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Mannschaft ist gesund und munter. Das Benzin wurde mittels Gespannes von einem nahegelegenen Ort herbeigeholt worauf die Weiterfahrt um 9.85 Uhr nach Berlin erfolgte.

B e r l i n, 6. Sunt. Dem heute vormit. tag wegen Benzinmangels bei Eisleben ge« landeten und nach Auffüllung seines Ben­zinvorrates um 9.35 Uhr wieder gestarteten Flugzeug Chamberlins sind von Berlin aus drei und von Dresden aus ein Flugzeug entgegengeflogen, um ihn in den Berliner Flughafen zu begleiten. Sie haben den Flieger bisher nicht entdecken können. An­scheinend habe er sich verflogen.

B r l i n, 6. Juni. Rach einer um 12.15 eingelaufenen Meldung hat bog ameri­kanische Flugzeug mit Chambertin und seinem Begleiter infolge Propellerbruchs auf sumpfigem Boden bei Klinge, 15 Kilo­meter von Kottbus entfernt, niedergehe« miifieit. Es ist noch fraglich, ob Chamber­tin wieder aufsteige» wird und den Flug nach Berlin fortsetzen kann.

Berlin, 6. Juni. Um 13.30 Uhr hat ein Flugzeug der Deutschen Lufthansa mit dem amerikanischen Botschaftsrat Pool und Ministerialdirektor Brandenburg sowie einer Anzahl von Monteuren den Tempel­hofer Flugplatz mit Richtung nach Kottbus verlasien, um von dort die amerikanischen Flieger nach Berlin zu holen.

Obgleich bei der ersten Notlandung der Gemeindevorsteher in Bischofrode den bei­den Amerikanern die weitere Flugroute er­klärt hatte, hatten diese infolge des Dauer­regens, des Nebels und des Kartenmangels die Orientierung verloren. Sie sind an Berlin.weit südlich vorbeigeflogen, dann hinter dem Spreewald beim Rittergut Klinge 15 Kilometer von Kottbus gelan­det. Die Landung geschah auf einem Klee­feld. Der Boden dort war sehr tief, so daß sich der Apparat auf den Kopf stellte und der Propeller brach. Als Landleute zur Hilfe eilten, waren die Flieger bereits mit der Untersuchung des Propellerbruches be­schäftigt. Man sah sie die Achseln zucken und heftig gestikulieren. Levine war mit der abermaligen Notlandung sehr unzufrie­den. Man nahm beide Flieger in einem Auto vom Rittergut Klinge mit nach Kott­bus und brachte fin in dem HotelAnsorge" unter. Trotzdem sie 47 Stunden nicht ge­schlafen hatten, verspürten sie keine Müdig­keit. aber sie verlangten sofort zu esien und verspeisten geradezu unheimliche Mengen von Butterbrot und löschten ihren Durst. Bon ihren Eßvorräten haben sie nicht viel genosien.

Chamberlin fliegt heute »ach Berlin.

Berlin. 6. Juni. Bo« zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Bon Ministerialrat Brandenburg, dem Leiter des Deutschen Luftfahrtwesens, und Herrn Pool, als Ver­treter des amerikanischen Botschafters, in Kottbus besucht, sprachen der amikanifche Flieger Chamberlin und sein Begleiter Levine den Wunsch aus, auf ihrer eigene« Maschine,Columbia-, Dienstag nach Ber­lin zu fliegen. Die Ausbesserung des Pro­pellers wird mit Hilfe der Deutsche« Luft­hansa bis dahin voraussichtlich durchgefiihrt werden. Mit dem Eintreffen der Flieger würde daher morgen im Laufe des Rach­mittags zu rechnen fein. Genauere Zeit wird noch bekannt gegeben.

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1 Goldmark = V«,,Dollar.

Fkieger gesprochen. Di« Zahl der vor­gestern und gestern verkauften Zeitungen hat ein« noch nicht dagewesene Höhe er»

ff. Newhork, 7. Juni. Das Inter­esse der Oeffentüichkeit an dem Rekordflug derColumbia" ist ungeheuer. 3jn einigen Kirchen wurden Geebte für die beiden - Die Zahl der vor-

Paris, 5. Juni. Dor seinem Start erklärte Chamberlin dem Newyorker Ver­treter des Petit Paristen: Wir stnd bereit» an Bord der Coloumbta ohne Zwischenlan­dung viel länger in der Luft gewesen, al» die Strecke NewyorkParis beträgt. Des­halb besteht, abgesehen von einem Unfall, kein Grund, der uns verhindern könnte, einen neuen transatlantischen Rekord auf» zustellen, umsomehr, atz wir am 14. April auf dem Roosevelt-Flugplatz einen Weltte« kord im Dauerfliegen aufstellten, indem Acosta und ich 51 Stunden 11 Minuten und 25 Sekunden flogen. Sollten wir in den Ozean abstürzen, dann würde die hundert­prozentige Wahrscheinlichkeit bestehen, daß wir gerettet werden. Wir werden auf der Hauptfahrstraße der Ueberseedampfer flie­gen. Wir haben einen Funkapparat an Bord, ferner Rettungsgürtel, sowie Rauch­bomben. um uns bemerkbar zu machen.

Amerikas Stgtifierang

ff. London, 7. Juni. Der Rekord­slieger Chamberlin hat, wie aus Newyork gemeldet wird, in den Vereinigten Staaten eine Begeisterung ausgelöst, wie man sie nach dem Llndberghfkug nicht mehr für möglich hielt. Auch in ministeriellen Krei­sen Washingtons steht man ganz unter dem Eindruck des erfolgreichen Flugunterneh- menS.

Besonders groß ist der Jubel in Deni- san, der Heimatstadt Chamberlins. Als dort di« Nachricht von der glücklichen Lan­dung der Flieger bekannt wurde, geriet die Bevölkerung in einen wahren Freuden­taumel. Man feierte eine Art Volksfest, wobei, so besagen die Meldungen, der größt« Lärm verursacht wurde, den eine fantastische Eingebung überhaupt erzeugen kann.

reicht.

18 000 Dollar für Chamberlin.

ff. Newyork, 7. Juni. Di« Brook­lyner Handelskammer ließ der Frau Cham­berlin 15 000 Dollar für ihren Gatten als Preis für den gelungenen Flug Ame­rika-Deutschland überreichen. Frau Levin und Frau Chamberlin traten gestern nacht ihre Reise nach Deutschland an.

Die Brooklyner Handelskammer über­reichte Frau Levin ein« goldene Uhr für ihren Gatten. Der Handelsattachö der deutschen Botschaft fährt mit den beiden Damen nach Berlin.

Das amtliche geologische Büro in Washington setzt die Flugstrecke Lind­berg h s mit 3 610 und die Cham­berlins mit 3905 Meilen fest. In dem Glückwunschtelegramm Coolidges an Chamberlin heißt es:Unser Land freut sich mit Ihnen über die glückliche Landung nach dem ersten Dauerflüg Amerika- Deutschland, durch ^den Sie dem deutschen Volke unsere Grüße überbracht haben.

Auf bau gleichen Wege zurück nach Newnetk

ft. Cottbus, 7. Juni. Auf der Rück­fahrt vom Landungsplatz erklärte Cham­berlin:Ich werde aller Wahrscheinlichkeit nach am Dienstag in später Nachmittags­stunde in Tempelhof eintreffen. Ma» Hal ja den Empfang vorbereitet. Ich richte mich danach." Er betonte weiter: -Ich unternehme den Flug nicht wegen eines Verdienstes noch um etn Honorar. Ich habe kein Geld für den Flug erhalten. Ich werde mit Levin unter allen Umständen Ende dieser oder Anfangs nächster Woche nach Wien und Rom oder iWgetz^

ewyork - Eisleben in 43 Stunden thamberlins Mottttug mit Mafiier - Notlandungen bei Eisleben und Kottbus - Kitte Weiterfabri nach Berlin

So werden sie dem amerikanischen Volke zu erzählen haben, daß die Freude Deutschlands über Chamberlins Tat zwar nicht so laut wie der Begeisterungstaumel der Pariser Lindbergh-Tat-war, aber min- stens ebenso ehrlich, ebenso tief, ebenso aus frohem Herzen. Und das ist ja schließlich die Hauptsache.

Der amerikanisch- Flieger Chamberlin und sei« Begleiter, die am Samstag, dem 4. Juni. 11.05 Uhr vormittags, in Newyork zu ihrem Fluge «ach Berlin aufgestiegen waren, find in der Nacht zum zweiten Pfingftfeiertag über deutschem Boden ein­getroffen. Sie mußten zunächst bei Eisleben wegen Benzinmangels und später wegen Propellerbruchs bei Kottbus notlanden.

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Ueber die einzelnen Phasen des Flugs berichten die folgenden Meldungen:

Amsterdam, 5. Juni. Einer aus London eingetroffenen Meldung zufolge ist dieColumbia" 9.15 Greenwich-Zeit über Plymouth gesehen worden. Sie flog sehr schnell und hoch in östlicher Richtung^ wahrscheinlich Richtung Berlin.

London, 5. Juni. DieColumbia" ist um 21.20 über Lands-End gesichtet worden. Die Flugrichtung scheint Berlin .Ä sein.

Dortmund, 5. Juni. Um vier Uhr früh überflog der amerikanische Flieger Chamberlin den Dortmunder Flughafen. Er ging weit herunter und rief aus gerin­ger HöheNach Berlin! Nach Berlin!" Darauf wurde ihm von der Flugpolizei durch Peilzeichen die Richtung nach Berlin angegeben.

Berlin. 6. Juni. Zur Begrüßung Chamberlins und seines Begleiters Levine sind auf dem Fluavlatz Tempelhof Vertre­ter der Reichsregierung und der preußischen Regierung. Mitglieder des diplomatischen Korps und eine große Menschenmenge er­schienen. Sämtliche Flugzeuge der Luft­hansa. die dem amerikanischen Flieger ent­gegengeflogen sind, sind 7.25 Uhr zurückge- kehrt.

Berlin, 6. Juni. Die amerikanischen Flieger sind immer noch nicht eingetroffen. Sämtliche Flugzeuge der Lufthansa kreisen über dem Flugplatz, und die Spannung der immer größer werdenden Menschenmenge ist aufs höchste gestiegen.

Berlin. 6. Juni. Der amerikanische Flieger ist bis 8.45 Uhr nicht am Flugplatz eingetroffen. Zuletzt wurde er amtlich über Dortmund festgestellt. Die preußische Schutz­polizei hat durch ihre Funksender die Nach­geordneten Stellen angewiesen, ihn zu suchen und seinen Verbleib zu melden. Auf Veranlaffung der Reichsregierung hat die Lufthansa Fluggeschwader von Berlin, Dortmund und Esten ausgesandt, um Chamberlin zu suchen und ihm erforder­lichenfalls jede Unterstützung angedeihen zu lasten.

Berlin,«. Juni. DieColumbia" ist heute morgen um 5 Uhr in Helfta bei Eis­leben notgelandet. Eine Maschine der Deutschen Lufthansa wird ihr von Halle au» entgegengesandt, um ihr neuen Be­triebsstoff zu bringen, so daß dieColum­bia" de« Flug «ach Berlin fortfetzen kann.

Halle, 6. Juni. Wie das WTB. er­fährt. erfolgte die Notlandung derColum­bia" zwei Kilometer von der Station Helfta bei Eisleben infolge Benzin­mangels. Das Flugzeug war bis zur Not­landung 43 Stmchen unterwegs. Die

Die Flugtat des kühnen amerikanischen iegers Chamberlin ist groß und ge­istig: wertet man sie sportlich, noch be- chender, noch atemberaubender als die ijtung Lindberghs. Die reine Flug­ecke NewyorkEisleben ist allein schon Her als der Luftweg von Newyork ch Paris. Und Chamberlin flog mit em Passagier! Nicht mit einem Pilo- . Sein Flug von Amerika nach Deutsch- nb ist daher der erste gelungene Passa- rflug über den Ozean, ist ein Schritt iter in der Erzwingung des Luftmeeres, s den alten europäischen Kontinent von erika trennt.

Lindberghs Flug über den Ozean, jJie idungslofigkeit feiner Durchführung sich doch auch aus einer Reihe von ückszufällen. Lindbergh hatte auf iner ganzen Luftreise nach Paris ftar- n Rückenwind. Lindbergh hatte, ab- hen von dem dichten Nebel über der fundländischen Küste bis zu seiner ung auf dem Pariser Flughafen, das lste Flugwetter, das man sich nur den- hann. Und er flog allein. Das iißt, er konnte das Gewicht des rnitzu- enben Betriebsstoffes so bestimmen, ein Risiko im Brennstoffverbrauch vornherein ausgeschlossen erschien.

wir diese Umstände aufzählen, so B wir es nicht, um die gewaltige "ung Lindberghs irgendwie herab- letzen, denn er war der erste, und allein egen bedeutet auch wieder ein Vermei­den der körperlichen und seelischen herüber Vergleich ist hier notwendig, n Chamberlin blieb die letzte Be- nung seiner kühnen Tat, der begeisterte sang am Ort seines Zieles, versagt.

s widrigen Gründen, für die weder er ch seine Flugkunst, seine Energie, feine shnheit, noch die Brauchbarkeit und "chtigkeit seines Motors verantwortlich acht werden können. Eine äußere, hübsche Begleiterscheinung des 85 Chamberlins ist dadurch ausgeblie- : Aber es ist nur eine äußere Er- Winung. Die Tat selbst bleibt bestehen, sportliche Leistung selbst ist vollbracht: t Passagierflug Newyork Eisleben, ne Zwischenlandung, der größte Ozean- ben die Welt jemals sah, ist geglückt. Die amerikanischen Journalisten wer- t nun nicht in der Lage fein, ähnliche tolange Berichte über die Begeisterung eutschlands auf Grund der Chamberlin- ^t nach Newyork zu funken, wie es ihre nriser Kollegen nach dem Empfang ndberghs in Paris tun konnten. Sie rben a'-er nach Newyork berichten von zähen Ausdauer, mit der viele Tau- e Deutsche Stunde um Stunde, eine $e fröstelnde Nacht hindurch, einen nzen trüben, regendurchwirkten Vor- jjttag hindurch atemlos, gespannt, Sorge ^Herzen, mit frohen Hoffnungen er« auf dem Tempelhofer Flugfeld den ^erikanischen Flieger erwarteten, wie vielen Tausenden von Häusern der chshauptstadt, vielen tausenden beut« n Familien der deutsche Radiofender e auf Stande erzählte, wo sich der ^rikanische Flieger im Augenblick be= ®et, wie feine Wetterchancen sind, wie deutschen Flugzeuge forschend und ^hend durch die Nacht jagten, eine Spur _?s amerikanischen Vogels zu erhaschen, jjt welch eiserner ©"' ulb und Beharrlich­st die ganze Reichshauvtstadt bei der ^tfnung blieb, er werde kommen, er Me kommen, wie schließlich mit einem Leichterten Aufatmen nach Stunden Östlicher Sora« das deutsche Volk die ^udige Kenntnis in sich aufnahm, daß berlin wohlbehalten an Leib und Me, gesund und munter nicht woir von [SeSs notg^anbet sei. -

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