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Re. 92 62. Mrs. Marburg a. Kahn
Der Anzelgentzret» beträgt fü, den 10 gespalt. Zellenmillimeter 0.08 GM., kleine Baran,eigen 0.06 GM., amtlich« und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bet Platz- dorschrtst SO-/, Aufschlag. - Sammelan,eigen 100 '/. «uß schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tag«. Bel«g« w«rden berechn««, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
1 Goldmark --- '/«.»Dollar.
^kchangts-li« wird i« seiner Ant, ***#’te an Rußland die Wiedergut«
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sie nach China verschifft werden wird. Die Kompagnie führt 21 Lastkraftwagen neuesten Tvvs mit sich. Außerdem sind zwei Batterien der ersten Feldartilleriebrigade nach ihrem Verschiffungshaven abgegangcn, nachdem Stab und zwei Batterien breits vorher nach China gesandt worden sind. Gleichzeitig ist das dritte Geschwader des englischen Fliegerkorps nach dem Verschiffungshafen Southampton trans- oortiert worden. Den Transport wird ein fliegendes Lazarett mit 200 Betten vervollständigen. Diese neuen Truvvenverschiffungen, bei denen nicht klar erkennbar ist. ob sie in den Rahmen der kürzlich von der Admiralität angekündigten Verstärkungen fallen oder bereits darüber binauss-ben, deuten darauf bin, daß die englische Regierung die Entwicklung in China als eine Verschärfung der Lage ansiebt. Diese neuen Verschiffungen sind besonders im Zusammenhang mit den angekündigten Flottenkonzentrationen vor Sankau und Nanking bemerkenswert, da sie, gleichviel wie die Antwort an Tschen ausfallen wird, zeigen, daß sich England sowohl zu Lande wie zur See auf alle Möglichkeiten vorbereitet.
3« Schanghai find neue Hin» 2*1 u n g c h von Gewerkschaftsführern
SbertMsche Zeitung
VlNAsforderung ableh « e «.
Der Sonderberichterstatter der «Chi»
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■r nm Re$ bor bedroht, einerseits durch den .i am ; tzg^narsch der roten Kanton-Truppen, an» 0 Uht ^ererseits durch die Initiative Tschangkai- 'scheks, der als neugebackener Diktator nun-
Demmslag, ten 21. April 1927
VN «Ddrrb<ssisch« Sethtng" et» sechsmal wLchenrlich. V«- ptgspreis monatlich 2 GM. aus- ptzlirßl. Zustellungsgebühi, durch dt«PostL2ü GM.Für «twa tufolg« Streik«, Waschin eud«fek1« »der «lemrniarer Gretgniff« ausfallend« Kummern wird kein Ersatz g«. fcifteL Verlag ».Dr.§ Hitzeioth, Druck der Unid.-Duchdruckerei v. Zob. Aug. Koch. Mark, 21/23. Fernsprecher: Nr. 64. m Nr. 65. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr. 6015. — Sprechzeit der Redaktion von IG—11 und 1,1—1 Uhr.
Tschaugkaischek richtete an Feng eine ^»»ung. daß eine Uebernahme der Kom- *a>ü>ogeroalt durch ihn gleichbedeutend einer Kriegserklärung ange- ”’C6 werden würde.
Die Ueberschwewmungen im Misfisfippi- Eebiet.
fk. Rewhork, 21. April. Die Lieber» schwemmung im Mississippi-Gebiet nimmt immer größeren Umfang an. Gegenwärtig stehen etwa 6250 Quadratmeilen Land unter Wasser.
6nh"Wung der Setenttferm«
Schwerin, 20. April. Aus der Tagung des Bundes deutscher Bodenreformer wurde «ine Entschließung angenommen, in der der schärfsten Entrüstung darüber Ausdruck gegeben wurde, daß das vom Reichstag am 5. SRai 1926 mit großer Mehrheit geforderte Bodenreformgesetz auf Grund des Entwurfs des ständigen Beirats für Heimstättenwesen beim Reichsarbeitsminifterium von der Reichsregierung bis heute noch nicht vorgelegt worden ist. Die Versammelten erklären weiter gewillt zu sein, bei noch längerer Hinausschiebung dieser für das deutsche Volk so notwendigen gesetzlichen Regelung des Boden- und Wohnrechts alle verfassungsmäßigen Mittel in Anwendung zu bringen.
t e n, wurde« iedoch von einem Schnellfeuer der Banditen empfangen. Alle Personen, die nicht mehr flüchten konnten, wurden in die letzten Wagen gedrängt, die dann mit Oel übergossen und in Brand g e st eckt wurden. Die Koffer des Erpräsidenten Obregon wurde« aus dem Wagen gezerrt «nd zerschlagen. Der mexikanische Kriegs- minifter hat persönlich mit einer Kavallerie-Abteilung die Berfolgung der Banditen aufgenammen. Rach den letzten Meldungen befürchtet man, daß die Zahl der Toten 200 übersteigen wird.
3« dem Ueberfall auf einen Perso««u- zng in Mexiko wird noch gemeldet, daß die Banditen den Zug zum Halten zwangen, indem Re die Lokomotive zur Entglieisung brachten. Sie töteten zunächst die militärische Eskorte des Zugs und schloffen dann die Pasfagiere i« die Wagen ei«, die Re mit Petroleum begossen und i« Brand setzte«. Wer von den Fahrgäste« aus dem bre«e«den Zug zu flüchten versuchte. wurde niedergefchosien. Der Zug wurde van den Flammen völlig zerstört.
Zu beiden Regierungen nton tritt nun ein drittes
ZMchtbMr BaMMberlall in Mexiko Ei» Prksenenzug in Brand gesteckt — is? Mesonen ermattet an» verbrannt
fk. Mexiko. 21. April, vorgestern ist auf der Eisenbahnlinie zwischen Mexiko und Guadalajara bei Limo» im Staate Zalisco ein Personenzug von Räubern zur Entgleisung gebracht und verbrannt worden, worden. 170 Perso neu des Zuges sowie die gesamte aus 17 Soldaten bestehende militärische Eskorte stad entweder von den Räuber erschlagen worden oder mit den Trümmern des Zuges verbrannt.
Grauenhafte Szene« bei dem Eisenbahnüberfall in Mexiko.
fk. Rewqork, 21. April. Wie der amtliche amerikanische Funksprnch meldet, bietet die Stelle, an der der nach Mexiko- City unterwegs befindliche Eisenbahnzug überfallen und bei dem 187 Personen ver» bräunt wurden, ein Bild der gräßlichsten Zerstörung. Der Angriff auf den Zug, in dem fich etwa 600 Reisende befanden, wurde von 500 ausgerüsteten Banditen ausgefiihrt, nachdem der Zug zum Entgleisen gebracht worden war. Die Pasfagiere versuchten, fich durch die Fenster des brennenden Zuges zu r e t-
Jn China haben sich wieder einmal di« inneren Verhältnisse des Landes Vvlkvm-
Skt Mnntonflitt
fk. Paris, 20. April. Pariser Informa» tionen zufolge beabsichtigt Italien im Falle einer Anrufung des Völkerbundes durch Jugoslawien im albanischen Konflikt und ein« für Italien ungünstigen Entscheidung dem Beispiel Spaniens und Brastliru» ru folgen und sich vom Völkerbund zu» rückzuziehen.
Von englischer Seite wird auch ein starker Druck auf Mussolini in der Frage des albanischen Konfliktes ausgeübt.
Die Unnachgiebigkeit Italiens.
Paris, 20. April. In Pariser politischen Kreisen zeigt man sich beute mehr als in den letzten Tagen über die italienisch-jugoslawische Spannung beunrubigt. Man ist hier der Ansicht, daß der Konflikt trotz der von der französischen und englischen Regierung unternommenen Schritte verschärft bat. Besondere Beachtung mißt man in diesem Zusammenhang der über London gekommenen Nachricht bei, Italien werde dem Beispiel Brasiliens und Spaniens folgen und den Völkerbund verlassen, falls dieser sich für eine für Italien ungünstige Lösung aussvrechen würde, wenn er mit dem Konflikt befaßt werden sollte. In Pariser Kreisen, die der englischen Botschaft nahestehen, versichert man, daß die englische Regierung alles getan habe, um Italien in der Frage der direkten Verhandlungen zwischen Belgrad und Rom nachgiebig zustimmen. Die englische Regierung soll der Kon- sulata den Rat erteilt haben, zwar nicht einer Revision des Tiranaoertrases zuzustimmen, aber -sich, z« einet effWeHen Erklärung zu verstehen, daß der Vertrag von Tirana keine Einmischung Italiens in die Wneren Angelegenheiten vorsehe. In dieser Erklärung soll gleichzeitig zum Ausdruck gebracht werdest, daß Italien nicht an die militärische Besetzung irgendeines Teiles Albaniens denke und der Vertrag auch nicht die Vertreibung des gegenwärtigen albanischen Regimes durch Italien voriebe. Wie verlautet, soll sich ■ die italienische Regierung jedoch weigern, den Tiranavertrag in der angegebenen Weise zu interpretieren oder interpretieren zu lassen.
chinesisches Kabinett in Nanking, das ebenso Vie die anderen behauptet, einzig und allein das chinesische Volk zu repräsentieren. Dieser Putsch des Schanghaier Generals Tschangkaischek (anders kann man fein Vorgehen nicht bezeichnen) stürzt in der Tat wieder die einigermaßen klar gewordene Lage in China in das alte Wirrnis -der vergangenen Jahre zurück. Peking will nicht das, was Nanking will, Nanking .«strebt wiederum andere Ziele wie Kanton.
Betrachten tolr einmal die tatsächlichen Nachtverhältnisse dieser drei sich befehdenden Regierungen. Die Erfolge Tschang- lsolins vor wenigen Wochen sind wiederum völlig im Sande verlaufen. Peking ist
Ein Aulvuasoll MllscheckiS
fk. Paris, 21. April. Der Sowjet- Außenminister Tschitscherin, der sich zur Zeit an der Riviera aufhält, ist durch die Geistesgegenwart seines Chauffeurs Cvom sicheren Tode gerettet worden. Das Auto des Äußenkommissars stieß in beschleunigter Geschwindigkeit mit einem schweren Kraftwagen der Linie Rizza— Marseille zusammen. DaS Auto Tschitscherins konnte noch rechtzeitig ausweichen, wurde aber so start an eine Felswand gepreßt, daß es fast völlig zertrümmett wurde.
SMmngtmW »erhandelt mit Mmgllvbn
Centro! Seng Mm ter Warme - Weiltet Sinrhteungtn in Swmodai
Str MflumnneWnnte in sranMAem Bitte
Reichsauhenminister Dr. Stresemann hak dieser Tage in einem rheinischen Blatt einen Artikel veröffentlicht, indem er sich über die Rotwendigkeit der Rheinlandsräumung aussprach. Da diese Ausfüh- rungen Sttesemanns, vom deutschen Ge- sichtspuntte aus gesehen, nichts Neues und nur Selbstverständlichkeiten enchielten, so interessiett uns mehr das Echo dieses Sttesemann-Artikels, als sein Inhalt selbst. Gin Zitat aus dem Temps genügt, um dieses Echo zu illusttieren. „"Stenn Ettes e- mann erklärt, daß die feierlichen Versprechungen der Westmächte, betreffend die Herabsetzung der Zahl der Desatzungstrup- Pen, nicht verwirllicht worden seien, so vergißt er, die geringste Anspielung auf die Garantteen zu machen, die Deutschland geben könnte, um eine Regelung zu ermöglichen." — Diese Anspielung des Temps ist ein starkes Stück. Also sogar für die Herabsetzung der Besatzungsstärke, die uns in einer Rote der Botschafterkonferenz feierlichst versprochen wurde, werden hier „neue Garantien" Deutschlands verlangt. Womit vermutlich auch der Temps sagen will, daß die Frage der eigentlichen Räumung offenbar überhaupt nicht diskutabel sei. Man hat sich das zu merken.
Billigung ter Wit ter Sowjet Regierung
ff. Moskau, 21. April. Der Räte- kongreh der Sowjet-Anion schloß die Besprechungen über den von Ächkow erstatteten Regierungsbericht und «ahm ein- stimmig einen Beschluß an, in dem die Tätigkeit der Regierung und ihr weiteres poliitsches und wirtschaftliches Programm voll und ganz gebilligt wird.
Der Rätekongreh hebt in seinen Beschlüssen die konsequente Friedenspolitik her»
chinas und in gewissen diplomatischen Kreisen Rordchinas und in gewissen diplomatischen Kreisen Pekings den Rachrichten von der Spaltung der Kuomintang skeptisch ge- genüberstehe. Die Ernennung des christlichen Generals Feng zum Rachfolger Tschangkaischeks sei, so glaubt man dort, dazu bestimmt, besonderen Eindruck auf die ausländischen Mächte zu machen, da dem General Feng kein Paktieren mit den Kommunisten vorgeworfen werden kann. Es werde weiter darauf hingewiesen, daß Feng augenblicklich mit einer verhültnis- mäßig kleinen Armee in der Provinz S h a n s i stehe und durch die Anwesenheit der Truppen Tschangtsvlins in der Provinz Hönau verhindert werde, den Qjangtfe zu erreichen.
Neue englische Truppen kür China.
London, 20. Avril. Eine gut ausgerüstete Pionierkompagnie ist heute von Aldershot nach Southampton abgegangen, wo
Jan der Ansicht fei, daß der Rebell von «anking lediglich persönliche Zwecke ver- We. Tas alles führt zu der Annahme, ”8 auch der Ausgleich zwischen Nanking »nd Peking nur durch Waffengewalt er- Mlen werden kann. Durch den Abfall richangkaischeks ist die rote Regierung «mnaö unzweifelhaft in eine übte Lage »taten. Sie ist nun gezwungen, zunächst ihre Energie weniger auf den Kampf tegen Peking als mehr auf die Wieder- ttoberung der ihr verloren gegangenen ytniren Schanghai und Nanking zu kon- ^ntrieren. Da Tschangkaischek auf eine griffe Unterstützung der ausländischen Attragsmächte rechnen kann, und im -teigen durch die Beschlagnahme der Ban- £*’ bald über beträchtliche Geldmittel ber= dürfte, so ist der Ausgang dieses nrnioner, Rachefeldzuges gegen Schanghai
sucht Londo«. 21. April. General i, D ^ichangkaischek hat einen neuen
M ,ahenmt«tfter ernannt, der heute
—< Vertretern Tscha«gtsoli ns Be
il | d'kchungeu aufnehmen wirb.
II 6 Tichaugkaischek richtete an Fena eine
.mehr einen entschieden stärkeren Machtwil- «n bekunden dürfte, als damals, wo er sich ha ^Mr als der „junge Manu" Kantons be- liy .- Ijeichnete.
Immerhin gibt es zwischen Peking und ^Nanking zwei Bindungen, die unter Um» Duden zu einem Ausgleich führen könnten. Sowohl Tschangkaischek als auch Tschang- Wlin gebärden sich al? entschiedene Geg- stt des Bolschewismus, bekämpfen beide M der gleichen Energie, mit der gleichen Hielsicherheir die kommunistische Propa- rtfe, Mda Moskaus. Trotzdem wäre es falsch L ,. ^".zunehmen, daß die Gemeinsamkeit der echkü-r gnri-kommunistischen Strömung in beiden " ' Moe ie anderen Gegensätze zwischen Heking und Nanking beseitigen muß. -Dchangtsolin ist ehrgeizig, genau so ehr- Jtyig. wie auch Tschangkaischek. Beide Ahlen sich innerlich als die berufenen fetter ihres Landes. Da bei diesem Hnpfinden vermutlich auch noch andere, -fehr reale Gründe mitspielen, so dürfte nne Nachgiebigkeit des einen oder des »«deren ziemlich ausgeschlossen sein.