Einzelbild herunterladen
 

m Sethntg" «

sechsmal wichen «ich. De-

MüköükUt

Anzeiger für (fcri früher kurhefsische) Oderhrffen - Verkünöjmmosdkri für Stadt und Kreis Marburg

Michi L-MSzrttM

SHiroo®, len 26. Skt. 1927

SbechMsche Zeitung

Rr. 25162. Mra. Marburg «.Laho

Der Anzeigochrel« beträgt fit» den 10 gespatt. ZeüenmMimete» 0.08 GM, kleine Baranretge» 0.06 SM-, amtliche und ans» tvärtige Anzeigen 0.10 GM. Sei schwierigem Sah sowie bei Platz-, Vorschrift SO-,. Aufschlag. Lammeianzeigen 100*/, Auf­schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt als Barradatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die GeschLstSstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Soldmark = '/^»Dollar.

j Ang. Koch. Markt 21/23. »^nsprecher: Rr. 54. «. Rr. 56. % m^lscheckkonto: A«1 Frankfurt.

\ Rr. 5016. Sprechzeit'

l Q» Redaktion von 1011 nnd

Furchtbare SchWkataftrephe bet Bahia

Ser StatteiiM Ssmeftr .AtiulveHa SialÄka. mit 1M Sttfenm «fünfen - M NÄtngim ertrmken? - WWr 72» gereliet

ft. Rio de Janeiro, 26. Okt. Der LampferPrincipeffa Masaldt" ist gr funk en. Es wird berichtet, daß von seinen 1600 Passagieren 400 gerettet worden sind.

ft. Rio de Ianeiro, 26. Ott. Rach |iet eingegangenen Funksprüchen ist der italienische PassagierdampfrrPrincipesia Rafalda" auf der Höhe von Bahia ge, ftnken. Der Dampfer hatte 1600 Fahr- Me n Bord. Bier Dampfer sind nach btt Unglücksstelle abgegangen, um die übrigen Schiffbrüchigen auszunrhmen. ftach einem Funkbericht des französischen KampfersFormosa" hat dieser 720 fahrgäfte des gesunkenen italienischen Dampfers gerettet.

ft. Rio de Janeiro. 26. Okt. Rach Irnte früh eingegangenen Meldungen sind ltwa die Hälfte der Passagiere des

Dampfers derPrincipeffa Mafalda" ge­rettet worden. Die an der Unfallstelle befindlichen Schiff, sind mit der Bergung der lleberlrbenden derart beschäftigt, dass Einzelheiten nur spärlich ein­laufen.

fk. RiodeIanelro.SV. Okt. Di« Stelle, an der der italienische Pasiagierdampfer unter' gegangen ist, liegt etwa 130 Seemeilen nord­östlich von Bahia. Unter den Fahrgästen des Dampfer« befanden sich viel«, die nach Ar­gentinien auswandern wollten. Unter auf­opfernder Tätigkeit der Besatzung der vier Schiffe, die auf die drahtlofen Hilferufe der '.Prlneipessa Mafalda" an die Unfallstelle ge­eilt waren, wurden viel« gerettet. Es wird vermutet, daß besonders viele Zwischendeckpassagiere mit dem Schift untergegange« sind. Der Damp­ferFormosa", der 720 Passagiere aufnahm, wirkte mit den anderen zur Hilfe geilten

Schiffen zusammen, viele Fahrgäste der ..Principesia Mafalda" retteten sich in Booten oder an Planken, andere sprangen mit Schwimmwesten über Bord. Es wird »ermu- tet, daß der Untergang derPrineipefla" da- durch verursacht worden ist, daß das Schiff aufeinRiffausgelaufenist. Der bra- silianische Dampfer,,R i o G r a n d e d o S u l" ist ausgelaufen, um bei dem Rettungswerk Hilfe zu leisten.

Vor ungefähr 7 Jahren war überPrinci- peffa Mafalda" eine Nachricht verbreitet, daß sie auf eine Mine gelaufen und untergeg^ngen fei. Damals stellte sich aber heraus, daß dies nicht den Tatsachen entsprach. Der deutsche DampferAthenas" hat 400 der Schiffbrüchi­gen derMafalda" gerettet.

880 Passagiere ertrunken?

fk. BuenosAires,26. Okt. Der fran- zösifche DampferFormosa" teilt funkentele.

graphisch mit, daß er mit 720 liebet» lebenden des DampfersMafalda" an Bord nach Rio de Janeiro unterwegs fei. Das Büro der Ravigazione Generale Italiana gibt bekannt, daß sich an Bord derMafalda" nn» gefähr 1800 Passagiere befanden. Man befürchtet, daß 880 Menschen ertrun- Ken sind. An Bord des Dampfers befand sich der berühmte italienische lyrische Tenor v i g l i, besten Schicksal noch völlig unbekannt ist.

ff. Rio de Janeiro, 26. Oft. Nach den letzten Funfsprüchen hat der deutsche DampferAthena" 400, der englisch« DampferEmpivester" 200 und der französische DampferFormosa" 120 Fahrgäste der untergegngenenPrinzi- pessa Mafalda" gerettet.

Die Meldung, daß der französiische DampferFormosa" 72 0 Personen gerettet habe, ist also unrichtig.

Ser Maser

Wien. 25. Ott. Die Untersuchung br» siragcr Eesandtenmordcs, bei s kt auch die österreichische Polizei mit« i »irkt, hat da« überraschende Ergebnis S«- i zeitigt, datz der Mörder des Prager »lbanischen Gesandten vor seiner Fahrt »ach Prag eine Begegnung mit de« Wiener albanischen Konsul, E a r a e c i, »chabt hat. Dieser steht jetzt unter dem Orrdacht. Mitwisser des Prager Er- stndtenmordes gewesen zu ein. Dieser Verdacht verstärkt sich dadurch, datz Sa« raei, als et noch 1925 Konsul in Italien i Var. mit der Ermordung de- albanischen shtterrichtsminiftes in Vari in Zusam. venhang gestanden hat. Der Mörder des Rinifters war ein Bettet d«s Konsuls, ki ermordete Minister ebenfalls wie der kürzlich ermordete Prager Gesandte ein Segnet des albanischen Diktators Achmed Aogu. llebtigens ist der Ministetmörder damals, obwohl et auf frischer Tat ertappt ttfcen war, sreigesprochen worden.

-----

eint MoltWrsammlmg btt KenlisnSre

Der Rerchsverband der Ruhe- und DartestandSbeamten und Hinterbliebenen deranstaltete gestern abend im Berliner LehrervereinShause eine auch von Parla- »ientariern besuchte Kundgebung. Der I Niesens aal muhte lange vor Beginn der Dersammlung infolge Aeberfüllung ge- Iperrt werden. In einer einstimmig ange- iwnunenen Entschließung wurde neben dem autvmattschen Mitgehen mit den Eiden Bezügen noch die Gleichstellung der Alt- und Neupensionäre, GewShrung dollen WohnungsgcldeS, Umwandlung des Frauenzuschlages in einen HauShaltzu- !<hlag, Wiedergewährung der 1920 ent- tdgenen 10 prozentigen Zulage und ähn­liche Zuwendungen zur Hauptforderung erhoben. Die Wünsche sind gleichzeitig in 1: Umfangreichen Denkschriften dem Reichs- düü Landtage zugestellt worden.

Das grheimnlSvollr Memorsn-um

Sir #ntltif6bttt iinb tont) kn NmnzmirMn Wwmftti

Die Besprechung des Reichsfinanzmini- stets und tze« Reichskanzler mit Len Fiih- tern bet Sozialdemokraten, Demokraten und btt «irtschaftspartei dauetten fast

Stunden. Wie bas Rachrichtenbüto bes B.D.Z. hört, untertichtete der Finanzminifter die Partei- führet übet den Inhalt bet Denkschrift be» Bepatationsagenten, verpflichtete sie jeboch zu strengstem Stillschwei­gen, be biese Denkschrift noch bie Grund­lage von Verhandlungen des Finanz­ministeriums mit dem Reparationsage«, ten bilden »erbe. Dr. Köhler wird dem Hauptaurfchuß be« Reichstags keine wei­teren Erttärungrn zu dieser Angelegenheit abgeben. In parlamentarischen Kreisen erwartet man, daß der Finanzminister die Parteien über den weiteren Verlauf seiner Berhandlungen mit dem Repara- tionsagenten in vertraulichen Besprechun­gen auf dem laufenden halten wird.

*

Ter Brief, den der Entschädigungsagen/ Parker Gilbert in Sachen der deutschen Finanzgebarung an den ReichSfinanzmi- nister gerichtet hat, hat im Zn- und Aus­land großes Aufsehen erregt und zu den wildesten Gerüchten über einen angeblichen Eingriff in die Souveränität der Deut­schen Reiches geführt. Die französische Chauvinistenpreise hat sich mit einem wah­ren Feuereifer diese« Falle- angonommen, um ihr altes Märchen aufzutischen, daß Deutschland beabsichtige, sich seinen Re- parationSverpflichlunaen zu entziehen. Auch die Berliner Börse ist an den Timen nicht teilnahmslos vorübergegangen. Viel bei­getragen hat zu der Beunruhigung zwei­fellos der Umstand, daß deutscherseits in der ganzen Angelezenh-it zunächst eine ge- wisse Geheimniskrämerei getrieben worden ist. Zu einem solchen Heimlich tun lag un­seres Erachtens umsoweniger ein Anlaß vor, als nach unseren zuverlässigen Infor­mationen dem Schreiben Parker Gilberts nicht die kapitale Bedeutung zukomnrt, die »hm in der Presse de« In- und Auslandes bisher beigemessen worden ist.

Ueder die Entstehungsgeschichte wird uns von unterrichteter Seite Folgende? mitge- teUt: Als Ausgangspunkt des Memoran­dums des EntzchädiaungSagenten ist der

orbnungiaemiBe Zwischenbericht anzusehen, den Parier Gilbert im Juni über den Stand de« deutschen Finanzwesen» ver­öffentlicht hat. In diesem Zwischenbericht war an der deutsche« Fin«nzgebahrung was allgemein bekannt ist, seitens des Re­parationsogenten ein« scharfe Kritik geübt worden. JnSbesoubere hat sich Par­ker Gilbert damals lehr ausführlich mit der im April erfolgten Regelung des Fi­nanzausgleich» auretnonbergesetzt, wobei er den Standpunkt vertrat, daß die Aufwen- bungen de« Reiche» für die Sauber und Gemeinden zu hoch feien. Auch die Etat- gebahrung be« Deutschen Reiches war in dem Zwischenbericht beanstandet worden. Auf der Grundlage diese? Zwischenberichtes haben nun in den folgenden Wochen und Monaten Besprechnnoen zwischen dem Re- paratiowkagenten und dem ReichSfinanz- nrinifterium stattgefunden, in denen selbst­verständlich auch die schwebenden großen Gesetzesvorlagen (Beamtenbesoldung, Liqui- dationsvesetz usw.) behandelt wurden. Die Besprechungen fanden durch den Svmmer- urlaub Parker VilbertS und des ReichS- finanzminister» Dr. Köhler zeitweise eine Unterbrechung.

Sobald der Reparationsagent aus Ame­rika von seiner Dommerrelse zurüchzekehrt war, wurden die Verhandlungen wieder ausgenommen, und im weiteren Verfolg dreier Besprechungen wurde von Seiten der ReichSf ina n zm in ist e rS der Wunsch ge­äußert, der Reparation»agent möge die Bedenken, die er gegen die deutsche Finanz- gebahrung in den mündlichen Beratungen zum Ausdruck gebracht hatte, schriftlich nie» berlegen. Dieser Schriftsatz sollte dann als Grundlage für die weiteren Be­sprechungen und eventuell vom ReichS- finanzminister zu verfügende Maßnahmen zu gelten haben. So ist dar Schreiben Parker GikbertS entstanden, daS jetzt die Oeftentkichkeit in diesen Tagen ko außer- ordentlich beunruhigt hat. ES stellt, wie ausdrücklich Betont werden muß, leinen Protest des ReparationSagenten gegen den einen ober artberen Gesetzentwurf der Re­gierung bar. DaS Schreiben b<ent viel­mehr lediglich als Grundlage für die wei­teren mündlichen Besprechungen, die zwi­schen dem ReparationSagenten und dem Reichsfinanzminister in den Fragen der deutschen FinanGgebahrung buch in den nächsten Wochen wieder fortgesetzt werden sollen. Diese weiteren Besprechungen ha­ben noch den besonderen Zweck, Kiarheit zu schaffen über bestimmte Fragen, deren Klärung der Reparationsagent im Hiichtick auf den in etwa 5 Wochen fälligen Ge- samtjahrepbericht für notwendig HW. .

Wenn in der Oefftntlichkeit gefragt wird, wie eS komme, datz der ReparationsagenL gerade in diesem Jahr den deutschen Fi­nanzetat besonders kritisch Beurteilt, so ist darauf hinzuweisen, datz die ReichSregie- rung tatsächlich im laufenden Jahr eine Reihe von ganz großen Gesetzesvorlagen zur Verabschiedung bringen will, die große Ausgaben bedingen. Es sei in diesem Zu­sammenhang an den schon erwähnten Fi­nanzausgleich, an das Arbeitslosenver­sicherungsgesetz, an das Steuervereinheit- llchungsgesetz, an die BesoldungSrefvrm, an das Liquidationsschädengesetz und an daS Schulgesetz erinnert. Die Reichsregie- rung steht auf dem Standpunkt, daß diese Gesetze unbedingt noch in diesem Jahr er­ledigt werden müssen, weil im nächsten Jahr die volle Belastung aus dem Dawes- plan einsetzt. Die Befoldungsreform mutz verabschiedet werden, denn schon seit Jah­ren ist von sämtlichen Reichsregierungen den Beamten eine Erhöhung ihrer unzu- länglichen Bezüge zugesagt worden. Die Liquidationsgeschädigten warten schon seit 8 Jahren auf die Erledigung ihrer An­sprüche. Ebenso dringlich sind, bezw. wa­ren die anderen oben angeführten Ge­setzesvorlagen der Regierung.

In der Presse ist die Forderung erho­ben worden, die Reichsregierung möge doch daS Memorandum Parker Gilberts ver­öffentlichen. Hierzu ist zu bemerken, daß eine solche Veröffentlichung nur natürlich mit Zustimmung des Reparationsagenten erfolgen könnte. Unseres Wissens hat aber der Reparationsagent ein entschiedenes Veto gegen die Veröffentlichung der Denk­schrift, bie ja, wie aus dem Vorstehenden hervoraeht, lediglich ein Zwischenglied rn einer Reihe von Verhandlungen und Be­sprechungen darstellt, erhoben. Aus diesem Grunde sieht sich die Reichsregierung auch außerstande, selbst im Hauptausschuß des Reichstages detaillierte Mitteilungen über das Memorandum zu machen. Der Reichs- ftnanzminister wird dagegen im Haupt- auSschuh des Reichstages einen ganz aus­führlichen Bericht erstatten über' die Lage bet ReichSfi nan-zen, wobei er sich auch insbesondere über die voraussichtliche Ent­wicklung unseres Finanzwesens in den den nächsten Jahren äußern wird.

TaM über bes SmvrSvlm

Der Vorsitzende des Verbandes amerikani- scher Bankiers, M. A. T a y l o r, hielt auf bet Jahresversammlung des Verbandes in Hufton (Texas) eine Rede über den Dawes- plan. Taylor erklärte u-a., Deutschland habe sich feit dem Zustandekommen des Dawes- planes von Amerika mehr geliehen, als es ax feine Gläubiger abzutragen hatte. Infolge- dessen habe Deutschland feinen Derpflichtun- gxn atz-, bemjapiMspIa^ NAchkormuen imtz.^e