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ErnMfte StitgsBotbcrtiliinntn Im Silcn

NW RMuiiM Wgoslawirns gegen Men — Peinliche AnsüWImie gegen Silanen

Bekanntlich hat nach dem Weltkriege alten fast ganz Dalmatien für sich bean- mcht und große Küstenteile besetzt, in nm das Militär oft unglaublich hauste, n kroatischen Einspruch gelang die Ent- mung der Truppen und die Zuteilung Mattens zu Kroatien und damit zum islamischen Reich. Durch diese Umfor- mg war Italien insofern wenig gehol- l, al? an die Stelle der alten öfter« ch-ungarischen Adriakonkurrenz jetzt ie jugoslawische getreten war. So de­nn das ftirre Ringen um die Vorherr- °!t. n der Adria gemeinsam mit dem iüschen Kampfe Italiens auf dem Bal- n, den es, fern allen Völkerbundssor- n, im Schuhe Englands bis heute führt. Zunächst handelt es sich darum, Freunde dem Balkan zu schaffen; und die Mus- inische Politik fand den ersten Freund i;t im verschüchterten und verarmten ilgarien. dessen ergebene Anfrage nach hutz und Stütze beim Foreign Office n diesem mit großartiger Geste durch len Hinweis auf Rom beantwortet irde. Besser Italien als nichts; und in ifia fand man sich mit der neuen Freund- °st b. Umso eher, als der italienisch- pslawische Diplomatenkrieg geeignet :, Bulgarien gegen Wünsche des mäch- gewordenen Belgrader Nachbarn zu hen.

lls Italien dann der Handstreich ge- g, sich A l b a n i e n so zu „verbünden", chas toünbnis verzweifelte Aehnb 'kett t einem Protektorat hatte, fcem bald ie „Angliederung" folgen sollte, schien Griechenland endlich notwendig, etwas enger an Jugoslawien anzu- ießen, ihm in der Saloniker Hafenfrage ocApM-,,,T,rni„->er i-nd auch wirtsch.afts- litische Zugeständnisse zu machen. Aber Atbener Herren hatten die Rechnung ne ihren Londoner Beschützer gemacht: tzland winkte ab! Und es versprach gol- pe Zeiten, wenn man sich in Athen ent- »lösse, vorläufig dem Italien-feindlichen tzgoflawien fernzubleiben.

Italien aber betont, wie bitter notwen- die Adria ihm sei. Betont, wie selbst- ständlich diese Forderung sei; verweist f die italienische Kultur Dalmatiens und i tauf, daß Fiume und Spalato erst zu ttr wahren Bedeutung kämen, wenn Een sich dieser Häfen durch gemein- ie Verwaltung beider Adria-Ufer an- । men könne.

8on Albanien aus erwartet jetzt auch Warnten den ersten Anstoß zu einer ldrängung des italienischen Einflusses der ganzen Adria. Doch hinter Italien ■ it England, und in diesem sicheren utz verfolgt Mussolini mit Ausdauer »e Politik der Angliederung des be- ^barten Küstenstreifens.

*

! Som, 19. Mörz. .Siotnale Stalin“ meldet aus Belgrad, daß der slawische Genralstab mit der Durch- t«ng eines umfangreichen Planes be- iftigt ist, den man als Mabilisie - mit außerordentlichen ,l Bereitungen bezeichnen kann. 1 Arsenal non Kragnjeaatz und in dem Glichen Pulverfabriken werde inten» ' h gearbeitet.

diesen Stiftungen Zugojlawiens Italien schreibt „Eiornale d'Italia":

iidter den Intrigen Jngaslowiens »egen Italien stehe stets Frank»

reich.

»ch Frankreichs Bermittelung würden * hi belgischen Waffenfabriken M a - i»eugewehre für Sugoila» «x hergestellt.

Ei« diplomatischer Schritt Italiens.

ff. Bonbon, 19. März. „T ime s" berichtet, die italienische Regierung habe der britischen Regierung und anderen Re­gierungen mitgeteilt, sie habe Informa­tionen erhalten, daß auf jugoslawischem Gebiet Vorbereitungen 'N gewaltigem Maßstabe für den Einbruch nach Albanien gemacht wurden, um die albanische Regierung zu stür­zen. Italien habe vor kurzem den Ver­trag von Tirana mit der Regierung der albanischen Republik geschlossen und die italienische Regierung könne gegenüber dem SchiHal dieser Regierung nicht gleich­gültig blerben.

Mtitimmtn

fk. London, 19. März. DI« italienische Meldung über angebliche Mobilisierungs­maßnahmen in Jugoslawien findet in einem Teil der englischen Presse große Beachtung. Ein Berichterstatter der „Time S" in Alba­nien schreibt: In Tirana sei beträchtliche und berechtigte Besorgnis verursacht worden durch Berichte, daß neue Vorbereitungen

M der nbtrgabc EMMIS

fk. London, 19. März. Die Hebet» gäbe der Chinesenstadt Schanghai an die Truppen der Kantanesenarmee soll nach amerikanischen Meldungen unmittel­bar bevor st eh en. Der Kommandeur der nordchinesischen Truppen, die gegen­wärtig noch Schanghai verteidigen, soll den Kantonesentruppen gegen Bezahlung von 1 Million Mark die Auslieferung der Chinesenstadt von Schanghai angeboten haben.

Nanking gefallen?

sk. London, 19. März. Nach bisher noch zu bestätigenden Meldungen soll Nan­king bereits von den Kantonesen besetzt worden sein.

auf jugoslawischem Boden für eine Erneue­rung der letzten im November gescheiterten Aufstandsbewegung gegen die albanische Regierung getroffen werden. Seit langem sei bekannt gewesen, daß die unzufriedenen Elemente eine Organisation und einen ver­waltenden Ausschuß in Jugoslawien haben. Bei einem Einfall von Komitatschibanden nach Albanien würde der Vertrag von Tirana in Wirksamkeit treten und italie­nische Hilfe würde den albanischen Wider­stand stärken. Es erübrigt sich, die ernsten Möglichkeiten einer solchen Lage hervor­zuheben.

„Westminster Gazette" schreibt: Die gestern abend in London eingetroffenen italienischen Berichte über eine ungewöhn­liche jugoslawische Tätigkeit an der alba­nischen Grenze haben besonders beunruhigt, da sie amtlich in Rom inspiriert zu fern scheinen.

„Time s" betont das „international an­erkannte Interesse" der italienischen Regie­rung an der Unabhängigkeit Albaniens und fährt fort: „Das schlimmste Merkmal in der augenblicklichen Lage ist, daß, nach­dem ein Versuch, Ahmed Zogu zu stürzen, gescheitert ist, ein neues Albanienabenteuer in Jugoslawien vorbereitet wird, unter Umständen, in denen sogar sein teilweiser Erfolg eine italienische Interven­tion zur Verteidigung des albanischen status quo unvermeidlich machen wird.

Eine rusfische Protestnote gegen die Rati­fizierung des bessarabischen Vertrages durch Italien.

fk Rom. 19. März. Die Sowjet- Regierung ließ dem Minister des Asutzer« eine Note znftellen, in de, gegen die Rati­fikation des Pariser Vertrages von 1920- iiber Bessarabien Einspruch erhoben wird.

ein rolnW Ultimatum an Litauen?

London, 18. März. (TU.) Nach einer „Times"-Meldung aus Riga veröffentlicht die Sowjetregierung eine Reihe amtlicher Mitteilungen, in denen behaup­tet wird, daß Polen nach zuverlässigen Informationen aus Riga, Reval und Dan­zig im Begriff fei, der litauischen Re- gierung ein Ultimatum zu über­reichen, in dem eine Regelung der pol­nisch-litauischen Beziehungen auf Grund polnischer Bedingungen gefordert werde. Im Falle der Nichtannahme werde mit der

sofortigen Besetzung Kownos

durch polnische Truppen gedroht. Ferner wird behauptet, Großbritannien habe versprochen, die polnischen Bestre­bungen zu unterstützen und einen be- wafsnetenEinmarschPolensin Litauen zu b i 11 i g e n. Es wird hinzuge­fügt, daß

polnische Truppen bereits an der polnisch-litauischen Grenze konzentriert seien. Weiter wird aus Kowno gemeldet, daß im dortigen 5. litauischen Infanterie- Regiment eine Organisation zum Sturz der Regierung aufgedeckt worden sei. Der Kommandeur und das ganze Ossi­zierkorps des Regimentsstabes feien ver­haftet worden. Gerüchte behaupten, daß dieser versuchte Putsch im Zusammenhang mit der polnischen Truppenkonzentration an der Grenze stehe. Beim Ausbruch von Unruhen in Litauen hätte polnisches Mili­tär in Litauen einrücken sollen.

Nach dem Rigaer „Times"Korrespon- denten ist man in baltischen Kreisen der Auffassung, daß alle diese Berichte von Moskau ausgegavgen sind, um einen günstigen Abschluß inoffizieller polnisch-litauischer Besprech­ungen zu verhindern, die nach Ansicht Moskaus in einer europäischen Hauptstadt im Gange seien. Immerhin hätten die Berichte, die offensichtlich von bolschewistischen Agenten zunächst in Litauen und später in Moskau verbreitet worden seien, eine gewisse Nervosität in Litauen hervorgerufen.

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Die aus Riga wiedergegebene Erklärung der Moskauer Regierung über einen von ölen vorbereiteten Plan, am Geburtstage ilsudskis einen bewaffneten Putsch gegen owno zu unternehmen, hat in biplomo« tischen Kreisen stärkste Beachtung gefunden. Wenn auch polntscherseitS derartige Ab­sichten kategorisch bestritten werden, so liegen doch gewisse Anzeichen dafür vor, daß die Nervosität Litauens nicht als völlig grundlos bezeichnet wer­den kann. In diplomatischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß ein derartiger Ein­marsch Holens in Litauen bereits vor einem Vierteljahr geplant gewesen sein soll, daß - er aber durch eine russische Inter­vention in Paris abaeblasen wurde. Es hgr sich tatsächlich ergeben, daß damals Polen an der litauischen Grenze starke Truppenzusammenziehungen vorgenvmmen hatte. Wenn Polen den Zeitpunkt für einen solchen Putsch jetzt für günstiger halten sollte, dann dürfre der mehrwöchige Aufent­halt polnischer Parlamentarier in Frank­reich hierzu nicht unwesentlich beigetragen haben. Die Reden, die gestern in Paris zum Abschluß der sogenannten Infor­mationsreise gehalten wurden, lassen ieden- falls erkennen, daß mack dem polnisch- französischen Bündnis einen neuen Impuls aeaeben hat.

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In einer Beziehung dürfte sich jedenfalls Herr Chamberlain getäuscht haben: In Moskau hat die sensationelle Erklärung Scialojas über Bessarabien nicht den Ein­druck ausgelöst, den England erwartete und auch erhoffte. Wohl sind sich die Sowjets der Bedeutung, die Ehamberlain diesem italienischen Schritt gibt, bewußt. Man hat in Moskau erkannt, und es sorgsam re» giftriert, daß Italien sich der Einkreisungs- Politik Londons verschrieben hat. Ab« man hat sich auch mit dieser Tatsache sehr rasch abgefunden. Ein Glied mehr in der Kette, die Europa um das bolschewistische Rußland legen will. Ein Hohnlächeln Moskaus ist die Antwort. Die Sowjets find sich ihrer Macht bewußt, ihrer füh­renden Position in Asien und schließlich auch der nicht zu leugnenden Tatsache, daß dieses gegen Rußland auf den Plan tretende Europa zu seiner eigenen Rettung auf die Wirtschaftskraft des ungeheuren russischen Reiches angewiesen ist. Dieses Achselzucken in Moskau über die Pläne Chamberlains ist vielleicht auch nicht un­beeinflußt von einer Erkenntnis der Kom­plikationen, die sich immer deutlicher am Horizont der europäischen Politik abzeich­nen. Zu genau wissen die Sowjets, daß es nicht Europa selbst ist, das diesen Ring um Rußland zu schließen gebeult, sondern nur der Machtwille des großbritannischen Im­periums, der es verstanden hat, europäische Trabanten und ihre kleinen selbstsüchtigen I^eressen an ben Kurs seiner politischen Ziele zu binden.

Liest man die Kommentare des offizi­ellen sowjetistischen Organs, der „Prawda" durch, so erkennt man, wie wenig der „sen­sationelle Schritt" Mussolinis die Sowjets, bisher wenigstens, zu beirren vermochte. Chamberlains in London so gepriesener „Sieg" wird hier als ein blamabler Miß­erfolg seiner Politik Rußland gegenüber ausgelegt. Wenn auch das, was die „Prawda" im Zusammenhang mit der Ein­kreisungspolitik Chamberlains über die Be­ziehungen Deutschlands zu England zu sagen weiß, den Tatsachen nicht entspricht, so ist es doch ganz interessant zu ver­nehmen, welche Rolle Deutschland in den Gedankengängen der russischen Politik spielt. Deutschlands angebliche Ablehnung des Vorschlages von Chamberlain (eine Ablehnung, die niemals erfolgte, weil ein diesbezüglicher Vorschlag Chamberlain nie gemacht wurde,) wird von der „Prawda" sehr naiv so begründet, als ob die Absage Deutschlands aus dem Grunde erfolgt sei, weil England „Deutschland nicht genügende Qlequibalente habe anbieten können, um es zu bewegen, politische und Handelsvorteile zu opfern, die ihm seine fteundschaftlichen Beziehungen zu Rußland bieten". Sehr kennzeichnend für die russische Ansicht ist die weitere Behauptung der „Prawda", daß Frankreich nicht die geringste Lust habe, eine englisch-deutsche Annäherung aus seiner Tasche zu bezahlen. Frank­reich sage sich ganz richttg, wenn es not­wendig werden sollte, gegenüber Deutsch­land nachzugeben, werde diese Rachgiebig- keit immer noch rechtzeitig erfolgen können und besser ohne englischen Zwischenhänd­ler. Rach Annahme der „Prawda" ist die deutsche Bereitwilligkeit, die Handelsver- ttagsverhandlungen mit Polen wieder auf­zunehmen, nur auf englischen Druck hin in Erscheinung getreten. Aber die Aussöh­nung Deutschlands mit Polen, oder viel­mehr die Behebung der in den letzten Wochen so zugespitzten Krise zwischen Ber­lin und Warschau sei nicht gleichbedeutend mit einem Eintreten Deutschlands in die antirussische Front. Somit ergebe sich für die russische Politik die erfreuliche Tat­sache, daß Chamberlain seine deutschen und französischen Karten in seinem Ein­kreisungsspiel aus den Händen habe geben müssen.

Die Presse Moskaus läßt auch ganz offen erkennen, in welcher Richtung das Gegenspiel der Sowjets angesetzt werden soll. Sagt sich Chamberlain, ich habe - Italien zum Partner gewonnen, so sagen sich die Sowjets, wir haben durch den Ab-