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Nr. 194 KL Mrs.

Marburg a. Lahn

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' füllungsort Marburg.

1 Goldinari 5= Dollar.

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len W. August 1927

IM> ^oberbesstsch« Zeitung" er- »eint sechsmal wöchentlich. De» monatlich r GM. aus» Phließl. Zustellungsgebühr, durch ^PostL2L GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinmdefekte »der" ^mentarer Ereignisse auSfallmd«. ftitmneta wird kew Ersatz ge» Irifld. Verlag d. Dn §. Hitzewth, ftad der Unid.-Buchdmckerri d. «zeh. Aug. Koch, Markt 21/23» Fernsprecher: Nr. 54. a. Nr. 55» Postscheckkonto t Amt Frankfurt

M. Nr. 5015. Sprechzeit |g Redaktion von 1011 und 1,11 Uhr.

Besatzung ist werden jedoch Südarmee an

Sie sollen

Tschekiang

gesamte ausländische alarmiert worden. Bisher die flüchtigen Truppen der Schanghai rorbeigeleitet. offenbar in der Provinz eine neue Front bilden.

Es et»

Berlin. 19. Aug. Wie aus London berichtet wird, sind die chinesischen Nord­truppen in der vergangenen Nacht in Nanking eingedrungen. In der Stadt sind infolge Bombardements grohe Brände entstanden. Der Rückzug der Südtruppen vollzieht sich zur Zeit noch in geordneten Formen. In Schanghai bestehen jedoch schwere Besorgnisse der zurückströmenden geschlagenen Armeen, von denen Unruhen und Plünderungen befürchtet werden. Die

Nachdem die Nordtruppen die Stadt P u k a u erobert hatten, war der Besatzung von Nanking ein Ultimatum gestellt worden, die Stadt sofort zu räumen, falls sich die Stadt nicht einem neuen Bom­bardement aussetzen wollte. Da die Befehlshaber der Dankingtruppen dieses Ansinnen abgelehnt hatten, wurde so­fort mit der Beschießung derStadt begonnen. Flugzeuge warfen gleichzeitig

Dar Wtlfotfemmtn von Krim» ontorzMnot

ft. Paris. 20. Aug. Außenminister Briand hat gestern das deutsch-fran­zösische Handelsabkommen unterzeichnet. /

ft. Paris, 20. Aug. Pertinar erklärt fa »Echo de Paris", da« Ebamber- l,iu anfangs wohl versuchte, de« französi­schen Auffassung in der Verminderung der rheinische« Befatzuugstruvven Widerstand zu leisten, nunmehr aber e i»l e « k e und die französische Antwort als Grund­lage für eine Diskussion annehme. Chamberlain werde die Angelegenheit mit dem französischen Botschafter besvrechen und deuRoteawechseluichtweiteraus- dehnen.

Angelegenheit als erledigt trachten.

Die Zeitschrift »Spectator" schreibt;

werde keine Möglichkeit einer Versöhnung

deutschen Nationalisten wie die französi­schen handeln würden, denn die Mentali­tät ist Hubert und drüben die gleiche. Aber gerade um den Pangermanismus seines Hauptargumentes zu berauben, muh man so schnell wie möglich zur völligen Räu­mung schreiten. An dem Tage, da Köln und Mainz nicht mehr besetzt sein wer- den, werden die wahren Anhänger des Friedens diesseits des Rheins und jen­seits des Rheins an Boden gewinnen. Jetzt handelt es sich um eine Annäherung oder um eine Berewigung des Kriegsgei st es.

Einst wurden Deutschland Versprechun­gen gegeben, die man erfüllen muß. Aber in Frankreich find Elemente vor, Händen, die den Tag der Erfüllung soweit als möglich hinausschiebeu wollen.

So erklärt sich der Notenwechsel zwischen London und Paris. In französischen Re­gierungskreisen findet man den englischen Vorschlag übertrieben und weist auf die Berichte des Generals G u i l l a u m a t und die Enthüllungen der »M e n s ch - heit" hin, die man geschickt auSgebeutet habe. Es ist nicht zu leugnen, daß die

Zur Frage der Verminderung der Be- satzungvtruvven am Rhein schreibt »Malin": Obgleich die Verhandlungen mit England noch «icht vollständig beendet sind, scheint es doch fest,ustehen, dah die interessierten Regierun­gen, ausgehend von einer jetzigen Be- satzungsftärke von 72000 Mann, sich auf eine Eesamtzikker von 60000 Ma"n geeinigt hab,«. Es bleibt also nur «och die Verteilung auf die alli­ierten Heere übrig. Deutschland würde so eine gerechte Genugtuung erhalten, den« es könne nicht behausten, dab eine Herabsetzung wb 12 000 Man« bei einer so geringen Ee- samtstärke eine unbedeutende Geste wäre, und Frankreich würde im Rahme« der Verträge »etter seine Sicherheit gewährleistet sehen. In dem gleichen Sinne ändert sich »New Port H e r a l d".

Demgegenüber svrechen andere Blätter da­von, dah Painleve gestern im Kabinett die Ziffer von etwa 40000 Mann ge­nannt habe, als S ö ch ft z i f f e t der nach An­sicht der militärische« Kreise in Frankreich vereinbarte« Verminderung.

»A v e«i r" will wissen, dab der M i- visterrat eine zwischen 4000 und 5000 liegende Zahl angenommen habe und dab die Minister ihren Beschlub nur deshalb nicht offiziell bekannt gegeben haben, weil Briand noch die englische Ant­wort erwartet. Verschiedenen Zeitungen zu-

Bomben ab, wodurch im Innern der Stadt vielfach ein erheblicher Scha­den angerichtet wurde. Anter anderem wurde besonders der Kohl enlager- platz des Nankinger Bahnhofes durch mehrere Volltteffer teilweise zerstört.

London. 19. Aug. Wie Reuters Büro feststellt, liegt eine beglaubigte Mel­dung über die Einnahme Nanking durch die Nordtruppen noch nicht vor, doch sei die Einnahme anscheinend eine Frage nur weniger Stunden.

Nach dem Fall Nankings.

fk. London, 20. Aug. Nach Mel­dungen «ns Schanghai soll die Lage in der Provinz Tschekiang äußerst unbe­friedigend sein. Der Pevölkerung habe sich eine Panik bemächtigt. Die Stadt werde von den flüchtenden Soldaten der Südarmee überlaufe«. Ueber 16 000 Mann hätte« bereits die Stadt pasfiert. Ma« erwartet, daß die Streitkräfte Suntschuanfangs da, Nordufer des Pangtse besetze« werden. Zn Kiuskiang soll die fremdeufeindliche Agitation wie, der auflebe«.

Nanking zurMmbert

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Start auch am Sonntag noch nicht wahr, scheinlich.

Köln, 19. Aug. Könnecke hat sich da­für entschieden, wenn nicht in den äugen, blicklich auf dem Ozean herrschenden Windftürme« ein Umschwung eintritt, an, statt der ursprünglich beabsichtigten süd, lichen Route de« «ördliche« Weg zu neh, men, der über Irland. Neufundland, Boston nach Newyork und Philadelphia führt. Könnecke unternahm heute morgen drei Probeflüge. von denen et sehr besrie- digt war. Heute nachmittag war Könnecke Ehrengast bei einem Tee der Prefia-Lei- tung, mit dem zugleich eine kurze Be­sprechung vorbunden ist. Dieser Zusam, menkunft gingen zwei Besprechungen mit Vertretern der Versicherungsgesellschaften, einer deutsche» und einer englischen, vor­aus, um die Berficherungsfrage endgültig zum Abschluß zu bringen.

Die »Germania" soll in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag getankt werden und von da ab startbereit stehen. Könnecke betont jedoch, daß er unbedingt eine günstige Wetterlage erwarten will. Rach der augenblicklichen Wetterlage ist a« einen Start am Sonntag vorläufig nichts, zu denken, es sei denn, daß ein plötzliche? Umschwung in der Wetterlage eintrete. -

Reue Probeflüge in Dessau.

Dessau, 19. Aug. (WTB.) Der Mo- tot der »Europa" ist in den letzten Tage« in die Maschine 1198 eingebaut worden, die ursprünglich als drittes Ozeanslug­zeug in Frage kam. Sie ist bereits auf den Namen »Europa" getauft und damit an die Stelle ihrer in Bremen be­schädigten Schwerstermaschine getreten. Die Piloten haben schon Probeflüge mit ihr unternommen, um den Motor auSzu- I probieren und dabei festgestellt, bah er ein wandfrei arbeitet. Damit stehen die Ma­schinen nun für den neuen Start bereit. Wann er erfolgt, ist allerdings I weiter eine Frage des Wetters. Die I Iunkerswerke vertreten den Standpunkt des Abwa rtens bis zu einer gründe

I lichen Besserung. '**

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Newyork, 19. Aug. Die Marinelei­tung hat beschlofien, die Suche nach den vermißten Honolulufliegern nach dreitägi­ger Dauer eiuzuftellen, da jede Hoffnung aufgegeben werden mußte, nachdem sich die Meldungen über die Bergung der Set, mißten nicht bestätigt haben.

Nachricht von de« verschollenen Honolulu* Fliegern?

Los Angeles, IS. 2lug. 6tn Dcrdiv- amateur teilt mit, er habe einen Funkspruch ausgefangen, der besage, dah auf hoher See ein herrenlos umhertreibendes Flugzeug auf­gefunden worden sei, ferner ein Rettungsboot auf dem sich ein Mtznn und der Leichnam einer Frau befänden, '

Stt gtonttireuttrito In Stloltn

Berlin, 19. August. Von zuständiger Stelle wird uns folgendes «tilge-teilt: Die letzten Veröffentlichungen des Unter­suchungsausschusses des Reichstages über gewisse Ereignisse des Weltkriege» haben die belgische Regierung veranlaßt, der belgischen Kammer drei Memoranden über die Frage der Neutralität, des Franktireu rkriegeS in Belgien und der Arbeiterdeportationen zu­gehen zu lassen. Zwei von diesen Memo­randen sind bereits veröffentlicht und den anderen Regierungen, darunter auch der deutschen Regierung, zur Kenntnis gebracht worden. Das dritte Memorandum über die Arbeitsrdeportationen wird demnächst veröffentlicht werden.

In ihrem Memorandum über die wetzen des FrantireurkriegeS gegen Belgien er­hobenen Vorwürfe hat die belgische Re- 1 gierung daran erinnert, daß Belgien im Lause der Krieges eine Enquete verlangt und daß es gegen eine solche, wenn auch verspätete Enquete, nicht» einzuwenden habe. Die belgische Regierung hat bei llebersendung der Denkschrift die Aufmerk­samkeit der deutschen Regierung aus diesen PassuS gelenkt. Die deutsche Regierung bat daraufhin der belgischen Regierung mitteilen lassen, daß sie die belgische Er­klärung begrüße und damit einver­standen sei, alsbald in Verhandlungen über | die Einsetzung ein«, unPaxbAlchessl^

be«. solange die Beibehaltung der französischen Truppen am Rhein deutsche Generale a. D. dazu veranlaht, Drohungen auszuftogen und solange diese Drohungen in Frankreich als Beweis für die Notwendigkeit der Beibehal­tung der französischen Besatzuugstruvven an­gesehen werden. Der sicherste Weg für jeder­mann würde die Znrückziedung aller fremden Truvven au» Deutschland lein. Deutschlands Stellung als Vollmitglied des Völkerbundes und als besetztes Land ist völlig anormal.

Wie man in französischen linksstehenden Kreisen über die Frage der Rheinland- räumng und der Verringerung der De- fatzungstruppen im Rheinlande denkt, kommt in folgenden Ausführungen des ©Dir zum Ausdruck. Die völlig« Räu- mung der Koblenzer und Mainzer Zone ist «ine dringende Notwendigkeit. Durch eine Verlängerung der Besetzung verlängert man die internationale Spannung, und es wird keine Aussicht für eine ernsthafte 'Wiederversöhnung geben, solange mehr als 100 000 Franzosen und einige Tausend Belgier und Engländer am Rheine stehen. Unglücklicherweise beabsichtigt man in Frankreich nicht di« Räumung. Zeder weiß, welcher Widerstand, beseelt von dem Deist eines anderen Zeitalters, fortgesetzt zum Vorschein kommt. Wenigstens aber diskutiert man die ein« Ver­

ringerung.^ '

folge soll Briand gestern nach Beendigung des Riuifterrates geändert haben, man könne die

suchungSkommission einzutreten. Herr Vandervelde Hat Herrn v. KeNer diese Mitteilung bestätigt und hinzugefügt, daß er davon icitte Kollegen in der bel­gischen Regierung, von denen mehrere auf Urlaub feien, alsbald verständigen werde. Die in der Mitteilung betr. die

Einsetzung eines deutsch-belgischen NnterfuchungS-AuSschufseS erwähnten zwei belgischen Denkschrif­ten über die Frage des Franktireurkrieges in Belgien bezw. über dre belgische Neu­tralität, find, wie tierlautot, von der ReichS- regierung ohne Kommentar an den Unter« fuchungBau^chutz deS Reichstages wei- tecgeleitet worden. Säbe Denkschrif­ten beschäftigen sich fast ausschllehkich mit den von dem UniversttätSprofessor Meu­rer urtb NeichStagSabgeordnesen Professor Bredt dem Untersuchungsausschuß er­statteten Gutachten über den Franktireur­krieg in SBetoien bezw. die Stellung Bel­giens im Weltkrieg und stellen einen Ver­buch dar, diese Gutachten zu entkräften. Die NeutrakitätSfrage selbst, die in dem Gutachten des Professors Bredt nur ganz flüchtig gestreift wird, ist bekanntlich vom UnterftichungSauSschutz der Reichstags noch gar nicht behandelt worden.

Die dritte belgische Denkschrift zur Frage der Arbeiterdepoctationen wird von der Reichsregierung, sobald sie ihr vorltegt, ebenfalls sofort dem Untersuchungsausschuß