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Sm Sans und Vanzettl

von Frankreich unterstützte Belgien. Dies zeige, daß Dr. Benesch nicht mehr bestrebt sei, einen Titz i« Rat zu haben.

Pakt würden die deutschen Garantien van Poincarö nur als negativ betrachtet wer-

Sbschluß der leichtathletischen Landrrwctt- kömpfe DeutschlandFrankreich.

fk. y e 11 s, 22. Aug. Der gestrige leicht­athletische Länderwettkamvf Deutschland Frankreich hat einen von allen Seiten an­erkannten außerordentlich erfreulichen und durch keinen Zwischenfall getrübten Verlauf genommen.

den.

Pertinar befürchtet Rachgeben Briands.

fk. Paris, 22. Aug. Pertinar wirft i« «Echo de Paris" die Frage auf. ob sich England und Frankreich über die Frage der Verminderung der Besatznngstruvven noch vor Begin« der Ratssitzung im Sep­tember einig werden. Er kommt zu dem Ergebnis, daß B r i a n d keinesfalls mit ge­bundenen Händen nach Gew? gebe« werde. Chamberlain habe Briand in der Frage der Zuteilung eines deutschen Sitzes in der Mandatskommission umge­stimmt. Ebenso bestehe auch heute wieder di« Gefahr, daß Briand in der Frage der Truppenverminderung durch seinen englischen Kollegen zum Nachgeben gezwungen werde.

Die Neubesetzung eines nichtständige« Lölker- bundsratsfitzes.

fk. L o « d o «, 22. Aug. Der diplomatisch« Korrespondeut des «Daily Telegraph" schreibt: Die letzte« Meldungen aus Gens deute« darauf hi«, daß dort groß« Hoffnungen bezüglich der Kandidatur Argentiniens für eine« der nichtständigen Ratsfitz« bei den kommenden Wahle« für diese Kandidatur gehegt «erden. Ma« erwartet, daß Finnland der Tschechoslowakai Nachfolge« werde. Das einzig« europäische Mitglied, da» gute Aussicht auf Wiederwahl habe, sei das stark

Kundgebungen In alter Seit

lanbnis, aus seiner Zelle heauszukommen, um mit seiner Schwester in einem Flur zusammenzutreffen. Bruder und Schwester umarmten einander und küßten sich. Sie unterhielten sich lebhaft. Luigia Banzetti lehnte es nach ihrem Besuch ab, irgend­welche Kommentare abzugeben.

Neue Bombenattentate in Amerika.

Nach Meldungen aus Chicago ist dort ein neues Bombenattentat verübt worden. Drei Häuser sind beschädigt worden. Getötet wurde niemand. In der Nähe von Boston sind mehrere Leute verhaftet worden, die angeblich ein Attentat planten. In einem Wald bei Boston fand die Polizei 400 Pfund Dynamit. Aus zahlreichen amerikanischen Städten kom­men Meldungen über Massenverhaftungen. Die Polizeistreitkräfte in Newyork sind auf 14 000 Mann verstärkt worden. Alle Demon­strationen, die für Sonntag angekündigt waren, sind auf Montag verschoben worden.

Kundgebungen i« Boston.

fk. B o st o n, 22. Aug. Eine Menschen­menge von mehreren Tausend veranstal­tete gestern in Boston eine Kundgebung für Sacco und Banzetti. Die Polizei ver­haftete mehrere Männer und Frauen.

Groß« Sympathiekundgebung für Saeco und Banzetti.

fk. London, 22. August. Im Hehdepark fand gestern eine Kundgebung zu Gunsten von Sacco und Banzetti statt, an der 12 000 Per­sonen teilnahmen, Unruhen ereigneten sich nicht.

Ist Protestversammlungen m Paris.

Paris, 20. August. Die kommunistische Partei, die kommunistische Gewerkschaftsver­bände, die Republikanische Vereinigung der ehemaligen Frontkämpfer und die kommunisti­schen Jugendorganisationen haben heute abend in Paris wie in den Pariser Vororten 19 Protestversammlungen gegen die Verwerfung der Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Sacco und Vanzetti abgehalten.

iw» keine Entscheidung

Das amerikanisch« Juftizamt zum Prozeß Sacco-Vanzetti.

3m Juftizamt wurde inoffiziell erklärt, man bedauere, daß das Ausland in Unkenntnis der amerikanischen Verhältnisse zur Verallgemeine­rung neige und die amerikanische Aecht- sprähung sowie Amerika überhaupt wegen des Prozesses Sacco und Vanzetti in Vausch und Dogen verdamme. Bei der Gründung der amerikanischen Union hätten sich die ein­zelnen Staaten die Rechtspflege auf allen Gebieten, außer im Post- und Wünzwesen und anderen die gesamte Union betreffenden Fragen, ausdrücklich Vorbehal­ten. Weder die Dmidesregierung noch das Juftizamt noch der Präsident der Vereinigten Staaten seien imstande, wegen der Angelegen­heit Sacco-Danzetti zu intervenieren. Auch die Hinrichtung könnten sie nicht verhindern. Falls die Verteidigung aber nachweisen könne, daß im bisherigen Verfahren die ver­fassungsmäßigen Rechte der Ange­klagten verletzt worden seien, so bester Aussicht, daß das Oberbundesgericht die Frage prüfe. 3m übrigen aber müßten die Gesetze und die Dtrafprvzeßordnung des sou­veränen Staates Massachusetts von jedermann respeftiert werden.

sk. Washington. 22. Aug. Der stell- vettretende Generalstaatsanwalt F a r n u m erklärte, dah die Deheimakten des zuständigen Departements zwar dem Gouverneur Fuller und den 3ustizbehörden von Massachusetts zur Verfügung ständen, nicht aber den Verteidiger Saccos und Vanzettis.

sk. Boston, 22. Aug. Der Richter am Obersten Bundesgerichtshof, Dranbeis, hat es abgelehnt, irgend welche Schritte in der Angelegenheit Saccos und Vanzettis zu unter­nehmen.

Luigia Banzetti bei ihrem Bruder.

V o st o n, 20. Aug. Der Schwester Van­zettis. Luigia Vanzetti, wurde heute von der Gefängnisverwaltung ein einstündiger Besuch bei ihrem Bruder gestattet. Ent­gegen dem Brauch erhielt Vanzetti die Er-

Einer Hanns-Meldung zufolge glaubt man in unterrichteten Kreisen, bas die englisch- französischen Verhandlungen über die Stärke der Besatzungstruppen im Rheinland vor ihrem Abschluß stehen. Ohne Zweifel sei noch keine völlige Verständigung erzielt worden, aber die wesentlichen Punkte seien bereits ge­regelt.

O b s e r v e r" zufolge haben allerdings die letzten Tage die Frage des Besützungsheeres im Rheinland einer Lösung nicht näher ge­bracht. Frankreich nehme eine unnachgiebige Haltung gegenüber dem Drängen Londons auf Durchführung des Locarno-Versvrechens «in.

DerT e m p 5" beschäftigt sich mit d«n Meinungsaustausch, der zwischen der fran­zösischen und der englischen Regierung über die Herabsetzung der Besatzungstruppen ge­führt wird. Er stellt den Grundsatz auf, für England sei di« Gegenwart der Trup­pen am Rhein nur eine Prinzivienfrage; für Frankreich und Belgien bedeut« die Besatzung nicht nur die beste Garantie für die Ausführung des Friedensvertrages, sondern auch für die Sicherheit. Alle Ziffern, die bis jetzt genannt worden sind, : so fährt da» Blatt fort, haben keinen : offiziellen Charakter, und man darf sie deshalb nur mit der üblichen Reserve auf« ' nehmen, denn sämtliche Erwägungen, die A»n versucht sein könnte, über sie anzu- - Ketten, laufen Gefahr, sich als falsch zu «rweisen. Bei den hierüber stattgefunde­nen Auseinandersetzungen nimmt man im ' allgemeinen an, daß die Gesamtzahl der Besatzungstruppen von 70 000 auf unge­fähr 60 000 herabgesetzt werden könnte, was noch ziemlich weit von dem entfernt fein dürfte, was die Deutschen fordern, die den Ausdrucknormale Efftktivbestände" ' so auslegen, daß die Besatzungstruppen derringert werden müssen auf den Stand der deutschen Streitkräfte im Rheinland vor 1914, also auf etwa 50 000 Mann, wozu sich die Botschafterkonferenz niemals stabe verpflichten wollen. Normale Effek- . kivbestände, so meint derTempS", der mit den gleichen Argumenten operiert wie heute auch daSJournal des Döbats", seien, diejenigen, die man für unerläßlich halte, damit die Besatzung auch einen Wert und eine Garantie gegen jede unangenehme lleberraschung biete. Ueberdies sei kein Vergleich Möglich zwischen den deutschen Garnisonen in Friedenszeit und den alli­ierten Besatzungstruppen, die auf fremdem Gebiet di« Ausführung des Friedensvertra- -es garantieren sollten. Was das Verhält­nis betreffe, in dem die drei in Frage kommenden Mächte an der Verringerung sich beteiligen würden, so könne man wohl schwer sich auf eine absolute Regel festle- Cen, eben wegen der Verschiedenheit der m Frage stehenden Interessen.

Der Widerhall in England.

Die unversöhnliche Haltung der fran­zösischen Regierung in der Frage der Ver­minderung der Rheinlandtruppen hat zwar den Optimismus der offiziellen englischen Stellen noch nicht trüben können, findet aber doch in der Press« allmählich einen starken Widerhall. Die Pariser Berichte der großen englischen Blätter werden im­mer pessimistischer. Erfreulicherweise läßt sich dabei feststellen, daß im allgemeinen die Berechtigung der deutschen Erwartun­gen anerkannt wird. Wo, wie im Falle des PariserTimes"-Korrespondenten, sich starke französische Einflüsse geltend machen, »erben sie durch die übereinstimmende Hal­tung der übrigen Londoner Blätter hin- söllig gemacht. Ueberdies hat es den An­schein, daß sich die englische Regierung durch starke gegenteilige Einflüsse in der großen englischen Presse nicht von dem ein« ®al beschrittenen Wege abbringen lassen mird. Dix Frage bleibt nur, wie daS Eindeutige englische Verlangen mit der ka- kgorischen französischen Gegenforderung in Elnklang gebracht werden kann.

Während die Haltung hinsichtlich der sruppenverminderung in London eindeutig ft. wurde einer anderen Frage bisher «am Beachtung geschenkt. Der Pariser Eksrrespondent de»Manchester Guardian" Seift nun heute mit Recht darauf hin, daß

Strefemann bereits im Juni 1925 be­tont habe,, der Unterzeichnung eines West- Paktes müsse di« Rheinlandräumuyg folgen.

DaS Blatt sagt, vor Locarno fei den Alliierten ein formales deutsches Schrift­stück unterbreitet worden, daS zwar keine Forderungen enthielt, aber doch Erwartun­gen aussprach, die von den Alliierten durch Annahme dieses Dokumentes anerkannt worden seien. Poincares Ansicht gehe je­doch dahin, daß sich vor Ende des nächsten Jahres nicht übersehen lassen werde, ob Deutschland auch wirklich zur Reparations­zahlung bereit sei. Poincar« bringe noch andere Einwände gegen die Rheinlandräu­mung vor und beziehe sich noch heute auf die Frage der Ostbefestigungen. Der Kor­respondent glaubt in der Sage' zu sein, behaupten zu können, daß in diesem Zu­sammenhang auch von einem Ostpakt zur Sicherung der polnischen Grenze die Rebe gewesen sei. Wenn daher die Frage der Rheinlandräumung im nächsten Kahre auf­tauchen sollte, werde gleichzeitig auch die Frage des weiteren Funktionierens des Da- wesplanes und das Ostpaktproblem ange­schnitten werden. Ohne einen solchen Ost-

Ste Lagt in Wna

Tschangtsolin berust eine Konferenz der Nordlandtruppensührer.

Peking, 21. Aug. Die Lage an bei Pangsefront ist einstweilen unveränbert. Die Kerntruppen ber Sübarmee sinb in Schanghai konzentriert unb wolle« bie Stabt auf alle Fälle verteibigen. Aus N a n ki n g wirb bas Eintreffen bet erste« Hamkantruppen gemelbet. Aufsehe« hat ht Peking bie Weigerung bcg Tupans von Schantung, an einer von Tschaipgksolin einberufenen militärischen Konferenz be* Rorbtruppen teilzunehmen, erregt. Tschangtschungtjchang begrünbet seine Ab­sage mit bem Hinweis, dah er burch bie strategischen Operationen in Anspruch ge» «ommen sei unb bie militärische Lage außerdem gar keine Konferenz erforberv» Wiederbesetznng ber Konzessionen i« Tschiv- kiang burch die Engländer.

fk. London, 22 Aug.Daily Mail" be­richtet aus Tokio: Amtlichen javanischen Meldungen aus Tschinkiang zufolge werd« er­klärt, daß die Engländer die dortigen Kon­zessionen geschlossen wieder besetzen werden

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Kein Weiter ffir gzeanslSge

Hamburg, 21. Aug. Nach einem nm 12 U6r von bet Deutschen Seewarie ausgege­benen Wetterbericht ist bie Wetterlage anf dem Ozean für Ozeanflüge zurzeit ungemöhn. lich ungünstig und webet bie Süd- noch die Norbftoat besliegbat.

Der Flug Könneckes.

fk. Köln, 22. Aug. Das Flugzeug Könneckens ist vollkommen st a r tb e r e i t Der Aufstieg zum Amerikaflug findet aber infolge der ungünstigen Wetterlags vorläufig nicht statt.

fk. Köln, 22. Aug. Flieger Kön- necke studierte gestern abenv mit Direk­tor Polte vom Aachener Observatorium die bis dahin eingegangenen Wetterbe­richte. Danach sind die Witterungsver­hältnisse über Irland und dem Kon­tinent so s ch l e ch t, daß ein Start auch für heute nicht erwartet wird.

Kaiser Wilhelm zum Ozeanflug.

Berlin, 21. Aug. Wie die «Kreuz­zeitung" berichtet, hat der ftühere Kaiser auf ein Telegramm, das ihm einer der Teilnehmer an dem Ozeanflug der Iun- kerSwerke, Freiherr v. Hühnefeld, gesandt hat, eine ausführliche Antwort gegeben. Darin gibt der Kaiser den Rat, in Zu­kunft den Start abhängig zu machen do» zusammenfassenden Meldungen über die Wetterlage im Westen, auf dem Ozean und in Amerika. Dur bei posittven Meldungen empfehle er den Statt. Zn der Antwort des ftüheren Kaisers heißt es auch noch u. a.t «Ich halte die zu frühzeitige Re­klame mit dem Welttekord für unange­bracht und undeutfch. Dach dem Amerika­flug wird es immer noch Zeit genug sein, sich der Leistung zu rühmen." Das Tele­gramm spricht zum Schluß den Wunsch aus, daß den Fliegern mit EAttes Hilfe der Flug glücken möge.

D«r Flug AmerikaRom.

Newyork, 20. Aug. Dom Flugplatz Rooseveltfield wirb mitgeteilt, daß ber Flieger Bertaub seinen Flug nach Rom für morgen nachmittag 5 Uhr angesetzt habe, unter dem Vorbehalt, daß die Wet­terlage günsttg sei.

Tödlicher Fallschirmabsprung.

Leipzig, 21. Ang. Bei dem heutige« Flugsportfeft auf dem Flugsvortplatz in Leip- zig-Mocha« verunglückte ber Leipziger Fall- schirmvUot Anton Merkelbach, de« seinen 81. Absprung vollführte, tödlich. Merkelbach benutzte eine« Fallschirm eigene« Kon­struktion. ber sich auch sofort nach de»,