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bl IZ. Bull 1927
y, ^vixrhtMsch« Seltung* et» sechsmal wichtntlich. De- monatlich 2 GM. an«- SiffiL Zustrllungsgrbübr. durch ^Pest2LS DM.Kür etwa infolge ftftiü, Maschinen defekt« oder #teSflrtarer6t«igniff« -»«fallend« Kinsern wird kein Ersatz ge» jpfltt Verlag» Dr. S Hitzervih, xgick der Untd.-Duchdruckerei b, e«j. Sug. Koch. Markt 21/23, Osnsdrecher: Rr. M. n. Rr. 65. ^ftscheckkonlo! Amt Frankfurt Nr 6015. — Sprechzeit
«, Aesaktion von 10—11 and r »1,1—1 Uhr.
Marburger rageSrmBger
WM LanbHritung
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St. 171 8L Weg. Marburg a. Lahn
Der AnzeigenpreU beträgt f&# den 10 gespült. Zellemnlllinretrr 0.08 GM., kleine Baranzeigar 0.06 GM., amtliche und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platzborschrist 50°/, Aufschlag. — Saunnelanzeigen 100 °fe Aich
. schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt all Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg» werden bertzchnet,ebenso Auskunft durch di« Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
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Bei der Berech"irng der Zonemntfer- ! zwischen Ostpreußen und dem übri-
biS 10 RM.
i- v« Gebühr unverändert. Ferner ( chdi« Beförderung der Postscheckbriese
60 120 100
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50 bis 100 Gr.
100 bis 250 Gr.
250 bis 500 Gr.
500 Gr. bis 1 Kilo
10 bis 25 RM.
25 bis 100 RM.
100 bis 250 RM.
250 bis 500 RM.
500 bis 750 RM.
17, 2
4
über über über über über
über 250 bis 500 Gr.
: Fernverkehr bis 20 Gr. über 20 bis 250 Gr. über 250 bis 500 Gr.
Beförderung der Postscheckbriese ir £2r t)r vorgesehen, die bei Benutzung m sonderen gelben Briefumschläge 5 •* NStÄ—• aC. — h—-
bis 5 Äiln
jedes weitere Kilo Zone über 750 Ktor.: bis
5 Kilo
jedes weitere Kilo
lORpf. 20 „
8Rpf.
15 „
20 „
15 „
30 „
40 „
5 „
8 „
über über über über
riefe im Ortsverkehr bis 20 Gr. über 20 bis 250 Gr.
(Meistgewicht 1 Kilo.) Mmrssendungen, Drucksachen Wendungen — Drucksachen u. Larenproben
dchäftspaviere, Warenproben u. Mischsendungen, die erste Ge- »ichrsstufe
ickchen bis 1 ÄH»
6 Reich wird zum Ausgleich der rn Po- t liegenden Strecke die Gebühr der je- kur nächstniedrigeren Zone in Ansatz ge- dcht. s
Hkarien im Ortsverkehr im Fernverkehr «Machen (ein Unterschied zwischen Voll- und Teildrucksachen mrd nicht mehr gemacht) in Form einfacher Karten, auch mit anhängender Antwortkarte bis 50 Gr.
Sie neuen WslztMten
gerlin, 23. Juli. Nach der neuen estgebührenvorlage staffeln sich die ®e= tzren wie folgt: e
. von 100 biS 250 RM.
A folgenden Stufen bis 1250 RM.
4. Zone b'S 75Klm.: bis 5 Kilo jedes weitere Kilo
L Zone über 75 bis 100 Klm.t bis 5 Kilo jedes weitnre Kilo
LZone über 150 bis 375Klm.t bts 5 Kilo jedes weiter« Kilo
4Sone über 375 bfz 750 Klm.t
lüunpspakete gegen ermäßigte veiühr und Eirschreibpakete Wiien weg
Ursendungen für je 500 RM. y Wertrngabe beträgt die versichern ngsgebühr ^nohmegebühr: Borzeigegebühr ^rnweifungen:
üoer 50 bis 100 Gr. 8 „ iS? Postscheckgebühr ist die Ueberwei- ^?rbühr fallen gelassen. Ebenso ist von ^^^rhohung der AuSzahlungSgebühr worden. Für Einzahlungen auf bis 10 RM. verbleibt es bei , !NZHerigen Gebührensatz von lORpf. | * Anzahl, von 10 b>s 25 RM. 16 „
von 25 bis 100 RM.
... über 750 bis ^000RM. Zustellgebühr: Bei BorauS- rfzahluug durch den Absender TUt jede B"iefseNdung usw.
im OrtSzuftellbezirk „ im Landzustelkbezirk
Pakete (einschl. der Pa- ,«tt»tte) im Ortszustellbezirk im Landzustellbezirk ^hr für dringende Pakete V^gebühr: .-r monatlich einmal erschei- : Me Zeitungen tot durch-
W:Glichen Nummergewicht bis L$ti Er.
über 30 biS 150 Gr. , über 50 bis 100 Gr. ls- monatlich zweimal erschei- <£*** Zeitungen tot durch- ^nnlichen Nummergewicht bis
über 30 bis 50 Gr.
MmMmt Sörhng tritt zurück
6tfn RaMvIstr Skvcring?
ff. Berlin. 25. Juli. Nach der „Montagspost" wird als Nachfolger -Lrfings der frühere preußische Znnen- «inifter Severing genannt.
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zur belgiicktn Sete
Keine Antwort der deutschen Regierung
Berlin, 24. Juli. Zu der belgischen Antwortnote auf das letzte deutsche Memorandum bemerkt die ^.Tägliche Rundschau": Die deutsche Regierung hat die Anschuldigungen de Droquevilles Car und eindeutig widerlegt. Sie hält diese Angelegenheit nunmehr für erledigt und sieht keine Veranlassung, auf die neue belgische Rote ihrerseits zu antworten. Die belgischen Vorwürfe gegen die Veröffentlichungen des Untersuchungsausschusses sind ganz unabhängig von der Rede des belAschen Kriegsministers. Es ist ein sehr durchsichtiger und zweifelhafter Advokatenkniff, wenn die belgische Regierung diese beiden Din« miteinander vermengt. Die deutsche Regierung wird auf diese Angelegenheit vorläufig nicht eingehen, da hierzu wahrscheinlich noch einmal der Untersuchungsausschuß des Reichstages gehört werden muh. sondern wird die Beantwortung nach sorgfältiger Prüfung für spätere Zeit sich Vorbehalten.
Sem SMWulsM
Eine Richtigstellung.
Berlin, 23. Juli. (WTB.) Entgegen irreführenden Mitteilungen in der heutigen Morgenausgabe des „B. T." hinsichtlich der Erledigung des Reichsschu lge- setzentwurfs wird folgendes festgestellt:
Der Entwurf der Reichsregierung ist dem Reichsrat vom Reichsminister des Innern amtlich zugeleitet worden. Demgemäß stand die neue Reichsratsorucksache als zu erledigende Vorlage bereits auf der Tagesordnung der gestrigen Vollsitzung des Reichsrates. In dieser Sitzung ist dann auch die Aeberweisung des Entwurfes an die Ausschüsse des llkichSrcttes beschlossen worden. Ebensowenig wie die Mitteilungen über den tatsächlichen bisherigen Verlauf der Angelegenheit entsprechen auch die daran gemüpften Mitteilungen des „D. den Tatsachen. Selbstverständlich hält die Reichsregierung an dem Plan fest, den Reichsschulgesetzentwurf während der Sommerferien im Reichsrat zur Verabschiedung zu bringen, damit er pünktlich bei dem beabsichtigten Wiederzusammentritt des Reichstages am 26. September dem Reichstage zur Erledigung in erster Lesung vorlsegt. Von einer beabsichtigten Verschiebung dieser Reichstagung in den Oktober hinein ist keine Rede.
vorgeschlagene Gebüh-r von 5 Ppf. für das Ausfertigen des Kontoauszuges ist abgelehnt worden.
Die Wortgebühr für gewöhnliche Inlands- telegramme im Ortsverkehr wird 8 RPf., im Fernverkehr 15 RPf. betragen. Die bisherige Stundungsgebühr für Ausgabe eines Lele- grarnmes durch Fernsprecher und die Gebühr für Stundung von Telegrammgebühren kommen in Wegfall.
Die in der Vorlage vorgesehene Einrichtung beim Verkauf durch Wertzeichengeber, eine 8-RPf.»Karte für 10 RPf. abzugeben, ist beseitigt worden. Es sollen Vorkehrungen getrosten werden, um durch Automat die Acht» pfenntgmerke zum Dennwert abzugeben.
Die neuen Gebühren treten am 1. August, diejenigen für Pakete und Zeitungen am 1. Oktober in Kraft.
Damit ist die Gebührenvorlage erledigt.
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Str Stumiffrm dts »tulitbtn SantotrK
Lüneburg, 24. Juli. Auf dem Rorb- westdeutschen Handwerkertag führte der Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius in einer Rede aus, daß das deutsche Handwerk nicht, wie die Vertreter einer DiedergangScheorie vorausgesagt hätten, durch industrielle Entwicklung zugrunde gegangen sei. ES habe seine spezifischen Produktionsgebiete behalten und vielfach innerhalb der Industrie neue Entwicklungsmöglichkeiten gefunden. Doch habe es sich naturgemäß stark gewandelt, und diese Entwicklung konnte sich durch den Reuaufbau der Verufsvertretun- gen organisch vollziehen . Wenn sich heute noch nicht die Gesamtheit der neuerlichen organisatorisehen Fragen erledigen lasse, so müsse sich dennoch die Gewerbegesetzgebung der Zeit anpassen. Das sei der Zweck der Handwerksnovelle, die nach eingehender Beratung mit den zuständigen Beruf-Vertretungen von der Reichsregierung den gesetzgebenden Körperschaslen nunmehr vorgelegt worden ist. 3n erster Linie sucht sie das Wahlrecht der Handwerkskammern der neuzeitlichen Entwicklung anzupassen . Die Mitglieder der Kammern sollen durch unmittelbare, geheime und gleiche Wahl von den Handwerkern selbst gewählt werden. Zweitens gilt eS, den Ausgabenkreis der Handwerkskammern zu erweitern und ihnen die Befugnis zu geben, beeidigte Sachverständige zu bestimmen. Sodann soll der selbst-
verwaltenden Betätigung der Handwerkskammern größere Freiheit gegeben werden und der bevormundenden Aufsicht deS StaatS- kommissars eine Schranke gesetzt werden. Die Novelle regelt die Beschaffung authentischen statistischen Materials über das Handwerk, was aus im neuzeitlichen Wesen des Handwerks liegenden Gründen eine schwere Ausgabe ist.
Die Neichsregierung ist mit den San« der« in Fühlung getreten, «m zu bewirken, daß die Sparkassen in vermehrtem Umfange zu der Anlage ihrer Spargelder in kleinere Hypo- thekenkredite übergehen.
Wit neuen staatlichen Kreditakttonen, die für das Handwerk gefordert werden, würde diesem Stande nicht gebient fein. Die angeregte Schaffung eines Zentralkreditinstttutes ist als unzweckmäßig zu bezeichnen. Don ausschlaggebender Bedeutung ist die Pflege und Heranbildung eines tüchtigen Rachwuchses für das Handwerk.
Der Minister gab zum Schluß der Öffnung Ausdruck, daß der Handwerkerstand für seine wichtige gesellschaftliche Mission, der lieber» brückung der Klassen und des Ausgleichs innerhalb der Gesellschaft die alte Kraft Wie» bergetoinnen werde. ,
Sten Said® in Amerika
ff. Newyork, 25. Juli. Die deutsche Fliegerin Thea Rasche unternahm auf dem Flugplatz Curtinfield einen Schauflug. der von dem zahlreichen Publikum begeistert ausgenommen wurde. Thea Rasche erhielt eine Einladung zu dem am 23. September in Spokane stattfindenden nationalen Luftderby, an dem alle Transatlantikslieger teilnehmen. Bis jetzt sind Preise int Gesamtwert von 30 000 Dollar ausgesetzt worden.
Zugzusammenktoß. — 21 Verletzte.
ff. Stuttgart, 25. Juli. Die Reichsbahndirektion Stuttgart teilt mit: Am Sonnabend, dem 23. Juli, um 15 Uhr, ist auf der Station Mössingen der Personenzug 1024 Sigamringen-Tübingen bei der Einfahrt in den Bahnhof auf einen dort haltenden ELterzug aufgefahren. 21 Personen wurden verletzt, darunter eine erheblicher.
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Offensichtlich veranlaßt durch die letzten Ereignisse in Oesterreich, spielt die Frage des Anschlusses des österreichischen Staates an das Deutsche Reich in der Diskussion sowohl der ausländischen wie bei deutschen Presse — und dabei merkwürdigerweise ohne Unterschied der parteipolitischen Einstellung, also Rechte wie Linke — die in langen Artikeln gegen die Möglichkeit eines Anschlusses Sturm läuft. Nachdem kürzlich das Pariser Linksblatt „I’Oeubre“ Lipp und klar erklärt hatte, der Anschluß Oesterreichs an das Reich würde „den Ärieg“ bedeuten, bringt jetzt der bekannte ftanzösische Rechtspublizist Sauer- Wein im „dllaHn“ die Anschluhfrage mit der Bheinlandräumung in Zusammenhang, indem er u. a. schreibt: „Gerade die An-, schluhftage sei die Hauptursache, warum' Frankreich sich immer noch weigere, das Rheinland zu räumen. Die Besetzung des» Rheinlandes steht zwar im Widerspruch zum Geist von Locarno, aber sie sei da- einzige Druckmittel, den Anschluß zu verhindern."
Natürlich fehlt es auch an deutschen Entgegnungen nicht. So erklärt z. B. die de- mokrattsche „Vossische Zeitung" zu den^ oben zitierten Aeußerungen SauerweinH, Folgendes: „Anverhüllter kann man dach Projekt eines politischen Kuhhandels nichtz aufs Tapet bringen. Daß an eine Verkuppelung dieser Frage nicht im entferntesten zu denken ist, daß Deutschland niemals einwilligen wftd, ausdrücklich auf den, Zusammenschluß mit Oesterreich zu Verzicht ten, ist selbstverständlich." Eine ähnliche Haltung wie die „Vossische Zeitung" neh- men bekanntlich schon seit langem die gesamten Organe der Mitte und Linken ein. Auch in der deutschnationalen Presse, konnte man ftüher — immer vielleicht sogar noch schärfer als in der Presse der übrigen Parteien — den Anschluß Oesterreichs gefordert lesen. Infolgedessen hat es in politischen Kreisen einiges Aufsehen erregt, daß die „Kreuzzeitung", das Organ der preußischen Konservativen, in einer ihrer letzten Nummern eine Stellung einnahm, die auf eine ziemlich eindeutige Ablehnung des Anschlußgedankens 'hinaus- läuft. Das Blatt glaubt an Bismarck erinnern zu müssen, der die „kleinüeutsche Lösung nicht ohne innere zwingende Gründe statt der grohdeutschen gewählt! habe." Das Blatt befürchtet weiter, daA „die inneren Zustände im Reich durch den» Anschluß schwer göfährdet würden".' Deutschland würde auf unabsehbare Zeit eine Reichsregierung haben, die bedingungslos sich allen französischen Forderungen unterordnen würde. Es glaubt ferner, daß man durch den Anschluß das Reich „sprengen" würde, denn Oesterreich in das Deutsche Reich aufnehmen, wär< dasselbe, „als wenn Bismarck 1871 versucht hätte, Bayern zu einer preußischen: Provinz zu machen". Die „Kreuzzeitung" resümiert chre Ansicht in folgendem Satz: „Durch den Anschluß würden wir unserq außenpolitische Position schwächen, den Deutschen Oesterreichs vielleicht helfen, den: übrigen Deutschen aber in Mitteleuropa außerordentlich schaden, innerpolitisch uns in unabsehbare Gefahren begeben."
Diese Stellungnahme des konservcttiven Blattes hat in der demokrattschen Presse lebhaften Widerhall hervorgerufen. So. macht die „Vossische Zeitung" den preu-i ßischen Konservativen den Vorwurf, „inv Namen des egoisttschen Nationalismus gegen den Zusammenschluß des deutschew Volles zu kämpfen, im Bunde mit den Nationalisten und den übrigen Ländern Europas," und an anderer Stelle erklärt dasselbe Blatt „jedes Wort der Kreuzzeitung sei eine Beleidigung für die Deutschen tn Oesterreich, jedes Wort aber auch eine Enthüllung der verlogenen Außenpolitik der deutschnattonalen Regierungsparteien", Inwieweit der Arttkel der „KreuMitung" die Ansicht der Deutschnationalen als Partei wiedergibt, läßt sich nicht feststellem es ist jedoch sehr wahrscheinlich, daß er. lediglich als dxr AnsHte»