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nach solchen Dingen fragt Preußen nicht mehr. Do

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DariS, 27. Aug. Die Debatte über die

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Nk.L«isr.Mky. Marburg o. Kahn

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KanteWiing

Montag, NO 29. August 1927

Begeisterter Empfang.

London, 28. Aug. Die beiden amerikani­sche« Ozeanslieger William Brock und Edward Schlee find mit ihrem Eindecker »Der Stolz von Detroit" heute vormittag um 10.33 Uhr im Flughafen von Crovdon ein­getroffen. Schon i« frühen Morgenstunde« hatte sich ei»e grobe Menschenmenge zur Be­grüßung der beiden Flieger eingefunden. Der Weiterflug nach Stuttgart als nächste (Etappe des Fluges »Ruud um die Welt" wird erfol­gen, sobald stch die beiden Flieger oon den Strapazen des Atlantikfluges einigermaßen erholt haben. Um 7 Uhr morgens waren die Flieger über Plvmouth beobachtet worden, wo fie niedrig, aber mit grober Geschwindigkeit nach Oste« flogen.

Der Pilot Schlee über seinen Transozeanflug.

Der Pilot Schlee erklärte in einem In­terview, das Flugzeug Stolz von Detroit hätte drei Stunden lang die Orientierung verloren, als es in einer Höhe von 5000 Fuß über dicken Wolken über die Grafschaft Devon flog. Zuerst hätten die Flieger­geglaubt, sie wären über Irland. Da aber die Küste anders aussah, seien sie auf 200 Fuß herabgegangen. Aeber einer Ort­schaft satten sie einen Zettel niederfallen lassen mit der Frage, wo sie sich befänden.

erntete Roggen zu keimen beginnt. Die Städte Heide und Büsum wurden von dem Unwetter besonders schwer heimgesucht.

In Württemberg haben die ungewöhnlich starken Regenfälle der letzten Tage in Crails­heim. Heidenheim und Laubheim zu Hoch­wasser geführt, das die noch nicht eingebrachte Ernte völlig vernichtete. In Heidel­berg ist der Neckar im Laufe einer Rächt so stark gestiegen, daß die Arbeiten am Neckar» kanal ernstlich gefährdet sind. Die Neckar- schiffahrt mußte gestern eingestellt werden.

Auch in Mecklenburg - Stralitzt haben die ungeheuren Regenmassen, die während der letzten Tage fortdauernd nieder­gingen, in zahlreichen Gegenden des Landes große Ueberschwemmungen und Wasserschäden hervvrgerufen, deren Aus­wirkungen noch nicht abzusehen sind. Be­sonders katastrophal wirken die Wasserver­wüstungen in der Rahe von Schönbeck. Das am Bache liegende Mühlengehöft steht gänzlich unter Wasser. Eine Drücke zwischen Schönbeck *nb Retth ist vollständig eingestürzt und eine andere fvrtgespüll worden. Die gesamte diesjährige Ernte gilt als vernichtet, so daß ein unübersehbarer Schaden die Devölle- rung dieses fruchtbaren Landstriches getroffen hat.

Sie flötete nnh die Kaggenfrage

Berlin, 27. Arrg. Der Flaggenkonflikt zwischen den Hotels, der Preußischen Re­gierung und dem Magistrat Berlin wird, wie eine Korrespondenz erfährt, auch die Ge­richte beschäftigen. Die Hotelbesitzer sind der Ansicht, daß das Dorgehen des preußischen Ministerpräsidenten und des Oberbürgermeisters eine Schädigung ihrer Geschäfte bedeutet und wollen die preu­ßische Regierung und den Magistrat für den entstehenden Schaden haftbar machen, da eine ganze Anzahl wirtschaftlicher Organisationen, die in den bekannten Hotels festliche Der» anstaltungen abhallen wollten, jetzt zurück- gelreten sind mit der Begründung, daß die Mitglieder der Regierung und des Magistrats eine Einladung ablehnen würden. Die Leitung des Hotels Heßler erklärte, daß die Stellung­nahme der Berliner Hoteliers in der Flaggen­srage für dieses Unternehmen, das man zu den Beratungen nicht eingeladen habe, nicht mah^bend sei. Im übrigen nimmt man, wie hre Korrespondenz erfährt, in maßgebenden Kreisen der Hotelbesitzer an, daß bis zum Geburtstag des Reichspräsidenten am 2. Ott. eine Lösung gefunden sein wird. Wie t>er» lautet, sollen in der nächsten Woche Be­sprechungen zwischen führenden. Hotelbesitzern und dem Reichsauhenininister Dr. Stresemann stattsinden. An diese Besprechung werden sich weiter« Beratungen. Verbände schließen.

Der Fius um -je Wett

Sie «rite Elavvr mShetes bewältigt

Schwarze Sagt für die Kandwir'schaft

Berlin, 28. Aug. Durch die starken Wolkenbrüche der letzten Tage wurden, wie die Blätter berichten, an der Westküste Schleswig-Holsteins die Marschen aufs schwerste mitgenommen. Roggen- und Kar­toffelfelder sind überflutet. Soweit das Korn noch auf dem Halm steht, hat es sich zum großen Teil umgekegt und ist vom Wasser völlig bedeckt, sodaß eS für die Ernte wertlos fein dürfte. Außerdem be­steht die Gefahr. befc auch der bereits a$»

Jemand habe in dicken Buchstaben mit Kreide auf den Boden geschrieben: Seaton, Grafschaft Devon, und die Küstenwache habe die Nationalflagge gehißt. Nun hätten sie Bescheid gewußt. Schlee sagte weiter, auf ihrem Fluge hätten sie nichts gegessen, aber viel Wasser getrunken. De- ttiebsstoff hätten sie noch für acht Stunden gehabt. Ihre Maschine befinde sich in tadelloser Verfassung.

London, 28. Aug. (WTB.) Die bei­den Flieger Brock und Schlee des erfolg­reichen FlugzeugesStolz von Detroit" berichten, daß sie in Höhen von 200 bis 10 000 Fuß geflogen find. Das Flugzeug geriet sehr oft in der Dunkelheit in Luft­löcher, die es wie einen Stein 200 bis 200 Fuß durchsacken liehen. Ihre Geschwin­digkeit betrug durchschnittlich 80 Meilen die Stunde, war jedoch sehr verschieden. Von 355 Gallonen Benzin, die beim Start an Bord genommen wurden, ist ungefähr nur die Hälfte gebraucht worden. Schlee erklärte weiter: Wir versuchen einen Re­kord für den Flug um die Welt zu schaffen, der von Evans aufgestellte Rekord ist 26 Tage und wir versuchen ihn zu drücken. Heute nachmittag begaben sich die beiden Flieger nach Eroydon, um ihre Maschine zu besichtigen, an der Mechaniker den ganzen Tag gearbeitet hatten.

hoi 10 gestalt. SdknmtHtmetet (LOS G2L, kleine Barmqeigetz 0.06 GM amtliche «ab an* vLrtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz­dorschrist 50°/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100/, Atch schlag. Reklamen der Millim. 0.40 GM. Jeder Rabatt gilt als Varrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle tmb' Zusendung der Angebote. Er­

füllungsort Marburg.

1 Soldmark =* V-,,Dollar.

zwischen Frankreich und Belgien die wirt­schaftlichen Beziehungen gespannt seien. Reichsminister a. D. Dernburg -^Deutsch­land wies darauf hin, daß infolge des Krieges gewisse Staaten gegenüber anderen Staaten märchenhafte Schulden hätten eingehen müssen. Jeder Schuldner sei aber darauf bedacht, seinen Verpflichtungen nachzukommen: aber da eS für jeden Staat, welcher es auch sei, unmöglich sei, sich durch Zahlung in Gold seiner Schuld zu entledigen, müßte man den Export von Waren erleichtern. 3m gle'chen Sinne äußerte sich Lvucheur, der als prak­tisches Beispiel für diesen Zustand dte Schuldsumme Frankreichs bei den Vereinigten Staaten anführt«. Lvucheur wandte sich im übrigen gegen die Schaffung einer euro­päischen Wirtschaftseinheit, die man der Wirt­schaftseinheit der Vereinigten Staaten ent­gegenstellen müsse. Gewiß, man könne eine europäische Wirtschaftseinheit schaffen, aber welches würde di« Folge sein? Angenommen, morgen würden die Vereinigten Staaten von Europa verwirklicht werden, wo würde die Stahlindustrie sich niederlassen? Natürlich dort, wo sich Kohlenvorkommen befänden: so würde der Fall eintreten, daß bei einer ein­zigen Nation sämtliche Möglichkeiten der Stahlproduktion sich befänden, die doch die stärkste Waffe nicht nur vom wirtschaftlichen, sondern auch vom polftischen Gesichtspunft aus sei. Don welcher Seite man bas Problem der Abrüstung und das WrrtfchaftSproblem anschauen möge, man sei sich darüber klar, daß keines von beiden gelöst werden könne, so­lange di« Frage der Sicherheit der Völker selber nicht gelöst sei. DaS sei auch der Grund dafür gewesen, baß Frankreich 1924 auf der Genfer Konferenz klar seinen Stand- vunft gekennzeichnet habe: Sicherheit durch Schiedsgerichtsverfahren und durch die Ver­pflichtung der Völler, sich gegen ihre An­greifer zu wenden. Also Abrüstung, Schieds­gerichtsverfahren und Sicherheit, das sei die Trilogie, die man auch auf wirtschaftlichem Gebiet heute wiederfinde.

Nressesreihelt?

Die Angelegenheit unseres Blattes zieht, wie vorauszusehen war, weitere Kreise. Fast die gesamte große Presse, so weit sie eben nicht parteimäßig für die Regierung eingestellt ist, nimmt im Interesse der Pressefreiheit und des Rechtes auf freie Meinungsäußerung energisch Stellung für uns. Wir werden die meisten Pressestim­men nach und nach hier veröffentlichen und beginnen heute mit dem Leitartikel des bekannten führenden Organes der Deutschen Bolkspartei, derTäglichen Rundschau", vom gestrigen Tage. Das Blatt schreibt:

DieOberhessische Zeitung" ist ein al tat und angesehenes Blatt. Als sie ihren sechzigsten Geburtstag feierte, brachte ihr die Universität durch chren Rektor herz­liche Glückwünsche mit Worten ehrlicher Anerkennung für geleistete Kulturarbeit dar, und in den Reihen der Gratulanten fehlte der Landrat des Kreises Marburg nicht, der seinem Kreisblatt, demOber- hetz", nette Worte mit auf den weiteren Weg gab. DerOberheß" hat immer eine unabhängige Politik getrieben, einer Par­tei verschrieb er sich nicht. Seine Ein­stellung war eine ehrlich nationale. Für seine Leistung zeugt die Tatsache, daß er eine stets weitere Verbreitung im alten kurhessischen Gebiete gewann und daß seine Konkurrenten, worunter die Helmut v. Ger- lachscheHessische Landeszeitung" unrühm­lichen Andenkens genannt werden soll, sich gegen ihn nicht halten konnten. DerOber­heß" hatte etwas von dem starken Geist der Marburger Universität, von dem edlen Unabhängigkeitsgefühl, baS ihre Lehrer stets ausgezeichnet haß

Nun ist ihm etwas besonderes passiert. Ter Herr Regierungspräsident von Kassel hat angeordnet, daß die amtlichen Be­ziehungen zu ihm gelöst werden. Der Oberheß" hat ein schauerliches Verbrechen begangen. Als die Nachricht von der he» abiichtigten Notverordnuyg betr. die Be­flaggung der Dienstgebäude nach Marburg kam, hat er diese Nachricht mit folgendem Kommentar versehen:

Es ist natürlich völlig ungerechtfertigt, einer solchen Verordnung den Charakter einer Notverordnung zu geben und die Beschlußfassung über ihre Durchführung dem Parlament selbst zu entziehen. Aber

Di» «DberheMche Setftmg" es» ftetat sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatssch 2 GM. auS- fchließl. Zustellungsgebühr, durch tztePostLLL GM.Für etwa infolge Stneiks, Waschin en defekte oder elementarer Ereiguiffe ausfallend« Nummer« wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag i». Dr. Hitzeroth, Druck der Unid^-Duchdruckerel v. Joh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher! Nr. 84. u. Rr. 65. Postscheckkonto i Amt Frankfurt «. M. Rr. 6016, Sprechzeit der DUhaltion von 1011 mrd

*1,11 Uhr.

art6, 27. Aug. Die Debatte über die tervpäische Zollvereinigung in der Nach- testtagssitzung des Kongresses der Interparla- ^entarischen Friedensunion endete mit der Einstimmigen Annahme der vom Bericht- Estatter T r e u b - Holland vorgelegten Re«

Sur Säumunaüitage

DerObserver" zur vesatzung»- verminderung.

Zu dem Ergebnis des Pariser Rhein­landkompromisses spricht heute der diplo­matische Korrespondent de»Observer" die Erwartung aus, daß Deutschland nunmehr für den Augenblick sich befriedigt zeigen werde, oder doch auf alle Fälle keine Än°- wände gegen die getroffene Regelung er­heben werde. Allerdings betone die deutsche Auslegung der alliierten Verpflichtung, die Besatzungszifser auf ein vernünftiges Matz herabzumindern, datz die Besatzungstrup­pen auf Vorkriegsstärke der deutschen Trup­pen im Rheinlande, also auf 4550 000 Mann, vermindert werden sollte. ES sei aber zu hoffen, datz auch die erfolgte Ver­minderung der Rheinlandbesatzung . eine Quelle ständigen AergerS verstopfen iverde. Deutschland werde nunmehr nicht mehr rücksichtslos auf die Auslegung der Nach- Locarno-Berpftichtungen bestehen können, »mso mehr, als das englische Abkommen mit Frankreich für die in dieser Woche in Genf zusammentretenden Außenminister eine Quelle von Auseinandersetzungen zum Versiegen bringen werde.

Quotidien" zur Frage der Rheinland­räumung.

Zur Frage der Rheinlandräumung schreibt derQuotidien": Man muß sich freiten, daß die französische und die englische Regierung stch vor der DöllerbundStagung über die Desatzungsverringerung verständigt haben. Nichtsdestoweniger ist festzuftellen, daß hinter her Frage der Herabsetzung der Truppen zahl dne andere Frage immer deutlicher heraor- trftt: die der borgtet! igen Rhein- Ian d r ä u m un g. Warum also zögern, da­von zu sprechen? Es ist für Frankreich so leicht, in dieser Hinsicht eine klare und loyale Politik zu verfolgen. Die Räumung wird gewünscht von ganz Deutschland, von einem Teil der öffentlichen Meinung Englands und von einem Teil der öffentlichen Meinung Frankreichs. Es besteht heute kein Zweifel, daß sie auch von der französischen Regierung gewünscht werden würde, sobald Deutschland damit einverstanden wäre, daß diese Räumung um Gegenstand eine» den europäischen Trieben garantierenden allgemeinen A b- ommenS gemacht würde. Die Räumung deS Rheinlandes würde Deutschland erneut Jte friedfertigen Absichten Frankreichs be­tätigen. Es wäre gerecht, wenn Deutschland >urch Garantierung seiner Ostgrenze seine riedfertigen Absichten zum Ausdruck bringen vürde. Zu diesem zweiseitigen Abkommen st Frankreich bereit. Das Wort hat jetzt Deutschland.

Das Geschenk her Stadt Paris a« Chamberlain.

Paris. 28. Aug. Wie bereits gemeldet, wird die Stadt Paris dem englischen Außen - vinister Chamberlain am kommenden Mittwoch einen Prachband überreichen, der »üben Beiträgen über Frankreichs Zivilisation, stunst, Literatur und KriegSruhm auch Dor- teorte der bekanntesten Staatsmänner Frank- >üch« enthält. Außenminister 'Sri an b bricht in seinem Vorworte davon, daß Eng- and zum Triumphe der Gerechtigkeit und zum Kampfe gegen die Ungerechtigkeit Frankreich Daffenhilfe geleistet habe. Die englische und ranzösische Diplomatie bemühten sich in dem Geist geduldigen Willens in dem noch von Streitigkeiten durchwühlten Europa den trieben zu verwirklichen. Ministerpräsident »oincare erklärt u. a., der Friede Euro- Vs und in der Welt hingen in Zukunft haupt- °chlich von dem vereinigten Willen Englands Jnb Frankreichs ab. Um dauerhaft zu fein, erränge diese Vereinigung Herzlichkeit, Frei- *ut .und gegenseitiges Vertrauen. Außerdem enthält auch das Buch noch Autogramme deS «inisterpräfidenten, Doumergues, Millerands, »lemenceaus und der Marschälle von Frank­teich.

lutionen. Angenommen wurde gleichfalls ten Antrag des französischen radikalen Ab- torbneten Borel, der statt der sofortigen Alfhebung der Zolltarife eine graduelle tetdert. Der belgische sozialistische Abgevrd- tete fJJierarb wandte sich dagegen, daß

Augenblick nur Parte ipolitrk, die sich aber stolz Staatspolitik nennt. Im übri­gen ist es doch recht bezeichnend, datz man glaubt, zu solchen Zwangsmaßnah­men ichreiten zu müssen, um den ein­zelnen Gemeinden das Flaggen tti de« Reichsfarben auszuzwingen. Daß man sich mit solchen Machenschaften feto er ein Armutszeugnis ausstellt, das scheint man im Schoße der hohen preußischen Regierung nicht zu begreifen. Zn der Tat, die Republik ist in Gefahr. Nur daß die, die sie zu Grunde richten, nicht rechts sitzen, sondern links, gerade in den Reihen derer, die stets mit ihrem Geschrei das Kapitol z« retten ver­meinen.

Das ist eine freimütige, aber durchaus berechtigte Kritik. Es mag natürlich scharf sein, wenn man über die preußische Po­litik das Urteil fällt, daß dort tm Augen­blick nur Parteipolitik regiere, die sich aber stolz staatspolitisch nenne. Ein Wahr­heitsbeweis wird unschwer zu erbringen sein.

Als der Herr Reyierungspväfident in Kassel diesen Passus laS, hat er sich zu schärfsten Maßregeln entschlösse«. Der Herr Landrat von Marburg bekam die Anwei­sung, die weiteren Beziehungen zurOber- hessischen Zeitung" zu lösen, cckwohl der Land rat nach Kassel berichtete, datz der Verleger sich mit einzelnen Ausführungen der angegriffenen Sätze nicht ibentiftgisre.

Der Herr Regierungspräsident mußte durchgreifen. Es kam ihm durchaus er­wünscht, durch diese Tat einmal wieder von sich reden zu machen. Der Herr Re­gierungspräsident heißt Dr. Friedensburg. Das sagt viel. Dr. Friedensburg ist der Mann, der ständig in der Zeitung stehen muß, sonst fühlt er sich nicht wohl. Die Berliner kennen ihn von der Zett seiner Vizepräsidentschaft im Polizeipräsidium. Von seinen Taten waren die Blätter voll. Es soll einmal einen bekümmerten Re­dakteur eines Telegraphenbüros gegeben haben, der tiefsinnig geworden ist über der »tsache, daß an DM toSh-,