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Marburger

Meiverjurldasstüher tuuchessMe)<vbechMn/-> Amtliches VerkürMgungsblatt fixe dkreisAarkug

itt Antrag der Arbetlervartet mH 367: US Stimmen abgeleW

Rom und Genf versucht ^bolschewistischen

»8, daß er in

St. 122 62. Mtfl. Marburg a. Kahn

Handelsabkommens verletzt worden, die von den Sowjet» fordern, daß sie sich feindseli­ger Schritt« oder Unternehmungen und offizieller Propaganda gegen die Einrich­tungen des britischen Reichs außerhalb der Sowjetgrenzen enthalten.

SrMche LanMeitung

Set Anzeigenpreis beträgt für den lOgefralt Zeilenmillimeter 0.08 GM^ kleine Baranzeige» 0.06 GM^ amtliche und «tu* ivärtige Anzeigen 0.10 GM. Bet schwierigem Satz sowie bei Platz« Vorschrift 50/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100/, Aug schlag. Reklamen bet Milli« 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Soldmark = Dollar.

Autounglück.

ft. Paris, 27. Mai. Bei einem Auto­unfall in Tourmont bei Poligny wurden drei Personen getötet, darunter Baron Grand Maison, der Bruder des rechts­stehenden Abgeordneten. Erne geborene Prinzessin Bourbon wurde jchwer verletzt.'

Übechessische Zeitung

wski zweifellos den Eindruck gewonnen, daß die Pariser Regierung ebenso wie in der ^Vergangenheit fortfahren wird, mit Moskau zu verhandeln. Nichts ist geändert. Ebenso wie gegenüber der Türkei und Ehina werden wir Rußland gegenüber unsere politische Linie einhalten. Immer, wenn es sich nicht um Deutschland handelt, geben wir Beweise von unserer Unabhängigkeit gegenüber England.

Die amerikanisch« Press« zur Baldwin- Rede.

Rewhork, 26. Mai. Baldwins Bruch mit Rußland bildet das Hauptthema aller Zeitungen und verdrängt sogar etwas den Strom der Nachrichten über Lindbergh. Im allgemeinen herrscht ® enugtung über den Schritt Englands, da die Bereinigten Staaten bisher die Anerkennung Rußlands ablehnten. Diese Haltung, die von manchen als Mangel an Mut gescholten wurde, er­scheint je&t gerechtfertigt und findet die un­umschränkte Zustimmung der repu­blikanischen Blätter. Auch die meisten demokratischen Zeitungen halten den Schritt Baldwins für berechtigt, falls die Schuld Rußlands wirklich erwiesen wird. Nur .Boston Daily Globe" betrachtet den Bruch als äußerst töricht, da Englands Außenhandel sehr darunter leide, während sich Deutschland ins Fäustchen lachen werde. Offenbar fürchtet das Kabinett bei den Neuwahlen die Folgen des neuen Streikgesetzentwurfes und versuche, durch einen Warnruf vor dem Kommunismus, wie 1924, die Labour Party zu schrecken.

der Brulb mit Rußland vom Unterhaus gebilligt

Amh Kanada gegen Moskau

en SbetHflW« Settimg* « yL-i sechsmal wöchentlich- Be» monatlich 2 SM. aus- ffut. Zustellmtg-gebüht, durch «T. « »OR.Rfit etwa htfolae

Der neWe Terror

Abbruch der deulich-volnischen Riederlassnagsverhandlungen?

Mn Sabre deutsches Auslands« Snstttnt

Stuttgart, 26. Mai. (WTB.) Aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Deut­schen Auslandsinstituts fand heute abend in der Liederhalle eine Festsitzung statt, an der ReichSauhenminister Dr. Stress- mann mit seinem Pressechef Dr. Zechlin, Minister Bolz als Vertreter des Staats­präsidenten, sowie die württembergischen Minister Beherle und Dr. Dehlinger, Reichsminister Dr. Külz, Reichsminister a. D. Dr. Hamm, der frühere Württemberg gische Staatspräsident Dr. Hieber. der frühere badische Staatspräsident Dr. Hell» pach, ferner Vertteter von Preußen, Bay­ern, Sachsen. Baden und anderen Ländern sowie des Reiches teilnahmen.

Rach der feierlichen Ouvertüre aus Rienzi wies Generalkonsul Dr. Wanner auf die Bedeutung des Tages hin und auf die Arbeiten des Auslandsinstituts für das deutsche Volkstum im Auslande. Er teilte mit, daß wegen besonderer Verdienste für das Deutschtum im Auslande Ehren­urkunden verliehen wurden den Herren Adolf Krohnau, dem Geschichtsschreiber des Deutschtums in Amerika, ferner Dr. Martin-Chile, G. Sapper-Guatemala, Al- fred von Bari-Antwerpen, Direktor Dr. Böhme-Mexiko, Anton Krauß aus Co­lumbia und dem Senior des Auslands­deutschtums, dem 88jÜhrigen Edmund Steinacker. Nachdem die beiden letzteren für die ihnen zuteil gewordene Ehrung gedankt und namentlich Krauß darauf hin­gewiesen hatte, daß die deutsche Aus­landspolitik die Deutschen im Ausland mit Genugtuung erfülle, ergriff nochmals Ge- ' neralkonsul Dr. Wanner das Wort um mit­zuteilen, daß einstimmig beschlossen wor­den sei, außer dem Reichspräsiden­ten in diesem Jahre noch dem Reichs­außenminister Dr. Stresemann den Deutschen Ring" als höchste Ehrung des Auslandsinstttuts für die Verdienste um das Deutschtum im Ausland zu ver­leihen. Diese Mitteilung wurde mit stür­mischer Zustimmung ausgenommen.

Mussolini tM

ff. Rom, 27. Mai. In einer Rede In her Kammer sprach Mussolini u. a. von den neu geschaffenen 17 Provinzen. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich Mussolini mit Bozen, wobei er sagte: Selbst wenn es im schlimmsten Falle in Südtirol Hunderttausende von Deutschen gibt, so ist die Brennergrenze künftig un­verletzlich (langianyaltender Beifall) und wir werden fte verteidigen, sogar mit einem Krieg, wenn nötig, sogar schon morgen." (Lebhafter Beifall.)

Pariser Presseftimm«« über den englisch» russischen Bruch.

Zu dem Borgehen der'englischen Regierung gegenüber Sowjetrutzland schreibt der ,M a - t i n: Sobald die französische Regierung eine Entdeckung ähnlicher Art wie die britische Regierung machen wird, wird sie sofort die nötigen gt> (gerungen daraus ziehen.

DasO e u 01 e schreibt England war zu schnell und zu weit gegangen in seiner Politik des Entgegenkommens gegenüber Rußland. Heute stoppt es die Maschine zurück mit einer Leberstürzung, die einiges Unbe­hagen verursacht. Es ist aber auch durchaus natürlich, daß wir uns nicht die eng­lische Auffassung zu eigen machen.

Die .Volonte" hält die Unterdrückung der kommunistischen Agition für nötig, nennt aber den Abbruch der Beziehungen und eine Beteiligung an dem Kreuzzug gegen die Sowjets ungerechtfertigt und ver­hängnisvoll.

Das .Echo de Paris" fragt: Was wird die französische Regierung tun? Aus den Unterredungen haben Tschitscherin und Rako-

sind, voraussichtlich in den nächsten Zagen abgebrochen werden. Wie verlautet, hat der Reichsautzenminister Stresemann die Absicht, anläßlich der nächsten Völker­bundsratstagung in Gens nochmals mit dem polnischen Außenminister Zalewski in persönliche Fühlungnahme zu treten, um auf diesem Wege die Verständigung, anzu­bahnen, die bei den bisherigen Warschauer Verhandlungen nicht zu erreichen war. Der Gesandte Rauscher ist, wie wir erfahren, bereits beauftragt worden, einen ausführ­lichen Bericht über den bisherigen Gang der Verhandlungen und ihren augenblick­lichen Stand auszuarbeiten, der dem Außenminister dann in Gens als Unter­lag« für seine direkten Verhandlungen mit Zaleski dienen soll.

SW.Füt etwa infolge waschtnendsfekt« odet 7^^. Ereignisse ausfallend« «Lggtt* wird Mn Ersatz ge- ytoL vertag».Dr. 5- -itzerstb, *#*4 der tlniv.-vnSdruckerei b. tb, Ang. Koch, Markt 21/23. jtaflfb«*«! Rr. 54. n. Kr. 55. «,as»«ckk»ntoi «ml Frankfurt F®. Rr. 5015, Sprechzeit M, «»MftlOB Von 1011 und r Uhr.

StenbiguHg be« kanadich-russische« Handelsabkommens.

$Haoa, 26. Mai. Die kanadisch«

Gierung beschloß die Beendigung de« unterzeichneten Handelsabkommens Rußland. Der Premierminister er- es seien gewisse Bedingungen des'

« L o u d o n, 27. Mai. Im Unterhaus rächte der Abgeordnete der Arbeiterpar-

Elyn es, gestern den angekündigten itrag seiner Partei ein, der vor dem Ab- r»ch der Beziehungen mit Rußland eine ntersuchung der gesamten Frag« rdert, Clynes erklärte, die Behauptung er Regierung über das Berhalteu Ruß- znds müsse bewiesen werden.

khamberlaiu führte in seiner Ent» rgaullg aus, der legitime Handel nt Rußland werde nicht unter­rochen werden; jedoch - ürde» russische toatsangehörige sich künftig keiner beson­ne« Vorrechte erfreuen und könnten «re rechtswidrige Tätigkeit entfalten, le Regierung wünsche den klaren Aus- nuf des Vertrauens und der Billigung, i sei kein Wort wahr an der Behaup-

Der deutsche Volksbund, die zuständige Stelle zur Wahrung der Rechte der deut­schen Minderheit in Ostoberschlesien hat, wie bereits gemeldet, dem vom Völkerbund eingesetzten Präsidenten der Gemischten Kommission, Calonder, eine umfang­reiche Denkschrift überreicht, über die un­erhörten Terrorakte der polnischen Insur­genten in Rybnik. Daß die amtlichen polnischen Stellen alles aöleugenen, war vorauszusehen. Das wird aber vermut­lich den Präsidenten Calonder, dessen Un­parteilichkeit und loyale Gesinnung be­kannt ist, nicht hindern, den Dingen auf den Grund zu gehen und gegebenenfalls aus seinen Feststellungen auch die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Deutschland hat gewiß mehr als einmal feinen guten Wil­len gezeigt, mit dem polnischen Nachbar in Frieden zu leben. Daß dies nahezu un­möglich ist, zeigen nicht nur die Vorfälle in Rybnik, sondern auch die lebhaften Kla­gen, die gerade jetzt wieder aus Polnisch- Lberschlesren über die obrigkeitlich sanktio­nierte wirtschaftliche Unterdrückung deutsch- gesinnter Arbeiter kommen. Fnzolge der Wirtschaftsdepression werden hier die Ar­beiter in Massen entlassen. Von diesen Massenentlassungen sind in erster Linie die deutschen Arbeiter betroffen. Arbeit­suchende werden bezeichnenderweise ins­besondere danach gefragt, in welche Schule ihre Kinder gehen: Ganz offen wird da­bei den Arbeitsuchenden erklärt, daß sie die Anweisung hätten, nur solche Arbeit­suchenden zu berücksichtigen, die ihre Kin­der in die polnischen Schulen schicken. Bei einer der letzten großen Arbeiterentlassun­gen in Laurahütte sind alle Funktionäre der deutschen Gewerkschaften entlassen wor­den. Wer deutsche Zeitungen lieft, bei den Kommunalwahlen auf dxr deutschen Liste kandidiert, steht auf der Proskriptionsliste.

Es wird höchste Zeit, daß sich der Völ­kerbund einmal wieder mit dieser brutalen polnischen Vergewaltigung beschäftigt.

Völliger Abbrrnch der deutsch-polnischeu Rieverll»ssuilgsvevh«ndlungcu?

Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, dürften die deutsch-polnischen Niederlassungsverhandlungen, die bisher in Warschau durch den deutschen Ge­sandten Rauscher geführt wurden und in letzter Zeit völlig ins Stocken geraten'

gttiiae, w S. Mlll 1927

Auch der Stille Ozean soll überflogen werden.

Neuyork, 25. Mai. James Dole, Mitglied des nationalen Verbandes für Luftschiffahrt, hat 25 000 Dollar für den ersten Flieger, der die Strecke zwischen der amerikanischen Küste und Hawai ohne Zwischenlandung zurücklegen wird, und 10 000 Dollar für den zweiten Flie­ger, der den Flug vollführen wird, aus­gesetzt. Es ist wahrscheinlich, daß auch Lindbergh den Versuch wagen wird.

de Pinedo an Bord eines italienischen Dampfers.

Rom. 26. Mai. Agenzia Stefani meldet aus Horta. daß nach mehreren Stunden banger Erwartung wegen des Fehlens jeder genauen Nachricht über das Flugzeug .Santa Maria" heute um 16.40 Uhr endlich gemeldet wurde, daß ein portugiesischer Schoner das Flugzeug tnS Schlepptau genommen und der italienische Dampfer .Superga" de Pinedo bei 40.07 Grad nördlicher Breite und 30 Grab westlicher Länge von dem portugtefischen Schoner an Bord genommen hat.

EuroHaflug Lindbergchs.

Paris, 26. Mai. Tie Chicago Tri­büne meldet, Lindbergh habe gestern grundsätzlich beschlossen, mit seinem Flug­zeug einen Europäfkug zu unterneh.

Große Enttäuschung über die von Lyon zurückgegebenen deutschen Ausstellungs­stücke.

Nürnberg, 25. Mai. Die vor kur­zem von der Ausstellungsleitüng von Lyon den deutschen Ausstellern auf der Lyoner Ausstellung von 1914 zurück­gegebenen Ausstellungsstücke, die einen Versicherungswert von etwa 80 000 M. hat­ten, mußten unbesehen in Kisten verpackt entgegengenommen werden. Als nun dieser Tage die 17 Kisten bei der Bayeri­schen Landesgewerbeanstalt eintrafen, er­gab sich, daß sie nicht einen einzigen der zum Teil sehr wertvollen Ausstellungs­gegenstände, sondern nur nebensächliches Ausstellungsmaterial von Nürnberg und Frankfurt a. M. enthielten. Die sofort angestellten Nachforschungen blieben bis jetzt erfolglos und man befürchtet, daß die Gegenstände bei dem seinerzeitigen Brand in Lyon vernichtet oder gar ver­steigert worden sind.

«rband zu bilde«. Die britische Re- rrsna denke nicht daran einen derartigen bolschewistischen Feldzug «inzuleite«.

Sowjetregierung habe sich unverbesfer, gezeigt. Die Nachsicht sei bi, zu einem e getrieben worden, daß ihre Fort- n« Schwäche sein würde, und die 6t";« e Regierung werde nicht länger die ortung übernehmen, diplomatische ngen aufrecht zu erhalten, die so hrdet und mißbraucht, nicht ein Werk- des Friedens seien, sondern ein Grund «euer und dauernder Erregung. (Sei» auf der Regierungsseite.)

.Satanf erklärte Lloyd George: Es lehr bedauerlich, daß die Außenpolitik England in dem wichtigsten diplomati- » Akt seit dem Kriege vom Innen- iaifterium und nicht vom Außea- ' sterium dirigiert worden ist. Der ch der diplomatischen Beziehungen l eins der riskantesten Dinge, da, je von tot Regierung ohne Ueberlegung unter» Mmen wurde. Bevor sie diesen endgül- fen Schritt unternommen, hätte die Re­gung ein oder zwei Schritte vor einem chstäudigen Abbruch der Beziehungen e müsse«. Die Regierung hat in «in ^»higes Europa diesen Zwischenfall ge- *kse«: es ist ein Sprung ins Dunkle und 'einen Strudel.

,3«m Schluß der Debatte teilte der Mi- des Znnern Javnson Hinxks mit, ' ,Me feinem Besitz eine photogra» Mt Kopie des im Kriegsamt vermißte» Raments, die im Arcosgebäude herge- «t worden fei. Sowjet-Spione seien in militärischen Hauptorten tätig gerne» besonders in Aldershot und Ports- Er kenn« die Namen und Adres-

* meisten Spione. Jetzt, da man der Ptonagetätigkeit der Handelsdelegation «r auf die Spur gekommen sei, befinde dir Regierung in der Lage zu handeln.

Antrag der Arbeiterpar» n. in dem der Abbruch der Beziehungen * Rußland bedauert und die Einsetzung *** Untersuchungsausschusses zur Prü- der bei der Arcos gefundenen Schrift- gefordert wird, wurde mit 367 ge- ** 118 Stimmen abgelehnt. ^ Antrag der Konservativen, in dem di« E^ticheidung der Regierung, di« Bezieh» M«« zur Sowjet-RegieruNg abzu- Mtn. gebilligt wird, wurde mit gegen 111 Stimmen ange-