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ftaffeL Regierungsvizepräsident Dr. Lehmann in Kassel ist vom preußischen Staatsministerium zum Vizepräsidenten d«S Oberpräsidiums der Provinz Hanno­ver ernannt worden.

Homberg a. d. Ohm. Die Gesangs vereineFrauenlob" Homberg,Manner­gesangverein" Homberg undEintracht" Oberofleiden-Gonrershausen veranstalteten am Ostersonntagabend in der hiesigen Stadthalle ein großes, sehr gut besuchtes Konzert, das den Leitern und allen Mit- wirkenden alle Ehr« machte.

Gießen, 20. April. Das hiesige Schöffen­gericht sprach heule nach etwa lstägiger Ver­handlung in einer großen Detrugssache das Urteil. Das Gericht sah bei allen Ver­urteilten den Nachweis geführt, daß diese von Anfang an die Absicht hatten. Waren ohne Bezahlung an sich zu bringen und ihre Lieferanten getäuscht hatten, ferner, daß sie zum Zwecke der Täuschung falsche Auskünfte über sich gegenseitig erteilten. Es erhielten: Htehling 21/« Jahr Gefängnis abzüglich 5 Monate und 2 Wochen Untersuchungshaft, Zugehör ll/s Jahr Gefängnis abzüglich 7 Monate Untersuchungshaft, Gern and 11/2 Jahre Gefängnis abzüglich 12 Monate und 25 Tage Untersuchungshaft. Römer 7 Monate Gefängnis, Siegfried Katz 3 Monate Gefäng­nis, Isidor Katz 7 Monate Gefängnis,

Gießen. Seit einiger Zeit bemerkte der Jagdaufseher im Walde der benachbarten Ge­meinde Alten-Duseck die Spuren von Wild­dieberei, ohne daß es gelang, des Täters hab­haft zu werden. Am Sonnabend gegen Abend wurde nun der Schlosser Karl Geiß von Lollar durch den Jagdaufseher beim Wildern in dem Waldrevier erwischt. Der mit einer Schuß­waffe bewaffnete Mann ging auf den An­ruf deS Beamten flüchtig, sodaß der Jagd­aufseher, um den Täter zu stellen, zwei Schüsse abgeben mußte. Hierdurch wurde der Wilderer durch Schrotverletzungen am ganzen Körper so erheblich verletzt? daß er den Chirurgischen Klinik in Gießen zugesührt wer­den muhte.

Gießen, 20. April . Die Reichsbabndirek- Hon Frankfurt e. M. batte gestern abend um 11.25 Uhr vom Bahnhof Braunfels aus vrobe- weise den Limburger Silfszug und den Gieße­ner Gerätezug alarmiert. Es war der Prob» eüi größerer Ersenbahnunfall zugrunde gelegt, bei dem Fahrzeuge autogen auseinanderge- schweibt werden mußten. Außerdem wurde gleichzeitig eine umfassende llebung der mjtge- kommenen Sanitätsmannschaften vorgenom­men. Die llebung hat gezeigt, daß das Ret­tungswesen bei der Reichsbahn auf der Höhe ist. Der Gießener und der Limburger Hilfs- zug erreichten bereits schon um 11.50 bezw. 12.20 Uhr nachts die angenommene Unfall- stelle.

Wetzlgr. Ein seltener Vorfall trug sich dieser Tage in Leun (Kr. Wetzlar) zu. Der Leiter des dortigen Konsumvereins .war . vor zwölf Jahren, im Juni 1915, im Osten verwundet worden, und zwar er­hielt er einen Steckschuß in das linke Knie. Eine Operation war damals unmöglich, «eiwrw aaMMameiMb,

Jens. Und du?"

Das wird dich kaum interessieren. Ich bin ein unglücklicher Namenloser."

Du siehst aus, als hättest du einst bessere Tage gehabt."

Ja, die hatte ich auch. Aber das ist lange, lange her."

Eine Pause entstand.

Plötzlich beugte sich der Sträfling über den Tisch und sagte mit völlig ver­wandelter Stimme:

Du bist ein tüchtiger Bursche."

Jens starrte ihn an. sprachlos vor Stau­nen, und liest ein Glas zu Boden fallen, dast es in tausend Stücke zersprang.

Zum Dodderwetterl" tief er aus.Du bist es. Detektiv?"

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Asbjörn Krag er war es wirklich legte die Finger auf den Mund.

Still," sagte er,wir werden vielleicht belauscht."

Habe ich je dergleichen erlebt", mur­melte Jens und sah Krag an, wie man ein geheimnisvolles, übernatürliches Wesen betrachtet.Za, gegen dich kommt keiner auf", sagte er schließlich.

Krag antwortete lächelnd.

Halt dich nun aber ruhig, damit du «ns nicht beide ins Verderben stürzt."

Tas kleine Zimmer füllte sich allmählich Mit einem Haufen lärmender Menschen Meist übel aussehende, nach Schnaps stin­kende Individuen. Man befand sich hier offenbar in einem Lokal allerschlimmster Sorte.

Plötzlich zuckte Zeus zusammen f neue Gäste waren eingetreten. Der eine enftc sofort aller Blicke auf sich. Es war ein groster, grobknochiger Mann. Er tonnte etwa fünfzig Zahre alt sein, fein Nucken war etwas gebeugt. Er trug einen Kutschermantel, hatte eine Peitsche in der öanb und ein Ungeheuer von einem Kutscherhut war über beide Ohren ge­zogen. Sein Bart, der die ganze untere Hälfte des Gesichts bedeckte, war schwarz, doch schon ein wenig grau gesprenkelt.. Als der Kutscher in das Licht der Lampe krat. bemerkte Äta& daß sein Mantel vertragen war und daß zwei Knöpfe daran fehlten. _

(Fortsetzung folgt.)

Oberdesiische Scitun«, Marburg a. 8. Freitag, den 22. April 1927

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weil an dem Knochen hätte gemeißelt wer­den müssen. Das Geschoß hatte sich im Laufe der Jahre verkapselt und bereitete seinem Träger nur geringe Beschwerden. In der Hitze des Ostergeschäfts stieß nun der ehemals Verletzte mit dem Bein an eine Leiter, und tags darauf zeigte sich an der Stoßstelle ein Eiterbläschen. Un­tersucht, stellte sich heraus, daß die Kugel unmittelbar unter der Haut saß. Der Verletzte bemühte sich, das Geschoß zu entfernen, und schließlich gelang es ihm mit leichter Mühe. Durch den Aufschlag war die Kugel etwas gebogen und hatte sich an einer Sehne festgehängt. Nach nunmehr zwölf Jahren hat die Natur voll­bracht, was ärztliche Kunst damals nicht wagte.

Wöllstein. In unserer Gemeinde gibt es seit etwa acht Tagen keine Ar­beitslosen mehr. Die letzten Arbeitslosen konnten bei der soeben in Angriff genom­menen Regulierung des Dunzelbaches un­tergebracht werden.

Gersfeld. In der Nacht zum Mitt­woch traten Schneefälle ein; auf den Rhön- bergen lag hoher Schnee. Autos, die den Weg zur Wasserkuppe zurücklegen wollten, blieben stellenweise im Schnee stecken und mußten durch Schneeschippen freigemacht werden. Jetzt ist der Aprilschnee wieder verschwunden.

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Spiel und Sport

Motorrad - Zuvcrlässigkeitsfahrt

Um Rheinland und Westfalen".

Auch in diesem Zahre, am 23. und 24. April, veranstaltet bet Barmer Motorrad- Klub E. V. (ADAC.) seins große Zuver- lässigkeitfahrtUm Rheinland und West­falen". Gegen das Vorjahr mutzte die Strecke wegen Stratzensperrung zum Teil erheblich umgelegt werden. Sie führt fetzt über Barmen HagenDortmundPa­derbornKasselM arburg nach Hom­burg v. d. H. (412 Kilometer), wo die erste Uebernachtung stattfindet. Sonntag, 24. April, geht es dann über Höchst- desheimBingenSimmern zur Mosel nach Bernkastel. und von dort durch die Eifel über ManderscheidDaunStadt- kvl Gemünd Köln Wermelskirchen zum Ziel nach Barmen. (378,1 Kilometr.) Die Durchschnittsgeschwitldigkeit beträgt 35 und 38 Kilometer. Das Znteresse für diese größte Zuverlässigkeitsfahrt des Gaues Rheinland ADAC, ist durch die zahlreich eingegangene» Anfragen und Meldungen erwiesen.

LrtenSdvim ter Sögt!

lieber, bie Lebensdauer der wild lebenden Vögel ist bisher wenig oder nichts bekann'. doch wird hoffentlich die Beringungsmelbode in der Zukunft Ermittelungen, erbringen. Da­gegen besitzt die Naturwissenschaft reiches Ma­terial über bas Alter von in Gefangenschaft lebenden Tieren, worüber , in einer der letzten Nummer derHandlungen der Londoner Zo­ologischen Gesellschaft" interesiante Angaben gemacht worden.

Ein Alter von über sechs Jahren erreichten 909 Vogelarten: 609 Arten lebten länger als zehn, 137 Arten länger als zwanzig und 41 Arten länger als dreißig Jahre. Die hinter den nachstehend aufgefübrten Vogelarten ge­nannte Zahl gibt die Lebensjahre an. die in den Zoologischen Gärten im allgemeinen er­reicht wurde:

Saatkrähe: 8; Dorfschwalbe, Hausschwalb', Wasserhuhn, Brachvogel: 9; Nachtigall, Bach­stelze, Star, Kamoihahn: 10; Dohle Falan. Landmöve, verschiedene Wildtauben: 11; Am­sel, Svatz, Elster. Turmfalk: 12; Singdrossel. Kiebitz, Pamvastrauß: 13; Hänfling: 14: See­möve: 15; Blauer Reiher: 22; Kormoran (Seerabe): 23; Rabe, Storch, Wildgan-., Wüstenstrauß: 24: Bussard, verschiedene Wtld- schwäne: 25: mehrere Wildenten, eine Kasu- aris-Art: 26; Waldeule, weißer Pelikan: Geier: 37; Kranich: 42; Silbermöve' 46; Steinadler: 46. Endlich erreichten mehrer- Pavagefarten ein Alter von fünfzig Jabreu und darüber.

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Richtpreise unter den Selbstkosten.

In den ersten beiden Derössentlichungen des Hausfrauenvereins wurde richtig ausge-- führt, daß der Hausfrauenverein kein« Befug­nis habe, eine Zwangswirtschaft für möblierte Zimmer einzurichten, d. h. künstlich die Preise zu drücken. Da infolge des Ueberangebots an Zimmern in Marburg schon so wie so ein starker Preisdruck für die möblierten Zimmer besteht, ist es ja auch gar nicht notwendig, durch Aufstellung vdn .Vichtpreisen" noch einen weiteren Druck auszuüben.

Jetzt hat der Hausfrauenverein sich nun doch bestimmen lassen, solche herabdrücketzde Richtpreise festzusetzen. Das tst aus das leb­hafteste zu bedauern. Ich selbst habe kein Zimmer zu vermieten, aber mir tun ebenso wie vielen anderen untere unglücklichen verarmten ^Rentnerinnen leid, die von einer Armen- Unterstützung von 15 bis 30 Mark monatlich ihr Leben fristen müssen, infolgedessen zum Teil nur von Kaffee und Brot leben, und denen man nun wieder einen Taler Verdienst nicht können will. Die Richtpreise des Haus­frauenvereins liegen unter den Selbstkosten. Die Friedensmiete für eine 4Zimmerwoh­

nung aus der Vorkriegszeit (von den Neu­bauten ganz zu schweigen) beträgt in Mar­burg etwa 600 Mar! jährlich, auf 1 Zimmer entfallen davon also 150 Mark. Dazu treten jetzt 10 Prozent, das gibt 165 Mark; ferner tritt dazu der Anteil an dem auf die Mieter abwälzbaren Teil der Grundsteuer, sowie am Wassergeld und an den Gebühren für Müll­abfuhr und Kanalbenutzung. Diese Gebühren sind ja ebenfals als Steuern auf jedes vor­handene 3immer anzusehen, denn die tatsäch­liche Menge des Mülls und der tatsächliche Umfang der Kanalbenutzung spielen habet gar keine Polle. Die genannten Aebenaus- gaebn betragen für eine Wohnung gedachter Art zusammen etwa 60 Mark jährlich, das gibt auf jedes der 4 Zimmer 15 Mark, so das leere Zimmer jährlich 180 Mark kostet. Da nun die Studenten nur 7 Monate da sind, so entfällt aus jeden Semestermonat em Be­trag von 26 Mark. Und da mutet man es der unglücklichen Vermieterin zu, für diesen Betrag das Zimmergut möbliert" zu ver­mieten!! Studenten mögen ja vielleicht manch­mal keine Ahnung davon haben, was Ein- richtungsgegcnstände wie Tischdecken. Gardinen, Teppiche. Sofabezüge usw. heute kosteit, aber von einemHausfrauenverein" sollte man eine solche Kenntnis doch eigentlich erwarten.

Die Richtpreise sind durchweg um mindestens 5 Mark zu niedrig. Was der Hausfrauen­verein als solcher für ein Interesse an der Festsetzung der unter den Selbstkosten liegen­den Preise hat. ist vollkommen unverständlich. Irgend eine moralische Verpflichtung besteht doch wirklich nicht. Ein großer Teil der Studenten stammt ja doch aus ganz guten Verhältnissen. Und wenn den ärmeren Studenten geholfen werden soll, so ist das an sich lehr zu billigen, aber es sollte nicht auf Kosten der Aermsten der Armen geschehen, sondern durch Stipendien.

Dr. L. Hellwig.

Aach dein jetzt festgelegten Sommerfahrplan tritt ab 15 Mai für die Strecke Frankenberg Marburg bezw. WarburgMarburg eine sehr erwünschte und Dankenswerte Verkehrs­besserung ein durch Aeueinstellung eines Zuges, der 9,07 vormittags in Marburg eintriffL. Ein großer Mangel liegt nun aber darin, daß dieser günstige Zug, der in Cölbe 8.41 eintrifft, dort 16 Minuten liegen k leibt, in dieser Zeit von dem beschleunigten Personenzug 768 über» holt, wird und der Anschluß an diesen nach GießenFrankfurt a. M. verloren geht. Ent­weder müßte der beschleunigte Personenzug in Cölbe halten oder die Liegezeit des FrankenbergMarburger ZiDes in Cölbe ge­kürzt werden, sodaß der Anschluß an Zug 768 nach GießenFrankfurt a. M. in Marburg erreicht wird. Vielleicht läßt sich dies noch ändern.

Dos deutsche Reichsadretzbuch, neueste Auflage, liegt in der Geschäftsstelle unferft Zeitung zur EinN^t auf.

wohl geziemen, denn dies

fühlte fieftch, und alles, weil

^y. fiebenWeltwundern gerech, ete^ber ihre £aune wurde trotzdem immer fchlediter? ganz mifecabel, alles regte die (falle der bab^loni, 4

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E Qretling^uweL za hatte.

C[£)ie glücklich können wir dagegen in unferen fchönen, europdifchen, 'Weltwundern^ von, (gärten, und farksfein, infitaskau, in <Wörlii$, im fl^depark, in fiegli, am fincief da wir die (fartenfreu.de, ob mit' oder ohne einer <Semiramis, mit dem (genoß einer fo kofibaren Zigarette 'wie der milden and erauicbend duftenden ffrcilinqyfa WeL> verbinden können- * J U u

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oSem iram isfufiyandde täglich in ihren berühmten,, hängenden, (gärten über dem Tigris mit derf Würde und.

^SchwarrIOeiß-4^-iAusle[e-5^ find überall in 'Deuifhland eukmlidift bekannte &ie gekoren, -zu, den wenigen fuhren den filarken. Ghre hervorragende Qualität' unbefiritten. <£$ gibt keine beflecens in. dielenPreislagen. "Der vonfdonab zafilcnateftelaendeUmfäte bCwedteesd