Leite 4
Sandel und MtiklW
Berliner Börsenbericht vom 2. August.
Zu der mit dem Ferienende von Tag zu Tag wieder zunehmende Anzahl der Börsen- desucher steht der außerordentlich geringe Dörsenumsatz in einem argen Mißverhältnis. Für absehbare Zeit ist eine 2lenderung hierin auch nicht zu erwarten, da AnregungSmv« mente, die den Markt beleben können, nutzt vorhanden sind, und die Geldverhältnisse keine Aendcrung zeigen und für den Herbst bei der bevorstehenden Erntefinanzierung eher mit einer weiteren Derknappung zu rechnen ist. Unter diesen Verhältnissen bleibt das Publikum der Börse nach wie vor fern und die Umsätze spielen sich zumeist innerhalb der berufsmäßigen Spekulation ab.
Daher ergaben sich auch heute nur geringe Kursverschiebungen bei zumeist etwas besserer Grundstimmung. Die gleiche Geschäftsstille herrschte auch am Rentenmarkt. Die Geldsätz« sind unverändert wie gestern. Für Tagesgeld war bei erste Firmen allerdings billiger als zum Maklersatze von 7—&/t Prozent anzukommen.
Berliner Dörsen-Kirrszettel
der »Oberhessischen Zeitung".
Lefchästrgang: sehr still.
2.8. 1.8. 2.8. 1.8.
pavag tzamb. Kochi. Storbb. Ülotjb Berlin H.»E. Comm.-u.Pr. Darm st. Bank Deutsch« Bank Di»k.-Komm.
Dresdn. Bank Buderus Eis. Dtsch. Lux. B. Eelsenk.-Bgw. Karp. Bergb. Ilse Braunk. KlSckner-Wk.
Laurahiitte Mannesmann Ob. Eis.-Bed. PhönixBergb. RI. Stabil». A.Ri«b.Mont. Dtsch. Kaliw. Knglo-E-.E.
Dynam. Nobel
149*1. , 86«|,
149*/. 244 179 233
162*/, 160 168*1.
117'/, 164
202*!. 272 166
95 189*/. 100 124 220* L 180*/,
115 153
148-/, 87*1.
148*/. 243*1, 178*1, 232*/, 162*1. 160*|, 167*/, 11?*/.
162*1. 202 270*,, 162 93
187
98 122*/. 217*1, 178*|,
116',. 152*/,
T. O. Fariind. Obsch. Koksw. J.D. Riedel. Echeidemand. Allg. GL«®eL Bergmann El. El^ Licht u. Kr. sseltenLGuill. Ges. s. el. Unt. Echuckert E. Siemens & K. (Böll. Waggon Linke & Kofm. Adlerwerke Bl.-Karlsr. I. L. Löwe & So. Or. 4 Koppel Kirsch, Kupfer Nordd. Wolle Stöbt, Kg. Ebarl. Wasser Di. Atl.-Tel. Dtsch. Erdöl Disch. Petrol.
82
317 97'/, 67 26*/, 185*/, 193*1. 198*/, 138
250
202 281
19-/,
119*/. 80-/«
820 97*1, 67*/. 27*/, 183'/, 194*1. 199*/, 138*/, 248*/, 203 289
19*/,
120 80*/.
- 285*/, 137»/, 137*/. 115 ill5 175 175 153 154*/, 152»/. 153 103 102-/« 155*/. 158
82 “
Weitere Kursmeldungen
10,2
10,25
24,75
15,25
17,25
16,4
24,75 24,9
1,9
15,25 18
15,90
6,50 18 35»/, 150*/, 168 250*1,
6,55 18 35*|, 152 169 250*|,
79 194*/, 177*/, 172 130*/. 118
99*/, 31 76»/«
183*|« 137*/« 139 190 342*/,
78 194*1« 177 172*/, 134 120
98'/. 30-/.
75-/.
184*/. 135*,, 141’1.
187 339'/, :
Echutzgeb.-A. Epar-Pr.-A. 4*/,U.6t..R.14 4*/. U. Salbt. 4'/,Ung.Kron. 4'1. Türk. Z. 11 Anatolier U Bagdad II Oester. Kr.»A. Wien. Santo. Diamond Otooi M.u.E. Barm. Santo. Bayr. u. W. £>. Miii,lb.Tr.B.
Frf.M.P.LW. Holzmann PH. Kaliw. Aschsl. Lahmeyer LT. Maus/. A.-T. Peter» Union Rüttgerswerk Stett.Sultan. R.StockLTie. S.D.Nickelw. Set. Stablffi. SoigtüHaffn. Westerregeln. Zellst. Walbh.
Berliner Deoiseubericht vom 2. August.
Helsingfors 10,562-10,602; Wien 59,13 bis 59,25; Prag 12,45—12,47; Budapest 73,23 bis 73,37; Sofia 3,042-3,048; Holland 168,26 bis 168,60; Oslo 108,42-108,64; Kopenhagen 112,41-112,63; Stockholm 112,49-112,71; London 20,391-20,431; Buenos Aires 1,784 bis
(Nachdruck verboten.)
Dar Wen
Novelle von Ali A. v. Baumgarten.
(Schluß.)
»Jetzt muß ich heim machen, daß ich nicht in die Nacht komm'. Ja — und —“ einen Augenblick zögerte sie wie verlegen, dann aber fuhr sie entschlossen fort: „werd' jetzt nicht bös', Kind. Denk': die alt' Philippin' meint’s gut mit mir ... Ich hab' dir auch was mitgebracht. Lies erst einmal das."
Es war ein Zeitungsblatt mit einer blaustiftumränderten Anzeige: Gegen Trunksucht garantiert unschädliches, sicher wirkendes Mittel. Auch ohne Vorwissen des Patienten anwendbar usw. usw.
„Ich hab' hingeschrieben", sagte die Philippine Wegerich, „und hab' die ganze Kur mit der Gebrauchsanweisung kommen lassen. Da sieh her —“ sie reichte der Nichte ein Schächtelchen mit Pulvern — „man kann'» einfach in die Suppe oder den Kaffee tun.“
Die Kathrine war abwechselnd rot und blaß geworden; dann aber gewann ihre gesunde Vernunft die Oberhand über ihren gedemütigten Stolz, sie nahm Zeitung und Schachtel an sich und streckte der Alten die Hand hin.
„Ich dank' dir auch, Tante“."
„So ist's recht“, sagte die Philippine et« freut; „nun gebe Gott daß es hilft . . .“
Die Kathrine verschloß das Mittel zwischen ihrer Wäsch« und nahm sich vor, es nicht zu brauchen. Noch waren Tage, an denen sie hofft«, der Schorsch werde aus eigener Kraft des Lasters Herr werden. Aber wenige Wochen später, kurz nach Fastnacht, war sie schon so weit daß sie dem Haltlosen eines Tages ein Pulver in seinen Morgenkaffee tat. Der Schorsch trank einen Schluck uich noch einen, dann spie er in die Taste aus und schrie: „Das ist ja Zeug, d^man keinem Hund auf den
Oberhessische Zeitung, Marburg a. L. Mittwoch, den 3. August 1927
Warenmärkte
Berliner Getreidemarkt vom 2. August.
Getreide in 1000 Kilogr.. Mehl und gutter- mitte! je IOC Kilogramm.
Weizen 266,25; Roggen 221—226; Winter- gerste 189—196; Hafer 257—264; Mais 186 bis 188; Weizenmehl 34,50—36,75; Roggenmehl 32,00—33,50; Weizenkleie 13,75; Roggenkleie 15,00—15,25.
Das Inlandsangebot von Roggen ist angesichts der dringenden Erntearbeiten ziemlich klein bei unnachgiebigen Forderungen, die hier nur selten durchzusetzen sind. Roggenmehl in prompter Ware ist für den Konsumbedarf gefragt und wenig offeriert, sonst blieb der Mehlmarkt still. Am Hafermarkte macht sich Zurückhaltung seitens der Käufer geltend, das Börsengeschäft hat sich etwas gebessert.
a/tottffttttet Getreidemarkt vom 2. August.
Weizen 28, Roggen 23,75—23,50, Hafer 25,50—26, Mais 18,75—19, Weizenmehl 39,25-39,75, Roggenmehl 36—36,25, Wei- jenfiete 13—13,25, Roggenkleie 13,75 bis 14.
1,788; Aew Bork 4,199—4,207; Belgien 58 37 bis 58.49: Italien 22.84.50-22.88.50; Paris 16,44—16,48; Schweiz 80.89—81 05; Spanien 71,52-71,66; Danzig. 81.32-81,48.
SeffeMMrr und RarbbarMete
Kassel, Am Sonntag abend wurde der Landwirt Mergart aus Voltsmarshausen, der auf freiem FeDe an einer verbotenen Stelle, wo sich kein Uebergang befand, über die Eisenbahnschienen gelaufen war, von dem fahrplanmäßigen Zug Nr. 11, der gerade diese Stelle passierte, überfahren und getötet. Er sprang etwa acht Meter vor dem fahrenden Zuge aus einem Korn selbe heraus über die Schienen, sodaß ihn Heizer und Lokomotivführer erst sehen konnten, aA er direkt vor dem Zuge stand. Der Ueberfahrene, der stark /chwerhörig war, wurde von der Rettungswache nach dem Krankenhaus transportiert.
Gudensberg. Die 300-Jahrfeier Drer Schützengilde hatte die Stadt Gudensberg zu ihrer eigensten Angelegenheit gemacht. Die ganze Bevölkerung aas Stadt und Land, Schützenbrüder aus dem großen Bereich des Kurhessischen Schützen Hundes, undtüele sonstige Vereine nahmen an der Jubelfeier teil, zu der der Schützenverein Gudensberg aufgerufen hatte . Das Fest, das schon am Sonnabend begann, nahm hei dem herrlichen Sommer- Wetter der letzten Tage einen überraschend großartigen Verlauf.
Göttingen. Eine lange Steife hat ein Feldpostbrief hinter sich, der am 5. Oktober 1919 in Göttingen an die Adrsse eines Angehörigen der Baltischen Landwehr abgesandt, diesen jedoch nicht erreichte und jetzt erst am 28. Juli 1927, also nach beinahe 8 Jahren, dem Absender als unbestellbar wiederzugestellt wurde . Wo der Brief während dieser langen Zeit gesteckt und welche Schicksale er erlebt hat, wird Wohl für immer ein Geheimnis bleiben.
Göttingen. Aus der Landstraße Göttingen—Eichen berg in der Kurve bei Groß- Schneen ereignete sich ein folgenschwerer Auwmobilunfall: Die Steuerung des von dem Fabrikbesitzer Barnewitz aus Wolfen-
büttel geführten Autos versagte. Der Wagen fuhr in ein Weizenfeld und überschlug sich. Eine Mitfa.hrerrn, Frau LuciuS aus Wolfenbüttel, wurde auf der Stelle getötet. Die Frau des Fabrikbesitzers B. wurde in schwer verletztem Zustand in die Göttinger Chirurgische Klinik eingeliefert. Barnewitz selbst und eine vierte Person blieben unverletzt.
Frankfurt a. M. Hinter der Alten Brücke ist auf der Frankfurter Seite, fast genau an derselben Stelle, wo vor etwa acht Tagen ein fünfjähriger Knabe ertrank, ein zwölfjähriger Schulknabe, der sich damit vergnügte, über den schmalen Gesimsstein an der Alten Brücke zu laufen, in den Main gefallen und, da Hisse gerade nicht zur Stelle war, ertrunken. Herbeieilende Angler und Fischer konnten die Leiche des Knaben erst nach einer Stunde bergen. Es handekt sich um einen zwölfjährigen Knaben namens Kurt Wagner aus der Allerheiligenstraße. An genau derselben Stelle sind übrigens im Laufe des heutigen Tages zwei weitere Kinder in den Fluß gefallen, konnten aber noch rechtzri- tta dem nassen Element entrissen werden. Mehr Aussicht an dieser ungeschützten Stelle wäre daher am Platze.
Hanau. Bei Pflasterarbeiten wurde ein 36jähriger Pflasterer aus Ravolzhausen in der Leipziger Straße schwer verletzt. Beim Hantieren an einem Teerkvs-sel spritzte ihm flüssiger Teer ins Gesicht und an die Hände .sodaß er mit schweren Brandwunden im Krankenhaus eingeliefert werden mutzte. Dem ärztlichen Befund zufolge dürfte der Verletzte mit dem Verlust des Augenlichts zu rechnen haben.
Dörnigheim. Infolge Reißens der Manteldecke kam hier ein von Hanau gekommener, aus Frankfurt a. M. stammender Motorradfahrer zu Fall . Seine auf dem Soziussitz mitfahrende 36 jährige Ehefrau erlitt bei dem Sturz eine schwere Echädelver- letzung, an deren Folgen sie bereits auf dem Transport zum Krankenhause verstarb. Der Fahrer selbst wurde leicht verletzt.
Da; Wnksnrttt Mio-Mmuun
Mittwoch, den 3. August.
12.00: Uebertragung des Glockenspiels aus dem Darmstädter Schloß. — 15.30 bis 16.00: Die Stunde der Jugend: Aus dem Buch der Sage und Geschichte: „Ursprungssagen deutscher Stämme: Die Sachsen und Friesen I". Für Kinder vom 10. Jahve ab. — 16.30—17.45: Konzert des Haus- orchesterS. — 17.45—18.15: Die BÜcher- stunde. — 18.15—18.45: „Arthur Schopenhauer, der Frankfurter Philosoph,' IV.: „Schopenhauer über die Nichtigkeit und das Leiden des Daseins", Vortrag. —18.45 bis 19.10: „Was bedeutet uns das Lichtspiel", Vortrag. — 19.10—19.15: Wirtschaftsmeldungen. — 19.15—19.30: Englische Literaturproben. — 20.00—20.15: Cenckenbergviertelstunde (eine Viertelstunde Naturkunde: „Wann sind die letzten Vulkane in Deutschland erloschen?", Vortrag. —■ 20.15: Kammer-Oper n-Abend.
Donnerstag, den 4. August.
12.00: Heber trwgung des Glockenspiels aus dem Darmstädter Schloß. — 13.30 bis 14.30: Neue Schallplatten. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Hausorchesters: Operettenmusik. — 17.45—18.05: Die Lesestun de: Aus den „Vergleichenden Lebens-
Schwanz gießt. Ich bitt' mir einen anständigen Kaffee aus, verstanden?"
Also damit war's auch nichts.
Am Osterdiensiag fand das Bettchen, als .es aus Michelsborn zurückkam, seine Herrin in einem betrüblichen Zustand vor. Die Kathrine hatte das halbe Gesicht verbunden, und man merkte es ihr an, daß ihr jeder Schritt sauer fiel.
„Ich bin die Treppe hinuntergefallen Das kommt davon, wenn man nicht achi- gibt", sagte sie mit einem Ver>uch zu lächeln. Dem Bettchen kam ein häßl.cher Verdacht, aber es gab sich alle Mühe, ihn sich auszureden. So was war denn doch nicht möglich!
Doch, es war möglich. Zähnklappernd vor Entsetzen vernahm's das Bettchen ein paar Nächte später in seiner Kammer, die über Weidwächters Schlafstube lag: der, sternhagelvolle Schorsch mißhandelte seine Frau. Der Kathrine zu Hilfe zu eilen, war des Mädchens erster Gedanke. Ehe es dazu den Mut fand, ward's drunten wieder still, aber wenn es hundert Jahre alt würde, bis zu seinem letzten Tag würde das Bettchen die furchtbaren Laute nicht vergessen, die zu ihm heraufgedrungen waren: das wüste Fluchen des Mannes, das Klatschen der Schläge, das unterdrückte Stöhnen der Frau.
Als es am nächsten Morgen in die Küche kam und die Kathrine mit schlaffen Gliedern vorm Herd knien sah, wie sie sich vergebens mühte, Feuer zu machen, da stürzten dem Bettchen die dicken Tränen aus den hellen Augen. Es hockte sich neben die Frau auf den Boden und nahm ihr die Späne aus den kalten Händen. „Lassen Sie nur. Frau Weidwächter, setzen Sie sich ruhig in die Stube. Zch richt' schon alles.“
Da verstand die Kathrine, daß das Mädchen um ihr Unglück wußte, aber sie war in dieser Stunde so wenig sie selbst, daß sie nichts anderes sagen konnte als: „Za, Bettchen, dar ist nun einmal nicht anders.“
Dann erschrak sie plötzlich und fragte: „Jetzt wollen Sie wohl heim?“ -
„Ich bleib' bei Ihnen,'so lang' Sie mich brauchen können, Frau Weidwächter“, erklärte mit fester Stimme das Bettchen, und sein hübsches Gesicht glühte nicht nur vom Schein des lustig aufflackernden Feuers: „ich bleib' bei Ihnen, Sie kriegen ja sonst niemanden.“
Um diese Zeit war es schon in.der ganzen Gegend bekannt, daß der Schorsch Weid- wächter mit dem verrufenen Mensch, dem roten Dortchen aus dem „Kühlen Grund" ging. Im „Goldenen Hirsch“, wo die guten Stammgäste sichtbarlich von ihm ab- gerückt waren, verkehrte der Weidwächter kaum mehr; dafür besuchte er um so e.fri- gee den „Kühlen Grund", der mehr das Lokal für ortsfremde Wanderburschen und dergleichen war.
Auf dem Laubacher Dippenmarkt traf die Philippine Wegerich die Krebs- müllerin aus Michelsborn, dem Bettchen seine Gote, und nahm die alte Freundin zum Kaffee mit nach Hause. Da kam die Rede denn gar bald auf den Weidwächterhof und die himmelschreienden Zustände dort.
„Endlos wird's ja nicht so weitergeh'n“, meinte die Michelsbornerin; „du sollst sehn, Philippin', nächstens ist die Kathrine auf und davon. Dann kann der Schorsch zuseh'n, wie er fertig wird.“
Die Laubacherin schüttelte den Kopf. „Wie ich sie kenn', bleibt die Kathrine."
„Bleibt? Ja, hängt sie denn noch andern schlechten Kerl?“
„Das kaum. Aber da ist der Besitz. Den läßt sie nicht fahren, meine gute Elisabeth, schon wegen dem Kind nicht. Für das kämpft sie, so lang' sie kämpfen kann.
Die Philippine Wegerich kannte ihre Nichte. Die Kathrine blieb aus ihrem Posten und leistete das Menschenmögliche, um den Hof zu halten. Mit allerhand, teils wenig tüchtigen Aushilfekräften — der Schorsch hatte keinen passenden Knecht
__________________________17, beschreib un gen des Plutarch: Aleran^ Julius Gäiar." - 18.15-18.45: UeQ targung von Kassel: „Wie besichtige ich Z, leritn, Museen und Kunstausstellung^- Vortrag anläßlich der am 7. August, mittags 9 Uhr, stattfindenden ^chülecsL rung für Rundfunkteilnehmer durch Z Kuisstausstelluna im Orangerieschloß 3 Kassel. - 18.45—19.15: VortragszyklusZ Industrie- und Handelskammer Franks^k a. M.°Han«u: „Wie ist die Wirtschasks/zZ im 1. Halbjahr 1927 zu beurteilen?" trag. — 19.15—19.20: WirtschaftsmeldüZ gen. — 19.20—19.45: Stunde des IM westdeutschen Radio-CkubS: „Aus der $3 schichte der drahtlosen Telegraphie und h, lephonie". — 19.45—20.15: Stunde Frankfurter Zeitung: „Serbien". Reiste lebnisse eines Malers von Siegfried Selb. — 20.15: Sinfonie-Konzert.
Amtliche»
Kreis Kirchhai«.
Das Preußische Staatsministermm Hal b schlossen, für die gesamte Staatsverwaltq die Dierundzwanzigstundenzählung evM führen. Hiernach ist künftig im Bereich preußischen inneren Verwaltung die VieruH zwanzigstundenzählung anzuwenden, woraujq . die Orts- und Polizeibehörden, Standesäwq usw. aufmerksam mache.
Sollten besondere Verhältnisse dafür sprech^ neben der Vierundzwanzigstundenzählung zr Erläuterung einstweilen die bisherige Zählq in Klammern beizufügen, so ist hietgch Nichts einzuwenden.
Kirchhain, den 27. Juli 1927.
Der Landrat: von Gils«,
Die Krüppelberatungsstunden der Hm, rndeSkrüppelärzte finden jeweils jeden Diers
Landeskrüppe
Landeskrüppel
Hessische Brandverstcherungsanstalt statt. Kassel, den 25. Juli 1927.
Dienstag, EanitätSrat
Dienstag, DanitätSrat
Dienstag, Sanitätsrat
Dienstag, Sanitätsrat
den 2. 8. 1927 Dr. Alsberg, den 9. 8. 1927 Dr. Möhring. den 16. 8. 1927 Dr. Alsberg, den 23. 8. 1927 Dr. Möhring.
Ich bringe hiermit zur öffentli Kenntnis, daß die Hessische BrandvcrsiW rungsanstalt aus Anlaß der bedenkli Zunahme verdächtiger Brände in einzeln Bezirken und Gemeinden allgemein eiU Belohnung von 1000 RM. (eintause Reichsmark) dem zugesichert, durch des! Tätigkeit ein Brandstifter entdeckt dergestalt überführt wird, daß seine re kräftige Beurteilung wegen vorsützli Brandstiftung erfolgt.
Haben mehrere Personen bei der E
deckung erfolgreich mitgewirkt, so find eine Verteilung der Belohnung durch d /
Der Direktor der hessischen Brandver- stcherungsanstalt:
S t o e h r.
' Kirchhain .den 28. Juli 1927.
Der Vorsitzende des Kreiswohlfahrtsa Kirchhain: I. V.: Unterschrift
Landeskrüppe!
Landeskrüp
LandeSkrüppelärzte finden jeweils jeden Die: tag, vormittags 10 Uhr, in Kassel, Gleßbecg straße 24, wie folgt statt:
man sie nur noch mit dem Kind. ...
So kam der Herbst. Da redete, wie n*
Wird veröffentlicht. Kirchhain, 29. Juli 1927. Der Landrat: I. V.: Unterschrift.
mehr aufgetrieben — bewältigte sie M; Feldarbeit der Sommermonate.
sprach — alle bemerkten das — mit dW Schorsch kein Wort mehr als notweiE war und fragte niemals nach ihm, wenn W ausblieb. J
Manchmal ließ sich der Schorsch tagelaM nicht blicken, dann fand er sich plötzlich WM der zur Arbeit ein. Einmal schien es gar. als nähme er einen Anlauf zur Beist * rung; er ging zwei Wochen hintereinont« mit aufs Feld, fütterte das Vieh und | faltete einen schier unheimlichen 6:!<1 F Das war. wie ihm das rote Dortchen >" fe Gewissen geredet hatte, er möchte sich b°* auch um seinen Hausstand kümmern,^ wolle nicht schuld daran sein, daß er seinen Leuten auseinanderkomme ?
Dortchen lag daran, den Schorsch eine j
lang anderweitig zu beschäftigen, da ■ mit einem im „Kühlen Grund" abgcw' genen Malerjüngling angebändelt Als der Schorsch dann dahinter kam, gä"’ einen Mordskrach, der aber nicht aU lange dauerte und mit einer feuchtste lichen Versöhnung endigte.
Niemand konnte der Kathrine anmer*^ ob sie von alledem etwas wußte oder nE ? Sie war schmäler geworden in diesen naten, ihr Gesicht verfiel oft plötzlich uE ihrer sonnverbrannten Haut. Lächeln ™ °
©o rum »er petoji. -uu reoere, w*‘ Zu Ernte noch mitten im Gange war,, "7 : Kathrine mit dem Bürgermeister, ein? guten Freund ihres seligen Schwieg | vaters. Der bestehe sich daraufhin Schorsch in seine Amtsstube und setzte | dort solang« zu (hatte auch allerhand P^_ liche Drohungen im Hintergrund L nächtlicher Ruhestörung und Vergleichs bis der Weidwächter eine Vollmacht uN^ zeichnete, worin er den Bürgermeister wH. dem bestmöglichen Verkauf seiner ßelajn‘j| Ernte beauftragte. Den Schorsch wurß^r die Wut, und er ging von der meisteret geradenwegs in hen „Ku*> j