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lelflffite .Stldwrank-stnalkef
f 'S j « » • n. 15. Hal. DI- yrülunfl »,r hi Arcosgebäude gefundenen Dokumen « »arLe gestern den ganzen Tag fortgesetzt. Mehrere verborgene Facher sind noch nicht »prchiucht. Ihr Inhalt wird besonders durchforscht werden. Nach Blättermeldun- KB, machten die Detektive auf Grund ihrer Entdeckungen im Arcosgebiiude Besuche in Verschiedenen Stadtteilen. Der Minister tze» Innern Luherte seine Befr edigunq Darüber, datz die Durchsuchung durch ihr« Eregebnisse völlig gerecht, s« r t i g t s e i. Zn de« Sich-rheitsschrän, fcn wurde auch ein groher Betrag ion Ro- lw der Bank von England gefunden. Sie »erden auf ihre Echtheit geprüft.
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®enn mein sich diese Londoner Russen» JAffäre betrachtet, so bleibt )te. gleichgutkig, Wie man sich zu ihr stellt, unmerhin ein Markes Stück, das in der Geschichte der Di» Momatie und der offiziellen Beziehungen Woischen Staaten wohl selten vorkommt. Es ist SWießlich unerheblich, ob die Geschäftsräume M Londoner Arcos gemäß den Gesetzen des Wölkerrechts durch Immunität genutzt sind Wver nicht. Als die Londoner Polizei ixe ge- Wossenen Räume aufbrechen lieh, die Ange» EteHten der Arcos einer Leibesvisitation unter-
schließlich mit Knallgaegebläse die Geld» ■tönte und eisernen Tresors sprengte, da Wußte sie von vornherein, wie sich die Otoirtung
Moskau auSgeftalten mußte. Da inimer» W® zwischen Moskau und London so etwas Me ein Friedenszustand vorhanden ist, und ^Wßland schließlich, ob es nun durch die Wvroiets regiert wird oder durch einen Dc- Mrrscher aller Mussen, eine Großmacht ist, M einen nicht unerheblichen Faktor in der Weltwirtschaft bedeutet, so kann man, auch Mvrn noch so triftige Grunde für das Lor» Wehen Londons sprechen, diese po.itrsche »Geld- Mrank-Knackung" nicht anders als recht un- Lvöhnlich bezeichnen. Liegt doch in dieser staßnahme, betrachtet man sre von der psychotischen Seite, eine .Achtung" vor der »owjet-Degrerung, die in Moskau als wenig ihmeichelhast und ehrend empfunden werden Mtz. Die rücksichtslose Art der Durchfüh- >mg, die Schroffheit, mit der die Angestellten ehunlel:, ist eine Trüsk.erung Duß.a ds, c nc parallele zu dem Vorfall in Peftng, der sich • einem ganz ähnlichen Rahmen abspielte, wir diesem Gesichtspunkt aus gesehen, ist it Londoner Geldfchrank-Knackung nicht gelbe als ein Akt höchst diplomatischer Weisst zu bewerten. Da die Form verletzend •et, so muß man Wohl oder übel annehmen, aß diese Verletzung beabsichtigt war. Be- kidigungen einer anderen Ration ist aber eine Politik.
.Immerhin, man höre auch die andere Seite, ie Londoner Polizei erklärt, daß sie unum- Wßliche Beweise in Händen hätte, die die >oliti£ Moskaus England gegenüber in einem itfamen Licht erscheinen ließen. Sie belebtet, festgestellt zu haben, daß in der letzten eit im Kuriergepäck russischer Diplomaten »e größere Anzahl von Waffen nach Eng- vd eingeschmuggelt worden wären und in nn Gebäude der ArcoS ein sicheres Der- eck gefunden hätte. Da schließlich auch in Nglcnd eine kommunistische Partei sich leb- aft gebärdet, und die Abhängigkeit dieser aglischen kommunistischen Partei von Mos- lu eine feststehende Tatsache sein dürfte, so legt der Verdacht, der die Londoner Poliz« । ihrer Aktion trieb, offen auf der Hand, us Gründen der Sicherheit des Staates •ar sie daher nicht nur berechtigt, sondern ich verpflichtet, einzugreifen. 3m übrigen ‘ festzustellen, daß in den Räumen der üssischen Handelsgesellschaft und der Arcos «sächlich Waffen gefunden wurden. Da nach w Gesetzen des Völkerrechtes solche Waffen» Uhäufungen in Gebäuden diplomatischer Verklungen verboten sind, so hat Moskau auf chen Fall einen großen Teil der Vorwürfe le eS nun gegen die englische Regierung er» wt, an seine eigene Adresse zu richten.
06 der Londoner Vorfall ernste Folgen togen wird, steht dahin. Es ist möglich, R6 ne Russen auf Grund der ihnen an» Kn en Brüskierung den englisch-russischen
delsvertrag kündigen werden. Es ist aber 6ch möglich, daß sie es nicht tun werden, total vor noch nicht allzu langer Zeit durch Vermittlung englischer und amerikanischer 'kivatbanken Moskau sich eine größere Kredit, toime in London sichern tonnte. And Gew
Ak Migimg Mr Entente Scröialc
Der Mik Mr Reist SemnnumS unb SrtanM nach Lenken
ft. London, 16. Mai. Die Morgenblatter bringen zum bevorstehenden Besuch Doumergues in London in herzlichen Worten gehaltene Begrütznngsartikel.
«Daily Mail" veröffentlicht fügende Botschaft des Präsidenten an die britische Ration:
„Ich wax Minister In der Regierung der französischen Republik tut Jahre 1904, als die Bereinbarung untsrzei '>net wurde, die die Entente-Cordiale zw sch n Erohbitannien und Fran reich verwirk lichte. Es ist eine Freude für m ch, nach 23 Jahren durch einen Besuch bei Seinir Majestät König Georg V. die Festig- teil dieser Entente?» k-nstaieren
Gaston Doum^qne.
W e st m i n st e r G a z r t t fasst in einem Leit:rtikel: Die Räumnng des Rheinlandes wird schnell K einer Fra*e vo« kritischer Bedeutung. Aus reinen Zweckmäh gkeits- gründrn muh eine En scheidunq hierüber erreicht werden, und trenn auch d ese Fraee in England und F ay reich von versch ede- it#n Gesichtspunkten au, b trachtet wird, so bedeutet dies doch keine Me»- nungsvees chieve nh eit über d'e Wirkung, die ei« weiterer Aufschub habe» könnte. Str ese mann wird zweifellos g r o h e S ch w ierigkei- ten haben, wenn die Rhein Nndräumung, die in Deutschland a's natürlich: Enfwicke, lung der Locarnopolitik betrachtet wird, auf unbegrenzte Zeit verscho, b e n würde. Der un'ormelle sreundschast- liche Meinnngsaurtansch Briands mit Ehamerlains könne zu einer Berein- barung führen, und ro-nn aui Grund feier beMo^'en wird, das Rheinland zu ränmen, dann könne man diese» Besuches mit Stolz gedenken.
fk. London, 16. Mai. lieber den Besuch Doumergues und Briands in London schreibt „Daily C h r o n i c l e“ u. a„ Chamberlain und Briand hätten den Wunsch, die Stellung Strefemanns gegenüber den extrem kon
servatives Elementen in seiner Regierung zu stärken; aber Briand habe auf andere fron« zosische Ansichten als seine eigene Ansicht Rücksicht z u nehmen.
„Daily News" glaubt, datz Briand und Chamberlain die Rheinlandfrage erörtern wer- den.
„Time s" schreibt dem französischen Besuch keinerlei außergewöhnliche politische Bedeutung zu. während „Daily Telegraph" u. a. ausführt' Die britische 'Diplomatie ist gerade fetzt allzusehr in Anspruch genommen, um sich mit der neuen deutsch-französischen Krise zu'beschäftigen. Gleichzeitig wird aber Besorgnis wegen Herrn Strefemanns persönlicher Stellung empfunden. Nach Corning Post" bildet die britisch-französische Freundschaft den Eckstein der französischen Politik. Wir dürfen auch angesichts der Gefahr. die jetzt die westliche Zivilisation von Offen her bedroht, erwarten, daß Frankreich und England einsehen. daß in einer inneren Einheitsfront die beste Hoffnung aus Sicherheit liege.
Pgriser Blatter zum Loudner Besuch Briands.
Zur Reise B iands nnch London sch'e'bt „Echo de Pans"; „Die französischen und die eng.ischen Regier ngen berichteten über die drutiche Angelegenheit beinahe gleich. H n- kchtlich d« - chinesischen Frage haben sie ih e eigene Stellung eingenommen und rMrden sie nicht ändern. Allerdings blieben dann noch verschiedene P ob'eme wie z. B. die italienisch-südslawische Kontroverse, die ge- wi« eingehend geprüft und die zu nützlichen Erläuterungen Anlah geben wird. Es ist jedoch wahrscheinlich, dah die beiden Minister nur Bespreuungen allgemeiner Art halten werden."
„Oeuvre" vertritt den Standpunkt, datz bei der jetzigen Reise Briands es sich um die Notwendigkeit handelt, zu befcsti, gen. datz trotz einer begreiflichen Mei- unasverschiedenheit Frankreich und Großbritannien die Entente-Cordiale unlösbar halten.
„E a n l o i s" schreibt die erste Frage, die in London zu lösen sei, sei die Frage der Rheinlands. Auf England gestützt werde Frankreich alle Garantien die es als Borbereit-ing für eine staffelweise Zurückziehung der Besatzungstruppen aus dem Rheinland haben müsse, erlange
üluliant auf du M'lwlrlfchafA kenteren;
Ms' die Kund? kam, daß die Sowjet» regterung beschlossen habe, sich an der Genfer Weitwirtschaftskonferenz zu beteiligen, wurde sie von vielen als Symton des Willens bet Sowjets zur wirijcha.ftichen Umstellung gebeutet. Diese Deutung konnte als umfo wahrscheinlicher gelten, als an die Spitze der Sowjetdelegation Sokolnikow gestestt wurde. War doch Sokolnikow neben anderen kritisch gesinnten Sowjetnatonalökonomen im Sommer v. Is., als das Problem der Gewährung einer größeren Freiheit für das Privatkapital, infolge der Kursschwankungen der Tscherwonetz, besonders akut geworden war, damals schon für die Lockerung des Wirtschaftsregims eingetreten. So war denn auch. die Erwartung nicht unberechtigt, er werde als Abgesandter der Sowjetregierung in Genf annehmbare Kompromißvorschläge den Wirtschaftsvertretern des Auslandes machen. Es kam ganz anders. Sokolnikow erwies sich noch päpstlicher als der Papst. Während bereits in den Erklärungen Rykows, auf dem jüngsten Sowjet- Kongreß in Moskau jedem kritisch Denkenden die Angabe auffiel, die russische Industrie habe schon im laufenden Wirtschaftsjahr einen Stand von 106,6 Prozent im Vergleich mit der Vorkriegsindustrie erreicht, also diese über- Kugelt, ging Sokolnikow noch über dieses Matz hinaus und behauptete, der Wert der russischen Industrieproduktion sei von 7 Milliarden Rubel vor dem Kriege auf 8 Milliarden gestiegen und werde bald auf 8i/2 Milliarden, also auf über 120 Prozent des Friedensstandes steigen! Und das bei fortwährenden Klagen der Sewjetregierung selbst über die Verbrauchtheit der Maschinen, die Unzulänglichkeit. des Grundkapitals, die Notwendigkeit einer Ausländsanleihe! Nicht weniger erstaunlich war auch die Behauptung, der innere Konsum bet Sorojetregierung habe gleichfalls ben Friedens- stand überstiegen.
Es heitzt, datz die Kommissionen der Weltwirtschaftskonferenz sich jetzt mit all diesen Am gaben näher beschäftigen werden. Nun, die Mitglieder dieser Kommissionen brauchten sich nur das durchweg auf Sowjetguellen beruhende Material der russischen Abteilung des in der Schweiz residierenden Internatlonalen Arbeitsamtes anzusehen, um sich einen Begriff über ben Wert jener Angaben zu machen. Gerade kürzlich hat der Vorsteher dieser Abteilung, der rühmlichst bekannte russische Nationalökonom Prof. Sagorski, ein aufschlußreiches Buch in russischer Sprache unter dem Titel „Zum So- zialismus oder zum Kapitalismus?" erscheinen lassen, dem dringend gerade jetzt eine deutsche Uebersetzung zu wünschen wäre. Wir finden hier — wir wiederholen auf Grund von Sowjetguellen, die stets angegeben werden —
zuweilen stärker in die Wagschale fällt, als Prestige-Fragen, die doch imme hin nur einen relativen Wert besitzen. — wie man es gerade nimmt
Attknlmiy ftk tfefatn enteete
fk. Prag, 16. Mai. Auf der Konferenz der Außenminister der Kleinen En- tenbe wurde, wie der Berichterstatter des W. T. B. erfährt, eine möglichst günstige Entwicklung des Verhältnisses der verschiedenen Staaten der Kleinen Entente zu Deutschland als wünschenswert bezeichnet; doch wird diese Entwicklung parallel zur Entwicklung des französisch- deutschen Verhältnisses laufen. Die Kleine Entente beabsichtigt nicht, für Polen eine Rückendeckung gegen Deutschland abzugeben. In der Frage des Zusammenschlusses Oesterreichs mit Deutschland scheint es der Tschechoslowakei gelungen zu sein, bei seinen Bundesgenossen eine ablehnende Haltung durchzusetzen, die sich auch beim Völkerbund bemerkbar machen soll. In der Frage des Verhältnisses zu Ungarn nimmt Jugoslawien eine abweichende Stel* •lung von seinen Bundesgenossen ein.
Sahrchunbevtseier der Grazer Univ-rsitüt.
fk. Graz, 16. Mai. Aus Anlaß der Jahrhundertfeier der Wiedererrichtung der Grazer Uniberfität ernannte die Rechts- und skaatswifsenschastliche Fakultät zum
Ehrendoktor der Staatswissenschaft den Präsidenten des Deutschen Reiches von Hindenburg.
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Sank« mit kkimtlMkrTugung in Ctfud
ft. Berlin, 16. Mai. In dem alten historischen Saale des Fürsten-KongresseS von 1808 fand am Sonntag in Erfurt die erste große öffentliche Versammlung des preußischen Landesverbandes der Haus- und Grundbesitzer unter Vorsitz des Landtagsabgeordneten Ladendorff statt. Etwa 500 Delegierte aus allen Teilen des Landes, zahlreiche behördliche Vertreter, Parlamentarier aller bürgerlichen Parteien und der sächsische Finanzminister Dr. Wilhelm waren erschienen. Ministerialrat S n r m überbrachte die Grüße des preußischen Ministeriums des Innern. Nach verschiedenen Vorträgen begründete Reichstagsabgeordneter Dr. I ö r i s s e n einen von ihm eingebrachten Antrag auf Besei- tigung bet W o h n u n g S Zwangswirtschaft, ben er namens 1300 dem preußischen Landesverband angeschlossenen Vereine mit 300 000 Mitglieder« gestellt hat.
die Tatsache, daß die Sowjetregierung durchaus nicht imstande ist, den inneren Warenbedarf zu decken und darum sich neben ihr die zum größten Teil in Händen von Privaten befindliche Kleinindustrie behaupten kann, die über en Drittel der gesam- ten industriellen Produktion der Sowjetunion liefert. Aus dem gleichen Grund und infolge der Unzulänglichkeit des staatlichen und genossenschaftlichen Handels behauptet ferner das so arg bedrängte Privatkapital heute im- bet noch über ein Fünftel bes gesamten Han- delsumsatzes ber Union. Noch mehr: das Privatkapital bringt, begünstigt durch den anhaltenden russischen Warenhunger, auch in das monopolistisch bewachte Gebiet des Außenhandels rn. Das Volkskommissariat für ben Autzenhanbel hat im Jahre 1925 sogar eine Schrift „Der Warenschmuggel und seine Bekämpfung" herausgegeben, in der wir u. a. folgendes lesen: „Das Autzenhandelsmonopol hat einen mächtigen, erfahrenen, ausgezeichnet organisierten und reichlich finanzietten Feind, ber baju starker Sympathien bei unseren Verbrauchern im Inlande sich erfreut. Dieser Feind unterwühlt ununterbrochen und systematisch bas Monopol des Autzenhanbels. Er versucht, oft mit großem Erfolge, für sich ben Preis- untersckied zwischen bem Ausland«, und dem Inlandsmarkte auszunützen, der bank bem «utzenhanbelsmonopol entsteht. Der Rome bte» se» Feinde« ist „Schmuggel!"
Offener könnte die verderbliche Wirkung diele» Monopot, nicht «wsedmckt weite«. *