8
S
stnzeigerfurtdasstüher kuchesslMe)<vberhessew-> Amtliches Verkündigmrgsblatt für dKreLsNarbMZ
c
aSoJ
ie
art
genaue Verpflichtungen aufzuerleaen.
Uhr,j tglanb und Frankreich würden
Herr
s e
i
Sic. 114 62. Mrg. Mnrdurg a. Lahn
nuitg »fehlt
Marburger ragtSauzelger
eteni
16 len
319}
ar, nchl
11
erster ar* if io- nial' veis- inttr
3.24
Sienstag, W17. RÄ1927
"ßtt Anzeigenpreis beträgt für bat 10 gesperlt. ZetlemnillKneter 0.08 GM^ kleine Baranzeige« 0.06 GM., amtliche und au*- WSrtige Anzeigen 0.10 GM. tkf schwierigem Sah sowie bei Platz' porschrift 50°/, Aufschlag. — Eammelanzeigen 100 •/, SIu| schlag. Reklamen der Millim. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt aK Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Sufenbung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
1 Goldmark — '/«.»Dollar.
MWrwr In MbrrWeften
Rqbnik. 16. Mai. Bei den Nach» wählen für die Gemeindevertretung ist es am Sonntag zu neuen unerhörten Gewalt» taten der polnischen Aufständischen gekommen. Nachdem am Samstag die »Polsla Zschodnia", das Organ des Woiwoden, das in Masten verteilt wurde, die Aufständischen zu Gewalttaten aufgsfordert hatte, besetzte in der Nacht zum Sonntag eine Bande von etwa 50 Aufständischen die Straße«, schlug überall die Schaufenster mit deutschen Aufschriften ein und beklebte alle Häuser mit polnischen Plakate«. Am Sonntagvormittag begann dann eine wahre Hetzjagd auf alle Deutschen. Soweit bis jetzt bekannt ist, find 20 bis 30 Personen brutal mißhandelt worden. Biele Deutsche flüchteten nach Deutsch-Oberschle- fie«. Die deutschen Stimmzettelverteiler wurde« vertrieben. Die deutschen Mitglieder Wahlkommission durften sich überhaupt «icht im Wahllokal blicken lasten. Eia junger Stimmzettelverteiler wurde zu Boden geschlagen und blieb bewußtlos liegen. Dir Polizei sah dem Treiben der polnischen Banditen tatenlos zu und begünstigte die Aufständischen sogar. Der Redakteur des „Oberschlefischen Kuriers" in Königshütte wurde Leim Verlassen des Wahllokals von Aufständischen so schwer mißhandelt, daß a« seinem Aufkommen gezweifelt wird. Bor der Wohnung des Redakteurs der „Katholischen Bolksstimme", Trunkhart, wurde eine Bombe gefunden, die nur in, folge Versagens der Zündung nicht explodiert war. Die Aufständischen setzten ihre Gewalttaten bi« zum Abend ungeniert fort.
f» „vberhef-std« Sethmg* et- ।sechsmal wöchentlich, ve-
-preis monatlich 2 SM. ast*- stließl. Zustellungsgebühr, durch ^ePostLLS GM.Für etwa infolge Streik«. Waschinendefekte oder «jaee«tatet Ereignisse ausfallende jtmnnetn wird tete Cefa# ge> wfiet. Verlag d. Dr. L Kitzervih. vmck bet Unib.-Buchdrnckerei b. geb- Aug. Koch. Markt 21/23. gern sprechet! Nr. 54. e. Nr. SS. Postscheckkonto: Amt Frankfurt
88. Nr. 5016, — Sprechzeit I# Redaktion den 10—11 eob
•fei—1 Uhr.
MM LlmötZZrlümg
Sberlimische Zeitung
Das NepMikschutzgesetz
Annahme hi erster und zwetter Lesung
Lenden
Frankreichs Staatsoberhaupt,
des schönen Tages finden, daß nur die rganifieruug einer Allianz »e Rechte sichern kann.
Seumergue und Briand in
» solche Unterstützung der englischen ina-Polittk durch Frankreich nicht ohne fische Gegenleistung sich sichern läßt, 1 dürfte der Besuch Doumergues in Lon- 88 die Interessen Deutschlands nicht ganz berührt lassen.
Der festliche Empfang.
„Die Lotarnoverirage sm- bereits veraltet
Das MW de RnriS" serderl ein MilttnrdündniS mit England
dem Bahnhof wurden die Gäste vom König begrüßt, der vom Ministerpräsidenten u nd anderen Ministern, einer Reihe von Diplomaten und hohen Offizieren begleitet war. Bom Biktoriabahnhof setzte sich der Zug nach dem Buckingham-Palast Bewegung. Im ersten Wagen hatte der König, Präsident Doumergue, der Prinz von Wales und Prinz Henry Platz genommen, im zweiten folgten Briand und der französisch: Botschafter, in den übrigen drei Wagen das englische und sran- Mische Gefolge. Bor dem Buckingham- Palast wurde der Zug durch eine Abteilung irischer Gard« empfangen.
Im Buckingham-Palast fand der feierliche Empfang durch den König statt. Kurze Zeit darauf statteten Ministerpräsident Doumergue und Briand dem Ehrenmal für die im Weltkriege Gefallenen sowie dem Grabe des unbekannten Soldaten einen Besuch ab. Am nächsten Rachmittag fand im Palast des Prinzen von Wales ein Empfang der Londoner französischen Kolonie statt, worauf sich die französischen Gäste wieder nach dem Buckingham-Palast zu dem ihnen zu Ehren vom Königspaare gegebenen Bankett begaben, an dem insgesamt 155 Personen teilnahmen, darunter sämtliche Kabinettsmitglieder, die Befehlshaber der verschiedenen Waffengattungen und eine große Anzahl von Diplomaten. Morgen wird sich Präsident Doumergue nach Oxford begeben, um dort die Ehrendoktorwürde entgegenzunehmen.
Ste Muttagcn In London
London, 15. Mai. (WTB.) Im Unterhaus« gab der In ne nm in ist er Erklärung zur ArcoS-Angelegenheit ab, in der es heißt: „Die Information, die, wie ich dem Hause bereits mitgeteilt habe, mir letzten Mittwoch vom Staatssekretär für den Krieg übersandt wurde, überzeugte mich, daß ein gewisses geheimes amtliches Dokument im Besitze einer Person ist, die in dem von der Arco- Gesellschaft besetzten Gebäude beschäftigt ist. Angesichts dieser Informatton setzte ich mich sofort mit dem Premierminister und dem Staatssekretär des Aeußern in Verbindung und ermächttgte mit ihrer Kenntnis und Zustimmung die Polizei, eine Vollmacht zu beanttagen, um das Gebäude der Arcos-Gesellschaft und der russischen Handelsgesellschaft zugleich bewohnt und int ganzen Gebäude herrscht freie Verbindung. Die Vollmacht ermächttgte daher zur Durchsuchung des Gebäudes, das von der Arcos-Gesellschaft und der russischen Handelsgesellschaft beseht ist. Die Durchsuchung wurde in sttitter Aebereinsttm- mung mit der Vollmacht durchgeführt.
Das in Frage kommende Dokument wurde «icht gefunden.
Die Polizei hat gewisse Dokument« in Besitz genommen, die in Beziehung zur Frage stehen können, und di« Untersuchung dieser Papiere ist weiterhin im Ganges Der Minister erklätt zum Schluß, er sei davon überzeugt, daß das Dokument sich im ArcoS-Gebäude befinde oder befunden habe.
Der Arbeiterführer Henderson sagte, das Haus müsse anerkennen, daß die aufgeworfenen Fragen von einer derattigen Bedeutung seien, daß es ganz unmöglich sei, sie im Wege der Frage und Antwort zu erörtern.
Lloyd George erklärte, es sei eine sehr ernst« Angelegenheit, die vielleicht
fi. Pari«. 17. Mai. Pertinax fffltmt heute tut Zusammenhang mit dem xräsidentenbesuch i« London im offiziösen . Fcho de Paris" auf die Locarno- «rträge zu spreche« und verlangt an fett« Stelle ein Militärbündnis lit England. Die Locarnover- rage. so schreibt Pertinax, seien ve- tits veraltet. Der „schwache H a m b e r l a i n- dürfte wahrscheinlich «einzige Mann im Foreign Office der a« sie mit Ueberzengung tau 61. Alle anderen Persönlichkeiten b Foreign Office hätten in den Berträ- m nur ein Mittel gesehen, um die nusche Frankreichs und die Frage seiner
Trinksprüche.
Auf dem Staatsbankett im Buckingham- Palast zu Ehren des französischen Präsidenten brachte der König einen Tri kspruch aus. in der er u. a. sagte: „Vor mehr als sechs Jahren drückte ich bei ähnlicher Gelegenheit meine Zuversicht aus, Frankreich und das britische Reich für das große Werk der Wiederherstellung in demselben Geiste gegenseitigen Vertrauens und loyaler Freundschaft zu sehen, der sie während des Krieges beherrscht hatte. Mein Vertrauen ist gerechtfertigt gewesen. Unse e Länder werden fortfahren, in der Sache des Friedens zusammenzuarbeiten. Ihr Besuch in London. Herr Präsident, ist, ein offenkundiges Zeichen der Entente cordiale, die so eng zwischen unsere« beiden Ländern besteht."
Präsident Doumergue antwortete in herzlicher Weise. Die Entente cordiale und das Bündnis während des Krieges haben zwischen Frankreich und Groß-Britannien ein unlösbares Band geschaffen, das die künftige« Geschlechter als heiliges Erbe erhalten werden. Dank dieser Entente habe sich ein internationales Werk durchführen lasten, das schon jetzt reich an Ergebnisten und reich an Aussichten ist. Morgen wie heute werden wir fortfahren, unsere Anstrengungen für die Verteidigung, für die Konsolidierung und die Organisation des Friedens zu vereinigen, um der Welt die Wiederkehr furchtbarer Erschütterungen zu ersparen.
samergue, ist gemeinsam mit dem fran» sischen Außenminister, Herrn Briand, in Adon «inge troffen. Was die französier Herren in London zu finden hoffen. 68 verschweigt der offizielle Presseappa- r. Immerhin sickert so manches durch
auf die ordentlichen Gerichte übergegangen ist. Dem Grundgedanken, der zu Dem Erlaß des AenderungSgesetzes geführt hat, entspricht eS, auch die diesem Sondergericht noch verbliebenen Zuständigkeiten in Verwaltungssachen auf diejenige Instanz zu überführen, die verfassungsmäßig zur höchstrichterlichen Entscheidung von Ver- waltunasstreitigkeiten im Reiche berufen ist. Diese Instanz ist das Reichsverwaltungsgericht. Da die gesetzgeberischen Verhandlungen über seine Errichtung zur Zett noch rm Reichsrat schweben, müssen seine Aufgaben provisorisch von einem Senat des Reichsgerichts übernommen werden. Aus diesem Grunde empfehlen wir Ihnen die Annahme des von uns eingebrachten Gesetzentwurfes in unveränderter Form.
Abg. Landsberg (Soj.) betont, seine Freunde hatten an der Schaffung des Repu- blitrschutzgesetzes mitgewirkt, weil sie ein Warnungssignal aufrichten wollten gegen diejenigen, die im Kampf gegen die Republik alle Mittel, auch das des politischen Mordes, anwenden möchten. Die Strafbestimmungen des Gesetzes seien freilich mit weit größerer Energie als gegen rechts gegen die Kommunisten angewandt worden. Nachdem jetzt die Deutschnationalen durch hren Antrag den Schutz der Republik in die Hand genommen haben, könnte man eigentlich das Republikschutzgesetz für überflüssig halten. (Heiterkeit links.) Der Redner polemisiert weiter gegen die Teutschnattonalen.
Abg. Dr. Haas (Dem.) erklärt, die Tatsache, daß die Deutschnationalen sich jetzt zu diesem Gesetz bekennen, sei von höchster politischer Bedeutung. Aus der Verlängerung des Republikschutzgesetzes müßten die Deutschnationalen jetzt endlich die Konsequenzen ziehen, daß sie ein klares uneingeschränktes Bekenntnis zur Republik ablegen.
Abg. M o l l a t h (Wirtschaft!. Vergg.) erklärt namens seiner Partei, daß sie grundsätzlich Gegner jeder Ausnahmegesetzgebung sei und bei der heuttgen tatsächlichen polittschen
(Fortsetzung siebe Seite 2J
icherheit Z« befriedigen, ohne dabei Eng- tten)
Berlin, 16. Mai. Präsident Löbe teilt bei der Eröffnung der Reichstags- Sitzung am Montag mit, daß der Entwurf des neuen Strafgesetzbuches eingegangen fei. Nun erfolgt die erste Beratung des schon veröffentttchten, von den Regierungsparteien borgelegten Entwurfs zur Verlängerung des Republikschutzgesetzes um zwei Jahre.
Abg. Dr. Scholz (Dt. Bpt.) begründet mit einer kurzen Erklärung den Entwurf. Sie lautet:
Wenn auch die tatsächlichen Verhältnisse, die zu dem Erlaß des Gesetzes geführt haben, inzwischen eine wesentliche Wendung zum Besseren erfahren haben, so ist doch ein ersatzloser Wegfall des ganzen Gesetzes aus staatspolitischen Gründen z. Zt. noch nicht möglich. Denn das Gesetz enthält auch eine Reihe von Vorschriften, die dauernde Gültigkeit behalten und darum in die ordentliche Gesetzgebung übergeführt werden müssen. Eine Prüfung der Frage, welche Einzelvorschriften des Gesetzes der Dauergesetzgebung in entsprechender Anpassung einzugliedern ober aufzuheben sein werden, ist nolwendig. Diese Prüfung ist Bei den Vorarbeiten zum neuen Strafgesetzbuch bereits in die Wege geleitet und wird bei den weiteren Beratungen dieses Gesetzentwurfes, sowie anderer Gesetzentwürfe fortgesetzt werden. Es erscheint zweckmäßig, diese Prüfung zunächst der Reichsregierung zu übertragen und ihrem Ergebnis nicht dadurch vorzugreifen, daß an den einzelnen materiellen Vorschriften des Gesetzes jetzt auf eine verhältnismäßig kurze Zett grundsätzliche Aenderungen erfolgen. Die Regierungsparteien halten deshalb eine unveränderte Verlängerung der materiellen Vorschriften des Gesetzes aus kurze Zeit für die angemessenste vorläufige Lömng.
Die Zuständiakeits- und Verfahrensvorschriften des Gesetzes sind bereits durch daS Gesetz vom 31. März 1926 grundlegend dahtn geändert worden, daß die Zuständigkeit des Staatsgerichtshofes zum Schutz« der Republik für Strafsachen
Mr den Empfang des französischen satspräsidenten Doumergue hatte fc&on ein festliches Gewand angelegt, allen öffentlichen Gebäuden, großen btels und auf vielen Privatgebäuden Men neben den englischen auch die ftan- ^ischen Farben. Die Auffahrtssttahen Schloß waren für das Publikum ge- Garde truppen bildeten auf beiden «ten der Straße Spalier. Hinter einer Men Kette von Zuschauern wurden in Staatskarossen die französischen Gäste Bahnhof zum Schloß geleitet. Dou» ^gue. freundlich lächelnd neben dem Kö- & hatte ost für Huldigungen des Volkes (danken. Fast noch stärkeres In- fte s s e zog aber Briand auf sich. $$ dem Vittoriabahnhof hatte sich be- in den frühen Mittagsstunden eine 69C Menschenmenge eingefunden. Der chnhof war prunkvoll geschmückt. Am Mnhof und auf dem Vorplatz wehten Mreiche ftanzösische Fahnen. Ein Tri- ^phbogen, ganz in den Farben der ?yen Länder gehalten, war errichtet wor- , Pünktlich gegen 3 Ahr haf der Zug 3 “ dem Präsidenten Doumergue ein. Auf
* englische Presse durch, was verdient, »chtet zu werden. Im September tritt r Dölkerbundsrat zu einer neuen Ta- p 1 ihg zusammen. Mit ziemlicher De- Ä mmtheit rechnet Paris in diesen Sep- y mbertagen mit einem offiziellen Schritt tiiä-.e tiitschlands in der Frage der Rhein- kdsräumung. Man weiß, wie sich die 5 ■?(. nstellung des offiziellen Frankreich zu — eser Frage inzwischen gestaltet hat. Man 1 !ih auch, daß in London gewisse Ten- t nzen sich nicht unfreundlich über diese 11 Asche Forderung aussprechen. Vielleicht
>rd jetzt der Besuch Doumergues in Lon- sn etwas durchsichtiger. Wenn man sich tztz krgegenwärttgt, daß England im Hinblick if seine China-Polittk auf eine Unter- feung Frankreichs angewiesen ist und