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Der Frontfol-aientav in Berlin

! Hebet looooo StaWrlmn zum flrotH im Lultgarleu 3m allgemeinen ruhiger Verlauf

I jm Sonnabend veranstaltete der Stahl- Mn aus Anlatz seiner Tagung im Sta- Mn einen grotzen Zapfenstreich, an wel- Mm ein Teil der in Berln einetroffenen Mchlhelmmitglieder mit den Fahnenab- Mnungen und einer Kapelle von 500 Wunkern teilnahmen. Nach dem Einmarsch je? Spielmannzüge und Musikkapelle ge­tilgte eine Reihe von Armeemärschen zum «trag. Im Anschluß daran fand der

Einmarsch der Fahnen

ch deren unabsehbare Reihe es moch- 1 wohl 1000 Fahnen sein sich in lang' Bien Marsche um das Stadion be- jflte, dessen Plätze vollständig be- tz t waren. Nach dem Fahnengrutz vor g Bundesführern fand ein von der ttirgruppe Süderdithmarschen ausgeiühr- z alt-dithmarsches Fahnenschwenken statt, $ reichen Beifall erntete. Nach dem srmarsch der Fahnen wurde ein großes Aachtenfeuerwerk veranstaltet. Es folgte k Zavfenstreich. Den Abschluß fand die aanstaltung mit dem stehend gesungenen «itschlandlied.

Sen Mittelpunkt der Etahlhelmkund« tbung bildete am Sonntag nachmittag der

Frontsoldatenappell tm Lustgarten.

ambenlang dauerte der Anmarsch mit DArrnden Fahnen und Marschmusik. Der Mtgarten sah aus wie ein Feldlager. Auf Mcksäcken, auf Zeltbahnen oder Mäntel Sgeltteett, so ruhten die alten Frontsvl- ten und die jungen Stahlhelmer nach

len konnte jedoch die Polizei die Eegen- demonstranten zerstreuen und die Ordnung bald wieder Herstellen.

Rach eine» Mitteilung des Polizeipräsi­denten wurden im ganzen an beiden Ta­gen bis Sonntag nachmittag 4 Uhr 2 5 5 Personen zangs gestellt und der politischen Abteilung des Polizeipräsi­diums eingeliefert. Bon der Schuß­waffe hat die Polizei keine« Ge­brauch gemacht.

Der »Moutagspoft" zufolge sollen bei den gestrigen Ueberfällen auf Stahlhelm­leute zwei schwer verletzt worden >1 "si- das Nir^sw-Krankenhau« sei ein Stahlhelmmann eingeliefert worden, der schwere Kopf- und Eesichtswunden aufwies und «och bewußtlos darniederliegt. In das Schöneberger Krankenhaus sei ein ehe­maliger Oberleutnant gebracht worden, der durch Messerstiche sehr schwer verletzt ist. Sein Zustand soll Hofs, u « n g s l o s sein.

Während des Marsches der Magde­burger Stahlhelmgruppe vom Potsdamer

Bahnhof nach der neuen Welt in der Hasenheide brach der 55jährige Kaufmann Wilhelm Bernhardt int Glied plötzlich zu­sammen. Ein zufällig vorübergehender Arzt leistete die erste Hilfe. Doch verstarb der Kaufmann schon nach wenigen Mi­nuten an den Folgen eines Herzschlages. Das heiße Wetter hatte eine ganze Menge von Ohnmachtsanfällen und Hitzschlägen zur Folge.

Don besonderen Fällen wird noch ge­meldet, daß in der vergangenen Nacht der Landwitt Schröter aus Sareitz bei Hannover im Osten Berlins von mehreren Männern überfallen und durch Messerstiche schwer verletzt wurde. Als seine beiden Begleiter zur Polizei eilten, fielen mehrere Schüsse. Ein Arbeiter wurde leicht am Oberschenkel verletzt. Dor demselben Haus ereignete sich ein zweiter Aeberfall auf Stahlhelmleute, wobei zwei Schüsse fielen, durch die ein Arbeiter am Bein verletzt wurde. Auf dem Bahnhof Sttahlau- Rummelsburg versuchten gegen 7 Uhr abends ein Arbeiter auf einen mit Stahl­helmleuten besetzten durchfahrenden Zug zu schießen. Die Pistole versagte. Der Täter wurde verhaftet.

Der Wortlaut der Stahlhelm'Botschaft

egen Eisenbahnfahrten und ansttengen- a Märschen, bis scharfe Signale ertönten th alle zum Antreten aufforderten. Der Hgatten war zu klein für die nach Lzeilicher Schätzung über 100000 Mn, so daß auch alle ZugangSsttaßen ch mit Massen der Windjacken besetzt sen. Beim Abschreiten der Fronten oben die Bundesführer Seldte und üsterberg und der Landesverbands- rsitzende v. Stephani mit tausend- ttnigen »Front Heil"«Rufen empfangen, wmpeten schmetterten von der Kuppel fcs Domes das Altniederländische Dank­et, das die Massen entblößten Hauptes sangen. Die Fahnen senkten sich und gedachte der toten Helden des Welt- S mit dem Liede »Ich hatt' einen Ka­tt". Dann verlasen von der Frei- Pe des alten Museums und von der eppe der erste Bundesführer Seldte der zweite Bunbesvorsitzende Düster- die

Stahlhelmbotschaft.

brausendes dreifaches Hoch auf Hland und das Absingen des chlandliedeS, das sämtliche Kapellen hielten, folgten. »Nun dankst alle erklang es von der Kuppel des Domes alle Kameraden stimmten mit ein. Abschluß der eindrucksvollen Kund­bildete der mehrere Stunden de

Vorbeimarsch vor den Bundesführern.

am Nationaldenkmal und vor dem Hause Aufftellung genommen hatten, ^ank der ausgezeichneten Maßnahmen ' Schutzpolizei und der guten Disziplin $ Frontsoldaten ist es bei dem Anmarsch ^nnenswerten Zwischenfällen nicht ge- £en. Während der Veranstaltung Mn Flugzeuge über dem Lustgarten, denen eines eine schwarz-weiß-rote °gge abwarf, die mitten unter den ; Mhelmern landete.

teef stoWmleufe schwer »er'etzt

Serie«, 9. Mai. Seiet Abmarsch * Etahlhelmgruppen vom Lustgarten * w in verschiedenen Stadtteilen zn tl*en Reibereien. Ja allen Fäl­

SBetlin, 9. Mai. Die Botschaft des Stahl­helms. die Sonntag, den 8. Mai, mittags bei der Kundgebung im Lustgarten bekannt­gegeben wurde, hat folgenden Wortlaut:

Der Stahlhelm, der Bund der schlachter­probten, unbesiegt heimgekehrten deutschen Frontsoldaten und der von ihnen zum Geiste der Wahrhaftigkeit erzogenen deutschen Jung­mannen, gibt am achten Frontsoldateistag in der Reichshauptstadt die politischen Ziele bekannt, für die zu kämpfen er sich und alle seine Kameraden verpflichtet:

Der Stahlhelm sagt den Kampf an jeder Weichlichkeit und Feigheit, die das Ehrbewuht- sein des deutschen Volkes durch Verzicht auf Wehrrecht und Wehrwillen schwächen und zer­stören will.

Der Stahlhelm erklärt, daß er den durch das Versailler.Friedensdiktat und dessen spätere Ergänzungen geschaffenen Zustand nicht aner­kennt.

Er fordert deshalb: die Anerkennung des Nationalstaates auch für alle Deutschen, die Wiederherstellung des deutschen Wehrrechtes, wirksamen Widerruf des erpreßten Kriegs- schuldbekenntniffes, die Regelung und Wieder­gutmachung der Weltkriegsschäden auf Grund der solidarischen Haftung aller für den Welt­krieg verantwortlichen Völker.

Diese Ziele dürfen bei der Durchsetzung des vertragsmäßigen Rechts auf die vorzeitige Räumung der besetzten Gebiete und bei der Berichtigung der Ostgrenzen nicht preisgegeben werden. Der Stahlhelm fordert die Wieder­anerkennung der Farben schwarz - weiß»rot. Unter dieser Flagge hat das Deutsche Reich die Zeit seiner höchsten Ehre erlebt, unter dieser Flagge hat das deutsche Volk seinen unver­gleichlichen Heldenkampf gegen die Welt von Feinden geführt. Die wirtschaftliche und soziale Not unseres Volkes ist verursacht durch den Mangel an Lebens- und Arbeitsraum. Der Stahlhelm unterstüßt jede Außenpolitik, welche dem deutschen Bevölkerungsüberschuß Sieb» lungs. und Arbeitsgebiete eröffnet und welche die kulturelle, wirtschaftliche und politische Verbindung dieser Gebiete mit dem Kern- und Mutterlands lebendig erhält. Der Stahlhelm will nicht, daß das durch feine Not zur Ver- zweiflung getriebene deutsche Volk Beute und Brandherd des Bolschewismus wird.

Der Stahlhelm bekennt sich zu der lieber» zeugung, daß die Geschicke des deutschen Vol­

kes nur durch eine starke, zur Tragung der Verantwortung willige und fähige Führung bestimmt werden dürfen. Deshalb fordert er:

Die Stärkung der Machtbefugnisse des Reichspräsidenten, die Sicherung der Wohlfahrt v^n Land und Volk gegen die Willkür parla­mentarischer Notverständigungen und Zufällig, heilen, die Schaffung eines Wahlrechtes, dessen Ergebnisse sowohl die Uebereinstimmung mit dem wahren Volksm'llen als auch die Möglich­keit echter Regierungsverantwortung gewähr­leisten. Der Stahlhelm will keine neue Partei bilden oder werden. Aber er will den staats­bürgerlichen Willen der ehemaligen ' Front­soldaten zum Ausdruck bringen. Er will, daß seine Angehörigen in allen Stellen des öffent­lichen Dienstes und der Volksvertretung von der Gemeinde-bis zum Reich die Möglichkeit und das S'ecfit maßgebender Mitarbeit er­langen. Das Recht der Frontsoldaten zu dieser Mitarbeit gründet sich auf die besondere Eignung, welche sie durch engste Verbundenheit der persönlichen Leistung mit dem schwersten Ringen des deutschen Volkes um fein Recht und feine Zukunft erworben haben.

Der Stahlhelm fordert eine Verfassung die jedem deutschen Staatsbürger verantwortlichen Anteil an dem Leben des politischen Gemein­wesens gibt, dem er eingegliedert ist. Gr fordert deshalb eine Selbstverwaltung, die sich auf die Leistung und das ihr entsprechende Recht freier Staatsbürger gründet und die jede Bevormundung ablehnt.

Ueberall, wo es sich um Ehr- und Wehr­fragen der Ration handelt, ist die starke einheitliche Reichsgewalt notwendig. Unter ihrem Schutze und unter ihrer Aussicht ge­kehrt allen Gemeinwesen das Recht ihres Eigenlebens und der dieses Eigenleben sichern­den Verfassung. Rur unter dieser Bedingung ist Friede und Wohlfahrt zwischen Reich und Ländern wie zwischen Staat und öffentlichen Körperschaften möglich.

Getreu seiner Herkunft und seiner Geschichte bekämpft der Stahlhelm alle Bestrebungen und Auffassungen, die das deutsche Volk zerklüsten wollen. Er hält das Erlebnis alter Front- kameradschast und Einigkeit hoch und will auS ihm das nationale SinheitSempfinden ent­wickeln. Er bestreitet die Berechtigung der

(Sorlketzung Rebe Gelte 2J

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. in Oldenburg

Sonnabend nachmittag unternahm der Reichspräsident eine Fahrt nach dem Spielplatz Haarenensch, wo turnerische und sportliche Veranstaltungen geboten wurden. Dabei gelangte daS sogenannte Klout- schießen auf eigene friesische Natlonalart zur Vorführung. Einer Einladung des Heimatvereins folgend fuhr der Reichsprä­sident dann nach Bad Zwischenahr weiter. Nach dem Empfang durch den Stadthaupt­mann und den Gemeindevorstand schritt der Reichspräsident die Front der vater­ländischen Verbände ab, die im Strand­park Aufstellung genommen hatten, und begab sich nach dem Bauernhaus, an dessen Herdfeuer nach einer Begrüßung durch den Heimatverein das Festspiel de Straaf auf­geführt wurde. Anschließend wurde ein Imbiß nach ammerländischer Art einge­nommen. Nachdem der Reichspräsident dann der Vorführung einiger Tänze durch Kinder in Tracht und plattdeutschen Ge- sangsvorträgen beigewohnt hatte, fuhr er nach der Stadt zurück.

War die Anwesenheit des Reichspräfi- denten am Sonnabend dem Besuch des ol- denburgischen Landes gewidmet, so galt der Sonntag dem früheren oldenburgischen Infanterie-Regiment 91, das seinen 4. Regimentsappell abhielt. Schon frühmor­gens herrschte in der Stadt ein außeror­dentlich lebhaftes Treiben. Vor dem Bahn­hof und den einzelnen Standquartieren der ehemaligen Angehörigen des Infan­terie-Regiments 91 hatten Musikkapellen Aufstellung genommen, die 91er zu empfangen. Gegen 8.30 Uhr sammelten sich die einzelnen Kompagnien zum Auf­marsch auf dem Pferdemarkt, wo der Re­gimentsappell abgehalten wurde.

Punkt 10 Uhr erschien in Begleitung des oldenburgischen Ministerpräsidenten v. Finkh, des Staatssekretärs Dr. Meißner nud des Majors von Hindenburg der Reichspräsident in GeneralSuniform, vcm dem zahlreichen Publikum begeistert be­grüßt. Darauf fand ein FeldgotteSdienst statt. Hindenburg begrüßte dann die Alt- Veteranen, worauf Generalleutnant von der Lippe ein Hoch auf den Reichsprä­sidenten ausbrachte, in das die Anwesen­den begeistert einstimmten. Unterdessen hatten die Traditionskompagnie und Me 91er Paradeaufstellung genommen. Unter den Klängen des Deutschlandliedes schritt Hindenburg die Front ab.

Sodann erfolgte der Vorbeimarsch. Als sich die erste Kompagnie der ehemaligen 91er in Zugkolonnen geordnet und Gene­ral von Hohnhorst sich an die Spitze gesetzt hatte, ging Hindenburg der Kom­pagnie entgegen und machte den Parademarsch mit.

Rach Beendigung des Parademarsches fuhr Hindenburg zur Wohnung des Mi­nisterpräsidenten, von wo er sich nach dem Offiziersheim zu einem einfachen Früh­stück begab.

fk. Oldenburg, S. Mai. Bei dem am Sonntag abend von der Stadt Olden­burg gegebenen Festmahl hielt Oberbürger­meister Dr. G ö r l i z eine kurze Ansprache und brachte ein Hoch aus auf den Reichs­präsidenten, dem Ehrenbürger dec Stadt Oldenburg. Reichspräsident v. Hinden­burg sprach darauf seinen Dank für den Empfang aus, den ihm die Stadt Bereitet habe. Um 10 Uhr abends brachten die vereinigten Männergesangvereine der Stadt verschiedene Lieder zum Vortrag. In sei­nen DankeSworten forderte der Reichsprä­sident auf, dazu beizutragen, daß in Deutschland das Ziel der Einheit erreicht werde, die uns allein vorwärts Bringe. Darauf verabschiedete sich der Reichhpräft- Bent und fuhr unter dem Jubel der Be­völkerung nach seinem Quartier zurück.

Der Reichspräsident i« Wilhelmshaven.

ft. Wilhelmshaven, 9. Mai. Der Herr Reichspräsident von Hindenburg ist heute vormittag 9.30 Uhr in Wilhelms­haven eingetroffen. Auf dem Bahnsteig erfolgte durch Reichswehrminister Geßler, dem Chef der Marineleitunö Admiral Zenker, dem Stationschef Vizeadmiral Bauer, dem FestungSkommandanten, so­wie dem Oberbürgermeister don Wilhelms­haven und Rüstringen der Empfang. Rach Abjchretten der Front der Ehrenkompagnie fuhr der Reichspräsident, don der Bevöl­kerung herzlich begrüßt, zur edangelischen Garnisonkirche, durch die ein turier Rund- gang unternommen wurde.