Einzelbild herunterladen
 

LanötZzkjlmig

jurtöasMer KuchMche)Gb«lMn/>Kmtlichrs Vevkimdigungsblatt fix dkreiswarburg

iwmist" berechnet, daß 6 Frankreich je 3V- P

Marbllrgrr ragrSlmzejgtt

Rk. 74 62. m Marburg a. Laba

»et »qdflei^teW tetrdgt fftt bei 10 gestalt. SettenmUItmetn 0.08 ®«Ü klein» Var-m,eigen 0.06 SM., amtlich» ttttb au* wLrtige Anzeigen 0.10 SM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz. Vorschrift 50«/, Aufschlag. - Eauuuelan zeigen 100 •/, Antz schlag. Reklamen der Mtlllm. 0,40 SM. Jeder Rabatt gtU aU Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg» werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. 8e-

füllungsort Marburg.

1 Sowmark — Dollar.

Versuchen wir einmal, dieser bestehenden iiklarheit" an den Leib zu gehen. Der «nde Menschenverstand, frei von allen irischen Bedenken und an einer parlei- ßig eingestellten Weltanschauung, wirb

er Kampf um Gehler unö öle Reichswehr

SrM verleim seinen Kia« — Allgemine Anerkennung brr zuverWigkell der ReMwebr

SbecheUfche Zeitung

w_ Verlag ». Dr. § -Itzervth. Lj bet Univ.^uchdruckerei k. j, lug- Hoch, Markt 21/23. Sprecher: Nr. 54. tu Rr. 65. Acheckkvnlo: Amt Frankfurt * Rr. 6016. — Sprechzeit , Redaktion do» 10—11 wb

Sicherheit als Versicherungsprämie ans- geben, Italien am meisten, nämlich 4 Prozent, Deutschland dagegen null1/, Prozent. (Hört, hört! rechts).

England gibt für jeden feinet Berufs- fetteten 4860 ». im Jahre aus, Deutsch-

Leider hat sich die Hoffnung, daß nach den Erfahrungen des Weltkrieges eine Abrüstung durchgeführt werden würde, nicht erfüllt. In allen Parlamenten Europas wird in der Zeichen Weise dar­über geklagt, wie hier. Die englischen Mi- litärlasten sind seit 1913 um ungefähr ZOO Millionen Mark gestiegen. Der „Eco- nomist" berechnet, daß England und Frankreich je 31/» Prozent ihres AationaleinkvmmenS für ihre

~tfU monatlich 2 SM. aus»

ZustellungSgebühi, durch «0(1225 DM.Für etwa infolge ylH, Maschinendeftkte oder

Das ist der Zweck der Reichswehr? t klaren Worten ausgedrückt: sie hat die icht und Aufgabe, den Staatsorganis- s, die Reichsgrenzen, das Volk vor m Bedrohungen ausländischer Willkür» e zu schützen. Hm diesen Zweck zu er- [en, muh eine solche Reichsverteidi-

Derlin, 28. März. Auf der Tages­ordnung steht die zweite Lesung des Wehr­etats.

Abg. S t ü ck l e n (Soz.) erstattet den Aus­schutzbericht . Die Gesamtsumme für Heer und Marine beträgt in diesem Jahre 6 9 8 Mil­lionen. Sie soll aber in den nächsten Jahren noch steigen . (Hört, hört! links.) Don Sparsamkeit merke man in diesem Etat wenig. Den Staatssekretär hält der Wehr­minister selbst für entbehrlich. Di« politische Verantwortung könne ihm doch niemand ab­nehmen. Der Berichterstatter schildert die Nachteile eines Berufsheeres. Finan­ziell fei es auf die Dauer untragbar. Offen­bar habe die Entente dieses Heer auch von vornherein unbrauchbar machen wollen. Die Zahl der Garnisonen sei zu groh. Eine Zusammenlegung sei aber zugesagt. Bei der Einstellung von Ersatz werde bemängelt, bah die Ävmpagnieführer infolge ihrer nahen Ver­bindung mit de» früheren Regimentsver­einen Angehörige dieser Organisationen be­vorzugen. Di« Erklärungen des Ministers hätten nicht erkennen lassen, wie dies geändert werden soll«.

Der Ausschuß fei zu bet Ueberzeugung gekommen, daß die Republik sich auf die Reichswehr verlassen könne.

Sorge bereiten immer noch die Monopolfir- men. Bemängelt sei im Ausschuß die groß« Zahl adliger Offiziere bei der Kavallerie. Der Redner bedauert, auf die Polltische Seite der russischen Munitivnsliefe- rungen nicht eingehen zu können, weil die Regierungsmitteilungen im Auswärtigen Ausschuß vertraulich waren. Gs stehe aber fest, bah die Bezahlung der russischen^ Gra­naten aus einem früheren Etat regulär er­folgt sei.

Die Kommunisten und die Sozial­demokraten haben gegen de» Reichs­wehrministet Tw. Geßler Mißtrauensvoten eingebracht.

Abg. Schöpflin (Soz.) führt aus: Die- ser Etat steht im krassen Mißverhältnis zu den kulturellen und sozialen Ausgaben. 60 bis 70 Millionen kann man an diesem Etat mit Leichtigkeit sparen. Ist die Reichswehr auch keine Gefahr nach außen, so kann sie doch gefährlich für die Innenpo­litik werden . (Zuruf rechts: Sagen Sie das auch der Liga für Menschenrechte.) Ich persönlich billige keineswegs die Art, wie die

üRnsmg, ,U. Mürz 1927

, Bettung* «•

Ordnung und Autorität gewesen ist." In der Tat, die Vorwürfe gegen (Keßler find nicht berechtigt. Der Stand unserer heuti­gen Reichswehr .die Ehrlichkeit und Lauter­keit ihrer Einstellung zu Staat und Volk — alles das sind Tatsachen, die die Vor­würfe gegen Dehler Lügen strafen. Der Kampf gegen Dehler entspringt nicht einer Erkenntnis seiner Unzulänglichkeit, son­dern nur aus Motiven einer Parteitaktik. Die Reichswehr, die sich bisher fern aller Politik hielt, soll zu einem Werkzeug par­teimäßiger Ziele degradiert werden. Das allein, nichts anderes, ist der tiefere Sinn des Kampfes gegen Dehler.

Wohl fetten hat eine Ministerrede im Reichstag einen solch jubelnden Beifall der Mehrheit des Hauses gefunden als die Verteidigungsrede, die gestern Herr Dehler vor dem Plenum hielt. Er brauchte ja schließlich nur auf die Reichswehr zu weisen, also auf das Werk, das zu einem großen Teil seiner Arbeit entsprang, um alle Vorwürfe, restlos zu entkräften. Sein Werk sprach für ihn und schliehlich auch für die Ehrlichkeit, mit der er zu dem Eide steht, den er auf die Verfassung geleistet hat. Sieben Jahre Amtstätigkeit liegen hinter ihm, sieben Jahre des Aufbaues einer Reichswehr, sieben Jahre strengster Pflichterfüllung und ehrlichster Arbeit an den Geschicken des Staates im Geiste der geltenden Verfassung. Diese sieben Jahre des Reichsministers Gehler sind die Ant­wort, die gestern den Schürern der Dehler- Hetze entgegengeschleudert wurde. Gegen diese nackten Tatsachen, gegen diese un­erschütterliche Wirklichkeit dürfte wohl wenig einzuwenden sein.

oehr schlagfertig fein, das heißt, in Augenblick bereit fein, der Aufgabe zu werden, die ihr gestellt ist.

gut! rechts.) Unsere Befürchtungen gründen sich barauf, daß General Heye lewst im Ausschuß die Monarchie für die mili­tärisch beste Staatsform erklärt hat. Wir verlangen völlige Lösung der Reichs­wehr von rechtsradikalen Verbänden. Es bie­tet große Gefahren, wenn der Offiziersersatz aus einem bestimmten kleinen Kreis von Tra­ditionsfamilien genommen wirb, die dem heu­tigen Staat ablehnend gegenüberstehen. Wir kämpfen nicht gegen, sondern um die Reichs­wehr.

Zu Dr. Geßlet haben wir nicht bas ver­trauen, daß r die Reichswehr zu einem zuverlässigen Instrument bet Republik macht, deshalb haben wir ein Mißtrauens- Votum gegen ihn eingebracht. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)

Abg. Graf von bet Schulen berg (Dtn.) erklärt: Wir sind überzeugt, daß im Wehretat nur bas angeforbert worben ist, was für die Landesverteidigung dringend geboten war. Ganz Frankreich stellt sich in den Dienst der Landesverteidigung, nur von Deutsch­lands Sicherheit darf niemals die Rede fein. Wir sind das in Ketten gelegte Volk zwei­ter Klaffe, das über die Art und das Maß feiner Rüstung nicht felbst bestimmen darf. In feiner Ohnmacht hat es auf die ®e» ftaltung der außenpolitischen Entwicklung keinen bestimmenden Einffuß.

Durch bie Macht bet Berhältnisse können wir gegen unseren Wiken zum Einsatz unserer Reichswehr gezwungen fein, aber gerade weil dem so ist, haben wir alle Veranlassung, wenigstens unser 100 000 Mann-Heer auf die höchste Stufe der Leistungskraft zu bringen.

Mißhandlungen und vorschriftswidrige Be­handlung dürfe nicht mehr vorkommen. Ein sehr ernstes Kapitel ist die Versorgung der ausgedienten Soldaten. Der Redner gedenkt dann des Generalobersten v. S e e ck t, der in den größten außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten aus einem Chaos die Reichs­wehr aufgebaut und ste zu dem gemacht habe, was sie heute fei. Alle Vorwürfe gegen die Reichswehr und ihre Offiziere fallen in ein Nichts zusammen gegenüber der Tatsache, daß die Reichswehr in kritischen Zeiten der feste Halt von Ordnung und Autorität gewesen ift

Reichswehrminister Noske hatte recht, wenn et im Winter 1918 es vorzog, sich auf diejenigen zu stützen, bie ehrlich an ihrer monarchistischen Auffassung fest­hielten, sich aber zur Stützung unb Ret- tung von Staat unb Volk zur Verfügung stellten. Auch ein Hohenzollernprinz hat bamals bas „VorwSrts-Haus" gegen die

Spartakisten geschützt.

Die Pflege der glorreichen Erinnerungen ist das zweite Ich jedes deuffchen Soldaten. Die Hoheitszeichen des neuen Staates und feine Farben sollen von der Wehrmacht geachtet werden, man vergesse aber nicht, daß die schwarz-weitz-roten Farben mit dem Eisernen Kreuz und der Gösch die Kriegsflaggen der deutschen Republik sind. Wir lehnen uns da­gegen auf, daß der politische Kampf in bas Heer hineingetragen wird.

Allen Schichten unb Stäuben steht in unserem Werbeverfahren bet Eintritt in bie Reichswehr offen, unerläßlich ist es aber, baß der Angeworbene den «nforde- rungen genügt, bie im militärischen unb in vaterländischen Interesse gestellt rott» - den müssen.

Mr wissen, baß bie Reichswehr von tiefem Ernst, heißer Vaterlandsliebe und hohem Pflichtgefühl beseelt ist, unb wir wissen, daß sie in ben Pflichten gegen ben heutigen Staat nicht versagen wirb. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Ersing (Ztt.) führt aus: Die Reichswehr ift die Wehrmacht der Deut- schen Republik, der sie zu dienen und deren Hoheitszeichen sie volle Lichtung entgegen­zubringen hat. Wir dürfen nicht eher ruhen, als bis di« Abrüstung allge­

mein und einheitttch durchgeführt ist. Der Redner wandte sich dann dem Etat des Reichswehrministeriums selbst zu. Die hohen Kosten sind eine Folge der Be­stimmungen des Versa iller Ver­trages. Zur Frage der Rekrutie­rung betonte der Redner, daß die in den letzten Jahren übliche Art künftig nicht mehr beibehalten werden könne. Wir ver­langen die Verwirllichung des Grundsatzes: Freie Bahn dem Tüchtigen. RarnenS meiner Freunde stelle ich gern fest, daß wir der Reichswehr für die Art, wie sie chre Aufgabe erfüllt, Achtungund An­erkennung zollen. Wir wünschen, daß zwischen Volk und Wehrmacht ein Ver­trauensverhältnis geschaffen wftb, das notwendig ist, wenn die Reichswehr ihren Aufgaben gerecht werden toiH. (Bei­fall) im Ztt.)

Darauf wird die Beratung unterbrochen, um di«

Abstimmungen zum Haushalt für bie be­setzten Gebiete

nachzuholen. Dieser HauShatt wird unter Ablehnung zahlreicher kommunistischer Aenderungsanträge in der Form ange­nommen, die ihm die Ausschuhbeschlüsse gegeben haben. Abgelehnt wird auch ein sozialdemokratischer Antrag, 70 Millionen für durch den Ruhrkampf geschädigte Ar­beiter, Angestellte, Kleingewerbetteibende usw. zu bewilligen. In zweiter und dritter Lesung angenommen wird auch das Be­satzungsleistungsgesetz. Damit ist die zweite Lesung des Haushalts der be­setzten Gebiete erledigt diejenige deS WehretarS wird fortgesetzt.

Reichswehrminister Dr. Getzler:

Die deutsche Regierung verfolgt mit Ernst alle Abrüstungsbestrebungen. Cie glaubt, daß angesichts der technischen Entwickelung die Völker Europas diese Last nicht weiter tragen können. Unser Etat ift in keiner Weise übertrieben. Wenn wir die Mög­lichkeiten des Vertrages von Versailles ausschöpfen wollen, nicht auf 80 000 oder 60 000 Mann zurückgehen wollen, können wir an dem Etat nichts stteichen. Denn ein großer Teil der Ausgaben ist absolut zwangsläufig.

Ein mm,liker würde übrigens nicht billiger fein, weil es zur Ausbildung viel «ehr geschultes Personal braucht.

Deshalb ist unser System noch das relativ günstigste, allerdings können wir mit die­sem System nicht auf die Dauer leben. Wir können uns nämlich bet einem An­griff auf unser Volk nicht beliebig verstär­ken. Wir müsien fordern, daß das, was uns aufgezwungen ist, als Muster für eine allgemeine Abrüstung gilt. Wir können aus unserem Heer nur einen bescheidenen Grenzschutz machen.

Also entweder allgemeine Abrüstung oder wir müssen in die Sage versetzt werden, unseren Nachbarn gleich* gerüstet gegenüberzutre­ten. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit). Mana kann Deutschland nicht auf dem Stand eines Indianer» stummes zurückhaltea. (Erneuter Bei­fall). Wir können nicht auf die Gleich­berechtigung der Böller verzichten. (Lärmende Zwischenrufe bei den Kommunisten). Auch Sie (zu bett Kommunisten) habe» nicht darauf

en. daß es die wichttgste Aufgabe eines ichswehrrninisters sei, das ihm unter» sie Ressort nach bestem Können und Mögen den Zwecken dienstbar zu machen, $en das Ressort sein Leben verdanft.

zunächst eine Frage: sind di« Aufgaben is Reichswehrministers nicht von Ra - r aus umschrieben, so klar Umrissen, i «ine Diskussion hierüber sich erübrigt? lnscheinend nicht. Lieber die Pflichten i Ausgaben eines Reichswehrministers in den letzten Jahren soviel geschrieben eben, sind in den Diskussionen und Aus» achen so viele verschiedene Meinungen -getauscht und auch begründet worden, man wohl behaupten darf: an einer «mutigen Erkenntnis fehlt noch uches.

Wer Reichswehrminister hat also dafür Ifoigen, daß der Geist in der Truppe den Vchrgedanken freudig bejaht, daß die uppe selbst auf die höchste Stufe der istungskrast gebracht wird. Ist es der telangen Tätigkeit des Herrn Scßler Reichswehrminister gelungen, das, was i fein Amt vorschreibt, in die Wirklich- i umzusehen? Man kann diese Frage mit em unbedingten „Ja" beantworten, sere Heine Reichswehr ist im Verhält- t zu den Mitteln, die zu ihrer Unter» |ftung und Ausrüstung aufgewandt wer» i, und im Verhältnis zu den Möglich» feen, die der Versailler Friedensverttag ihren Aufbau offen hält, eine Truppe i höchster Schlagkraft, wohldiszipliniert, illt mit einem freudigen und ehrlichen kenntnis zum Vaterland« und einer ufo freudigen Bejahung für den Wehr- ktnlen. Eine Tatsache, die von keiner ite bestritten und sogar von denen, die ! Reichswehr und ihrem zur Zeit am» -enden Minister übelwollen, zugegeben cd. Was einen gesunden Menschen»

Kant) eigentlich zu der Erkenntnis führen te, daß Herr Dehler im vollsten Maße

i Aufgaben, die ihm gestellt sind, ge- K geworden ist. Aber schliehlich, was I der gesunde Menschenverstand mit ltteipolitik und den Plänen, Tendenzen 6 Absichten einer Oppositionstaktik zu i?

Dan wirst Herrn Gehler vor, daß er Visse Zusammenhänge zwischen der «ppe und privaten vaterländischen Or- kisationen dulde, daß er bei der Ein» iung von Reichswehranwärtern sozia- ische Kreise nicht genügend berücksich» te, daß er die Organisation von söge» unten Arbeitskommandos geduldet habe, 6 er unter dem Einfluß seiner „Militärs" he und daß diese nichts anderes woll- l. als bei der nächsten Gelegenheit ge » Berlin marschieren und die ganze Re- blik in Klumpen und Scherben hauen. Io mit anderen Worten, man mißtraut n, man zweifelt an seiner Zuverlässigkeit. In der geftrigen Reichstagssitzung sprach t deutschnationale Redner, der Abge» briete Gras von der Schulenburg, einen ch, der klarer als alles andere die Halt- Wett aller dieser Dorwürfe bestüftigen erfte; „Alle Dorwürfe gegen die Reichs» chr und ihr Offizierkorps fallen zusammen