ffitntog.
ite ». Rat 1927
M Bettung* w
stchsmal wScheutlich.
•öitatllcb 2 GM. «u* SjfrfL gadtawtflifltWt, durch SStZSH SM^ür ettrxr tafelgt gtgflfc MafchMen defekt« »btt <|oeWfem Lretgntff« atKfaCettlx Iteenw» wird feta Ersatz ge» yt*. verlaq». Dr. 5 Hthervlh, ffgt ta Untv.-Vuchbrurkt«i v. m, «eg. Koch. Mar» 21/23. genfta«*«? Rr. 64. b. Mr. 66. «pstschtchkonto: «*t Frankfurt St 6016. — Sprechzeit u, ektatttoe don 16—11 wo»
1,1—1 U»c.
öbevhMfche
***** /■ iHA ***
IwtawNtt / ■ ■ ■ MttaMN
Sir. 107 62. Mrs. Marburg a. Laba
Ver Anzeigenpreis beträgt fär de» 10 gespalt. Ztllenmillimeter 0.08 SM, kleine Baranzeigei« 0.06 GM., amtlich« und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie tat Platz» Vorschrift 60«/, Aufschlag. — Gammelanzeigen 100 •/, Aust schlag. Reklamen der Milli» 0,40 GM. Jeder Rabatt güt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Eo» füllungsort Marburg.
1 Goldmark --- Dollar.
DzeigerjuridasMev kmhessMelGberhesserps Amtliches Verkündigungsdlaü füs dkreisNarbmg
Der Frontfol-aientav in Berlin
! Hebet looooo StaWrlmn zum flrotH im Lultgarleu — 3m allgemeinen ruhiger Verlauf
I jm Sonnabend veranstaltete der Stahl- Mn aus Anlatz seiner Tagung im Sta- Mn einen grotzen Zapfenstreich, an wel- Mm ein Teil der in Berln einetroffenen Mchlhelmmitglieder mit den Fahnenab- Mnungen und einer Kapelle von 500 Wunkern teilnahmen. Nach dem Einmarsch je? Spielmannzüge und Musikkapelle getilgte eine Reihe von Armeemärschen zum «trag. Im Anschluß daran fand der
Einmarsch der Fahnen
ch deren unabsehbare Reihe — es moch- 1 wohl 1000 Fahnen sein — sich in lang' Bien Marsche um das Stadion be- jflte, dessen Plätze vollständig be- tz t waren. Nach dem Fahnengrutz vor g Bundesführern fand ein von der ttirgruppe Süderdithmarschen ausgeiühr- z alt-dithmarsches Fahnenschwenken statt, $ reichen Beifall erntete. Nach dem srmarsch der Fahnen wurde ein großes Aachtenfeuerwerk veranstaltet. Es folgte k Zavfenstreich. Den Abschluß fand die aanstaltung mit dem stehend gesungenen «itschlandlied.
Sen Mittelpunkt der Etahlhelmkund« tbung bildete am Sonntag nachmittag der
Frontsoldatenappell tm Lustgarten.
ambenlang dauerte der Anmarsch mit DArrnden Fahnen und Marschmusik. Der Mtgarten sah aus wie ein Feldlager. Auf Mcksäcken, auf Zeltbahnen oder Mäntel Sgeltteett, so ruhten die alten Frontsvl- ten und die jungen Stahlhelmer nach
len konnte jedoch die Polizei die Eegen- demonstranten zerstreuen und die Ordnung bald wieder Herstellen.
Rach eine» Mitteilung des Polizeipräsidenten wurden im ganzen an beiden Tagen bis Sonntag nachmittag 4 Uhr 2 5 5 Personen zangs gestellt und der politischen Abteilung des Polizeipräsidiums eingeliefert. Bon der Schußwaffe hat die Polizei keine« Gebrauch gemacht.
Der »Moutagspoft" zufolge sollen bei den gestrigen Ueberfällen auf Stahlhelmleute zwei schwer verletzt worden >1 "si- das Nir^sw-Krankenhau« sei ein Stahlhelmmann eingeliefert worden, der schwere Kopf- und Eesichtswunden aufwies und «och bewußtlos darniederliegt. In das Schöneberger Krankenhaus sei ein ehemaliger Oberleutnant gebracht worden, der durch Messerstiche sehr schwer verletzt ist. Sein Zustand soll Hofs, u « n g s l o s sein.
Während des Marsches der Magdeburger Stahlhelmgruppe vom Potsdamer
Bahnhof nach der neuen Welt in der Hasenheide brach der 55jährige Kaufmann Wilhelm Bernhardt int Glied plötzlich zusammen. Ein zufällig vorübergehender Arzt leistete die erste Hilfe. Doch verstarb der Kaufmann schon nach wenigen Minuten an den Folgen eines Herzschlages. Das heiße Wetter hatte eine ganze Menge von Ohnmachtsanfällen und Hitzschlägen zur Folge.
Don besonderen Fällen wird noch gemeldet, daß in der vergangenen Nacht der Landwitt Schröter aus Sareitz bei Hannover im Osten Berlins von mehreren Männern überfallen und durch Messerstiche schwer verletzt wurde. Als seine beiden Begleiter zur Polizei eilten, fielen mehrere Schüsse. Ein Arbeiter wurde leicht am Oberschenkel verletzt. Dor demselben Haus ereignete sich ein zweiter Aeberfall auf Stahlhelmleute, wobei zwei Schüsse fielen, durch die ein Arbeiter am Bein verletzt wurde. Auf dem Bahnhof Sttahlau- Rummelsburg versuchten gegen 7 Uhr abends ein Arbeiter auf einen mit Stahlhelmleuten besetzten durchfahrenden Zug zu schießen. Die Pistole versagte. Der Täter wurde verhaftet.
Der Wortlaut der Stahlhelm'Botschaft
egen Eisenbahnfahrten und ansttengen- a Märschen, bis scharfe Signale ertönten th alle zum Antreten aufforderten. Der Hgatten war zu klein für die — nach Lzeilicher Schätzung — über 100000 Mn, so daß auch alle ZugangSsttaßen ch mit Massen der Windjacken besetzt sen. Beim Abschreiten der Fronten oben die Bundesführer Seldte und üsterberg und der Landesverbands- rsitzende v. Stephani mit tausend- ttnigen »Front Heil"«Rufen empfangen, wmpeten schmetterten von der Kuppel fcs Domes das Altniederländische Danket, das die Massen entblößten Hauptes sangen. Die Fahnen senkten sich und gedachte der toten Helden des Welt- S mit dem Liede »Ich hatt' einen Katt". Dann verlasen von der Frei- Pe des alten Museums und von der eppe der erste Bundesführer Seldte der zweite Bunbesvorsitzende Düster- die
Stahlhelmbotschaft.
brausendes dreifaches Hoch auf Hland und das Absingen des chlandliedeS, das sämtliche Kapellen hielten, folgten. »Nun dankst alle “ erklang es von der Kuppel des Domes alle Kameraden stimmten mit ein. Abschluß der eindrucksvollen Kundbildete der mehrere Stunden de
Vorbeimarsch vor den Bundesführern.
am Nationaldenkmal und vor dem Hause Aufftellung genommen hatten, ^ank der ausgezeichneten Maßnahmen ' Schutzpolizei und der guten Disziplin $ Frontsoldaten ist es bei dem Anmarsch ^nnenswerten Zwischenfällen nicht ge- ”£en. Während der Veranstaltung Mn Flugzeuge über dem Lustgarten, ■ denen eines eine schwarz-weiß-rote °gge abwarf, die mitten unter den ; Mhelmern landete.
teef stoWmleufe schwer »er'etzt
Serie«, 9. Mai. Seiet Abmarsch * Etahlhelmgruppen vom Lustgarten * w in verschiedenen Stadtteilen zn tl*en Reibereien. Ja allen Fäl
SBetlin, 9. Mai. Die Botschaft des Stahlhelms. die Sonntag, den 8. Mai, mittags bei der Kundgebung im Lustgarten bekanntgegeben wurde, hat folgenden Wortlaut:
„Der Stahlhelm, der Bund der schlachterprobten, unbesiegt heimgekehrten deutschen Frontsoldaten und der von ihnen zum Geiste der Wahrhaftigkeit erzogenen deutschen Jungmannen, gibt am achten Frontsoldateistag in der Reichshauptstadt die politischen Ziele bekannt, für die zu kämpfen er sich und alle seine Kameraden verpflichtet:
Der Stahlhelm sagt den Kampf an jeder Weichlichkeit und Feigheit, die das Ehrbewuht- sein des deutschen Volkes durch Verzicht auf Wehrrecht und Wehrwillen schwächen und zerstören will.
Der Stahlhelm erklärt, daß er den durch das Versailler.Friedensdiktat und dessen spätere Ergänzungen geschaffenen Zustand nicht anerkennt.
Er fordert deshalb: die Anerkennung des Nationalstaates auch für alle Deutschen, die Wiederherstellung des deutschen Wehrrechtes, wirksamen Widerruf des erpreßten Kriegs- schuldbekenntniffes, die Regelung und Wiedergutmachung der Weltkriegsschäden auf Grund der solidarischen Haftung aller für den Weltkrieg verantwortlichen Völker.
Diese Ziele dürfen bei der Durchsetzung des vertragsmäßigen Rechts auf die vorzeitige Räumung der besetzten Gebiete und bei der Berichtigung der Ostgrenzen nicht preisgegeben werden. Der Stahlhelm fordert die Wiederanerkennung der Farben schwarz - weiß»rot. Unter dieser Flagge hat das Deutsche Reich die Zeit seiner höchsten Ehre erlebt, unter dieser Flagge hat das deutsche Volk seinen unvergleichlichen Heldenkampf gegen die Welt von Feinden geführt. Die wirtschaftliche und soziale Not unseres Volkes ist verursacht durch den Mangel an Lebens- und Arbeitsraum. Der Stahlhelm unterstüßt jede Außenpolitik, welche dem deutschen Bevölkerungsüberschuß Sieb» lungs. und Arbeitsgebiete eröffnet und welche die kulturelle, wirtschaftliche und politische Verbindung dieser Gebiete mit dem Kern- und Mutterlands lebendig erhält. Der Stahlhelm will nicht, daß das durch feine Not zur Ver- zweiflung getriebene deutsche Volk Beute und Brandherd des Bolschewismus wird.
Der Stahlhelm bekennt sich zu der lieber» zeugung, daß die Geschicke des deutschen Vol
kes nur durch eine starke, zur Tragung der Verantwortung willige und fähige Führung bestimmt werden dürfen. Deshalb fordert er:
Die Stärkung der Machtbefugnisse des Reichspräsidenten, die Sicherung der Wohlfahrt v^n Land und Volk gegen die Willkür parlamentarischer Notverständigungen und Zufällig, heilen, die Schaffung eines Wahlrechtes, dessen Ergebnisse sowohl die Uebereinstimmung mit dem wahren Volksm'llen als auch die Möglichkeit echter Regierungsverantwortung gewährleisten. Der Stahlhelm will keine neue Partei bilden oder werden. Aber er will den staatsbürgerlichen Willen der ehemaligen ' Frontsoldaten zum Ausdruck bringen. Er will, daß seine Angehörigen in allen Stellen des öffentlichen Dienstes und der Volksvertretung von der Gemeinde-bis zum Reich die Möglichkeit und das S'ecfit maßgebender Mitarbeit erlangen. Das Recht der Frontsoldaten zu dieser Mitarbeit gründet sich auf die besondere Eignung, welche sie durch engste Verbundenheit der persönlichen Leistung mit dem schwersten Ringen des deutschen Volkes um fein Recht und feine Zukunft erworben haben.
Der Stahlhelm fordert eine Verfassung die jedem deutschen Staatsbürger verantwortlichen Anteil an dem Leben des politischen Gemeinwesens gibt, dem er eingegliedert ist. Gr fordert deshalb eine Selbstverwaltung, die sich auf die Leistung und das ihr entsprechende Recht freier Staatsbürger gründet und die jede Bevormundung ablehnt.
Ueberall, wo es sich um Ehr- und Wehrfragen der Ration handelt, ist die starke einheitliche Reichsgewalt notwendig. Unter ihrem Schutze und unter ihrer Aussicht gekehrt allen Gemeinwesen das Recht ihres Eigenlebens und der dieses Eigenleben sichernden Verfassung. Rur unter dieser Bedingung ist Friede und Wohlfahrt zwischen Reich und Ländern wie zwischen Staat und öffentlichen Körperschaften möglich.
Getreu seiner Herkunft und seiner Geschichte bekämpft der Stahlhelm alle Bestrebungen und Auffassungen, die das deutsche Volk zerklüsten wollen. Er hält das Erlebnis alter Front- kameradschast und Einigkeit hoch und will auS ihm das nationale SinheitSempfinden entwickeln. Er bestreitet die Berechtigung der
(Sorlketzung Rebe Gelte 2J
Skk NrWvkMkni
. in Oldenburg
Sonnabend nachmittag unternahm der Reichspräsident eine Fahrt nach dem Spielplatz Haarenensch, wo turnerische und sportliche Veranstaltungen geboten wurden. Dabei gelangte daS sogenannte Klout- schießen auf eigene friesische Natlonalart zur Vorführung. Einer Einladung des Heimatvereins folgend fuhr der Reichspräsident dann nach Bad Zwischenahr weiter. Nach dem Empfang durch den Stadthauptmann und den Gemeindevorstand schritt der Reichspräsident die Front der vaterländischen Verbände ab, die im Strandpark Aufstellung genommen hatten, und begab sich nach dem Bauernhaus, an dessen Herdfeuer nach einer Begrüßung durch den Heimatverein das Festspiel de Straaf aufgeführt wurde. Anschließend wurde ein Imbiß nach ammerländischer Art eingenommen. Nachdem der Reichspräsident dann der Vorführung einiger Tänze durch Kinder in Tracht und plattdeutschen Ge- sangsvorträgen beigewohnt hatte, fuhr er nach der Stadt zurück.
War die Anwesenheit des Reichspräfi- denten am Sonnabend dem Besuch des ol- denburgischen Landes gewidmet, so galt der Sonntag dem früheren oldenburgischen Infanterie-Regiment 91, das seinen 4. Regimentsappell abhielt. Schon frühmorgens herrschte in der Stadt ein außerordentlich lebhaftes Treiben. Vor dem Bahnhof und den einzelnen Standquartieren der ehemaligen Angehörigen des Infanterie-Regiments 91 hatten Musikkapellen Aufstellung genommen, die 91er zu empfangen. Gegen 8.30 Uhr sammelten sich die einzelnen Kompagnien zum Aufmarsch auf dem Pferdemarkt, wo der Regimentsappell abgehalten wurde.
Punkt 10 Uhr erschien in Begleitung des oldenburgischen Ministerpräsidenten v. Finkh, des Staatssekretärs Dr. Meißner nud des Majors von Hindenburg der Reichspräsident in GeneralSuniform, vcm dem zahlreichen Publikum begeistert begrüßt. Darauf fand ein FeldgotteSdienst statt. Hindenburg begrüßte dann die Alt- Veteranen, worauf Generalleutnant von der Lippe ein Hoch auf den Reichspräsidenten ausbrachte, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Unterdessen hatten die Traditionskompagnie und Me 91er Paradeaufstellung genommen. Unter den Klängen des Deutschlandliedes schritt Hindenburg die Front ab.
Sodann erfolgte der Vorbeimarsch. Als sich die erste Kompagnie der ehemaligen 91er in Zugkolonnen geordnet und General von Hohnhorst sich an die Spitze gesetzt hatte, ging Hindenburg der Kompagnie entgegen und machte den Parademarsch mit.
Rach Beendigung des Parademarsches fuhr Hindenburg zur Wohnung des Ministerpräsidenten, von wo er sich nach dem Offiziersheim zu einem einfachen Frühstück begab.
fk. Oldenburg, S. Mai. Bei dem am Sonntag abend von der Stadt Oldenburg gegebenen Festmahl hielt Oberbürgermeister Dr. G ö r l i z eine kurze Ansprache und brachte ein Hoch aus auf den Reichspräsidenten, dem Ehrenbürger dec Stadt Oldenburg. Reichspräsident v. Hindenburg sprach darauf seinen Dank für den Empfang aus, den ihm die Stadt Bereitet habe. Um 10 Uhr abends brachten die vereinigten Männergesangvereine der Stadt verschiedene Lieder zum Vortrag. In seinen DankeSworten forderte der Reichspräsident auf, dazu beizutragen, daß in Deutschland das Ziel der Einheit erreicht werde, die uns allein vorwärts Bringe. Darauf verabschiedete sich der Reichhpräft- Bent und fuhr unter dem Jubel der Bevölkerung nach seinem Quartier zurück.
Der Reichspräsident i« Wilhelmshaven.
ft. Wilhelmshaven, 9. Mai. Der Herr Reichspräsident von Hindenburg ist heute vormittag 9.30 Uhr in Wilhelmshaven eingetroffen. Auf dem Bahnsteig erfolgte durch Reichswehrminister Geßler, dem Chef der Marineleitunö Admiral Zenker, dem Stationschef Vizeadmiral Bauer, dem FestungSkommandanten, sowie dem Oberbürgermeister don Wilhelmshaven und Rüstringen der Empfang. Rach Abjchretten der Front der Ehrenkompagnie fuhr der Reichspräsident, don der Bevölkerung herzlich begrüßt, zur edangelischen Garnisonkirche, durch die ein turier Rund- gang unternommen wurde.