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MelgnM(dcwMttkuchMlche)<vbtthEew> Amtliches VtMndlgungsblEßirdbm^iNm^nss

Sie Engländer und Amerikaner räumen Rerdchina

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Marburger rasesanzelgtt

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1 Goldmark = Dollar.

öbecheMche Zeitung

Aufstand in Marokko.

fk. Madrid, 4. April. Zu Maro ko ist eine Aufstandsbewegung ausgebrochen, die ständig an Ausdehnung zunimmt.

Worten: Amerika wird praktisch vielleicht mit den andern Ländern handeln, wird sich aber zugleich das Recht Vorbehalten, sobald es ihm ratsam erscheine, einen neuen eigenen Weg einzufchlagen.

Die Verbandlunge» der Mächte über die Nankinger Zwischenfälle.

London, 2. Avril. Hebet ein gemein­sames Lorgebe» der britischen, amerikanische» und javanische» Regiernnge« zur Erlangung von Genugtuung für die Ausschreitungen in Nanking ist noch nichts entschieden. Es ist verfrüht, zu behaupten, daß auch nur ein vor­läufiges Abkommen zwischen London, Was. bington und Tokio zustande gekommen sei. Inzwischen «ehren sich, wie Nenter weiter be­richtet, die Anzeichen, dab die Nantonesen jetzt unterschiedslos gegen alle Ausländer vor­gehe», während bisher die Engländer da, Hauptziel der Angriffe waren. Sn Tsinanfu wird in den üblichen antibritischen Plakaten dazu aufgefordert, die Tötung der Ausländer zu wagen.

Zur Kriegslage in China.

fk. Schanghai, 4. April. Die B«. fehung von Pengpu durch die Südtruppea wird amtlich bestätigt. Bei ihrem wei­tere« Vormarsch nach Norden an den Eisen­bahnlinien Tientstn und Pukau sollen die Südtruppen bereits mehrere wichtige Er, folge erzielt haben.

Montag, ten 4. Aprtt 1927

f» ^Vberhefpsche Zeitung" et- H«tut sechsmal wöchentlich. B«. ^gsprets uwnatlich 2 GM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch GM.gür etwa infolge ANuiks, Maschinen defekte »der elementarer Ereignisse ausfallende »kmnmern wird kein Ersatz ge- leistet. Verlag d. Dr. §. Hitzeroth, -ruck der Unid.-Buchdruckerei d. Zeh. Ang. Koch. Markt 21/28, Fernsprecher: Rr. 54. a. Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt <, SSL Rr. 6016. Sprechzeit per Redaktion von 1011 und

1,11 Uhr.

fk. London, 4. April.Times" be­richtet aus Schanghai: Teile der fiidchinefi- schen Truppe« setzten bei Wuchu auf das Rordufer des yangtfe über, ein anderer Teil mit Artillerie ging bei Schingkiang über den Fluh. Die Chinesen erkläten. die Südtruppen würden innerhalb von zwei Monate« in Peking sein. Der Bericht­erstatter nimmt an, daß sich diese Prophe­zeiung wahrscheinlich erfüllen werde. Die in Betracht kommenden Mächte treffen Vorbereitungen, um die Gesandtschafts- wachen in Peking zu verstärken.

Zn Peking laufen fortgesetzt Meldungen über neue Erfolge der Südtrup- ven ein. Bei dem Vormarsch nach Nor­den sollen weiter« wichtige Punkte besetzt worden sein.

Aufforderung zur Räumung Nordchinas.

Paris, 3. März. (Wolff.) Der Son­derberichterstatter derInformation" in Peking meldet vom 2. April, 3 Uhr nach­mittags chinesischer Zeit (9 Uhr vormittags europäischer Zeit): Die Gesandtschaften der Vereinigten Staaten und Großbritanniens haben ihren Staatsangehörigen Weisung gegeben, Nordchina einschlietzlich Pekingzuräumen.

Rücktritt Tschangkaische's von de» Regierungsgeschäften.

fk. Schanghai, 4. April. (Reuter.) Tschangkaischek erklärte, er beschränke sich von jetzt an auf den Oberbefehl bei dem Feldzug gegen den Norden und stellte die Regierungsgeschäfte unter die Leitung des

Vorsitzenden der Kuomintangpartei. Wangschingwei. Dies wird als ein ver­zweifelter Versuch Tschangkaischeks ausge­legt, seine erschüttert« Stellung in der I Partei dadurch zu starken, dah er sich die

Unterstützung Wangschingwei» sichert.

Ein Geheimabkommen zwischen Truppe« Tschangtsolins und dem Süden.

fk. London, 4. April. Reuter meldet aus Schanghai: Telegramme aus Peking verzeichnen ein Gerücht, nachdem ein Teil der Truppe« Tschangtsolins ein Geheim­abkommen mit den Südtruppen geschlossen hätte« u«d beabsichtigte« im geeignete« Augenblick zu diese« überzugehe«.

Zusammeustoh Mischen Kulis und Japanern in der japanischen Konzession in Hankau.

fk. Schanghai, 4. April. (Reuter.) Infolge eines Streite« Mischen einem ja­panischen Matrosen und einem Rizkscha, Kuli drangen in Hankau eine Menge Ku­lis in die japanische Konzession ein and begannen di« Läden zu plündern und ja­panische Staatsangehörige auf der Strahe anzuhalten. Eine Abteilung japanischer Matrosen wurde daraufhin eiligst von dem Kriegsschiff gelandet, dir sich genötigt sah, mit Maschinengewehren auf die Meng« zu f«uer«, wodurch zwei Chines«« verwun, det wurde«. Die Menge wurde schliehlich zerstreut. Japanische Matrosen bewachen jetzt die Niederlassungen. Bier weitere Kriegsschiffe sollen das bereits in Hankau «eilende Geschwader von drei Schiffe« ver. stärken. . . ....... ...... ,

zösische Krdegsminister Maginot hielt ein« siede, in der er die vorzeitige Rheinland- räuwung al» ein Verbrechen gegen Frank­reich und Pole« bezeichnete.

Belgrad und Rom.

****» 3. Avril. Wie Lava« »», Bel- ** berichtet, sollen der französische and der Gesandte in Belgrad bei der südsla- Regierung Schritte hinsichtlich der ^ritn», diretter Verhandlungen zwischen * "ad Belgrad unternommen haben. In f EAterrichtete« Kreise» glaubt man, dah «st die südslawische Negierung schwierig «be, die von Italien für die Eröffnung

Verhandlungen gestellten vedingun- "lmnehmen. Die Press« bettachtet die ^Eug Ehamberlain» für nnannehmbar, da 1 ^Etifizierung de» Abkommen, von Nev- al» Bedingung für die Regelung de» «f«lle, nicht aufgrstellt werde» könne.

Eine dritte Tagesordnung enthält $e= *1« gegen die faschistisch-italienisch« Re­ttung.

Minister Tschen über die Vorfälle ie Nanking.

Zn einer Erklärung sagt der Autzen- mimster der Kantonregierung Tschen der vorläufige Bericht der Untersuchungskom­mission für die Vorfälle in Nanking zeige, dah kein Kantonese an den Aus­schreitungen teilgenommen habe, diese vielmehr reaktionären Elemen­ten zuzuschreiben seien, die Nachzügler der Nordgruppen und Mordgesindel, das die Uniform von gefangenen Kantonesen trug, anstifteten, Gebäude von Ausländern zu plündern und diese selbst anzugreifen. Die Erklärung bringt das Bedauern über die Ermordung von etwa sechs Ausländern zum Ausdruck und hebt hervor, dah auf jeden von Chinesen getöteten Fremden 100 Chinesen kommen, die durch die Be- schiehung durch die Engländer und Ameri­kaner getötet oder verwundet wurden. Tschen weist darauf hin, dah die Ordnung in Nanking bei der Ankunft des Führers der Kantontruppen am Nachmittag des 24. März vollkommen wieder hergestellt wor­den ist.

Amerika nnb bi« Lage in Ehna.

Reuter meldet aus Washington: Obgleich die Mobilmachung weiterer Marinetruppen alsreine Vorsichtsmaßnahme" hingestellt wird, find Derüchte im Umlauf, daß über bie Lage in Rordchina neue beunruhigende Be­richte in Washington eingetroffen seien. Die Beamten des Staatsdepartement« lehnen es ab, sich hierüber zu äußern. Man nimmt jedoch an, daß die Berichte sich mit der Möglichkeit der Ausdehnung der Gefahr aus das von den Aorbtruppen besetzte China be­fassen. Es soll in den Berichten auch Mittei­lung darüber gemacht worben sein, baß von Moskau und von Kanton an Agenten in Tientsin und Peking Gelder gesandt wurden, um den nationalistischen Marsch auf Pe- fing vorzubereiten. Ob die Bereinigten Staaten sich an irgendwelchen internationalen -Forderungen, die an Kanton gerichtet werden, I beteiligen werden, ist noch nicht bestimmt. Welchen Weg aber auch immer die ameri­kanische Regierung schließlich einschlägt, sicher- lich wird sie sich vollständige Ak­tionsfreiheit Vorbehalten: mit andern

^btinianMmiming | Der Vormarsch auf Nekins

fl. Pari», 4. April. Der frühere fra». > v w

I Ser Kahlkamps in Erreich I Die Hitze eines Wahlkampfes, die au«* I gedehnte Propaganda einer Partei, I Leidenschaften und Temperamente, mit I denen eine solche Volksbewegung geschütt I wird, ersetzen noch lange nicht ein Pro* I gromm. Diese Erkenntnis wird einem I förmlich aufgezwungen, wenn man sich I etwas näher mit dem österreichischen Wahlkampf, seinen Methoden und seinen Schlagworten beschäftigt. In der Tat, I weder auf der Seite der Sozialdemokraten, I «och auf der Seite der bürgerlichen Ein* I heitsfront ist so etwas wie ein Programm I vorzufinden. Wenn man trotzdem ver­suchen wollte, die Schlagworte, die von

I beiden Seiten eifrig in die Schlacht ge* I worfen werden, also die beiden Parolen, I mit denen der Kampf geführt wird, pro* I grammatisch festzukegen, so würde man in denProgrammen" sowohl der Rechten tvieauch der Linken als wesentlichstes

I Merkmal etwas durchaus Gemeinsames zu erkennen haben: der feste Wille, es auf

I alle Fälle auf eine Entscheidung ankommen zu lassen, unter allen Amständen den Sieg

I SU erringen, das heißt, im Parlament die I unbedingte Mehrheit zu erlangen. Das I gilt sowohl für das Programm der so* genannten bürgerlichen Einheitsfront wie

I auch für die Wahlparolen, mit der die I sozialdemokratische Linke in den Kampf I eilt. Das besagt, daß in der ganzen Wahl* I Propaganda, gleichgültig von welcher Rich* hing sie betrieben wird, die Idee deS

I Klassenkampfes vorherrschend ist. Daß hier* I durch die Temperamente und die Volks* I Mdenschcrften in einem ungleich höheren I Maße aufgerührt werden, als wie es viel­leicht durch eine mehr sachliche Kampfes-

I weise der Fall sein würde, darf nicht in Erstaunen setzen.

I Betrachten wir einmal die Zusammen­setzung der sogenannten bürgerlichen Ein­heitsfront in Oesterreich: die Großdeutsche Pattei hat mit den Chnstlich-Sozialest ein Wahlbündnis abgeschlossen. Das heißt mit anderen Worten: zwei sich diamettal schneidend« Weltanschauungen in Oester*

I reich einigen sich ttotz der Gegensätze der Anschauungen in dem gemeinsamen Willen, einer dritten Weltanschauung das Lebens* licht auszublasen. Die Zugkraft, schließ* lich auch alle Hoffnungen, die auf dieses Bündnis gesetzt werden, resultieren nicht aus einer Zdee, sie ergeben sich nur an­der Erkenntnis der Macht einerSinheits* front", aus den Vorteilen, die dieses Kom­promiß für den Wahlkampf auslöst. Vom Standpunkt der Christlichsozialen Partei kann man vielleicht die Bereitwilligkeit zur Einheitsliste verstehen. Die zahlreichen Finanzskandale der letzten Jahre sind nicht spurlos an dem Ansehen der Partei vor- übergegangen. Die Partei wußte außer­dem, daß die svzialdemokrattsche Wahlagi- tation die blamablen Korruptivnsgefchich. ten auf bas Kräftigste auszuschlachten be­müht sein würde. WaS schließlich er* llürlich macht, wenn die Christlichsozialen dieses Bündnis mit den Großdeutfchen aufs ehrlichste begrüßten. Anders ver­hält sich die Sache bei den Großdeutschen. Hier gab eS keine Korrupttonsskandale, keine Vorkommnisse mit üblem Nachge­schmack, sie verstanden eS, kett Bestehen ihrer Partei ihr Schild blank zu erhalten. Es kommt hinzu, daß sie ihrem Programm verschiedene Kulturprobleme anvertraut hatten, Kulturprobleme, auf die ein Staat, wie er gerade Oesterreich darstellt, nicht kurzerhand verzichten kann. Es ist durch­aus möglich, dah der Partei der Groh- deutschen durch ihr Bündnis mit den Christlichsozialen schließlich ein Gewinn von mehreren Mandaten zufallen wird. Ob sie aber noch nach diesem Bündnis- abschluß mit den Christlichsozialen in der alten entschiedenen Weise ihre Kutturforde- rungen (man braucht nur an die An­schlußfrage zu denken) Oertreten können, darf man bezeifeln.

3m sozialdemokratischen Lager ist e« mit den Ideen und Gedanken des Wahl­kampfes nicht um ein Geringes besser be­stellt. Auch hier überwuchert der Ge­danke des Klassenkampfes alte tieferen Ge*

eine Rede SeumergueS

fk. Paris. 4. April. Präsident Soumergue erklärte bei einem zur Ein* peihung des neuen Rathauses in Lille xranftalteten Bankett, Frankreich habe oiederholt Beweise seiner Friedensliebe gegeben, da es aber die Kriegserfahrung licht so bald vergesUn könne, wünsche es ritte dauerhafte und wohlgarantiette Sicherheit zu haben. Frankreich wolle nicht nehr in der beständigen Furcht vor einer katastrophe leben und arbeiten. Frank* eich ist entschlossen, energisch und nach» micklich an der Erzielung einer Verständi* png der freien Völker zu arbeiten. Bis b diesem Ergebnis darf Frankreich aber icht vergessen, daß die Schwächung der öerteidigungsmittel eines reichen Landes nt allgemeinen bei denen, die auf es istrsüchtig sind, die heftige Versuchung üveckt. es anzugreifen. Lediglich di« luftechterhaltung einer allen Gefahren Sprechenden Devensivkrast garantiert

vollkommene Sicherheit seiner Grenzen.

I . Zwischenfall in Lille beim Besuch Doumergwes.

ft. Paris, 4. April. Wie Havas aus iöe berichtet, ereignete sich dort gestern uchmittag, als Präsident Doumergue sich t das neu« Rathaus begab, ein Zwischen- C. Ein anscheinend betrunkener Mann kitt auf den Wagen des Präsidenten 1 und rief, zweimalNieder mit dem lieg". Der Mann wurde unverzüglich ver- iftet.

htlWumnn »er fojialiftiftben 3nltrnationnlt

st Paris. 4. Avril. In einer Sitzung, e die Vorstandsmitglieder der sozialistischen sd Eewerkschaitsinternationale gestern svät Enis abhielten wurden drei Tagesordnun- * angenommen. Die erste Tagesordnung rlrngt mit Bezug auf den italienisch-serbi- Eu Konflikt ie Einberufung des Völker- ttüsrates, ferner Veröffentlichung der von Blien gegen Serbien vorgebrachten Beschul- dangen, Betreuung des Völkerbundes mit r Untersuchung und Anerkennung des ttistbestimmungsrechtes Albaniens.

Dbanien dürf« weder unter ein italieni- *5 noch unter ein serbisches Protektorat iiten, selbst wenn der Völkerbund dafür E Tarantieen übernehm«.

treffend die Vorgänge in China wurde Tagesordnung angenommen, welche Ab- Eüung des Vorrechtes der Erterritorialitä- *> Verzicht auf die Konzessionen, Abberu- der Truppen und der Kriegsschiffe ver-