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Das Besol-unssseseh anZeasmsNSA

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v« Anzeigenpreis beträgt fto »en Ivgefpalt. Zeilenmllltmeter 0.08 deine Baran,eigen 0.00 GM- amtliche und «u*> tvärttqe Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierige« Satz sowie bei Platz­borschrist 60*U Aufschlag. - Sammelanzeigen 100/. Aus' schlag. Reklamen der Milli«, 0,40 GM. Jeder Rabatt gllt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. E» fällunqeort Marburg.

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Ser ArrnSdorftr Prozeß

Berlin, 14. Dez. In der Rachmit- tagssihung deS ArenSdorfer Prozesses wurden weitere Zeugen vernommen, dir den Zusammenstoß der beiden Schmelzer mit den Reichsbannerleuten mitangesehen hatten. Ein Zeuge gab an, er habe 2mg. Schmelzer mit dem Gewehr gctrrfiv-n und ihm die Flinte wegnehmen wollen. August habe aber erwidert: «Sie haben mich blr* tig geschlagen. Zch schi»'' dazwischen." Der alte Schmelzer sei erst gekommen, als August geschossen hatte. Schließlich wurden auch die beiden Schwestern du Angeklagten Schmelzer unvereidigt der-

Unter Ablehnung aller sonstigen Aen- derungsanträge werden die Schlußvor- schriften angenommen. Die einzelnen Be- soldungsordnungen werden gegen Kommu­nisten und wirtschaftliche Bereinigung an­angenommen. Die Diätenordnung für die außerplanmäßigen Beamten wird gleichfalls nach den Ausschußbeschlüssen angenommen.

Damit ist die Besoldungsvorlage in zweiter Lesung angenommen.

Die dritte Beratung der Besoldungs- Vorlage wird zunächst zurückgestellt.

Ohne Aussprache wird der von allen großen Parteien eingebrachte Gesetzent­wurf endgültig angenommen, durch den die Sozialversicherung und die Er­werb s l o s e n f ü r s o r g e auf die bei Aeparationsarbeiten int Ausland beschäf­tigten Arbeitnehmer bis zum 31. Dezember 1929 weiter ausgedehnt wird.

Abg. Frau Teusch (Ztr.) erstattet dann

Interfraktionell« BerHandlungen über di« Lohnstenerfenknng.

ft. Berlin, 15. De,. Die interfraktio­nellen Besprechungen über die Frage der Lohn­steuersenkung, die gestern stattfanden, brachten noch keine Lösung der parlamentarische» Schwierigkeiten dieses Entwurfes.

Antichinestsche Bewegung in Korea.

ff. Tokio, 15. Dez. Nachrichten aus Korea zufolge kam es in den letzten Tagen in Süd-Korea zu ernsten Unruhen. Die in Siid-Korca ansässigen Chinesen wurden borzottiert, während den Chinesen ge­hörige Häuser zerstört wurden. Auch werden einige Todesfälle gemel­det. Mele hundert Chinesen sind in die Mandschurei geflohen, obwohl die koreckni- schen Behörden Polizei, Gendarmerie und Reservisten aufgeboten haben, um wei­teren Unruhen vorzubeugen.

vbkih-ss'sch« 3«itnng- er j sechsmal wöchentlich. Be- jMiU monatlich 2 GM. aus- ££ Zustsllungsgcbühi, durch ,1C(I2J25 GM.Für etwa infolge gtiU, Maschinendefekte oder

Ereignisse ausfallend« yarttn wird kein Ersatz ge-

Verlag b. Dr. §. Hiheroth, Lj jtt Unib.-Buchdruckerei 6. , Aag. Roch, Markt 21/23. ^shrecher: Nr. 54. u. Nr. 55. ^chrckkonto: Amt Frankfurt K. Nr. 5015. Sprechzeit »Redaktion von 1011 und ' 'iJal-rl Uhr.

Regierung gegen Parlarnenl

fk. Berlin, IS. De,. Sn der gefttigen Sitzung des Meiklenburg-Strelitzer Landtage« wurde der Antrag des Gefchäftsordnungsaus« fchustes, ,wei Mandate der Deutschnationalen Bolksvartei für ungültig »u erklären und von diesen beiden Mandaten ie eines der völkischen Freiheitsbewegung und der Deutschen Volks» vartei zuzufprechen, in namentlicher Abstim­mung mit 18 gegen 15 Stimmen angenom­men. Gegen den Beschluß legte die Regie­rung feierlichen Protest ein und kündigte an, daß die Regierung gegen den Landtag wegen Berfafsungsbruches beim Staatsgerichtshoi Klag« erbeben werde.

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Schanghai handelte. Die Zahl der be­waffneten Kommunisten ist hier sehr groß; die Schätzung schwankt zwischen 10 000400 000 Mann.

ff. Schanghai, 15. Dez. Die Ran finget Regierungspartei begann eine Protestaktion gegen" den angeblichen russischen Einfluß in China. Tschangkaischek erklärte, die Sowjet konsu- late in ganz China dienten als Brutstätte kommunistischer Propaganda, was den so­fortigen Abbruch der chinesisch-russischen Beziehungen notwendig mache.

ÄrrtikommuMWe Bewegung In China

Abbruch ker BeMuram zu kowIUÄußlanb?

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ik. D e r l i n . 15. Dez. Wie dervor­wärts" meldet, war es bei den Düsseldorfer Schlichtungsverbandlungen bisher nur mög­lich, in zwei Fragen eine Verständigung zu er­zielen, von der jedoch nur eine verbältnis- mätzig geringe Anzahl von Arbeitern betroffen wird, und zwar:

1. Arbeiter in den Gas-, Kraft- und Gebläse- zentralen, für eine Arbeitszeitverkürzung zu­nächst von acht Stunden (57 Stunden ab 1. Ja-, nuar 1928 und die dreigeteilte Wechselschicht »m 1. April 1928) zur Einführung gelangen soll und

2. für die Arbeiter in den Agglomerat- und Sinteranlagen, für die die dreiteilige acht­stündige Wechselschicht am 1. Januar 1928 ein­geführt wird.

In allen anderen Fragen stehen sich die An­sichten der Parteien schroff gegenüber.

Mit der Fällung eines Schiedsspruches ist im Laufe des heutigen Tages, voraussichtlich am Vormittag, ,u rechnen.

ird mit 200 gegen 190 Stimmen bei 17 Mwltungen abgelehnt.

»Ägelehnt werden auch die übrigen Änderungsanträge. Zur Beratung k»m- dann

Shanghai, 14. Dez. Rach Meldun­gen aus Kanton scheinen die a n t i - revolutionären Kräfte nach einem schweren Kampf, bei welchem 3000 Mann getötet oder verwundet worden seien, die Macht in der Stadt zurückerobert zu haben. Zur Unter­stützung des Dordringens der anti- revolutionären Truppen fuhren chinesische Kanonenboote auf und ab entlang dem Muhufer und feuerten auf die kommnnisti- schen Kräfte mit 12-Pfünder-Seschützen, während die Truppen selbst eine um­zingelnde Bewegung vollzogen und sich all­mählich in den Besitz der ganzen Stadt mit Ausnahme des Gebäudes des Amtes zum Schutze des Friedens setzten, wo die kommunistischen Führer und einige Rusien noch am gestrigen Bormittag Widerstand leisteten.

ff. London. 15. Dez.Time s" meldet aus Schanghai: Obgleich der kom- munistische Handstreich in Kanton fehl ge­schlagen ist, glaubt man hier allgemein, daß es sich nur um eine Probe für eine ähnliche größere Unternehmung in

Pmißlftber StrnMag

Berlin, 14. Dez. Zur heutigen Plenar­sitzung deS Preußischen Landtages war das preußische Kabinett unter Führung des Mi­nisterpräsidenten Braun erschienen und hatte am Regierungstische Platz genommen. Auch das Haus und die Tribünen waren gut besucht. Das Hauptinteresse konzentriert« sich auf die erste Lesung des ElalS für 1 9 2.8. Finanzminister Dr. Hopker-Aschofs brachte mit einer längeren Rede über den Stand der preußischen Finanzen den Etat für 1928 ein. Rach seinen Ausführungen wird nach der heutigen Schätzung für das Jahr 1927 ein Fehlbetrag von 62,5 Millionen Mark übrig bleiben. Der neue Haushaltsplan bringe einen Fehlbetrag von 73,7 Millionen Mark. Der Minister führte noch u. a. aus, daß die Hoffnung bestehe, daß auch im nächsten Jahre dem Wohnungsbau erhebliche Mittel zufliehen würden, so daß man endlich der Wohnungsnot steuern könne. Die Besprechung des Etats wird erst am Donnerstag beg-nnen. Rach Erledigung einiget kleiner Borlagen und Annahme einer Artverordnung über die Aufsuchung und Gewinnung von Dteinlohle und Erdöl in der Mart vertagt sich das Haus auf Donnerstag 12 Ahr.

Sei der namentlichen Abstimmung über w sozialdemokratischen An­ke g, der die Pensionen auf den Höchst - 1 tz von 12 000 Mark jährlich beschränken i 6, stimmen für den Antrag neben den -zialdemokraten auch die Kommunisten, itle Zentrumsabgeordnete und die Wirt- j östliche Bergg. Gegen den Antrag stim­mt auch die Demokraten. Der Antrag

sung werde durch den § 34 in keiner Weise verletzt.

Reichsfinanzminister Dr. Köhler er­klärt, die Regierung sei mit dem vom Abg. Koch-Weser bemängelten Antrag der Re­gierungsparteien einverstanden. Dieser An- ttag bemühe sich, die vielen Reden über DerwaltungSreform in Taten umzuwan­deln. Er sei auch nicht verfassungsändernd.

Abg. Ste in ko Pf (Soz.) Beantragt, den Antrag dem Haushaltsausschuß zu über­weisen.

Abg. von Guerard (Ztt.) tritt für den Antrag der Regierungsparteien ein. Die Uebertoeifung an den Haushaltsaus­schuß würde zu einer Verzögerung der Besoldungsordnung führen.

Die Aederweisung des Anttags an den Ausschuß wird mit 186 gegen 159 Stimmen abgelehnt. Der Antrag wird dann in namentlicher Abstimmung mit 18 gegen 171 Stimmen bei 5 Enthaltungen angenom­men.

sie Schlußvorschristeu,

1 denen der schon mitgeteiltr Antrag <r Regierungsparteien vorlirgt. !°nadj freiwerdende Stellen in gewissem '"»fange nicht wieder besetzt werden sollen. Abg. Stein ko Pf (Soz.) wirft die tage auf, ob dieser Antrag nicht eine ErfassungSänderung bedeute.

Abg. Koch-Weser (Dem.) wendet sich ton den § 34. wonach Aenderungen der ^Usbezeichnungen durch den ReichSpräsi- "iten erfolgen sollen. Der Anttag der ^gierungsparteien sei ein falscher Weg *r Beamtenverminderung.

.Sin Regierung«-Vertreter erklärt dem Koch^Weser gegenüber, die Berfas-

Anzeiger für (das frühere knrheffifchej Oberhesfen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

sich sämtliche Regierungsparteien nach ein­gehender Beratung hinter di« Regierung gestellt hätten. Jetzt handele eS sich nicht um eine gesetzliche Regelung, sondern le­diglich um eine WeihnachtSbeihilfe.

Abg. von Graefe (Völk.) führt aus, die Ursache der jetzigen mißlichen AuSein- ar.derfeyungrn lrere >rrt t- ' selben Leute den Kleinrentnern helfen wol­len, die die Kleinrentner durch ihre Ev- süllungspolilik expropriiert hätten.

Abg. Dr. Moldenhauer (Dt. Dpt.) erklärt, seine Partei habe sich immer für ein RentnerversorgungSgesetz eingesetzt. In Negierungskoalilionen müsse aber oft eine Partei ihre Wünsche zurückstellen, um die Regierung nicht zu gefährden.

Abg. Tr. Schneider-Thüringen (Dnrl.- richtet an die Demokraten die Frage, warum sie denn nicht in der Zeit, als sie in der Regierung saßen, em Rent- nervcrsorgungSgesetz durchgesetzt hätten. Die Widerstände lägen beim ReichSarbeitSmi- nisterium. Die Regierungsparteien wür­den sich bemühen, ttteseS Ministerium von

lSvrtlrtzung stetze Seite 2J

den Bericht deS sozialpolitischen Ausschus- I ses über ,

die Kewähruug ei*er Wechnachts- beihilse

an Sozialrentner, Kleinrentner, langfristig Erwerbslose und unterstützte Reichsarbei- ter und Reichsangeftellte. Nach dem Aus­schußantrag sollen für diese Zwecke 25 Millionen verteilt werden.

Die Abgeordneten Frau Mülle r-Ot- sried (Tntl.) und Frau Dr. Matz (Dt. Bpt.) geben für ihre Fraktionen Erklärun­gen ab, in denen bedauert wird, daß die Kleinrentnerfürsorge noch immer nicht ge­setzlich geregelt sei und, daß nur 25 Mil­lionen zur Verfügung ständen.

Abg. Frau Dr. LüderS (Dem.) er­klärt die deutsche Nation müßte sich in Grund und Boden schämen, daß sie nicht die paar verarmten Kleinrentner über Wasser halten könne.

Abg. Frau Teusch (Ztr.) stellt zur Beringung des RentnerfürforgegesetzeS fest, daß der BertagungSbeschlutz vom gesamten RerchSkabinert gefaßt worden fei, und dgß

Berlin, 14. Dez. Der Reichstag setzte ।Mittwoch die zweite Deratung des ttoldungsgesetzes bei den Heber» ,rgsvvrschriften fort. Die Sozial» nofraten beantragten, den im Ausschuß Eichenen § 22 bet Regierungsvorlage, der i Desoldungsdienstalter regelt, w.eder her» 1 leHett. tz 22 der Dorlage besagt, daß in der neuen Desoldungsvrdnung vvrge- enen Verkürzungen des Desoldungsdienst- tr# acht Jahre nicht übersteigen dürfen. Ministerialrat W e v e r erklärt, daß die -gierung mit einer Wiederherstellung des 22 unter keinen Umständen einverstanden d> könne.

Wg. Dr. BrüninghauS (D. Dpt.) er- iti. es sei nicht richtig, daß durch die Reu» i plung des § 22a höchstens 10 Prozent r Militäranwärter betroffen würden.

Die Abstimmungen wurden zurückgestellt. j I folgt die Besprechung des Abschnittes

Lartegrlder, Ruhegehälter und Sinter« bliebenen-Dezüge.

Wg. Schuldt (Dem.) sieht m der Dor» k eine Schädigung der Pensionäre, deren Senshaltung mit zunehmender Teuerung «er ungünstiger geworden sei.

Wg. Roßmann (Soz.) begründet den lialoeniokratischen Antrag, daß das Ruhe» «lt der Beamten und Offiziere niemals i Betrag von 12000 Mark lährlich Über- Ügen solle.

Wg. Schmidt.Stettin (Dntl.) verweist nauf, daß gerade die preußische Regierung i < am heftigsten gegen die Einstufung - ßräubt hatte.

Wg. Schmidt-Hannover (Dntl.) wendet l gleichfalls gegen den sozialdemokratischen ebner und erklärt, die Pensionäre der alten Wehrmacht fei«! keineswegs in einer bevvr- gtm Stellung. Eine Penfionskürzung würde » Derfassungsverletzung bedeuten. Es sei ch nicht zuviel, wenn General v. Mackensen vH 55 jähriger Dienstzeit eine Jahresprnfivn m 16 983 Mqrk erhalte, ebensoviel bekäme i auch Herr Dcheidemann.

Abg. Stein ko Pf (Soz.) beantragt vnentliche Abstimmung über die Anträge K PenfionSfrage.

Ein sozialdemokratischer An - tag auf Wiederherstellung der Regie- wgSvorlage bei der Anrechnung des De- idungsdienstalters wird in namentlicher bstimmung mit 209 gegen 181 Stimmen Hge lehnt.

Der sozialdemokratische An- tag auf Einstufung der pensionierten in i eicher Weise wie der aktiven Beamten itb in namentlicher Abstimmung mit 209 s >zen 184 Stimmen bei 19 Enthaltungen