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len W. August 1927
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Besatzung ist werden jedoch Südarmee an
Sie sollen
Tschekiang
gesamte ausländische alarmiert worden. Bisher die flüchtigen Truppen der Schanghai rorbeigeleitet. offenbar in der Provinz eine neue Front bilden.
Es et»
Berlin. 19. Aug. Wie aus London berichtet wird, sind die chinesischen Nordtruppen in der vergangenen Nacht in Nanking eingedrungen. In der Stadt sind infolge Bombardements grohe Brände entstanden. Der Rückzug der Südtruppen vollzieht sich zur Zeit noch in geordneten Formen. In Schanghai bestehen jedoch schwere Besorgnisse der zurückströmenden geschlagenen Armeen, von denen Unruhen und Plünderungen befürchtet werden. Die
Nachdem die Nordtruppen die Stadt P u k a u erobert hatten, war der Besatzung von Nanking ein Ultimatum gestellt worden, die Stadt sofort zu räumen, falls sich die Stadt nicht einem neuen Bombardement aussetzen wollte. Da die Befehlshaber der Dankingtruppen dieses Ansinnen abgelehnt hatten, wurde sofort mit der Beschießung derStadt begonnen. Flugzeuge warfen gleichzeitig
Dar Wtlfotfemmtn von Krim» ontorzMnot
ft. Paris. 20. Aug. Außenminister Briand hat gestern das deutsch-französische Handelsabkommen unterzeichnet. /
ft. Paris, 20. Aug. Pertinar erklärt fa »Echo de Paris", da« Ebamber- l,iu anfangs wohl versuchte, de« französischen Auffassung in der Verminderung der rheinische« Befatzuugstruvven Widerstand zu leisten, nunmehr aber e i»l e « k e und die französische Antwort als Grundlage für eine Diskussion annehme. Chamberlain werde die Angelegenheit mit dem französischen Botschafter besvrechen und deuRoteawechseluichtweiteraus- dehnen.
Angelegenheit als erledigt trachten.
Die Zeitschrift »Spectator" schreibt;
werde keine Möglichkeit einer Versöhnung
deutschen Nationalisten wie die französischen handeln würden, denn die Mentalität ist Hubert und drüben die gleiche. Aber gerade um den Pangermanismus seines Hauptargumentes zu berauben, muh man so schnell wie möglich zur völligen Räumung schreiten. An dem Tage, da Köln und Mainz nicht mehr besetzt sein wer- den, werden die wahren Anhänger des Friedens diesseits des Rheins und jenseits des Rheins an Boden gewinnen. Jetzt handelt es sich um eine Annäherung oder um eine Berewigung des Kriegsgei st es.
Einst wurden Deutschland Versprechungen gegeben, die man erfüllen muß. Aber in Frankreich find Elemente vor, Händen, die den Tag der Erfüllung soweit als möglich hinausschiebeu wollen.
So erklärt sich der Notenwechsel zwischen London und Paris. In französischen Regierungskreisen findet man den englischen Vorschlag übertrieben und weist auf die Berichte des Generals G u i l l a u m a t und die Enthüllungen der »M e n s ch - heit" hin, die man geschickt auSgebeutet habe. Es ist nicht zu leugnen, daß die
Zur Frage der Verminderung der Be- satzungvtruvven am Rhein schreibt »Malin": Obgleich die Verhandlungen mit England noch «icht vollständig beendet sind, scheint es doch fest,ustehen, dah die interessierten Regierungen, ausgehend von einer jetzigen Be- satzungsftärke von 72000 Mann, sich auf eine Eesamtzikker von 60000 Ma"n geeinigt hab,«. Es bleibt also nur «och die Verteilung auf die alliierten Heere übrig. Deutschland würde so eine gerechte Genugtuung erhalten, den« es könne nicht behausten, dab eine Herabsetzung wb 12 000 Man« bei einer so geringen Ee- samtstärke eine unbedeutende Geste wäre, und Frankreich würde im Rahme« der Verträge »etter seine Sicherheit gewährleistet sehen. In dem gleichen Sinne ändert sich »New Port H e r a l d".
Demgegenüber svrechen andere Blätter davon, dah Painleve gestern im Kabinett die Ziffer von etwa 40000 Mann genannt habe, als S ö ch ft z i f f e t der nach Ansicht der militärische« Kreise in Frankreich vereinbarte« Verminderung.
»A v e«i r" will wissen, dab der M i- visterrat eine zwischen 4000 und 5000 liegende Zahl angenommen habe und dab die Minister ihren Beschlub nur deshalb nicht offiziell bekannt gegeben haben, weil Briand noch die englische Antwort erwartet. Verschiedenen Zeitungen zu-
Bomben ab, wodurch im Innern der Stadt vielfach ein erheblicher Schaden angerichtet wurde. Anter anderem wurde besonders der Kohl enlager- platz des Nankinger Bahnhofes durch mehrere Volltteffer teilweise zerstört.
London. 19. Aug. Wie Reuters Büro feststellt, liegt eine beglaubigte Meldung über die Einnahme Nanking durch die Nordtruppen noch nicht vor, doch sei die Einnahme anscheinend eine Frage nur weniger Stunden.
Nach dem Fall Nankings.
fk. London, 20. Aug. Nach Meldungen «ns Schanghai soll die Lage in der Provinz Tschekiang äußerst unbefriedigend sein. Der Pevölkerung habe sich eine Panik bemächtigt. Die Stadt werde von den flüchtenden Soldaten der Südarmee überlaufe«. Ueber 16 000 Mann hätte« bereits die Stadt pasfiert. Ma« erwartet, daß die Streitkräfte Suntschuanfangs da, Nordufer des Pangtse besetze« werden. Zn Kiuskiang soll die fremdeufeindliche Agitation wie, der auflebe«.
Nanking zurMmbert
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Start auch am Sonntag noch nicht wahr, scheinlich.
Köln, 19. Aug. Könnecke hat sich dafür entschieden, wenn nicht in den äugen, blicklich auf dem Ozean herrschenden Windftürme« ein Umschwung eintritt, an, statt der ursprünglich beabsichtigten süd, lichen Route de« «ördliche« Weg zu neh, men, der über Irland. Neufundland, Boston nach Newyork und Philadelphia führt. Könnecke unternahm heute morgen drei Probeflüge. von denen et sehr besrie- digt war. Heute nachmittag war Könnecke Ehrengast bei einem Tee der Prefia-Lei- tung, mit dem zugleich eine kurze Besprechung vorbunden ist. Dieser Zusam, menkunft gingen zwei Besprechungen mit Vertretern der Versicherungsgesellschaften, einer deutsche» und einer englischen, voraus, um die Berficherungsfrage endgültig zum Abschluß zu bringen.
Die »Germania" soll in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag getankt werden und von da ab startbereit stehen. Könnecke betont jedoch, daß er unbedingt eine günstige Wetterlage erwarten will. Rach der augenblicklichen Wetterlage ist a« einen Start am Sonntag vorläufig nichts, zu denken, es sei denn, daß ein plötzliche? Umschwung in der Wetterlage eintrete. - ’
Reue Probeflüge in Dessau.
Dessau, 19. Aug. (WTB.) Der Mo- tot der »Europa" ist in den letzten Tage« in die Maschine 1198 eingebaut worden, die ursprünglich als drittes Ozeanslugzeug in Frage kam. Sie ist bereits auf den Namen »Europa" getauft und damit an die Stelle ihrer in Bremen beschädigten Schwerstermaschine getreten. Die Piloten haben schon Probeflüge mit ihr unternommen, um den Motor auSzu- I probieren und dabei festgestellt, bah er ein wandfrei arbeitet. Damit stehen die Maschinen nun für den neuen Start bereit. Wann er erfolgt, ist allerdings I weiter eine Frage des Wetters. Die I Iunkerswerke vertreten den Standpunkt des Abwa rtens bis zu einer gründe
I lichen Besserung. '** ’
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Newyork, 19. Aug. Die Marineleitung hat beschlofien, die Suche nach den vermißten Honolulufliegern nach dreitägiger Dauer eiuzuftellen, da jede Hoffnung aufgegeben werden mußte, nachdem sich die Meldungen über die Bergung der Set, mißten nicht bestätigt haben.
Nachricht von de« verschollenen Honolulu* Fliegern?
Los Angeles, IS. 2lug. 6tn Dcrdiv- amateur teilt mit, er habe einen Funkspruch ausgefangen, der besage, dah auf hoher See ein herrenlos umhertreibendes Flugzeug aufgefunden worden sei, ferner ein Rettungsboot auf dem sich ein Mtznn und der Leichnam einer Frau befänden, '
Stt gtonttireuttrito In Stloltn
Berlin, 19. August. Von zuständiger Stelle wird uns folgendes «tilge-teilt: Die letzten Veröffentlichungen des Untersuchungsausschusses des Reichstages über gewisse Ereignisse des Weltkriege» haben die belgische Regierung veranlaßt, der belgischen Kammer drei Memoranden über die Frage der Neutralität, des Franktireu rkriegeS in Belgien und der Arbeiterdeportationen zugehen zu lassen. Zwei von diesen Memoranden sind bereits veröffentlicht und den anderen Regierungen, darunter auch der deutschen Regierung, zur Kenntnis gebracht worden. Das dritte Memorandum über die Arbeitsrdeportationen wird demnächst veröffentlicht werden.
In ihrem Memorandum über die wetzen des FrantireurkriegeS gegen Belgien erhobenen Vorwürfe hat die belgische Re- 1 gierung daran erinnert, daß Belgien im Lause der Krieges eine Enquete verlangt und daß es gegen eine solche, wenn auch verspätete Enquete, nicht» einzuwenden habe. Die belgische Regierung hat bei llebersendung der Denkschrift die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung aus diesen PassuS gelenkt. Die deutsche Regierung bat daraufhin der belgischen Regierung mitteilen lassen, daß sie die belgische Erklärung begrüße und damit einverstanden sei, alsbald in Verhandlungen über | die Einsetzung ein«, unPaxbAlchessl^
be«. solange die Beibehaltung der französischen Truppen am Rhein deutsche Generale a. D. dazu veranlaht, Drohungen auszuftogen und solange diese Drohungen in Frankreich als Beweis für die Notwendigkeit der Beibehaltung der französischen Besatzuugstruvven angesehen werden. Der sicherste Weg für jedermann würde die Znrückziedung aller fremden Truvven au» Deutschland lein. Deutschlands Stellung als Vollmitglied des Völkerbundes und als besetztes Land ist völlig anormal.
Wie man in französischen linksstehenden Kreisen über die Frage der Rheinland- räumng und der Verringerung der De- fatzungstruppen im Rheinlande denkt, kommt in folgenden Ausführungen des „©Dir“ zum Ausdruck. Die völlig« Räu- mung der Koblenzer und Mainzer Zone ist «ine dringende Notwendigkeit. Durch eine Verlängerung der Besetzung verlängert man die internationale Spannung, und es wird keine Aussicht für eine ernsthafte 'Wiederversöhnung geben, solange mehr als 100 000 Franzosen und einige Tausend Belgier und Engländer am Rheine stehen. Unglücklicherweise beabsichtigt man in Frankreich nicht di« Räumung. Zeder weiß, welcher Widerstand, beseelt von dem Deist eines anderen Zeitalters, fortgesetzt zum Vorschein kommt. Wenigstens aber diskutiert man die ein« Ver
ringerung.^ ' ’
folge soll Briand gestern nach Beendigung des Riuifterrates geändert haben, man könne die
suchungSkommission einzutreten. Herr Vandervelde Hat Herrn v. KeNer diese Mitteilung bestätigt und hinzugefügt, daß er davon icitte Kollegen in der belgischen Regierung, von denen mehrere auf Urlaub feien, alsbald verständigen werde. Die in der Mitteilung betr. die
Einsetzung eines deutsch-belgischen NnterfuchungS-AuSschufseS erwähnten zwei belgischen Denkschriften über die Frage des Franktireurkrieges in Belgien bezw. über dre belgische Neutralität, find, wie tierlautot, von der ReichS- regierung ohne Kommentar an den Unter« fuchungBau^chutz deS Reichstages wei- tecgeleitet worden. Säbe Denkschriften beschäftigen sich fast ausschllehkich mit den von dem UniversttätSprofessor Meurer urtb NeichStagSabgeordnesen Professor Bredt dem Untersuchungsausschuß erstatteten Gutachten über den Franktireurkrieg in SBetoien bezw. die Stellung Belgiens im Weltkrieg und stellen einen Verbuch dar, diese Gutachten zu entkräften. Die NeutrakitätSfrage selbst, die in dem Gutachten des Professors Bredt nur ganz flüchtig gestreift wird, ist bekanntlich vom UnterftichungSauSschutz der Reichstags noch gar nicht behandelt worden.
Die dritte belgische Denkschrift zur Frage der Arbeiterdepoctationen wird von der Reichsregierung, sobald sie ihr vorltegt, ebenfalls sofort dem Untersuchungsausschuß