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Im* * 8 mit Spionage zu Gunsten ausliin- lvlS '^r Missionen begründet, 8 mit allge-

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Marburger rageSanzelm

Nr. m n sahrg. Marburg a. Lahn

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Der Anzeigenpreis beträgt für de» 10 gefoult. Zetlenmillimeter 0.08 GM., kleine Vurunzrigen 0.06 GM., amtliche und «u<- tvärttg« Anzeigen 0.10 GM. Sei schwierigem Satz sowie bei Platz­dorschrist SO«/, Aufschlag. — Sammelanzeigen 100 •/, Aup schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt als i Sarrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg«

Verde» berechnet, ebenso Auskunft durch di« Geschäftsstelle und Zusendung der Angebot«. Er­füllungsort Marburg.

1 Soldmark --- Dollar.

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dem Vorsitz Rikerinows stehe und Revo­lutionäre der verschiedensten Nationalitä­ten umfasse. Die Handelsdelegation könne besser als eine juristische Botschaft an der bolschewistischen Organisation auf franzö­sischem Boden arbeiten. Bolschewisten und Handelsvertretung ständen in enger Ver­bindung untereinander. Bei dem Bruch der Beziehungen zwischen England und den Sowjets habe Frankreich eine große Zurück­haltung, zum mindesten nach außen hin, geübt.

Auch der „M a t i n" nimmt heute zu der russischen Frage in einem längeren Artikel Stellung, in dem festgestellt wird, daß die Ermordung Wojkows nicht allein darstehe.

iVberhelUche Zeitung

Zu gleicher Zeit seien in Leningrad durch eine Bombe 26 Personen getötet oder ver­wundet. und in Minsk ein Attentat verübt worden. Es scheine also sicher zu sein, daß die Sowjet --Regierung bedroht sei. Die Bomben von Leningrad und die Höllenmaschine von Minsk seien nur ein Anfang. Eine Soldateska habe ein Gericht abgehalten und zahlreiche Bewohner hinge­richtet. Unter dessen Umständen sei es un­erhört, daß die Bolschewisten im Ausland die Verantwortung für alles ablehnten, während es sich doch um die erste Erhebung der russischen Bevölkerung handelte, deren lange Geduld zu Ende sei.

Messe veröffentlicht eine Mitteilung der ^staatlichen Verwaltung E. P. U., •btt es heißt, daß angesichts des Ueber- ls!!cs zum terroristischen Kampf seitens ^Weißgardisten, die von jenseits

PU ^vb«besilsche Sei trag' «t- ।sechsmal wöchentlich. Se> «preis monatlich 2 SM. «e* MitfL Zustellllngsgebübe, durch zuPosüLS SM.Für etwa infolge Krells, Waschinendefekt« oder jeecatot« Sreiguiks« ausfallende Kamrern wird fein Ersatz ge­leistet. Verlag». Dr. § -itzervth, Pmck der Unib.-Suchdruekerei b. Seb. A»S- Koch. Markt 21/23. An»sprechet: Rr. 64. n. Rr. 55. P^schellkontoi Amt Frankfurt L t M. Rr. 5015. — Sprechzeit zer Redaktion von 10—11 und ‘kl—1 Uhr.

Paris, 10. Zuni. Das „Echo de 8t is“ nimmt in einem recht scharfen ?'el gegen den Kommunismus Stel- p- Das Blatt führt u. a. aus, daß B r i - 8«, möge er wollen oder nicht, in einer .1 oder weniger nahen Zukunft ge= ^fien sein werde, dem Beispiel Edwins zu folgen. In der Rüe ^eCe taae das 80er Komitee, das unter

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IM iler ene

Derli n7 9. Juni. (TA.) Die „Nacht­ausgabe" läßt sich aus Newyork melden: Nachdem der ungeheuere Sturm der Be- grüßungsfeierlichkeiten für die Ozeanflieger Chamberlin und Levine in Cottbus und Bettln etwas abgeebbt ist, haben die Flie­ger Zeit gefunden, einen er st en De - richtüberdenNerlaufihresküh- nen Fluges über den Ozean nach Ame­rika gelangen zu lassen. (Die deutschen Zeitungen konnten bisher von den Fliegern keinen Bericht über den Flug bekommen, weil diese mit den „Newhvrk Times" einen Beitrag abgeschlossen hatten, die ersten Berichte allein dieser Zeitung zu geben. Schriftl.) Chamberlin und Levine schildern ihre Erlebnisse wie folgt:

„Noch einen Blick auf die jubelnde Menge von C u r t i ß f e l d, dann heißt es keine Zeit mehr verlieren, in die Maschine klettern und ihr unsere ganze Aufmerk­samkeit zu schenken. Kurz nach 6 Ahr früh starteten wir seewärts, und es war eine Sache weniger Minuten, da lagen schon die kleineren Orte von Song Island, kurz darauf — es war 8 Ahr — West- port unter uns. Aeber New Bedford (Mafsachussetts) flogen wir in nordöstlicher Richtung. Ansere Maschine ging ganz niedrig über die Stadt, deren begeistett winkende Menschen wir deutlich sehen konnten. Dann gingen wir wieder hoch bis auf 1000 Meter. Das Wetter war bis jetzt kalt, aber wir waren zuversichtlich. Wir fühlten uns zunächst erleichtert und at­meten auf, den „Rummel" mit all den aufpeitschenden Begleiterscheinungen hinter uns zu haben. Trotz des tollen Propeller­gebrauses fühlten wir, daß eine gewisse wohltuende Ruhe über uns kam, im stillen Führersitz von aller Welt abgetrennt und abgeschnitten.

Provincetown. Darauf flogen wir über Neuschottland. Kurz nach Mit­tag sichteten wir. B a r m v u t h, das wir langsam überflogen und auch hier uns über den Jubel der Bevölkerung freuten. Ha­lifax war der nächste Puntt. Jetzt be­kamen wir tüchtig Wolken. Es regnete, und dann Nebel, Nebel, Nebel. Bald — schon kreuzten wir über dem offenen Meere — hatten wir Pech mit unserem Kompaß. Der Kompaß funktionierte auf einmal nicht mehr. Was tun? Die Situ­ation war für uns fürchterlich. Sollten wir ohne Kompaß daS-Weltmeer durch­kreuzen? Das ist nicht möglich, das ist ein lächerliches Unterfangen. Sollen wir um­kehren? Geradezu teuflich erwachte diese Stimme in uns und ließ uns keine Ruhe. Dann aber dachten wir an die Kritik der Presse, wie überhaupt der ganzen Oef- fentlichkeit der Welt, und sagten uns: Nein, nie und nimmer! Lieber unter gehen!

Der ging Mr den Szton Re Darstellung SdamberlinS

flflflr ^vortung für den Mord, erklärt sich die OuGi* ^che Regierung am Schluffe der Note

Polens Antwort an Rußland

Weder zMMe SinrlWngen von Weißgardisten - Schorfes urteil der fronMcheo Weste

M Soft bei Dr. Etreiemono

ff. Berlin, 10. Juni. Bei den zu Ehren der amerikanischen Flieger im Lause des ReichSaußemninisters veranstalteten Festlichkeiten brachte der ReichSautzenmi- nister einen Trinkspruch <mS, in dem es heißt:

Sie haben einen Beweis dafür gegeben, was menschliche Energie in der Überwin­dung von Sturm und Unwetter zu leisten vermag. Sturm und Unwetter lasten^ruch auf Deutschland. Auch wir- müssen der Welt den Beweis geben, was menschlich« Leistungsfähigkeit im Kampfe dagegen zu tun vermag. Alsdann überreichte der Reichsaußemninisfor den beiden Fliegern als Erinnerungsgabe zwei goldene Ziga- retten-EtuiS, worauf der amerikanische Bot­schafter dem deutschen Volle für die sei­nen Landsleuten erwiesene Ehrung und den über alle Maßen herzlichen Empfang seinen Dank aussprach, dem sich Levin« mit einigen herzllchen Worten anschloß.

DaS Festessen des Rrichsverkehrsminist«» für die Cwutflicget.

ff. Berlin, 10. Juni. ReichSver- kehrSminister Koch veranstaltete gestern abend ein Diner für die Ozeanflieger Chamberlin und Levine. Im Verlaufe der Beranstalrung ergriff Reichsverkehrsminister Dr. Koch das Wort zu eurer Begrüßungs­ansprache, in der er u. a. sagte: Als Mi­nister für die deutsche Luftfahrt habe ich die Ehre und die Freude, Sie herzlich will­kommen zu heißen. Wir stehen bewundernd vor Ihrem kühnwagigen Mut. Wie einst das deutsche Zeppelin-Luftschiff unter Füh­rung von Dr. Eckener In Newyork beju­belt worden ist, so schlagen Ihnen heute bie Herzen der Deutschen und tnsbesondere der deutschen Jugend, in deren Hände die Gestaltung unseres Vaterlandes liegt, ent­gegen. Wir wollen danach streben, einen planmäßigen Luftverkehr zwischen Amerika und Deutschland zu entwickeln, und wenn das gelungen sein wird, werden wir Sie

Wir sind aber nicht verloren. Lachend erinnern wir uns des kleinen Kompasses an unserer Taschenuhr und postieren diese feierlich über dem nicht mehr funktionie­renden Flugzeugkompaß. Ferner gab es ja da unten Eisberge in Fülle, uno Eis­berge sind immer noch ganz gute Weg- roeiser auf dem Ozean, soweit man eben fliegt und nicht mit dem Dampfer fährt. Als wir sichtlich erfreut über den glück­haften Ausweg aus dieser „damned Situation" waren, lachte Levinö und sagte: „Lieber im Meer begraben sein, als zurückfliegen." By Iove! — Das war auch meine Ansicht. Lieber von den Haien „aufgeluncht" werden, als noch einmal amerikanischen Boden zu betreten,, ohne den Ozean bezwungen zu haben. Nebel, Nebel und Regen! Nebel aller Art, dicker, grauer Nebel, rauchschwarzer Nebel und gelber Nebel. Wir flogen durch das Nebelmeer ohne zunächst so recht zu wissen wohin, obgleich der brave Taschen­uhrkompaß auf dem Posten war und es auch nicht an Eisbergen fehlte. Aber dann kamen wieder unerhörte N e b Li­sch w ad e n, die uns zeitweise keine Eis­berge erblicken ließen. Wir flogen dahin wie über einem Meer von schmutzig­grauer Masse. Es ging herauf und her­unter, zeitweise stiegen wir in einer Höhe bis zu 30 000 Fuß hinauf — wir flogen Stunden hindurch, — der Abend kam —, es wurde Nacht, wir flogen immer noch. Bald leuchteten uns die Gestirne auf dem Weg durchs Ungewisse, bald verschwanden sie hinter nachtschwarzen Wolken — es graute der Morgen. Mit neuen Nebeln brach der Tag an, wir flogen, flogen, flogen und wußten eigentlich noch immer nicht- Wohin? Wußten immer noch nicht, wo mir waren. Wohl witterten wir Land, wohl mußte unserer Berechnung nach endlich Land kommen, aber welches Land, wird es Irland sein ober England, Spanien oder Frankreich? Auch kein Schiff, und wenn es der kleinste Segler gewesen wäre dott unten auf dem dunk­len Meer. Nirgends ein Lebenszeichen. Wir waren allein mit unserer Maschine. Wir drei: Chamberlin, Levins und die treue „Columbia". Wir waren nur auf uns angewiesen, wir auf die Maschine, die Maschine aus uns und wir alle drei auf unser Glück.

Jetzt kam das Glück in Gestalt des großen Cunard-Dampfers „Mau- retania." Wir wollten unseren Augen kaum trauen, als wir das prachtvolle Schiff voll beladen mit fröhlichen Men­schen, die uns zujubelten, vor uns wie einen kleinen „Flying Dutchman" aus dem Meeresnebel auftauchen sahen. Mehrmals umkreisten wir das Schiff,

^8ner der Sowjet-Regierung. Zn einem ist als Begründung illegales (Situ ?eÄen in das Sowjet-Direktorium ange- *t.

J^ter den wegen Spionage Erschossenen, ^udet sich auch ein Angestellter der Eisbank der Sowjet-Union, ein Führer ^sicher Konsul, ein Führer der Monar, pichen und ein ehemaliges Mitglied des totes.

aber eine Verständigung mit den uns feiernden Passagieren war leider unmög­lich. Zufällig hatten wir eine New - Yorker Zeitung bei uns, und da kamen wir in unserer Not und unserem Zweifel auf die Idee, darin dem Shipping News nachzuforschen, wo die „Maure- tania“ um diese Stunde gewesen fein könnte. Da aber war unsere Freude groß, als wir feststellen konnten, daß wir schon wider Erwarten weit vorgedrungen waren und Europa vor uns lag. Wieder wurde es Nacht und die Nacht brachte abermals undurchdringlichen Nebel. Jetzt wußten wir, daß wir schon über Europa waren, daß wir Englands Südspitze überflogen hatten. Wegen des dichten Nebels gingen wir höher, bis zu ungefähr 20 000 Fuß.

In dieser Höhe trafen wir über Deufch- land ein und htelen uns eine ganze Zeit lang so hoch, denn wir fürchteten in Deutschland die Berge, die Kirchtürme und Fabttkschornsteine. Wir kannten die deutschen Städte nicht, und unsere At­las k a r t e war ein würdiges Gegenstück zu unserem Taschen- uhrkompaß. Einmal waren wir über einer Stadt, deren zahllose Fabrik­türme zu uns hinaufsahen. Wir dachten bestimmt, es sei Bremen. Wir gingen tief herunter und fragten ein halbes Dutzend Leute, wo wir wären, und diese erwider­ten laut und deutlich: Dortmund! Wir stiegen wieder sehr hoch. Aber als plötz­lich sich B e n z i n m a n g e I empfindlich bemerkbar machte, gingen wir wieder herab und konnten uns bei Helfta bei Eisleben gerade noch einen geeigneten Landungsplatz suchen. Dorfbewohner brachten uns genügend Benzin. Nach vier Stunden starteten wir wieder und wollten nun direkt nach Berlin, hatten indes das Mißgeschick, uns zu verfliegen. Da­zu kam nun wieder Mangel an Benzin, wir mußten wieder „parterre geben*. Bei der Notlandung gab es noch den Propel- lerbruch. Das war Klinge bei Cottbus, die letzte Etappe der großen Reise. Nun sind wir endlich in Berlin. Wer weiß, ob wir „ohne Klinge" hierher gekommen wären?"

uitoi Mwtmig von WWMarMn st Moskau, 10. Zuni. Die Moskauer

, **tr konterrevolutionären Tätigkeit Angehörigkeit zu monarchistischen Or- EJTwM Aktionen; in drei weiteren Fallen

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st. Warschau, 10. Juni. In der gestern vom polnischen Gesandten in Mos- tgu dem Volkskommissar für auswärtige vigelegenheiten der U. S. S. R. über« «ichien Note heißt es:

Den internationalen Gebräuchen ent« sprechend erlaubte die polnische Regie- tung den Emigranten verschiedener l Staaten das Asylrecht, indem sie gleich- kitig offen zum Ausdruck brachte, daß eine planmäßige Geheimtätigkeit aus s Mischern Boden gegen sremde Staaten »fgenommen werden dürfe. Die polni­sche Regierung kann daher Seine 93er« ntwortung für die Tat eines Wahn- bmigen auf sich nehmen. Wie die erste ftüersuchnng zu beweisen scheint, ist es Ie Tat eines Einzelnen.

Tie Note weist dann darauf hin, ÄSoj- »w habe seiner Zeit selbst den ihm an« i boten en persönlichen Schutz abgelehnt, ie Ausführung des Mordes fei dadurch »tutend erleichtert worden, daß die lcherheitsbehörden von der Durchreise k Herrn Rosengolz und der Absicht, daß Mow ihn am Hauptbahnhof begrüßen teilte, nicht unterrichtet worden seien.

Unter nochmaliger Ablehnung der 93et«

■.en»«’! «kreuze nach Anweisung und mit Mit- niäufo ** ^5 ausländischen Geheimdienstes vor- Nächi» ch», bie G P. u. am 9. Zanuar 20 Per- "nmi8"en zum Tode durch Erschießen °bÄ hat. Das Urteil fei bereits

3 Dreckt worden. Bon den Todesurteilen

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• 1 freit, eventuelle Wünsche der U. S. S. R. fllpl Btt eine Entschädigung für die For-

1 ■ Ware des Gesandten Wojkow in weite- ^rege!- 601 ®*nnc wohlwollend zu prüfen.

WH.58 ~7~Honen, ' - - - -

&14M ««et sich das Todesurteil auf versuchte

• 1 geplante Attentate gegen führende