ß. Belgrad, 15. Juni. Der albanl-
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Tagen, durchgeführt werden kann. ! aussetzung hierfür wäre die Schaffung Stützpunkten, jedoch glaube ich, daß mit einem Ankermast auf russischem biet in der Nähe des Stille Ozeans
Marburger Ägesanzejgtt
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erster Linie die Frage der englif ch - ruffischen Beziehungen im Vordergrund der Genfer politischen Verhandlungen steht. Nach unseren Informationen ist auch gerade dieses Problem Gegenstand ausgedehnter Erörterungen zwischen Stresemann und Chamberlain gewesen.
Wenn aber nunmehr von gewissen französischen und englischen Zeitungen auS dieser Tatsache der Schluß gezogen wird, daß Deutschland geneigt scheine, sich mit den übrigen Nationen über die Möglichkeit gewisser gemeinsamer Schutzmaßnahmen gegen den Bolschewismus zu verständigen, so muß hervorgehoben werden, daß irgendwelche Tatsachen, aus denen derartige deutsche Auffassungen hergeleitet werden können, nicht vorliegen. Tatsache ist, daß in ganz Europa augenblicklich eine Mißstimmung gegenüber Moskau bestehl, und Tatsache ist auch, daß das Wirken der Dritten Internationale, insbesondere die verhängnis-
Wie vorauszusehen war, liegt die politische Bedeutung der diesjährigen Genfer Rats- tagung nicht in der Erledigung der auf der offiziellen Tagesordnung stehenden Fragen. So wichtig eine Reihe von diesen Fragen auch sein mögen, so sind sie doch von untergeordeter Bedeutung angesichts der großen weltpoliti- wen Spannungen, in deren Zeichen die Sommertagung des Völkerbundsrates eröffnet worden ist. In e.nem offiziösen Kommunique, das die deutsche Delegation in Genf zur Unterrichtung der deutschen Presse herausgegeben hat, wird ausdrücklich betont, daß in den ersten Besprechungen, die der deutsche Verhandlungsführer Dr. Stresemann so- Wohl mit B r i a n d wie mit Chamb er» la in hatte, Probleme, Die „weit über das Gebiet der für Deutschland akuten Einzelfragen" hinausreichen, „ausgiebig" behandelt worden sind. Die Berichte sämtlicher Sonder- Korrespondenten des In- und Auslandes stimmen denn auch darin überein, daß in
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Mungsort Marburg.
1 Goldmark — '/«.»Dollar.
litik restlos zu billigen, die man seit geraumer Zeit dort zu treiben beliebt.
wissenschaftliche Expeditionen durchführen können. An einen Nordpolflug denken wir nicht, wir Haden vielmehr die Absicht. eine«
Flug rund um die Welt zu unternehmen, der selbst unter Berücksichtigung widriger Winde und Witte- rungsverhältnisie nach meiner Ansicht mit „2. 3. 127“ in 300 Stunden, also in zwölf
Heute Sitzung der Botschafterkonferenz.
• ft Paris, 15. Juni. Heute tritt die Botschafterkonferenz zu einer Sitzung zusammen, um sich mit der Frage der Zerstörung der Ostbesestigungen zu beschäftigen.
Irr russisch-volniichk MM
Moskau besteht auf seinen Forderungen.
Riga, 14. Juni. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat sich die Stimmung in dem Konflikt mit Polen bedeutend verschärft. In der dritten russischen Rote, die morgen abgefandt werden soll, werde die Sowjetregierung auf Erfüllung ihrer Forderungen bestehen. Das Politbüro hat die Politik Lit- winoffs gegenüber Polen gutgeheitzen und ihn beauftragt, auf der Ausweisung der russischen Emigranten aus Polen zu bestehen, widrigenfalls die Sowjetregierung mit Repressalien droht.
Berlin, 14. Juni. Die Blätter veröffentlichen eine Unterredung mit Dr. Eckener, in der dieser «ach einer Würdigung der Flugleistungen der amerikanischen Ozeanflieger auf die Pläne zu sprechen kam, die er mit dem zur Zeit im Bau befindliche« «euesten Zeppelinluft- schiil »L. Z. 127“ hat. Die Vorarbeiten für die Montage des neuen Luftschiffes werden demnächst beginnen. Das Schiff wird im Frühjahr 1926 fertig sein und soll dann ausgedehnte Versuchsfahrten unternehmen. Wir werde« den
Atlantischen Ozean wiederholt in beiden Richtungen überfliegen.
Für die Landungen in Amerika ist bereits die Luftschiffhalle in Lakehurst zur Verfügung gestellt worden. „2. Z. 127“ soll dann bekanntlich von einer spanischen Gesellschaft für den Verkehr zwischen Sevilla und Buenos Aires gechartert werden. Wir haben den Vertrag aber so abgeschlossen, daß in jedem Jahre das Schiff drei Monate zu unserer Verfügung stehen wird, damit wir besondere Fahrten, vielleicht
Mtt dem Zeppelin nm die Wett tot Mm Nr. Eckums
einem zweiten auf der anderen Seite des Pazifik auf kanadischem oder «ordameri- kanischen Gebiet auskommen und allenfalls noch Lnkehurst als Stützpunkt benutzen können: „2. Z. 127“ wird einen Aktionsradius von 14 000 Kilometer erhalten, könnte also den Flug um die Welt, der «ach meiner Ansicht in östlicher Richtung angetreten werden mühte, ohne weiteres in drei bis vier Etappe« vollführen.
SenrnltnftinWuns in Berlin
Berlin, 14. Juni. (WTB.) Der Ortsausschuß Berlin des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes veranstaltete heute abend eine große Kundgebung auf dem Gen- darmenmarkt, bei der alle Organisationen vertreten waren. In den Zügen wurden Schilder mitgeführt, aus denen gegen den Abbau und für den Achtstundentag und sofortige Gehaltserhöhung demonstriert wurde. Zahlreiche Redner hielten kurze Ansprachen. Es wurde eine Enftchließung angenommen, in der sofortige Besoldungserhöhung der unteren und mittleren Beamten noch vor der Sommerpause des Reichstages verlangt wird. Die Kundgebung wurde mit einem „Hoch“ auf die gemeinsame Front der Arbeiter, Angestellten und Beamten geschlossen. Rach Beendigung der Kundgebung kam es in der Jägerstraße zu größeren Zusammenrottungen, weil zwei uniformierte Schupobeamte, die außerdienstlich an der Demonstration teilgenommen hatten, von einem Polizeimajor festgenommen worden waren. Die Menge nahm gegen den Major eine drohende Haltung ein und wurde nur durch das Dazwischen» treten des zufälligerweise anwesenden Reichstagspräsidenten Lobe an Tätlichkeiten gehindert Rach Freilassung der Beamten zerstreute sich die Menge, ohne daß die Polizei einzuschreiten brauchte.
Die „Munrrmg" des SaargebletS
Saarbrücken, 14. Juni. In Ausführung des Beschlusses des Dölkerbunds- rates vom 12. März 1927, der für den Abzug der französischen Truppen aus dem Saargebiet und die Aufstellung einer Bahnschutztruppe von höchstens 800 Mann eine Frist von drei Monaten stellte, ist das Saargebiet am 10. Juni, also terminmäßig, geräumt worden. Im Saargebiet befinden sich jetzt nur noch 800 Mann Bahnschutztrup- Pen, vorläufig noch ausschließlich Franzosen. Roch im Laufe dieses Monats werden aber 200 Franzosen zurückgezogen und durch 120 Engländer und 80 Belgier ersetzt werden, sodaß auch der internationale Charakter der Bahnschutztruppe gewahrt ist.
Sofortige Räumung des Rheinlandes verlangt.
fh. Berlin, 15. Juni. Der Reichsverband der Rheinländer, die vereinigten Landsmannschaften Eupen - Malmedy - Monschau, die Rheinische Frauenliga, der Bund „Saarverein", der Verein der Pfälzer e. V. und der Bund „Deutscher Rhein" e. V. fordern in einer Entschließung im Interesse des Derständi. gungsgedanbens die sofortige Räu- mung des gesamten besetzten Gebietes.
Mmberlin mt Lrsim in Frankfurt
Baden-Baden, 14. Juni. (WTB.) Chamberlin und Levine lverdr« Baden-Baden Mittwoch früh 6 Ahr mit dem Automobil verlassen. Die Flieger fahren von hier nach Karlsruhe, wo sie um 7 Ahr mit einem Dornier-Merkur- Flugzeug nach Friedrichshafen starten. In Friedrichshafen besichtigen sie die Zeppelin- und Dornier-Merkur-Werke und fliegen am gleichen Tage über Stuttgart nach Frankfurt a. M., wo sie übernachten. Am Donnerstag wird der Flug über Hannover nach Bremen fortgesetzt, wo am Freitag die Gattinnen der Flieger aus Amerika ankommen. Die Flieger Haber ferner die Einladung der ungarischen Regierung zu einem Besuch in Dudapest angenommen.
trWung des MaiM-suMauMm Konflikts
SollflänMget Mbrnck» ter WomnMen BtMnngrn — Sie MuHanbiragen in Senf
Der offizielle Bericht .
s den heutigen Ministerbesprechungen, die i Uhr nachmittags begannen und bis gegen Mr abends dauerten, nahm außer Briand, Btelatn, Stresemann, Banderoelde und foi)a auch der Vertreter Japans, Graf £ teil, so daß tatsächlich sämtlich« Mächte Botschafterkonferenz und Deutschland «en waren. Abends wird folgender ofsi- te Bericht ausgegeben: Die Vertreter von tob, Frankreich, Japan, Italien, Belgien Deutschland haben sich heute »vereinigt, m einen Gedankenaustausch über die diich« Lage und die sie berührenden Fragen “toten. Die Beratungen werden morgen Netzt werden.
ie,f. 14. Juni, lieber den Inhalt der toedung zwischen Dr. Stresemann Chamberlain wird noch mitgeteilt, 'tobei besonders eingehend die Frage er» 81 worden ist, in welcher Weise eine wei- 'Erschürfung der Lage im Osten ver- werden könnte. Beide Minister sollen toüder einig geworden sein, daß alle not» Schritte getan werden sollen, um ^tspannung zu erzielen.
1 ter Frage der Kontrolle der zer- ***• Ostbefestigungen scheinen sich ^wgs nach den einleitenden Berhandlun- to aus die Möglichkeit einer Lösung hin- ®*Men schienen, gewisse nicht un» Schwiergketten geltend zu machen, deutscher Seite der Standpunkt der ltten. die Kontrolle der zerstörten Ostbe- 7*iten durch eine Inspektion der drei **** Militärattaches zu regeln, nicht ge» Unter diesen Umständen dürften Handlungen der nächsten Tage in dieser nl<St ohne ernste Schwierigkeiten oer- Man sieht in den Kreisen der deut- . Legation den weiteren Verhandlungen ; *** den Außenministern in den Deutsch- ^tokt berührenden Fragen nicht ohne i j8 entgegen, da man deutscherseits *»Wt ist, der Inspektion der Ostfestun- . «form einer irgendwie gearteten Kon- iu$uftimmen.
volle Propagandatätigkeit der Komintern, Schuld an dieser Erregung, die sich über ganz Europa verbreitet, ist.
Es ist seinerzeit bei der Zusammenkunft Sftesemanns und Tschitscherins in Daden- Daden von deutscher Seite nicht widersprochen worden, als in der deutschen Presse die Ansicht geäußert wurde, Stresemann habe Tschitscherin auf die verhängnisvollen Folgen der Verquickung von Außenpolitik mit inner- politischer Propaganda hingewiesen, wie sie in Rußland tatsächlich prattiziert wird. Der Terror, der seit einer Woche in Rußland herrscht, hat sein übrigens dazu getan, die arttibolschewistifche Welle in der ganzen Welt noch zu verstärken.
Es ist in diesen Tagen davon gesprochen worden, Deutschland wolle in dem englisch-russischen Konslift die R o l l e des Dermit Ilers übernehmen. Davon kann kein e Rede sein. Denn es bestünde die Gefahr, daß die deutsche Politik im Verlauf einer solchen Vermittlungsaktivn sehr leicht bösen Verdächtigungen ausgesetzt fein tonnte. Deutschland muß nach wie vor in diesem Konflikt zwischen England und Rußland eine Politik strengster Neutralität einhalten. An einem antirussischen Block kann sich Deutschland nicht beteiligen. 3n Moskau darf man sich aber auch keiner Täuschung darüber hingeben, daß der Berliner Vertrag Deuftchland keinesfalls verpflichtet, die Po-
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m udbnkxsstsch« Leitung“ re» Vj.. sechsmal wöchentlich. Be- gpgttti monatlich 2 GM. au* ßUl Zustellungsgebübr, durch EML2S GM.Für etwa infolge egäi, Waschinendefekle oder —fltat« Ereignisse ausfallende fc-reetn wird kein Ersatz ge- Verlag d. Dr. §. Hitzeroth, rgj der Untv.-Vuchdrmkerei d.
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öbechessssche Zeitung
ergerjuridasMher Amtliches
4t Sefanbte in Belgrad erhielt gestern tat Pässe und wird heute Belgrad erlassen. Die jugoslawischen Konsuln in Ms, Skutari und Koricha wurden enge» je!«, das albanische Gebiet sofort zu ver- fto. Der Abbruch der diplomati- tzen Beziehungen zwischen Albanien ti Jugoslawien ist damit vollständig ssrden.
Lei „Ma t i n" erklärt zum endgültigen Ab- id) der Beziehungen zwischen Belgrad und mna, daß jetzt die Großmächte das Wort ten, zumal Jugoslawien noch immer ge- tzi sei, die Angelegenheit vor de« Bölker- b6 zu bringen.
Ermordung italienischer Ingenieure in Albanien?
1. Belgrad, 15. Juni. Zeitungsnach- ten zufolge soll die Bevölkerung der nord- mischen Ortschaft Puki 4 Ingenieure, die dortigen Straßenbauarbeiten leiteten, »ordpt haben. Es handelt sich Atinenb um eine Bewegung gegen die von red Zog« betriebene italienfreundliche