«Weiser für <öas früher kurhesfische» Sverheffen - BerkSntigunssbiatt für Stadt und Kreis Marbur,
i ° zösische Regierung, soweit dies von ihr ab- hänge« wird, an der Trennung zwischen
London. 10. Okt. In einem
fk.
;en dieser Des
Marburger ZageöllMiser
Ar. 25« 62. Mkg. Maröura a.t(bn
MÜMw
randMttmg
Menlag, Mn 10. Ski. 1927
GM Spanien Marokko auf?
SbrrrMrnte ZMmngen $tim» K Mineral
mosphäre gegenseitigen Vertrauens zwischen den Vertretern der Sowjetreaieruna und
ertretern der Sowjetregierung und der französischen Regierung zu einem guten Ende geführt werden können."
Der 91njeigen>ret< tetilgt für ben 10 gestalt. 3<wimtaimettt 0.08 SM., kleine 9kic«j<t«a 0.06 SM., «»tliche . un» auswärtige Anzeigen 0.10 DM. Sei schwierigem Satz sowie bei Platzdorschrift 50»/, Aufschlag. — Sammelanzeigen 100 •(» Aufschlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als , Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle uitb Zusendung der Angebote. 6» füllungSvrt Marburg.
1 S»ch»«rk = Dollar.
Interview des Madrider Korrespondenten der „Sunday Times" mit Primo de Rivera führte dieser aus: Meine vorher vereinbarte Zusammenkunft mit Chamberlain hat hervorragende Beden« t u n g für die Beziehungen zwischen Spanien und anderen Ländern. Es gab eine Zeit, wo Spanien viel dafür gegeben hätte, um Gibraltar, den Schlüssel zum Mittelmeer, sein eigen zu nennen, aber jetzt ist es klar, dah es gut ist, daß dieser Punkt sich in den Händen Großbritanniens befindet. Chamberlain, als beglaubigter Vertreter der britischen Regierung, kam nach Palma, um anzuregen, daß er namens der britischen Regierung als völlig uninteressierte Partei versuchen würde, zahlreiche Schwierigkeiten von großer internationaler Bedeutung zwischen Spanien und unserem unmittelbaren Nachbarn zu regeln. Ich habe den Vorschlag bisher weder abgelehnt noch angenommen, denn es wird einiger Bedenkzeit bedürfen. Zn der Vergangenheit hatte Spanien große Schwierigkeiten in Nordafrika. Frankreich, das die Souveränität über Marotto hat, steht unseren Interessen sehr nahe. Erotz- britannien hat weniger oder gar kein
Die „Oberhessische Zeitung" et« scheint sechsmal wöchentlich. De- ^gspreis monatlich 2 SM. aus« schließ!. Zustellungsgebühr, durch ^<Post2L5 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder chementarer Ereignisse ausfallend« «Kummern wird kein Ersatz gemistet. Verlag v. Dr. §. Hitzeroch, Druck der Unib.-Buchdruckerei d. Zoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Kernsprecher: Rr. 54. u. Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt t W. Rr. 5015. — Sprechzeit tti Redaktion »on 10—11 und »1,1—1 Uhr.
ObLichessische Fettung
Ein ielsraittoer« StloDunei» WWenInll
fk. König» ein, 10. Okt. In dem 6«* nachbarten Tronberg ereignete sich Sonntag abend 20 Uhr ein folgenschwerer Zwischenfall zwischen drei englischen Soldaten und dem Feldhüter Georg Haar. In Ausübung seiner Tätigkeit bemerkte Haas in einem eingefriedigten Grundstück drei englische Soldaten, die er ,um Verlassen des Grundstückes aufforderte. Hierauf erhielt Haa» von einem Soldaten einen SchlagaufdieBruftund stürzte zu Bo« den. Haas ist heute nachmittag im Krankenhaus in Königstein seinen Berletzun« gen erlegen. Der Täter und keine Begleiter ergriffen sofort die Flucht. Sie konnten nicht ergriffen und auch bi» jetzt nicht ermittelt werden Die deutsche Behörde und die englische Besatzungsbehörde find eifrig bemüht, den Tatbestand des Vorfalles auf,«klären.
Interesse cn Nordafrika und komme schnell z« der Ueberzeugung, daß Spa. nien dort besser keine Inter- essen haben würde, da fie stets eine Quelle von Schwierigkeiten und Gekdaus- gaben für die spanische Regierung find. Aber es ist immer ein gefährlicher Schritt, anderen Mächten Besitzungen zu über, lassen, auftet, wenn ein sehr befriedigendes Kompromiß vereinbart wird. Das wird vielleicht Chamberlain möglich sei«. Spanien wird in Zukunft einer der Wächter in Europa sein «nd England wird Hand in Hand mit uns gehen. Es ist möglich, daft ein ^ertrag zwischen «ns erreichbar wird, dem ein Plan gemein, föntet industriellet Wohlfahtt und intet, nationalen Handels folgen könne. Zn der Vetgangenheit waten die Beziehungen zwischen Spanien «nd England ziemlich mittelmäßig. Jetzt ist e«gste Bet« wandtschaft hergestellt. Zwischen Chambetlain und mir werden noch zahlreiche Besprechungen stattfinden. Viel» leicht muh ich in nächster Zeit London besuchen, um mich mit dem britischen Kabi. nett über die von uns erörterten Frage« zu besprechen.
, ____ ______ .... .. Trennung zwischen
, dem persönlichen Fall Rakowski und der
Frage der Beziehungen beider Länder fest- ' Wit. Die Ablösung Rakowskis könnte nur den Förderungen der Beziehungen zwischen den beiden Ländern dienlich sein."
hat nur den Zweck, den Erfolg der politischen und wirtschaftlichen Verhandlungen zu ermöglichen, die nur in einer At-
rungsvorschlägen nahm der Rat schließlich einstimmig einen italienisch-rumänischen Antrag an, wonach lediglich der Wirt- ''.ansausschuß beauftragt wird, die wirtschaftlichen und finanziellen Mittel zu prüfen durch die Oesterreich, unbeschadet der bestehenden Verträge, aus seiner gegenwärtigen Lage herausgebracht werden könne. Vor dieser Abstimmung hatte die franzöfische Delegation die Absetzung des Antrages von der Tagesordnung verlangt. da die Mitglieder des Rates von ihren Landesverbänden nicht genügend ermächtigt feien, um sich über die österreichische Frage zu äußern, und die Befragung der Landesverbände beantragt. Der französische Antrag fand jedoch nur die Zustimung der südslawischen und der tschechcnlowak'.ichen Delegation, die sick, jedoch ebenso wie die französische Delegation schließlich für den zur Annahme gelangten Anträg aussprachen.
Tagung der SölkrbunOellso
Sofia, 9. Okt. Der Rar der Völker- bundsliga hat nach Annahme einer Entschließung gegen den Gaskrieg sich mit der ungarischen Optantenfrage befaßt ui* beschlossen, diese sowie alle, ähnlichen Streitigkeiten von seinem politischen Ausschuß prüfen zu lasten. Den Hauptberatungsgegenstand bei gestrigen Sitzung bildete die ö st e r »4 i ch i s ch e Frage. Die österreichische Delegation verlangte eine umfassende Prüfung der gegenwärtigen Lage Oesterreichs durch den politischen und den Wirtschaftsausschuß und die Ausarbeitung von Entschließungsentwürfen durch die Ausschüsse.. Dieser Antrag stieß vor allem bei der italienischen und der französischen Delegation auf lebhaften Widerstand, weil diese Delegationen darin ein verstecktes Mittel zur Förderung des Angriffes erblicken zu sollen glauben. Rach verschiedenen. Aende«
Der Mtmechstl Im Fall Rakowski
Don einem Abbruch ber Beziehungen war nie bie Rebe
persönlichen Frage verbunden werden kann: aber er erkennt einmütig die Notwendigkeit an* im Interesse der laufenden wirtschaftlichen und politischen Verhandlungen von der Sowjetregierung die Abberufung des derzeitigen Botschafters in Paris zu erreichen. Ich bin also beauftragt, in dringlicher Werse darauf zu bestehen, daß dem i Wunsche der französischen Regierung unverzüglich entsprochen wird. Ich halte es für meine Pflicht, Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, daß die fron«
^yv„ ......... dadurch, daß. fie Wien Vertreter zurückberief, dessen mora- ^che Autorität von nun ab sehr vermin- •ert war. Inzwischen ist Rakowski ein l'Deites Mal aus der Reserve herausgetre- *'n< die ihm sein Amr zur Pflicht macht, HT,b zwar dadurch, daß er in der Preise
über die Regelung der russischen Schulden unannehmbare Mitteilungen ergehen ließ zu dem offenbaren Zweck, die Privatinteressen in Widerspruch zu den Leitsätzen der französischen Regierung zu bringen. Diese Erklärung, die eine formelle Dementierung erheischen müßte, hat zwischen der französischen Regierung und der Sowjetbotschaft in Paris eine Polemik ausgelM, bie nicht dazu beitragen kann, Rakowski zu der Persönlichkeit zu machen, die qualifiziert wäre, die wichtigen, zwischen beiden Ländern zu behandelnden Angelegenheiten zu einem guten Ende zu führen. Unter diesen Umständen war die französische Regierung der Auffassung, daß es unmöglich war, im Interesse ... beider Regierungen und bes Erfolges ihrer Verhandlungen zuzulassen, daß Rakowski sein Amt in Paris beibehalt: aus Höflichkeitsgründen aber und um die Aufgabe der Sowjetregierung zu erleichtern, hat die französische Regierung ihr die Initiative überlassen, und sie sie
$. ReWmsraRl« ter teuWn BelKcorlti
Porta bei Minden in Wests., 9. Oft. Nach einer Sitzung des Reichsjugendaus- schusseS der Deutschen Volkspartei, am Sonnabend fand am Sonntag vormittag am Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westphalica ein feierlicher ..Gottesdienst und hieran anschließend in Anwesenheit des Parteiführers Reichsminister des Aus« wärtigen Dr. Stresemann eine äußerst eindrucksvolle Kundgebung statt, die von etwa 1500 Jugendlichen der Deutschen Volks- Partei aus allen Gauen Deutschlands besucht war. Am Nachmittag sand im Saale des Kaisersaales in Porta die Hauptfeier statt, bei der auch Reichsminister Dr. Sttesemann das Wort ergriff.
Die Jugend der Deutschen Dolkspar- tei, so führte er aus, muß sich zu dem Gedanken der Volksgemeinschaft bekennen, der das Nationale als selbstverständlich ansieht und deshalb die Vertiefung des Gegensatzes zwischen den sich national nennenden Parteien und anderen «Anschauungen zurückweist gegenüber dem Gedanken der Anerkennung jeder staatsbürgerlichen Arbeit, die sich bemüht, Volk und Staat vorwärts zu bringen. Nicht in dem Gegensatz zwischen dem alten und dem neuen Deutschland, sondern in der Synthese zwischen beiden liegt die Voraussetzung für Deutschlands VorwärtSkommen. Lieber Zusammenbruch und Nachkriegszeit heben sich zwei erfreuliche Gedanken hervor, die Stär- fung des Reichsgedankens, das Bestreben im Reiche aufzugehen und der starke Zusammenhang der Kulturgemeinschast mit dem lZuslandsdeutschtum, der sich nie betonter geltend gemacht hat, als in der Zeit nach dem ungücklichen Kriege. So wie die Deutsche Volkspartei sich bekennt zur Sozialpolitik und zum sozialen Schutz des Schwäcberen, so muh namentlich die Jugend sich »tzkennen zu dem ethischen Recht der Gleichberechtigung jedes Vorwärts- strebenden und jeden Gedanken an Bildungshochmut und Aufkommen neuer Klassengegensätze bewußt zurückweisen. Das ist nicht gleichbedeutend mit Nivellierung, denn im Sinne unserer liberalen Anschauung sollen wir den Weg frei lassen zur Smporentwicklung des Einzelnen und zur Anerkennung höherer Leistungen. Erfreulicherweise tritt der Gegensatz der Konfessionen immer mehr zurück, gegenüber dem deutschen Gedanken. Anser Zocal ist nicht die Erziehung nach Konfessionen, sondern das Miteinanderleben und das Mit- einanderaufwachsen aller deutschen Menschen, unbeschadet der durch Tradition und Geschichte herbeigeführten Glaubensgesin- nung. Unsere deutsche Jugenderziehung ist nur möglich auf vaterländischer Grundlage, darf aber nicht aufgehen in Abtrennung gegen andere und in Chauvinismus, sondern muß einmünden in die große Völker-
Peri«, 8. Okt. Das Außenministerium läßt durch bie Havasmelbuna den Wortlaut der drei Dokumente über den Fall Rakowski veröffentlichen, ©inleitenb wirb bemerkt, daß infolge des Beschlusses des Ninisterrats vom 30. September ber französische Botschafter in Moskau beauftragt vorden war, bei ber Sowjetregierung eine mündliche Mitteilung zu machen, um die Abberufung Rakowskis zu fordern. In Abwesenheit des erkrankten Volkskommissars Tschitscherin wurde ber französische Botschafter Her bette am 1. Oktober von Litwinow empfangen, bem er eine Mitteilung diktierte, in ber eS heißt:
„Der französische Ministerrat hält zwar die Ansicht aufrecht, baß bie Frage ber Beziehungen zwischen Frankreich und ber Sowjetunion in keiner Weise mit einer
Form ber Ablösung des Botschafters und seines Ersatzes durch eine Persönlichkeit, deren Ansehen nicht beeinträchtigt ist, wäh- ibtt lassen. Die Sowjet regierung hat sich dieser Auffassung nicht anschließen zu dürfen geglaubt. Die französische Regierung erneuert daher durch dieses Schreiben die bereits mündlich am 1. Oktober zum Ausdruck gebrachte Forderung nach Abberufung Rakowskis. Die französische Regierung legt Wert darauf, neuerlich zu betonen, baß bie Frage eines Abbruchs der Beziehungen der beiden Länder in keinem Augenblick gestellt war. Der Fall Rakowski ist und bleibt eine per« önliche Frage, und ihre Regelung
Der Direktor im Volkskommissariat für Auswärtige Angelegenheiten, Kagan, übergab am 4. Oktober bem französischen Botschafter Herbette ein Schreiben Tschitscherins, in bem es heißt: „Der stellvertretende Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Litwinow, hat ber Sowjet - regierung ben Inhalt ber mündlichen Erklärung vom 1. Oktober mitgeteilt. Die eotojetregierung ist ber Ansicht, baß Ihre Regierung eine außerordentlich ernste Frage ber Beziehungen beider Länder aufwirft. Die Abberufung Rakowskis ist für die Sowjetregierung sehr wenig wünschenswert: sie ist tm Hinblick auf bie bank Rakowskis Tätigkeit in ber Frage ber Regelung der Schulden bereits erzielten Erfolge so unerklärlich und für die Gesamtheit ber Besprechung der Beziehungen ber beiben Regierungen sowohl über bie Schulden und Srebitfrage als auch über andere wichtigen Fragen so gefährlich, daß ich Sie im Namen meiner Regierung bitte, ein schriftliches Grpofe des Beschlusses des französischen DiinisterratS und bie Motive, bie ihn zu dieser Entscheidung bestimmt haben, abzu- Kssen."
: L Auf Grund dieser Mitteilung ist ber französische B»tschafter Herbette damit beauftragt worben, an den Volkskommissar Tschitscherin ein Schreiben zu senden, das Dom 7. Oktober datiert ist und in dem es e: „Die Tatsache, daß Rakowski am 9.
_ ist eine Erklärung unterzeichnet hat, ' derzusolge im Falle eines Krieges mit der i Sowjetunion bie Proletarier ber kapita- f Wischen Länder an ber Niederlage ihrer t Regierung Mitarbeiten und die auslänbi- schen Sowaten auf bie Seite ber Roten Armee übergehen müssen, stellt eine fla- Srante Verletzung der Verpflichtungen ber Richteinmischung dar, bie die Sowjetregie« Dung am 9. Oktober 1924 gelegentlich ihrer Anerkennung durch bie französische Regierung eingegangen ist. Diese Erklärung wst m Frankreich sehr lebhafte und berech- ügte Erregung aus und der französische Botschafter in Moskau ist alsbald aufge- icrbert worden, eine Desavouierung dieser ; i i-'Ottrin durchzusetzen. Auf Grund der Demarche des Botschafters hat bie Sowjet- E;8ierung auch am 9. August bie geforberte V*«öouterung gegeben. Seit bteser Zeit 8-aubt die französische Regierung Grund iu der Annahme zu haben, daß die Sowjet-
natürlichen Folgerunge toeuierung ziehen würde d