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Berlin, 2. Mai. Di« Pressestelle der Reichsbahn teilt aus Grund der Feststellungen der Reichsbah-idireKtian Berlin mit,- daß zu dem 8. Reichssront-Soldatentag mit Sonder« Zügen 12310 Stahlhelmer und im normale» Verkehr sowie In Borzügen etwas über 45 000 Stahlhelmer in Berlin angekommen sind. Die Reichsbahn allein hat also etwas mehr als 115 000 Stahlhelm-Mitglieder befördert. Rach dieser Feststellung der Reichsbahn kann man zuverlässig die Zahl der Teilnehmer an der Kundgebung im Lustgarten auf 120 bis 130 000 Mann schätzen.

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öberhessische Zeitung

den sei, nicht bestätigt seien, über Neuengland bemerkte Flugzeug ei« Küstenflugzeug gewesen war, nach Gloucester unterwegs war.

Paris, 9. Mai. Am Sonntag früh waren in Paris die französischen Flieger Nungesser und Coli zum Fluge über den nördlichen Ozean nach Newyork aufgestie- ge". Sonntag früh 9 Uhr wurden sie über Southampton, gegen 11 Uhr über Wiftir, lang gesichtet. Seitdem fehlte jede Nach­richt über die Flieger. Heute nachmittag meldete jedoch Havas, das Flugzeug sei über Halifax (Kanada) gesichtet worden. Heute abend hat nunmehr das französische Innenministerium mitgeteilt, dah Nun­gesser und Coli heute nachmittag um 16,35 Uhr französischer Zeit etwa 200 Meter von der Freiheitsstatue entfernt in der Bucht von Newyort glücklich gelandet find. 50 amerikanische Flieger sollen de« beiden Fliegern zur Einholung entgegengeflogen sein. Kanonenschüsie hätte« den Newyor- kerv die Ankunft der Flieger gemeldet, die aber von dem am Kai versammelten Publikum wegen des dichten Nebels nicht gefichtet werden konnten.

Demgegenüber ginge« heute vormittag fol»e«de Meldungen ein:

fk. Pari» 10. Mai. Nach den letzten Me'dungen au» New York find die franzö. fischen Ozeanflieger Nungesser and Coli bis 1 Uhr nachts noch nicht gefichtet worden. Die heute früh hier vorliegenden Nach­richten beunruhigen die französische Oef- fentlichfeit um so mehr, als die gestrige Abendprefie bereits ausführlich den Ver­lauf de« Fluges und denSmpfangder Fliege» in New York fchilder. te«. (!!) Diese Nachricht hatte nicht nur die offizielle Havasaq-ntur, sondern auch die französischen Ministerien bestätigt. Zwischen der amerikanischen Botschaft in

Paris und dem französischen Auhe«mini. fter hatte bereits ein Eläckwunsch. wechsel stattgefunde«. Als gegen Mit­ternacht die Nachricht von dei- ungewifien Schicksal der Flieger eintraf, schlug di« Begeisterung der Pariser Bevölkerung, die auf dem grohen Boulevards ihrer Freude Ausdruck gab. in Empörung um. Die Zeitungen mit den Falschmeldungen wur­den auf dem Opernplatz verbrannt.

Der »Petit P a r i s i e n- Luhert sich sehr pessimistisch über das Schicksal der Flieger. Er stellt fest, dah um 9.20 Uhr französischer Zeit 40 Stunden verstrichen waren, seit dem Abfluge von Le Bonrget Man. Immerhin besteht noch die Möglich, keit, dah die beide« Flieger auf offener See vo« einem Schiff ohne Radiostation ausgenommen worden feie«. Aus Boston eingetroffenen Nachrichten besagen, dah nenn Flugzeuge aufgeftiegen seien, die französischen Flieger zu suchen, aber nach ergebnislosen Bemühungen znrückgekehrt seien. Ihre Führer erklärten, dah auf dem Ozean schweresWetter herrsche, das jeden Flug unmöglich mache.

fk. Paris, 10. Mai. Bisher ist das Schicksal de» Flugzeuges, mit dem Nun­gesser und Coli den Flug Paris-New- york durchführen wollten u « g e w i h. Heute früh 6.30 Uhr lag eine Depesche aus Washington vor, wonach das Arsenal von

Iiictfommtftar, der mit den Falschmünzern zusammen gearbeitet hat.

Tödlicher AutomobklunfaN.

sk. Laichingen (Württemberg), 10. 2Jlat. Das Auto eines MteisenhändlerS aus Neu-lllm fuhr in einer Kurve in einen Graben . Ein ILjährigeS Mädchen wurde dabet getötet, eine Frau am Kopfe schwer verletzt, ein Knabe und zwei weitere Jn- jasfen leicht verletzt.

Selten ist eine Veranstaltung in Deutschland mit so viel parteipolitischem Getöse begleitet worden, wie der Reichsfrontsoldatent^g, Sen der Stahlhelm in den letzten Tagen in Berlin veranstaltete. Die Stahlhelmleitung könnte der radikalen Linken und ihren Helfershelfern von der Asphaltdemokratie eigentlich nur dankbar fein für die wertvolle propagandisti­sche Unterstützung, die sie ihr seit Wochen durch die fortwährenden hetzerischen Angriffe ge­liehen hat. Jetzt hat allmählich der letzte Mann in Deutschland begriffen, mit welche« Mitteln der rote Rat" alismus versucht, seine vermeintliche Herrschaft In Berlin aufrecht zu erhalten. Die pure Angst war es, die die Roten veranlaßte, gegen den Frontsoldaten­tag Sturm zu laufen. Den«' sie fürchten, daß die Berliner erkennen lernen, daß es außer dem Reichsbanner und dem Roten Front- kömpferbund, die sich in Berlin breit gemacht haben, andere Organisationen auf der vater­ländischen Seite des deutschen Volkes gibt, die zwar an äußeren Getue an die roten Klaffen- Kampfverbände nicht heranreichen, ihnen aber an innerem Wert turmhoch überlegen sind.

Der Stahlhelm kann auf eine stolze Ge­schichte zurückblicken. C": ist genau nie affe anderen vaterländischen Organisationen au- ganz kleinen Anfängen heraus gewachsen. Damals als in Deutschland alles drunter und drüber ging, taten sich an verschiedener Orten ganz spontan die alten Frontsoldaten zu­sammen, um ihre Kräfte im Kampf gegen den Bolschewismus zur Verfügung zu stellen. Später fochten diese Männer bann S chulter an Schulter mit anderen Organisationen in Oberschlesien für deutsches Land gegen pol­nische Begehrlichkeit. Allmählich schloffen sich immer zahlreichere Gruppen zu dem Stahl­helm, Bund der Frontsoldaten zusammen. Eine tatkräftige und zielbewußte Führung ver­mochte es. alle widerstreitenden Interessen zu vereinigen und ein einheitliches Gebilde daraus zu formen. Schwere Zeiten brachen für den Stahlhelm herein, als nach dem Rathenau- Mord die l logen des Linksradikalismus hoch- gingen und auch der Stahlhelm für einige Monate verboten wurde. Es zeigte sich aber, dah die Macht der nationalen Idee stärker war als der Polizeibüttel. Nachdem der Stahlhelm r ieder frei werben konnte, begann feine große zahlenmäßige Ausdehnung uns feine Verbreitung über das ganze Reich. Heute steht der Stahlhelm als die stärkste Organi­sation der ehemaligen Frontkämpfer da. Mit der Zeit aber hat sich erwiesen, dah die Ziele eines reinen Frontsoldatenbundes wchl die Grundlage für die notwendige politische Arbeit der Zukunft abgeben konnten, daß sie aber auf die Dauer zu eng gesteckt waren. Denn das Frontsoldatengeschlecht wird immer älter, und die he-auwachsende Jugend verlangt gebiete­risch ihr Recht. Da nun inzwischen die außen­politische Entwicklung auch dahin geführt hat, dah der schwache. Staat der Gegenwart äugen» blicklich nicht imstande ist, eine starke D:hr- organisation zu tragen, haben sich die be­sonnenen Führer dieser Bewegung den außen- politischen Notwendigkeiten angepaßt und aus dem Wehrverband eine starke nationale Volks- beroegur gemacht, die heute immer ge­bieterischer bae Recht für sich beansprucht, in den Dingen des öffentlichen Lebens gehört zu werden. So sind die Jungen, die nicht Front­soldaten gewesen sind, allmählich als gleich- berscht' ''c Mitglieder in den Bund hinein- gewachsen.

Da« Urteil im Snhder-Prozeß.

ft. Newh 0 rk, 10. Mat. Im Suhdcr- Prozeß hat das Gericht beide Angeklagten, Frau Suhder und Gray, des Mordes für schuldig erklärt und zum Tode verurteilt.

Verhaftung einer Gelvfälscherbanve.

ft. Warschau, 10. Mai. In Krakau wurde eine große Bankuotenfälscherbande ausgedeckt ,bie ihre Tätigkeit auch in War- Idjau ausgeübt zu haben scheint. Unter den Verhafteten ' «findet sich auch ein Bo- ,

Der französische Smnslng mißglückt

Setirühitr W auf den Met Boulevards

Dienstag, ten 10. Mai iss fit ^vtzeehessifche Seiten g~ «. frM sechsmal wöchentlich. Be- monatlich 2 GM. aus- Mkjl. Zuffellnngsgebühr, durch GMHür etwa infolge gtwft», Maschinen defekt« »bet «wigniff« ausfallend« fgattt» wird kein Ersatz ge» vertag d-vr.§ -ttzervth, fiat Ni UniS^-Vuchdruckerrt b. yfc fafr Koch. Markt 21/28, prsfrrecher i Rr.. n. Rr. öS. ^stschrckkontor Amt Frankfurt l ®. St. 6016. Sprechzeit 18 Siedaktio» von 1011 und

feii Uhr.

Boston dem Marineministerium mitgeteilt habe, dah die Nachrichten, denen zufolge Nungesser über Neuengland gesichtet

Englands »iplomadscher Rückzug in China

«eine neue Nele an Sieben - NerMi auf die Konzession in Santau

Aus der heutigen Schlußsitzung des Par­teitages des rheinischen Zentrums wurde u. a. eine Entschließuung angenommen, in der die Erwartung ausgesprochen wird, daß das noch im Saargebiet befindliche Militär zurückgezogen wird. Wei­ter heißt es, der Parteitag unterstütze das berechtigte Vergangen nach Beseitigung des UeberwiegenS des französischen Elements in der Regierungskommission. Schließlich wird baldige Wiedervereinigung des Saargebietes mit Deutschland gefordert. Die Zentrumspartei der besetz­ten und gefährdeten Gebiete verlangt im Interesse der hart geprüften Bevölkerung und im Interesse einer ungestörten Fort­führung der Verständigungspolitik die endgültige Zurückziehung der Besatzung, die aber unter keinen Umstän­den erkauft werden darf durch Zusagen, die auf eine weitere Beschränkung der deutschen Souveränität hinauslaufen.

Räumung und die baldige Rückkehr des Saarlandes zu Deutschland hätten wir ein gutes Recht. Das Saarland werde wirtschaftlich verelenden, wenn es bis 1935 bon uns getrennt bleibe. Wir können un­möglich die ungeheuerliche Grenzziehung im Osten abermals garantieren und uns der Möglichkeit berauben, auf friedlichem Wege eine Aenderung herbeizuführen. Wir erwarten von der Reichsregiecung, in der Räumungsfrage entsprechend zu handeln. Neben demFiasko von Locarno" steht das Fiasko der Abrüstungs­konferenz. Wir wünschen auch die Erörterung des DaweSplanes und der Re- Parationsfrage . Der Redner streifte bann noch die Rettung des Arbeitszeitnotge­setzes durch das Zentrum und die Kou- kordatsfrage. Die Verlängerung des Republikfchutzgesetzes bezeichnete er als die dringliche Arbeit nach Wiederzusammentritt des Reichstages. Er sehe im übrigen keine Krisenluft.

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1 B«e beachtenswerte Zentrumsstimme.

9. Mai. Auf dem Partei- des rheinischen Zentrums in sprach der Vorsitzende der ReichS- M taktion, Geheimrat v. Guerard, das Zentrum in der neuen ReichS- K-tu.nSJ- Die an Locarno und Genf irrten Wünsche feien stark ent­richt worden. Auf die völlige

-chte bei der Behandlung des Nan- Zwischenfalles in erheblichem Maße den Wunsch beeinflußt sei, einer Regierung in China bei ihrer Auf- Ordnung zu schaffen, keine Ber­it zu bereiten.

3» der Einleitung zu seinen Ausfüh- M über China im Unterhaus gab Umber la in zunächst eine Darstel- *8 der Vorgänge bis zum Zusammen- ch der Hankauer Regierung und gab der rsmtng Ausdruck, daß die Zwischenfälle sNanking int wesentlichen den Zweck vbt hätten, dem nationalistischen Dene- Üsimus Tschangkaischek Schwierig- to zu bereiten. Statt dessen hätten ! Vorgänge die Kommunisten und ihre Mndischen Ratgeber bei dem Rest der »vmintang und dem übrigen China Mißkredit gebracht, was von größter Wgkeit sei. Angesichts der bedeut­en Entwicklung im nationalistischen habe die Frage der Sühne für die Finger Verbrechen ein ganz neues Ge- 4 bekommen. Die wirklich Schuldigen ® von den chinesischen Nationalisten mit einer Strenge und einer Gründ­et bestraft worden, zu der keine badische Macht imstande gewesen wäre. ! Frage der Entschädigungen und Re­gionen werde allerdings dadurch nicht Grt. Die Regierung, die aus der ge» sättigen Verwirrung im Bangtse- "iet entstehen werde, werde für die grechen an britischen Staatsangehöri« verantwortlich betrachtet werden, hierhin sprach Chamberlain die Hoff- ^8 aus, daß diese Regierung der Zukunft auslandsfeindliche Politik zu Mn einer Politik aufgeben werde, die .ter Grundlage einer von allen aus- 'blschen Mächten gebilligten vernünf- g Dertragsrevision aufzubauen sei. Er fest, daß die Mäßigung der

London, 9. Mai. (WDB.) Im Unterhaus gab der Staatssekretär des Lcheren Chamberlain heute eine !wge Erklärung über China ab, in der er io. sagte: Die nationalistische Regie- png in Hankau hat ihre beherrschende Stellung verloren. Die britische Regie- mg wäre vollauf berechtigt gewesen, die Mche Konzession in Hankau wieder zu liegen und das Abkommen als durch die tzene Handlungsweise der Regierung auf« j Hoben zu betrachten, aber nach reich-

Erwägung hat die britische Re- dnmg beschlossen, diesen Schritt gegen- ärtig nicht zu tun und sie hofft, sie auch nicht dazu gezwungen werden irb. Chamberlain ersuchte das Haus, cke Frage in großzügiger Weise zu er« Ilgen und erklärte weiter, die Regierung i zu der Entscheidung gekommen, daß es sgentoärttg nicht zweckmäßig wäre. Wen der Nankinger Verbrechen und der Meinhaltung der Bedingungen des wkauer Abkommens Sanktionen zur Wendung zu bringen, so sehr diese auch «chtigt wären. Die

pätif4e Regierung beabsichtige auch nicht, fetee weitere Note an Tfchen zu richten.

! habe« hiervon die anderen Mächte schrichtigt und hinsichtlich der Zukunft »besonders bezüglich irgendwelcher wei- tr Verbrechen sich volle Handlungsfrei« t Vorbehalten.