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StseoM in Senf

He«f, 10. Mai. Im JndustrieauS- i$ hielt heute vormittag

WkichOtaKSa-georOueter Dr. Lammers, rLiindSMitglied des ReichSderbandes der ttschen Industrie, eine großangelegte > mit nachhaltigem langandauerndem teil aufgenommene Rede, in der er die tderung aufstellte, daß

mit europäische Generalidee für die Duchtsächlichsten wirtschaftliche« Pro­blem«,

allem in Bezug auf Rationalisierung s Kartellierung geschaffen werde. Lam- ti führte u. a. aus: Dasamer ika- fch e W i r t s ch a f t s w u n d e r" ist ch die beispiellose Konzentration des wmi'chen Willens der Nation begrün« wobei die glückliche Behandlung des tndsmarktes unter Berücksichtigung der -frage ausschlaggebend sei. Doch glaube daß der Krieg die dortige Entwick-

stark inS Rollen gebracht und zum iitvärtigen Vorsprung gegenüber Eu- t wesentlich beigetragen hat. Die rn europäischen Nationen können I n- ierungen auf lange Sicht nicht ehmen, weil sie ihr Kapital int In ter- des Schuldendienstes schnell fruchtbar m müssen. Dazu kommt, daß der «dienst infolge der allgemeinen Geld- 8»ge nach dem Kriege teilweise eine erreichte und noch heute einhält, die

Mber der Friedenszeit durchaus anor- K. Dazu muß man die großen öf- chen Lasten rechnen, die viele euro- * Nationen als Kriegsfolge auf sich tu mußten. Lammers wandte sich seaen die Auffassung des französi-. «roeirnehmerdelegierten I o u h a u x, t praktische Vorschläge dahin gingen,

Lohnerhöhung die Kaufkraft zu he- Jouhaux habe garnicht an die Ex- kindustrie gedacht, die teuereRoh- r aus dem Auslande beziehen müsse ft', erhöhten Löhnen einen noch schwe- i Ablatz im Ausland finden müsse.

* Lohn- und das mit ihm zusam-

!phä«Aende Absatzproblem müßten «ternational behandelt werden.

Kartellfrage übergehend, be- ' auch Lammers, daß vom europäischen »punkt aus die Kartellentwicklung nne Phase darstellen könne. Die 8 ökonomischen Verhältnisse würden K wieder die Tätigkeit des einzelnen Nehmers im Vordergründe sehen w. Durch die Beseitigung wechsel­et Hemmungen würden heute die buchen Kartelle in der Produktion öiel größere Rolle spielen als in tua. Pflicht der europäischen Kar- 'ki es, nicht eigennützige M o - tltendenzen zu verfolgen, son- ttne große ökonomische Ausgabe im '16 der Völker zu erfüllen.

f Kontrolle der Kartelle durch Ar- und Konsumenten sei schwer­

lich durchzuftihreu.

^ie, Rationalisierungsfrage Mo könne sie letzten Endes nur eine Eitsteilung bedeuten. Loucheur als Voraussetzung die politische "ftit der Nation hrngestellt. ES sei ge, ob nicht die ökonomische .peil gerade die Voraussetzung für ^lirische sei. Der moderne Krieg zweifellos zu einem großen Teil Wirtschaftskrieg. Die europäischen müßten sich im Interesse der Aschen Selbstbestimmung neben der £a«n Souveränität auf die Wirt- ^ouberänität Europas gegenüber r°Ben Freunden jenseits des Meeres

der Rede Lammers' war von Bedeutung heute nur noch die * «CS

. Sowjetdelegiertcu Lepse,

d* seinerseits mit den von dem fron»

Vewerkschastsfekretär Iouhaux

Dorschlägen in ablehnender kritischer Weise auSeinandersetzte und 7*9 auf Rationalisierung , Gegenforderung der Prrstaat- **8 des vaukweseus, der Jn- ^'«strie nnd der Landwirtschaft

das einzige Mittel barstelle, um ^'chaftskrise auf allen Gebieten gleich» ^ beheben. Die Kosten einer Rational!» S allein die Arbeiterschaft tragen, h 'Vorschläge gingen ferner auf die t Durchführung des Achtstun»

Das Echicksnl der TransmonsliMr

Alle Süathjorithunetn na* RmM« undoli vcczebM

ff. Ottawa, 11. Mai. Das Marine- departement gibt bekannt, daß Anfragen bei den drahtlosen Stationen und den Leuchttürmen entlang der Küste keiner­lei Spur vo« den französische« Atlantikflieger« ergeben haben. Das Wetter an der neuschottländischen Küste ist gut und die Sicht ausgezeichnet.

Die französische und die amerikanische Neuerung haben beschlossen, an der No:d, küste des atlantischen Ozeans die Suche aufnehmen zu lasten, zu welchem Zweck be­reits 18 Zerstörer unter Dampf liegen. An Bord des einen Zerstörers befindet sich der Oberbürgermeister von Newyork unh de. Bruder des einen Fliegers. Eugen Nungester. Bon Cherbourg sich schon ein Ayiso, ein Torpedoboot, zwei Untersee­boote, sowie drei Wasserflugzeuge in See gegangen. Auch verschiedene auf der Fabrt zwischen Europa und Amerika unterregs befindliche Schnelldampfer haben Hilfe zu­gesagt.

Der Fall Nungester in der Kammer.

ff. Paris, 11. Mai. Die Interpella­tion über die falschen Nachrich ten.. betreffend den Flug Nungesser-Coli, würbe bis zum Abschluß der angestellten Unter­suchung vertagt.

Paris. 10. Mai. (WTB.) Die Ent­rüstung über die falschenNachrich- ten, die von gestern nachmittag 4 Uhr

ab über den Flug der beiden Franzosen Nungesser und Coli in Paris verbreitet wurden und die eine Erregung hervvrge- rufen haben, wie man sie nur an Tagen großer politischer Ereignisse kannte, ist allgemein. Selbst in den Wandel­gängen der Kammer ist heute nachmittag mehr über die Irreführung der öffent­lichen Meinung, als über das Arbeits­pensum gesprochen worden. Fünf Abend­blätter. die die ihnen zugegangenen Mel­dungen abgedruckt hatten, veröffentlichen heute eine Erklärung, in der sie fest­stellen, daß sie im Laufe des gestrigen Nachmittags nur Depeschen veröffentlicht haben, die durch offizielle Erklä- rungen des Handelsministeriums und des Kriegsministeriums sowie des Ministeri­ums des Innern bestätigt worden seien. Der radikaleSoir" fordert eine Unter­suchung um die Verantwortlichkeit fest­zustellen. Außerdem erllärt das Blatt, die Regierung müsse das Notwendige veran­lassen. daß nur kontrollierte Meldungen der Presse zugestellt werden.

Noch einer im «Io u r n a l" veröffent­lichten Meldung aus Rio de Janeiro sind auch die Nachforschungen nach den fran­zösischen Fliegern Saint-Roman und MounayreS bis jetzt ergebnislos verlaufen.

dentages und die staatliche Unterstützung der Arbeitslosen und Arbeitsunfähigen bis zu einem Drittelndes Lohnes. Lepse schloß feine Rede damit, daß alle Vorschläge der Genfer Konferenz zur Zusammenarbeit mit der Arbeiterschaft nur neue Opfer der Ar­beiter darstellen.

Allein der Klassenkampf

könne den Arbeitern ihr Ziel näher bringen.

Der ftanzösische Arbeitervertreter Sou» hau? betonte demgegenüber, daß die Ar­beiterschaft von der Konferenz eine Festigung der durch die Arbeiterschutzgesetzgebung ge­schaffenen Arbeitsbedingungen erwarte. Er hielt dem russischen Vertreter entgegen, daß Rußland selbst die von ihm geforderte Koalitionsfreiheit nicht ein« führe. Der Achtstundentag sei in Dotvjet- rußland gleichfalls nicht durchgeführt. Jou- haux betonte, daß ein dauernder Sieg gerade des sozialen Fortschritts nur auf dem Boden der Freiheit und der wahren sozialen Ge­rechtigkeit möglich fei.

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Englands LbinmwM

»Daily Telegraph- zur Erklärung Cham­berlains über China.

Der »Daily Telegraph" sagt in einem Leitartikel zur Erklärung Chamberlains über China, daß die Regierung bezüglich der Frage der Reparationen und Ent­schädigungen für das Nankinger Ver­brechen warten wolle, bis sich eine end- gültige chinesische Regierung gebildet habe. Dies bedeute eine Politik des Abwartens, und der Regierung werde nichts anderes übrig bleiben. Anders sei es mit der Frage der Konzessionen in Hankau und Kiukiang. Diese seien den chinesischen Ver» wattungen übergeben worden auf Grund von Zusicherungen, die niemals erfüllt wurden, und man müsse sich fragen, ob es nicht an der Zeit sei, diese Gebiete wieder zu besehen. In dieser Hinsicht habe die Politik des Abwartens nur Sinn, wenn Aussicht besteht, daß sich in abseh­barer Zeit eine örtliche chinesische Regie­rung blide, auf deren freundschaftliche Ge­sinnung zu rechnen wäre. Hierfür bestehe aber keine Aussicht.

Lor der 9rttmätbltfonltt:na

fk. London. 11. Mai. Wie der diplo­matisch« Korrespondent des »Daily Tele­graph" meldet, wird der britischen Dele­gation zur Drei-Mächte-Konferenz für die Seeabrüstung, die am 20. Juni in Genf beginnen soll, außer dem ersten Lord der Admiralität Bridgeman auch der Lord Cecil angehöre. Der Korrespondent schreibt, es bestätige sich, daß die Dele­gation auf der Konferenz Vorschläge machen werde, die mehr darauf abzielen, den Umfang der Schlachtschiffe und Kreuzer als ihre Zahl zu verringern.

Französischer Gesetzentwurf für die Be­schaffung von Hilfskreuzern.

fk. Paris. 11 .Mai. Die Regierung hat in der Kammer einen Gesetzentwurf be° tteffend die Vorbereitung der Handels­flotte und des Handelsschiffsmaterials für die Kriegszeit eingebracht.

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Reukmlung des.Einjährigen"

Berlin, 10.Mai. Wie mehrere Blät­ter melden, ist soeben ein Entwurf der »Ordnung der Schlußprüfung an den sechs- stufigen höheren Nicht-Dollanstalten" im preußischen Kultusministerium fertiggestellt worden ,der die bisherige »Einjäh­rige «"-Prüfung auf völlig neue Grundlagen stellt. In Zukunst wird die Prüfung nicht mehr von einem Ober­schulrat. sondern von dem Direktor der betreffenden Schule abgehalten werden. Für die Prüfung selber gelten eigentlich nur die gewöhnlichen Verset- zungSbestimmungen für Obersekunda. Un­ter allen Umständen soll eine Beunruhi­gung der unterrichtlichen Arbeit »nach Möglichkeit" vermieden werden und jede Ueberb'rdung der Schüler ausgeschlossen sein. Die mündliche Prüfung soll im gewöhnlichen Unterricht abgehalten wer­den und kann auch auf verschiedene Tage verteilt werden. Die schriftlichen Arbei­ten dürften nicht von der Art der üblichen Klassenarbeiten abweichen.

AM Fragt»

Die schönen, friebensburdjpulften Osterferien ber beutschen Parlamente finb nun enbgültig vorüber. Am Dienstag hat ber Reichstag feine Arbeiten roieber aufgtnommen: bie Par» lamentarier haben roieber bas Wort. Wenn b-s auch an unb für sich nicht gleichbebeutend zu fein braucht mit einer Beenbigung ber innerposttischen Ruhe Deuts hl"nbs, so stehen boch in ben nächsten Wochen im Woll-tt-Dau verschiedene Tragen zur Behandlung, beren Charakter allerlei Störungen für die in­zwischen tatsächlich eingetretene Beruhigung ber Parteileidenschaften bes deutschen Volkes ahnen läßt. Da bereits mit bem 21. Juni bas bisherige Gesetz zum Schutze ber Re tblih seine Wirkungskraft verliert, müssen sich bis dahin wohl ober übel unsere Parlamentarier einig werben, was nun geschehen soll. Be­kanntlich besteht eine gewisse Einigkeit darüber, baß bie wesentlichsten Bestimmungen bes noch zur Zeit geltenbcn Republik-Schutz- gesetzes in bas künftige neue Strafgesetzbuch Eingang finden sollen. Da jedoch die Vor­arbeiten für biefe Reform des beutschen Straf- rechts sich noch längere Zeit hinziehen werden, unb auch die parlamentarische Erledigung mit ihren Ausschußsitzungen und Lesungen an eine gewisse Dauer gebunden ist, so würden, wenn am 21. Juni keine Uebergangsbestirn- mung getroffen wird, bis zum Inkrafttreten der neuen deutschen Strafrechtsbestimmungen auch alle Bestimmungen, bie bas Republik- Schutzgesetz umspannen, in Fortfall kommen. Man bemüht sich baher in den Kreisen der Reichsregierung, ein Kompromiß zu finden, das erstens die Bedenken wegen ber Beendi­gung der Geltungsdauer des Republik-Schutz- gefetzes aufhebt, zweitens aber auch wenig- stens zu einem großen Teil den ganz berech­tigten Forderungen Rechnung trägt, die sich gegen ganz bestimmte, inzwischen veraltete Be­stimmungen des Gesetzes zum Schutze der Re­publik richten. Wie'man weiß, stehen sich bis­her in dieser Frage noch die Ansichten bet D:utschnotionalen und des Zentrums schroff gegenüber. Spricht sich boch bie erstere Par­tei ganz energisch gegen eine weitere Ver­längerung ber Geltungsbauer des Republik- Schutzgesetzes aus, während das Zentra..i die Geltungsdauer des Gesamt-Gesetzes für minde­sten-- noch zwei Jahre festgelegt haben will. Zu dielem Mein"n"-streft innerhalb ber Re- nieruno«norH''n tritt nn<h die Tatfach', daß die parlamentarische Festlegung einer Ver­längerung bes Republik-Schutzgesetzes an eine Zweidrittelmehrheit bes Reichstages gebunden ist. Es müßten also, wenn die Verlängerung .Gesetzeskraft erhalten soll, sowohl bie Deutsch- nationalen als auch die Sozialdemokraten ge­schlossen für biefe Gesetzesvorlage stimmen. Die Stellungnahme der Deutfcbnationalen haben wir skizziert. Die Sozialdemokraten sind selbstverständlich bereit, für die Ver­längerung des Republik-Schutzgesetzes einzu- treten, aber nur unter ber einzigen Voraus­setzung, daß sämtliche Bestimmungen des bis­her geltenden Gesetzes auch weiterhin in Kraft bleiben. Wie daher auf Grund dieser Ein­stellung ber Parteistandpunkte eine Zwei- brittelmehrheit bes Reichstages zustande ge­bracht werben kann, erscheint rätselhaft.

Inzwischen versucht die Deutsche Dolks- partei, wenigstens innerhalb der Regierungs- Koalition, eine gewisse Einigung über das, was werden soll, herzustellen. Der Vermitt­lungsvorschlag ber Deutschen Volkspartei geht dahin, das zur Zeit geltende Gesetz einer genauen Durchprüfung zu unterziehen, die zu­nächst einmal die veralteten Bestimmungen ausmerzen soll und nur diejenigen Gesetzes- anordnungen übriglassen will, die als wirklich notwendig befunden werden. So z. B. bie Paragraphen, die den Schutz der amtierenden Reichs-'n'ster, die Sicherheit ber geltenden Staatsform und den Schutz ihrer Hoheits- frjmbole gewährleisten. Da sich die Abneigung der Deutfchnationalen in ber Hauptsache gegen bie als ungerecht empfunbene Verbannung de» ehemaligen Kaisers richtet, und der volks- parteiliche Kompromiß-Vorschlag den foge« nennten Kaiser-Paragraphen unberücksichtigt läßt, so hoft man, ben rechten Flügel der Re- gierungskoalition für diesen Ausgleichs-Vor­schlag geromnen zu können. Die nächsten Tage werden lehren, ob ber volksparteiliche Rom»