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DtzeigerMchasMer kuchMfche)Gbechesserv-> Amtliches VerkünüigungsblMjLedkreisÄardmg

Rorkurm SogHomtiett

Nr. 129 62. Mrg.

Marburg n. Sohn

Sonaatonb, Ito 4. guni 1927

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ÄbechMche Zeitung

Heute Start zum Flug Rewyork-Bertin

Sainberlain. brr Motor toi SMmkerdi mit 51 Shmten Mazeit, will Andtorgh Storllüseln

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V Berlin, 4. Juni. 1; »Präsident Dr. Weitz

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Wie erinner- seinerzeit für starten, ehe

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------- — ™ e i 6 mitteilt, wird i.otm Flugplatz Tempelhof der Po- ^rufsichrsdienst in besonderem Matze

Nach einer späteren Meldung wird es je- «4 als wahrscheinlich angesehen, daß der

«k—Paris" überpinselte, ch, sollte die »Columbia" ei Flug Newyork—Paris iodSergh ihr zuvorkam.

Rewqork, 3. Juni. „Sun“ meldet, Roi das Bellanca-Flugzeug „Columbia" Sti günstigem Wetter heute nacht den Flug »«york-Berlin versuchen werde. Sei« Whrer, Chamberlain, hat es abgelehnt, es Ziel seines Fluges zu nennen. Jedoch Men heute früh bei dem Flugzeug ei« hier, der die aufgemalten Worte „New-

Zum Fluge Chamberlains, «.Newyork, 4. Juni. Der Beter Mberlains erklärte, datz das Flugziel *6 Sohnes Berlin sei.

6mefangtoettoreihmetn

£ Newyork. 4. Juni. Chamberlain ieinen Start wegen ungünstiger Wit- »g auf heute verschoben.

ich einem Sonderfunkspruch traf gestern

Z kod 11 Uhr der Flieger Chamberlain | । tem Flugplatz ein und erklärte, datz er I- 4 Uhr vormittags (10 Uhr vormittags |: ^»leuropäischer Zeit) starten werde.

g Ärünglich auf heute abend 11 Uhr ange- gj ih Start wegen ungünstiger Wettermel- U j Ulten nochmals verschoben wird. Wie die g »eninq World" r rldet, soll der deutsche g itschafter in Washington, Freiherr von i Kitzahn Chamberlain heute Erfolg für | ®e« Deutschlandflug . gewünscht haben. Kl «mberlain könne versichert sein, datz et i Berlin genau so ausgenommen rerbe W * seinerzeit Dr. Eckener in Amerika.

i Kmberkains Start auf Henle verschoben.

i «»rkt werden, damit die Landung des | ^rs ohne Zwischenfall vonstatten geht. S J Lufthansa erklärt, alle Vorbereitun- | 'zu treffen, die dem Flieger seinen W 8 erleichtern. können. Schon von > Berdum her wird sie den Flieger von j p’ten Maschinen begleiten lassen und D besonderen Nachrichtendienst für die 1 ?ie aufbauen, sodatz der Flieger bei 8 Ankunft auf dem Kontinent sofort | Reibet wird und über seinen Flug ge» j 634 Mitteilung gemacht werden kann.

htounion toi Antonminifttti Lhamborlaia

L ondon, 4. Juni. Austen Cham- .Kin erlitt gestern nacht aus dem Wege % Foreign Office einen Autounsiall. Er am Gesicht und an den Händen, **4 Glassplitter verletzt, konnte aber Anlegung eines NotverbandeS im *®ital wieder entlassen werden. Das wurde durch den Zusammenstoß ^beschädigt. Irgend eine Aenderung Dispositionen des Außenministers \ wicht ein. Er verläßt heute London turien Psingsturlaub.

T41 Autounfall Austen Chamberlains ich auf dem Whitehall-Platz, wo , öraftwagenführer des Ministers, als ^twer den Fahrdamm kreuzenden Frau ^Eichen wollte, in eine Wartehalle hin- *■**)*, deren GKisscheiben in Trümmer *ton.

Keilt flnrottttrtololtreeton

Görlitz. 3. Juni. Am heutigen Frei­tag abend entlud sich über der Oberlausitz ein schweres Gewitter mit wolkenbrucharti­gem Regen und Hagelschlag. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde die Laubaner Gegend, weiter die Gemeinden Ober- und Niederschönbrunn, Schönberg usw. Der Hagelschlag dauerte über eine halbe Stunde und verwandelte die Gegend in eine Winterlandschaft. Zahlreiche Fensterscheiben sind in Trümmer gegan­gen. Die niederbrechenden Wassermassen haben auch große Ueberschwemmungen ver­ursacht.

Schwerin. 3. Juni. Heute nachmittag wurde der nördliche Teil Mecklenburgs von einem schweren Unwetter heimgesucht, das von starkem Hagelschlag begleitet war. Die Saaten sind vielfach vollständig vernichtet und die Telephonleitungen überall gestört.

Besondere Verheerungen richtete das Un­wetter in den Städten Plau, Waren. Lübz, Parchim und den umliegenden Ortschaften an. In Parchim wurden durch Hagelschloßen von der Größe eines Taubeneies fast alle Fensterscheiben eingeschlagen. Fast alle Keller und tiefergelegenen Wohnungen wurden durch wolkenbruchartigen Regen Lberi'hwemmt.

Trier, 3. Juni. Ein furchtbares Un­wetter ging über den Saargau nieder. In den Weinbergen der unteren Saar wurde die Hälfte, teilweise fast die ganze Ernte vernichtet. Auch die Fruchtsaaten haben schwer gelitten. Man rechnet mit einem Verlust von über 50 Prozent. Die Gewalt des Sturmes war so groß, daß zahlreiche Bäume entwurzelt und Häuser abgedeckt wurden. Dieses Unwetter ist das größte, von dem der Saargau in den letzten 40 Jahren heimgesucht worden ist.

„Die RöumunMage nicht aktuell"

Statt gfigtnftttau# grnnfrtW in tot Smit tot Ofltoftftieunetn

Paris, 3. Juni. In der heutigen Sitzung des Senates antwortete B r i - and auf die Frage, wann der Minister bereit fei, eine Interpellation über die Erklärungen Dr. Strefemanns zur Frage der Räumung des linken Rhein­ufers zu beantworten, er habe seiner­zeit gebeten, bis zu seiner Rückkehr aus London die Beantwortung vertagen zu dürfen. Jetzt müsse er nochmals um Vertagung ersuchen und zwar bis zu seiner Rückkehr von der Bölkerbundrats- tagung. llebrigens sei die Diskussion die­ses Themas im Augenblick ni cht mehr aktuell (!). Der Senat beschloß in diesem Sinne.

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Paris, 3. Juni. In einer nicht ge­wöhnlichen Form beschäftigt sich die Agen­tur Havas heute in einer angeblichen Korrespondenz aus London mit der Frage der Kontrolle der Nieder­legung der Ostbefestigungen. Die Auslassung hat folgenden Wortlaut:

„Obwohl offiziell die alliierten Re­gierungen Deutschland keinen Vorschlag betreffend die Nachprüfung der Nieder- leguna der Festungen an der Ostgrenze gemacht haben und obwohl man auch offi­ziell noch immer bei dem deutschen Vorschlag, der übrigens a b g e l e h nt wurde, bleibt, diese Nachprüfung durch einen neutralen Offizier vor­nehmen zu lasten, schien man sich über einen Mittelweg geeinigt zu haben, der jedermann Genugtuung geben konnte. Infolge von Besprechungen zwischen Ma­jor Durand, Oberst Gosset, den übrigen alliierten Offizieren und General von K a w e l s z hatte letzterer sich damit einverstanden erklärt, persönlich die er st er en aufzuforde rn, die Durch­führung der Verpflichtung durch Deutsch­land feststellen zu lassen. Aber als Gene­ral von Pawelsz diese Formel S t r e s e - mann unterbreitete, lehnte dieser sie a b. Die deutschen Kreise behaupten, daß, wenn die alliierten Offiziere selbst sich an Ort und Selle von dem Stand der ange­kündigten Zerstörungsarbeiten überzeu­gen werden, die Nationalisten ihre Cam­pagne gegen das deutsche Kabinett wie­der aufnehmen werden mit der Begrün­dung, daß Deutschland sich damit einver­standen erklärt habe, aufs neue die Inter­alliierte Militärkontrollkommission funk­

tionieren zu lasten, obwohl sie aufgelöst ist. Soweit ist man, und man hat nur noch einen neuen Vorschlag Deutschlands zu erwart en. Sollte das nicht der Fall sein, dann wird keine andere Alternative übrig bleiben, so be­hauptet man jetzt hier, als die Angelegen­heit vor den Völkerbund zu brin­gen. Man macht sich in London wie in Paris immer mehr klar, daß die Deut­schen zwei Arten von P o l i ti k ha­ben, eine mit den Nationalisten und der Reichswehr an der Ostgrenze, eine andere an der Westgrenze mit dem Vertrag von Locarno, und daß sie direkt durch ihre Pressestellen in London und durch ihre Propagandaorganisation beginnen, zu versuchen, Konzessionen im Westen zu er­halten, als Austausch für die Nichtaus­führung oder die unvollständige Aus­führung ihrer Verpflichtung im Osten.

Anmerkung des W.T.B.: Die vorstehend wiedergegebene Meldung der Agentur Havas, wonach General von Pawelsz sich in Besprechungen mit den technischen Sachverständigen der hiesigen Missionen, diesen gegenüber damit einverstanden er­klärt haben soll, die Sachverständigen zur persönlichen Besichtigung der zerstörten 34 Unterstände aufzufordern, ein Ange­bot, das aber vom Reichsminister Dr. Strefemann abgelehnt worden fei, entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Ganz abgesehen davon, daß die Frage, in welcher Weise die vereinbarten Zer­störungen der Unterstände verifiziert wer­den sollen, auf diplomatischem Wege zu erörtern sein wird, hat »eine Besprechung in dieser Frage zwischen Herrn General von Pawelsz, dem Sach­verständigen der Reichsregierung, und den technischen Experten der hiesigen Missionen überhaupt nicht statt- g ef u n d e n. Zu den Ausführungen, mit denen sich die Agentur Havas auf das deutsche innerpolitische Gebiet begibt, er­übrigt sich jeder Kommentar.

Die Regierungskrise in Rumänien.

ff. Bukarest, 4. Juni. Gestern wurde die Militärzensur aufgehoben. Eine Konferenz der liberalen Partei beschloß, jede Beziehung zu der Bolkspartei AvereS- cu« abzubrechen. AvereScu übermittelte dem Abgeordneten Jorga den Wunsch des Königs, Jorga wöge die Regie­rungsbildung übernehmen. >

AbmMs und franMito SeeMesorm

Don Reichstagsabgeordneten Admiral Brüninghaus.

Die Dorkonferenz für die allgemeine, im Friedensdiktat von Versailles vorgesehene Abrüstung ist wie das Hornberger Schießen verlaufen. Angesichts der nicht zu leug­nenden Tatsache, daß es an allen Ecke» und Enden der Welt brennt, daß Konflikt­stoffe in der Luft liegen, die — mutatiS mutandis — an die Zeit vor dem Welt­kriege erinnern, kein überraschendes Er­gebnis. Man wird es schließlich den Staa­ten, die es hauptsächlich angeht, nicht ver­übeln können, wenn sie bei der gespannten politischen Lage keine Luft verspüren, tat­sächlich abzurüsten und damit dem er­zwungenen Beispiel Deutschlands zu fol­gen, wie sie dies selbst in dem von ihnen verfaßten sogenannten Friedensvertrage vorgesehen haben. Nirgends mehr als in der Frage der Abrüstung tritt die ganze Hinterhältigkeit des Dersailler Diktates zu­tage. Nachdem Deutschland gefesselt am Boden liegt, nachdem Deutschlands Wehr­macht auf ein Minimum reduziert ist, denkt kein Mensch daran, abzurüsten. Ain we­nigsten Frankreich, dessen leitende Staats­männer bei jeder Gelegenheit die hehre Mission chres Landes, die Völker der Erde vor Krieg zu bewahren und ihnen die Seg­nungen einer friedlichen Kulturentwicklung zu sichern, betonen. Es ist daher immerhin lohnend, zu untersuchen, wie in Zukunft die an der Spitze einer, wie sie stets be­tont. friedlichen Zivilisation marschierende „Grande Nation" sich eben diese friedliche Weiterentwicklung denkt.

Das französische Heer befand sich seit sechs Jahren in einem Aebergangsstadium, das nunmehr mit der Verabschiedung der fünf grundlegenden Gesetze über die Wehr­macht sein Ende erreicht hat. Mit einem Schein von Recht könnte Frankreich sagen: „Ich mache Ernst mit der Abrüstung, denn ich vermindere die Aktivstärke meines Heeres um rund 10 Prozent von 695 000 auf 626 000 Köpfe." Diese Verringerung ist größtenteils eine automatische Folge der Herabsetzung der bisherigen eineinhalb- jährigen Dienstzeit auf ein Jahr. Wie auf Grund der neuen Gesetze die Heeresreform wirklich zu bewerten ist, hat ein gewiß un­verdächtiger Kronzeuge, der französische Sozialist Boncour kurz mit den Worten präzisiert: „Die Herabsetzung der Dienst­zeit, die wir vorhaben, und die notwendige Ambildung der Heeresorganisation bedeu­tet keine Herabsetzung, sondern eine Ver­stärkung der Landesverteidigung." BvnL cour trifft mit diesen Worten den Nagel auf den Kopf. 1

Die französische Armee wird sich in Zu­kunft wie folgt zusammensetzen: 29 000 Offiziere, 106 000 Kapitulanten, 240 000 weihe Mannschaften, 90 000 Nordafrikaner (braune), 85 000 Schwarze und (3 Jfe (Kv- lonialeingeborene), 19 000 Fremdenlegio- näre, 12 000 irreguläre Farbige, 45 000 Gendarmen, insgesamt 626 000 Mann.

Auf die Stärke des Kriegsheeres hat selbstverständlich die anscheinende Ver­ringerung des Friedensheeres keinerlei Einfluß. Im Mobilmachungsfalle stehen wie früher 28 ausgebildete Jahrgänge zur Derfüching. Beachtenswert ist, daß die Zahl der Kapitulanten von 76 000 auf 106 000 erhöht wird, ebenso wie die der Gendarmen von 30 000 auf 45 000. Neben der Effektivstärke des Heeres wird für die Wobilmachungsvorarbeiten eine besondere Klasse von Beamten, meistens inaktive Offiziere, geschaffen. Zur Entlastung der Truppe vom Arbeitsdienst wird die Zahl der Zivilangestellten von 12 000 auf 30000 vermehrt. Der immerhin mit der Ein­führung der einjährigen Dienstpflicht ver­bundene Nachtell soll dadurch ausgeglichen werden, daß alljährlich starke Einziehungen von Reservisten stattfinden. Für 1927 sind Reserveübungen für 210000 Mann ein­schließlich Offizieren vorgesehen,.^