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Beite *

Oherhrssische Zcitang, Marburg «. L. M»nt«g, de« 10. Lttaber 1927

Nr. 237

Aus Nr Umregen-

»relS «irtfilnin i

Kirchhain, 7. Okt. Die von den städti- scheu Körperschaften beschlossene Ordnung für Erhebung einer Biersteuerordnung in Höhe von 7 v. H. des Herstellerpreises hat die Ge­nehmigung deS Bezirksausschusses gefunden.

• Speckswinkel. Unsere Grmeinde- kasse erzielte aus dem diesjährigen Lbst- «rlör eine Einnahme von 852,50 Mark ge­gen 749,80 Mark im Vorjahre. Der Zent­ner Aepfei kostete am Baum durchischnitt- lich 3 bis 4 Mark, während gewöhnliche Birnen 1 bis 2 Mark pro Zentner er­brachten. Bessere Aepfei wurden mit 6,50 «m Baum bezahlt.

KreiS fliegtnhain

Rückershausen. Am Sonntag, den 2. Oktober, wurde unser Kriegerdenkmal «ingeweiht. Die Begrüßungsrede hielt Herr Lehrer Bald, und Schulkinder trugen passende Gedichte recht ausdrucksvoll vor. Die Festpredigt hielt Herr Pfarrer Huchzermeyer. Die Weihe des Denkmals wurde durch den Herrn Landrat vollzogen.

Kreis Viedenkovl

H o I z h a u s e n b. Gl. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein veranstaltet am 15. und 16. Oktober b. 3s., im Saal Gasthaus zur Krone. Besitzer Ludw. Hofmann hier, eine Obst- und Gartenbauausstellung, welche zur Hebung und Förderung des Obst- und Gartenbaues und zur Feststellung der Namen von einigen gut be­währten Lokalsorten dienen soll. Ferner soll dieselbe allen Besuchern zeigen, daß auch in unserer Gebirgsgegend (ober im Hinterland gutes und schönes Obst usw. gezüchtet wird und die Obstzucht immer mehr voranschreitet. Be­sichtigung der Ausstellung Samstag von 1 Uhr nachm., Sonntags von 9 bis 7 Uhr.

* LAisa. In der Nähe unseres Ortes stürzte ein Auto um. Die Insassen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Dernbach. Am Sonntag brannte hier das Anwesen des Einwohners Gustav Mankel ab. Die Feuerwehren von hier und Wommels­hausen griffen kräftig ein und sorgten dafür, daß daS Feuer sich nicht noch weiter verbreiten konnte.

KrelS Wittgenstein

Laasphe. Die Einweihung des Krie­gerehrenmals findet am 23. Oktober d. Zs. statt. — Graf von Waldeck, der einige Zeit auf Forsthaus Ludwigseck zur Jagd weilte, hatte das Glück, einen kapitalen 12er Hirsch zu schießen. — Ferner erlegte Ober­förster Engelhard im Distrikt Lützelnkops bei Augustenhof einen ungeraden Zehn­ender. — Die Wahl der Vertrauens­männer für die Arbeitgeber und Ange­stellten in der Angestelltenversicherung findet am Sonntag, den 20. November 1927. von 2—5 Uhr nachmittags für den Kreis Wittgenstein statt. Gewählt wird in den Orten Berleburg, Laasphe, Erndte­brück. Arfeld und Banfe.

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Satewrrk und

1 Vollversammlung der Handwerkskammer für Knvhesfen.

Am 18. und 19. Oktober findet in staffel im Sitzungszimmer des neuenHand­

werkskammergebäudes am Iriedrich-Wil- helmS-PIatz 4 die Herbst-Bollversammlung der Handwerkskammer für Kurhessen, unter Borsitz des EhrenobermeisterS Zimmer­mann, statt. AuS der Tagesordnung sind nachstehende Punkte besonders erwähnsnS- wert: Stellungnahme zu den schwebenden Wirtschastkfragen, Stellungnahme zu ver­schiedenen Gesetzentwürfen, zunächst zum Berufsausbildungsgesetz, dann zur Novell« der Gewerbeordnung, schließlich zum Steuer« Vereinheitlichungs-Gesetz, Beschlußfassung über di« Abänderung der LehrlingSorb- nung für das deutsche Buchdruckergewerbe, Beschlußfassung über die Abänderung deS Beschlusses der Vollversammlung vom 21. März 1927 über die Festsetzung der Höchst­zahl der Lehrlinge im Maler-, Weihbinder­und Lackierer-Handwerk, Beschlußfassung über die Abänderung verschiedener Ge­sellen- und McisterprüfungSordnungen, Be­schlußfassung über die Abänderung der in der Vollversammlung vom 21. März 1927 beschlossenen Gesellen- und Meister- prüfungSordnungen für daS Stickereige­werbe bzw. -Handwerk, Beschlußfassung über die Neuordnung bzw. Neuregecung deS Meister-PrüsungSwesenS, Beschlußfassung über den Abschluß eines neuen Dienst­vertrages mit dem Rendanten Nüßlein, Abnahme der JahreSrechnung für 1926/27, Stellungnahme zu einem Antrag« der Mei­sterprüfungskommission für daS Maler- Handwerk in Fulda betr. Schutz gegen Be­leidigungen. Von der Erstattung des um­fangreichen Geschäftsberichtes soll diesmal abgesehen werden, der Geschäftsbericht wird den Mitgliedern und der Oesfentlichkeit in anderer Weise zugänglich gemacht werden. Am 18. Oktober wird in feierlicher Weise durch den Vorsitzenden der Kurhessischeu Handwerkskammer in Gegenwart der Vertreter der Reichs-, Staats- und Kom­munalbehörden sowie Vertretungen der Handwerkeroraanisationen das neue Heim der Kurhessischen Handwerkskammer seiner Bestimmung übergeben werden. Diese Feierlichkeit ist für den Nachmittag vor­gesehen.

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EWstnmmkl WMiibttM

vom 29. September bis 6. Oktober 1927.

An der Börse konnte sich in der Be- richtswoch« die Besserung der inneren Lage zunächst fortsetzen. Zwar erfuhr der Ge­schäftsumgang keine wesentlich« Vergröße­rung, da die zukünftige Geldmarktentwick- lung immer noch im Vordergründe stand, doch regte die Nachfrage auf verschiedenen Spezialgebieten die Allgemeintendenz an. Das Hauptinteresse wandte sich in dieser Woche dem Elektromarkt zu, auf dem un­ter Führung der internationalen Werte ober solcher Papiere, deren Unternehmen im Auslande beteiligt sind, recht ansehn­liche Kursbesserungen erzielt werden konn­ten. Hier waren fortgesetzt größere Aus­landskäufe zu beobachten, die nach der Schweiz, aber auch nach Frankreich wiesen. Einen Tendenzumschwung verursachte dann die vollkommen überraschend gekommene Erhöhung des ReichsdankdiskonteS um 1 Prozent. Man hatte zwar im Hinblick auf den Geldmarkt, der nach dem Ultimo kein Zeichen einer Entspannung aufwieS, und in Erwartung eines ungünstigen Reich»- bankausweises vorschiedentlich die Möglich­keit einer Diskonterhöhung inS Auge ge­faßt, aber nicht so bald mit der Tatsache gerechnet. In Börsenkreisen hält man jetzt «ine Dämpfung der Konjunktur für nicht

ausgeschlossen, zumal der jetzt für daS Ausland bestehende Anreiz, sein Kapital in Deutschland zu verzinsen, durch die evtl, künstliche Abdrosselung von Ausländsan­leihen sich nicht auswirken kann. Dabei verstimmte die Tatsache, daß die Bera­tungsstelle für Ausländsanleihen den Be­schluß über die Frankfurter Stadtanleihe zurückstellte, außerordentlich, da auch über das Schicksal der Preußenanleihe noch voll­kommene Ungewißheit herrscht. jedenfalls sei eine Sperrung oder Einschränkung der Ausländsanleihen, wie sie daS Reichshank- direktorium im Auge habe, bei der Er­schöpfung des deutschen Kapitalmarktes sehr bedenklich und nur dazu geeignet, die ge­fährliche kurzfristige Verschuldung zu er­höhen. Immerhin konnten sich für Elek- trowerte gegen die Vorwoche KurSbesse,- rungen bis zu 15 Prozent (für GeSsürek und Bergmann) behaupten. Auf den übri­gen Marktgebieten hielten sich die KurS- veränderungen bis zu 8 Prozent nach bei­den Seiten die Wage. Am Rentenmarkt war das Geschäft sehr still. Mexikaner auf die Unruhen in Mexiko nachgebend. Am Devisenmarkt lag der Dollar auf Devisen­verkäufe zu Geldbeschaffungszwecken schwach.

Bek«nntmachunren

des L«ndratsarntes Marburg

Die in diesem Jahre neu aufgestellten Unter* nehmerver^ichnisse der land» und forstwirt­schaftlichen BerufSgenofsenschafft werde ich den Herren Bürgermeister und Gutsvorstehern nach bewirkter Prüfung und Abschätzung der Be­triebe in den nächsten Tagen zugehen lassen.

Diese Verzeichnisse sind bei eintretenden Unfällen zu benutzen. Die bisherigen Ve» zeichnisse treten hierdurch außer Kraft.

Marburg, 4. Oftober 1927. 266

Der Borsitzende des Seftionsvorstandes

3. B.: Dr. Hautzleiter, Aeg.-Assessor.

Sm Anschluß an meine Verfügung vom 20. September 1927 J -Nr. 5151/27 mache ich bie Herren Gast- und Schankwirte, sowie Bier- lmnbler nochmals darauf aufmerksam, daß di« Biersteuer für die in der Zeit vom 1. Juli 1927 6i s 3 0. September 1927 bezo- aenen Biermengen mit zwei 9L« pro Hekto­liter bis spätestens den 12. Oktober 1927 portofrei an die Kreiskommunal- kasie in Marburg, Barfüßerstratze 11, »bzu- führen ist. Bis zu dem gleichen Tage ist die Meldung unter Benutzung des übersandten Formulars an unsere Steuerabteilung, Zim­mer 2 a, einzusenden.

Die Pflicht zur Einsendung der fraglichen Meldungen und der Steuer ist vom Empfang eines entsprechenden Vordrucks nicht abhängig.

Sollten bis rum 12. Oktober 1927 die vor- geschriebenen Anzeigen und die Stewerbeträge hier nicht eingehen, so wird gegen die Säu­migen wegen Zuwiderhandlung gegen die Vor­schriften der Biersteuerordnung vom 30. Juni 1927 mit Geldstrafen, welche bis zu 150 Rllt betragen können, vorgegansen; daneben kann das Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung aufgrund der Bestimmungen der Reichs­abgabenordnung e'.ngeleitet werden.

Marburg, den 6. Oktober 1927. (263

Der Vorsitzende des Kreisausschusses

Steuerabteilung.

3. Dr. Hautzleiter. Reg.-Assessor.

Betr.: Beschäftigung von ausländischen Arbeitern.

Gern. Verordn. oeS Herrn ReichSarbeltS- minifterS v. 20. 9. 27 (R.G.Bl. I S. 302) über die Weitergeltung der Verordnung

(Nachdruck verboten.)

.Das ewige »unter

Roman von Guido Kreutzer.

31. Fortsetzung.

Der Kürst hob seine riesige Gestalt vom Stuhl und stellte sich mit gespreizten Beinen gegen das Fenster. Jetzt brach seine solange aufgestaute Empörung durch

„Unerhört! Einfach skandalös und mehr als gewisienlos von diesem Subjekt, solch ungeheuerlichen Bluff loszulassen und zwei Menschen um Haaresbreite zeit­lebens unglücklich zu achen! Wenn man bedenkt: diese bis ins Letzte durchdachte Regie: diese wochenlangen Vorbereitun­gen: die mühselige Arbeit dieser vielen Fälschungen: dieser ganze Aufwand von Phantasie und Arbeitskraft an falscher Stelle--und zum Schluß ist kein

wahres Wort daran, s andern alles schlankweg aus den Fingern gesogen! Das will einem kaum in den Kopf!!"

„Lieber Gott — es ist doch nun mal so."

„Wie du das sagst und überhaupt der ganzen Sache gegenüberstehst — so kalt- tzlütig und blasiert und gelangweilt!"

Doch dagegen hatte der Herr von Rie- «itz enschieden etwas einzuwenden.

„Ree. mein Lieber" . . . entgegnete er sehr ernst. . . „davon kann nun doch keine Rede sein. Alles andere als gelangweilt; wo es sich um die Interessen des Reiches, die Verhütung eines Verbrechens und den Schutz meiner früheren Beamten handelt. Gelangweilt bestimmt nicht. Allenfalls geb ich dir zu: blasiert! Denn was ich da Mit dir hörte, bedeutet ja für mich keine einzigartige Sensation. Nirgends hat das Wort des Ben Akiba soviel Geltung wie gerade in der Politik der Diplomatie. Diese ewig in romantisches Halbdunkel ge­tauchte Sphäre ist seit je ein beliebter Tummelplatz für Abenteurer jeglicher

Spielart. Besonders nach dem Kriege häuften sich ja bei uns die Fälle mehr oder minder schwerer Dokumentenfälschung in erschreckendem Maße. Ich erinnere dich nur an die verblüffende Affäre Anspach, die ich aus dem Handgelenk um ein Dutzend weitere vermehren könnte. Dein Doktor Trawonn allerdings weicht inso­fern scharf vom gegebenen Schema ab, als er nebenbei noch in gemeinster Form ein wehrloses junges Mädchen erpreßte und indirett fast einen Mord provoziert hätte. Dafür soll ihn auch die ganze Strenge des Gesetzes treffen. Seinem Schicksal ent­geht er bestimmt nicht. Bereits eine Stunde, nachdem du mich verlasien hast, wird seine Beobachtung beginnen und nicht eine Sekunde aussetzen, bis es soweit ist, daß wir Hand an ihn legen."

„Und wann wird das sein?"

Der Ministerialdirektor rechnete:

„Feststellung seiner Adresie durch das Einwohner-Meldeamt: Konferenz mit Be­amten der politischen Abteilung des Poli­zeipräsidiums: Chiffre • Depeschenwechsel mit Paris: eventuell erforderliche Rund­fragen bei unseren anderen Auslandsver­tretungen: sonstige Eruierungen und Fest­stellungen: nebenher laufende Ueber» wachung seiner hiesigen Lebensführung... Sowas läßt sich nie prophezeien, weil es von zuvielen unvorhergesehenen Momen­ten abhängt. Voraussichtlich in drei bis vier Tagen. Doch sollte es selbst länger dauern, liegt keinerlei Ursache zu irgend­welchen Befürchtungen vor., Denn fortan tut er keinen Schritt, schreibt er keinen Brief, führt er kein Telephongcspräch mehr ohne Kontrolle, lleberdies werde ich ver­anlassen, daß bis zur Verhaftung des Doktor Trawonn ein Kriminalbeamter als besonderer Schutz in die Villa seiner Kusine gelegt wid.

"Damit ist jeder irgendwie, erdenklichen Eventualität Rechnung getragen, Pnd

was den Legationsrat von Reeg anbe­langt, so glaube mir: er hat mit dieser ganzen Affäre genau so wenig zu tun wie du oder ich. Weniger sogar: denn bis zur Stunde ahnt er überhaupt noch kein Ster­benswort von ihr. Der Malte Reeg, siehst du" . . . seine bisher sachlich kühle Stimme gewann allgemach Tiefe und Wärme . . . „bei Malte von Reeg arbei­tete fünf Jahre unter mir. Da kenn ich doch seine politischen, geistigen und mensch­lichen Qualitäten und verstehe auch aus seiner ganzen Einstellung heraus, daß und auf Grund welcher Motive er damals den Dienst Quittierte. Als Charakter wie als Diplomat ist er allererste Klasse. Schade natürlich, daß wir ihn gehen lassen mußten. Doch Leute wie er brau­chen nun mal gedehntere Raummasse und äußerliche Unabhängigkeit und freie Arme. Weil sie die Bestimmung in sich tragen, in gegebener Stunde dem neu sich formenden Deutschland als Führer und Wegweiser zum alten Glanz voran zu gehen.

„Malte von Reeg und James Trawonn in einem Atemzug zu nennen, wäre eine erbärmliche Geschmacklosigkeit. Nein, mein Lieber — stören wir dem Kranken nicht feine Rekonvaleszenz. Sie ist ja menschlich wie politisch so unendlich viel wichtiger als die Tatsache, ob er von dieser Lum­perei, die seinen Namen mißbrauchte, nun ein paar Tage früher oder später hört. Ich meine, wir dürfen es getrost seiner Braut überlassen, ihm davon zu sprechen, wenn die Stunde gekommen ist, die sie beide wieder zusammenführt."

Da legte ihm der Fürst schwer die Hände auf die Schultern.

„Also damit keine Irrtümer vorkom­men. Achim: das mit dem Polygott Kuntze vergeß ich dir sobald nicht wieder. Da revanchier' ich mich bei entsprechender Ge­legenheit. Aber abgesehen davon bist du doch ’n anständiger Kerl! Da sieht man wieder mal, welch moralischer Segen un­

über bie Einstellung und Beschäftig^ von ausländischen tirBeiterM, dürfen beitnehmer, bie nicht deutsche CtaatSan» hörige und im Besitze eines Befreiung* scheines sind, nur von solchen Arbeitgeber, Beschäftigt werden, denen hierzu die nehmigung durch daS Landesarbeitsamt „ teilt werben ist. Zuwiderhandlung werden bis zu 10 000 »eldrnark ober tz, fang nie bis zu 6 Monaten bestraft.

Arbeitgeber, bie ausländische, tewbien» schriftliche XrfeU« oder Arbeiterinnen j, Kalenderjahr 1928 zu beschäftigen 6e$ sichtigen, müssen einen entsprechenden tz, trag bie spätestens 18. Oktober bei unterzeichnete« Dienststelle Singer etz

haben. Die erforderlichen Bordrucke röttn« hier angefordert werden.

Für die Prüfung und Genehmigus von Anträgen ist auf Grund der $ bührenvrdnung deS Herrn Präsidenten be Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung uy Arbeitslosenversicherung vom 28. 9. 19? eine Gebühr zu entrichten. Diese betrögt a) bei Einreichung deS Antrages ein Sinfchreibegebühr von 50 RPf. fü jeden beantragten ausländischen H beiter sowie

d) bei Erteilung der Beschäftigung genehmigung eine Genehmigungsg, vühr

1. für jeden ausländischen, landwitz schastlichen Arbeiter 2,80 Mk.

2. für jeden ausländischen, nichtlaiü wirtschaftlichen Arbeiter 4 Mk. Die Genehmigungsgebühr (b) erhöht st bei verspätet eingereichten Anträgen ui 50 RPf. für jeden ausländischen Arbeiter Tie Einschrekbegebühr ist zugleich nti der Einreichung der Anträge an die unter zeichnete Dienststelle ern§ uzahlen.

Marburg, den 7. Oktober 1927. (684

D«r Vorsitzende deS Arbeitsamtes Marbuq I. V. Hautzleiter.

Stützt. Sekanntmachun

Abschrift aus dem Amtsblatt der Regiermq zu Kassel vom 10. Sevt. 1927 Nr. 36 Seite 2$

Nachdem bei bet Abstimmung sich S Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibend für bie Einführung bcS Deitrittszwanges e klärt hat. ordne ich hiermit an, daß zum Dezember dS. IS. eine Zwangsinnung für b Dachdeckerhandwerk in dem Bezirk der Kre Marburg, Frankenberg und Kirchhain.« dem Sitz in Marburg und dem 2lam „ Zwangsinnung für das Dachdeckerhandln« in den Kreisen Marburg, Frankenberg $ f Kirchhain in Marburg" errichtet werde.

Bon dem genannten Zeitpuntt ab gehör« alle Gewerbetreibenden des vorbezeichnet Bezirks, welche das Dachdeckerhandwerk « stehendes Gewerbe selbständig betreib« gleichviel, ob sie Gesellen oder Lehrlinge 6 schäftigen oder mcht, dieser Innung an. (! VII. 1586).

Kassel. 26. August, 1927.

Der Deg.-Präsident.

Wird veröffentlicht:

Marburg, 8. Oktober 1927. ®

Der Kommissar: Müller.

G>otl:s6ieit)t der Israelit. Gemeinde.

Dienstag, 11. u. Mittwoch, 12. 01 | Laubhüttenfest.

1. Tag: Vorabend 17.30 lUjr; morgens Ahr: nachmittags 16 Ahr. 2. Tag: D abend 18.25 Ahr: morgens 8 Ahr; ne mittags 16 Ahr; Ausgang 18.25 Ahr.

Donnerstag, 13. u. Freitag, 14. 0!

Morgens 6.15 Ahr: abends 17.30 Ahr.

sere zwanzigjährige Freundschaft für di gewesen ist! Und zur Belohnung wirst l schon jetzt für eine Woche zum Herbst ns Ostpreußen eingeladen, um dir in mein! Revieren die sechs stärksten Hirsche stll auszusuchen, die du abschießen will Sechs, Achim — wo sogar der Kaiser wä rend der Brunstzeit niemals mehr $ fünf auf die Decke gelegt hat!! Na — > - das nobel und großzügig??"

„Nee" . . . sagte der dicke Rienitz, wieder phlegmatisch und ungerührt ■ ■ : „schäbig ist das. Denn nach meiner ’ F höchsten Grade unvornehmen Eaunrigstr Denn nach meiner maßgeblichen Uebö f zeugung hätt ich mindestens zehne v" dient. Aber es bleibt eben die alte Leio sobald ein Jüngling und künftiger N terwöchner sich verlobt hat oder gar sch | mit einem Fuß im Trauring steht, er geizig auf anderer Leute Kosten!!" ;

„Gefahr im Verzüge?"

Kaum zwei Wochen war es her, daß d kleine Doktor im lärmübergellten 1® durchrauschten nächtlichen Pariser ' baue“ diese Frage gestellt.

Nun tat er es abermals. Vor sich \t$ Doch diesmal gab es keine Sylvaine nard. die mit leichtsinnigem Lächeln flüchtig-verächtlichen Achselzucken st® argwöhnische Sorge in den Wind W9 Und selbst: hätte es sie gegeben — * 1 würde ihn nicht mehr geglaubt haben!

Dabei war doch nichts geschehen — nw mit Händen Greifbares wenigstens, 9 irgendwie die Situation änderte.

Allenfalls: daß er in der Nächst • seinem letzten Besuch in Sonnt) Villa folgt, mitten aus tiefem Schlaf W lings aufschrak und. sofort hellwach, «'« : eisigen Schauer spürte, der ihm Über Rücken frieselte. , s

(Fortsetzung felgt