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Letzte Meldungen lleberreichung der China«»t«. ft. Schanghai, 11. April. Die der fünf Mächte wirb heute Da gleichzeitig der nationalistischen Reg in Hairkau und dem Vertreter des ral Tschangkaifchek in Schanghai reicht werden. Die lleberreichung « durch die Seneralkonsuln der be Mächte.

Die Abnahme der drei Glocken der Eli- sabethkirche und deren Abtransport zwecks weiterer Behandlung hat nicht nur in Marburg und Kurhessen, sondern im ge­samten deutschen Vaterland Aufsehen her. vorgerufen unb nicht zuletzt haben stch ja auch di« vielen auswärts wohnenden Marburger und diejenigen, die Marburg und die Elisabethkirch« von ihrem früheren Aufenthalt her kennen, über diese Maß­nahme aufgeregt. Das ging aus vielen Betrachtungen in auswärtigen Blättern und noch mehr Zuschriften an unsere Zei. tung von hier und außerhalb, denen wir nicht allenRaum gewähren konnten, hervor. Die von den verschiedenen Behörden gefaß. ten Beschlüsse, die Glocken unversehrt wie. der zurückbringen zu lassen, sind unseren Lesern ja hinreichend bekannt. Am letzten Sonnabend ist nun, wie man uns mittetlt, in dieser Sache ein endgültiger Entscheid zustande gekommen. Eine aus einer ganzen Anzahl maßgebender Herren aus Berlin, Kastel und Marburg zusammengesetzte Kommission befaßte sich eingehend mit der Angelegenheit und ordnete schließlich an. daß die Glocken sofort telegraphisch zurückbeordert werden, um wo­möglich noch vor Karfreitag und Ostern wieder aufgehängt zu werden. Es ist des­

halb sehr wahrscheinlich, daß die Glocken schon unterwegs sind und jeden Tag hier eintreffen können. Außer den Marburger Herren, u. a. Univerfitätskurator Ge. Ober. regierungsrat Dr. v. Hülsen, Regievungs- baurat Lüdck«. Vertretern der Geistlichkeit usw. waren au» Berlin u. a. Ministerial­direktor Trendelenburg. Staatrkonservator Hiege, der Direktor der sta tlichen Museen Geh. Rat v. Falke, aus Kastel der stellver. tretende Larckeskonservator Dr. Letbohm, Reg.- und Baurat Fiebelkorn, der Präfi- dent des Landeskirchenamt» Stamm, Kirchenbaurat Niemeyer und sickere Herren anwesend. Außer der Glockenfrage befaßte man sich auch noch mit anderen Fragen. di« zum Teil im Zusammenhang mit dem Kunstmuseum stehen. Auch diese werden zur Zufriedenheit der evangelischen Gemeinden und der Universität ihr« Er- ledigung finden. Die Herren besichtigten außer der Elisabethkirche auch noch mehrere andere Gebäulichkeiten, z. B. die anderen Kirchen und das Jubiläumskunstinstitut. Zu den Feiertagen dürften also, wie schon seit Jahrhunderten, die Glocken der Elisa- bethkirche wieder ihr altes Osterlied singen und über die Berge und Täler des Hesten- landes die Kunde tragen:

Der Herr ist auferstanden".

Die Slsiken der GtjabMirche auf dem Wrge nach Marburg

Wenn ein franzöMer Genera! umzieht

Trier. S. April. Infolge seiner Er­nennung zum kommandierenden General in der französischen Armee zog in Trier früh 8,55 bis 9.20 Uhr der bisherige Dirn« sionsgeneral Rampont aus seiner Woh­nung in der Pautinstraße nach der in der Ostallee gelegenen Wohnung des komman­dierenden Generals um. Den ganzen Weg zwischen den beiden Wohnungen entlang bildeten Truppen Spalier. Der Verkehr war völlig unterbunden. Weder dre Stra­ßenbahn noch die Fuhrwerke noch die Fußgänger wurden durchgelasten, sodaß

Das Mell Im Marek -Prezeß

Wien, 9. April. Aach zweistündiger Ver­handlung, die reich an dramatischen Zwilchen- fällen war. wurde heute ^8 Urteil im Marek-Prozeß gefällt Das Schöffengericht fällte folgendes Urteil: Emil Marek, der ebenso wie seine Frau des Versicherungs­betruges und der Verleitung zur falschen Zeugenaussage angeklagt war, wurde wegen Verleumdung zu vier Monaten schweren Kerkers verurteilt. Don den anderen An- klagepunkten wurden Veide frelgesprochen. Die Schwester der Frau Marek, Paula Löwen­stein wurde zu drei Monaten strengen Arrest bedingt mit zweijähriger VewährungsfM^der Spiialdiener Kart Mraz zu WJ* schweren Kerkers verurteilt. Frau Mraz wiirde freigesprochen. Di« ungefähr vier Monate betragend« Untersuchungshaft wird angerechnet.

eine empfindliche Verkehrsstörung ent­stand. die umsomehr bemerkbar war, als die Nordallee die Zugangstraße zum Bahn­hof bildet, sodaß es nicht möglich war, von und zu dieser in der angegebenen Zeit zu gelangen.

Hecke batte sich eine Kegelbahn Munbcn, vmi der jetzt nur noch am Ende der Hecke das K - gelschaüer stand. Es ist kaum anzunebmen daß man Christoffer das Kegelschauer als Wohnung zugewiesen hatte. Aber der Wirt lieh ihn dort wohnen- Miete brauchte er nicht zu zahlen. Er batte nur gelegentlich dem Wirt einige Dienste ru leistn. Sc muhte er zum Beisviel im Frühjahr den großen Gar­ten umgraben oder im Winter Schnee schau­feln und dergleichen.

An schönen Sommerabenden sah Christofier auf dem Strohsack, der ihm auch als Nachtla­ger diente, vor seiner Hütte und svielte auf einer Handharmonika. Leute, die nach dem Stadtvark wollten und hier poiuter kamen, warfen ihm häufig ein Geldstück bm. blieben wohl auch stehen, um ein Wort Mit ihm zu reden.

Na, Christoffer, wie gebt'-?"

Eod, god. mi g?ibt bat Lmmer god-

Fast immer kamen an solchen Abenden auch Zinder zu ihm und bockten bei ihm herum Er muhte dann Geschichten erzählen. Seine Geschichten handelten stets von einem Knecht, der den Tieren oder den Menschen etwas antun konnte und zur , Strafe zuletzt vom Teufel geholt wurde.Kiek do bett de Dübel em holt. Iaaa!" So schloßen seine Er- zäblungen, und dann hob er drohend den Zeigefiiger der rechten Hand, von dem das vorderste Glied fehlte. Wahrscheinlich hatte er die Hand einmal in einer Maschine ge­habt; denn auch der Mittelfinger war ver- krüvvelt. . m . .

Die Leute, die abends rm Park spazieren gingen oder auf den Bänken sahen, hatten es gern, wenn Christoffer auf seiner Handbar- monika svielte. Es wäre wohl auch alles noch lange so geblieben, wenn einige Herren nicht Mitleid mit dem armen Christoffer gehabt hätten und deshalb an seiner Lebensweise An­stoß nahmen. Sie sagten, es sei unerhört, dah­er in einem Kegelschauer wohne, wo er im

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Das Urteil im Schultbeisprozeß rechtskräf- tig.

Frankfurt a M, 9. April. Der Fuhrunternehmer Friedrich Schultheis der gestern wegen schweren Raubs und Todschlags vom Schwurgericht zu 15 ren Zuchthaus verurteilt worden ist und in der gestrigen Sitzung keine Erklärung darüber abgegeben hat ob er die Strafe annehme, hat heute früh die Strafe ange­nommen. Auch die Staatsanwaltschaft hat auf Einlegung von Revision verzichtet.

Die Kinder tarnen lärmend auf den Schul- Hos gesprungen. Sie wutzwn sehr wohl, dah Christoffer hinter der Tur stand. Er stand dort jeden Tag. Da er den Kindern also eine alltägliche Erscheinung war. nahmen viele kaum Notiz von ihm. Aber doch versammelte sich jeden Morgen eine kleine Schar wieder um ibn, um Svah mit ihm »u treiben.

Dertell mal'ne Geschichte! Sing mal, Christoffer!" tiefen sie.

Erst Brot!" antwortete ihnen Christoner.

Mebrere Hände reichten ihm Brotreste bm. Ein kleiner Junge gab ibm das ganze Fruv- stück, schön in Pergamentpavier eingewickeu. Cbristoffer verstaut« alles in der geräumigen Innentasche seines Gehrocks

Sing, Christoffer!" verlangten die Kin­der, als das Verpacken des Brotes »u lange dauerte. Er begann nun auf den Holzpan­toffeln ru trappeln und sang:

Christoffer weer en goden Kncht, nun Harten god un gornich stecht, Ju möt em wat to eeten geben, denn ward be lang noch leben. .

Da er eine heisere Stimme batte und fein bärtiges Gesicht ,u einer entsetzlichen Err- masie verzog, joblten und lärmten die Jun­gens vor Vergnügen.

War die Pause beendet, stand Christoffer an der Ecke der Turnballe, die dem Schulbaus gegenüber lag, und blickte nach den Fenstern der Klassenzimmer. Er sab die Kinder in die Klasien kommen und freute sich, wenn sie ihm zulachten oder ibm aurointten. Sab er die Lehrer kommen, trabte er davon.

Er wohnte in einem Kegestchauer und Batte sich dort einigermaßen wohnlich eingerichtet. Von der Bürgerstrahe führte zwischen Swet Häusern, einem Gasthaus und einem Bäckerla­den, und den dahinter liegenden Gärten em schmaler Weg nach den städiisch-:n Anlagen. I Der Garten des Bäckers war durch eine Holz- planke begrenzt, der lang gestreckte Garten deS I Wirtes durch eine Dornenhecke. Sinter dieser

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Skizze von Adolf Sievers-Wilster.

Er war, wie man »u sagen pflegt, ein Ori­ginal. Schon durch seine Kleidung fiel et auf, so dab Fremde, die ibn -richt kannten, wenn sie ihn durch die Straßen traben sahen, ver­wundert stehen blieben, ihm kopfschüttelnd nachsahen und lachten Er lief immer auf Holzpantoffeln und fast nur rm Trab. Dre Leute in den Häusern wußten genau, wenn sie das Klavvern der Pantoffeln auf der Straße hörten, daß es Christoffer war. Ob­wohl sie ibn oft genug sahen, traten sie ans Fenster, um über ihn zu lachen. Er trug eine blaue Leinenhose, einen grünlich schimmern­den ausgefransten Gehrock mit runden Ecken, einen hellgrauen, hoben Hut und ein rotes Tuch um den Hals. Reichlich sechzig Iabre mochte er alt sein.

Morgens, kurz vor zebn Uhr, kam er Über den Schulhof getrabt. In einer der unteren Klasien machten einige Knaben den Hals lang und sahen aus dem Fenster

Christoffer ist baf" ... .

Wollt ihr wohl hier aufpasirn! schimpfte der Lehrer, so laut, baß man es auch brausten ^Christoffer lief in. die große, offene Schul- tür hinein. Gleich rechts um die Ecke stand der Papierkasten. In diesem Kasten begann er zu wühlen und suchte nach Brotresten. Er nährte sich fast ausschließlich vonBrotresten, die er hier fand ober von ben Schulkindern ^SUs" es kingelte, erschrak er und versteckte sich hinter dem einen Flügel bet Tür. Er batte Angst vor bem Schulleiter, der ihn schon ver­schiedentlich fortgejagt batte. Einmal batte der Rektor gesagt:Cbristoffer, Du mußt nicht immer das schmutzige Brot esien. Aber Chri­stoffer batte geantwortet:Dai smeckt so jchisir un flti fehlt i« nix darna.

85 Personen n Fleischoergiftnn, ft Hamm, 11. April. 3m Lebt der Zeche de Wendel in Herringen e ten etwa 25 Personen an Fleischver vvu denen 14 Personen ins Krankenhaus führt werden mußten.

Ein Arbeiter von eine« anderen Ar erschossen.

ft. Dürnberg. 11. April. 3m eines von ihm angezettelten vtrette» ein Arbeiter einen anderen Arbeiter. Täter wurde von unbekannten Ziv derartig verprügelt, dah er betouBi Krankenhaus ein geliefert werden muhte, tete Erhebungen sind im Gang«.

Schweres Bootsnnglllck auf der Gl

fk. Wachwitz bei Dresden, 11. Avril, der Nacht zum Sonntag stieß em S-ootJ Personen, das über die Elbe setzen wo die am jenseitigen Ufer verankerten Schiffskähne an und geriet unter einen selben. Zwei Insassen konnten gerettet den. Die beiden-andern, darunter ein von 5 Kindern, ertranken Ihre konnten noch nicht geborgen werden.

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verurteilte Kriminalbeamte.

Berlin, 9. April. (WTB.). Das Schöf­fengericht verurteilte heute die Kriminal­beamten Hellmuth und Tharmann wegen Amtsvergehen zu 10 bezw. 9 Monaten Ge­fängnis, sowie den vielfach vorbestraften Kaufmann Bruckner, gegen den von Wien aus ein Auslieferungsverfahren schwebt, zu einem Jahr Gefängnis. Das Verfahren ist durch eine Selbstbezichtigung Bruckners in Gang gebracht worden. Die Kriminalbe­amten haben ihn ständig iwn den gegen ihn erlassenen Steckbriefen Mitteilung ge­macht, sowie Bruckners Identitätskarte aus dem Archiv des Erkennungsdienstes entwen­det und ihm ausgeliefert. Ferner haben die Beamten mit Bruckner zusammen auf eigene Faust Verhaftungen von Devisenschiebern vorgenommen. Die Verhafteten ließ man dann wieder laufen, während die »beschlag­nahmten" Geldbeträge unter den Dreien geteilt wurden.

Generaloberst Roth-Limanow gestorben.

ft Wien, 11. Avril. Der aus dem Welt­krieg bekannte österreichische Heerführer Ge­neraloberst Roth-Limanow ist 'm Alter von 68 Jahren gestorben.

Winter kaum Heizen könne, daß er auf Strohsack schlafe und immer so viele um sich habe. Und der Rektor der schule beklagte sich beim Magistrat der dab Cbristoffer von Thun, obwohl ij verboten sei, jeden Morgen auf dem erscheine, dadurch den Unterricht st» aus dem Pavierkasten die Drotreste e So kam es denn, daß eines Tages die bei Cbristoffer erschien und ibm sagte,« seine Sachen nehmen und mittommen- hatte große Angst vor bem PoMst^ seines reinen Gewissens.' Vielleicht auch nicht Angst, sondern Respekt ot* r Ehrfurcht . Er nahm mit zitternden » 6

seine Harmonika und ben Ctrobiack, 1 ** ( aber auf Befehl des Polizisten wieder r fei

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Dbrrbrsi sw' I-itnng, Marbnrg a. S. Montag. Scn !l Avril 1827

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anderen Werk« sind noch weniger interesiant. Der Pi-king ist ein kabbalistisches Buch *u Wabrsagezwecken. Der Liki enthält eine Sammlung von Vorschriften über den Um­gang mit Göttern und Menschen, es tft bae große Zeremonienbuch, bas burch fernen Ein­fluß auf ben ursoriinglich eefunben Volksgrtst diesen zum martonettenbaften Krüooel macht-

Durch Sammlung unb Rebaktion aller Ur­kunden und Lieber gab Konfutse den Chinesen eine nationale Literatur, wodurch er ihnen gemeinsames nationales Empfinden zum Be­wußtsein brachte. Dankbare Pietät, legte die­sen Büchern kanonische Geltung bei, und die Schüler und Nachfolger des grosen Mannes, unter denen besonders Mengife und Kao her- vorragen, erlebten, daß die, aus dem volitt- schen Chaos erblühte geistige Disziplin die Grundlagen einer neuen Ordnung bee Staatswesens schuf, sie lehrten nämlich: dir Grundlage eines geordneten Staatswesens ist Selbstkultur des Einzelnen, die nur auf Wls- sen beruht, das wiederum in dem Eindringen in die Natur besteht.

Während nun viele her heutigen Chinesen, ungefüllt mit neuzeitlichen Ideen von ameri­kanischen und europäischen Universitäten, heimgekehrt sind unb ihre Landsleute als 'ge­scheite, aber frühzeitig in überlebten Formen erstarrte alte Kinder anschauen und deshalb überzeugt sind, daß China alles erschöpft habe, was in ihm selber sei. daß deshalb mit bet ganzen Ueberlieferung gewaltsam gebrochen werden müsie, schwören andere auf ben Geist des alten Konfutse unb glauben, daß die geistige Kraft und der Respekt vor der Tradi­tion ben Schatz bilden, aus dem beute noch geschöpft werden kann, um eine innerliche urtb äußerliche Blüte im nationalen Sinne vor­zubereiten.

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Ausland

Die Lage in Marokko.

fk Paris, 11. April. Die Lage in Ma­rokko ist nach englischen Meldungen nunmehr so ernst geworden, dah zur Unterdrückung der neuen Aufstandsbewegung eine erheb­liche Anzahl weiterer Truppen notwendig sein wird. Die militärischen Vorbereitun­gen für eine neue energische Bekämpfung des Aufstandes werden fortgesetzt.

Kelloggs Rücktrittsabsichten.

fk. London, 11. Avril. Meldungen aus Newyork zufolge berichtetNew Bork Evening Post" aus Washington, Staatssekretär Kellogg habe dem Präsidenten Coolidge seine Rück­trittsabsichten unterteilt. Als sein Nachfolger werde Mac Seagh, augenblicklich Botschafter in Tokio, genannt.

DieNew Bork" in New Bork angekommen.

ft Aewhork, 11. April. Der Dampfer Mewhork" der Hamburg-Amerika-Linie ist «onntagnacht auf der Quarantäne-Station eingetroffen.

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Somit ist das Urteil rechtskräftig geh den.

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aber auf .Befehl des Polizisten wieder gen mußte, und ließ sich abführen. Er sich an der Seite des Polizisten balt«^ noch lief er auf feinen Holzpantofm Trab. Der Polizist brachte ihn nach wj feen, kalten Haus, außerhalb der Sta? mit großen weißen Buchstaben über b* stand' Versorgungshaus. Man wies v fei hier eine Stube an unb sagte ibm,1 hier wohnen solle, daß er es nun c'cl, haben werde. Dem armen Mann !>* ( ou Tränen in ben struvoigen Bart. Es sicher keine Freudentränen.

Am andern Morgen, kur» vor zeb« ntlij kam Christoffer wieder über ben Schu^ tonn trabt, und abends mußte der Polii' mieber aus dem Kegelschauer holen M dem Versorgungshaus bringen, wo mit strengen Worten gesagt wurde, da«1 Haus ohne Erlaubnis nicht verlasien Wenn er noch einmal weglauf«, dre- Polizist, würde er eingesverrt.

Christoffer hörte das bebend unb m wußt an. Er hat bas Haus ohne 6.1*' nicht wieder verlasien. Man fand '«H in derselben Nacht tot in seiner Stu^ hatte sich mit seinen Hosenträgern «1

Niederhausen. Gestern nach>z g tag 1 Uhr fuhren von Staudernheim z, Herren unb eine Dame aus Kreuznach - einem Faltboot, die Nahe abwärts. R, j-v vor Niederhausen warnten Arbeiter - W dem Stauwerk vor bet'SßrttetWt. 1 kur« vor Niederhausen eine Holzbrj aufgeschlagen sei, die die Durchfahrt t zulasie. Die jungen Leute setzten bte aber doch fort. Da» Verhängnis w°s . daß da» Boot noch vor der Brücke timsj l und die Jnsasien des Bootes in» M di fielen. Durch di« Rufe liefen die Aii Wit­ter des Werkes auf die sich an der $ Ra» ftnlibrilffe. eine kl, w11

Berlin, 10. April, «in ungewG dreister Aaubüberfall wurde am Frt abend in Köln in der Teutoburgerß, ausgeführt. Zwei 20jährige Porzeliami, lieferten dort einem alten Ehepaar eim stellte Arbeit gegen Barzahlung ab. ! Erledigung des Geschäftes schlugen sie f sich mit einem Gisenrvhr auf die Leute ein und verletzten die Eheftau d° daß sie in der vergangenen Dacht Vers während der Ehemann noch in SZebenS» schwebt . Ss ist gelungen, die Täter s «g len. Sie bestreiten die TStung^"^ wollten die Tat begangen haben, u für ein Motorrad zu verschaffen.

stelle befindliche Holzbrücke, eine Verkehrsbrücke für Arbeiter vom h »um rechten User der Baustelle. Aus Brück« waren etwa 15 Leute, wodurch w _ folg« des hohen Wosierstandes die SBn ufuhr einstürzte. Neun Arbeiter kamen in jcht ii Strömung. Sieben von ihnen tonn idm sich nur retten, während zwei ertratt * Die beiden Leichen konnten bis Ab noch nicht gefunden werden. Etnet ertrunkenen Arbeiter ist Famil'envai,