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Marburger rasesanreigtt

WM Llmkeszertung

Ke. m SLSahrg. Marburg a. Lahn

V«r Anzeigenprei« beträgt für bett la gespart. Zcilenmtllimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 SM., amtliche und #u<- bärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz­borschrist 50°/, Aufschlag. — Eammelanzeigen 100 °/6 Stuf1 schlag. Reklamen der Milli«, 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marhurg.

1 Goldmark --- V«,,Dollar.

Stint Auffindung Rimgtfftrs

Mon 1 real, 18. Juni. Die kanadische Presse hat Nachforschungen in Riverbend anstellen lassen und erklärt, daß die Nach­richt, wonach Nungesser und Coll ausge­sunden worden seien, unrichtig sei. Die telephonische Mitteilung sei auf die gestrige Meldung der Agenee Radio zurückzu- führen. " —'

MiMtrslM 116. Suni 1927

Belgrad, 15. Juni. (WB.) Der König unterzeichnete einen Erlaß über die Auflösung der Skupschtina und über die Ausschreibung vgo Neuwahlen für den 11. September. Gleichzeitig wurde die Um­bildung der Regierung vorgenommen.

Reichsautzenminifter Dr. Stresemann gab daraufhin folgende Erklärung ab:

„Angesichts der von dem Herrn Minister­präsidenten Woldemaras im Namen seiner Regierung abgegebenen Erklärung glaube ich meinerseits aus der jetzige« Ratsta­gung darauf verzichten zu können, daß die Angelegenheit weiter behandelt wird. Ich hoffe, daß durch die in Aussicht gestellten Maßnahmen der litauischen Regierung mit größter Beschleunigung im Memelge­biet derjenige Zustand sichergestellt wird, der dem Statut entspricht."

Dir Strtagung ter Abrüstung

In der Ratssitzung wurde heute neben der Memelfrage das Abrüstungspro- p l e m behandelt, das durch zwei Berichte

-Ich bedauere sehr, diese Lat in Polen toll* bracht zu haben. Ich wollte Polen in keine Verlegenheit bringen. Meiner politischen Ge­sinnung nach bin ich kein Monarchist, sondern Demokrat. Ich ziehe jedoch in Duh- land jede andere Staatsform dem Bolschewis­mus vor. Ich habe Wojkow nicht als Sowjet­gesandten, sondern als den Vertreter der Komintern getötet."

«tut Sintidfhingtn in Rußland

London, 15. Juni. Wie die „Daily Mail" berichtet, sollen in Moskau weitere 28 Hinrichtungen vorgenommen worden sein. Die Moskauer Gefängnisse seien überfüllt mit Geisel« und politisch Ver­dächtigen.

Wie aus Moskau gemeldet wird, ist der frühere Gehilfe des sozialrevolutionäre« Führers Sawinko, der frühere Kapitän Klepikow wegen angeblicher Spionage zu­gunsten Englands zum Tode verurteilt worden. Obwohl der Verurteilte ein Gna­dengesuch eingereicht hat, wird mit der Vollstreckung des Urteils bereits für heute gerechnet. Rach Meldungen aus Turkestan hat das dortige Kriegstribunal sechs Per­sonen wegen separatistischer Bestrebungen zum Tode verurteilt.

lung im Sevtember dem Abrüstungspro­blem einen neuen Anstoß gebe, damit hier­durch cher erforderliche Wille zur Abrüstung und zur Durch­führung von Artikel 8 des Völ­kerbundspak te s gestärkt werde."

Rach eingehender Debatte beschloß der Rat, seine Zustimmung zur Abhaltung einer neuen Tagung des Vorbereitenden Abrüstungsausschusses zu geben.

^hessische Zeitung" c> । sechsmal wöchentlich. Be- y monatlich 2 GM. au«- Zustellungsgebühr, durch jj5 SM.Für etwa infolge Waschinenbefekte oder gtet Ereignisse ausfallende m wird kein Ersatz ge- Verlag d. Dr.§. Kitzeroth, fr« Univ.-Buchdruckerei v. gsg. Koch, Markt 21/23. bkt-her- Rr. 54. n. Sir. 55. btckkont»: Amt Frankfurt K Ne. 5016. — Sprech,eit , Auktion Von 10—11 unb

‘1,1—1 Uhr.

Noch tont Einigung in ter Mnfflragt

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Wnterunstn in Wun

Schanghai, 15. Juni. (WTB.) Reu­ter meldet: Nach einer Meldung aus ja­panischer Quelle nahmen Truppen Tschangkaischeks Haitfchuu, eine» Seehafen im nördlichen Teil dvn Kiangsi ein. Die Stadt wurde von den Einmar­schierenden und von den ausmarschierenvr» Truppen geplündert. Die japanischen Frauen und Kinder hatten vorher die Stadt verlassen. Die japanischen Män­ner flüchteten, nachdem sie Zeugen schreck­licher Vorgänge gewesen waren. Soldaten der Südtruppen drangen an Bord eines mit japanischen Flüchtlingen besetzten Schiffes und plünderten es. Der japa­nische Konsul in Schanghai protestierte im Ministerium des Aeußeren und verlangte Schutz für die in Haitschau verbleibend--^. Japaner.

Das Mell gegen den Gesandtenmörder

anteflimmlt etfüngniSlitaft

Die Lösung, die noch vor wenigen Jahren einfach aussah, scheint nach dem Bericht auf einen fernliegenden Zeitpunkt vertagt. Rach dem Pakt haben alle Vö Iker- bundsmitglieder die Verpflich­tung, ihre Rüstungen zu ver­mindern und eine Ausgabe durchzu­führen, die sofort hätte ausgenommen wer­den müssen, auch wenn sie nicht in der Völkerbundsverfassung festgelegt wäre, weil sowohl die Existenz wie die Tätigkeit des Völkerbundes vonderallgemeinenAbrüstung abhängen. Ich will hier nicht die Gründe wiederholen, die die Abrüstung zu einer dringenden Aufgabe machen. Sie wurde im vergangenen "März und April zur Genüge dargelegt, aber ich müßte die Aufmerksamkeit aller Völkerbundsmit­glieder auf die Wichtigkeit der Schrift- stüche lenken, die vor uns liegen und ich müßte die Hoffnung aussprechen, daß die Erörterungen der Völkerbundsversamm-

fk. Warschau, 16. Juni. Der Ange­klagte Kowerda wurde zu einer Ge­fängnisstrafe ohne Angabe der Dauer verurteilt und jeglicher Bürger­rechte für verlustig erklärt. Gleichzeitig hat Vag Gericht beschlossen, sich a« den Staatspräsidenten mit der Bitte zu wen­den, daß die erkannte Strafe in 15 I a h r e Gefängnis umgewandelt wird.

Sit Mmnbhmg

Warschau, 15. Juni. Heute vormittag wurde im Warschauer Amtsgericht die ver­kürzte Gerichtsverhandlung gegen den Mörder des Sowjetgesandten Wojkow, Doris So« Werda, eröffnet. Der Angeklagte erklärte bei feiner Vernehmung u. a.: Als der bolsche­wistische Umsturz erfolgte, war ich Schüler des Realgymnasiums in Samara. Dort war ich Augenzeuge des Ehaos und der Terrorakte. Im Jahre 1919 bin ich nach Polen zurück­gekommen. In Wilna geriet ich in eine kommunistische Umgebung und lernte da die negative Seite der bolschewistischen Ideologie kennen. In dieser Zeit entstand in mir die Absicht, den Kampf gegen den Dol - schewismus zu beginnen. Im vorigen Jahre wollte ich zu diesem Zwecke nach Rußland aus illegalem Wege zurückkehren. Da dies nicht gelang, sah ich mich gezwungen, einen legalen Paß einzureichen. Als mir dieser abgeschlagen wurde, beschloß ich, zum Zeichen des Protestes den Gesandten Wojkow zu töten.

»tut gnftrotnlion ter Machst in Stlgrab

ff. London, 16. Juni. Die britische, französische und italienische Regierungen haben, wie der diplomatische Korrespon, öent des „Daily Telegraph" berich, tet. ihre Vertreter in Belgrad und Tirana erneut angewiesen, bei den Regierungen der beiden Länder auf ein sofortiges Kompromiß hinzuwirken. Angesichts der Zurückziehung des albanischen Vertre- ters in Belgrad betrachten die Groß­mächte eine Vermittelung «unmehr als eine äußerst dringende Angelegenheit, da sie nach wie vor einer Behandlung des Konfliktes durch den Völkerbund abgeneigt seien. Das vorgeschlagene Kompromiß sähe ein Zurückziehung der scharfen südslawischen Rote an Albanien vor.

Sst Sztonssstgtr in Sronksuri n. M.

Frankfurt a. M., 15. Juni. Einer Einladung des Magistrats der Staat Frankfurt a. M. folgend, begaben sich Die beiden Ozeanflieger Chambertin und Le- dine am Mittwoch mittag von Friedrichs­hafen aus auf den Weg nach Frankfurt a. M. Auf dem Frankfurter Flugplatz hatten sich die Vertreter der Stadt, der amerikanische Konsul in Frankfurt a. M„ die Presse und eine große Menschenmenge eingefunden, um die beiden Flieger zu begrüßen. Pünktlich zur festgesetzten Zrit, um 6 Ahr abends, erschien auch das Ver­kehrsflugzeug der Deutschen Lufthansa, das die beiden Flieger von Stuttgart aus be­nutzten, über dem Flughafen und ging dann, begleitet von einigen Flugzeugen, die ihm entgegengefahren waren, nach einer kurzen Rundfahrt über der Stadt aus dem Flugplatz nieder. Hier wurden Die beiden Flieger als Gäste der Stadt Frank­furt von Oberbürgermeister Dr. Landmann nebst Gemahlin mit herzlichen Worten be­grüßt. Die Tochter des Oberbaurats Ahl- felder überreichte ein wunderbares Blumen­gebinde. Bevor die beiden Flieger ihren Weg zum Gebäude der Verwaltung an­treten konnten, mußten sie einen wahren Blumenregen und das Kreuzfeuer der in Masse erschienenen Photographen über sich ergehen lassen. Ehamberlin und Levine fuh­ren im offenen Wagen durch die festlich ge­schmückten Hauptstraßen der Stadt zum Frankfurter Hof", wo am Abend ein Kst- essen zu ihren Ehren stattfand. ' ' ’ ' '

Dr. Benesch angeschnitten wurde. Dabei gab Reichsaußenminister Dr. Strese - mann folgende Erklärung ab:

„Wir alle haben mit größtem Interesse, aber auch mit gewissen Bedenken die Ar­beit verfolgt, die der Vorbereitende Abrüstungsausschuß bisher voll­bracht hat. Ohne diese bis jetzt geleistete Arbeit zu unterschätzen, müssen wir sagen, daß der Vorbereitende Ausschuß nicht i m st a n d e gewesen ist, die Lösung dies es Problemszufördern. Ich glaube, es ist notwendig, daß eine grund­legende Aenderung durchgeführt werden muß, wenn die zweite Lesung nicht mit einem Fehlschlag enden soll, der dem An­sehen des Völkerbundes abträglich wäre. Das Abrüstungsproblem ist eine der wich­tigsten Aufgaben des Völkerbundes, auf seiner Lösung beruht in weitestem Maße die ganze Wirksamkeit des Völkerbundes.

pt Erklärung Mltemros

irnf, 15. Juni. Zum Schluß der heu- ® öffentlichen Sitzung des Völker- terats teilte der Präsident des Rates, mberlain, mit, daß der litauische Mi- «präsident den Wunsch ausgesprochen r, noch eine formelle Erklärung über i mit der deutschen Regierung getroffe- l Vereinbarungen über die Regelung t Memelfrage abzugeben.

Ministerpräsident Woldemaras

i darauf folgende Erklärung ab:

•Sie litauische Regierung legt Wert ®oi, schon jetzt zu erklären, daß es MoUs in ihrer Absicht liegt, das Me- ■tehiet ohne Volksvertretung zu laden. 1 iß sich ihrer Pflicht und Berantwor- *8 vollauf bewußt. Die Regierung $ daher die erforderlichen Maßnahmen fon, damit die Wahlen für den Land- bis spätestens September stattfinden.

1 litauische Regierung kann zu ihrer Kte seststelle«, daß die Hauptschwierig- *61 die die Wahlen verzögert habe«, Eich überwunden sind. Meinungsver- ^ruheiten, besonders bezüglich des Um- Är der Wählerschaft, hatten sich her- •SeiteHt. Jetzt ist die Frage geklärt. 'Wählerschaft für die bevorstehende V letzt sich aus den litauischen Staats- dhsrigen zusammen, die sich im Sinne 1 Bestimmungen des Artikels 7 des ^erlichen Gesetzbuches im Gebiet von *tl niedergelassen haben. Es ist selbst- '^rdlich. daß die Wählerschaft für die '«en Wahlen durch ein Gesetz, wie es ^tikel 8 des Memelftatuts vorgesehen geändert werden kann. Hinsichtlich der ™aemie des Memelgebietes, die im festgesetzt ist, ist die litauische Re- fest entschlossen, alles, was an ihr *• fu tun, damit die Autonomie wirk- vird, und sich bezüglich der Wöhler- Zusammensetzung des Landtages '«ildung des Direktoriums auf demo- ?^er Grundlage zu bewegen. Die Eriche Regierung hofft, gegenwärtig in /^«eusvoller Zusammenarbeit mit dem und dem Direktorium, daß das j^en des Landtages genießt, sie ver- ^tetlich durchzuführen. Die politischen (Duftigen Rechte des Memelgebietes, i/We dr juristischen und natürlichen

*»tn werden diesen in vollem Matze ^Weiftet werden."

jHe aus französischen Quellen verbreitete Mng, bah die Alliierten sich mit der ichprüfung der Zerstörungsarbeiten an der igrmze durch einen nutralen Sachverständi- B einverstanden erklärt hätten, ist, wie aus -eism der deutschen Delegation in Genf ge- ibd wird, nicht zutreffend. Die Meldung t .Petit Parisien". daß Stresemann im mzip einer alliierten Aeberprüfung der zerstörten Anterstände zugestimmt hab«, rt> in maßgebenden politischen Kreisen Der» > gleichfalls als unglaubwürdig bezeichnet, gteridl ist der Streitpunkt, um den es sich <t handelt, zweifellos von nicht sehr großem «t. Vom politischen Gesichtspunkte aus !chm, hat Deutschland das größte Interesse ran, daß diese Frage so schnell wie mög» i bereinigt wird. Denn die Erledigung tfer Frage gehört ja mit zu den Hauptvor» jletzungen für die Behandlung des großen Mems der Aheinlandräumung, das ja in t ersten Linie deshalb jetzt nicht in Gens 6 uns angeschnitten werden konnte, weil

Frage der Ostfestungen noch nicht be» ligt ist. Trotz allem wird man volles Mndnis dafür haben müssen, daß Dr. ttfemamr auf die Forderung der Alliierten, bekanntlich eine Rachprüfung durch die sterischen Sachverständigen bei den Der- K Botschaft en verlangt haben, nicht sofort gegangen ist. Denn es handelt sich ja hier l eine ganz grundsätzliche Frage. Die BgHiierte Militärkontrollkommission ist auf- -ü und die deutsche Regierung kann keine Müren Eingriffe in ihre Staatshoheit dulden.

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