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.©eben ist seliger denn neh- m. n." — DaS ist ein so allgemein oe- MnnieS und übliches Sprichwort geworden,
die Welt längst vergessen Hal, woher ti stammt. Geschrieben stehl es in der Apostelgeschichte aus dem Munde des Pau- bo er von den Freunden in Milet Ermahnungen letzten Abschied nimmt. im ift das stolze Wort eines Mannes, der tatsächlich mehr zu geben hatte, als ihm von Menschen zu nehmen geboten werden tonnte. Es bezieht sich auf seinen Le- tzenswanbel im Irdischen, da er sich nicht got der geistigen Güter willen, die er auS- iuteilen hatte, von anderen aushalten ließ, Indern sich ernährte von seines Handwerks Kunst als freier Mann, der niemandem, wie man so sagt, etwas schuldig blieb.
Und doch ist oie'er Mann in seinen Briefen so voll des Dankes für alle Freund« Mkeit, die ihm widerfuhr, daß man es herausfühlt ,wie sehr er sich in allen Fragen des Gemütes auch aufs Nehmen verstanden haben muß. In der Tat, er kannte hie große Macht der Gemeinschaft, die sich mit dem Geben aarnicht erschöpfen kann. Wer recht versteht, daß Geben Seligkeit bedeutet, der übt auch den Takt, sich geben zu lassen, damit der Bruder dieser ©eligteit ebenfalls teilhaftig werde. DaS ist die Kunst der wahren Dankbarkeit. Das ist nicht der wahrhaft freie Mann, der sein Verhältnis zum Bruder ängstlich danach abwägt, ob er auch der Gebende sei; daS verführt viel eher dazu, die wirklich reinen Herzens gebrachte Gabe des anberen zu unterschätzen und achtlos liegen zu lassen. DaS wäre nicht der Stolz des freien Mannes, sondern die Hoffart einer geknechteten Seele, die dazu neig®, das Geben und Nehmen nach sehr äußerlichen Gesichtspunkten abzuschätzen. Wie mancher gibt dem anderen eine Fülle großer Gedanken; der andere hat nicht so glänzendes Geschenk, vergilt aber, was man ihm gibt, mit solch einfacher, echter Siebe und Hingabe, daß der vermeintliche Rur-Ge- ber dies Empfangene gar nicht zu würdigen versteht. Und wie oft ist nicht eine einfache wort- und schmucklvse Treue mehr als die seltensten Gedanken, — eben weil sie noch seltener ist. Man kann eben auch aus selbstischer Eitelleit der Gebende fein wollen, das ist das Geben der Pharifäer, deren Wefen uns der Heiland so bis in die verschwiegensten Falten hinein beleuchte® hat. Und dieses Geben ist ganz sicher nicht da§ des Apostels, der nie feine eigene Hoheit den Menschen gegenüber im Auge gehabt hat, sondern immer die Hoheit des Herrn, dem er diente. Wie oft besteht auch in unserem Heben das rechte Geben in der Kunst, sich geben zu lassen; daS weiß jeder Vater, jede Mutter von ihrem Kind, dem man keine größere Freude spenden . Hann, als indem man etwas von ihm an-
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v, Damit kommen wir auf die letzte Wurzel des stolzen Wortes vom Geben und Nehmen: Dieser Apostel, der sich vor den Menschen so oft seiner Freiheit gerühmt, nennt sich im Philemon-Brief ben, „Gefangenen Christi", er, dem Geben seliger »iS Nehmen war, weiß sehr wohl von dem, „aus dessen Fülle wir alle genommen haben Gnade um Gnade." Daß er den Stolz des Geben» kannte, das erklärt sich daraus, daß er die ganze Demut des Nehmens in diesem letzten Zentralpunkt erfahren hat. Und wenn er nun gibt aus der reichen Fülle feiner Erfahrung, so gibt er den Menschen, aber er gibt auch Gott, doll der Seligkeit dessen, der seine Reichsarbeit als bescheidenen Dank angenommen weiß für die große Gnade, stolz dieses Gebens gewürdigt zu fein, j&o ist das Geben erst volle Seligkeit, weil es herauSgehoben ist aus dem Äbwägen rivalisierender Menschen und hineingerückt in die Gemeinschaft deS heiligen Geistes. Hier erst ist jede Gabe frei von Selbstsucht, mit der wir in irdischen Maßen immer behaftet sind. Sollten wir nicht einmal unsere irdischen Beziehungen an diesem neuen Maße messen? Da wird vieles Kleine groß und vieles Große fiein. Diek.
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x Dem Vrivatdozenten für Physiologie an der Heidelberger Universität, Dr. med. et Phil Edgar W ö h l i s ch , ist die AmiSbezeichnung außerordentllcher Professor verliehen worden.
X Der Privatdozent für Neurologie und Psychiatrie an der Gießener Universität, Dr. med. Edgar Leyser, ist im Alter von 33 Jahren gestorben.
X Im Alter von 62 Jahren verschied der Oberschulrat des Provinzialschullolle- f ums in Schleswig, Dr. Max C o n s - r u ch.
X Bon der Akademie der Wissenschaften in Wien wurden der ordentliche Professor der Mineralogie an der W ien er Universität, Dr. Friedrich Becke, zum Generalsekretär, und der ordentliche Professor der klassischen Philologie an der genormten Universität, Dr. Ludwig Ra Vermacher, zum Sekretär der phiMsophisch-historischen Klasse dieser Akademie wiedergewahlt und vom Bundespräsidenten bestätigt.
X Der Studienrat Robert Laue qpt staatlichen Friedrichs-Gymnasium in Kassel ist zum Oberstudienrat an einer staatlichen höheren Lehranstalt ernannt worden; als solcher hat er die Stelle eines Fachberaters des Provinzialschullollvgiums in K a s- jei erhalten.
X Der ordentliche Professor für Chemie »nd Vorsteher deS chemischen Laboratoriums »er Abteilung für Bergbau an der Berliner Technischen Hochschule, Geheimer
Oderhessische Zeitung, Marburg a. 8. Sonnabend, »en 20. August 1927
Sette 8
Bergrat Dr. Alfred Staven Hagen, ist zum 1. Oktober 1927 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden.
X Der Assistent an der Anatomischen Anstalt in Jena, Dr. med. Konrad K i e - fetoalter, ist als Privatdozent für das Fach der vergleichenden Anatomie und der vergleichenden Anatomie in der medizinischen Fakultät der dortigen Universität zu- gelaffen worden.
X Der ordentliche Professor für Alte» Testament an der Universität Halle, D. Dr. Hermann Gunkel, ist zum 1. Oktober 1927 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden.
X Zum Rektor der Umber|iitSt Tübingen ist für den Rest des AmtSjahreS 1927- 1928 der Professor für Strafrecht, Zivilund Prozeßrecht sowie Rechtsphilosophie Dr. jur. August Regler gewählt und vom Staatspräsidenten bestätigt worden.
x Der frühere Regierungsrat und Mitglied des Reichsgesundheitsamts Prof. Dr. med. et. med. vet. Emil Küster hat-sich in der medizinischen Fakultät der Univer- fität Frankfurt a. M. als Privatdozent für das Fach der Hygiene und Bakteriologie habilitiert.
X Den Privatdozenten in der philofo- phifchen Fakultät der Universität H e idel- berg Dr. Eugen Herr igel (Philofo- phies, Dr. Albrecht Götze (Bergleichonde Sprachwissenschaft und semitische Philologie) und Dr. Erich Frank (Philosophie) ist die Amtsbezeichnung außerordentlicher Professor verliehen worden.
x Der Leiter des zentralen Städtebauamts der Stadt Berlin, Magistrats- oberbaurat Dr. Zng., Dr. rer. pol. Roman Heiligenthal in Berlin-Halensee ist vom 1. Oktober 1927 ab zum ordentlichen Professor des Städtebaus und des Städtischen Tiefbaus in der Abteilung für Bau- ingenuerwefen der Technischen Hochschule zu Karlsruhe ernannt worden.
X Mit Genehmigung des Eefamtmini- steriums ist die Wahl des Profesiors der klassischen Philologie, Geh. Hoftat Dr. Erich Dethe zum Rektor der Universität Leipzig für das llniversitätsjahr 1927/28 bestätigt worden.
X Als Privatdozent für neutestament- liche Bibelkunde ist in der Theologischen Fakultät in Salzburg Dr. theol. Josef Dillersberger auf Grund einer Schrift „Das Heilige im Reuen Testament" zugelaffen worden.
X Zum Rektor der Akademie für bildende Künste in Prag ist der Profesior Dratislav R a ch l e b a gewählt und vom Unterrichtsminister bestätigt worden.
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Stund unt Siflentoaft
Das Tanztsurnier um die Sommermeifterfchaft von Europa — in Frankfurt a. M.
# Zum ersten Male ist es gelungen, die Aus' itagung der Europa-Tanzmeisterfchaft auf deutschen Boden zu verlegen, und zwar ist es das- besondere Verdienst der Frankfurter Internationalen Ausstellung, dies zustande gebracht zu haben. Man kann also sagen, daß der Frankfurter „Sommer der Musik" feinen Besuchern am heutigen 20 August (8 Uhr abends im Haus zum Saxophon) das bedeutendste tänzerische Ereignis dieses Jahres bietet. Die Toumierleitung versieht Dr. Doilsen-Frank- furt Präsidialvertreter des „Reichsverbandes zur Pflege des Gesellschaftstanzes". Veranstalter ist der Frankfurter Tanzklub Rotweitz. Die bedeutendsten Tanzpaare werden sich an dem Tournier beteiligen. Folgende Tanzarten kommen zur Austragung: 1. Der veredelte Charleston; 2. Siow For (früher Blues genannt, ein langsamer For); 3. English Waltz (der moderne Boston); 4. Tango.
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Marburg und Umgegend
Marburger Ferienkurse
Tagesanzeiger
für Sonnt ag, ben 21. August.
9—10 Uhr: Prof. Geißler-Grlangen: Die Gestaltung deutschen Geistes tn der gegenwärtigen Literatur;
10—11 Uhr: Prof. Lehmann-Landskron: Wege zur Volkbildung in der Schule;
11—1 Ähr: Prof. Manuhardt: Wege zur Dolk- bilbung auf der Hochschule und im Heere.
Güterbeförderung bei der Eisenbahn.
Aus nachstehenden Ziffern ist ersichtlich, daß die Eisenbahn bemüht ist, allen Anforderungen des Verkehrs schnell gerecht zu werden.
Beförderung von Eikstückgut: Richtung Kreuztal: ab 7, 10, 15, 18, 20 Uhr; Richtung Warburg (Wests.): ab 6, 10, 14, 17, 20 Uhr; Richtung Frankfurt a. M.: üb 14, 24 Uhr; Richtung Kassel: ab 5, 18 Uhr. Lebensmittel werden für den Nah verehr, lebendes Vieh und leichtverderbliche Güter für alle Stationen auf der Hauptstrecke Richtung Frankfurt a. M. und Kassel mit jedem Per;onen- zug, beschl. Personenzug oder Eilzug befördert.
Fracht st ückgut: Richtung Kreuztal: Umladegut ab 7, 10 Uhr, Biedenkopf Ort ab 7, 10, 15 Uhr, OrtSversand ab 7 Uhr, Biedenkopf Ort ab 7, 15 Uhr; Richtung Warburg (Wests.): Umladegut und OrtsversaNd ab 14, 21 Uhr; Richtung Kussel und Göttinüen ab 14, 22 Uhr,.
Kirchhain bis Treysa ab 1, 17 Uhr; Richtung Bebra: ab 17 Uhr; Richtung Leinefelde: ab 17 Uhr; Richtung Eisenach: ab 3 Uhr; Richtung ®iefjen: ab 4, 14 Uhr; Richtung Hanau und Frankfurt a. M.: ab 19 Uhr; Richtung Niederwalgern--Dil- lenburg: ab 4 Uhr.
KntS ftiaMaiti
-v- Kirchhain. Trotz beB überaus ungünstigen Wetters rüstet der Ärtegeroerein Kirchhain um tn würdiger Weise am kommenden Sonnabend und Sonntag die Seiet seines 50 jährigen Bestehens zu begeben. Der Höhepunkt der Veranstaltung dürste neben dem am Svimtag stattfindenden Verchandsschreßen der am Voraberch stattfindende Kommers sein der in der städtischen Festhalle stattfindet und zu welchem auch die Sängervereinigung Kirchhain ihre Mitwirkung zugesagt hat. — Durch die Jniative des hiesigen Derkehrsver- eins wird das hiesige Fernsprechamt demnächst ununterbrochen Dienstbereitschast einführen. Mit dieser Einrichtung wird einem jahrelangen Wunsch eines großen Teils der hiesigen Geschäftsleute entsprochen und Kirchhain erhält da« was tn anberat Städten schon.. lange eingeführt ist. Auch im Sntere'fe des persönlichen- sowie des Feuerschutzes ist diese Steuerung sehr zu begrüßen. Man darf damit rechn«, daß die ununterbrochene Dienstbereitschaft schon in allernächster Zett in Kraft tritt
- Neustadt. Ein Dienstschießen vereinigte gestern die gesamten Oberlandjäger deS Kreises Kirchhain und eine größere Anzahl aus dem Kreise Ziegenhain auf dem Schießstande deS Schießsport-Vereins im Stadtwalde, Distrikt Wazenberg. Der Veranstaltung wohnte Landrat von Gilsa- Kirchhain sowie eine gröfjere Anzahl geladener Gäste aus der Stadt, wie Amtsgerichtsrat Siebert, Dr. med. Engelhardt, Bürgermeister Linke u. a.
. SchweinSberg. Die Stadtverordneten-Versammlung lehnte in ihrer Ettzung den Antrag des Kreisausschusies Kirchham um Zusammenlegung der städtischen Sparkasse mit der neu zu gründenden Kreissparkasse ab.
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Biedenkopf. Am nächsten Mittwoch werden die Herren Oberpräsident Exz. Dr. Schwander - Kassel und Regierungspräsident Ehrler-Wiesbaden zum Besuch unserer Stadt und des Kreises hier eintreffen und bis zum Freitag verweilen.
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Frankenberg. Der Landwirt Dippel von der nahen Köhlermühle wollte vergangenen Montag in der Lehmgrube bei Röddenau Lehm holen. Als er an der Arbeit war, kam infolge der nassen Witterung der überhängende Lehm ins Rutschen und Dippel wurde verschüttet. Mit schwerer Brustquetschung und Verletzungen an den Deinen wurde der Unglückliche hervorgezogen.
Frankenberg. Die Stadtverordneten beschlosien die Aufnahme eines Darlehns von 300000 M. zum Ankauf von Grundeigentum und für Ausführung von Strastenarbei ten — Durch Kauf ging der links der Edder gelegene früher land- gräfl. Waldbesttz Hermannsholz und der auf der rechten Edderfeite liegende Bezirk Samtseite insgesamt ca. 108 Hettar, in den Besitz der Stadt FranLenberg über.
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Laasphe. Der Wasserzins soll nach dem Beschluß bet Stadtverordneten für dieses Jahr in alter Höhe bestehen bleiben: der Kubikmeter 30 Pfg. Es wat eine Ermäßigung des WassergeDeS um ein Drittel geplant, doch durch die jetzt eintretenden großen Ausgaben beim Ausbau der Wasserleitung ist der Beschluß vom Magistrat wieder rückgängig gemacht worden. — Im Sieger land treibt sich seit Wochen ein seltsamer Mann umher, der borgtet, im Auftrage der Zeltmifsivn zu handeln und rekigiöse Schriften zu verkaufen sucht. Wie die „Sieg. Ztg." berichtet, Habet der Mann auch zu Zettver- farnmFangen ein. Wenn dann die Leute aus teils entfernten Ortschaften sich zur Predigt einfinden, müssen sie wahrnehmen, daß sie einem Betrüger ins Garn gegangen fino.
Elsoff. Die landwirtschaftlichen Ber- eine Elsoff, ArfeD und Wunderthausen veranstalten am Mittwoch, den 24. Aug. „Auf dem Helm" eine Tierschau mit Prämierung. * 1 •
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Breitfcheld. Beim Steinbruch Rech in unserer Gemarkung wurden von den Arbeitern Urnen gefunden, die sebr wahrscheinlich aus der Römerzeit stammen.
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WenslMu uni NtMorMstt
Kassel. Freitag nachmittag ereignete sich in Kirchditmold ein schwerer Bauunfall. ,2Us die Bewohner der Bardeleben- und Zentgrafenstrahe, durch lautes Gepolter erschreckt, auf die Straße eitten, sahen sie, dast ein errichtetes Baugerüst an der Kreuzung der beiden Straßen einyeftiirzt war. Unter den Trümmern wurden vier Arbeiter heroorgezogen. von denen zwei
schwer und zwei leicht verletzt waren. Man überführte die Verunglückte in das Rote . Kreuz. Wie die angestellten Ermittlungen ergaben, ist der Unfall durch Hebe!« bruch entstanden.
Kassel. Gin 24 Jahre im Dienste bei Großen Kasseler Straßenbahn gestandener Strahenbahnschaffner hatte versehentlich einer kleinen Gesellschaft anstatt vier fünf 20 Pfg.» Scheine auSgegeben und bekam hierauf den fünften Schein zurück, für den er bis zur Endstation keine Verwendung mehr hatte. Er gab ihn, nachdem er die Bleistiftmarkierung aus radiert hatte, auf der Rückfahrt aus. Gin kontrollierender Aufsichtsbeamter stellte kurz darauf feft, daß die auf der Rückfahrt auS- gegebenen zwei 20er Scheine keine aufeinanderfolgenden Hummern hatten, worauf der Schaffner den Sachverhalt zugab. Auf die Anzeige des Kontrolleurs wurde der Schaffner von bet Direktion der Straßenbahn fristlos entlassen und ein Strafverfahren wegen Betrugs eingeleitet Runmehr verurteilte des Große Schöffengericht den Schaffner wegen einfacher Urkundenfälschung an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 30 Mark.
Bad Wildungen. Der Gemeinderat der Stadt Bad Wildungen hat einstimmig aus Antrag des Vorsitzenden den Beschluß gefaßt, unabhängig von den zwischen dem Freistaat Waldeck und Preußen sckNvebenden Auseinandersetzung mit dem preußischen Innenministerium direkte Verhandlungen über einen Anschluß an Preußen aufzunehmen.
Hünfeld. Seinen 90. Geburtstag beging am Dienstag Johann Christoph Richter in seltener Rüstigkeit, der älteste Einwohner im nahen Grüsseibach.
Butzbach. Die Arbeiten für den neuen Marktbrunnen sind jetzt in Auftrag gegeben worden, so daß in Kürze unser historischer Brunnen in seiner ursprünglichen Gestalt wieder erstehen wird.
Geisa. Die Kreisdireftion Eisenach hat an alle Bürgermeister verfügt, daß den Landwirten Hausschlachtungen nur für den eigenen Bedarf gestattet feien.
Neuhof bei Fulda. Im benachbarten Magdlos wurde vormittags auf den Jagdaufseher Krämer, als er sich auf einem Pirsch- gang im f»genannten Kohlgrund befand, aus dem Hinterhalt ein Schuh abgegeben . Das Geschoß zerschmetterte das Fernglas des Jägers, der selbst wie durch ein Wunder unverletzt blieb. Aus die Ermittlung des Täters ist von dem Jagdpächter Dr. Tölle- Fulda eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt worden.
ÄirtWe Smhrtehttn
Sonnabend, den 20. August.
St.-Jost-Kapelle (vor Weidenhausen). 8.30 Ähr: Abendsegen, Pft. de Door.
Sonntag, den 21. August.
Pfarrkirche. 8 Ähr: Pfarrer ThomaS; 9.30 Ähr: Pfarrer Petersmann.
Elisabethkirche. 8 Ähr: Pfarrer Metz; 9.30 Ähr: Pfarrer Waltemath.
Reform. Gemeinde. 8,30 Ähr: Pfarrer Petersmann; 10 Ähr: Pfarrer Dr. D. Frankenberg.
Katholische Kirche. 7,30 Ähr: Heilige Messe mit Frühlehre und gemeinsamer Kommunion der Schüler, um 9.30 Ähr: Amt und Predigt; 11 Ähr: Heilige Messe Und Predigt; nachm. 2 Ähr: Christenlehre und um 4 Ähr: Versammlung der Mitglieder des 3. Ordens im Schwesternhause.
velbständ. ev.-kuth. Gemeinde, Ri- kolaistrahe 1. Borm. 9,30 Ähr: Predigtgottesdienst und Christenlehre. Kand. Rausch.
Diakoniss.-Mutterhaus »Hebr»n*j Wehrda. 9.30 Ähr borm.: Gottesdienst.
Reuapvstolische Gemeinde, Heu- fingerftraße 5. Gottesdienst: Mittwoch abends 8.30 Ähr . ; j!
Landeskirche Gemeinschaft Marburg - S ü d", Schwanallee 47. Sonntag norm. 8 Ähr: Morgenandacht; 10.30 Ähr: Sonntagsfchule; 4.30 Ähr nachm.: Jugend* bundandacht; 8.30 Ähr abends: Evangelisation; Mittwoch 8.30 Ähr: Iungmänner-, Dibeistunde; Donnerstag 8.30 Ähr: Jugend-, bund-Dibelstunde; Frettag 8.30 Ähr: Wbel- besprechstunde.
Wethodistengemeinde, Wörthstr. 15a., 9.30 Ähr borm.: Gottesdienst; 11 Ähr borm.: Sonntagsschule; 8.15 Ähr abends: Gottesdienst.
«erztlicher Sonntagsdienst.
Dr. Wolf f, Bahnhofstraße 15. F. 780. Frl.1 Dr. Klammer, Am Plan 31/». F. 242.
Zahnärztlicher Sonntagsdienst:
Zahnarzt Dr. Ruez, WilhÄmstraße 2/ Sprechstunde von 10—11 Ähr.
Mr Mitglieder der Allgem. Ortskrankenkasie, Zahnarzt Dr. Leukel, Biegenstraß« 2V Sprechstunde von 10—11 Ähr. A
. Gonmtagsdieaft nnd «ochendienst .
der stlpotheken.
Dom 20. bis 28. August: Einhorn-, Apotheke. X?
Sotteodienst der Israelit. Gemeinde.
Sonnabend, den 20. August.
Vorabend 19 Ähr; morgens 8 Ähr; nachnk.' 16 Ähr; Ausgang 20.25 Ähr. An Wochentagen: morgens 6.45 Ähr; abends 19 Ähr.
Sonntag morgens _y_5Jfc