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Weitere Haussuchungen in Schanghai und Aentsin Der chinesische Außenminister entschuldigt sich

Sowjet-Union Zeige höchste Entrüstung

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EMdmlMg Im Landtag

Mirrten und geschädigten ausländischen ächte zu einem energischen aktiven Ein-

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Marburger rageSanzeiser

Hessische

Landeözettung

Seettag, den 8. April 1927

Sbechessische Zeitung

V», ^Vberhesflstb« Zettung" ee- l^tnf sechsmal wdchenklich. ve- jgfftVttit monatlich 2 SM. au«- pyicSL Zustellungsgebühr, durch zz^Z»stL25 SM.MK etwa infolge Streik«. Maschinendefekte »der dtecstattt Ereignisse ««fallende ggountta wird kein Ersatz ge» leiste«. Verlag». Dr. § Hitzervth, Druck der Untd.-Buchdrnckerei v.

Ang. -och, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 54. n. Nr. 65. «estscheckkonto: Ami Frankfurt «. M. Rr. 5016. Sprechzeit he, Redaklion von 1011 und »1,11 Uhr.

MW drs JlolornnMen Korns

ff. Paris, 8. April. Wie Havas mit­teilt, scheinen die chinesischen Behörden die ihnen vom diplomatischen Korps erteilten Vollmachten überschritten zu haben, indem sie auch in die früheren WLHnriinm« der russische« Eisenbahnge­sellschaft und i« ein« Kaserne eingedrun- gen seien, in der ehemals die russisch« Ge- sandtschaftswache untergebracht gewesen sei. Das diplomatische Korps habe gegen diesen Uebergriff der chinesischen Behör­den protestiert.

grefien entschließen sollten, werde die , Sowjetunion in der Mongolei intervenieren.

Unter diesem Gesichtspunkte gewinnen die Meldungen von erneuten Durch­suchungen russischer Gesandtschaften in ihina besondere Bedeutung.

zolle enthalten, wie im deutsch-schwedischen Handelsvertrag. Der Etat wird in zweiter Lesung bewilligt.

Bei Fortsetzung der Aussvrache zum Ee- stütsetat greift Abg. Meyer (Dntl.) den Finanzminister wegen seiner Sparpolitik am Eestütshaushalt, die offenbar auf Unkenntnis der Bedeutung dieser Materie beruhe an.

Minister Dr. Steiger erklärt, irt"ber Er­höhung der Summe für den Ankauf von Deck­hengsten komme zum Ausdruck, daß der Finanzminister eine Vermehrung des Pferde­bestandes für angebracht halte. Von den mehr als 21 Millionen Einnahmen aus der Renn­wettsteuer käumen 7 Millionen für die all­gemeine Verwaltung, die restlichen 14 Millio­nen würden zum Teil für di« Pferdezucht verwendet. Wenn man die Grenze allzusehr öffnen wollte, würde das Gegenteil von der Hebung des inneren Marktes fein.

3n der Abstimmung über den Gestütshaus­halt werden die Anträge des Hauotaus- schuffes in der Hauptsache angenommen, außerdem die deutschnationalen Anträge auf Erhöhung der Pferdezölle und Unterbindung der Pserdeschmuggels von Belgien nach dem Rheinland.

Das Saus geht über zur »weiten Beratung über den Etat des Landtages, der nach An­griffen des kommunistischen Redners auf das Landtagsvräsidium in zweiter Lesung ange­nommen wird.

Beim Haushalt des Staatsrates verlangt Abg. Grube (Kom.) die Aufhebung des Staatsrates. Dieser Antrag wird gegen Kommunisten und Sozialdemokraten abge- lebnt und im übrigen der Haushalt in zweiter Lesung angenommen.

Verabschiedet wird der gemeinsame Antrag aus Aufnahme eines Darlehens für den Osten, die Vorlage über die Wiederinstandsetzung und Verbesserung staatlicher Hafenanlagen und die Vorlage über Bereitstellung von Mitteln zur weiteren Förderung von Klein­bahnen.

Hierauf vertagt sich das ifa» auf Freitag 10 Uhr. Kleine Kreditvorlagen Schluß 5 Uhr.

Berlin, 7. April. Der preußische Land­tag erledigte in feiner Donnerstagsfitzung zu­nächst eine ganze Reihe kleinerer Vorlagen. Dabei werden die zur ersten Beratung vor­liegenden Gesetzentwürfe, die einen 80-Millio- nen-Kredit für die verstärkte Förderung des Wohnungsbaues und 100 Millionen für die verstärkte Förderung der Erwerbslosenfür­sorge, insbesondere den Bau von Landarbei­terwohnungen, vorgesehen, dem Hauptaus­schuß zur Vorbereitung überwiesen. In allen drei Lesungen und in der Schlußabstimmung findet ein Jnitiatiogesetz der Regierungspar­teien Annahme, daß eine andere Regelung für die Volksschullehrer im Volksschullehrer- und Diensteinkommengesetz bringt. Das Gesetz über das Diensteinkommen der Gewerbe- und Handelslehrer und -Lehrerinnen in den Be­rufsschulen wird in 2. und 3. Lesung ange­nommen. -

Es folgt die dritte Beratung des Urantra­ges der Regierungsparteien über

die Aenderung der Hauszinssteuer.

Dine allgemeine Aussvrache findet nicht statt. Die Vorlage wirb in der Schlußabstimmuag gegen die Rechtsparteien und Kommunisten angenommen. Annahme findet auch der An­trag v. Campe (D. Vpt.), bei der Neufest­setzung der Richtlinien für die Verteilung der Hauszinssteuer den Rückfluß der Hauszins- steuerhyvotbeken in stärkerem Maße zu be­günstigen, insbcfonbere den Zinssatz für die bei Rückzahlung von Sauszinsfteuerhyvotbe- ken zu erstattenden Zinsen mit Rücksicht auf die Entwicklung des Geldmarktes herabzu­setzen, sowie der Antrag der Deutschnationalen und des Zentrums auf Anrechnung der Zin­sen und Tilgungsbeträge aus Reparatur­hypotheken auf bie Hauszinssteuer.

Das Haus setzte hierauf die zweite Bera­tung des Eestütsbausbaltes fort, die aber bald durch Abstimmungen rum Forstetat un­terbrochen wird. Dabei wurden dis Aus­schußbeschlüsse u. a. auch auf Besserstellung der Förster, angenommen, ebenso gegen die Links­parteien der Ausschußantrag, wonach das Staatsministerium nur solchen Handelsver­trägen zustimmen soll, die nur so hohe Hol»-

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1 Goldmart --- '/»Dollar.

über die in Peking verübten Gewalttat««.

Protest des russische« Generalkonsuls wegen der Schanghaier Zwischenfälle.

fk. M o s k a u, 8. April. (Telegraphen- Agentur der Sowjet-Union.) Der Gene­ralkonsul der Sowjet-Union in Schanghai hat wegen der Polizeiaktio« geren das Konsulargebäude beim diplomati­schen Korps und beim chinesischen Außenminister Protest eingelegt.

Der Pekinger Zwischenfall hat in Moskau groß« Entrüstung her­vorgerufen. Gerüchtweise verlautet, daß der Abbruch der diplomatischen Beziehun- gen bevorsteht.

fk. London, 8. April.Times" mel­det aus Tientsin: Chinesische Polizei ist mit Genehmigung des französischen Konsulats in die Dahlbank der chinesisch«« Ostbahn sowie andere Gebäude, die alle i« der franzv-^chen Konzession liegen, ein­gedrungen. Die Polizei hat dort Schrift­stücke mit Beschlag belegt. Das Vorgehen soll durch die gestern in den Sowjet-Ge­bäuden in Peking gemachten Entdeckungen veranlaßt worden sein.

SerElwbmam" Englands

Zswestija" zu den Vorfällen in China.

fk. Moskau, 8. April. Das Blatt Zsweftija" schreibt: Der Ueberfall in Pe­king und die Blockade des Sowjet-Konsu­lats in Schanghai stehen nicht allein im Zusammenhang, sondern sind die Verwirk­lichung irgend eines Gesamtplanes. Der tatsächliche Vollstrecker Tschangtsolin kann auf dem unanfechtbaren Gebiet des sogenannten diplomatische« Viertels nicht anders vorgehen als mit Wi'sen und Zu- ftimigULL. bis. Stogejt des diplomatischen Korps, der in diesem Falle der Stroh­mann Englands war. Es ist völlig unnötig, vor Tschangtsolin zu protestieren, der sich krampfhaft an die letzten Möglich­keiten, die Hauptstadt Chinas zu halten, klammert und nicht mehr fähig ist, die Verantwortung für seine eigene Handlung zu tragen. Die öffentliche Meinung der

Dle Stoße Mitlon in Wlrineen wieder gMettert

fk. Weimar, 8. April. Die an den Verhandlungen zur Bildung einer Mehr­heitsregierung in Thüringen beteiligten Fraktionen von der Deutschen Bolkspartei bis zu den Sozialdemokraten erteilten gestern ihre Antwort auf die von den Demokraten als BerhandlungSgrundlagen aufgestellten RichtliniAi. In der Antwort der Sozialdemokraten wurden die bisher ge­führten Verhandlungen als gescheitert be­trachtet, da durch das Vorgehen der Rechts­parteien eine Einigung Über di« elemew- tarsten Interessen der werktätigen Bevöl­kerung nicht habe erzielt werden können. Die anderen Parteien hatten ihr Einver­ständnis zur großen Koalition gegeben.

Der Gewährsmann des in Berlin er­scheinenden russischen Blattes2M, der anfangs März Transbaikanien und die nördliche Mongolei bis zur Stadt Ulan Dator (so heißt jetzt die frühere Haupt» 'ftabt ilrga) besuchte, gibt jetzt in der ge­nannten Zeitung aufsehenerregende Infor­mationen. Irkutsk, Wertsche Udinsk und Tschika sind in riesige mit Automobilfahr­zeugen und sonstigen Wagenmaterial aus­gerüstete Militärlager umgewandelt wor­den. Aber auch alle mehr oder weniger wichtigen Punkte auf dem Verbindungsweg zwischen Irkutsk und der Mongolei stellen gleichfalls wahre Militärlager dar. Außer­dem ist eine Flugverbindung zwischen Ir- »üfk und der Mandschurei und dem Der- nchmen nach auch mit den Anhängern des Generals Feng 2su Siang eingerichtet wer­den. Fünf russische Infanteriedivisionen und drei Kavalleriebrigaden sind rnobili- siett. Der Sitz des Armeestabes ist*Tschika.

Der Gewährsmann der Zeitung glaubt, daß >er Zweck all dieser Vorbereitungen «in Eingreifen der Russen in der Mandschurei ist. Hierbei werde aber auch auf die Unterstützung der manschuri- schen Armee mit Bestimmtheit gerechnet. /Diese Armee soll 40 000 Mann stark sein huw vollständig unter Hem Einfluß der /Sowjetunion stehen. Die Kvmmandostellen liegen in Händen von russischen Offizieren, die eine Spezialausbildung in Moskau bezw. in Irkutsk erhalten haben. Die mongolische Reiterei rücke bereits nach der sitdöstlichen Grenze der Mongolei, also dicht vor die Grenze des inneren Chinas

SmWmngtn In Schamm und Slcnllin

fk. Schanghai, 6. April. Nach einer leutermelbung von gestern abend umzin- -elte die Polizei bas -sowjet-russische -Konsulat,

Rach einer weitere« Meldung aus Schanghai gelang es gestern abeud dem ksiißenkommisiar der Provinz Kiangs«, K u a t a i ch i, das russische Eeneralkoa- stllat in Schanghai z« betreten, wo er dem Generalkonsul, Linde, sein und des Obrr- kommandanten Bedauern aus« sprach. Er entschuldigte sich wegen der Pekinger Ereignisse und stellte fest, daß Hes die Agonie der Rordmilitar,ften sei. Pir Schanghaier Ereignisse seien für ihn Nttift unerwartet gekommen.

Heute wird Kuataichi bei de« ausländi- ßhea Konsul« persönlich Protest einlegea eb darauf Hinweise«, daß das Konsulat

Sowjet-Union der chinesischen Re- Kierung beglaubigt und niemand zu der­artige« Maßnahmen gegenüber dem Pswjet-Koasulat in dieser Weise und ohne ki«e Erlaubnis berechtigt sei Kuataichi idrach ferner im Kamen des Oberkommaa, verende» die höchste Entrüst»«- über *M« Vorgänge aus. Die Lage ist äußerst Krfpanut.

tat. Die Truppenansammlungen in der Mandschurei verfolgen zunächst den Zweck, die Stteilkräfte Tschangtsolins nach Mög­lichkeit in der Mandschurei festzuhalten. Sobald jedoch die Möglichkeit gegeben sei, namentlich wenn sich die in China inter-

Ml und Sieben

Roch keine Entscheidung über di« Wiederein iührung.

Berlin, 7. April. Amtlich wird be­kannt gegeben: Eine Nachricht der ,B.Z."> daß der Aeichsminister des Inneren den von dem früheren Reichskabinett nicht verabschiedeten Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung b«S Artikels 109 der Aeichsverfassung (Wieder­einführung von Titeln und Orden) unverän­dert gelassen habe und ihn nach Ostern dem jetzigen Reichskabinett wieder zuleiten werde, ist unzutreffend. Der Reichsmmister dtzs In­nern ist sich über die Weiterverfvlgimg bet früheren Gesetzentwurfes überhaupt noch nicht schlüssig geworden, weil für ihn zunächst wich­tigere Angelegenheiten im Vordergrund stehen.

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Das MMzelinolgM angenommen

Berlin, 7. April. Im Mittelpunkt de- Interesses der heutigen Plenarsitzung deS Reichstages stand die Beratung des deutsch- französischen Handelsprovisoriums. Nachdem sich bi« Zentrumsfraktion und die Deutschnationalen nur im Hinblick auf außenpolitische Gesichtspunkte dafür, So­zialdemokraten und Kommunisten dagegen ausgesprochen hatten, wurde das Provi­sorium in allen drei Lesungen mit 189 Stimmen der Regierungsparteien gegen 163 Stimmen bei 20 Enthaltungen der Demokraten angenommen. AIS nächster Punkt steht die zweite Beratung des Ar- beitszeitnotgesetzes auf der Tages­ordnung der heutigen Sitzung.

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Aus den AiMüssen

China und Albanien vor dem Auswärtigen Ausschuß.

Berlin, 7. April. Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages trat heule vor­mittag im Beisein des Außenministers Dr. Stresemann, des Staatssekretärs v. Schu­bert, sowie fast sämtlicher Vertreter der deutschen Länder zusammen. Der Aus­schuß überwies nach kurzer Besprechung das Saargrenzabkommen und das deutsch-französische Handes- Provisorium zur weiteren Beratung an den Handelspolitischen Ausschuß. Es folgte dann die Besprechung über Deutschlands Politik in China, worüber sich zunächst Reichsaußenminister Dr. Stresemann äußerte. Weiter beschäf-, tigte sich der Ausschuß mit der Stellung Deutschlands im albanischen Kon­flikt. An der Aussprache beteiligten sich neben den Vertretern des Auswärtigen Amtes, insbesondere dem Reichsaußen­minister, die Abgeordneten v. Kemnitz ($tn.), Stöcker (Komm.), Dr. Hoetzsch (Dtn.), Dr. Breitscheid (Soz.), Freiherr v. Rheinbaben (D. Vpt.), Dr. Wirth (Ztr.), Dr. Schnee (D. Dpt.), Dr. Siebt (Wirt-

fk. In gestrigen Sitzung des Reichstages wurde unter Ablehnung aller Aenderungs- anträge das Arbeitszeitnotgesetz in jwti.ee Lesung angenommen. Die dritte Lesung des Gesetzes wurde auf Freitag Uhr vertagt.