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La Mittelstädten mit mehr alS 50 000 @ln» Lgfinem insgesamt 46 263 fertiggestellt. De -*"r Wohngebäude betrug gleich» 11902, so daß etwa- über 4 Woh-

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19. der Invaliden Versicherung 37, der

Angestellten S Millionen.

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»Ich hatte ihn für ungehemmt brutal, für einen Vollasiaten. der mit gutem schauspiele­rischen Talent den Weltmann mimt

.Jedenfalls ist er Dill nahm den gutmit erstaunlichen Energien angefüllt, denn es war mir einfach nicht möglich, seine aufdringliche Ditte, heute abend mit ihm lluszugehen. rundweg abzuschlagen. Gehen f»ir also mit Gawril ins indische Darretee! . »Weshalb mag es ihn gerade dorthin ilchen? fragte ich. während wir die Treppe "es Hotels hinabg-.ngen.

Dill sah sich vorsichtig um und sagte leise: vielleicht interessieren ihn die Tänzerinnen. <ber er sprach mir auch von den Wunder» Mungen eines Zauberers mit so offensicht» uchcr Begeisterung, dah ich annehmen mutz, 6 sähe das Programm heute nicht zum Erstenmal.

Ein Wink DillS machte mich darauf auf» Merksam, dah Gawril schon wartend in der Aelle stand. Die Begrüßung siel etwas wnnlich auS. Dann gingen wir, während Wh ein Gespräch schleppend zwischen uns «ihinquätte, durch die Straßen der indischen vtadt.

enttoi, --

^vstgj Marburg und stmgrbung

rt°"i! Reue Wohnungen. Wohnungen > mJ? «erben in diesem Sommer von April bis 5fuC Ktember in sämtlichen 92 deutschen Groß- neltft Mittelstädten mit mehr alS 50 000 Ein» id wv dein 3 tahl der neuen

ern , Si8 11 902- r° oay eiuxis uoer i uvoy.

t *L,gcn auf ein Haus kommen. De Desamt- La[ der neuen Gebäude erreichte gle chze.tig ST'igo. Richt für Wohnzwecke bestimmt

»Lngestellten- und Invaliden- «ersiche-rung. Invaliden- und Ange» Menversicherung sind ebenso wie die gegen uno Arankheit in der Reichsknappschaft vereinigt Preub Ser neue Geschäftsbericht der De chsknapp- «rJ Uflft von 1926 ist von besonderer Dedeutung.

9 Ax DeitragSeimnahmen überschritten . Millionen, darunter die der Rrbeiterpensions- *le,Q i.ffe 98. der Invalidenversicherung 52. der

L Aiigestelltenpensivnskas'e 17, der Angestellten» ,3 Krficberung 4 Millionen. RuS dem Der-

l"8* gigen vereinnahmten alle zusammen 25. rnS- «famt 355 Millionen. Die Ausgaben be» e T » '____ - l- K__e ----- -

gefummelten Rücklagen sind bescheiden. Sie betrugen bei der allgemeinen Äranlentaffe n B 5it per Angestelltenkrankenkas'e 0,09, der Pen» erstaii ijonskasse der Arbeiter 79. der Angestellten

Skizze von Leo am Druhl.

lng « Die altäghptischen Geheimwissenschaften be» : UNtt richten von einer merkwürdigen Hieroglyphe, en, d »rt deren Hilfe eS möglich sei, von einem Menschen alle Hemmungen, die ihm die sitt­liche Erziehung von Generationen auserlegt, Plötzlich obfallen zu lassen. De triebhafte strnatur dieses Menschen soll sich dann unver- Mlt offenbaren. Dill wusch sich um­ständlich die Hände.Ich möchte diese Hieroglyphe und ihren mystischen Gebrauch leimen, um sie aus Gawril anzuwenden. Seit er mir vor einer Stunde die Hand zum Ab- fchied gegeben hat, werde ich dieses seltsam sähe Gefühl des Widerwillens nicht los.

Das indische Darietee fanden wir überfüllt .-aber Gawril hatte vorgesorgt und Plätze unmittelbarer Dähe der Dühne für uns «reiihalten lassen. Kaum hatten wir die Etfce eingenommen, als die Dorstellung be­

et gt j^gen u. a. in der Krankenkasse 91 Milli» t a at enHti in der Angestelltenkrankenkasse 0,1, in alt» Invalidenversicherung 311, der Ange­

er h »elltenversicherung 3, für Derwaltungskosten fchai! 15 Millionen. Drn ---00

el&fti Millionen überwiesen mit "

iSH ier" kerne post »lisch» ich, f Dr t§ d ez e ich n u n g. Dre ReichSpost- jährlii Verwaltung weist darauf hin, datz bei DO f vrtsbriefsendungen vielfach der Besttm» , tv'-l mungsort überhaupt nicht oder nur mit dem WorteHier angegeben wird. Die- y° ° ses Verfahren ist mit- Rücksicht auf die len n besonderen DerkehrSverhältnisie rn den

r * Das Haus in der Sonn«. Kin- s ' w! iet sind darin, kleine kranke, denen das er D, Leben außerdem im Schatten verlaufen le. 1 würbe, und ganz kleine, die noch kaum das ckschlä WSchen in die Welt gesteckt haben. And wkrati «s ist Advent, die Dorzeit für das große e 3nt Freudenfest, an dem man überall Lichter» bäume sehen möchte, und zu dem kein . Kinderhändchen leer ausgehen darf. Ich ge, li glaube, ich brauche gar nicht viel Worte zu machen, um wieder auch für Bethanien, bas Kinderheim am Ortenbcrg, zu bitten. Fast möchte ich denken, daß hier und da steine Freund« schon selbst mit ihren Wüt» terchen beraten haben: was dürfen wir von tut Jem Spielsachen diesmal für die Kinder» \eTL chen im Haus in der Sonne geben? Eine >orgq Mnderhand ist ja so leicht gefüllt: aber " stänke Kinder brauchen auch mehr Spiel- I Mg als gesunde! And allerlei anders srang Qnnen [;e5en Schwestern auch brauchen, an Zeug und Aepfeln und Rüssen. Wißt ihr Kinder, warum der liebe Gott in die» naSd« ft1 Jahr so besonders viel Aepfel hat Dachsen lassen? Richt wahr, damit ein- 5seI£! Aal jedes, aber auch jedes in der Weih» 10 t Mchtszeit sie sich tüchtig schmecken lassen ikiste- kann auch die Kinderchen am Ortenberg. » jäl Die alljährlich können Gaben ins Kinder» iämüi gebracht werden. Aber auch Frl. ermä Drotefend, Bismarckstr. 30, II, nimmt sie bsetzu gerne an und sorgt auch, daß sie zeitig an rnu v und Stelle gelangen.

C«erfrffif*< gelt**«, SUrterg <u 8. D»»«er»t«s, de» 8. Dezemdrr 1927

Veit« i

Städten nicht am Platze. Um Verzögerun­gen tn der BestellunH vorzubeugen, müs» fen in der Aufschrift stets der Bestim­mungsort und möglichst auch der Name de« In Betracht kommenden Zustellungs­amtes gebraucht werde.n.

Feuersicherheit von Tank- an logen. Der Vorsitzende der Mtneral- öl-VerkehrSaurschusse» hat sich da hm aus­gesprochen, daß die Aufschriftfeuergefähr­lich" nicht nur an Beförderungsgefähsn für Mineralöl anzubringen ist. Die Vor­schriften gelten auch für ortsfeste Anlagen. Bet Tankanlagen unter der Erde genügt et, wenn Me Aufschriftfeuergefährlich" etwa an der Innenseite der Schrank- oder (Säulentüren angebracht wird, da eine Ge­fahr erst auftritt, wenn der Adzapfschrank geöffnet uno Benzin durch die Pumpe befördert wird. DoS preußische HandelS- minlsterium hat dieser Auslegung zuge­stimmt; die Gewerdeauf^ichtSbeamten wer­den angewie'en, die von ihnen anerkanw- ten Sachverständigen zu unterrichten.

KreiS Marburg

Wetter, 7. Dez. Heute wurde die Leiche des durch einen Herzschlag während der Jagd >o jäh aus dem Leben geschiedenen Forstmeisters Leasing nach Gießen über­führt, wo dieselbe dem Wunsche des Ver­storbenen entsprechend eingeäschert wird. Bor der Ueberführung fand in der Ober­försterei eine Trauerandacht statt, bei der Herr Oberpfarrer Rappe amtierte und zu der, soweit das Haus Raum bot, das Trauergefolge Zutritt hatte. Nach Be­endigung derselben wurde der Sarg durch Waldarbeiter zum Leichenauto getragen, während dessen ein junger Forstbeamter dem Dabinqegangenen dar letzteHalalt" blieS. Welch großer Wertschätzung und Verehrung sich der Verstorbene erfeute, bezeugte dar große Trauergefolge welches dem Auto bis vor die Stabt das Geleite gab. Wohl annähernd 100 Holzhauer Waldarbeiter und Haumeister folgten zu­nächst neben unb hinter dem Auto mit flrämen in des Waldes Grün, bann schlos­sen sich an die Forstbearnten aller um­liegenden Oberförstereien, die Spitzen der verschiedensten Behörden, so Vertreter der Regierung, deS Kreises, her Stabt und aller Gemeinben über deren Waldungen ber Verstorbene die Administration auS- übte, sowie Trauergäste aus allen Kreisen der Bevölkerung. Ein deutscher Recke an Gestalt und Charaktereigenschaften, gerade den Vorgesetzten gegenüber, gerecht gegen feine Untergebenen, treu dem Freunds pflichttreu im Beruf, aber auch von herzge­winnendem Humor, so wird sein Andenken bei allen die ihn gekannt und mit ihm in Berührung kamen, fortie'Ben. Seme Freigebigkeit und Hilfsbereitschaft zeigte slich besonder« während und in der ersten Zeit nach dem Kriege in schönstem Lichte, denn Rat und Hilfe versagte er niemand.

KrelS Stirthbnin

r. Rauschenberg, 7. Dez. Nachdem das Amtsgericht in seiner heute ab­gehaltenen Strafsttzung gegen zwei Händ­ler wegen Zuwiderhandlung gegen das Hausiersteuergesetz auf Freisprechung er­kannt hatte und gegen einen Maurer­meister wegen Vergehens gegen die Ar­beitszeitverordnung zur Verurteilung von 30 M Eeldstrnafe gelangt war. kam ein Fall von Nötigung zur Verhandlung ^er auf politischen Gründen beruhende Sach­verhalt war folgender: Bei Rückkehr des

Kriegervereins Albshausen vom Kreis« kriegerverbandsfest in Rotzdorf kam « zwischen diesem und einer Reichsbanner­gruppe von Burgholz in*der Nähe der Harthmühle zu einem Zusammenstotz, nachdem von beiden Seiten heraus­fordernde Bemerkungen gefallen waren. Zu Tätlichkeiten der Beteiligten kam es glücklicherweise nicht. Das Gericht er­kannte in seiner heutigen Verhandlung, nachdem Anklage wegen Nötigung er­hoben worden war, auf Freisprechung mangels Beweis.

«rett Frankenberg

Frankenberg, 7. Dez. Vergangene Nacht entstand im Wohnhaus des Pfbister- Meisters Giebel am Leckerberg Feuer, während die Bewohner im tiefsten Schlafe lagen. Trotzdem die Feuerwehr ba'd zur Stelle war. brannte das Haus bis auf die Mauern nieder. Da Windstille herrschte, konnte sich das Feuer nicht weiter aus­dehnen.

Viermünden. In dem Gemeinde­jagdgebiet Weidmannshelle erlegte der Iagdpächter Schwerter einen kapitalen zwölfender Hirsch.

Somplar. In kurzer Zeit hat sich in unserem kleinen Orte ein zweiter Unfall mit tödlichen Folgen zugetragen. Beim Ärohaufladen von einer Felddieme fiel einem hiesigen Landwirt ein Gebund Stroh auf den Kopf. Es stellten sich Kopfbeschwerden ein, die eine Ueber­führung in die Klinik notwendig machten, wo er gestorben ist.

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Wen-NM» und NlMamklete

Kaffei. Der Bezirksvorsitzende der Hess.-Waideckischen Bezirksverbanbe» im Bund deutscher Friseure, Ehrenobermeister seiner Innung unb Mitglled der Hand­werkskammer, Friseur A7bin Jahn, ist auS seinem arbeitsreichen Wirken geschieden. Er war von jeher ein Führer de» Hand­werks unb tätiger Organisator im Kreise seiner engeren Berufskollegen.

Efchwege. Studienassessor Dr. Jver- den ist ab 8. Dezember an die deutsche Schule in Tsingtau Berufen worden.

Bad Hom bürg, 6. Dez. Gestern nachmittag wurde ein 2i4jähriges Kind, das einen Augenblick von seiner Mutter ohne Aufsicht auf der Luisenstratze stehen gclasien war. von einem andern Kinde an­gestoßen und fiel auf die Gleise der gerade herannahenden Lokalbahn. Der Wagen­führer bremste nach Kräften, konnte jedoch den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Das Kind wurde von dem Schneeräumer erfaßt, eingeklemmt und einige Meter weit geschleift. Im Augen­blick. wo es unmittelbar vor den Rädern angelangt war, kam der Zug zum Stehen. Nachdem der Wagen gehoben war, be­freite man das Kind aus seiner gefahr­vollen Lage, und die Untersuchung ergab, daß es nur einige Quetschwunden davon­getragen hat.

Einbruch ix die Frankfurter CrtMmrt» lasse. 10 M» 18 000 Vtart oeMfcSi

Frankfurt a. M., 7. Dez. In vergangenen Nacht sind Dieb« in bi« hiestgv Ortskrankenkasse ehtgebrungen uw unb haben dort mit Schweißapparaten den großen Ge-dschrank et handelt sich um einen Geidschrank alter Konstruktion - Knet. Nach den bisherigen Feststem en ist sämtliches Papiergeld in Höh« von" etwa 10 000 bi» 15 000 Mark g« stöhlen worden. Ein Sack mit Silber uk> die Geld rollen ließen dis Diebe zurück. Di« Diebe haben mit zwei neuen Wachstücher» die Fenster verhängt, um die Stichflamme ber Apparate nach außen hin nicht sicht» har werden ju lassen. Die Bewachung des Hauses geschieht durch einen Hau», meister. Eine weitere Bewachung bat man nicht für erforderlich gehalten, ba bet große Geldschrank in einem Zimmer nach der Straße aufgestellt war, das ständig durch die vor dem Hause stehenden zwei großen Bogenlampen beleuchtet wird. Sa» den Dieben hat man noch keine Spur. ,

Steuer und Recht

llmsatzsteuerfrei.

Zwei Entfcheibungen.

Zur Amfahsteuer hat ber Dei.chSfmanzhof zwei bemerkenswerte Urteile gefällt. Wenn eine Rohzuckerfabrik für ihre Pflanzer den nötigen Rüben famen im eigenen Ramen be­zieht unb b:e sich barauf beschränkt, aus bet Sammelsenbung die Anteile ber einzeln« Pflanzer auSzusonbern. so ist sie nach bet einen Entschribung umsatzfieuerfrei, trenn ihr bte Pflanzer nur bie Selbstkosten für ihr« Tätigkeit erstatten. Wirb ferner ein Grund­stück. bat zum Betrieb eine« Lichtspielthe­aters unb einer Schank wirt schäft eingerichtet ist, mit ber Inneneinrichtung unb Zubehör versteigert, so kann nach ber anderen Ent­scheidung unb ben Umständen des Falle« ein« Veräußerung des darin betriebenen Unter» nehmens im ganzen m Frage komm« .

Da» Reichsarbeitsgerschl.

Me Urteile ber Landesarbeitsgerichte über bie Anordnung, Otenberung ober Aufhebung eines Arreste« ober einer einstweiligen Ver­fügung find nach einem Urteil be3 ReichS- arveitSgericht« niemals revisionSfähig. St« werben vielmehr mit ber Verkündigung rechts­kräftig. Selbst wenn es sich um einen Rechts­streit von erheblicher grundsätzlicher De- , beutung handelt, kann bie Revision nicht zu­gelassen werben. Bei der Entscheidung der Frage, ob ein Urteil von ber RevisitmS- fähigkeit deswegen auSzuschllesten ist, weil eS über bie Anordnung. Abänderung ober Aufhebung eines Arrestes ober e'ner einst­weiligen Verfügung entscheidet, kommt eS nur auf ben Gegenstand, nicht auf den Inhalt des Urteil« an. Da« VandeSarbeitSgericht hatte wegen ber erheblichen grundsätzliche« Bedeutung der Streitfragen die Rachprüfung für nötig erachtet.

Briefkasten der BOrHtlfttew«.

Weideseider, die eine W-idegenosfenschaft vereinnahmt, sind bei der Körverschaftssteuer nach einem Urteil des Reichsfinanzhofs nicht Einkünfte au« dem Betriebe von Landwirt­schaft, sondern au» hastiger selbständiger Be­rufstätigkeit.

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labyrinthartigeS Gebäude. Mit einem Ruckt Ruhe.

Jetzt ist bie Dühne eine einfache Garderobe mit Spiegeln, Kleiber haken, Gewandsetzen. Auf einem Ruhebett verhüllt l egt ein Mensch. Eine halbe Minute geschieht nichts. Dar nicht«. Unb doch hängen alle Augen wie gebannt an dem weißgetünchten Raum.

Die Tür wird aufgestohenl Sin Man« springt herein. Mit einem katzen hatten Sprung ist er an dem Lager, reißt bie Deck« hoch Dann ist eS, al« bebe unter prasselndem Dlitz die ganze Erscheinung. Der Eindringling hebt den Kopf ich krall« meine Finger hinüber in D.ill« Arm, schüttelndes Grauen fällt über mich wie ein hungriges Sier: Gawril!

Mechanisch fast greift meine Hand nach rechts. GawrilS Platz ist leer.

Der Geisterfilm vor meinen schmerzend« Augen rollt: Gawril beugt sich über die Frau, bte da« Tuch verborgen hatte. Sch sehe, daß et Kahli ist.

Ehe aber Gawril die Hand auSstreckt, versintt Kahli« Dild in nicht«. Der Russe bäumt sich hoch öffnet den Mund, alO schnappe er nach Luft, unb bricht bann, von einem unsichtbaren Hieb gefällt, leblo« zu­sammen.

Weitz glühten die Dirnen auf. 3m Rampenlicht, allein, stand ein hohnvvlle« Lächeln um bie Mundwinkel Äalama.

Deifall rauschte auf wie Flügelschlag.

Die Fessel des Grauen« löste sich and fiel a&

Wortlos jagten wir zum SeitenauSgang hinaus, gewannen ba« Tor, da« In da« rückwärtige Debäube und zu den Garderoben führte, und rasten eine Treppve hinauf.

Riemand war zu sehen. Alle XürtK öffneten wir, alle Räume waren leer. Rach Minuten erst fanden wir bie Garderod« Kahli«.

Die Frau war verschwunden. Am Tobet lag Gawril.

Dill beugte sich über ihn, ritz Rock und Weste auf. Fühlte, lauschte Gawril v« tot.

Gehirnschlag, stellte eine Stunde später der Arzt fest.

Me fand man .Äalama und Kahli ,,,

gann. Die Darbietungen waren die gleichen, bie wir häufig in Indien gesehen hatten, und erhoben sich nicht über ben Durchschnitt. DisÄalama unb Kahli auftraten . . .

Aus unsichtbaren Quellen rieselte blau­graues Licht herab. Die Dühne war wie eine graue Danb, ohne Tiefe. Kein Stück einer Ausstattung zu sehen. Rur Äalama stanb da. hochgewachsen. in Frack und weißem Turban. Unb neben ihm, ganz plötzlich, Kahli, seine Partnerin.

Lautlose Stille herrschte im Saal. Rur neben mir hörte ich Gawril schwer und keuchenb atmen. Gern hätte ich sein Gesicht gesehen, beim ich stellte mir vor, es müsse jetzt verzerrt sein in maßloser Erregung. Aber es gelang mir nicht, ben Kops zu wenden. Irgend etwas hielt mich in einer eigentüm­lichen Starre fest.

Südsee! flüsterte Dill, unb feine An­sicht mochte richtig sein. Das Ebenmaß und die Anmut dieses Körpers konnten nur den paradiesischen Wäldern eine« verborgenen Ei­landes entwachsen fein. Ich fühlte, wie sich gleichsam ein Teil von mir abspaltete und vollkommen im Anblick dieser märchenschönen Frau aufging.

Dann aber, alS habe mich eine fremde, geheimnisvolle Kraft gezwungen, wich lang­sam mein Schauen von Kahli ab. 3ch sah Äalama regungslos in einem Sessel sitzen, ber auf unerklärliche Weise auf bie Dühne bin» gezaubert schien. Ehe jedoch noch bieseS Dild ganz in mein Bewußtsein ehtbnngen konnte, floß, von magischer Gewalt gelenkt, mein Mick wieder seitwärts, hinüber zu ber märchenschönen Frau, bie jetzt das schwere, faltenreiche, schmucküberlabene Gewand eine» indischen Tempelmäbchens trug.

Kahli tanzte . . .

Fernher tönten traumhaft Gongschläge; leise wie verschüchtert, mühten sich Zimpeln und Sackpfeifen. Kahll glitt Schritt um Schritt, schwebte und wiegte s.ch in ruhigem Rhyth» mu«; Zuckungen rieselten wellengle.ch über sie und schwangen sich h.nüber zu wirbelnden, ekstatischen Dewegungen. Arme und Hände sprachen eine vergessene Sprache. Versunken War alle« ring« umher.

Roch tanzte Kahli. Gleichzeitig aber schritt em gespenstiges Wesen. Kahli noch einmal, quer durch den Saal; hind irch durch Möbel, Geräte und Menschen. Staunende Dewunderung verbog sich zu flatternöem Ent­setzen. WeißglühendeS Licht stürzte tn fun­kelnden Kaskaden von der Decke: auf der Dühne stanb allein: Äalama. ber Zauberer.

Es ist alle« Suggestion, sprach neben mir »Gawril mit fonberbar gurgelnden Vokal- lauten. bie mir bisher nie ausgefallen waren, .ich bin heute zum sechstenmale hier und weiß es bestimmt: Kahli betritt die Dühne über­haupt nicht. Sie liegt tn einer ber Garde­roben in einer Art von Trance. Alle« aber, was wir hier sehen, ist eine hypnotische Fata morgena, die auf demselben Prinzip beruht wie das übliche Mango baumwunder der Fakire.

Aber die Frau selbst ist doch Wirlli<^eit? fragte Dill und beugte sich vor, um den Rusien scharf anzusehen.

Ich sah sie auf der Straße, gab Gawril heiser zurück.

Wieder siel ber Saal in« Dunkel. Auf ber Dühne stand wie vorher Äalama unb lächelte ein wenig. Spöttisch unb überlegen. Unb um eine« Puls'chlag« Länge war mir, alS hätte er feine Glutaugen auf uns drei gerichtet.

Dann war bie Dühne eine kleine Lichtung fm Urwald. Eine riesige Pythonschlange wälzte sich vorüber, Affen turnten lärmend im Geäst, das Glucksen eines Rashornvogels schäkerte fern. Dildbernalle Äreper stürmten einher, Pfeile zischten in splitternde Stämme. Sine Kopfjagd, irgendwo ht Assam, er» istnerte ich mich.

Urplötzlich zerreißt ein brandrotes Auf­leuchten wie ein Feuer, das lange unter dürrem Holz schwelte, die ttrwald'zene . . . Äalama steht kaum daß die Retzhaut deS AugeS da« Dild erfaßt allein auf der Dühne im Frack und Turban.

Dann, jäh hingeworfen, ein geisterhafte« Filmfpiel: Maschinerie einer Dühne, Re­quisiten, Versatzstücke, Treppen, enge Dünge und wieder gewundene Treppen, als #efe jemand in angstvoller Hast durch em