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ftt ^Vb«rh«silf»e Settmtg* «• ^tnt sechsmal wöchentlich. 9*» plgSpe-tS monatlich 2 SM. auS- sAteßl. ZustellungSgebühr. durch ht,PostLLL SW^itr etwa infolge Ktreik«. Maschinendefekt« oder «lementarer Ereignisse ausfallend« Kammer» wird kein Ersatz gegiftet Verlag v. D«. §. Hltzeroth, Druck der Univ.-Buchdruckerei b. z»d. Slug. Koch. Markt 21/23, Attnsprecherr Nr. 54. n. Nr. 55. PoAschrckkonto: Amt Frankfurt fc SR. Rr. 5015. —- Sprechzeit je: Redaktion von 10—11 und
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Wo« gegen Me Annullierung der Kriegsschulden
ft. Washington, 17. März. Auf die Kundgebung der Columbia« und der Princeton-Universität betreffend die Rege- [ung der interalliierten Schulden hat Schatzamtssekretiir Mello« in einem Pries an bett Rektor der Princeton-Universität geantwortet. Er vertritt darin ten Standpunkt, dah eine Wiederauf- vahme der Verhandlungen über die Regelung der Schulden der auswärtigen Mächte einen Schritt rückwärts bedeuten würde ( und voraussichtlich eher Streit und Verwirrung Hervorrufen als zur wirtschaftlichen Stabilität und zur methodischen Pesserung des Wohlbefindens der Welt Leitragen würde
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; Sivlomalenemvsänge de! Sr. ßleelemonn
st. Berlin. 17. März. Wie die Vossi- che Zeitung" meldet, hat Reichsmi.Zister >es Aeufeern Dr. Stresemann gestern Be- prechungen mit dem russischen Botschafter, >em Botschafter Italiens und dem polni- chen Gesandten gehabt. In Berliner iplomatische« Kreisen werden insbeson- ere den Verhandlungen mit dem tu ssi- chen und dem italienischen Bot- chafter eine besondere Bedeutung teigemessen.
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Sie deulschfeaizöMen 6a.iteli- veelragSverdandlungen
Nachdem es in der vergangenen Woche fast so schien, als ob die Anfang des Monats wieder aufgenommenen Pariser Dirtschaftsverhandlungen in ein sehr ernstes Stadium getreten wären, die unter Umständen den Abbruch befürchten ließen, scheint sich jetzt, wie bereits kurz gemeldet, ms der weiteren Entwicklung der Dinge herauszustellen, daß die Verhandlungen einen günstigen Fortgang nehmen. Nachdem Ministerialdirektor Posse am 9. März dem Reichskabinett in Berlin über • >en Stand der Dinge eingehend berichtet hat, sind am Sonnabend der letzten Woche unter Vorsitz des französischen Handels- Ainisters Bokanowski die Besprechungen in Paris fottgesetzt worden und es bürde durch eine amtliche Verlautbarung don Paris aus festgestellt, dah die beiden Delegationen über die Grundlage des endgültigen Handelsvertrages sich geeinigt hätten, sowie sie weiterhin nun an die Prüfungen der Aenderungen herange- Kangen wären, die an dem provisorischen iS Ende Mai in Wirkung befindlichen Handelsvertrag vorgenommen werden sol- en. Es hanlxlte sich bei dieser Verlaut- «rung offensichtlich um die Feststellung, vH das neue Protokoll, welches die Unter» Ündler in der ersten Märzwoche in Paris »lfgestellt hatten, nach der in Berlin er» »lgten Billigung nunmehr auch von Paris «US als maßgebend bettachtet wurde.
Man muß jetzt wohl zutteffend cm- chmen, daß schon die Rahmenverhand» mgen, die zu Anfang des Monats in Kris geführt wurden, erheblich über das «aß dessen hinausgingen, was man bisher »tzunehmen für berechtigt hiett. Es dürste >it einiger Sicherheit festzustellen sein, aß schon damals man in Paris sich zu Bei. bedeutsamen grundsätzlichen Zuge» «ldnissen bereit erklärt hatte, einmal daß die de-facto-Weistbegün» igiung für den endgültigen Handels» Mag an Deutschland fofort, also ohne ^-Haltung einer Karenzzeit, zugestanden 'urfbe, zum zweiten der französische Mini- gltfarif in seinen Sätzen durch verttag- Kel Regelungen eine noch weitere Herab- Ämg erfahren solle. Es ist wohl sicher, S{ auch von deutscher Sette schr bedeut
Der En-kampf um tzchanshm
Sir Srsrnsütze in ter Änominlang-Sarlcl
Ein «etter Sieg der Kantoutruvve«.
ff. Lottdo«, 17. März. In der groben Schlacht am Jattgtseklnh haben die Kantotttrvppen «eitere grobe Erfolg« errangen.
Wie a«s dem Hauvtquartier Tschang- tsolins berichtet wird, stad der Befehlshaber von Sona«, General Tschin, sowie W n v e i f u nach der Einnahme von Tschang- tschaa in westlicher Richtung entflohen.
Die Schlacht nm den Bestb Schanghais ist nach den letzten Berichte« nunmehr in vollem Gange.
Die Schantungtruvven sind langsam aber stetig aus ihren starken Berteidignngsstellen nördlich und westlich des Taivuseen-Eürtels verdrängt worden. Den Kantoneser Truvven ist es gelungen, die Stadt Hihin am Taivu- See einzunehmen. Sie haben in Ausnutzung ihres Anfangserfolges auch einen wichtigen strategischen Punkt an der Nanking—Schanghaier Eisenbahn besetzt, wodurch General Tchangtsuntschang gezwungen wird, sich nach Wutschang zurückzuziehen, während seine Verbindungen mit Nanking an jenem Teil der Front abgeschnitten find.
Nanking ist also praktisch isoliert.
Nach weiteren Nachrichten find Kämpfe zwischen Wuhu und Nanking bis auf 50 Kilometer von der letzten Stadt im Gange. Die Drahtverbindung zwtl^-n Nanking und Tai- vingf« ist unterbrocher Stach einem weiteren Bericht hat sich der ,t Flottenbefehls- baber auf dem Jangtse, * - sich bisher von den kriegerischen Operationen ferngehalten hat. nach tzankau begeben, um de« Kantonesen seine Dienste anzubieten.
Bevorstehende Räumung Schanghais?
ff. London, 17. März. Die Blätter melden aus Schanghai, dah die chinefiche« Sol
daten während der letzten beiden Tage un. gefäbr 50 Flubboot-Dschunken und Pontons beschlagnahmt haben, die nach Wusung, 14 Meilen nördlich von Schanghai, beordert worden find. Man nimmt an, daß dies eine vorbereitend« Mahnahme zur Räumung von Schanghai sei. Amerikanische Marinesoldate« «ahmen zwei von den Ehinrse« beschlagnahmte Fahrzeuge der Standard Oil Eom- pany zurück.
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Der Korrespondent des „Daily Telegraph in Schanghai schreibt: Trotz Durcheinanders der militärischen und politischen Intrigen kann mit Sicherheit mit» geteilt werden, daß der extreme Flügel der Kuomintang-Partei zeitweilig die Oberhand auf der in Hankau tagenden Konferenz des Hauptvollzugsausschusses des Kuomintang gewonnen hat. Borodins Name ist zwar im Hintergrund geblieben, aber sein Einfluß hat jetzt die Wagfchale zu Ungunsten General Tschang Kai-scheks geteuft. Die ganze Organisation des Kuomintang ist jetzt auf eine underhiillte rein kommunistische Grundlage gestellt worden. General Tfchan Kai-scheks Tätigkeit ist auf den Befehl über die Truppen ohne politische Macht beschränkt worden, aber es ist zweifelhaft, ob er seine Stellung lange beibehalten kann. Geenwärtig scheinen alle südlichen Generale auf seiner Seite zu stehen, mit Ausnahme des Chefs des politischen Büros, Teng Pen-sa, der sich den Cxttemisten angeschlossen hat und von,&em es heißt, daß et nach dem Posten des Oberbefehlshabers sttebe.
tende Zugeständnisse angeboten sind, um ein solches Ergebnis herbeizuführen, wenn auch über diese Zugeständnisse bisher nichts bekannt geworden ist. Es wird sich dabei vermutlich nicht nur um die bekannten Zugeständnisse für die französische Weineinfuhr nach Deutschland handeln, sondern weiterhin auch um deutsche Konzessionen hinsichtlich seiner industriellen Schutzzölle an Frankreich.
Nr:uMer EmtMao
Berlin, 16. März. In der heutigen Sitzung des Preußischen Landtages wendet sich Abg. Pieck (Komm.) gegen die Unterdrückung der Arbeiter in Ungarn und verlangt sofortige Beratung eines kommunistischen Antrages, in dem der Abbruch der preußischen Geistesgemeinschaft mit Ungarn und Aufhebung des ungarischen Seminars an der Berliner Universität gefordert wird. Der Redner verlangt weiter sofortige Beratung eines Antrages, ein Strafverfahren gegen den Vorsitzenden im Jürgens- Prozeß, Landgerichtsdirektor Bombe, wegen der Art der Durchführung dieses Prozesses einzuleiten. Die sofortige Beratung wird abgelehnt.
Der Ausschußberatung überwiesen wird der von fast allen Parteien eingebrachte Gesetzesantrag zur Verschärfung der Bestimmungen bezüglich der Diäten der Land- tagsabgeordn«ten, ferner ein deutschnationaler Antrag, sämtliche Ausgabetitel des Haushalts für 1927, deren Durchführung eine unmittelbare Befruchtung des Arbetts- markteS zu bewirken geeignet ist, in einem besonderen Notetat schnellstens vorzulegen.
Das Haus setzt die
zweite Beratung des KnlturhaushaltS fort.
' Kultusminister Becker erklärt, es dürfe nicht verkannt werden, daß die 3% Mil
lionen als erste Rate für ein großzügiges Bauprogramm zur Modernisierung unserer« Kliniken und der Technischen Hochschulen einen Schritt vorwärts bedeuten. Insgesamt soll dieses Bauprogramm auf 32 Millionen belaufen. Der Minister begrüßt es, daß es gelungen ist, die Arbeiteraka- bemie in Frankfurt zu etatisieren.
Zur Konkordatsfrage führt dec Minister aus: „Ich habe bereits im Hauptausschutz über diese Angelegenheit eine Erklärung abgegeben. Seitdem hat sich in der Konkordatsaugelegenheit nichts Neues ereignet. Auch heute noch und bis auf weiteres befinden sich alle Erwägungen und Verhandlungen durchaus im Stadium der Prüfung.
Die Behauptung der Presse, der Abschluß d S Konkordat» stehe unmittelbar bevor, ist ebcnso uurichtig wie früher.
Auf dem Gebiete der Parität ist früher gesündigt worden (Sehr wahr! im Zentrums und auch heute noch ist der katholische Bollsteil in gewissen Stellen der Verwaltung benachteiligt. Die Parität mutz hergestellt werden, aber in politisch vernünftigen Formen.
Der jetzige Zustand bezüglich desReichs- schulgesetzeS ist für die Verwaltung unerträglich. Auf dem Gebiete der Dissidentenfrage und des . Schulstreiks ist es autzerordentlich schwer, ohne gesetzliche Grundlagen etwas Positives zu schaffen. Eine einheitliche Schulform ist unmöglich. Zwar sieht die Reichsverfassung die Simultanschule vor, aber in derPraxiswicd voraussichtlich die Konfessionsschule zur Regelschule werden. (Lebhaftes Hört! Hört!) Der Gedanke der simultanen Schule wird sich auf die Dauer selbst durchsetzen. Die Entfchädigungspflicht gegenüber den Privatschulen mutz reichs- fesetzlich geregelt werden. Auch der Kirche oll im Rahmen der Verfassung ihr Recht werden. Es darf aber nicht dahin kommen, datz die geistliche Schulaufsicht durch eine Hintertür wieder eingefützrt wird.
Der zemmrdmzetz MImk
Berlin, 16. März. Im Fememord« prozeß Wilms machte heute der Angeklagte Oberleutnant Fuhrmann das Eeständ« «is, daß er von de« PlSnen der Er« mordung des Wilms voher Kenntnis gehabt habe. Hauptmann Eutknecht, der sich jetzt in Britisch-Afrik« befindet, habe ihm schon vorher erklärt, er werde Wilms wegen Berratsverdacht» durch Fahlbusch im Auto beseitige« lassen. Er selbst. Fuhrman«, sei a« der Tat nicht beteiligt gewesen, habe aber auch de« Plan nicht verrate«.
Ein Zeuge sagte aus u. a. aus, daß Oberleutnant Fuhrmann nicht in dem Auto gewesen sei. in dem Wilms erschossen wurde. Die geschiedene Frau des Zeugen Sommerfeldt und der Zeuge Röpke bekundeten dagegen, datz Fuhrmann ihnen von seiner Beteiligung an der Ermordung des Wilms erzählt habe, was Fuhrmann entschieden bestreitet.
Zeuge Lorenz, der sich erst am Sonntag der Verteidigung angeboten hat, nachdem er einige Tage als Zuhörer den Verhandlungen beigewohnt hatte, bekundete, datz er ebenfalls auf der Spandauer Zitadelle zu jener Zeit gewesen sei, und dort habe er einmal B ü s ch i n g mit einer kleinen schwarzen Pistole vom Kaliber 7,65 hantieren sehen. Aus die Frage, woher er denn diese Waffe habe, habe Büsching erwidert: „Das ist eine ganz üble Geschichte, die gehörte einem Mann, den ich damit erschossen habe. Das war ein Halunke, der in Döberitz einen Soldatenrat gebildet hat. Wir haben eine Autofahrt gemacht, bei der Fahlbusch bett* Wagen steuerte, und ich, Büsching, mit bettt Betreffenden, einem Feldwebel, hinten' satz. Plötzlich zog der Feldwebel eins! Pistole und hielt sie mir vor das Gesicht mit den Worten: „Ich weife schon, was Ihr wollt, laßt mich aussteigen." Darauf habe ich ihm das Handgelenk umgedreht, die Waffe entrissen, ihn damit erschollen und bann haben wir bie Leiche in bie Havel geworfen. Lorenz versicherte dann auch noch, daß Büsching ihm gegenüber n i ch t von Klapproth gesprochen habe.
r Die Zukunft des Landgerichts- dtrektors Fürgens
x ‘Berlin, 16. März, lieber das künftige Schicksal des Landgerichtsdirektors Jürgens teilt die BS.»Korrespondenz laut „Sägl. Rundschau" folgendes mit: Es hat den Anschein, als ob im Falle des LandgerichtSdireftorS Jürgens die Justizbehörden darauf verzichten Werben, nochmals ein Gericht mit der Nachprüfung aller Einzelheiten zu bettauen. Landgerichts- direftor Jürgens wird aller Wahrscheinlichkeit morgen von dem zuständigen Referenten im Justizministerium empfange» Werden. In der Justizverwaltung scheint man auf dem Standpunkt zu stehen, daß Jürgens, mit dessen Harne sich die Presse des In» und Auslandes so lange beschäftigt hat, nicht wieder auf feinem Posten zurückkehren darf: eS soll vielmehr die Absicht bestehen, ihm einen anderen Posten anzubieten, der sowohl seiner bisherigen Beamlenstellung als auch feinem Einkommen als Landgericht«» direftor voll entspricht. Im Hinblick darauf, dah Jürgens vor einem Jahr eine Ehescheidungsklage eingereicht hat, wird bemerkt, daß eine Rückkehr in die Beamtenlaufbahn nur möglich sein wird, Wenn die Scheidung zwischen den Gatten Tatsache geworden ist.
Sie 3u«i=$afl«ng de» BSlkerbtt«d»-Rates.
ff. Paris, 17. März. Sie nächste Seoettt des Völkerbunds wird, wie jetzt fefiftetzt, «U 6. 2»«i in Genf stattfinde«.