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pftOterMIW Sethmg" tf ßetnt sechsmal wöchentlich. Ve- wyj«$«V« monatlich 2 GM. aus- Mießl. ZustellungSgebühr. durch ^ePostLLS GM.Für etwa infolge Streik«. Waschinenbefrkt« oder ^emcntarer Ereignisse ausfallend« Kummer» wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag b. Dr. 5 Hitzeroth, Druck der Untb.-Vuchdruckerri d» Job. Lug- Koch. Mark» 21/23. grrnsprech«! Rr. 64. u. Nr. 65. Postscheckkonto, Autt Frankfurt g, W. Rr. 6015. Sprechzeit Kl Redaktion von 1011 und »1,1-1 Uhr.

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Sie SreimSchle-Kensmnr

Senk, 28. Juli. Die Führer der drei De­legationen airs der Marinekonferenz haben deute eine mehrstündige Zusammenkunft ab- gedalten. Der britische Marineminister gab dea beiden anderen Delegationen offiziell Kenntnis von den letzten Vorschlägen der bri­tischen Regierung, welche in ihren Erundzügen den Anträge» entsvrechen, die bereits auf Krvud der britisch-japanischen Ver­ständigung der amerikanischen Delegation zur Prüfung unterbreitet worden waren. Im Lrrlause der Diskussion machte der Chef der, amerikanische« Delegation verschiedene Ein­wände geltend, so dah es nicht möglich war, zu einer Einigung zu gelangen. Die Delegierten beschlossen daher, am nächsten Montag eine öffentliche Vollsitzung abzuhalten, welche der öffentlichen Meinung der Welt Eelegen- drit zur Beurteilung der verschiedenen Stand­punkte der drei groben Seemächte gebe» soll.

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stamm nech stnsvektiomn?

Berlin, 28. Juli. Der Korrespondent tes »Daily Telegraph" berichtet bekanntlich, in Deutschland sei man sehr beunruhigt über eine mögliche Untersuchung der deutschen Ost­seebefestigungen. Er teilt darin Einzelheiten über angebliche Versäumnisse in der Geschütz- «vntierung fnit und schließt, in Deutschland «bilde man in der Angelegenheit wiederum einen Versuch, die Räumung des Aheinlandes verzögern . Diese letzte Bemerkung des .Daily Telegraph", der innerhalb 14 Tagen nicht weniger als drei Mal mit einer Jnve- gation gedroht hat ,dürfte allerdings zutreffen. Was die Sache selbst angeht, fo weist man an zuständiger Stelle darauf hin, dah in einer Art Terminkalender zwischen der Botschafter- loaferenz und der Rcichsregierung genaue Verabredungen getroffen sind, nach denen ein Teil der Geschütze bereits fest eingebaut ist, rin anderer Teil noch nicht, weil hierfür erst die notwendigen Bestellungen bei Waffen- fabriken gemacht werden mühten. Sämtliche vereinbarten Termine find bisher innegehalten dorden und werden auch künftig innegehalten »erden.

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Sie RumSaWe SvvMisn für Enteis RMedr

Budapest, 28. Juli . »Aemzeti üljsag" Veröffentlicht eine Bukarester Korrespondenz aus der hervorgeht, dah Professor I o r g a, der Führer der Bauernpartei entschlossen sei. eine grohangelegte Aktion gegen den Aeg ent schaft srat und für die Diederberufung Carols einzuleiten. Es heißt, Rumänien habe jetzt 4 Könige, den sechsjährigen Michael, den Degentschaftsrat, den Ministerpräsidenten Dratianu und den Verbannten Carol . Binnen kurzem werde eine 0 oppositionelle Versammlung in Du- abgehalten werden ,zu der die Bauern­partei zehntausende von Dauern in die Hauptstadt bringen werde, um D r a - Üanu zur Demission zu zwingen. Letzterer habe als Gegenmahnahme die be- vrloublen Soldaten einberufen und in den Kasernen die Alarmbereitschaft angeordnet. Verschiedene Bukarester Blätter be- jstichnen die Anwesenheit des Patriarchen im Aegentschaftsrat als Zeichen der moralischen Verfaulung ,da man über dessen Privatleben Informationen erhalte, die geeignet feien, ihn schwer zu kompromittieren. Draiianu halte aber an ihm fest, weil dieser schwache Punk! nn Leben des Patriarchen am besten geeignet fe, dessen Anhängerschaft zu sichern, üleber «je ülgruhe im Fogaraser-Komiiat schreibt Daniu in der »Patria" ,es sei kein Wun­der .toenn in Siebenbürgen Aufstände ^ltstehen, denn die Reichsrumänien «aufen dort tote die Eroberer in Afrika. Riemals unter der ungarischen Zerrschast haben derartige Zustände geherrscht, «ach einer weiteren Meldung aus Bukarest eat der Vorstand der Dollsparte! seinem Präsidenten Genera! Avereseu wegen seiner Erklärung im Senat, in der er den Ansichten Dratianus sich anfchloh, nahegeleg'. ^n Vorsitz niederzulegen, da diese Erklärung ohne Wissen der Partei versah t Jjib abgegeben worden sei. Inzwischen hätte? "je Führer der Dolkspa.tei beichlossen, De- Brechungen einzuleiten, um eine V e r schmet-

Zentrum unö

Mahnung

Berlin. 28. Juli. DieVerma­lt ia" widmet dem Verhältnis des Zentrums zum Reichsbanner einen programmatischen Artikel, in dem sie zunächst daraus hinweist, dah dem Reichsbanner in der Geschichte der deut­schen Republik eine wichtige Aufgabe zu­gefallen sei, und in dem sie sich gegen die Kommentare wendet, die der Austritt des Reichskanzlers Dr. Marx in der deutschnationalen Presse gefunden habe. Dazu schreibt sie. Dr. Marx sei nicht als Parteiführer oder Mensch, sondern als Reichskanzler, der sich verant­wortlich fühle für die Gesamt­politik des Kabinetts, ausgetreten. Das Blatt sagt dann weiter: »Rach alle­dem ist es nicht wahrscheinlich, dah es zu einem Bruch zwischen dem Zentrum und dem Reichsbanner aus Anlaß der jüngsten Kundgebung Hörsings kommen wird. Herr Hörsing und namentlich seine Partei wer­den aber gut tun. mit etwas mehr Ernst und Objektivität als man sie in den bisherigen Kommentaren z. B. des ,,Vorwärts" feststellen konnte, die schwere Belastung wahrzunehmen, die es für das Zentrum bedeutet, wenn die Tätigkeit des Reichsbanners und insbe­sondere seiner Führung nicht stets deutlich von dem Bewußtsein getragen wird, daß das Reichsbanner keine sozialdemokratische, sondern eine überparteiliche Ein­richtung ist. Herr Hörsing scheint uirs denn doch nicht das richtige Gefühl zu haben, wenn er in seiner jüngsten Magdeburger Rede meinte, der überparteiliche Charakter des Reichsbanners sei nie verleugnet wor­den. Es soll wohl überparteilich sein, wenn der BundcSvorsitzende eine Sym­pathiekundgebung nach Wien richtet, die als eine Belobigung der dortigen Sozial­demokratie und ihrer Organisation wirkt, derselben Sozialdemokratie, die sich von dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Seipel auffordern lassen mußte, endlich einmal einen scharfen Trennungsstrich zwischen einer demokratischen Opposition und einer Beschützerin von Revolten zu ziehen? Man muß der Sozialdemokratie, die bisher im Reichsbanner überwiegenden Einfluß ausübtc, dringend raten, Auffas­sungen, die sie über die Aufgaben und Agitationsmethoben des Reichsbanners manchmal an den Tag gelegt hat, einer gründlichen Revision zu unterziehen.

Es geht nicht an, daß das Reichsbanner in einer Weife geführt wird, als wenn die politischen Anschauungen der Sozialdemo­kratie für es maßgebend wären.

Sicher werden an dis politische Klugheit und das taktische Geschick der Führung des Reichsbanners gerade in der gegenwärti­gen innenpolitischen Konstellation große Anforderungen gestellt. Die Führung muh ihnen gerecht werden, wenn die Reibungen mit dem Zenttum aufhören sollen.

Es mutz aufhören, dah die Wortführer des Reichsbanners eine Regierung, in der

Reichsbanner

ter .Germania"

auch das Zentrum vertreten ist, nicht etwa . maßvoll kritisieren, sondern als einen

Ausbund politischer Unfähigkeit und Un­fruchtbarkeit betrachten.

wie das Herr Hörsing jüngst sogar noch in Magdeburg, nachdem der Protest der Zen­trumsmitglieder bereits vorlag. fertigge­bracht hat. Auch eine Resolution, wie sie in Magdeburg gefaßt wurde und die rein auf die sozialistische Mentalität einge­stellt war. möchten wir im Interesse des Reichsbanners noch nicht einmal erleben. Wir erwarten dabei, daß die Zen­trumsmitglieder des Reichs­banners, insbesondere diejenigen an führender Stelle, von dem Einfluß, den sie haben, einen nachdrücklichen Ge­brauch machen. Ob das bereits in der Vergangenheit in starkem Maße hätte ge­schehen können, wollen wir dahingestellt sein lassen. Die Zentrums-Konferenz in Berlin darf nur der Anfang einer dauern­den Geltendmachung des Zentrumseinflus­ses in der Reichsbanner-Führung sein." ,

Naß SommnnW

Berlin, 28. Juli. Heber die heutige Reichsbannerkonferenz des Zentrums wurde folgendes Kommunique ausgegeben:

' Zenlrumsmitgkieder km Reichsbanner, die beute nachmittag zu einer Aussprache über die durch den Aufruf Hörsings an den Repu­blikanischen Schutzbund in Oesterreich und den daraufhin erfolgten Austritt des Reichskanz­lers Dr. Marx aus dem Reichsbanner geschak- fenen Lage zusammengekommen waren, spre­chen ihr Bedauern darüber aus, dah Reichskanzler Dr. Marx zum Ausscheiden aus dem Reichsbanner sich veranlaht gesehen hat. Einmütig wurde der Meinung Ausdruck verlieben, datz sich ans dieser bedauerlichen Tatsache für die anderen Mitglieder des Zen­trums im Reichsbanner nicht die Folgerung ergebe, gleichfalls das Reichsbanner zu ver­lassen. Ebenso einmütig wurde allerdings die Erwartung ausgesprochen, datz künftig poli­tische Entgleisungen von der Art des strittigen Aufrufes Unterlasten und weiterhin Sicherun­gen für strikteste überparteilichreit und nutzen- politische Neutralität des Reichsbanners ge­schaffen werden. Die Konferenz bedauerte, datz die endgültige Stellungnahme des Bun­desvorstandes zu der von Zentrumsmitglie­dern des Reichsbanners am Dienstag in Magdeburg abgegebenen Erklärung noch nicht vorliegt und behielt sich ihr abschlietzendes Ur­teil über die Vorgänge der letzten Zeit eben­falls noch vor."

Die Verhandlungen mit dem Reichsbanner­vorstand sollen, wie weiter verlautet, fortge- führt werden. Die nächste Sitzung des Bun­desvorstandes des Reichsbanners am g. August wird sich also mit den Forderungen des Zen­trums zu beschäftigen haben.

zung ihrer Partei mit der natio­nalen Bauernpartei, die unter Lei­tung von Manius steht, vorzunehmen. General Averescu werde sich jetzt aus dem politischen Leben zurückziehen.

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Das StMrvminlMlHmiO ßtitS

Berlin, 28. Juli. Ter Hauptausschuß de- Preußischen Landtages wird sich noch vor Dem Wiederzusammentritt des Ple­nums im Herbst mit finanzpolitischen Fra­gen üe;d)driigen. Der Beratung, die vor Dem lti. September in Aussicht genommen :|t, wird die Große Anfrage der Dem otr aten zugrunde liegen, in der

das Staatsministerium ersucht worden ist, dem Landtage vor der Beratung der neuen Steuergesetzentwürfe im Reichsrat Auskunft über den Inhalt dieser Gesetzentwürfe und seine Stellungnahme zu ihnen zu geben. Gegenstand der Erörterung wird das Ge­setzgebungswerk aus Steuerver­einheitlichung bilden, das aus vier Entwürfen bestehl, nämlich einem Grund­steuer-Rahmengesetz, einem Gewerbesteuer- Rahmengesetz, einem Gebäude-Entschul- dungsge'ey und einem Steuer-Anpassungs- Gesetz. Wie das Vdz.-Büro hört, wird sich kurz darauf, voraussichtlich am 26. Septem­ber, Der Reichs rat mit diesen Vorlagen be­fassen.

LandSbkkg IM ob

Der sozialdemokratische Reichstagsabge­ordnete Otto Landsberg, der von dem preußischen Innenministerium als Nach­folger Hörsings für das Oberpräsidium der Provinz Sachsen in Aussicht genom­men war, hat lautVoff. Ztg." dringend gebeten, von seiner Kandidatur Abstand zu nehmen.

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M und gegen daß RcichMul- gesetz

Berlin, 28. Juli. (WTB.) In einer aus dem ganzen Reich beschickten Sitzung seiner Landesprovinzialverbände hat der Reichs­elternbund, die Spitzenorganisation der Evangelischen Elternschaft, heute zur schulpoli­tischen Lage eine Erklärung beschlossen, in der die endlich erfolgte Vorlage des Reichsschulge. entwurfs begrüßt wird. Der Entwurf gewährleistet die organische Wei­terentwicklung unseres Schulwesens aas Grund der Gewissensfreiheit und des Eltern- rechts unter unbedingtem Festhalten an der staatlichen Schulhoheit.

Dagegen hat der Hauptausschutz des Deutschen Lehrervereins, in dem über 150 000 deutsche Volksschullehrer und Lehrerinnen zusammengeschlossen sind, laut V. 3 eine Erklärung beschlossen, in Der gegen den Entwurf des Retchsschul- gesetzes Protest erhoben wird. Dieser Entwurf, so wird in der Erklärung ausge­führt, dürfe nicht Gesetz werden. Er stehe in unversöhnlichem Gegensatz zur Reichsversas- sung, da er der Gemeinschaftsschule die ihr verfassungsmäßig zuge­sicherte Stellung als Regelschule nehme und sie zu einer Antragsschule mache. Der Entwurf zerstöre ferner von Grund auf die Schulhoheit des Staates, indem er die Ent­scheidung über die Errichtung der Schulen dem Staat aus der Hand nehme und sie den Bekenntnis- und Weltanschauungs­gruppen übertrage. Der Entwurf zerschlage außerdem die leistungsfähige, voll ausgebaute Volksschule in zahllose kleine, leiftungs, schwache Schulen, vermehre die Kosten und schaffe eine dreifache Ueberwachung für Lehrer im Religionsunterricht.

----*---- , Semtifung bet MnMmgs. tauet In tet LtnmbWensntietge

Berlin, 28. Juli. Die Entwicklung des Arbei tsmarktes in den letzten Monaten hat das Reichsarbeitsministerrum veranlaßt, die Bestimmungen über die Bemessung der Höchstdauer in der Erwerbslosenfürsorge nach- zuprüfen. Hierbei hat sich ergeben, daß der Arbeitsmarkt sich für den Bergbau und das Reinigungsgewerbe so günstig entwickelt hat, datz die Höchstdauer auf das regelmäßige Maß von 26 Wochen zurückge­führt werden muhte. Der Reichsarbeits-- minister hat sich hierbei Vorbehalten, für ein­zelne Derufsarten und Bezirke, die von einer langfristigen Arbeitslosigkeit besonders hart betroffen werden, eine längere Bezugs­dauer zuzulassen. Anderseits hat sich der Arbeitsmarkt für die Gärtnerei in letzter Zeit erheblich verschlechtert. Auch in einigen örtlich begrenzten Derufsarten des Spinn st ofsgetoerbes sind die De- schäftigungsmöglichkeiten ungünstig. Dieser Entwicklung ist dadurch Rechnung getragen, daß die Dezugsdauer insoweit wieder auf 39 Wochen verlängert worden ist. Wie bisher kann in allen Fällen zur Vermeidung von Härten die örtliche Stelle di« Fürsorge um 13 Wochen verlängern.

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3ttftetfl tritt auf tet teulschm etutenteniMt auf

Berlin, 28. Juli. Gestern hat die Freiburger Studentenschaft mit Stimmen­mehrheit folgenden Entschluß angenom­men: Unter dem Eindruck des Würzburger Studententages, der nicht den Mut fand, die Verfasiungsfrage zu einer einheitlichen Löiung zu bringen, beschließt die Freibup«