Einzelbild herunterladen
 

DtzeiyerHrtöasstuher kurhchiMe)<VbechrMn/r- Amtliches Vrvkündigungsblatt jür dkreisülarbmg

tag

ICt.

ernannt.

stich'

SN

7.

t 3

ilOÜ

M.

der

Es

0M 4h

WMVulWk ragttünZeistt

it« n, ter»

61014

u.

ts

P biüi, lehr'

ei<

Hier

tigee pent rneh- lutee J-12

fee.

UP

1,746

Der RaubüberW in Mexiko

Mexiko, 21. Avril, lieber das in der Nabe von Limon (Provinz Jalisco) verübte Eisenbabnattentat, bei dem ein Personenrug zur Entgleisung gebracht und die Mitreisen­den zum größten Teil ermordet wurden, sind nähere Einzelbeiten bekannt geworden. Die militärische Bedeckung des Zuges leistete den Banditen dreieinbalb Stunden lang Wider­stand, bis der letzte Soldat getötet war. Dann stürmten die Räuber den Zug und gingen mit Messern und Revolvern gegen ihre Opfer vor unter denen sie ein entsetzliches Blutbad an­richteten. Die Ueberlebenben wurden in den Abteilen eingeschlossen und diese mit Petro­leum übergossen und angezündet. Im ganzen sind nutzer der siebzehn Mann starken mili­tärischen Bedeckung einhundertdreitzig Pasia-

grcitag, teo 22. Avril 1927

^VdeiHesstsch« Zeitung" er- ßMat sechsmal wöchentlich. Ve- nlgSpeei« monatlich 2 GM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch diePost2L5 GM.Für etwa infolge Streiks, Wafchinendefekte oder tlctnenfarer Ereignisse ausfallende giuonuern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag d. Dr. §.-ltzervth, Druck der Unid.-Buchdruckerei d. Zoh. Aug. 5kvch, Markt 21/23. Fernsprecher! Nr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto! Amt Frankfurt £ cfS. Nr. 5015. Sprechzeit ttx Redaktion von 1011 und

»1,11 Uhr.

SV. 9$ 62. Mta Mirdurg a. Sahn

»er Anzeigenpreis beträgt f*t den 10 gespalt. ZeUenmMiureter 0.08 ®9K-, kleine Baran,eigen 0.08 GAL, amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 SM. Bei schwierige« Satz sowie bei Platz­dorschrist 50»/. Aufschlag. - Sammelanzeigen 100/, Aich schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Jeder Rabatt Mal« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg, werden berechnet, ebenso Auskunft dmch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Warburg.

1 Goldmark e »/«.,Dollar.

Barlettas der demokratischen Partei

Dr. stech wer den gkvtzdenlschen EinheWaal

giere ermordet worden. Es sind sofort Truv» ven und Sanitätspersonal nach dem Ort des Verbrechens entsandt worden- Präsident Calles bat befohlen, die Banditen tot oder lebendig gefangen zu nehmen.

Rach Berichten von Augenzeugen wurden zahlreiche Opfer des Banditenüberfalles auf den Mexikoexvretz beim Eintreffen der Regie­rungstruppen durch Mesierstiche zerstückelt und im Wahnsinn schreiend aufgefunden. Zwölf Ueberlebende, zumeist Amerikaner und Eng­länder, konnten nach Euadeliara geschafft wer­den. Ein Ueberlebender, -er anseben mutzte, wie seine ganze Familie verbrannte, lachte vom Wahnsinn ergriffen, als man ihm von dem Vorgefallenen berichtete. »Die Opfer wurden größtenteils sofort an der Schreckens­stelle begraben, um Seuchen zu vermeiden.

Regierung entlassenen drei kommunisti- schru Ministern um den Finanz-, den Znstiz- und den BerkeHrsminister. Dir itttt Regierung Hat den übrigen Mi- ßistsrn empfohlen, ihre Stellungnahme zu erllären. Wenn sie sich als Gegner des

wird erklärt, wen» die Behörden in Han- hu der Kontrolle Nankings zustimmen, so »erde Tschangkaischek versuchen, den Bruch freundschaftlich zu teilen. Wenn jedoch Widerstand- erfolge, würden Zwangsmah- lahmen angewandt werde«. Es wird an, lenommett.da Nanking jetzt de facto- legierung ist", dah die Mächte ihre Note kr Nankinger Regierung überweise« wer- ^r». Das nationalistische Hauptquartier l«!It oraus, dah die Regierung sofort Een Forderungen nachkommen werde, da wenigstens für den Augenblick nicht be- Esichtige, irgend welche Schwierigkeiten Ait den Mächten zu riskieren.

Rach einer Meldung der Blätter aus Schanghai verlautet dort, dah 9000 > Betonten der Armee T s ch a n g t s ol i n s wit bewaffneten Bauern niedergemetzelt Serben sind, nachdem sie am 17. Februar Kieses Zahres die Hauptstadt der Provinz Honnn, Kaifexg, fluchtartig verlasien und fabei Waffen und Munition im Stich ge* Nen hatten. Jetzt, wo Tschangtsolin diese Btabt wieder eingenommen hat, fürchtet Aa« grausame Wiedervergel- E»ngsmahnahme« gegen die Be­wohner.

Gruppe«xtnfgrfa>t gegen rschnngkaischek.

Nach einer Meldung derTimes" ans Peking wird berichtet, daß große Truppen- iörper auf dem Jangtse von Hankau nach ^uhu befördert werden, um General tschangkaischek anzugreifen. Dieser er» ^Ne, daß er 300 000 Mann unter fei» *ttl« Befehl habe und auf alles vorbereitet

Der Korrespondent bemerkt, es könne nine wirkliche Sicherheit geben, bevor die yremdengarnisonen in Nordchina inner» ^lb des Gesandtschaftsviertels wesentlich Erstarkt feien.

MsWkaMtt stampf gtetn »le Sommimiittn

Nvrvdia und »rri hmmuniitiitht Rilglirön der SMeslnuns entlassen

Schwere Dvmrenypsostvn in MM»

7 Tote und zahlreiche Berletzte.

fk. Paris, 22. April.Journal" berichtet aus Madrid:

Während eines Feuerwerkes auf dem Arsenalplatz ist eine Bombe, die einer der Feuerwerksküaftler in einem Mörser un. tergebracht hatte, explodiert. Einem jun, gen Manne wurde dabei der Kopf ab, gerissen, 30 Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Drei find 6e, reits ihren Verletzungen erlegen. $iej'it der Verletzten muhten beide Bein« abgenomme» werden; ihr Zustand ist hoff, nungslos. Bei der ausgebrochenen Panik hat sich ein groher Teil der Zuschauer in den in der Nähe befindlichen Fluh gestürzt. Dabei sind 3 Personen ertrunken.

überholt. Die politische Arbeit in Deutsch­land könne sich nicht über 18 Parlamente verteilen. Die Zuständigkeiten Les Reiches könnten int Zeitalter des Flugverkehrs, des Radios, des internationalen Mei- nungs- und Kultur-Ausschusses nicht nur auf einige Gebiete beschränkt sein. Durch Verhandlungen zwischen Reich und Län­dern sei ein Programm aufzustellen, das eine

klare Abgrenzung der Aufgabenkreise vorsieht. Die doppelten Kosten, die heute durch die Aufrechterhaltung von Landesanstalten neben Reichsanstalten entständen, seien zu be­seitigen. Die Zuständigkeit des Reiches auf dem Gebiete der Gesetzgebung reiche nicht allein aus, wenn das Reich keinen Einflutz auf die Ausführung der Reichsgesetze habe. Dem Reich fehle sein eigener Verwaltungsunter­bau. Die schweren Nachteile dieses Zustandes seien schon im alten Reich hervorgetreten. An der Finanzhoheit des Reiches dürfe nicht ge­rüttelt werden. Bei einer territorialen Neu­gliederung des Reiches sei an dem Bestände der mittelgroßen Länder festzuhalten. Preu­ßen sei in seiner überragenden Grotze im Rah­men des deutschen Reiches der Vorläufer des deutschen Einheitsstaates, doch muffe der Ver­such, Preußen durch Aufsaugung aller übrigen deutschen Länder zum deutschen Einheitsstaat werden zu lasten, ebenso wie eine

preußische Hegemonie abgelehnt

werden. Zur Vollendung des deutschen Ein­heitsstaates gehöre die Aufnahme Oesterreichs und zwar in der Form, datz entweder Deutsch- Oesterreich als ein Land eintritt, oder die österreichischen Länder für sich getrennt eintre­ten . Die Wahl des Weges könne den Deutfch- Oefterreichern überlassen bleiben.

Dem Vortrag des Reichstagsabgeordneten Koch folgte ein Referat des Nürnberger

Oberbürgermeisters Luvve

über das gleich Thema. Für die Durchführung des Gedankens des Einheitsstaates feien zwei Wege gangbar. Einmal die Ausdehnung der Zuständigkeit des Reiches, und dann das frei­willige Aufgehen der Lader in das Reich. Datz zur Schaffung des notwendigen Einheitsstaa­tes Preutzen nicht zertrümmert zu werden brauche, fei heute selbstverständlich. Der umge­kehrte Gedanke eines Aufgebens der übrigen Länder in Preutzen wird auch nicht zum Ziel führen. Irgend ein Weg müsse aber gesucht werden, der die Selbstverwaltung der Länder erhalte, denn die übertriebene Zentralisation habe sich oft als sinnlos herausgestellt.

In der Aussprache bezeichnete der preußische Finanzminister D. Hopker-Aschoff auch aus außenpolitischen Gründen den Einheitsstaat als erstrebenswert. Die Reibungen zwischen den beiden Verwaltungszentralen des Reichs und Preußens verschlinge ein Drittel der gro­ßen Arbeitskraft, die in dem preußischen Ministerien überhaupt aufgewendet werden müsse. .

N fk Schanghai, 22. April. Die neue Negierung Tschangkaischek in Nan- A kisg hat die Han kau er Regierung vollständig verdrängt. Tschang- W kaijchek hat Borodi« sowie alle se^ne H Mitarbeiter und drei kommunistische Mi- «iiter entlassen. Das nächste Ziel 8 Tschangkaischeks besteht darin, die Mächte JH zn besänftigen, die Kommunisten zu ent« ES fernen und dem Vormarsch Tschang- tjslins zu begegnen. Tschangtsolins Truppen haben die Grenze von Honan i end Hupeh erreicht, wo ihnen die Haupt- armer der Südtruppen gegenübersteht.

W®* Zwischen Hankau und Nanking sind Lerftändigungs - Verhaudlun- pr«, zen im Gange. Tschangkaischek hat eine« ?uhr Muen Angriff gegen die Stellung der uch«. ^»rdtruppen unternommen.

9tr Prozeß um un» Oinmcia

Leipzig. 21. April. Vor dem Staats­gerichtshof zum Schutze der Republik hat heut« die Verhandlung über die

Beschwerde gegen das Verbot des Bunde» Wiking" und des SportvereinsOlym« via" durch die preußische Regierung begonnen. Den Vorsitz führt Senatspräsident Riedner, richterliche Beisitzer sind Reichs­gerichtsrat Arnold und Reichsgerichtsrat Heller, als politische Beisitzer fungieren die Reichstagsabgeordneten Landgerichtsdirek­tor Dr. Wunderlich-Leipzig, Minister a. D. Wisse l-Berlin, Derbandsgeschäfts- sührer A u f h ä u f e r-Berlin, Derbandsvor- sitzender Brande S-Stuttgart, der Land- tagsabgeordnete, Referent im preußischen Handelsministerium Hartman n-Derlin und Fabrikbesitzer Emil Schmid t-Leipzig. Als Vertreter der Beschwerdeführer sind anwesend die Rechtsanwälte Dr. Bloch für .Wiking", Dr. Hahn und Dr. Sack für .Olympia". Mit der Wahrnehmung der Interessen des preußischen Ministeriums des Innern, ist be­traut Rechtsanwalt Marti n-Leipzig und als Kommissare find anwesend Ministerial­rat Schönner und Regierungsrat Dt. I a n i ch. Als Vertreter des Deichslommif- sars zur Aeberwachung der öffentlichen Ord­nung war Regierungsrat Dillinger- Berlin erschienen. Ferner hat, wie der Vor­sitzende mitteitte, der Oberreichsanwalt ge­beten, der Verhandlung beiwohnen zu dürfe« Für die Verhandlung find mehrere Tage an« gesetzt.

Die Zeugen

sind erst für Freitag geladen, und zwar: bet Hochmeister des Jungdeutschen Ordens, Art­hur M a h r a u n, der Ordenskanzler Bornemann, Generalleutnant a. ®. Salzenberg, Oberst v. Luck (Führer beS Vereins .Olympia"), Oberst a. D. v. Knauer, Oberstleutnant a. D. v. Hugo. Major a. D. v. Soden st «rn (Bund Wiking"), Major Herrmann, Major a. D. v. Stephani, Major a. D. Schmeid­ler, Freiherr v. Dietinghoff-Scheel, Hauptmann a. D. v. Tschammer und der Osten, Gerichtsreferendar Friedrich und der Kaufmann K ä s h a g e.

Vor Eintritt in die Verhandlung teilte der Vorsitzende, Präsident Riedner mit, daß die Oeffentlichkeit für gewisse Teile der Verhand­lung ausgeschlossen werden könne und zwar einmal aus Gründen der Staatssicherheit und dann auch deshalb, weil Dinge zur Sprache gebracht werden könnten, die bisher Gegen­stand eines geheimen Verfahrens gebildet hätten. Der Vertreter des preußischen Innen­ministeriums teilte mit, daß vorgesehen sei. den Geschäftsführer des Wikingsbundes, Oberleutnant a. D. Lidig, als Zeugen zu laden. Rechtsanwalt Dr. Bloch gab be­kannt, daß Kapitän Ehrhardt ein Schreiben an ihn gerichtet Habe, in dem er sein Bedauern zum Ausdruck bringe, dah die äußeren Umstände es ihm nicht gestatten, die Interessen des Wiftngbundes persönlich zu vertreten und zu den schweren Beschuldi­gungen Stellung zu nehmen, die der preußische Innenminister immer noch persönlich gegen ihn vorbringe. Der Vertreter des preußischen Innenministeriums teilte daraufhin mit, dah man sich Vorbehalte, auch den Kapitän Ehrhardt als Zeugen laden zu lassen.

Sodann verlas der Berichterstatter Arnold eine umfangreiche, in Wsestdeutsch-

Nach einer Reutermeldung aus Schang- Tgft jei handelt es sich bei den von der neuen

E' Vollzugs« usschuh wichtiger ist als das Ministerium.

Hamburg, 21. April. (TA.) Auf dem Demokratischen Parteitag, dessen heu­riger erster Derhandlungstag dem Thema Der groh-deutsche Einheits- staat da s Ziel und der Weg" gewidmet ist. führte der Parteivorsitzende, Reichstagsabgeordneter Koch- Weser, als erster Redner unter anderem auS:

Anitarismus und Dezentralisation, E i n- heit und Gliederung seien die Vor­bedingungen für die Organisation jedes Großstaates. Die Zentrale müsse so schlag­fertig gestellt werden, dah sie die Lebens­fragen der Ration ungehindert lösen könne. Sie müsse sich fteihatten von Aufgaben, die von Verbänden mit Eigenverwaltung ge­löst werden könnten. Mit dem Selbst­bestimmungsrecht der Verbände könne ein mahvolles Mitberatungs- und Mitbestim­mungsrecht in den Angelegenheiten des Gesamtstaates verbunden sein. In der deutschen Geschichte sei weder die Einheit noch die Gliederung des Reiches in be­friedigender Weise ausgebildet worden. Der sogenannte gesundeFöderalis- muS sei

nichts als ein dynastischer Partikularismus gewesen. Der heutige Föderalismus habe nichts mit den Eigenarten der deutschen Stämme zu tun, er sei nicht Stammes- Föderalismus, sondern Staaten-Fö­deralismus oder richtiger Staaten - Ego- ismus. Von den 13 deutschen Stämmen feien 7 ganz und 3 teilweise im preußischen Staate vereint, ohne ihre Eigenart ein- gebüßt zu haben. Die Eigenart der deut­schen Stämme zu pflegen sei eine Aufgabe beS gesamten Volkes aller deutschen Reichs-, Landes- und Stadtverwaltungen. Zu dem politischen Gedanken der deutschen Einheit trete heute der wirtschaft- schaftliche Gedanke der Ratio­nalisierung. Man könne der deut­schen Wirtschaft keine Rationalisierung zumuten, wenn man im deutschen Staats­leben an dem Zustand des Reben- und Ge­geneinanderregierens festhalte. Jede große Verwaltungsreform sei in Deutschland un­möglich, wenn sie nicht auf der Grundlage des Einheitsstaates beruhe. Die Revo­lution habe es versäumt, den dezenttali- sierten Einheitsstaat herbeizuführen. Zu verneinen sei heute in erster Linie die Souveränität der Länder, die der Reichs­innenminister entgegen dem Inhalt der Reichsverfassung bejaht habe. Auch die Aufrechterhaltung von Gesandtschaften zwischen den deutschen Ländern sei als Rudiment aus alter Zeit zu beseitigen. Die Aufrechterhaltung von. 18 Parlamenten und ihren verantwortlichen Ministerien sei.

SbertMsche

Zeitung U j il

tc Kommunismus bezeichnen, können sie in »borf & neue Regierung ausgenommen werden, unb ^zwischen wurde in Nanking ein