenheit, es ist eine Sache von der größten weltpolitischen Bedeutung, ein Schritt der amerikanischen Regierung, der überall in den Hauptstädten der großen Seemächte die größte Sensation aus losen muhte.
Angesichts des ganzen SeeabrüstungS- problems, das schon seit geraumer Zeit England, Frankreich, Japan und Amettka beschäftigte, wird man sich die Frage stellen müssen, ob Washington durch die Heber» mitthmg der neuen Marinevorlage an den Senat, wirklich ernsthaft • an eine Verabschiedung dieses so weitgehenden Gesetzentwurfes dachte, ober ob die Herren des Weißen Hauses mit der Vorlage dieser neuen Ae« gierungsfvrderung mehr einen starken Druck auf das Ausland ausüben alS praktische Tatsachen schaffen wollten. Die Annahme liegt sehr nahe, daß durch die öffentliche Bekanntgabe der neuen Seerüstungspläne Washington feinen gegnerischen Partnern in der Seeabrüstungsfrage zeigen wollte, daß man im Rots all auch entschlossen sei, andere Wege zu gehen, das heißt, sich einen Pfifferling um die Abrüstungsidee zu kümmern und lustig aufzurüsten. ■» ■ -
In der Tat vergegenwärtigt man sich das augenblickliche Verhältnis der Bereinigten Staaten zu England, so sieht man, daß dieser letzte Schritt der Washingtoner Regierung eine schlagfettige Antwort darstellen soll, und zwar eine Antwort, deren Sinn man in London sehr rasch verstehen wird. Diese Vermutungen werden besonders durch einige Kommentare der amerikanischen Zettungen verstärtt, die feststellen wollen, daß auch heute bei den maßgebenden Stellen Washingtons noch immer die Hoffnung auf das Zustandekommen einer neuen Seeabrüstungskonferenz vor der Inangriffnahme der vorgesehenen Reubauten nicht auf gegeben wird. Diese Behauptungen haben schon insofern entere großen Grad von Wahrscheinlichkeit für sich, als sie sich auf Möglichketten stützen, die recht offen auf der Hand liegen. 3n Amerika meist man ganz genau, daß die kommenden Wahlen in England eine merkliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse im englischen Parlament mit sich bringen werden. Daß eine solche Verschiebung der parlamentarischen Regierungsgrundlage in England unter Umständen auch eine Aenderung der Haftung des britischen Kabinetts im Hinblick auf die Frage der Seeabrüstung und ihrer Löfungsrnöglich- ketten Hervorrufen könnte, ist ebenfalls ein Moment, das man in Washington sehr zu beachten scheint.
Es genügt, einen kurzen Blick auf daS englische Presseecho der letzten Tage zu werfen, um festzustellen, welch gewaltigen Eindruck die Veröffentlichung des neuen amerikanischen Marineprvgramms in London auSgelöst hat. Zwar versicherte dieser Tage der erste Lord der Admiralität Bridgeman, daß die englische Regierung in dem amerikanischen Programm keine Deranlassung erblicke, ihren Beschluß bezüglich der Suspendierung der zwei Kreuzer im lausenden Jahre rückgängig zu machen. Aber es kennzeichnet die Stimmung innerhalb der englischen Regierung, wenn der Dettreter des »Foreigne Office“ gleichzeitig rnttzut eilen sich verpflichtet sieht, daß die brttifche Regierung einen neuen Plan für die Beschränkung der Seerüstungen ausarbette, um ihn auf der kommenden Abrüstungskonferenz des Völkerbundes vorzulegen, allerdings, wie der Regierungsvettreter au-drückllch betont, nut bann, .wenn die Umstände es ratsam erscheinen lassen"." • Diese Mitteilung spricht dafür, daß man in London es keinesfalls bei dem Scheitern der letzten Abrüstungskonferenz der Seemächte belasten will, also für die Absicht, den angeknüpsten Faden nicht abreißen zu lasten.
Es lasten sich auch noch andere Beweise für die Tatfachen aufzählen, daß man in England den drohenden Charakter der neuen amerikanischen Marinevvrla« recht aut ver-