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Al le nd or f. Edder. Da« am der» gangenen Sonntag zwischen ben beide» Sportvereinen Reddighausen und Allem» dorf aff* hiesigem Sportplatz aurgetragema VerbandSspiel'endste mit 8: 1 für Re-ddtz- hau'en. Obwohl bet Dinterfahrpla« einige kleine Derbesserungen gebracht bat, ist der Wunsch betr. Haltestelle DfterfeO noch immer unerfüllt geblieben.

«rett -raakenderg

Frankenberg. Nachdem in der letz, ten Zeit Stimmen laut geworden sind, daß die beiden Enklaven de« Kreise« Franken« berg, Höringliausen und Eimelrod, anderen Kreisen zuaeteilt werden sollen und über« Haupt die Aufteilung de« ganzen Kreise» nur eine Frage der Zeit sei, hat im Kreise eine lebhafte Gegenbewegung eingesetzt. Um ein klares Bild über die Gefahren, die dem Kreise Frankenberg drohen, zu ge« winnen, veranstalte der Handwerkerbund, die Kaufmännische Vereinigung und der Wirteverband am Freitag imHessischen Hof" eine Protestversammlung, die jeden­falls stark besucht werden dürste.

KrrtS Sitötnhalo

« Treysa. 21. Aov. ®ine Gruppenver­sammlung deS evang. Bunde« für ben Kirchen- kreis Ziegenhain fand hier unter dem Dor­sitz des Pfarrer Hoffmann Spieskappel statt. Lieber die Ziele dos Bundes sprach Prof. Hofmann auS Kassel, welcher d e Abhaltung von Familienabenden empfahl und zur tätigen Mithilfe an regte. Die anregende Tagung wurde nach einer gemeinsamen Aussprach« ge­schlossen. Dom Vaterländischen Frauenver­ein wird beabsichtigt die WohlfahrtSe nrtch- tung .Hilfe am Grabe" hier einzuführen.

Schwarzenborn. Spätabends ent­stand wahrscheinlich durch Kurchfchluh In dem 1895 erbauten, im unteren Teile der Stadt gelegenen staatlichen Forsthaus Feuer. Der Dachstuhl war in kurzer Zeit ausgebrannt, ebenso wurde bald der übrige Teil deS Hauses bis auf die Umfassung«- mauern ein Raub der Flammen. Die un­günstige Lage de« Haufe« sowie der Um­stand, datz es schon Rachtzeit war, hatte die Löschungsarbeiten gehemmt. GS ist dies der erste Brand wieder fett 49 Jahren Damals brannten zwei Gehöfte In bet Unterstadt ab.

Kreis BftRmfeBf

** Gladenbach. Während de« Got. tesdienstes am prosten Bettag gab es plötz« lich eine Panik dadurch, dast im hinteren Teil der Kirche da, Gebälk in Brand ge. raten wat. Die Gefahr wurde bald oe« lettigt.

KreiS Wittgenstein

Laasphe. Die Lederwerke ®.m.b.H. hierfelbst beabsichtig«» mit Ende diese« Jahres ihren Betrieb zu schließen. Di« zu diesem Zeitpunkt wird derselbe nut noch eingeschränkt fortgeführt. Die Tatsache die­ser Stillegung ist mit Bedauern aufzu­nehmen, geht damit doch ein größere« ge­werbliches Unternehmen innerhalb unseres Gemeinwesens ein.

AuS dem Vllllntt

Eibelshausen. Don dem Amts­gericht Dillenburg werden im Geschäfts­jahr 1928 an folgenden Tagen auf dem hiesigen Bürgermeisteramt in Eibelshausen Gerichtstage abgehalten werden: 12. Ja- nuar, 16. Februar. 15. März, 19. April, 24. Mai, 21. Juni, 12. Juli. 6. September, 18. Oktober, 22. Aovember.

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Marburg und Umgebung

fjm 21. Aovember, nachmittags von 46

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: t , Memath eine Ansprache, in welcher er , x vch einmal in ergreifenden Worten ein Bild

Lebens und Wirkens des Heimgegangenen

Die zahlreich

lauschte tiefbewegt den

ertrag. Veranlaßt durch den Frauenbildung Frauenstudium

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worragend schöne Lichtbäder. China, 8 Land ältester Kultur, führte sie aus,

ichülern und Studenten beider-

erfreu» Verein

Tieß rcksamkeit; sie hat selbst phonographische rtfl g »fnahmen von merkwürdigen Jnstrumen- . GrS 81 wie Mundorgel, Doppelflöte, Moul- e'nt

ich ti Ausführungen des Aedners. Aach noch» !N [i iroligcm Gesang der Kinder und Gemeinde» efang wurde von Superintendent Landau die lahresfeier mit Gebet und Degen geschlossen.

lief) «Beteln l_________ --

broa id den Hausfrauenverein^ sprach am 18. um ( lovember Frau d u Bois-Rehmond istpi- n Landgrafenhaus überDas Leben lTO^n Chin a", wie sie es selbst in 13jährl-

c 58« s Geschlechts gegen den Versailler Ver- sitag. Manchen Zug von Anhänglichkeit begeb ab Dankbarkeit der Chinesen konnte sie achtu! nichten; nach ihrer Erfahrung solle jeder Fin eutsche in China deutsch reden, deutsch bebe enfen und handeln. Deutsch ist' auch Mc v tute Unterrichtssprache an der jetzigen ) teil «iversität Schanghai. Die Sprache bst n ßeii fe stärkste Brücke zum Verständnis. Hu- hina »rvo.les fehlte nicht: so allerlei chinesische chen ochkünste; das populäre chinesische Ge­ben hrt, der Schubkarren; chinesische Puppen- bis i «ater und vieles andere mehr. Beach- t. D «swerte Bilder von Pflanzen Frau c Ti« Bois-Reymond hat im Sammeln von .. % ^chen wissenschaftliche Arbeit geleistet, c 23« w Tieren, von merkwürdigen, auf uralte ibig'i tatition sich gründenden Gebräuchen und en sremonien folgten. Auch der chinesischen r Na Mit widmete die Rednerin ihre Auf-

luai$ ti Land ältester Kultur, führte sie aus, et ® l das Land der Zukunft, jetzt von be- tubie inberent Interesse, als seit 1911 m man« itzfachen Kämpfen sich dort der Orient » «it dem Occident auseinandersetzt. Be-

' «9t sch ilder e die Rednerin das Erlebnis

n üb iner Protestversammlung von 15 000 cht- aufh« ksischen Schülern und Studenten beider-

f iLAarrers Heermann entwarf, r 5äl ^suchte Versammlung lauscht«

Tt ej yiUtVUlH IIIW XlJIlylVWItl

Fahr essest de« Elisabethvereins.

ruck" 3m 21. Aovember, nachmittags von 46 H h4( fand die Jahresfeier des El.sabethhauses » des SlisabethvereinS im Slisabethhaus vor "" « Ichenhausen statt. Aach gemeinsamen Ge» cn tanfi eröffnete Superintendent Landau die mit Gebet und Schriftverlesung. Hieran Untt Avisen sich die Derichte über die Arbeit der die tzAbwestern In den verschiedenen Gemeindebe» ho ^rfen; es sei nur erwähnt, daß von den gerul »bvestern außer sonstigen Besuchen etwa *458 Krankenbesuche gemacht und etwa 150 Nachtwachen geleistet sind; dazu kommen noch ^rlk Tagespflegen. Nachtwachen und Besuche h Privatpslegen. Wütterabende waren das - Jahr im Elisabethhaus und Julien-

m efliy yarjr tm suiaoeiyyaus uno 1 Die Jungmädchenarbeit macht

9! uk Fortschritte. Der Christliche

italie i^ger Mädchen im Sulien stift zählt z. Zt. 108 der Wglieder. 2153 Besuche wurden gemacht. Do» ®ie beiden Schwestern, welche in der Lugen da-

0, pbeit stehen, widmen sich auch noch der «ahnhofsmission und der Krankenpflege. Au« m " stm eingehenderen Bericht über das Elisabeth» "-ÖUM W8 ging hervor, wie verwachsen der ver» prbene Pfarrer Heermann mit dieser An» gewesen ist und welche unermüdliche Treue r ihr Jahrzehnte hindurch geleistet hat. In en Bericht waren in sehr schöner Weise sichte eingestreut, welche von einzelnen kmdern des Hauses zur Erinnerung an jetrn Pfarrer Heermann vorgetragen wurden, lach einem Kindergesang hielt Pfarrer

u! tm Aufenthalt als Gattin deS an die nei * mische Medizinschule Schanghai berufe- te » en Physiologen kennen lernte. Mkt er u roßem Geschick verstand es döe Rednerin zimrn eine liebenswürdige, sympathische Er» r ab Meinung eine Fülle interessanter lat« spät bihen zu übermitteln, ckyne zu ermüden, t «terstützt durch zahlreiche, z. T. farbige.

r»er*efMAc Fettung, WUrt*rg «. 8. Mittwoch, den 23. November 1927

trommel und bergt, gemacht. Zum Schluß folgten einige Landschaftioilder, unter de­nen vollendet schöne Brücken und dje be­kannte chinesische Mauer am eindruck- vollsten waren. Dankbarer Beifall des zahlreich erschienenen Publikums lohnte die hochinteressanten Ausführungen. W.

* Ausgestellte Näharbeiten. In dem Schaufenster der Firma Karl Diettich, hier, Neustadt 24, sind zur Zeit Arbeiten der Teilnehmerinnen an dem Pridat-Weißnähkursus des Fräulein Elisa- bech Diettich ausgestellt.

Höhlensiedlungen. Der Ober- hessische Gebirgsoerein hat bei sei­nen Wanderungen zur Erschließung der Schön­heiten der engeren Heimat stets Wert darauf gelegt, die Heimatsgeschichte und die Kultur- und Baudenkmäler durch eingehende Borträge bekannt zu machen. Am 3. April d. Is. war Eelegenheit gegeben, bei einer Wanderung von Dreihausen aus, die Reste des fränkischen Königshofes im Walde oberhalb dieses Ortes, das altehrwürdige Schloß zu Nordeck im Lum­datal, die Rabenau und anschließend die durch Herrn Professor Dr. Richter in Dießen 1924 am Südabhang des Totenberges bei Treis a. d. Lumda ausgegrabenen sehr umfangrei­chen altsteinzeitlichen Höhlensiedlungen ken­nen zu lernen. Der höchst interessante Bor- trag de» Forschers führte uns in unbekannte Gebiete und fand ungeteilten lebhaften Bei­fall. Es bestand sofort der Wunsch, diese für die frühe Besiedlung der engeren Heimat und die überaus wertvollen zahlreichen Funde, die ein getreues Bild des Lebens unserer Vor­fahren vor etwa 150 000 Jahren geben, einem größeren Kreise, der Allgemeinheit, bekannt zu geben. In Verbindung mit dem Hessischen Geschichtsverein - ist es dem O. H. G. V. ge­lungen, Herrn Professor Dr. H. Richter vom geologischen Institut der Universität Gießen zu einem eingehenden Vortrag mit Lichtbil­dern zu gewinnen, der am Montag, den 5. Dezember d. Is, abends 8 Uhr im großen Saale des Landgrafenhauses stattfinden soll. Um die Ergebnisse einem möglichst großen Kreise bekannt zu machen, wird der Vortrag kostenlos sein. Die Einladung ergeht über den Rahmen der Vereine hinaus, an die ge­samte Einwohnerschaft der Stadt. A. Dbr.

Stadttheater.

Zur Egmont Aufführung mit der großen feierlichen Mufik- umrahmung, die Beethoven dem Drama als Huldigung kom­ponierte, ist es wohl nötig, auf diese welt­bekannte, herrliche Komposition besonders auf­merksam zu machen? Wer kennt nicht bte wunderbare Ouvertüre und die vier eben­so charakteristischen wie stimmungsvollen Zwischenaktnummern. Braucht an bte einzig­artige, tiefergreifende Musik, die Elärchens Tod erflärt, erinnert zu werden? Oder an die Musik zu Elärchens Erscheinung und die herrliche Stegessymphonie zum Schluß? Beet» bovens Musik verdient nicht weniger als Goethes Dichtung den lebhaftesten Besuch der Vorstellung. DaS Orchester wird von dem verstärkten Musikkorps des htesigen Reichs» Wehrbataillons unter Leitung des Herrn Musikmetsters Große gestellt.

Rene Bau weise.

Die Wurzeln der neuen Baukunst" be­titelte sich ein Vortrag, ben Montag abend der Direktor deS staatlichen Bauhause» Dessau, Professor Walter GropluS, hielt. Der Vortragende wies in seinen einlei­tenden Worten darauf hin, daß alle Ver­hältnisse sich der Neuzeit entsprechend um* gestellt hätten und auch der Mensch sich mit der Bauweise dieser anpassen müßte.

So schilderte er im Vewlaufe seiner Aus­führungen, wie sich viele Vereinfachungen bei der Ausstattung der Wohnräume usw. schaffen ließen, wie dabei den gesundheit­lichen Anforderungen immer mehr ent­sprochen werden könne urtb gab zuletzt eine eingehende Erklärung der Flachdach- Bauweise, wte sie das Bauhaus Dessau lehrt. Um was eS sich hier handelt, ist in einem längeren Artikel in der Nummer unserer Zeitung vom Montag, dem 14. November, eingehend gesagt worden. In der Hauptsache soll das Problem, wie der Wohnungsnot abzubelfen ist, seiner Lösung näher gebracht werden. Die zur lieber» zahl den studentischen und auch meist den bautechnischen Kreisen angehörenden Zu­hörer, die den Hörsaal bis auj das letzte Plätzchen füllten, spendeten den AuSfüh» rungen, die durch Lichtbilder verdeutlicht wurden, Beifall.

KcelS Marburg

:: Moischt, 20. Nov. In der Näh- >mft. res Ortes rutschte ein Deschäftsauto aus und erlitt dabei ganz erhebliche Beschädigungen.

-n- Sarnau. Für unser Dchulhaus und in Verbindung damit für unsere Kirche wird eine elektrische Heizanlage befchaftt. Wir verdanken diese Aeuerungen der Umsicht unseres Bürgermeisters Herrn Wiederhold, der, von einer einigen Gemeindevettretung unterstützt, schon manches fortschrittliche Werk vollendt hat.

-i- Goßfelden. 3m Anschluß an den Gottesdienst sand am Denkmal für die Ge­fallenen eine schlichte Gedenkfeier statt. Der Gesangverein und Äungfrauenverein fangen stimmungsvolle Lieder dabei.

-t- Kernbach Die OrtSgemeinde be­schloß in einmütigem Sinn die Beschaffung einer Wasserleitung, nachdem die finanzielle Seile genügend vorbere tet war. Die Quelle liefert nach oberflächlicher Schätzung jetzt schon 67 Kubikmeter Wasser täglich. Sv kann man wohl mit einer höheren Belieferung rechnen, toertn sie erst richtig gefaßt ist. DaS Quantum ist überreichlich genug für unseren Ort. Anfängliche Pläne der Oeme nbe Goß­felden, ihr Wasser auch von dieser Quelle za Qbeziehen, mußten aufgegeben werden, da die große Entfernung das Projekt für Goßfelden zu sehr verteuern würde. Goßfelden ist des­halb noch auf der Suche nach einer geeigneten Quelle in seiner Gemarkung. Erwähnt sei noch, daß die Gemeinde Kernbach 450 Prozent Gemeinde-Umlage erhebt und trotzdem die- Unternehmen zuversichtlich wagen konnte.

»ch. Amönau, 20. Aov. 3n schlichter, würdiger Weise wurde hier daS Totenfest begangen. 3n geschlossenem Zuge marschierten bte Vereine mit umflorten Fahnen zum Kriegerdenkmal vor der Kirche. Aach einer Vorau «gegangener Liturgie und gemeinsamen Ehoralgesang, brachte der Wänit er-Gesang­vereinSängerlust" in sehr stimmungsvoller ergreifender Weise den Chor .Heldentod" zu Gehör. Während sich dann die Fahnen senk­ten, legte der KriegervereinS-Vorsitzende. Herr Pillasch, im Aamen aller Vereine einen Kranz am Denkmal nieder. Nachdem der Gottes­dienst beendet war, trug der Gesangverein das Sieb .Stumm schläft der Sänger" vor. Mit den alten Soldatenlieder .Vch hat einen Kameraden" und .ES geht bei gedämpftem Trvmmelllang", vorgetragen vom Posaunen- chvr, endete die ernste, eindrucksvolle Feier, an der die ganze ©emembe teilnahm.

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- Neustadt, 21. Nov. Seltenes Weid­mannsheil chatte gestern der Iagdpächt« Karl Rinnert hier. In seltnem Berns­burger Jagdrevier schoß er drei stark« Füchse in einem Bau, darunter einen be­sonders kräftigen Rüden. EineS Fuchs fehlte der Tinte Vorderlauf, ein Zechen, daß er bereits in ebn er Fuchsfalle gehängt hatte.

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ich ihn gründlich. Sei nun ehrlich, wie ist daS eigentlich mit Eurer Ich bin nie so recht dahinter ge­

lt blieben. Aber Jugendsreundschasten kn zuweilen fest, und nun, da sie zu altern «men, wärmten sie sich um so mehr daran.

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5.

... Ist das Derühmtwerden im Können

in begründet, ober Jett doch manchmal

Skizze von M. Dauer- München.

ß kwemieprofessor Luzian Gruber sah mit

II toten beiden Stammtischgenossen, dem ge*

auftt* *tten "Rektor EileniuS und dem schweig- ö toten Finanzrat Holgert im Rebenzimmer NaN S .Goldenen Hahns". Seit mehr als zwei Baut# ehrzehnte tranken sie jeden M.ttwoch abend iutze>Es ihren Dämmerschoppen. Es war ihnen st selbst erstaunlich, wie treu sie dieser

sich bekanntlich streiten . .

- Gruber lächelte. .Wenn ich Hoch-

Erp totig wäre. toüu> «ch behaupten, meine

; Jiflungen hätten mich zu Ruhm und ?ke gebracht. Aber tch will ausrichtig sein. 2*ebe mit nämlich hat der Zufall in ganz v *riwürdiger Weise bte Hand geführt." W Jtatn Erzählen aufgeforbert, begann er nach kräftigen Schluck: .Auch ich war einmal NeSaiift und vertraute meinem GeniuS. Meine

Zuv pian, ne tt «nst?

^tonten.

ist bet Ausstieg, wie Du weißt, an Watz- . gebunden. Wit haben 6ram:na; unser ? rt läßt sich errechnen. Bet Euch entscheidet

®in Fläschchen Rotspon vor sich, ergriff efetifl B erfter Cilenius das Wort. .Ich habe ausgezeichneten Aufsatz Über Deine

leuchten. Heber diesen Abschnitt brachte mich bte Wirklichkeit nur allzubald hinweg. Hunger und Aot wurden meine Gefähtten Keiner von Euch hat seinen Lebenstraum gleich teuer erlauft. Aut gut, daß Hanna, meine Frau, so tapfer war. . ."

.Warum kamst Du in solchen Fällen nicht zu uns?" warf Holgert ein. '

.Fälle!" meinte er belustigt. .Dauerzu­stände waren eS zuweilen. Die sieben mageren Jahre ohne die rettende Kornkammer im Hinterhalt. Aber endlich trat ein Zufall ein. Es »ar nach meiner Ausstellung in den eleganten Räumen des Kunsthändlers Wittig. Man war durch diesen meinen einzigen Mäcen ein wenig auf mich auf­merksam geworden.* Die öffentliche Kritik Rang überraschend gut. Meine Auffassung des Stoffes und der Licht- und Farben­wirkung gab Anlaß zu Dergleichen mit Manet, vereinzelt sogar mit seinem größeren Vor­gänger Francisco be Goya. War eS ba ein Wunder, wenn Hanna und ich Luftschlösser bauten und die kühnsten Auss.chten erörterten? Indes das Wichtigste für uns blieb aus. Man kaufte mich nicht. Als meine Bilder zurückgebracht wurden, konnte ich mit Schiller sagen: Er zählt die Häupter seiner Lieben und sieh ihm fehlt kein teures Haupt.

Eines Tages aber flatterte ein gräflicher Brief in meine Trübseligkeft. Hanna, die jede unangenehme Post ohne weiteres unter­schlug, überreichte ihn m ir mit dem Ausruf: »DaS Glück beginnt!" Aichts beginnt, sagte ich verdrossen, .daS ist doch alles nur ein Ulf!"

Das Schreiben enthielt die höfliche Ein­ladung zu einem Diner im Hause des Grafe Rambaldi. Meine Ausstellung habe ihm ge­fallen. und er wünsche zwecks llebermitttung eines Auftrag« noch persönliche Dorbe­

sprechung über Kosten. Raumwirkung und Werkstosfben.-tzung. Sein Wagen toerbe mich an meinem Hause erwarten. Auch Tag und Ctunbe waren genau bestimmt. Kein Wenn und Aber machte Hanna wankend. .Kleider machen Leute," sagte sie und verhalf meinem Frack zu neuem Glanz. Ihre größte Geschick­lichkeit jedoch entfaltete sie in den nun folgen­den Probe-Essen. Grafen seien Feinschmecker, belehrte sie mich, und ich solle nicht andern auf die Finger sehen müssen, wie man Lecker- . bissen ißt. AiemalS vor» und nachher habe ich üppiger gelebt als in diesen rätselvollen Tagen. Woher meine Hanna all ben Reich­tum bezog, verriet sie mir bis heute nicht. Unsere Menus boten Mayonaisen und Kaviar, Fische. Geflügel, erlesene kalte Schalen und andere Seltenheiten.

.Und wenn keine Kutsche kommt?" fragte ich gereizt.

»Sie kommt!" erwidette sie.

Und sie kam auch wirllich. Auf HannaS Drängen stand ich eine Stunde vor der bestimmten Zeit in Wichs. Wie im Traume stieg ich in den wundervollen, dunkelblauen Wagen mit gelben Seidensitzen, sah den Diener in Livree den Schlag öffnen und hinter mir schließen und harrte mit Dangen der Dinge, die da kommen sollten. Einzelheiten bitte ich mir gütigst zu erlassen, ich wußte sie auch da­mals nicht. Aur, daß außer Graf Rambaldi fünf weitere Herren feiner Kreise zugegen waren, empfand ich mehr als peinlich. DaS Diner selbst verlief dank HannaS Unter­richt ohne jeglichen störenden Zwischenfall. BiS eS dann zum Vortrag der erwähnten Suttfte kam. Er sollte nicht sehr lange dauern. Ich stellte mich dem Grasen als Schüler Liebermanns und Anhänger des Im­pressionismus vor. Eben wollte ich ihm erllären, was meinen Werkstoff betreffe, da unterbrach er Vorsicht la:

.Wie war 2hr Aame, Herr Profeffor?"

Luzian Gruber," bemerkte ich erstaunt.

Ob ich Archttett fei, forschte er noch. Sch wäre Runßmater, gestand ich betroffen. . , Lebhafte Heiterkeit umgab mich mit einem Male.

Als erster schien mein Gvaf beruhigt. .Deo» zeihen Sie", sagte er höflich, .eine unbegreif­liche Der..chSlung meine« Sekretär« hat Via zu un« geführt. Sch erwarte einen Archi­tekten gleichen Aamen«. dessen Ausstellung in Derltn mein Sntereffe fand, zur Anlage eines Wintergarten«. Vie haben wohl vor kurzem selbst ttne Ausstellung veranstaltet?" Verlegen bejahte ich -Hanna, du Satan," dachte i.h und wünschte fte an meinen Platz.

Der Gras aber bemühte sich um mtch Er führte mich durch seine Gesellschaftsräume, und ich erkannte den vollenden Kunstl.ed- haber in thm. Dor einem Bilde stand er still. ,WaS halten Sie von diesem Werk?" .ES ist ein wundervoller Franz HalS," er­widerte ich .»ine« seiner besten Gemälb» ES wundert mich daß es sich noch tot Privat- besiy befindet."

Graf Rambaldi lächelte fetn. .Sch könnte auch moderne Bilder hängen," warf er zögernd ein. .Wenn ich Shr Atelier besuch« darf? . . .

Da fühlte ich mich denn höflich entlaffen.

Den nächsten Tag aber erwarb er mein »Interieur in Gelb" um bare tausend Mark, und »-ich seine Freunde verringerten meine Ausstellungsbestände um ein Bedeutendes, Der Segen setzte sich in Gestatt von Auf« trägen ay8 der besten Gesellschaft fett

Ob id> aber jemals ohne jene peinvche Verwechslung ehtrt gräflichen Sekretär« zu meiner heutigen Stellung gekommen wär«, möchte ich bezweifeln."