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Paris. 18. Mörz. Rach einer Zsolts, angabe des „Newqork Herald" von der amerikanischen Note an Frank.eich in der dieses aufgefordert wird, wenigstens einen Beobachter zur Dreirnächle- konferenz zu entsenden, wird in dieser Note erklärt, das, keine Ration, die Vertreter zu entsenden wünsche, von den Besprechungen ausgeschlossen sei. Nach der »Ehieago Tribüne" beabsichtigt Amerika nicht, unbedingt auf dem für die grasten Schlacht- schiffe auf der Washingtoner Konferenz
Abrüstungskonferenz entsende«.
ff. Nom. 16. Mörz. Gestern nachmittag übergab nach dem „Popolo de Roma" der Botschafter de, vrreinigien Staate« dem italienischen Premierminister die Einladung der vereinigten Staate« an Ztalien. einen Beobachter zur Marinrab« rüftungrkonferenz der drei Möchte zu ent* senden.
L A«paktio« von tO—11 unö ‘1,1—1 Uhr.
Ae Lage In China
Geldsorderungen Tschangtsungtschangs.
ft Schanghai. 16. Man. »Dail, Mail" meldet aus Schangbai. der Verteidiger »on Schanghai, General Tschanglsung- tschang, habe 1 Million Pfund Sterling in bar von den chinesische» kaufmännische« Organisationen gefordert. Er habe erklärt, wen« er sie nicht erhalte, werde er seine Te»v- neu aus der Provinz rnrückriehe» und te wördon alle Schrecken des Kriege, über die Zioilbevölkernng und di« Kaufleute herein« breche«.
Gewehre, Patronen, Maschinengewehre und mehrere Gebirgege> chütze erhalten. Die Bewegung zeige
91t. 63 «2. Mw. Moronis a. Lahn
Der Anzeigenpreis beträgt für ben 10 grspall. Z-il-nmilltmeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 SM., amtliche und au» »Artige Anzeigen 0.10 TM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- dorschrift 50°/. Aufschlag. - Sammel»'! zeigen 100 •/. Aub schlag. Reklamen der Mlllim. 0,40 TM. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch bie Tejchtftofelle und Zusendung der Angebote. S> füllungeort Marburg.
1 Soldmark — '/«>,Dollar.
' Nie die Rrltgt »trhlnkn werten teilen
Teuf. 15. März. Das Ratskomitee für dir Vorbereitung der Abrüstungskonferenz hat heute abend seinen Bericht an den Kat über Artikel 11 des Völkerbunds- Paktes fertiggestellt und beschlossen, seine I lagung vorläufig zu unterbreche«. Der I heute genehmigte Bericht hat den in der I Debatte gegebene« Anregungen in weitem Rahe Rechnung getragen. An den Vorschlägen zur Verhinderung akuter Kriegsgefahr wie u. a. schleuniges Zusammrn» treten des Rates auf telegraphische Aufforderung de» Ratsprästdenten, Schaffung einer neutralen Zone, See, und Lust« stottendemouftratione« ist inhaltlich zwar nicht geändert worden, aber durch die neuen Formulierungen wird der bindende Charakter dieser Vorschläge noch weiter abgeschwächt und die vollkommene <8tti* schliehungsfreiheit de» Rates betont. Andererseits wird aber auch der Sou- VerSnität der einzelnen Staaten, hauptsächlich auf englische u«d italienische An. regung hin, in erhöhtem Maste Rechnung getragen. Das gilt insbesondere für die neue Formulierung in Bezug auf die Schaffung einer neutrale« Zone. Des- Peiche« wurde der Vorschlag von Flotten- unb Luftflottendemonstrationen wesentlich abgeschwächt, indem an die Anwendung in der Vergangenheit erinnert und dann be. Merkt wird: Es ist möglich, dast Luft» flotteudemonstratione« in vernünftige« Grenze« benutzt werde« könne«. Schliest- lich wird in dem Bericht unter Berufung auf die sehr allgemein gehaltene Fassung l des Artikels 11 der Grundsatz ausge
sprochen. dast der Rat im Falle drohender Kriegsgefahr alle Mastuahmen ins Auge faste« »an«, die nicht al» Kriegsmast- nahme« gegen den eines verftoste« schuldigen Staat aufgefastt werden können. Austerdem wird nochmals betont, dast alle in de« ««richt aufgezählten Mastuahmen nicht» «I» Anregungen darstellen.
Ceetibgel Drel-MMe Kwfmnr
Sothmalige auffetbetang an granfrelth nnb Rallen
Ügjj sich besonders in den Serbien benachbarten ' Bezirken, um im Ausland den Eindruck zu «wecken. als fei sie in Belgrad angezeitelt n »orden.
Der diplomatische Redakteur der ..Aaence Savas" will mitleilen können, dab die französische Regierung nicht geneigt toetne. bem ur Ivrünglichen Plan, einen Deobach er zu dieser Konferenz zu entsenden, zuzustimmen.
Zu den amerikanischen Dorschlägen, Frankreich möge zu der veeabrüstunaskonferenz zu dreien wenigsten» einen Beobachter entjenben, schreibt der .DempS":
Nicht nur die Abrüstung zur See. sondern auch die Abrüstung zu Lande mlerel- fiert in gleicher Weile sämtliche Nationen, und man kann nicht die Auffassung vertreten, daß einigen großen Seemächten allein die Entscheidung über die Beherrschung des Meere« nach ihrem Belieben zuerteilt wird, da vom Meere die Unabhängigkeit, ja Die Stiftens aller zivilisierten Nationen abhängt. Es ist auch nicht möglich, eng imteinaiwer die See- und Lanbrüstungen zu verbinden, wenn man anerkennt, daß man dem .poten- tiel de guerre" aller Nationen Rechnung tragen muh, um in gerechter Weise Die_ AI- tivnsmittel jeder Nation einzuschranken, chierin liegt die enffcheidende Einwendung gegen die amerikanischen Dorschläge . Es erscheint schwierig, dah Frankreich angesichts der von ihm eingenommenen Stellung unD angesichts der Grundsätze denen ti mner- baft des Dölkerbundes Geltung verschafft hat, irgend eine moralische Verantwortung über- nehmen tarnt, dah e« sich einem derartigen Unternehmen. anschlieht.
Saß Genfer Stomcremih Im ÄablncIKrat gebilligt
SU. B e H i n . 15. März. Amtlich wird «it„kt«ilt: 3« dem heutigen unter dem Vorsitz de« Reichspräsidenten abgehalten«« Kabinettsrat berichtet« Reichsautzen» Minister Dr. Stresemann über di« austen. politische Lag« und die Verhandlungen de» Völkerbundes in Genf. Nach eingehender Aussprache, bei der insbesondere die Rechtsauffastnng geteilt wurde, wie ste der Austenminifter in Genf bei den Deutschland berührenden Fragen vertrete« hat, stimmte da, Kabinett dem vorliegenden Ergebnis der Genfer Tagung einmütig zu.
festgesetzten Berteilungsschlüstel von 5:5:3": 1,75 :1,75 für die Flotten von Amerika. England. Japan. Frankreich und Italien zu bestehen, sondern würde für die leichten Marineftreitkräfte al« Verteilungsschlüssel das Verhältnis von 5 :5 :4 für Amerika. England und Japan, ferner gegebenenfalls das Be hältnis von 5 :5 :4 :3 :3 Vorschlägen wen« Frankreich und Italien dem Ab- kömmen zuftimmen würden.
Bom französischen Ministerrat.
ff Paris. 16. März, Nach Savas, bob Briand im gestrigen Ministerräs den befriedigenden Charakter der Genfer Tagung besonders in der oberschlesischen Schulfrage und der Verwaltung des Saargebiets hervor. In der Frage der Rbeinlandräumung, die Dr. Sirese- mann in der nächsten Tagung des Bölker- bundsrates zu fordern gedenke, werde Frankreich seine in Kraft befindlichen Rechte aus dem Sicherbeits- und Reparationsvroblem geltend machen. Eine lange Aussprache sand über die Antwort auf die gestern überreichte Note der amerikanischen Regierung, betreffend die Seeabrüstungskonferenz, statt.
ff Berlin, 18. März. Zu der amtlichen Mitteilung über den gestrigen Kabtnettsrat bemerkt die „Tägliche Rundschau ., datz da» Kabinett für die Einrichtung eines -Bahn- schutzes im Saargebiet im Versailler Vertrag keine Begründung gegeben sehe, tedoch mit dem Ergebnis der Genfer Ratstagung sich einverstanden erklärt habe. Nach einer Korrespondenzmeldung bestebt unter den Parteien der Rgierungskoalttion die AchM, im interfraktionellen Ausschuft ^ne Aus- svrache über Genf berbeizufuhren, um sich vor der Debatte im Auswärtigen Ausschuft und im Plenum des Reichstags grundsätzlich zu verständEU .......
i f^ckMM -«Selskammer für Auf.
rechterhaltun« der Rheinlandbesatzung fk Paris, 16. März. Die Vorstände »er französischen Handelskammer. Die über 120 französische Handelskammern vertreten. haben gestern in ihrer Generalversammlung eine Sntschliestung angenom- men. in der sie unter Hinweis auf die Einstig« Wirkung der von der Regierung „»er nationalen Einigung" getroffene« Mastuahmen fordern, die bi« jetzt befolgte Politik fortzusetzen, die die Wiederaufnahme der Geschäfte ermöglicht und zur Intensivierung der produktiven Behebung der Arbeitslosigkeit und ,n einer verbilli- gung der Lebensmittelhaltung führen wer. »en. Die Versammlung schliestt sich, in der Annahme, dast seine wirkliche Prosperität gesichert werden könne, wen» sich die Frage der Integrität des französischen Boten» gesichert sei, den Vertretern der Han, »elskammer de» Ostens an, um zu fordern, »ast nunerzüglich die für den Schutz Der französische« Grenze« nnerlästliche« Arbeiten unternommen werden und dast bis dahin die Rheiulandbesatzung nach den Bestimmungen des Friedensvertrages aufrecht erhalten werden müsse.
Die Frag« Euvrn—Malmed« in der belgischen Kammer.
fk. Brüssel. 1. März. Der Minister de« Auswärtigen erklärte in der Kammer, es hätten niemals Besprechungen über die Eupen —Malmedy-Frage zwischen Deutschland und der belmschen Regierung staUgefunden.
ggeWtoe Enthüllungen fiter Stollens «rlegSvMe
fl Paris, 16. März. Wie dem „Petit eriften“ aus Belgrad gemeldet wird ver.
jnteroention motivieren könnten, die nach sttikel 2 des Vertrages van Tirana vvrge-
Vimamb, w 16. März 1927
_ oderbeMfche Bettung* er-
(<4, »mal wöchentlich. Be- monatlich 2 DM. au<-
Zustellungtzgebühr. durch DM.Für etwa infolge LetW. Maschinen defekt« oder tatet Ereignisi« aueiallend« vLgitta wird kein Ersatz ge»
Cetlagb. »t-S Hitzervth, {Lj bet Unid.-Buchdnickerel 6, gtug. Koch, Markt 21723. ^kvtecher: Olt. 54. tu 91t. 55. .
inJst eben sei.
loben
leicht stlasfi geleitet, der in Albanien grasten t sich Ünflug habe. Er habe auch aus Italien ichen
i3|e« Renten durchzögen Albanien, nm U n • ~ »Heu hervorzur ufe«, die die
Sorbereitungen zur Landung italienischer Truppen an der albanischen
Grenze
» Gange seien. Zahlreiche italienische
auf Zinszahlung, die gegenwärtig ruht. Wir verhandeln jetzt mit Bayern darüber, waS den 640 Millionen Polt- abfindung des Jahres 1920 heute entspricht. Wenn wir entsprechend dem Vorschläge Preußens zur gegenseitigen Aufwertung schreiten, werden wir auch Ansprüche deS Reiches finden. Aus die Durchführung der Realsteuergesetze hat daS Reich keinerlei Möglichkeit einzuwirken. Wir beabsichtigen aber in dem ReichSrahmengesetz für die Grund- und (Setoerbtfbeuer eine Grundlage zu schaffen.
Abg. Pfleger (Bayerische Vpt.) «Hart, von Sonderverhandlungen mit Bayern könne gar keine Rede sein. Die Regelung der Biersteuer 1925 sei nur unter Vorbehalt erfolgt. Bayern könne also n o ch neue Ansprüche geltend machen. Der Redner spricht seine Befriedigung darüber aus, daß auch der Sozialdemokrat Dr. Hertz die Gemeindegetränkesteuer alS unentbehrlich bezeichnet habe.
Staatsrat v. Wolff erklärt, Bayern
habe eine Erhöhung des Anteils der Länder an der Einkommen- und Körperschaftssteuer von 75 auf 90 Prozent verlangt und halte daran heute noch fest. Die 45 Millionen Biersteuern für Bayern sollen durchaus keine ewige Grenze sein, sondern nur eine
W&elffert (Völkisch) lehnt ein weitere» Provisorium ab und fordert einen endgültigen Finanzausgleich. An den Preisen habe man von der Senkung der Umsatzsteuer gar nichts gemerkt. Man solle die Steuer wieder erhöhen. Die HauS- z ins steuer müsse abgeschafft werden.
Abg. Keinnath (D. Vpt.) verlangt etntn Beginn der Steuermilderung. Auch der Abbau der Realsteuern werde erst durchgeführt werden, wenn das Reich einen Truck auSübe. Der Redner begründet seinen Antrag, der nur eine Sollbestimmung vorsieht, macht j^och darauf aufmerksam, dah diese milde Form nur bestehen bleiben könne, wenn die Länderregierungen befriedigende Erklärungen abgeben. Die Deutsche volkS- partei mache jedoch davon ihr« ganze Stellungnahme abhängig.
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Berlin, 15. Mürz. Der SteuerauS- schuh des Reichstages setzte Dienstag die Beratung de« vorläufigen Finanzausgleiches fort.
Abg. Nolte (WirtschaftSPartei) lehnt die Verlängerung des Finanzausgleich« um Jahre ab, das Höchste sei 1 Zabr. Er forderte das Zuschlagsrecht für Lander und Gemeinden, damit diese wieder fiir ihre Finanzen verantwortlich werden.'Die Gemeindegetränkesteuer müsse verschwinden. Die Realsteuer mühte in ein vernünftiges Verhältnis zur Einkommensteuer gebracht werden. Die HauSzinSsteuer könne man um 6—700 Millionen senken, wenn man sie nur zur Ermäßigung der Sypo- thekenzinsen verwende, wie dies bereits in Köln geschehe, die Mieterhöhung müsse wenigstens zum Dell den Hauswirten zugute kommen. Die Wirtschaftspartei habe der Regierung das Vertrauen ausgesprochen. Warum habe man sich daher mit ihr nicht vorher über den Finanzausgleich verständigt?
Preußischer Finanzminister Dr. Höp- ke r-Asch o ff begrüßte den Gedanken, bte R-alsteuem zu senken, aber gerade unter diesem Gesichtspunkte sei die Beseitigung der gemeindlichen Getränkesdeuern besondere bedenklich. Tie bayrische B i« r st e u e r e n t- s ch ä d i g u n g sei eine ReichSf ra g e. Die gegenwärtigen finanziellen Schwierigkeiten Bayerns Dürften nicht zu einer ungerechtfertigten Bevorzugung durch Zahlung ein<r unverhältnismäßig hohen ewigen Rente führen wie sie das Kompromiß der Regierungsparteien vorschlägt. Nach Auffassung Preußens bedürfe die Erhöhung der Biersteuerentschädigung einer Zweidrittelmehrheit. Wenn das Reich bereit ist, den Ländern etwas zu geben, müsse Preußen auf eine gleichmäßige Behandlung und Berücksichtigung der Forderungen aller Länder entscheidendes Gewicht legen.
Bei her Weiterberatung der Finanzausgleichsvorlage im Steuerausschuß betonte Reichsfinanzminister Dr. Köhler: Bayern und Württemberg haben au» der Postabfindung einen Anspruch