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Marburger rageSanzeiger
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Tet Anzdgenprct« beträgt fftt den lOgespalt. Zetlemawüneter 0.08 SM, kleine Satanzcig« 0.06 GM, amtlich« und auswärtige Anzeigen 0.10 SM. »d schwierigem Sah sowie bd Platz. Vorschrift SO«/, Aufschlag. — Sammeianzeigen 100 */, Autz schlag. Reklamen der Milkt«. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt als Varrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« Verden berechnet, ebenso Auskunft durch di« Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Ce- , süllungsort Marburg.
t Soldmark = '/«.«Dollar. i
l kam wiederum zu Schiebereien tzen einem englische« Kanonenboot den Chinesen in der Nähe von Nan- . Der sowjetrussische Konsul in Schang- hat sich infolge der bolschewistenfeind- i Entwicklung nach Hankau begeben.
■ Ne Aatworinoie an Mg
i 2 o n b o n, 29. Avril. Nachdem die ame- »iiche Negierung sich gegen die Absendung p gemeinsamen Note der Mächte an China »svrochen bat, bat nunmebr auch Japan derartige Rote abgelehnt. Sn Baris ver- ki. dah England auch ohne Unter- ™e durch die anderen Mächte in China i durchgreifen will.
ilommunistische Bewegung in Hona«.
. London. 29. April. „Daily meldet aus Schanghai: Die '«unistische Bewegung befin.
Gegen -ie NerUn-igungspolttik Gne bemerkemwerle Msseftlmmr zum WegrammweM SIresemmm-Nriaub
öberhessische Fettung
Schwere Riederlage drr Saukautruvven
lenbon, 28. April. Nach Meldungen, au» Kiukiang in Schangbai eingetrof- fiud, soll das Gros der Armee Tschangkai. H die Sankau-Truvven 20 Meilen ich von Kiukiang schwer geschlagen en. Die geschlagenen Truppen sollen in lliger Auflösung den Rückzug
„Der Fehler BriandS ist. mit der Begründung zu arbeiten und so zu handeln, als wenn Deutschland sich in gleichem Geisteszustand befände. Der Fried« ist für Deutschland nur ein Mittel, Konzessionen zu erhalten, ein Mittel, seine Verantwortlichkeit und sein Unrecht in Vergessenheit zu bringen, ein Mittel, seine Niederlage zu verwischen. So wünschenswert auch korrekte Beziehungen mit Deutschland sind, so bedauerlich sind Abkommen, bei denen wir alle Kosten tragen müssen. Die Ereignisse haben uns seit einigen Wochen Gelegenheit gegeben, unsere Politik zu revidieren. Der von Briand unternommene Versuch hat nur zu lange gedauert. Er ist demonstrativ. Deutschland ist keineswegs zu der Annäherung bereit, die Briand ins Auge gefaßt hatte. Alle unsere Interessen und unsere Geschichte in den letzten zehn Jahren zeigen uns. daß der Friede im Westen nur dnrcheine englisch, französische Verständigung möglich ist. was auch den Kampf gegen den Bolschewismus und die Möglichkeit einer eingehenden Nachprüfung unserer auswärtigen Lage gebietet. Der Augenblick ist also nicht geeignet, sich dem DeutschenReichzuzuwen« den, das mit Sowjettußland ein dunkles Spiel tteibt, dessen Absichten uns keineswegs günsttg sind und dessen Folgen für uns unheilbringend sein können."
bar oder unmittelbar beeinträchtigt wer. den und daß nichts festgesetzt wird, was geeignet ist. den konfessionellen Frieden zu stören. Kirchenpräsident Dr. von Merz gab namens her Kirchenleitung eine Erklärung ab, wonach diese die württember- gische Staatsregierung bittet dahin zu wirken, daß die Frage eines Reichskonkor- daes bald dergestalt ihre Lösung findet, daß der Beunruhigung des evangelischen Volksterles ein Ende gemacht wird.
Zu dem Telegramm, das Außenminister Briand an Reichsaußenminister Dr. Strese- mann richtete und in dem er die letzten beiden Jahre seiner Tätigkeit als die fruchtbringendsten bezeichnet hat, was bedeute, daß er sich glücklich schätzt, im In- teresse des europäischen Friedens mit dem verantwortlichen Leiter der deutschen Außenpolitik unter gleichen Bedingungen arbeiten zu können, glaubt das „Journal des Debats" feststellen zu müssen.
Seine Teilnahme Ruß'anbs an tet WeliwittiwaMonletenz
Rigg, 28. April. Wie aus Moskau gemeldet wird, beschloß der Rat der Volkskommissare in einer Sondersitzung zu der Frage der Beteiligung der Sowjet-Union an der Weltwirtschaftskonferenz nach eingehendem Bericht Litwinows, daß die Benachrichtigung des Generalsekretariats des Völkerbundes, wie sie in den europäischen Zeitungen veröffentlicht worden ist, nicht genüge, um die Teilnahme der Sowjetunion »u gewährleisten. Falls bis Sonn- abend dieser Woche eine neue Einladung in Moskau nicht eintreffe, werde die Sowjet-Union sich nicht an der Konferenz beteilig en.
Der russische Botschafter Krestinski begibt sich in der nächsten Woche wieder nach Berlin. In ausländischen diplomatt- schen Kreisen verlautet, daß innerhalb der Partei in Moskau die Meinungen über eine Beteiligung der Sowjet-Union an der Weltwirtschaftskonferen'z geteilt seien. Während Radek sich gegen eine Beteiligung ausspreche, bestehe Stalin auf der Entsendung eines Beobachters. ... . ,
italienische Kriegsvorbereitungen.
^«boe, 29. Avril, lieber angebliche «Mk Kriegsvorbereitungen an der jüd- Sterne werden in der südslawischen ' «tene Aufsehen erregende Nachrichten "***■ Das ganze Gebiet stehe unter dem ^»«gszustaud. Selbst die kleinste Ort- J*' Bit faschistischer Miliz belegt. Das * werde befestigt, strategische Streben ^»-«elegt, Bahnhöfe würden vergröbert
Paris, 28 .April. (WTB.) Reichs- Minister des Auswärtigen Dr. Str ese- mann hat an Minister Briand an- W seines 25jährigen parlamentarischen Jubiläums folgendes Telegramm gerichtet:
Sehr geehrter Herr Briand! An dem heutigen Tage, an dem es Ihnen beschie- den ist. auf 25 Jahre eines an Ehren reichen politischen Lebens zurückblicken, übersende ich Ihnen meine aufrichtigen Glückwünsche und spreche die Hoffnung aus, dah Ihnen noch viele glückliche Jahre fruchtbringender Tätigkeit beschieden sein mögen.
Minister des Aeußeren Briand hat Reichsminister Dr. Streseman n mit folgendem Telegramm geantwortet:
Sehr gerührt von Ihren Wünschen danke ich Ihnen dafür sehr aufrichtig. Wenn ich den während 25 Jahren politischen Lebens durchlaufenen Weg überblicke, zähle ich die beiden letzten Jahre zu den fruchtbringendsten, während welcher Zeit wir im Interesse unserer beiden Länder und des Weltfriedens in gemein- samer Verständigung dasselbe Ziel verfolgt haben.
Auch die Stadt Locarno hat Minister Briand zu seinem Jubiläum Glückwünsche übermittelt.
Ak EvmgeMkn und das Konkordat
Stuttflart. 28. April. Der evange- lische Landeskirchentag hat zur Konkordatsfrage eine Entschließung angenommen. in der er die bestimmte Erwartung ausspricht, daß keine Abmachungen mit dem päpstlichen Stuhl getroffen werden, wodurch die evangelischen Belange mittel«
Oberer Angriffe. Zn bet Provinz südlich des Pangtse habe eine
■«e*« fl zur Vertreibung der ssen eingesetzt.
Massenhinrichtung in Peking.
Eking. 28. April. Reuter meldet: ^ommunistenführer Litaschao sowie thn weitere Personen, die bei der mchung in den Gebäuden der Sowjet- wt festgenommen worden waren, heute im Hauptpolizeigebäude ktze- * worden. Man glaubte, sie würden seinen besonderen, zu diesem Zwecke Wen Gerichtshof abgeurteilt wer- . Offenbar hat sich aber die Polizei Mer Schuld überzeugt, nachdem das
•- "ch ng no^e tet ' und hat die Hinrichtung befohlen, schall Tschang Tso lin hat «ach 1 Meldung der „Central News" 21 *unistenführer, welche er bei der 1 Bazzia auf die Sowjetbotschaft »erhaften lassen, öffentlich langsam
** strangulieren lasten, um hierdurch Eckend auf die Kommunisten zu wir-
Hinrichtung von Secco e*> «vnzetti verschoben.
_ ik- Pari», 29. April. Wie aus New- hork Minelbet toirb, hat der Gouverneur von Boston ^die Hinrichtung der beiden Anarchliren secco und Banzetti, di« am heungen Tage stattfinden sollte, um zwei Monate tonchoben. Man glaubt, anneh- men zu können, daß eine Revision de» Prozeise» itattflnben wird.
Rr. 64. u. Rr. 55. distcheckkontv: Amt srankfurt [ SOL Rr. 5015. — Sprechzeit y Rebettion von 10—11 nutz ‘1,1—1 Uhr.
Abstimmungen zum SlStev bougeitst
Berlin, 28. April. Der Städtebauausschuh des preußischen Landtages nahm heute die Abstimmungen vor. ES lag ein Zenttumsanttag vor, der die Vorentscheidung über die Frage des Bedürfnisses eines FlächenaufteilungS- planes der gleichen Stelle zuweisen will, die die Genehmigung der Ortssatzung über den Plan zu geben hat. Nach einer Erklärung der Regierung soll das der Bezirksausschuß sein. In der Abstimmung wurden zunächst alle weitergehenden Anttäge abgelehnt. Schließlich fiel aber auch, indem die Deutschnativnalen sich der Linken anschlossen, der Zenttumsanttag, so daß damit der Gedanke einer Vorentscheidung über die Bedürfnisfrage ab gelehnt ist. Von den An« trägen über die verschiedenen Aufteilungsflüchen wurde der Anttag der Deutschen Volkspartei auf Zusammenziehung zu vier Flächen abgelehnt. Der Absatz wurde in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen, womit auch die Ausweisung von Bergbauflachen im Gesetz stehen geblieben ist.
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Moskau, 28. April. Die Telegraphenagentur der Sowjetunion meldet: Aus dem Moskauer Museum für die Schönen Künste sind fünf überaus wertvolle weltberühmte Gemälde gestohlen worden, und zwar Rembrandts „Christus", homo", Correggios „Heilige Familie, der .Heilige Johannes" von Carlo Dolci und Pisanos „Leiden Christl . Aus den Bildern Rembrandts und Tizians hat der Dieb die Hauptteile herauAeschnitten, die übrigen Bilder aus bem. ^“firnen herausgepreßt. Nach der offiziellen Schätzung in der Vorkriegszeit betragt der Wert der gestohlenen Bilder 655 000 Rubel.
Beitet wird zu der Schlacht eemelbet: An erste» Zusammenstößen zwischen den
Menden Nanking-Truppen und > kommunistischen Lankau-Truppen let Räbe von Kiukiang waren zunächst nur »neu von geringerer Stärke beteiligt. Die Müder erhielten angeblich di- Nachricht, die amerikanischen iNisfionare von den üau-Truvven geplündert worben seien, > von chinesischer Seite als Zwecklüge be- eet wird. Da Tichangtsoli» gleichzeitig [ Offensive an der Honan-Front versucht, tee militärisch« Lag« Hankaus
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Berlin, 28. April. Bei der Eröffnung der diesjährigen Tagung des Vereins Deutscher Maschinenbauanstalten hielt Reichsminister Dr. Streseman.» eine Rede, in der er sich mit modernen Problemen der Wirtschaft beschäftigte. Nachdem er die Grüße deS Reichswirlschaftsministers übermittelt hatte, wies der Minister auf die Bedeutung hin, di« die Zusammenarbeit der wirtschaftlichen Faktoren mit den Behörden angesichts der jetzigen Lage habe, in der. wir vor schweren Entscheidungen stehen. Dr. Stresemann betont« dann die Notwendigkeit der Erkenntnis, daß nur in der gegenseitigen Verpflichtung deS Staatenverkehrs und des Güteraustausches bet Nutzen und Gewinn aller Volkswirtschaften gefunden werden kann. Wir müssen uns. fo fuhr er fort, freimachen von dem Gedanken, als gäben Verluste und schlechte Absatzvev- hältnisse im Exporthandel den Industrien dar Länder ein ausdrückliches Recht auf den heimischen Markt. Wollten wir die inneren Märkte durch Einfuhrverbote und Zollschranken vollkommen abschließen, so würden sich die europäischen Länder bald in den tiefsten und engherzigsten Protektionismus verstricken. Di« Weltwirtschaft ist fin einheitlich^ Ganzes, und es ist eine Auswirkung dieser von wirtschaftlichen Gesetzen beherrschten Zwangsge- meinschast aller Glieder der heutigen Weltwirtschaft. daß ein jedes an den wirtschaftlichen Gedeihen des anderen ein Interesse und ein Anteil hat. Dr. Stresemann skizzierte dann einen Abschnitt aus der Denkschrift die der Verein für di« Weltwirtschafts- kvnferenz torbereitet hat und worin gesagt wird, „daß der gegenseitige Austausch der maschinenerzeugenden Länder untereinander wesentlich wichtiger ist als die Ausfuhr nach den industriealisierenden Ländern." Leider hat sich, fuhr der Minister fort, dieser Gedanke der internationalen Derpflechtung und Arbeitsteilung noch nicht überall bei den Industriestädten Europas durchgesetzt. Im Gegenteil-scheine eine große Anzahl, insbesondere junge Staaten, durch hohe Zolltarife ihren Markt abschließen zu wollen, um neue Industrien grobzuziehen, zu denen ihnen die Grundlagen fehlen. Der bekannte französische Wirtschaftler und Staatsmann Loucheur habe unlängst einmal gesagt, daß di« Politische Deftiedigung der Welt erst durch die wirtschaftliche Befriedigung ihre wahr« Festigung erhält.
Dr. Stresemann hofft, daß man diesem Ziel durch die Weltwirtschaftskonferenz ein gut Teil näher kommen werde. Die deutsch« Sachverständigengruppe ist keine Vertretung der deutschen Regierung, vielmehr gehen chr« Mitglieder als Exponenten der deutschen Wirtschaft nach Genf. In diesem Gedanken bt» internationalen Meinungsaustausches zwischen den hervorragendsten Vertretern von Handel, Industrie und Landwirtschaft aller Länder liegt ein großer Fortschritt. Wenn die Konferenz gewiß auch nur ein Anfang ist, so kann sie doch helfen, die Schwierigkeiten, di« heut« bestehen, durch ein besseres Verständnis für die gegenfettigen Nöte und Wünsche zu beseitigen.
auf welche Schwierigkeiten er ... Fortsetzung dieser Politik stoßen werde. Das Blatt schreibt nämlich: