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Dr. Stresemann, die SU seiner

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leistet. v«fagd.vr.S vcher»kh» Druck der Univ.-Buchdruckerei b. Zeh. Stag, «och, Markt 21/23. Fern sprech er: Rr. 54. u. Rr. 65. Postscheckkonto: Statt Frankfurt «. M. Rr. 5016. — Sprechzeit der Redaktion von 10—11 und

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Sroße Kundgebung in Sannovee-Sk. ßfteiemnnn über die M »er Seustcheu Se Wartei

Schanghai von -en Kantonesen genommen

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. . . so führte er aus, die Ge» burtsstätte der Partei, denn hier lebt« ihr Begründer und erster Führer

geheimen Kräfte die Zeit gesunden haben, ihr verhängnisvolles Werk zu vollenden. Einzelne Blätter sprechen auch von der Möglichkeit, daß der Bölkerbund sich mit der Angelegenheit beschäftigen werde und loben die italienische Regierung, daß sie bereits die Großmächte mit der Angelegen­heit befaßt habe. Im großen und ganzen zeigt sich jedoch eine gewisse Beunruhigung über den weiteren Verlauf der Ange­legenheit.

ft. Belgrad, 21. März. Die Meldung der „Politika" daß der englische und italie­nische Gesandte gestern «t Sinne der italie­nischen Ztrkularnote diplomatische Schritte in Belgrad unternommen hätten, ist, wie von zuständiger Seite versichert wird, un­richtig.

iDbcthcflifdie Zeitung

tärische Derbereitungen Jugoslawiens in Frankreich das die friedlichen Absichten der Regierung von Belgrad kenne, mit außerordentlicher Reserve ausgenommen würden. Die meisten Blätter fordern ein Eingreifen Frankreichs und Englands.

Das „Oeuvre" schreibt: Frankre.ch, auf das man in Belgrad hört, muß Geduld anempfehlen und England, aus das man in Rom hört, muß Ratschläge zur Mäßigung geben.

Der „Figaro" äußert sich im gleichen Sinne, erklärt jedoch daß alles das be­dauernswerte Ergebnis eines Irrtums sei, den Frankreich mit seinem Prestige im Mittelmeer bezahlen werde. Paris und London müssen sich verständigen, um eine für den Frieden Europas gefährliche Er­regung zu mildern, wo die Agenten der

leiten der neuen Zeit in den Hintergrund treten. Bewußt hat die Partei sich in den Dienst des neuenDeutschland gestellt. Sie ' hat ohne Aufgabe ihres grundsätzlichen Be- kenntnisses zu den großen Idealen der Vergangenheit das Staatswohl über die Staatsform, die Arbeit im Dienste des Volkes über die Arbeit im Dienste der Partei gestellt. Sie glaubt, daß die Zu­sammenfassung aller Kräfte des Volkes Aufgabe in einer Zeit ist, in der es sich darum handelt, das Reich zu erhalten gegenüber den Nachwirkungen der Kriegs­und Nachkriegszeit. Sie wünscht, das Er­reichbare sicherzustellen auf dem Gebiee der Außen- und Innenpolitik, ohne die Ziele aufzugeben, die darüber hinaus in ihren Idealen liegen. Die Deutsche Volks­partei glaubt der nationalen Idee, die sie allem anderen voranstellt, am meisten zu stützen durch die Zusammenfassung der Kräfte, wissend, daß Deutschlands Wieder­aufbau nicht das Werk einer Partei, son­dern nur das Werk des zusammengefaßten nationalen Willens der dazu bereiten Kräfte des deutschen Volkes sein kann.

Unverrückbar ist und Reibt die liberale Erundeinstellung der Partei. Was Deutschland an materiellen Kräften ver­lor. muß es auf geistigem Gebiet um so mehr wiederzugewinnen suchen. Ein sol­cher geistiger Wiederaufstieg wäre unver­einbar mit Einschränkung der Wissenschaft oder mit beherrschenden Einflüssen nicht­staatlicher Kreise auf dem Gebiete der Entfaltung der geistigen Kräfte. Inner­halb des christlichen Erziehungs- und Bil­dungsideals wird sie das hohe Gut des liberalen Gedankens der Duldsamkeit gegenüber allen Gesinnungen als ihre Auf­gabe wahren, und neben dem Willen der Eltern Hüterin der Freiheit der Lehrer­persönlichkeit und der Hoheitsrechte des Staates sein. Die Freiheit der Persönlich­keit wird sie als ein ganz besonderes Gut chützen. gerade in einer Zeit, in der Massenwillen und Masseninstinkte sich dem Willen und der Erkenntnis einzelner ent gegenstemmen. Frei von jeder berufs­mäßigen Einstellung, jedem Klassenvorur­teil widerstrebend, ist die Versöhnung der Stände, der Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit, die Sicherung selbständige: Existenzen inmitten der ZusammenlnMung großer Wirtschaftsbetriebe, die Wrederher- tellung eines lediglich dem Staate ergebe nen Beamtentums ihre Aufgabe.

Die Deutsche Volkspartei weiß sich in diesen Gesinnungen und Bestrebungen eins - mit der Nationalliberalen Partei, deren Namen sie stets in Ehren halten wird. Ihr

ganzes Wirken ist in dem Streben nach dem Gemeinwohl aufgebaut auf natio­nalem. liberalem und sozialem Empfinden. Sie grüßt am heutigen Tage alle, die einst mitgewirkt haben in der alten National­liberalen Partei an der Entwicklung zu Deutschlands Größe. Sie gelobt im Sinn« ihrer großen Führer zu erhalten und aus« zubauen, was Bennigsen und Bassermann einst mitgeschaffen.

Alle, die willens find, im Geiste des na­tionalen Liberalismus zu wirken, ruft fi« auf, sich in ihr zusammenzuschließen, um den Einfluß dieser Kräfte im Staatswesen SU stärken, zum Besten von Volk und Reich."

Abends fand dann im mächtigen Kuppel­saal der Stadthalle die eigentlich«

Erinnerungsfeier

*.* Hannover, 20. März. Gestern und heute feiert die Deutsche Volkspartei

I -als die rechtmäßige Fortsetzung der ehe­maligen Nationalliberalen Partei das Fest ihres 60jährigen Bestehens. Aus allen Teilen des Reiches sind daher hunderte

I von Vertretern und Angehörigen der Par­tei hier zusammengekommen, um den Tag festlich zu begehen. Von politischen Per-

I sönlichkeiten sind anwesend: Der Vor- I sitzende der Partei, Außenminister Dr. Stresemann. Minister Dr. Curtius, die Abgeordneten Prof. Dr. Kahl, v. Kardorff

I und v. Schiele, ein Veteran der Partei I Geh. Rat Vogel, ferner ein Sohn des ersten Führers der Partei Oberstleutnant

I von Benningsen, sowie die Witwe E. I Bassermanns. Die Tagung wurde einge­leitet durch eine Sitzung des Zentralvor-

I standes. in der, nach Vornahme einiger Zuwahlen, die heutige politische Lage be­sprochen wurde. Im Mittelpunkt der Sitzung stand ein eingehendes Referat des Reichsaußenministers, das sich über das Verhältnis der Partei zu den anderen Parteien der Koalttion aussprach und von da aus die Lage innen- und außen­politisch beleuchtete. Es verdient be­sonders hervorgehoben zu werden daß er unsere wirtschaftliche Lage durchaus nicht so rosig angesehen wissen wollte, wie es nach unseren Börsenberichten vielfach im Ausland geschehe. In der Tat schaden solche Anschauungen, die außerdem im krassen Widerspruch zu der wirklichen Lage stehen, ungeheuer. Außer einigen Bemer­kungen über dte Kolonialfrage fand eine Diskussion nicht statt. Man stimmte aber folgender Kundgebung einstimmig zu:

„Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei, zur Feier des 60jährigen Be­stehens der Nationalliberalen Partei in Hannover versammelt, bekennt sich an die­sem Tage erneut zu den alten Zielen und Bestrebungen des deutschen National­liberalismus. Die Deutsche Volkspartei ist durch den Beschluß des Zentralvorstandes der Nationalliberalen Partei geworden. Deshalb wünscht die Deutsche Volk-partei zu bekunden, daß die unzerstö-baren ideale nationalen und liberalen Denkens und Willens in ihr fortleben und die Grundlage ihrer Bestrebungen sind und sein werden.

Das aus Krieg und Umsturz entstandene neue Deutschland hat zunächst vor der großen Aufgabe des Wiederaufbaus ge­standen. und manche Einstellung der Ver­gangenheit mußte gegenüber den großen wirtschaftlichen und sozialen Notwendig-

fk Paris, 21. März. Die Agentur savas berichtet: Gestern hat Botschafter an H o e s ch mit dem Generalsekretär im lußenministerium Berthelot in Ab- »rsenheit Briands darüber verhandelt, ob ngefichts der italienisch-serbischen Span- «ng die Einberufung des $51 = erbundsrates erforderlich sei. Bri- »d wird heute nach Paris zurückkehren «d den italienischen Botschafter emp- mgen. Es hat ein lebhafter M e i - «ngsaustausch zwischen den Groß- Echten im Verlaufe des gestrigen Tages »ttgesunden.

Die jugoslawische Regierung hat sich eigens bereit erklärt, sich einer Ent- heidung der alliierten Militärattaches 1 unterwerfen, die auch prüfen könnte, •5 an militärischen Vorbereitungen an e albanisch-serbischen Grenze vorgenom- »n würde. Nach dem „I o u r n a l" soll ^och die Belgrader Regierung beschlossen Een, die Angelegenheit dem Bölker- «dsrat zu unterbreiten.

: Tiornale d'Italia meldet ausTi-

Rudolf v. Benningsen.

Richt'chie Masse'macht Politik, fortbet« die Persönlichkeit, die die Gedanken der Masse erst bringt. R. v. Benningsen war eine politische Persönlichkeit von großem Ausmaß, vornehm und edel, dazu von un­trüglichem nationalen' Gewissen und er­füllt von liberalem Geiste. Er war kein, Agitator, aber ein Führer. Zn notifl« nuten Fragen ging er mit den Konser­vativen. in kulturpolitischen mit dem üori- gen Liberalismus. Die Partei, die et grüiÄete. wurde die Partei der Reichs- gründung. die Partei Bismarcks,' die iy der Zeit der nationalen Begeisterung fast die Hälfte aller Abgeordneten stellen konnte. Bismarck hob die Partei, aber et zerstörte sie auch, als er andere Wege ging.

Der zweite Führer der Partei, der Mannheimer Ernst Bassermann, wurde dann von dem Redner in seinem Wirken ausführlich gewürdigt. Eines seiner Verdienste war das Zustandekom­men des Zolltarifs, von links und rechts angefeindet, führte Bassermann die mitt­ler« Linie zum Siege, und — der Erfolg gab ihm recht. Zn der Politik fei ja im­mer das Kompromiß das Ende, das Erege in dem Wesen des politisch« Kampfes. Mit besonderer Treue nahm sich Bassermann der Wehrvorlage en und agitierte selbst im Lande für die Forderung der zweiArmeekorps, die uns — an der Marne gefehlt haben. Hätte der Kriegsminister damals soviel Mut und Rückgrat gehabt wie Bassermann, wer weiß, wie die Weltgeschichte gelaufen wäre. Bassermann hat die Partei geführt, als die Begeisterung der ersten Jahre ver­klungen war. Wirtschaftskämpfe, soziale Fragen u. s. f. nahmen das Interesse in Anspruch, die Partei sank von ihrer stolzen Höhe, aber — man regierte trotzdem nicht gerne gegen sie, weil man dte Scheu« tun# bei Schichten, die fie vertrat, wohl kannte.

Bassermann starb am Weltkriege, er sah schon frühe, wie schwer sich die Wolken über Deutschland legten. Die Partei wird ihm zum ewigen Gedenken in seiner Va­terstadt Mannheim ein Denkmal errichten.

Stresemann ging sodann auf die (Segen» wartsausgaben ein. Er zitierte ein Wort Fr. Naumanns: .Mas an politischem Verständnis für die deutsche Macht hts deutsche Volk gedrungen ist. stammt von den Nationalliberalen", erst später kom­men die anderen Parteien. Wir waren, sagte der Redner mit erhobener Stimme,

statt, an der einige Tausend Menschen teil­nahmen. Nach einem Orgelvortrag be­grüßte der Vorsitzende des Wahlkreises Hannover. Reg. Rat Hecker, die Erschiene- nen und die Vertreter der Partei. Es folgte ein Musikvortrag (der 1. Satz aus Beethovens Cröica), ausgeführt vom Or­chester des Opernhauses, und dann betrat, vom lebhaften Beifall begrüßt, Reichs- anßenminister Dr. Stresemann. di«

st. Schanghai, 21. März. Z «ralftreik hat begonnen.

fk Schanghai, 21. März. Die Süd- truppen sind kn die Chinesenstadt von Schanghai eingedrungen. Der Kommandeur der Schantung-Trupppen in Schanghai hat sich in die französische Konzession geflüchtet. Südtruppen hoben Tschantschau, 40 Meilen süd­lich von Sutschau eingenommen und dabei die Eisenbahnlinie Schanghai -Nanking abgeschnitten.

Sie Niederlage der chinesische« Rordarmee.

Reuter. Der Zusammenbruch der Front der nordchinesischen Truppen vor Sunkiang wurde durch eine Umfassungsbewegung der nationalistischen Truppen herbeigeführt. Die Nordtruppen zogen sich in aller Eile zurück. 2000 Mann sind schon in Schanghai ein- letroffen. Die ausländischen Militärsachver- iSndigen glauben, daß die Nationalisten cht in der Lage sind, Schanghai zu besetzen.

Generalstreik in Schanghei. i

g a.: Die albanische Regierung s Mk im Hinblick auf die Vorbereitungen 1] AawienS Verteidig ungsmaß- s Ehmen. Pläne für eine Zusammen- i Mng von Streitkräften im Rorden wer- | "mit Beschleunigung geprüft. Die Vor- s ^hingen Südslawiens treten besonders i mch von Djakova in Erscheinung. Sie g Sonnen mit der angeblichen Fahnenflucht 1 ^Offizieren, die die Bergbewohner zum g i "land und zur Bandenbildung auf» i *n- Die südslawische Regierung lieh 1 ‘ oet albanischen Grenze ein Plakat an» g Aen mit der Aufforderung an alle g w der Regierung von Tirana, sich g * der Grenze zu entfernen. Damit will | ^Regierung Europa beweisen, daß sie g $ getan hat, um einen Aufstand oder Z r® Marsch von Aufständischen gegen g ^na zu verhindern.

| Französische Blatterstimmen.

| ^französische Presse bespricht die ita- g > ^jugoslawische Spannung und erklärt I ' Teil, daß die Aachrichten über müi»