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»xrnspreche«: Nr. 54 ll.Rr.S5. «Mcheckkontoi AuU Frankfurt gx. St. 6016. Sprechzeit

M Aedakrtou von 1011 und M1 Uhr.

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iaflolfnil Antwort an Ltemterloin

Der Tiranapakt undiskutabel.

ft London, 28. April. Musso» j,i hat nunmehr den britischen Bot« jaftet in Rom die Antwort aus die ,sa»gs April unterbreiteten Vorschläge tt englischen Regierung zur Beilegung italienisch-südslawischen

, nflikte » übermittelt. Dari« heißt i s. a dass die Tatsachen die Rotwendig- fit einer italienische« Warnung vor me« Angriff auf Albanien vollkommen Mesen hätte«, daß es aber im gegen- «rtigen Augenblick keinen Zwischenfall i diskutieren gebe. Die Beziehungen gische» Rom und Belgrad hätten keiner, li Unterbrechung erfahren und direkte ckiärnngen des südslawischen Außenmi- nier» würden in Rom im freundlichem ch nachbarlichem Geiste ausgenommen erde«. Der Vertrag von Tirana i jedoch unter voller Wahrung der Sou- wmitätsrechte Italiens und Albaniens geschlossen worden. Er sei in keiner Hin- r gege« irgend einen anderen Staat richtet, sodaß Italien keinen Grund e, die Frage einer neuen Ueber- rüf««g diese« Paktes aufzurollrn.

«»em Pariser Vertreter gegeaüber W rte der jugoslawische Außenminister die Nitschaft Belgrads zur Aufnahme direk- l LerhandtUUge« mit Italiens, über die Üegung de» albanischen Konflikte».

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Send eiicnbnhnallcnlat In MkM

14 Personen getötet.

Nexiko, 27. April. Ein neuer räube- cher lleberfall auf einen Eisenbahnzug kb aus dem Staate Eunanjuato gemel- I. Banditen überfielen bei Lassalas «n Eisenbahnzug, wobei 12 Passagiere, Raschinist des Zuges und 1 Soldat der Igleitmannschaften getötet wurden.

8te ilebcrilbwemmuns im Miliiijivvi.

st. Me « phis, 28. April. Die Ueber- tmmunfl im Mississippi niutmt «ter an Ausdehnung zu. Im südöstliche« kbmsas und Misfisfippi-Delta find nahezu > Städte überschwemmt. Han- Ncttetär Hoover erklärte nach einer vkkehr au» Reu Orleans, er schätze die P der T o t« « a u f 2 v v, die der O b » Lchlose» auf 15 0 00.

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AstnbahnnnMk bei Seite

Sin Toter, vierrebn Schwerverletzte.

kl. Weimar, 28. Avril. Infolge Schrau- -rrnchs ernnglückte gestern abend der 18.10 k in Weida einlaufende Zug bei der Seite« «8« Schiiptits. Sieben Wagen wurden nm- ^iiirrt. Bisher find ein Toter «nd 14 'Hmerverletzte geborgen.

öier« erhalte« mir vom Betriebsamt Leiv« ' I folgende amtliche Darstellung: Bon ** »ernnglSckten Ang find 4 Personen, nnd ' Güterwagen entgleist. Bier Wagen 8. und Klasse stürzte» nm. Getötet ist Fran ^tsgerichtsrat Büschel au» Weida.

oder leicht verletzt find 12 Personen *** »war aus Sera und Weida. Awei Aerzte

Auch D'changkliischek gegen England

Lvnten will die Svwiel-Allen cctiffcnilitben

ff. Loudon, 28. April.Chicago Tribüne" meldet aus Schanghai vom 27. April: General Tschangkaischek hat ein Kuomintang-Manifest veröffentlicht, das erklärt, der britische Gesandte i« Peking bereite Pläne vor, um große Ge­bietsteile Chinas bei Nanking und Schanghai im Falle der Ableh­nung der Note der Fünfmächte zu be- setzen. Das Manifest fordert das chine- fische Volk auf, nicht «Ur die Militärische«, sondern auch die Imperialisten zu schütze«, vo« denen die Engländer die schlimmsten seien. Zn Zusammenhang mit dem 1. Mai hat Tschangkaischek zwei weitere Regimenter nach Schanghai ent­sandt, um die Ordnung aufrecht zu erhal­ten.

Das Pekinger SKtenmaleriol

Der Pekinger Korrespondent der Morning Post" schreibt, die beschlag­nahmten Dokumente wurden vom eng­lischen auswärtigen Amt sorgfältig ge­prüft. Nächste Woche werden zwei Abge­ordnete an Chamberlain die Anfrage rich­ten, ob es möglich sei, Äeberfetzunge« da­von zur Information des Unterhauses und des Landes zu unterbreite«. Cs wird ge­glaubt, daß die Dokumente eine Reihe sehr sorgfältig verbreiteter Unfreundlichkeiten Moskaus gegen die britische Regierung enthalte. Diese Veröffentlichung würde da­her die Forderung »ach einer baldige« Aktion gegen die Sowjet-Republik verstär­ken.

Es verdient, sorgsam beachtet zu werben, daß der Inhalt der Dokumente, die seiner­

zeit auf Veranlassung TschangtsolinS in der Sowjet-Botschaft in Peking beschlag­nahmt wurden, nunmehr in Londvn veröffentlicht wird. Ausgerechnet in dor Hauptstadt eines Landes, das eigentlich mit der inneren Politik TschangtsonnS in Pe­king wenig zu tun haben müßte. Diese Tatsache führt zu der Erkenntnis, daß die Ausplünderung der russischen Botschaft mehr auf Geheiß Londons geschah, weniger aus innerpolitischen Notwendigkeiten,, de­nen die Pekinger Regierung sich beugen müßte.

Es ist ratsam, den Mitteilungen der englischen Presse über den Wortlaut der Dokumente größte Skepsis entgegenzusetzen. Daß die englische Regierung alle Möglich­keiten heranzieht, die ein angeblich zwev- deutiges Spiel Moskaus in China beweisen könnten, darf als selbstverstänNich ange­nommen werden. Daß der Inhalt der russischen Dokumente, die London jetzt ver­öffentlicht, dieser englischen Politik nicht unwillkommen kommt, steht außer allem Zweifel. läßt sich auch die Vermu­tung nicht ganz von der Hand weisen, daß manches von dem, was die englische Presse als Inhalt der Dokumente zum Besten gibt, mehr dem Wunsch einer britischen Politik entspricht, als dem tatsächlichen Jw- halt. Zumal auch Moskau die englischen Mitteilungen über den Wortlaut der Schriftstücke als Hirngespinste bezeichnet.

Immerhin ist manches, was die eng­lische Presse wiedergkbt, beachtenswert. So so«l nach den Londo^rer ehaup>ungcn «rst» stehen, datz bie Sowjet-Regierung in den Fahren 1926/27 allein 40 Millionen Gold­mark für Waffen in China ausgegeben hat. Ein beschlagnahmter Brief der russi­schen Regierung enthält eine Bestätigung der Verdoppelung des Soldes für «alle Offiziere und Mannschaften der Sowjet- Armee,die vorläufig in der kantonesi­schen Armee dienen". Wenn auch die Wahrheit dieser englischen Behauptungen sich nicht nachprüfen läßt, so geben sie doch Zeugnis davon, tote gefahrdrohenld krisenhaft die Beziehungen zwischen Lon­don und Moskau sich inzwischen zuge­spitzt haben.

aus Triebes nnb ein Arzt aus Weida befinden sich an Ort und Stelle. Zwei Hilfszüge aus Sera waren gegen 12 Uhr nachts zur Stelle. Der Durchgangsverkehr ist gesperrt und der Personenverkehr wird durch Umfteigen auf­rechterhalten. Die Ursache der Zugentgleisung ist noch nicht bekannt. Die Untersuchung ist eingeleitet.

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6tgtn Ne rarNvelillk ter ReMsvoft

Ernste Bedrohung zahlreicher Betriebe."

Hannover, 27. April. In seiner heutigen Sitzung erhob der Industrie- und Handelskammerverband Dieder- sachsen-Kassel tm Damen der ange- schlosfenen 16 Handelskammern Protest gegen die beabsichtigte Portoerhöhung der Deichspost. Sn der Entschließung, die der Deichsregierung, der preuhischen Regie­rung und den Spitzenverbänden der Wirtschaft übermittelt wird, heißt es u. a.: _3m Hinblick auf die Belastung der Wirtschaft mit Steuern und öffentlichen Abgaben, mit sozialen Lasten und Berkehrstarifen, die vielfach schon jetzt die Leistungsfähigkeit der Unternehmungen in Industrie und Handel übermäßig beansprucht, würde eine weitere Erhöhung der Posttarife eine ernste Bedrohung zahlreicher Betriebe bedeuten. Die Finanzlage der Aeichspost rechtfertigt auch keinesfalls eine derartige verhängnisvolle Maßnahme, gegen die die sämtlichen Berufs- Vertretungen von Industrie und Handel des Wirtschaftsgebietes Diedersachsen-Kassel in pflichtgemäßer Wahrung der ihnen gesetzlich etngeräumten Belange der Wirtschaft Ein­spruch erheben müssen."

Die Gütertarife der Reichsbahn.

Zu den Berichten über die bevorstehende Erhöhung der Gütertarife erfährt die Telegraphen-Hnion an zuständiger Stelle,

daß im Januar in Garmifch - Parten­kirchen der dort tagenden Tarifkommission eine Denkschrift der ReichSbcchn zuge­gangen ist, die jedoch noch nicht als die Grundlage einer Hrnorganksierung der gel­tenden Gütertarife anzusehen war. Diel- mehr wurde ein Unterausschuß eingesetzt, der aus Dertretern der ständigen Tarif­kommission und der Reichsbahn zusammen­gesetzt wurde und der die Aufgabe hatte, die für die deutsche Wirtschaft dringend­sten Tariffragen zu klären. Heber die Arbeiten dieser Kommission wird Ende dieser Woche in mehrtägigen Erörterungen in Frankfurt am Main verhandelt werden. Die Frage, ob Tariferhöhungen eintreten werden, ist an sich noch völlig ungeklärt, grundsätzlich wird es sich jedoch darum handeln, in allen Fällen, in denen Erleichterungen beschlossen werden follten, auf die notwendige Deckung der dadurch verursachten Ausfälle Bedacht zu habe«.

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Ausland

9a Wart Nr Volkskommissare Nr Sowjet-Union.

ff. Moskau, 28. April. Der Haupt­vollzugsausschutz der Sotojet-llnion wählte gestern bas Präsidium aus 27 Mitgliedern mit sechs Vorsitzenden, darunter Kalinin. Dem Hauptdollzugsausschuß des bestehen­den Rates der Volkskommissare gehören u. a. an: Vorsitzender Rhkow, Außenmi­nister Tschitscherin, Marineminäster Waco- schilow.

«erbot einer Nutsche« Zeiinnz i« Polo«.

ff. Beuthen, 28. April. Die War­schauer Regierung hat bie in Gleiwitz er­scheinende ZeitungOberschlesische Rach- ruhren" für Polnisch-Oberschlesien, Posen und Pemmerellen verboten.

SvmlltN.Walt ta Sens

Die Herren in Genf haben noch gerade den allerletzten Zeitpunkt erwischt, um ihre 48. Sitzung und mit ihr zugleich die dritte Session der vorberestenden Äbrüstungs- kommission zu beenden. Hätten sie noch weiter getagt, dann wäre das Ergebnis vermuüich noch kläglicher ausgegangen, als wie es sich heute schon präsentiert.

Zieht man die Bilanz dieser letzten monatelangen Aussprache in Genf, so er­gibt sich die Feststellung, daß auch nicht in einer der wesentlichsten Fragen der Abrüstung auch nur eine annähernde Hebereinstimmung der Meinungen und Standpuntte erziett werden konnte. Pro­gramm stand gegen Programm, Heber» zeugung gegen Heberzeugung. Wären die Herren in Genf ganz ehrlich, fo_ müßte« sie sich eingestehen, daß weniger über das Sachliche der Abrüstungsftage gesprochen wurde, als bielmehr über Politik, das heißt, über die verschiedenen politischen Einstel­lungen zu der Sache, über die man eigent­lich beraten wollte. Wir glauben es dem Präsidenten der Kommission, Herrn Lou­don gerne, daß er sich in einer gewissen Verlegenheit befand, als er zur Formu­lierung seiner Schlußrede schreiten mußte. Seine Aufgabe war es, der Weltöffent- lichkeit so etwas wie ein Ergebnis der mo­natelangen Debatten zu präsentieren. Seine Aufgabe war es als Präsident, so etwas wie einen Optimismus zu dokumentieren, obgleich jeder andere Stimmungsausdruck demErgebnis" von Senf gereOer werden - dürfte, als diese Bekundung einer un­erschütterlichen Hoffnungsfreudigkeit. Herr Loudon hat es in seinem Schlußbericht fertiggebracht, die Hnsttmmigkeiten der Genfer Aussprack^, die sich in ihr diame­tral schneidenden Meinungen, das schier Unüberbrückbare der Gegensätze zu dem Begriff einer allerdings unverbindlichen, aber doch tatsächlichersten Lösung" umzufrisieren.

Ob die Weltöffentlichkeit sich von den nichtssagenden Worten des Berichtes über das wftlliche Fiasko dieser lächerlichsten aller Genfer Konferenzen täuschen lassen wird? Das ist wohl kaum anzunehmen. Das Spiel in Genf war zu plump, die Derfuche verschiedener Machtstaaten, unter allen Hmständen ein Weiterfortschreiten der Verhandlungen zu sabotieren, waren zu grob und durchsichtig. Die Weltöffent» llchkit weih, daß die Leute, die sich heute als die Herren der Wett dünken, eine Ab­rüstung einfach nicht wollen, weil eine solche Abrüstung die Gleichberechttgung aller Stationen dieser Welt zur Tatsache machen müßte. Hnd derSieger" will eben keine Gleichberechtigung.

Dem deutschen Vertreter in dieser Ab­rüstungskommission, dem Grafen Dern- storff, ist ohne Vorbehalt vollste Auer- tennung für die Art und Weise, wie er die deutschen Wünsche vorbrachte, zu zol­len. Graf Dernstvrff war vielleicht der einzige der Mitglieder dieser seltscnnen Kommission, der ein offenes und ehrliches Wortriskierte". Er hat den Stier bei den Hörnern gepackt, dafür gesorgt, daß zum mindesten die Herren, die sich alsAbrüstler" gebärden, etwas von dem wahren Gedanken dieser Abrüstung ver­nahmen. Wenn seine Worte ungehört ver­hallten, kann man ihm einen Vorwurf daraus machen? Ihm und Deutschland zu allerletzt. Vielleicht aber der Institu­tion, die sich Völkerbund nennt, den Welt­frieden will oder wenigstens so tut, als wollte sie der Menschheit den ewigen Frie­den bringen. Wir in Deutschland haben den Gang der letzten AbrüstungSverhand- lungen in Genf und ihr Ergebnis als ein Symptom zu bewerten. Als die Er­kenntnis, daß die Wett, das heißt. Die Mächte, die dieser Welt ihren Stempel aufdrücken, noch lange nicht reif dazu sind, Schildträger der Friedensidee zu fein. Schließlich auch als die Erkenntnis, daß das deutsche Volk mit feinem ehrliche« Wollen und seiner ehrlichen Bereitschaft, rnttzuarbeiten an dem Aufbau einer neuen Well, im Völkerbunde, mit einigen 2lus-